Inter alia – Suzie Miller

Klappentext:
Tagsüber flößt Richterin Jessica Parks Sexualstraftätern – und ihren Anwälten – in London Respekt ein. Fall für Fall entlarvt sie, wie Männer die Gesetze zugunsten von Männern auslegen. Abends ist sie die überforderte Mutter eines siebzehnjährigen Sohnes, der in der Schule gemobbt wird. Als man Harry vorwirft, eine Mitschülerin vergewaltigt zu haben, stürzt Jessica in einen schier unaushaltbaren Konflikt. Zeit ihres Lebens kämpft sie dafür, dass wir als Gesellschaft den Opfern Glauben schenken. Aber ihr Sohn schwört auf seine Unschuld. Und sie fühlt sich verpflichtet, ihm beizustehen.

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Titel: Inter alia
Autor: Suzie Miller
Verlag: Kjona
Länge: 310 Seiten
ISBN: ‎978-3910372849
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Jessica Parker ist Richterin, Ehefrau und Mutter. Sie verhandelt Sexualdelikte, versucht in ihrem Gerichtssaal den Frauen (Opfern) ein gutes Gefühl zu geben und die männlichen Verteidiger und Angeklagte in ihre Schranken zu weisen. Alles läuft irgendwie, bis ihr Sohn eines Tages der Vergewaltigung angeklagt wird …

Meinung:
Sind die Charaktere so gewollt oder waren es stilistische Mittel? Ich bin schlichtweg enttäuscht von diesem Buch!
Jessica ist Richterin und verteufelt das System, welches Männer dominieren. Sie stellt es so dar, als ob die Frau sich in allem durchkämpfen muss und die Männer alles leicht haben. Das mag eventuell früher so gewesen sein oder in einigen Firmen, aber es ist zu pauschal. Aus meinem eigenen Leben kann ich das definitiv nicht sagen und kenne diese Fälle, welche im Buch beschrieben werden, nicht Mal im Ansatz! ‚
Jessica verteufelt also das System und spielt selbst eine große Rolle dabei, denn sie ist ihrem Sohn hörig. Sie verhätschelt ihn dermaßen und Harry ist ein absolutes freches und unselbstständiges Kind! Harry kann den Unterschied zwischen „wichtig“ und „ich will das aber JETZT“ nicht unterscheiden, behandelt seine Mutter wie den letzten Dreck und sie lässt sich alles gefallen und sagt fleißig „ja, Schätzchen“, damit das geliebte Kind nicht ausrastet. Ich hatte nach den ersten Kapiteln schon die Schnauze voll von dieser Beziehung. Der Ehemann und Vater kommt bei der ganzen Aktion auch nicht gut weg und es wird nur mit einer patriarchalischen Erziehung entschuldigt. Der Gute kann ja nichts dafür oder, es ist nur so, weil er das Patriarchat vorgelebt bekommen hat. Wie kann sich die Protagonistin und Ich-Erzählerin über etwas aufregen, was sie selbst unterstützt? Absolut unverständlich!
Wie im Klappentext erwähnt, wird Harry später vorgeworfen eine Mitschülerin vergewaltigt zu haben und Jessica plagen Gewissensbisse. Es folgt ein Plot (nein, ich spoilere deswegen nicht) und die ganze Geschichte wird noch ärgerlicher als vorher. Das Ende ist zum Schütteln.

Cover:
Das Cover ist interessant, das Streichholz brennt schon, kann die Flamme gelöscht werden oder wird ein Flächenbrand daraus?

Fazit:
Die Idee der Geschichte ist gut, die Umsetzung mehr als fragwürdig. Die Charaktere wirken absolut konstruiert und verblendet, dass diese nur nerven. Ich vergebe daher nur 2 Sterne und kann dieses Buch leider nicht empfehlen.

Ich bedanke mich bei Kjona für das Rezensionsexemplar.

DISRUPT-HER: Ein Manifest für die selbstbestimmte Frau – Miki Agrawal

Klappentext:

Miki Agrawal, erfolgreiche Unternehmerin, Erfinderin und Gründerin mehrerer Sozialunternehmen, räumt mit weit verbreiteten gesellschaftlichen Annahmen, wie Frau zu sein hat, auf. In 13 wichtigen Lebensbereichen motiviert sie die Frau konsequent ihren eigenen Weg zu gehen und sich von Zwängen zu befreien. Ob Karriere, Konsum, der Umgang mit Geld oder die Einstellung zum Leben: Nicht die Vorgaben der Gesellschaft dürfen das Leben bestimmen, sondern die eigenen Überzeugungen und kreativen Ideen.
Ein Manifest für die moderne Frau, das inspiriert, positive Schritte auf der persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Ebene zu unternehmen.

„Sag mit deinem ganzen Körper: JA zu deiner Arbeit, deiner Liebe, deinen Beziehungen und deiner Mission — und das alles authentisch, unumwunden und mit voller Integrität.“


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Titel: DISRUPT-HER: Ein Manifest für die selbstbestimmte Frau
Autor: Miki Agrawal
Verlag: Kamphausen Media GmbH
Seiten: 280
ISBN: 978-3958833883
Meine Bewertung: 4 Sterne

Inhalt:
Die erfolgreiche Geschäftsfrau Miki Agrawal gibt Tipps, wie eine Frau zu einer Rebellin wird und dies auf eine sehr sympathische aber auch geschäftstüchtige Weise …

Aufbau:
Das Buch ist interessant gestaltet, so ist die Lektüre in 13 Kapitel aufgeteilt, welche als Erstes eine Geschichte zum Thema beinhaltet (auch mit vielen eigenen Erfahrungen der Autorin) und auch mit Themen, welche jede Leserin kennt. Darauf folgen Aufgaben zur Vertiefung des Themas und ein kleiner kommerzieller Teil mit einem Gummiband (GB) – das Gummiband kann bei Miki Agrawal erworben werden. Das Gummiband steht auch für eine Wesensveränderung und könnte auch als Ausweichtick beschrieben werden, denn Übungen mit dem GB sollen in den Alltag integriert werden, um selbstbewusster und stärker in und aus Situationen gehen zu können. Was tut Frau nur, wenn das GB mal nicht dabei ist, auf wen verlässt sie sich dann?! Zudem finden sich noch viele künstlerisch gestaltete Bilder der Autorin im Buch, welche viel mit Rot übermalt wurden – künstlerisch, aber dem Inhalt nicht hilfreich.

Ganz schlimm war es ab dem 08. Kapitel. Dieses wurde rückwärts abgedruckt. Soll heißen, Frau blättert ca. 20 Seite vor und muss dann diese Seiten von links nach rechts lesen. Dies als Ausdruck alles zu hinterfragen und Dinge neu zu erfinden. Das weckt den Entdeckergeist ABER: wenn im Buch steht, nun bitte bis Seite 180 vorblättern (um dann rückwärts zu lesen) dann erwarte ich auch, dass dies in etwa stimmt. Auf meinem Tolino stimmte dies leider nicht und ich durfte mühsam den Anfang des Kapitels suchen. Zudem ist der eReader dann auch noch ein paar mal abgestürzt, weil ihn das hin und herblättern mit den großen Bilddateien überfordert hat. Als ich dann das Kapitel hatte, dass ich es lesen kann, nervte die nächste Formatierungseinstellung. Die Absätze und Kapitel waren nicht vernünftig getrennt, sodass die Kapitel in sich nicht klar abzugrenzen waren. Also Neuerfindung schön und gut, aber wenn ich Puls beim Lesen bekomme hört es auf! Daher einen Stern Abzug! Und ob ich nun mit der rechten oder linken Hand umblättere ist mir egal, Mangas werden ja auch anders gelesen und das ist keine Neuerfindung, sondern Tradition.

Cover:
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das Buch im Buchladen angesehen hätte. Ich finde das rot etwas verstörend und kann daher mit dem Cover nichts anfangen.

Fazit:
Ein interessantes Buch, was zeigt, was eine Frau schaffen kann, wenn sie denn will und auch, dass es nicht immer leicht ist. Missfallen hat mir die Kaufempfehlung für GB sowie das rückwärts geschriebene Kapitel, daher nur 4 Sterne. Eine Leseempfehlung gibt es für Frauen, welche das Gefühl haben in einer von Männern dominierten Welt unterzugehen oder generell das Problem haben sich nicht richtig behaupten zu können. Wer schon auf dem rebellischen Weg wandelt, kann hier noch ein paar Bestätigungen finden.

Ich bedanke mich bei Kamphausen.media für das Rezensionsexemplar.