April
20
Das Burnout-Syndrom: Ganzheitliche Behandlungsstrategien bei seelischer Erschöpfung – Dr. med. Berndt Rieger
Cora

Klappentext:
In diesem Buch geht es um einen Zustand, den wir mit Worten schwer beschreiben können. Einen Zustand des Ausgebranntseins, der Schwäche und Fühllosigkeit. Man fühlt sich schwer krank und depressiv. Man hat das Gefühl, nun zu wissen, wie das ist, alt zu sein. Man erkennt seine Sterblichkeit. In der alten Medizin nannte man diesen Zustand den der „Vererdung“. Das kühle, trockene Element Erde ergreift Besitz von uns. Es löscht die Lebensgeister (die dem jugendlichen Element der Luft entsprechen) und erinnert uns an das Wort: Staub bist du und zu Staub wirst du zurückkehren, nämlich Erde werden. Wir kommen aus der Erde, vermischen uns mit Wasser und Luft und Feuer, die beweglichen Elemente, die uns Leben schenken, und scheiden diese alle im Laufe des Lebens wieder aus und das, was wir vor unserer Geburt waren: Sandkörner in einer Wüste von Sand. „Ausgebrannt“ sein heißt also, das was uns feucht und warm gemacht hat, zu verlieren. Medizinisch gesprochen sind das unsere Hormone. Sie befeuchten den Körper, machen ihn jung. Wer sich erschöpft, entzieht dem Körper die Kraft, sich zu verjüngen. Er tut das, indem er lichterloh brennt, wie eine Kerze auf beiden Seiten. Ihr Feuer vertreibt den Schlaf (der uns mit dem Element Wasser erfüllt) und die Lebenslust (die Fülle der in uns kreisenden Hormone), und letztendlich verlöscht das Feuer, das unsere Tatkraft und unsere Leidenschaft ausgemacht hat, plötzlich, von einem Tag auf den anderen und hinterlässt eine Wüste, in der wir uns karg und leblos fühlen. Das ist das Burnout-Syndrom, von dem in diesem Buch die Rede sein soll. Die Frage, die wir uns zur Analyse unserer Schwäche stellen müssen, lautet: Warum brannten wir? Was war unser Ziel? Sind wir durch diesen intensiveren Leistungsschub auch am 3 Ziel angekommen und dadurch vielleicht gar nicht „ausgebrannt“, sondern einfach nur „erschöpft“? Schöner ist ja dieses Wort „Erschöpfung“ für so einen Zustand der Ruhe nach vollbrachter Tat. Es setzt einen Schöpfer heraus, der müde geworden ist und zufrieden auf seine Leistung zurückblickt. So ähnlich steht es ja in der Bibel nicht nur im Alten Testament, sondern auch im Neuen, wo Jesus seinen bevorstehenden Tod mit den Worten „Es ist vollbracht!“ kommentiert. Getrieben war auch er zu einer Lebensleistung, wie schon sein Vater, der Schöpfergott, der seine Existenz in die berufliche (als er die Welt schuf) und den Ruhestand (alles Nachfolgende) einteilte. Dieses Denken in den Kategorien eines „Lebenswerks“ ist den meisten Menschen eigen, so lange sie streben. Wir kennen das von Künstlern, die mitunter Opus-Zahlen anlegen, mit denen sich die Lebensleistung beziffern lässt. Aber auch von Firmengründern, die daran arbeiten, ihren Kindern etwas vererben zu können. „Opus“ und „Erbe“, also Hinterlassenschaften, sind für viele Frauen die Kinder und Kindeskinder. Doch es gibt auch besondere Formen der Lebensleistung, die oft nur über kleinere Zeitabschnitte erbracht werden. Hier ist der Marathonläufer ein gutes Beispiel. Die Griechen hatten bei Marathon die Perser besiegt, ein unglaubliches Ereignis, an das man in der Hauptstadt Athen nicht mehr zu hoffen gewagt hatte. Ein Läufer wurde beauftragt, um den Sieg zu verkünden und damit neue Hoffnung in die Heimat zu bringen. Er erfüllte diesen Auftrag so schnell wie möglich, wagte es nicht, abzusetzen, und rief: „Freut euch, wir haben gesiegt!“ bevor er tot zusammenbrach. Erschöpft auch er, ausgebrannt durch die übergroße Anstrengung innerhalb weniger Stunden.


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Titel: Das Burnout-Syndrom: Ganzheitliche Behandlungsstrategien bei seelischer Erschöpfung
Autor: Dr. med. Berndt Rieger
Verlag: Eigenverlag
Länge: 158 Seiten
ISBN: 979-8470916822
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Obwohl immer mehr auf gelebte Work-Life-Balance geachtet wird, erkranken immer mehr Menschen an chronischen Erschöpfungszuständen. Warum dies so ist, wie sich diese Zustände erkennen und (vorbeugend) behandeln lassen und was alternativ medizinisch zu tun ist, ist in diesem Buch beschrieben.

Meinung:
Dr. med. Berndt Rieger trifft es auf den Punkt. Diese Lektüre ist eine Offenbarung und eine Hilfe für Betroffene und Angehörige, wenn sie denn offen für alternative Methoden sind. Nach der Erklärung, wie sich eine Erschöpfungskrankheit entwickelt, was sie mit dem Körper anstellt und wie sie diagnostiziert werden kann, wird mit der traditionellen chinesischen Medizin, Elementelehre, Chakrenarbeit und Ernährung auf die Behandlung eingegangen. Die Aufklärung darüber, dass wir alles selbst in der Hand haben und auch ohne Chemie dieser lästigen Symptomatik entrinnen können, ist genial! Obwohl die TCM eine sehr komplexe und seit Jahrhunderten bekannte Therapiemethode ist, ist sie in unseren Breitengeraden noch nicht weit verbreitet und es wird einfach Zeit, dass mehr auf altes Wissen gesetzt wird. In genau dem richtigen Maße wird die TCM erklärt und auch, was die Energiezentren unseres Körpers mit uns veranstalten, wenn die Lebensenergie nicht fließen kann. Ob man nun daran glaubt oder nicht, lesenswert ist es allemal – zumindest kann sich jeder das herausnehmen, was einem passt – wie auch in der Schulmedizin gibt es viele Wege.

Was mich persönlich extrem gestört hat, waren die vielen Schreibfehler im Buch. Es wirkt dadurch nicht sonderlich professionell, was bei den ganzen Informationen sehr schade ist.

Fazit:
Eine interessante Zusammenfassung zum Thema Burnout, die jeder gelesen haben sollte – egal ob betroffen, angehörig oder (noch) nicht gefährdet – Prävention schützt! Von mir gibt es volle 4 Sterne, einen ziehe ich aufgrund der Schreibfehler ab.

April
11
Später – Stephen King
Cora

Klappentext:
Wer einmal stirbt, dem glaubt man nicht…

Jamie Conklin wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater kennt er nicht, seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, steht er sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann mit den Geistern kürzlich Verstorbener reden. Und sie müssen all seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner Bestsellersaga bleibt unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe… Die beiden treten eine Reihe unabsehbarer Ereignisse los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.


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Titel: Später
Autor: Stephen King
Sprecher: David Nathan
Verlag: Random House Audio
Länge: 460 Min.
ASIN: B08X7FBDQ5
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Jamie Conklin sieht tote Menschen. Nicht so wie bei „The Sixth Sense“, sondern immer nur kurz nach ihrem Tod. Und er kann sich mit ihnen unterhalten. Es ist immer gleich: Kurz nach dem Tod sehen sie ganz normal aus, dann werden sie blasser, die Stimme wird leiser und irgendwann verschwinden sie ganz. Doch als ein Geist gar nicht verschwindet und ihn zudem noch bedroht, ahnt Jamie, dass er Hilfe benötigt …

Stil:
Der Name ist Programm, denn alles wird auf später verschoben. Jamie erzählt die Geschichte in Ich-Form und macht sich über den Titel sogar zeitweise lustig, denn dieser wird dauernd erwähnt und David Nathan (als Sprecher) baut zudem immer noch ein kleines stimmliches Lächeln ein, wenn es um das Wort geht. Zu Beginn ist das auch wirklich amüsant, leider nervt es dann nur noch und mit Blick auf die Uhr fragt man sich dann ab ca. der Hälfte des Hörbuches, wann denn nun endlich später ist und wann es denn nun losgeht, das mal was passiert. Irgendwann, also später, werden dann einige Dinge klar. Fatalerweise so klar, dass man die spätere Auflösung auch gar nicht mehr braucht. Der Showdown kam dann doch sehr schnell und dann war’s das. Ob später noch eine Fortsetzung kommt? Zumindest ist später so geschrieben …  Die Ausdrucksweise und der Erzählstil von David Nathan sind top. Bedauerlicherweise kann er aber den lahmen Plot nicht retten und das macht die Geschichte dann doch eher zu einem Reinfall mit dem Prädikat: später wird man sich nicht mehr an die Handlung erinnern können.

Charaktere:
Jamie schreibt seine Geschichte im Alter von 22 Jahren, er wirkt sehr reif für sein Alter, aber er schreibt rückblickend ab seiner Schulzeit, was dann wiederum nicht passt. Es ist nie so ganz klar, ob er sich an die Zeit zurückerinnert oder ob er sich damals wirklich so verhalten hat. Die Figur an sich ist schwer zu greifen.

Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr undurchsichtig. Sind sie Freund oder Feind, wollen sie helfen oder sind sie nur auf den eigenen Vorteil aus? Theoretisch so wie im realen Leben, man kann den Leuten immer nur vor den Kopf schauen und nicht rein. Dennoch fehlt irgendwas, um die Personen in der Geschichte wahrzunehmen.

Cover:
Das Cover ist gut gemacht und lässt einen neugierig zurück. Zur Geschichte passt es nicht wirklich, aber es weckt zumindest aufsehen.

Fazit:
David Nathan liest super und es macht Spaß ihm zuzuhören, allerdings ist die Geschichte eher langweilig und alles kommt halt irgendwann später. Daher nur 2 Sterne und wenn überhaupt dann nur eine Hörempfehlung für Fans von David Nathan.

März
28
So geht’s: Wortschätze aus seinem Live-Programm – Jürgen von der Lippe
Cora

Klappentext:
„So geht´s – Wortschätze“ ist ein Reigen aus Standup-Soli und Parodien. Jürgen von der Lippes Hobby ist nach eigener Aussage „Aprosdokese“, die häufige Verwendung ausgefallener und unerwarteter Wörter. Jedes Wort hat offenkundig geraume Zeit auf der Goldwaage verbracht, wirkt aber dennoch wie frisch erfunden. Sprachvirtuosität und Tiefgang sind nur zwei von Lippes Alleinstellungsmerkmalen, was durch die hohe Gagdichte und den enormen Lachpegel bisweilen leicht übersehen werden kann. Und so handelt er in der Folge so gut wie alles ab, was man in komischer Absicht veranstalten kann – die Gelehrsamkeit lugt dabei aus allen Knopflöchern. Warum auch nicht?


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Titel: So geht’s: Wortschätze aus seinem Live-Programm
Autor: Jürgen von der Lippe
Sprecher: Jürgen von der Lippe
Verlag: Random House Audio
Länge: 460 Min.
ISBN: 978-3837109764
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Gesammelte Werke aus vorherigen Programmen. Alles zum Thema: gekonnte Programmgestaltung und wie man ein gutes Bühnenprogramm aufbaut.

Stil:
Jürgen von der Lippe ist ein Urgestein und auf seine Art gewohnt witzig und derb. Die Aufnahmen sind aus seinem Liveprogramm und daher auch mit Publikum, was die Szenerie noch verbessert. Es wird, wie immer, über jede Altersgruppe, Ernährungs- und Erziehungsphilosophie gesprochen und jeder wird sich irgendwo wiederfinden.

Cover:
Das Cover ist zu abgedreht. Die Proportionen passen nicht, es wirkt unruhig.

Fazit:
Für Fans von Jürgen von der Lippe absolut zu empfehlen. Für alle anderen wohl Geschmacksache. Mich hat das Hörbuch gut unterhalten, daher gibt es 4 Sterne.

März
22
Einfach zufrieden – Thích Nhất Hạnh
Cora

Klappentext:
„Ob dies ein glücklicher Moment ist, hängt nicht vom Moment ab, sondern von unserer Sichtweise“, sagt Thich Nhat Hanh. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Gewohnheiten hinterfragen: Was tut uns wirklich gut? Was macht uns zufrieden? Seine konkreten, inspirierenden Anleitungen für Körper und Geist helfen uns dabei, im Hier und Jetzt anzukommen und offen zu werden für das Wunder des Lebens.


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Titel: Einfach zufrieden
Autor: Thích Nhất Hạnh
Sprecher: Herbert Schäfer
Verlag: argon balance
Länge: 100 Min.
ASIN: B085Q3VFX7
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Thích Nhất Hạnh – Mönch und Lehrer der Achtsamkeit – gibt in diesem Kompaktratgeber viel Tipps für die Umsetzung zu einem bewussteren Moment.

Stil:
Thích Nhất Hạnh ist der Name, wenn es um Achtsamkeit und Bewusstsein geht. Kaum einer kommt an ihm vorbei und mit seiner ganz besonderen Art bringt er immer alles auf den Punkt. In diesem kleinen Ratgeber ist alles zusammengefasst, was die Basis der Achtsamkeit ausmacht und wie man den Moment lebt und damit einfach zufrieden ist. Durch die Stimme von Herbert Schäfer, kann man gut zuhören, aufmerksam folgen und sich nochmals alle wesentlichen Dinge in Erinnerung rufen.

Cover:
Das Cover passt zur Reihe und spiegelt die Einfachheit der Dinge gut wider.

Fazit:
Ein muss für alle, welche sich mit Achtsamkeit beschäftigen wollen. Für den Einstieg perfekt und als Wiederholung ebenfalls sehr gut geeignet. Von mir gibt es 5 Sterne, weil ich nichts auszusetzen habe.

März
10
Das Joshua-Profil – Sebastian Fitzek
Cora

Klappentext:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß… im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.


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Titel: Das Joshua-Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: Lübbe Audio
Länge: 566 Min.
ASIN: B015CWEMKY
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Max möchte eigentlich nichts lieber tun, als eine schöne Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Doch als sein Bruder aus der Sicherheitsverwahrung ausbricht und Max von zwielichtigen Gestalten verfolgt wird, wird alles anders …

Stil:
Der Einstieg in die Geschichte ist spannend, leider entwickelt sie sich dann zu einem Abklatsch des Films Minority Report (2002) und wird so eher langweilig. Die schaurigen Szenen, in denen es um Kindesmissbrauch und -misshandlung geht, sind grausam und hätten nicht in dieser Form dargestellt werden müssen. Etwas seichter wäre absolut ausreichend gewesen. Die Ausdrucksweise ist derb, teilweise zu gestellt und hat wenig mit den früheren Werken von Fitzek gemeinsam. Simon Jäger liest wieder gekonnt, kann aber leider auch nicht so viel herausholen.

Charaktere:
Sie wirken viel zu aufgesetzt. Sie können entweder gar nichts und wenn es darauf ankommt, geht alles oder sie sind so nichtssagend, dass sie einfach nur da sind, um die Geschichte künstlich aufzublasen. Es war nicht einer dabei, den man sich vorstellen könnte – naja vielleicht der Pädophile Cosmo, aber den will man nicht haben.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte. Viele Fäden und irgendwann ist man dann beim Ursprung und alles greift irgendwie ineinander.

Fazit:
Eine Geschichte über Pädophilie und künstliche Intelligenz, welche nicht überzeugen konnte – vor allem, weil es ein Abklatsch von Minority Report, McGyver und James Bond ist. Daher nur 2 Sterne und keine Lese- oder Hörempfehlung.