Qigong Heilung mit Energie: Das Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin – Johann Bölts

Klappentext:
In China wird es seit Jahrtausenden praktiziert, denn: Qigong stärkt die Lebensenergie. Immermehr Menschen entdecken die stabilisierende Kraft, die von den leicht erlernbaren Bewegungsfolgen ausgeht – Wohlbefinden für Leib, Seele und Geist, mit zahlreichen Fotos.

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Titel: Qigong Heilung mit Energie: Das Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin
Autor: Johann Bölts
Verlag: Herder
Länge: 224 Seiten
ISBN: 978-3451067846 ‎
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Johann Bölts ist Diplompädagoge und leitet seit 1991 das PTCH „Projekt Traditionelle Chinesische Heilmethoden und Heilkonzepte“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Damit findet man in diesem Buch (6. Auflage von 2015) viel Input, allerdings sehr technisch und nicht immer in guter Reihenfolge, zum Qigong, Meridianen und der Atmung.

Meinung:
Ich hatte mich sehr gefreut ein Buch zu lesen, von einem Autor, der sehr tief in der Materie steckt, und das ist wohl auch das größte Manko an der Lektüre. Das Buch wurde, so steht es im Vorwort, für jede Auflage erweitert, aber wurde damit auch der komplette Inhalt überprüft? Es wirkt eher so, als wäre dem Autor noch etwas Wichtiges eingefallen und dieser Einfall wurde dann ohne Sinn integriert. So liest man viele Sachen doppelt, stellenweise aber so technisch, dass sie eher verwirren, als weiterbringen. Stellenweise wird von Meridianen und Akupunkturpunkten gesprochen, ohne das diese vorgestellt worden sind (kommt dann irgendwann später). Für ein richtiges Buch (zum Blättern) mag dies noch irgendwie Sinn ergeben, für ein E-Book ist dies absolut unpraktisch – hier hätte man einfache Links einbauen können. Es wird also mit Akupunkturpunkten um sich geworfen und die Frage ist doch, für wen ist dieses Buch? Man muss schon enormes Vorwissen in diesem Bereich haben, um verstehen zu können, wo man seine Aufmerksamkeit nun lassen muss, um einen positiven Effekt mit Qigong zu erreichen. Dadurch wirkte der Inhalt auch sehr dogmatisch und eher für Studierende, als für den Hausgebrauch, geschrieben. An einigen Stellen wirkt es dann auch widersprüchlich, so verweist Johann Bölts immer wieder darauf, Qigong nur von einem Lehrer zu lernen, weil man allein viele Fehler machen kann und dann werden die Übungen erklärt, damit man allein gut üben kann. Warum werden Grenzen gesetzt? Lasst die Leute doch probieren und erstmal fühlen, statt ihnen Angst zu machen! Viele Praktizierende sind allein schon mit der gesunden Zungenhaltung beim Atmen überfordert – für die ist dieses Buch definitiv nichts! Es würde sie in ihrer Praxis hemmen und wahrscheinlich ängstigen, durch Qigong krank zu werden. Ich hätte mir ein praxistauglicheres Buch gewünscht, mit einer funktionalen Gliederung, welche Kapitel für Kapitel aufbauend ist und nicht springt. Zudem ist der Schreibstil einfach zu technisch, wissenschaftlich und die eingefügten Zitate und Übersetzungen der alten Meister nicht gut gekennzeichnet (in den Quellenangaben aufgelistet, aber nicht im Text), so weiß man nicht, wann das alte Wissen aufhört und die Erkenntnisse des Autors beginnen.

Cover:
Das Cover ist angenehm gestaltet und strahlt Ruhe aus.

Fazit:
Ein sehr technisch-dogmatisches Buch über Qigong. Wer schon jahrelang praktiziert und tiefer in die Welt der Meridianwirkung und Akupunkturpunkte einsteigen möchte und einen technischen Schreibstil bevorzugt, ist mit dem Buch gut beraten. Wer Einsteiger ist und noch keine Ahnung vom medizinischen Qigong hat, möge auf andere Literatur ausweichen. Ich vergebe nur 2 Sterne, weil ich mich stellenweise wirklich durchquälen musste und es einfach zu viel zu kritisieren gab.

Das Dreizehnte Kind – Erin A. Craig

Klappentext:
Wenn der Tod ruft, muss sie gehorchen: Die düstere Fantasy für den Herbst
Hazel Trépas ist kein gewöhnliches Mädchen. Als dreizehntes Kind wurde sie einem Gott versprochen: dem Tod persönlich. Von ihm erhielt sie eine Gabe, die sie zu einer der größten Heilerinnen des Königreichs machen sollte: Hazel erkennt auf einen Blick, wie jede Krankheit geheilt werden kann.
Doch jede Gabe hat ihren Preis. Hazel sieht auch, wenn das Schicksal eines Menschen besiegelt ist. Geplagt von den Geistern jener, deren Leiden sie beenden musste, sehnt Hazel sich nach Freiheit. Als der König tödlich erkrankt und das Reich vor dem Zerfall steht, wird Hazel an den Hof gerufen. Dort begegnet sie Prinz Leo, einem charmanten Thronfolger, der ebenso rebellisch ist wie Hazel selbst. Kann Hazel den Tod überlisten, um den König zu retten? Und zu welchem Preis?

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Titel: Das Dreizehnte Kind
Autor: Erin A. Craig
Verlag: Ullstein
Länge: 608 Seiten
ASIN: ‎B0F381B7QD
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Hazel wird als 13. Kind geboren. Aufgrund der Seltenheit sind 13. Kinder sehr wertvoll und die Götter reißen sich um eine Patenschaft. Bei Hazel hat der Endgültige das große Los gezogen und so ermöglicht er Hazel die Gabe zu heilen und zu töten …

Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte war so wundervoll und das Leben von Hazel wurde so gut erzählt, dass ihre Nöte und auch die Liebe zu ihrem Bruder greifbar waren. Als dann der Endgültige auftauchte und Hazel ihre Ausbildung begann, ging es interessant weiter. Ein neuer Lebensabschnitt und dies (durch räumliche Trennung) auch stilistisch gut dargestellt. Doch danach begann die Handlung zu schleppen, es kam gefühlt sehr wenig Neues hinzu. Charaktere wurden eingeführt, wo man gleich ein schlechtes Gefühl bekommt und andere wurden ausgelöscht, als hätte es das Buch-Drittel davor gar nicht gegeben. Diese Wendung tut dem Buch nicht gut, denn die Geschichte wird zäh, langweilig und man weiß sehr schnell wie es ausgehen wird. Dann noch über 300 Seiten zu lesen, fällt erstaunlich schwer. Wenn sich dann auch noch alles bewahrheitet, was man sich dachte, ist es umso trauriger. Hazel trifft nur noch Entscheidungen, welche die Handlung ihr vorgibt, es wirkt stark konstruiert und es wiederholen sich viele Dinge. Der Endgültige hat kaum noch Auftritte und dafür geht es nur um andere Götter, die zudem sehr einfach gehalten sind, obwohl es viele sind. Es passt einfach nichts mehr zusammen, sondern die Seiten sind gefüllt mit Klischees, Geschwafel und Wiederholungen – sehr schade! Das Ende ist dann plötzlich da und man muss überlegen, was zwischen dem letzten Kapitel und dem Epilog passiert ist.

Cover:
Das Cover ist so schön gestaltet und es trifft den Inhalt sehr gut, eine Höhle und viele Kerzen.

Fazit:
Die Geschichte ist an das Märchen „Gevatter Tod“ angelehnt und driftet dann in einen moralischen Kontext, um Gut und Böse ab. Der Anfang liest sich traumhaft, dann wird es zäh, daher kann ich nur 3 Sterne vergeben. Eine Empfehlung geht an jene, welche Geschichten um moralische Entscheidungen mögen.

Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind – Sabine Kuegler

Reiheninfo:
Dschungelkind
Ruf des Dschungels
Jägerin und Gejagte
Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind

Klappentext:
Sabine Kuegler wuchs im Dschungel von Westpapua auf, ihr Buch Dschungelkind wurde ein weltweiter Millionenbestseller. Mit 17 Jahren kam sie nach Europa und erfuhr einen Kultur-Clash. Heute lebt sie in Hamburg, hat Kinder, Freunde und Arbeit. Aber noch immer ist sie eine Zerrissene zwischen den Welten und der innere Kampf um ihre Identität quält sie. Im Dschungel hatte sie gelernt, unsichtbar zu werden, um zu überleben – in der westlichen Welt muss man sichtbar sein. Sie wurde darauf trainiert, ihre Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen, aber hier waren sie permanent überreizt. Sie zweifelt und blickt von außen und innen auf unsere Zivilisation: Sind wir hier glücklich? Entfremdet? Gesund? Krank? Mehrfach kehrt sie in den Dschungel zurück. Bei einer dieser Reisen erkrankt Sabine Kuegler schwer, gilt als austherapiert und unternimmt einen letzten verzweifelten Rettungsversuch: Sie verlässt Deutschland, gibt ihre Kinder in die Obhut ihrer Väter und geht zurück in den Dschungel, in die Kultur, in der sie sich beschützt fühlt. Sie erlebt dort Abenteuer, die für viele Menschen kaum zu glauben sind. Erst nach fünf Jahren kommt sie zurück und erzählt erstmals von dieser dramatischen Zeit, von ihrer Suche nach Heilung, Glück und ihrem Platz im Leben. Dabei öffnet ihr einzigartiges Leben vielleicht auch die Chance, in einer globalisierten Welt Mittlerin zwischen den Kulturen zu sein.

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Titel: Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind
Autor: Sabine Kuegler
Sprecher: Madeleine Coco Sanders
Verlag: rb media
Länge: 657 Minuten
ASIN: ‎B0CN1QX694
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Sabine Kuegler ist krank – lt. den westlichen Ärzten wahrscheinlich ein Parasit, den niemand kennt. Sie reist daher wieder in den Urwald und sucht ein Heilmittel.

Meinung:
Wer Dschungelkind kennt, kennt auch 50 % dieses Buches. Kuegler wiederholt sehr viel aus ihrer Kindheit – nicht alles deckt sich mit Dschungelkind (welches ich mir nach dem Hören dieses Buches noch einmal angehört habe, um zu klären, ob mir mein Gedächtnis einen Streich spielt oder ob die Autorin hier etwas geschummelt hat. Letzteres ist der Fall, denn es gibt bei einigen Sachen erhebliche Unterschiede.).

In den anderen 50 % geht es darum, dass Sabine krank ist. So krank, dass sie auf Morphin angewiesen ist und sich phasenweise nicht bewegen kann. Was macht sie? Ab in den Dschungel für 5 Jahre mit schwierigen Märschen und zu dutzenden Medizinmännern. Was ein Glück, dass sie immer nur in den Dörfen so gut wie bewegungsunfähig ist und die Stämme immer eine Hütte mit Schlafplatz für sie haben. Wenn es ihr gut geht, dann gibt sie gleich noch Tipps zum Ackerbau. Was macht die Autorin bitte beruflich – evtl. habe ich das überhört oder missioniert sie auch? Die nächste Frage, welche ich mir gestellt habe, ist, wer finanziert das ganze? Wie kann man 5 Jahre durch den Dschungel reisen und das auch noch mit einem oder mehreren Freunden? Haben die nichts zu tun, so als Häuptlinge und Unternehmer? Und so abgeschieden können auch die Dörfer nicht gewesen sein, wenn es Straßen, Autos, Strom, Handy, Laptop etc. gab. Einen Dschungel stelle ich mir anders vor. Woher hatte die Autorin die Kontakte und was verbindet gerade Micky mit ihr? Ich habe viele Fragen und insgeheim glaube ich, dass auch diese Handlung stellenweise sehr frei erfunden ist – ähnlich der Geschichte von der Meerjungfrau, welche im Buch wiedergegeben wird.

Erschreckt hat mich der Teil, als Kuegler ihren Blutdurst beschreibt und auch hier gibt es Widersprüche. Sie erzählt auf eine Art, dass sie Kleintiere gejagt hat bzw. das sie es kann (bspw. Fledermäuse) und schafft es dann nicht ein angebundenes Wildschwein zielgenau zu treffen, weil ihr die Übung fehlt? Sie beschreibt einen Blutdurst, der sie zum Töten antreibt, sie muss jagen, damit dieses Verlangen gestillt wird. Sie beschreibt aber auch, dass die Naturvölker nie aus Blutdurst jagen, woher hat sie diesen denn? Ganz schlimm wird ihr Verhalten dann, als ihr die Meinung gesagt wird, da zeigt sich, das in ihrem Kopf etwas ganz gewaltig klemmt!

Um noch etwas Positives loszuwerden: Madeleine Coco Sanders liest wahnsinnig emotional und sie war auch der Grund, warum ich die Geschichte bis zum Ende gehört habe.

Cover:
Das Cover wirkt mystisch und passt daher zur Handlung.

Fazit:
Der Handlungsstrang um Sabines Krankheit wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Die zahlreichen Wiederholungen aus Dschungelkind waren mir bereits bekannt und sind zudem stellenweise widersprüchlich, was es für mich schwierig macht, der Erzählung zu vertrauen. Den einzigen Stern vergebe ich für die hervorragende Sprecherin. Eine Lese- bzw. Hörempfehlung kann ich für dieses Buch nicht aussprechen.

OUTLIVE: Wie wir länger und besser leben können, als wir denken – Dr. Peter Attia, Bill Gifford

Klappentext:
Würden Sie nicht auch gerne länger leben? Und besser? In diesem Handbuch für ein langes und gutes Leben schildert Dr. Peter Attia die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, um innovative Ernährungsmaßnahmen und Techniken zur Bewegungs- und Schlafoptimierung anschaulich zu vermitteln – und er gibt Tipps für eine ausgeglichene emotionale und geistige Gesundheit. Denn trotz all ihrer Erfolge ist es der Schulmedizin bislang nicht gelungen, die zentralen Krankheiten des Alterns zu bekämpfen, an denen die meisten Menschen sterben: Herzkrankheiten, Krebs, Alzheimer und Typ-2-Diabetes. Allzu oft wird mit Behandlungen eingegriffen, die zu spät kommen, um noch zu helfen: Die verlängerte Lebensspanne geht auf Kosten der Gesundheit oder der Lebensqualität. Dr. Attia fordert mit seinem Buch, dieses veraltete Konzept durch eine personalisierte, proaktive Strategie für ein langes Leben zu ersetzen. Wir alle müssen jetzt handeln und aktiv werden – und nicht warten.


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Titel: OUTLIVE: Wie wir länger und besser leben können, als wir denken
Autor: Dr. Peter Attia, Bill Gifford
Verlag: Ullstein
Länge: 640 Seiten
ISBN: 978-3548070438
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Das Buch beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie wir nicht nur länger, sondern vor allem gesünder leben können. Im Zentrum steht die Kritik an der heutigen Medizin, die Attia als „Medizin 2.0“ bezeichnet: ein System, das Krankheiten meist erst behandelt, wenn sie bereits ausgebrochen sind. Dem stellt er sein Konzept der „Medizin 3.0“ gegenüber, die präventiv ausgerichtet ist und Krankheiten möglichst schon vor ihrer Entstehung verhindern soll.
Ein großer Teil des Buches widmet sich der Entstehung typischer altersbedingter Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs oder Stoffwechselstörungen. Attia beschreibt detailliert, welche Faktoren diese begünstigen, und leitet daraus Strategien ab, um Risiken zu minimieren. Dazu gehören unter anderem eine starke Senkung des Cholesterinspiegels, eine konsequente Überwachung von Blutzuckerwerten sowie ein gezielter Muskelaufbau, um im Alter leistungsfähig zu bleiben und Stürzen vorzubeugen.
Neben medizinischen und wissenschaftlichen Inhalten gibt Attia auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben. Er berichtet offen über psychische Probleme, darunter Depressionen und Klinikaufenthalte, sowie über familiäre Krisen. Diese Passagen verleihen dem Buch eine emotionale Ebene und verdeutlichen, dass Gesundheit für ihn nicht nur körperlich, sondern auch mental zu verstehen ist.
Darüber hinaus behandelt das Buch Themen wie Ernährung, Kalorienreduktion, verschiedene Diätformen sowie moderne Krebstherapien wie Chemotherapie und Immuntherapie. Attia spricht sich zudem für den Einsatz von Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen aus, um Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren.

Meinung:
Outlive ist ein sehr informatives und in vielen Teilen faszinierendes Buch, das komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich erklärt. Besonders gelungen ist die Darstellung der Krankheitsentstehung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der reaktiven Ausrichtung unseres Gesundheitssystems. Der Ansatz, Gesundheit aktiv zu gestalten, statt nur Krankheiten zu behandeln, wirkt überzeugend und motivierend.
Allerdings wirft das Buch auch einige kritische Fragen auf. Attias Empfehlungen setzen häufig einen hohen finanziellen und zeitlichen Einsatz voraus. Viele der vorgeschlagenen Untersuchungen und Maßnahmen werden nicht von Krankenkassen übernommen, sodass sie für viele Menschen schwer zugänglich sind.
Zudem erscheint der Umgang mit Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln stellenweise zu undifferenziert. Zwar werden Risiken teilweise erwähnt, doch werden sie oft schnell relativiert oder durch alternative Präparate ersetzt. Gerade bei Medikamenten wie Statinen bleibt der Eindruck, dass mögliche Nebenwirkungen nicht ausreichend kritisch eingeordnet werden. Ähnliches gilt für Nahrungsergänzungsmittel, bei denen eine Überversorgung oder falsche Anwendung durchaus problematisch sein kann.
Auch der sehr leistungsorientierte Ansatz – etwa beim Muskelaufbau oder der Optimierung körperlicher Werte – könnte für manche Leser eher abschreckend wirken. Nicht jeder möchte oder kann ein derart intensives Gesundheitsprogramm verfolgen.

Cover:
Das Cover wirkt sehr spirituell, nun steht im Buch, dass Attia das Cover so wollte und sein Weg ist nun auch spirituell bzw. hat es diese Einflüsse. Es passt zum Inhalt allerdings hätte es den Menschen noch mehr in den Fokus rücken können oder zumindest die eigene Kraft.

Fazit:
Outlive bietet einen spannenden und tiefgehenden Einblick in moderne Ansätze der Präventivmedizin und regt dazu an, das eigene Gesundheitsverhalten zu überdenken. Das Buch eignet sich besonders für Leser, die bereit sind, sich intensiv mit ihrem Körper auseinanderzusetzen und aktiv in ihre Gesundheit zu investieren (Zeit und Geld). Gleichzeitig sollte man die Empfehlungen kritisch hinterfragen und nicht unreflektiert übernehmen. Viele Ansätze sind ambitioniert, kostenintensiv oder wissenschaftlich nicht eindeutig abgesichert. Als Denkanstoß und Informationsquelle ist das Buch jedoch sehr wertvoll – insbesondere, wenn man sich fragt, wie man nicht nur länger, sondern auch besser leben kann. Daher vergebe ich 4 Sterne.

Tee für Dummies – Lisa McDonald, Jill Rheinheimer

Klappentext:
Das Buch enthält viele interessante Infos über Tee, die sowohl Neulingen als auch Kennern etwas bieten. Sie erfahren, welche Teesorten für Sie geeignet sind, wie Tee hergestellt und wie er zubereitet wird. Ebenso geht es um die Vorteile bestimmter Teesorten, wie ein niedriger Blutdruck, weniger Stress, geringeres Krebsrisiko, um die Verbreitung und Anbaugebiete auf der ganzen Welt und vieles mehr. Ein ausführlicher Rezeptteil (von Snacks mit Tee über Hauptspeisen bis zu Dessert, Cocktails und Co.) rundet dieses reich bebilderte, unterhaltsame Tee-Kompendium ab.


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Titel: Tee für Dummies
Autor: Lisa McDonald, Jill Rheinheimer
Verlag: Wiley
Länge: 352 Seiten
ISBN: 978-3527721429
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
In diesem Buch findet man (wahrscheinlich) alles, was man über Tee wissen muss: Anbau, Sorten, Herstellung, Zubereitung, Gesundheit und Rezepte

Meinung:
Das Buch ist, wie alle Werke aus dem Wiley-Verlag, sehr umfassend und informativ aufgebaut. Eine Vorstellung der Autorinnen sowie der Fachkorrektorin zeigen auf, mit wie viel Fachwissen es der Leser zu tun bekommt und dann geht es auch schon los mit dem Wissen zum Tee. Es wird wirklich alles beleuchtet und auch bebildert – hier hätte ich mir gerne Farbfotos statt Schwarz-Weiß-Bilder gewünscht, denn farblich sieht einfach alles besser aus und auch Details werden sichtbarer. Dennoch reichen die Bilder aus und sind nicht lebensnotwendig, um den Kontext zu verstehen. Es gibt, wie immer Schummellisten, besondere Hinweise und Infokästen im Buch, sodass man schnell entscheiden kann was man lesen möchte und in welcher Reihenfolge. In den einzelnen Kapiteln gibt es immer wieder Hinweise, dass dieses und jenes Thema in Kapitel XY gesondert behandelt wird. Man kann also geradlinig oder springend lesen, ohne etwas zu verpassen. Die Kochrezepte sind vielfältig, allerdings nicht vegetarisch / vegan, da muss man dann mehr mit Alkohol machen und den Tee im Cocktail trinken, um tierfrei unterwegs zu sein. Besonders hervorheben möchte ich den Teil, welcher sich um Krankheiten dreht. Hier wurden die gängigsten Volkskrankheiten (Krebs, Herz-Kreislauf, Diabetes, Osteoporose, neurologische Erkrankungen ua.) in Verbindung mit Studien zum Teetrinken vorgestellt und Tee scheint ein gutes Mittel zu sein, um diese Krankheiten positiv zu beeinflussen.

Cover:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt und zur Dummie-Reihe.

Fazit:
Ein Buch mit unglaublich viel Input, um und mit Tee, was jeder gelesen haben sollte (vor allem natürlich Teetrinker)! Besonders der Gesundheitsteil ist wahnsinnig informativ, sodass ich die Lektüre auch an gesundheitsbewusste empfehle, welche keinen Tee mögen – es gibt immer einen Weg 😉 Von mir gibt es nur 4 Sterne, weil ich mir farbige Bilder und eine größere Rezeptauswahl gewünscht hätte.

Ich bedanke mich bei Wiley-VCH für das Rezensionsexemplar.