Das Gutshaus im Nebel – Katja Angenent

Klappentext:
1882: Charlotte Jäger ist jung, clever und mittellos. Die gut bezahlte Stelle als Betreuerin eines Adelssprösslings auf dem abgelegenen Gut Valarin kommt ihr da gerade recht. Doch bald schon trübt sich die Idylle. Warum darf Charlotte das Anwesen nicht mehr verlassen? Was verbirgt sich im gesperrten Flügel des Hauses? Und warum erkennt sie sich selbst auf einem alten Foto? Verliert sie in der nebeligen Einsamkeit allmählich den Verstand – oder gehen auf dem Gut Dinge vor sich, die all ihre Vorstellungskraft übersteigen?

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Titel: Das Gutshaus im Nebel
Autor: Katja Angenent
Verlag: emons
Länge: 400 Seiten
ASIN: ‎B0FZKQ2KKF
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Charlotte bekommt das Angebot ihres Lebens, sie soll als Gesellschafterin für den 5-jährigen Albrecht fungieren und wird fürstlich bezahlt. Natürlich nimmt sie an, obwohl sie ahnt, dass dieses Jobangebot sicherlich einen Haken hat …

Meinung:
Der Einstieg ist gelungen und so ist man gleich im Leben von Charlotte, welche ihr Leben eindrücklich schildert. Die Handlung spielt im Jahr 1882 und so orientiert sich die Art der Erzählung an Arthur Conan Doyle (Sherlock Holmes) und Jane Austen (Jane Eyre). Der Schreibstil ist leicht zu lesen, wirkt zeitgemäß für die dargestellte Epoche und verzichtet auf moderne Ausdrucksweisen, was die Geschichte authentischer macht. Leider, und das ist ein wirklich heftiger Kritikpunkt, schafft es Katja Angenent nicht die Spannung vom Anfang zu halten und so wird die Geschichte ab dem ersten drittel sehr vorhersehbar und damit langweilig. Ich war zu Beginn wirklich verliebt in die Welt, welche Charlotte beschrieb. Sie und die anderen Charaktere wirkten lebendig und alles entwickelte sich mit Spannung und Grusel. Im Nachwort wird erwähnt, dass diese Geschichte zu unterschiedlichen Zeiten von der Autorin geschrieben wurde – immer wieder ein Teil – und das liest sich bedauerlicherweise heraus, denn es wurde immer konstruierter, immer unlogischer, die Charaktere entwickelten sich nicht mehr, sondern agierten vorhersehbar, und nahmen Rollenbilder an, welche ihnen nicht standen. So wurde Charlotte sehr bestimmend und klärte alles und Karl bspw. konnte gar nichts. Es war dann schwierig die sympathische Lehrerin von Beginn im Kopf zu behalten, wenn sie in der Geschichte so eine Wandlung machte und bei den anderen Figuren ging es mir ähnlich, sie wurden von Kapitel zu Kapitel schwieriger zu greifen und auch die Handlung ergab nicht immer Sinn. So wurde bspw. beschrieben, dass Charlotte bereits im Gesindehaus war, ein Kapitel später wusste sie nicht, wo sie dieses findet. Sowas ist ärgerlich, vor allem, weil solche Sachen des Öfteren zu lesen waren! Das Ende war ebenfalls unglaubwürdig und wurde viel zu schnell abgearbeitet und halb offen ist es auch noch.

Cover:
Das Cover ist traumhaft schön und hat mich animiert, das Buch lesen zu wollen. Das einsame Haus und der leichte Scherenschnitt passen perfekt zur Zeit des Buches und zum Inhalt.

Fazit:
Sehr guter Anfang und nach einem drittel beginnen die Schwächen. Daher kann ich das Buch nur empfehlen, wenn man Jane Eyre nicht gelesen hat, weil es gewisse Parallelen gibt und damit vorhersehbar ist. Ich vergebe nur 3 Sterne – mich hat das Buch unterhalten, aber gut war es nicht.

Nichts bleibt begraben – Harlan Coben

Klappentext:
Vor über zwanzig Jahren wurde Patricia Lockwood während eines Raubüberfalls entführt und schwer misshandelt. Ihr gelang die Flucht, doch ihr Peiniger wurde nie gefasst. Auch die damals gestohlenen Gemälde blieben verschollen. Bis in einem New Yorker Apartment neben einer Leiche eines der Bilder gefunden wird – und der Koffer, den der Entführer Patricia zu packen zwang. Zeit für Patricias Cousin, Windsor Horne Lockwood III, den Dingen auf den Grund zu gehen: Win, wie seine wenigen Freunde ihn nennen, ist hochintelligent, skrupellos und wild entschlossen, den Fall zu lösen. Einen Fall, der die dunkelsten Geheimnisse seiner Familie ans Tageslicht zu bringen droht…

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Titel: Nichts bleibt begraben
Autor: Harlan Coben
Sprecher: Detlef Bierstedt
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 733 Minuten
ASIN: ‎B09BD2JVTF
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Win ist reich, Win kann alle Kampfsportarten und Win ist der beste Liebhaber. Win kann alles und hat auch schon alles gemacht. Win hat sogar früher für das FBI gearbeitet und nun soll er selbstständig ermitteln, weil er an keine Regeln gebunden ist…

Meinung:
Detlef Bierstedt gibt Win die perfekte Stimme – gerade weil das Buch in Ichform geschrieben ist, kann Bierstedt seine Stimme dauerhaft gelangweilt und überheblich klingen lassen und damit Win den perfekten Sound geben. Immer weiß Win, was zu tun ist und wie er seine Antworten bekommt. Nur beim persönlichen Fall tappt er sehr lange im Dunkeln, denn schnell ist klar, was tatsächlich hinter dem Familiendrama steckt und dafür, dass Win immer alles weiß und kann, stellt er sich bei seiner Cousine ziemlich begriffsstutzig an. Der Thriller greift viele Themen und Handlungsstränge auf und so muss man erst durch alle Haupt- und Nebenstränge durch und sämtliche Figuren kennenlernen, bevor sich eine Gemeinsamkeit herstellen lässt. Bei über 12 Stunden Hördauer ist das stellenweise eine Herausforderung, denn ziemlich viel zieht sich. Als Hörbuch fand ich die Geschichte okay, als Buch wäre es mir zu langweilig geworden. Was allerdings wirklich hängen geblieben ist, ist folgende Metapher:
Ich habe den Privatjet nicht, weil ich zu viel Geld habe, sondern weil ich mir damit Zeit erkaufe – meine Qualitytime.
Wir sollten nämlich alle beherzigen, dass Zeit ein wertvolles Gut ist!

Cover:
Das Cover wirkt gruseliger als die Geschichte letzten Endes ist. Dennoch passt das Cover zum Anwesend der Lockwoods.

Fazit:
Eine Geschichte, welche aus der Myron-Bolitar-Reihe entstanden ist. Wer die Reihe kennt, kennt Win. Wer die Reihe nicht kennt, hat nicht so viel verpasst. Alles Relevante wird erläutert. Dennoch haut mich die Geschichte nicht aus den Socken und ich vergebe nur 3 Sterne und für einen netten Krimi.

Inspektor-Caffery 04: Haut – Mo Hayder

Reiheninfo:
Der Vogelmann
Die Behandlung
Ritualmord
Haut
Verderbnis
Die Puppe
Wolf

Klappentext:
In der Nähe eines stillgelegten Steinbruchs wird die Leiche einer Frau gefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Nur Inspector Caffery ist misstrauisch, denn einige Details passen nicht zueinander. Hat jemand den Suizid nur inszeniert? Tatsächlich bleibt es nicht bei einer Toten mit aufgeschnittenen Pulsadern. Caffery bittet Polizeitaucherin Flea Marley um Unterstützung. Doch die hat eigene Probleme, denn in ihrem Kofferraum findet sie eine Leiche – die Frau eines bekannten Fußballspielers, nach der die Polizei seit Tagen fieberhaft sucht … Der bisher schwerste Fall von Inspector Caffery hält den Hörer bis zum Schluss in Atem. Mit der herausragenden Stimme von Wolfram Koch ist Gänsehaut garantiert.

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Titel: Haut
Autor: Mo Hayder
Sprecher: Wolfram Koch
Verlag: DAV
Länge: 472 Minuten
ISBN:‎ 978-3898139656 ‎
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Vorab:
Im August 2024 hatte ich den 6. Band der Reihe gelesen und war begeistert! Ich hatte damals nicht darauf geachtet, dass es sich bei „Die Puppe“ um einen Fortsetzungsthriller handelte und bin dennoch gut mit der Thematik zurechtgekommen.
Im Mai 2026 habe ich „Atem“ von Mo Hayder gehört und war wirklich enttäuscht. Mit „Haut“ geht es mir leider ähnlich – 1. weil ich wieder keine Info hatte, dass es sich um ein Buch aus einer Reihe handelt und 2. war der Inhalt auch wirklich zäh.

Inhalt:
Caffrey ermittelt noch im vorherigen Fall – Ritualmord sollte bekannt sein – und dann gibt es weiterhin viele Leichen und Lösungsansätze …

Meinung (ich werde spoilern):
Zu viele Fälle in einem: Eine vermisste Frau muss gefunden werden – Selbstmorde, die alle zu glatt laufen und dann ist da noch was aus dem vorherigen Band ungeklärt. Theoretisch ist es spannend viele Schauplätze zu haben und so stelle ich mir die Polizeiarbeit auch vor, aber das, was die Autorin hier schreibt, ist lächerlich!
Der Einstieg ist etwas holperig, wenn man den Vorgänger nicht kennt, dennoch lässt sich alles nachvollziehen, wenn man sich Zeit nimmt der Geschichte zu folgen. Der Handlungsstrang, um die vermisste Frau, ist da schon irrwitziger – Flea (eine Polizistin) wundert sich (über mehrere Tage) über einen ekelhaften Geruch und findet dann eine Leicht in ihrem Kofferraum und sie kennt auch den Mörder. Anstatt den Unfall (wie es einer war) korrekt aufzuarbeiten und den Angehörigen Gewissheit zu verschaffen, handelt Flea unverständlich, lässt sich erpressen und macht noch ganz andere nicht nachvollziehbare Handlungen. Und Inspector Caffery deckt diese Sache auch noch, wobei er doch moralisch immer so ein guter sein soll. Aber auch Caffery macht in diesem Band, was er für richtig hält und wenn er keine Lust auf seine Arbeit hat, dann macht er halt sein eigenes Ding. Diese Rebellion mag evtl. ganz witzig sein, aber nicht, wenn man für seine Arbeit bezahlt wird! Diese Geschichte ist moralisch echt nicht zu vertreten und zeigt auch ein sehr schlechtes Bild von Frauen, Menschen mit Behinderung, betreibt Bodyshaming und beschönigt Egoismus.

Cover:
Das Titelbild ist nicht nachvollziehbar und es hätte so viele andere passende Bilder gegeben.

Fazit:
Wohl erstmal mein letztes Werk von Mo Hayder, weil die Geschichte nicht greifbar ist und die Charaktere absolut konstruiert erscheinen. Von mir gibt es nur 2 Sterne und die Leseempfehlung geht ausschließlich an jene, welche den Vorgänger gelesen haben und wissen möchten, wie es weitergeht.

Inspector Sheens 02: Wer auf dich wartet – Gytha Lodge

Reihenfolge:
Bis ihr sie findet
Wer auf dich wartet
Neben wem du erwachst
Was ich euch verschweige
Sobald ihr mich erkennt

Klappentext:
Abends, kurz vor elf. Aiden loggt sich ein, um mit seiner Freundin Zoe zu skypen. Als die Verbindung steht, sieht er nur ihr leeres Zimmer. Dann einen Schatten. Ist sie etwa nicht allein? Plötzlich ein Schrei. Und Stille. Als Stunden später ein anonymer Anrufer der Kripo von Southampton von einem möglichen, online beobachteten Verbrechen an seiner Freundin berichtet, kommt jede Hilfe zu spät. Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team finden in Zoes Wohnung nur noch ihre Leiche. Verdächtige gibt es genug – doch wessen Motiv ist mörderisch genug?

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Titel: Wer auf dich wartet
Autor: Gytha Lodge
Sprecher: Jan Katzenberger
Verlag: Saga Egmont
Länge: 747 Minuten
ASIN: ‎B08JM7YX2Q
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Aiden denkt, dass seine Freundin ermordet wurde und meldet dies der Polizei – das Problem: so wirklich sind die beiden gar nicht zusammen …

Meinung:
Teil 2 einer Reihe. Dennoch gelingt der Einstieg problemlos und die Geschichte ist in sich abgeschlossen.
Jan Katzenberger schafft es tatsächlich noch langatmiger zu lesen, als die Story ist. Also langsam und langweilig ergibt kein gutes Hörbuch – auch bei schnellerer Abspielgeschwindigkeit passiert einfach so gut wie nichts in diesen 12,5 Stunden! Und nach ein paar Stunden ist auch schon klar, wer was getan hat und wer mit wem – das Ganze in einer toxischen Beziehung bzw. mehrerer solcher. Es gibt so viele schlecht konstruierte Nebenschauplätze und -figuren das es schon nervt. Die Figuren scheinen kein Eigenleben zu haben, sondern warten nur auf den nächsten Schritt, welcher ihnen vorgegeben wird. Sie sind schlichtweg unsympathisch, ihnen fehlt es an allen Eigenschaften und auch sonst bietet diese Geschichte keinen Reiz.

Cover:
Das Cover wirkt düster und hat Stalker-Charakter, damit passt es zur Geschichte.

Fazit:
Ein Buch, welches sich eher mit den persönlichen Problemen von Leuten beschäftigt und wenig kriminelle Tendenzen hat. Es ist eher eine Ansammlung psychischer Probleme (Toxizität, Depression, Stalking) und das noch schlecht gelesen. Daher nur 2 Sterne und keine Empfehlung.

Der Tunnel: Nur einer kommt zurück – Chris McGeorge

Klappentext:
Seit Jahren versucht der Schriftsteller Robin Ferringham, das Verschwinden seiner großen Liebe Samantha zu verarbeiten. Da erhält er einen kryptischen Anruf: Ein junger Gefängnisinsasse namens Matthew bittet Robin um Hilfe – dafür bietet er Informationen über Sam.
Robin recherchiert den Fall und findet heraus, dass Matthew und seine Freunde vor einem Jahr mit dem Boot in Englands längsten Kanaltunnel gefahren sind. Als das Boot wieder auftauchte, waren alle bis auf Matthew verschwunden. Er ist der einzige Verdächtige – doch er erinnert sich an nichts. Wenn Robin etwas über Sams Verbleib erfahren will, dann muss er dem Geheimnis des finsteren Tunnels selbst auf den Grund gehen …


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Titel: Der Tunnel: Nur einer kommt zurück
Autor: Chris McGeorge
Verlag: Knaur
Länge: 354 Seiten
ASIN: B07ZPW7BLD
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Der Standedge-Tunnel in England wird zum Schauplatz eines Verbrechens. 6 Jugendliche machen einen Ausflug und nur einer kommt zurück, was ist passiert?

Meinung – mit SPOILER:
Nachdem mich Escape Room von Chris McGeorge nicht wirklich überzeugt hat, habe ich lange überlegt, ob ich „Der Tunnel“ wirklich lesen will. Der Tunnel wurde ein paar Jahre nach Escape Room geschrieben und so hatte ich Hoffnungen, dass der Autor besser geworden ist. Leider nein, das Buch ist so furchtbar langweilig und so konstruiert, dass es einfach eine Qual ist, es zu lesen. Selbst die beklemmende Stimmung, um den Standedge, konnte McGeorge nicht aufbauen. Es gibt wunderbare Videos zum Tunnel, die furchteinflößender sind, als das, was der Autor zum Tunnel zu Papier gebracht hat. Die Geschichte dreht sich in erster Linie um den Autor Robin Ferringham, welcher anscheinend nur ein Buch herausbrachte – um seine verschwundene Frau. Dennoch scheint er alles stehen und liegen lassen zu können, um sofort zum Standedge zu fahren, nur weil er einen Anruf erhalten hat, in dem er um Hilfe gebeten wird. Der Anrufer ist Matthew, welcher mit seinen Freunden einen Boottrip in den Tunnel gemacht hat und als einziger wieder herauskam – nun sitzt er im Knast und er erhofft sich die Hilfe von Robin, weil er von einer Frau gehört hat, dass Robin das kann. So beginnt Robin zu ermitteln und benimmt sich so trottelig, das es wahrlich peinlich ist! Im weiteren Verlauf fällt der arme Robin so oft in Ohnmacht, dass man gewisse Sachen einfach nicht aufklären muss und andere Sachen einfach hinten herunterfallen. Die Geschichte fängt interessant an, wird dann kneten langweilig und irrsinnig, beherbergt so viele Fehler, das man meinen könnte das Korrektorat hätte gar nicht stattgefunden und das Ende – lächerlich! Auch die Unterhaltungen im Buch sind extrem oberflächlich und nachher sogar vulgär – ist halt blöd, wenn einem nichts mehr einfällt. So wie mir jetzt 😉

Cover:
Das Cover passt gut zum Inhalt, im Standedge ist es allerdings noch finsterer – laut den Videos im Internet. Die Protagonisten konnten sich allerdings sehr gut im Tunnel zurechtfinden – also passt das Cover wohl doch …

Fazit:
Definitiv mein letztes Buch vom Autor. So viele Fehler, so übermäßig konstruiert und so langweilig, so sollte kein Thriller sein. Daher keine Leseempfehlung und nur einen Stern.