Die Wahrheit des Blutes – Jean-Christophe Grangé

Klappentext:
Olivier Passan, Polizeikommissar und Einzelgänger, steht kurz davor, einen raffinierten Serienkiller zu stellen, der es auf schwangere Frauen abgesehen hat. Zugleich versucht er zu begreifen, warum die Ehe mit seiner japanischen Frau Naoko offenbar gescheitert ist. Als in ihrem gemeinsamen Haus bedrohliche Dinge geschehen, vermutet Passan zunächst einen Racheakt des Killers. Doch dann stellt sich heraus, dass die Anschläge mit der geheimnisvollen Vergangenheit Naokos zu tun haben.


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Titel: Die Wahrheit des Blutes
Autor: Jean-Christophe Grangé
Sprecher: Dietmar Wunder
Verlag: Lübbe
Länge: 792 Minuten
ASIN: B00DYZ8CXK
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Wie der Klappentext schon verrät, handelt es sich um zwei separate Kriminalfälle, welcher Oliver Passan in diesem Buch aufklären muss …

Meinung:
Es ist schade, dass der Klappentext den Plot schon verrät. Es wäre deutlich spannender, wenn man mit Passan auf die Jagd gehen könnte und dann erfährt, dass der eine Fall mit dem anderen nichts zu tun hat. So aber weiß man, dass der „Geburtshelfer“ und die „Familiensache“ getrennt zu behandeln sind und ist sehr schnell bei der richtigen Spur, das verdirbt die Spannung und beide Auflösungen wirken zudem sehr konstruiert. Die Kulturunterschiede von Japan und Paris sind dagegen gut ausgearbeitet und zeigen, wie schwierig eine Beziehung sein kann, wenn man an seiner Kultur festhalten möchte (und dies nicht immer kann). An Brutalität mangelt es auch in diesem Thriller nicht und daher wird es bestialisch. Hätte auch weniger sein können, aber der Autor hat hier wohl viel zu verarbeiten. Dietmar Wunder liest sehr gut und es ist eine Freude ihm zuzuhören.

Charaktere:
In einer Beziehung so viele Geheimnisse zu haben verdirbt alles und das zeigt sich auch. Wie kann man jemanden lieben, der so anders ist und wieso tut man sich diese Lügerei selbst an? Der Geburtshelfer ist gut dargestellt und die Aufarbeitung seiner Vergangenheit ist interessant.

Cover:
Das Cover passt zum Inhalt und zeigt diesen deutlich: viel Blut!

Fazit:
Ein blutiger Thriller, mit 2 separaten Geschichten. Gut gemixt und gut vorgelesen. Dennoch in vielen Teilen zu konstruiert und zu einfach gelöst. Daher nur 3 Sterne und eine Empfehlung ausschließlich an Thrillerfans, welche eher bestialische Schilderungen mögen.

Der Nebelmann – Donato Carrisi

Klappentext:
In einer eisigen Winternacht irrt der römische Star-Ermittler Vogel mit blutverschmiertem Hemd durch die Wälder am Rand eines Alpendorfs. Er war vor Wochen angereist, um den Fall eines vermissten Mädchens zu klären. Bereits dreißig Jahre zuvor waren hier unter ungeklärten Umständen Kinder verschwunden. Im Dorf glaubt man schnell, dass der Mörder, „Nebelmann“ genannt, zurückgekommen ist. Vogel gibt an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm. Als ein Psychiater gerufen wird, um ihn zu befragen, beginnt Vogel zu erzählen. Sein Bericht ist ungeheuerlich.


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Titel: Der Nebelmann
Autor: Donato Carrisi
Sprecher: Uve Teschner
Verlag: Der Audio Verlag
Länge: 541 Minuten
ASIN: B0741B7Y9X
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Ermittler Vogel – einer der besten Ermittler – scheint verwirrt zu sein. Erst ermittelt er in einem Vermisstenfall und dann ist er blutüberströmt und gibt an, einen Unfall gehabt zu haben, obwohl die Beweise etwas anderes sagen. Was genau passiert ist, soll ein Psychiater herausfinden …

Stil:
Die Geschichte ist zu Beginn etwas wirr, aber nach ein paar Minuten können die Figuren gut eingeordnet und auch die Handlung gegriffen werden. Der Plot ist spannend und bis zum Ende undurchsichtig. Die Figuren vielschichtig und geheimnisvoll. Die Ausdrucksweise ist distanziert und passt perfekt zum Psychiater sowie zum Ermittler, welche beide die Dramatik gut darstellen. Der Haupttenor dient den Medien, welche Ereignisse so wenden und stellen, wie es für die Masse am besten passt. Über Hetzjagden und Verdrehungen der Tatsachen bis hin zu skrupellosen Lügen ist alles dabei und ist nicht genau dies auch immer wieder in der realen Welt das Problem? In diesem Krimi werden die Schattenseiten der Medien dargestellt – ja sie können helfen, müssen es aber nicht! Uve Teschner haucht der Geschichte zudem eine gute Atmosphäre ein, seine Stimme passt zu der beklemmenden Situation in der Klinik und auch die Schilderungen des Ermittlers wirken perfekt, durch die ruhige und situierte Art der Aussprache.

Figuren:
Alle sind auf ihre Art einzigartig. Sie reagieren und agieren, wachsen in der Geschichte und verhalten sich menschlich. Das macht sie sympathisch und in einigen Fällen auch zu gut angepassten Psychopathen.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, unscheinbar, nicht greifbar, gefährlich.

Fazit:
Ein guter Krimi, welcher die Gefahren von Medien und Psychopathen aufzeigt. Mit viel Spannung und Kopfkino absolut überzeugend, daher 5 Sterne und absolute Hörempfehlung für Krimi / Thrillerfans.

Das Paket – Sebastian Fitzek

Klappentext:
VORSICHT – dieses Paket öffnen Sie auf eigene Gefahr!

Ihr Postbote bittet Sie, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen. Einen Nachbarn, dessen Namen Sie noch nie gehört haben. Obwohl Sie schon seit Jahren in Ihrer kleinen Straße wohnen.
„Was kann schon passieren?“, denken Sie sich.

Und lassen damit den Albtraum in Ihr Haus …


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Titel: Das Paket
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Lübbe Audio
Spieldauer: 6 Stunden 49 Minuten
ISBN: 978-3785753897
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Dr. Emma Stein, als Kind von ihrem Vater vernachlässigt – als Erwachsene nicht ernst genommen, hält in einem Berliner Hotel einen Fachvortrag zum Thema Psychologie. Genervt und entkräftet will sie sich in ihrem Hotelzimmer erholen, doch diese Nacht wird alles andere als entspannend …

Stil:
Simon Jäger liest, wie immer, sehr gut! Es macht einfach Freude seiner Stimme und damit der Geschichte zu lauschen.

Doch nun zur Geschichte: Was zur Hölle hat der Klappentext und der Titel mit der Kern-Geschichte zu tun?! Und fällt Fitzek nichts mehr ein oder warum hatte ich das Gefühl den Inhalt der Lektüre bereits zu kennen? Alles spielt immer in einer Anstalt und das Ende war sowas von vorhersehbar – allerdings nur, wenn man bereits mehrere Werke vom Autor kennt; leider tat ich das und nach „Splitter“ war mir sehr schnell klar, dass „Das Paket“ auf genau das gleiche abzieht, das ist langweilig, einfallslos und peinlich!

Die ganze Handlung wirkt unrund und konstruiert. Zudem ist es ja nicht der erste Thriller, welcher in und um einer Klinik spielt und bei dem es um psychische Verhaltensweisen geht, daher verstehe ich nicht, wie man es schafft eine Panikstörung so falsch darzustellen, wie es in diesem Werk gemacht wurde.

Bsp.: Die Protagonistin leidet unter Panikstörungen, Paranoia und hat so starken Verfolgungswahn, dass sie immer alles überwachen will (Kameras im Haus, Alarmanlage) und hat nur eine einzige „Zwangsstörung“ und zwar das doppelte Abschließen der Haustür?! *putzig*

Die Protagonistin hat bedenken ihr Haus zu verlassen, seit 6 Monaten hockt sie zuhause und bestellt sich alles via Post. Als sie dann das Haus verlässt (Grund ist nachzuvollziehen), kommt sie mal spontan auf die Idee beim Nachbarn einzubrechen … *Bitte was?!

Dann, eines Tages hört sie Geräusche im OG des Hauses und geht mal nachsehen, zuvor schiebt sie mal wieder Panik, aber dann geht sie doch allein (!); ihr liebender Ehemann entpuppt sich dann als der Geräuschverursacher (war er doch unbemerkt wieder ins Haus, weil er was vergessen hatte). Ja was ist denn das für ein liebender Ehemann?! Er weiß doch mit der Störung seiner Frau umzugehen, da sagt man ihr doch, dass man wieder daheim ist *bissel konstruiert, gell?* Auch unlogisch, weil die Alarmanlage (inkl. Bewegungsmelder) für das OG aktiv waren und die Protagonistin diese erst deaktivierte, als sie selber nach oben ging. theoretisch hätte ihr Mann gar nicht nach oben gehen können …

Charaktere:
Emma wirkt einfach nur konstruiert. Eine Panikstörung verschwindet nicht einfach so und bildet sich niemals als Einzeldiagnose aus. Schade, dass es beim X-ten Thriller immer noch solche Ungereimtheiten gibt. Daher ist mit Emma die ganze Zeit über total fern geblieben.

Emmas Mann, ebenfalls sehr konstruiert und ebenfalls unsympathisch. Ist wohl ebenfalls nur „erschaffen“ worden um die Geschichte in die Länge zu ziehen. Wer den Autor kennt, weiß was dieser Charakter in der Geschichte zu suchen hat.

Gleiches gilt für die anderen Figuren. Alles gewoben und gebastelt. So bitte nicht!

Cover:
Das Cover ist echt gelungen und macht neugierig auf die Geschichte, die leider erstaunlich wenig mit einem Paket zu tun hat.

Fazit:
Für mich die schlechteste Geschichte von Sebastian Fitzek, weil die Geschichte nicht nur überzogen (siehe meine Rezension zu „Das Kind„), sondern auch nicht nachvollziehbar (psychische Störung) ist. Bleibt nur zu sagen, dass Simon Jäger sehr gut liest und mich damit bei Laune gehalten hat. Den einzigen Grund das Hörbuch nicht abzubrechen war immer die Frage:“Warum heißt diese Erzählung das Paket?“. Ich vergebe 2 Sterne, weil mich die Geschichte über eine lange Autofahrt hin gut begleitet hat. eine Hör- oder Leseempfehlung gebe ich nicht, da mir alles viel zu konstruiert erschien.

Runa – Vera Buck

Klappentext:
Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …


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Titel: Runa
Autor: Vera Buck
Verlag: Limes
Seiten: 609
ASIN: B00XSQDT38
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Bei „Runa“ handelt es sich um einen Tatsachenroman, der auf dem Gelände des französischen Hôpital de la Salpêtrière spielt. Dort arbeitete und behandelte Jean-Martin Charcot (Pathologe / Neurologe) Frauen, welche an Hysterie (heute: somatischen Störungen) litten, mit eher fragwürdigen Methoden. Der (teils) erfundene Kriminalroman hinter den Experimenten um die Salpêtrière ist aber genauso düster und gruselig wie die Untersuchungen in der Vergangenheit der Klinik.

Inhalt:
Jori möchte unbedingt unter Dr. Charcot promovieren und verlässt daher seinen Heimatort in der Schweiz um in Paris an der Salpêtrière zu studieren. Nach drei Jahren hat er allerdings immer noch keine Ahnung worüber er seine Doktorarbeit schreiben möchte und dann taucht eine neue Patientin auf: Runa. Sie ist jung, hat weiße Haut und Haare, spricht nicht, hat unterschiedliche Pupillen und leidet unter seltsamen Anfällen. Jori ergreift seine Chance und möchte Charcot beweisen, dass er, Jori, ein begnadeter Chirurg ist. Er möchte Rune den „Wahnsinn“ aus dem Knopf schneiden …

Schreibstil:
Ich wusste zu Beginn des Buches nicht, dass es sich bei „Runa“ um einen Tatsachenroman handelt und war einfach nur schockiert was sich Vera Buck für Folterinstrumente (für die Behandlung der Hysterikerinnen in der Salpêtrière) ausdachte. Bis ich dann googelte und einige Charaktere sowie die Schauplätze tatsächlich fand und danach stark überlegte ob ich das Buch wirklich weiterlesen wollte. Denn das Grauen, welches die Autorin wahrlich gut schildern konnte, fand genauso statt! Berichte inkl. Fotografieren finden sich zur Genüge! Ich las dann doch weiter, denn nicht umsonst in „Runa“ ein Nr. 1 Bestseller im Bereich der medizinischen Thriller und es wurde dann auch wirklich wieder menschlich. Die Phasen zwischen den Experimenten, das menschliche um den Protagonisten Jori und das grausige um Runa wechselten sich dann so gut ab, dass ich die Geschichte gut lesen und verarbeiten konnte und dabei wirklich einiges zu den damaligen Behandlungsmethoden gelernt habe. Für zart besaitete ist dieses Buch allerdings nicht zu empfehlen, daher lieber erstmal „Charcot“ googeln und dann entscheiden ob dieses Buch für das eigene Gemüt günstig gewählt ist 😉 Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und auch die kleinen Längen, die einige Passagen aufwiesen waren zur Erholung sehr angenehm.

Charaktere:
Runa (Bedeutung: kommt aus dem altnordischen und könnte mit „die Geheimnisvolle“ übersetzt werden) ist eine wundervolle Person, die ich trotz ihrer Anfälle sofort in mein Herz geschlossen habe. Ich hätte sie ebenfalls gerne adoptiert um ihr alles zu ermöglichen oder zu geben was sie benötigt. Ihre Geschichte ist furchtbar und ich muss ehrlich zugeben, dass ich ein paar Tränen verdrückte.

Jori, der junge Student, war mir zu Beginn sehr unsympathisch. Wie kann ein Mensch bei den Experimenten von Charcot zusehen und das auch noch toll finden? Als er später erkannte, wie brutal die Experimente wirklich waren und sich von seinem Mentor abwandte wurde er mir sympathisch. Wer aus seinen Fehlern lernt, kann kein schlechter Mensch sein!

Was soll ich zu Personen sagen, welche wirklich lebten? Charcot, Babinski, Luys, Bleuler – alle waren auf eine Art unsympathisch (wobei ich Babinski noch sehr interessant fand), aber ggf. wussten sie es nicht besser? Ich kann nicht urteilen oder bewerten, wenn ich die Hintergründe nicht kenne. Waren es wirklich die, die über Leichen gingen um die Medizin voranzutreiben oder machte es ihnen Freude Menschen, im Namen der Wissenschaft, zu quälen? Was veranlasst Menschen sich über andere zu stellen und so zu handeln? Anders gesehen: hätten sie dies damals nicht gemacht, wo stünden wir dann mit unseren Behandlungen in der heutigen Zeit?

Cover:
Ich war mal wieder „Cover-Käufer“ und daher muss es wohl gut sein. Die großen Buchstaben die Perlen, was auch immer mir dieses Cover sagen möchte, die Aufmerksamkeit hat es definitiv bekommen.

Fazit:
Ein ganz krasses Buch über die Zeit an der französischen Salpêtrière, welches mich teils schockiert und wieder fasziniert (je nach Thema) zurückließ. Eine Geschichte über die Medizingeschichte mit einem spannenden Krimi verflochten.

Stimmen – Ursula Poznanski

Klappentext:
Ein junger Arzt wird tot im Behandlungsraum einer Psychiatrie gefunden. Auf seiner Brust sind kunstvoll bunte Plastikmesser drapiert, und in seinem Hals steckt eine Stahlschiene. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Mann bereits tot war, bevor er von dem Metall durchbohrt wurde. Den Kommissaren Beatrice Kaspary und Florin Wenninger bleibt nichts anderes übrig: Sie müssen alle Personen auf der Station befragen. Doch die Ärzte sind nicht sehr redselig und die Patienten schwer gestört. Besonders Jasmin Matheis, die kein Wort spricht, seit man sie gefunden hat. In dieser bedrückenden Atmosphäre eskalieren die Gefühle, nicht nur die der Patienten, sondern auch die zwischen Florin und Beatrice. Dann stirbt eine Patientin …


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Titel: Stimmen
Autor: Ursula Poznanski
Sprecher: Andrea Sawatzki
Verlag: Argon Verlag
Länge: 7 Std. 47 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3839813829
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Ein toter Arzt, dekoriert mit Messern aus Plastik und einer Metallstange im Hals. Eine Blutlache unter ihm die zum Teil aufgeleckt wurde … so etwas gibt es nur in einer Psychiatrie mit schwer gestörten Patienten. Beatrice und Florin ermitteln und es sterben noch mehr Menschen …

Stil:
Nachdem ich „Blinde Vögel“ gehört hatte, bin ich neugierig geworden wie es mit Florin und Beatrice weitergeht. Aber ich bin schon sehr enttäuscht. Der Anfang ist sehr langweilig und es ist schnell klar, dass der Schein trügt und nichts so ist, wie es aussieht – daher hatte ich des Rätsels Lösung schnell gefunden und war enttäuscht, dass es dann auch noch stimmte. Ich habe mir mehr versprochen und bin daher einfach nur froh, dass Andrea Sawatzki das Buch gelesen hat, so hat die Szenerie noch etwas Leben bekommen.

Charaktere:
Die Beziehung zwischen Beatrice und Florin ist intensiver und genau damit hatte ich ja schon bei „Blinde Vögel“ so meine Probleme. Warum haben Ermittler meistens etwas miteinander? Auch die anderen Figuren waren nicht so ausgereift. Sie waren schnell zu durchschauen und es gab selten etwas neues. Dies fand ich besonders schade, da es sich doch alles in einer Psychiatrie abspielt und immer wieder betont wurde, dass die Ärzte an den Fällen der Patienten schon sehr lange arbeiten.

Cover:
Das Cover finde ich schön, allerdings passt es nicht zur Geschichte, da hätte ich mehr erwartet.

Fazit:
Eine nette Geschichte für zwischendurch. Für längere Autofahrten oder um einfach Zeit abzusitzen. Daher vergebe ich auch nur 3 Sterne. Sawatzki liest super und haucht der Geschichte Leben ein, daher sollten Krimifans lieber hören als lesen.