Das Paket – Sebastian Fitzek

Klappentext:
VORSICHT – dieses Paket öffnen Sie auf eigene Gefahr!

Ihr Postbote bittet Sie, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen. Einen Nachbarn, dessen Namen Sie noch nie gehört haben. Obwohl Sie schon seit Jahren in Ihrer kleinen Straße wohnen.
„Was kann schon passieren?“, denken Sie sich.

Und lassen damit den Albtraum in Ihr Haus …


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Titel: Das Paket
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Lübbe Audio
Spieldauer: 6 Stunden 49 Minuten
ISBN: 978-3785753897
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Dr. Emma Stein, als Kind von ihrem Vater vernachlässigt – als Erwachsene nicht ernst genommen, hält in einem Berliner Hotel einen Fachvortrag zum Thema Psychologie. Genervt und entkräftet will sie sich in ihrem Hotelzimmer erholen, doch diese Nacht wird alles andere als entspannend …

Stil:
Simon Jäger liest, wie immer, sehr gut! Es macht einfach Freude seiner Stimme und damit der Geschichte zu lauschen.

Doch nun zur Geschichte: Was zur Hölle hat der Klappentext und der Titel mit der Kern-Geschichte zu tun?! Und fällt Fitzek nichts mehr ein oder warum hatte ich das Gefühl den Inhalt der Lektüre bereits zu kennen? Alles spielt immer in einer Anstalt und das Ende war sowas von vorhersehbar – allerdings nur, wenn man bereits mehrere Werke vom Autor kennt; leider tat ich das und nach „Splitter“ war mir sehr schnell klar, dass „Das Paket“ auf genau das gleiche abzieht, das ist langweilig, einfallslos und peinlich!

Die ganze Handlung wirkt unrund und konstruiert. Zudem ist es ja nicht der erste Thriller, welcher in und um einer Klinik spielt und bei dem es um psychische Verhaltensweisen geht, daher verstehe ich nicht, wie man es schafft eine Panikstörung so falsch darzustellen, wie es in diesem Werk gemacht wurde.

Bsp.: Die Protagonistin leidet unter Panikstörungen, Paranoia und hat so starken Verfolgungswahn, dass sie immer alles überwachen will (Kameras im Haus, Alarmanlage) und hat nur eine einzige „Zwangsstörung“ und zwar das doppelte Abschließen der Haustür?! *putzig*

Die Protagonistin hat bedenken ihr Haus zu verlassen, seit 6 Monaten hockt sie zuhause und bestellt sich alles via Post. Als sie dann das Haus verlässt (Grund ist nachzuvollziehen), kommt sie mal spontan auf die Idee beim Nachbarn einzubrechen … *Bitte was?!

Dann, eines Tages hört sie Geräusche im OG des Hauses und geht mal nachsehen, zuvor schiebt sie mal wieder Panik, aber dann geht sie doch allein (!); ihr liebender Ehemann entpuppt sich dann als der Geräuschverursacher (war er doch unbemerkt wieder ins Haus, weil er was vergessen hatte). Ja was ist denn das für ein liebender Ehemann?! Er weiß doch mit der Störung seiner Frau umzugehen, da sagt man ihr doch, dass man wieder daheim ist *bissel konstruiert, gell?* Auch unlogisch, weil die Alarmanlage (inkl. Bewegungsmelder) für das OG aktiv waren und die Protagonistin diese erst deaktivierte, als sie selber nach oben ging. theoretisch hätte ihr Mann gar nicht nach oben gehen können …

Charaktere:
Emma wirkt einfach nur konstruiert. Eine Panikstörung verschwindet nicht einfach so und bildet sich niemals als Einzeldiagnose aus. Schade, dass es beim X-ten Thriller immer noch solche Ungereimtheiten gibt. Daher ist mit Emma die ganze Zeit über total fern geblieben.

Emmas Mann, ebenfalls sehr konstruiert und ebenfalls unsympathisch. Ist wohl ebenfalls nur „erschaffen“ worden um die Geschichte in die Länge zu ziehen. Wer den Autor kennt, weiß was dieser Charakter in der Geschichte zu suchen hat.

Gleiches gilt für die anderen Figuren. Alles gewoben und gebastelt. So bitte nicht!

Cover:
Das Cover ist echt gelungen und macht neugierig auf die Geschichte, die leider erstaunlich wenig mit einem Paket zu tun hat.

Fazit:
Für mich die schlechteste Geschichte von Sebastian Fitzek, weil die Geschichte nicht nur überzogen (siehe meine Rezension zu „Das Kind„), sondern auch nicht nachvollziehbar (psychische Störung) ist. Bleibt nur zu sagen, dass Simon Jäger sehr gut liest und mich damit bei Laune gehalten hat. Den einzigen Grund das Hörbuch nicht abzubrechen war immer die Frage:“Warum heißt diese Erzählung das Paket?“. Ich vergebe 2 Sterne, weil mich die Geschichte über eine lange Autofahrt hin gut begleitet hat. eine Hör- oder Leseempfehlung gebe ich nicht, da mir alles viel zu konstruiert erschien.

Die Haarteppichknüpfer – Andreas Eschbach

Klappentext:
In einer fernen Zeit … Schon seit je fertigen die Haarteppichknüpfer für den Kaiser Teppiche, die aus den Haaren ihrer Frauen bestehen. Von dem Erlös eines Teppichs kann eine ganze Generation der Knüpfer leben. Doch eines Tages landet ein Raumschiff auf der Welt, um dem Geheimnis der Haarteppiche auf den Grund zu gehen – einem Geheimnis, das alle Vorstellungskraft übersteigt.


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Titel: Die Haarteppichknüpfer
Autor: Andreas Eschbach
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 320
ASIN: B008NW1MN6
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Ein Universum voller Planeten, alle Welten werden von einem Mann beherrscht: Dem Kaiser; Doch was birgt der Kaiser für ein Geheimnis und warum knüpfen die Menschen Haarteppiche und was passiert mit diesen feinen Teppichen?!

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mich leider nicht überzeugt. Ich konnte mich nicht in die Geschichte reinfinden und fand die Kapitel zu sprunghaft und schlecht gegliedert.

Charaktere:
Gab es eine ganze Menge, aber die hälfte starb. So lernte ich viele unterschiedliche Personen pro Kapitel kennen, konnte mich aber darauf einrichten, das mindestens einer am Ende des Kapitels starb. Diese Eintönigkeit und auch der Raub der Sympathien störte mich sehr. Wieso sollte ich mich auf Personen einlassen, wenn sie eh sterben? Daher habe ich nach dem dritten Kapitel aufgegeben mich an Charaktere zu gewöhnen und nur noch stumpf gelesen. Diese Herangehensweise und Vorhersehbarkeit stört den Lesefluss und macht das Buch zu langatmig.

Cover:
Das Cover macht Lust auf die Geschichte, was wohl im Weltraum so alles passiert?!

Fazit:
Ein Buch, welches mich nicht fesseln konnte. Die Kapitel waren schlecht gegliedert und sprangen zu stark. Ich musste mich immer wieder einlesen und konnte doch mit einer wiederkehrenden Endung rechnen. Durch den schweren Start und die gleichen Kapitelendungen, die erst ab der Hälfte des Buches abweichen war mein Lesevergnügen stark getrübt und ich vergebe nur 2 Sterne. Eine Leseempfehlung gebe ich an Science-Fiction-Fans und Tragikliebhaber.