Achtsam Morden 05: Achtsam Morden durch bewusste Ernährung – Kartsen Dusse

Reiheninfo:
Achtsam morden
Das Kind in mir will achtsam morden
Achtsam morden, am Ende der Welt
Achtsam morden, im Hier und Jetzt
Achtsam morden durch bewusste Ernährung

Klappentext:
Guten Appetot!
Dank Achtsamkeit hat Björn Diemel seine Mitte gefunden. Seine Problemzonen sind nun allerdings die Ränder seines Körpers, die sich immer weiter von dieser Mitte entfernen. Björn erkennt, dass In-sich-Ruhen und Mangel an Bewegung zwei grundverschiedene Dinge sind.Als Unbekannte versuchen, Björns Tochter zu entführen, gelingt es ihm aufgrund seiner Körperfülle nur mit Mühe, die Täter in die Flucht zu schlagen. Also lässt Björn sich von Joschka Breitner in Bezug auf die Grundsätze bewusster Ernährung coachen. Er taucht ein in die faszinierende Welt des Heilfastens und der Ernährungsbausteine. Noch ahnt Björn nicht, wie wunderbar sich Ernährung, Entspannung und das Auflösen von Gewaltfantasien miteinander kombinieren lassen.

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Titel: Achtsam Morden durch bewusste Ernährung
Autor: Karsten Dusse
Verlag: Heyne
Länge: 385 Seiten
ASIN: ‎B0CDC3R4CC
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Björn ist dick geworden und erkennt die Notwendigkeit der bewussten Ernährung.

Meinung:
Mein erstes Buch, welches ich aus dieser Reihe selbst gelesen und nicht gehört habe und es war bedauerlicherweise enttäuschend. Ich habe keine Ahnung, ob mich die Stimme von Karsten Dusse sonst so verzaubert hat oder, ob dieser Teil der Reihe wirklich schlecht war.
Schon der Einstieg war befremdlich. Björn beschreibt seine Körperfülle und seine Fressattacken zwischen einem Haufen Haschisch im Kindergarten. Dass nicht alles gesetzestreu im Hause Diemel läuft, ist klar, aber irgendwie waren mir diese Beschreibungen schon zu heftig bzw. essenstechnisch zu eklig und das Thema Hasch ist eh nicht meins. Es wurde dann auch nicht besser als es mit dem Ernährungsthema begann, denn es wirkte nicht durchdacht bzw. authentisch. Eher erhielt es den Anschein, als würde der Autor etwas wiedergeben, was er sich mühsam angelesen, aber selbst nicht zu 100 % verstanden hat. Es wirkte stellenweise belehrend und auch widersprüchlich. Der eigentliche Krimi kam deutlich zu kurz und war vorhersehbar und damit langweilig. Vielmehr ging es um die Themen Ernährung, Haschisch, Klima, Bildung und wie man sich schwarz ein paar Euro mehr verdienen könnte – allerdings wenig differenziert. Ich kann mich nicht erinnern, dass die vorherigen Teile auch so langatmig und belehrend waren oder ob es tatsächlich einen Unterschied macht, die Bücher zu hören oder zu lesen. Zumindest hat mir ganz viel Joshka Breitner gefehlt, denn den gab es fast nur in den Kapitelüberschriften, mit seinen Zitaten.

Cover:
Das Cover passt zu den anderen Bänden und spiegelt den Inhalt gut wider.

Fazit:
Der schwächste Teil der Reihe. Wer einen Ernährungsratgeber mit ein bisschen Krimi lesen möchte, wird hier aber fündig. Für alle, welche einen Björn Diemel mit Sascha erleben wollen, ist das Buch allerdings nichts. Daher vergebe ich nur 2 Sterne, weil es mich nicht überzeugen konnte.

Zu alt für sowas – Samantha Downing

Klappentext:
Es ist nie zu spät, einer alten Frau das Morden beizubringen …

Man würde nie erraten, dass Lottie Jones Leichen im Keller hat. Sie lebt schon seit Jahrzehnten in der Stadt. Sie wird älter. Sie liebt die einfachen Freuden wie den wöchentlichen Bingo-Abend in der Kirche und das Tratschen mit ihren Freundinnen über das Liebesleben ihrer Kinder. Aber als die investigative Journalistin Plum Dixon vor ihrer Haustür auftaucht und Fragen über Lotties Vergangenheit stellt, insbesondere über ihre Verbindung zu zahlreichen ungelösten Morden, nun, das kann Lottie wirklich gar nicht leiden.
Aber mit Mord ungeschoren davon zu kommen, ist schwer genug, wenn man jung ist. Und als Lottie ein weiteres lästiges Klopfen an der Tür hört, wird ihr klar, dass dieses Verbrechen sie womöglich selbst das Leben kosten könnte.

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Titel: Zu alt für sowas
Autor: Samantha Downing
Sprecher: Sonngard Dressler
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 663 Minuten
ASIN: ‎B0G3R2HCNX
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Lottie führt ein ruhiges Leben als rüstige Rentnerin, alles könnte so schön sein, wenn nicht Plum Dixon bei ihr auftauchen würde und eine Doku-Serie mit ihr drehen möchte. Eine Serie in der es um ungeklärte Morde geht …

Meinung:
Sonngard Dressler hat eine wunderbare Stimme und verleiht Lottie einen ganz besonderen, sympathischen Charakter und auch die anderen Charaktere leben auf. Die Handlung ist extrem spannend, was hat Lottie früher getan und bringt sie im Alter wirklich noch Leute um und vor allem wie? Aber auch die Fragen des Alters werden gut beleuchtet, darunter der Medikamentenkonsum (Bluthochdruck, Zucker), Ernährung, Gelenkoperationen und ihre Folgen und das Wichtigste: Wie möchte man im Alter Leben und wo? Das Buch bietet also viel Spannung aber auch Beschäftigung mit den alltäglichen Lebensfragen.
Ich konnte Lottie von Beginn an gut leiden und hätte tatsächlich in vielen Dingen ähnlich agiert, das machte sie mir noch sympathischer. Sie zauberte mir mit ihren Einstellungen oft ein Lächeln ins Gesicht und ihre Taten begründete sie immer nachvollziehbar. Die anderen Charaktere passten gut in die Geschichte und auch diese waren mehr oder minder sympathisch, aber alle wirkten echt. Auch hat mir die Beleuchtung der zwischenmenschlichen Beziehung von Lottie und Morgan gefallen. Es zeigt, dass wir die Menschen kennenlernen sollten, bevor wir vorschnell urteilen und das jede Person auf seine Art wunderschöne Seiten hat.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, schöner wäre es allerdings gewesen ein echtes Bild zu nutzen und nicht die KI zu bemühen. Der Winkel des Arms passt nämlich nicht zur menschlichen Anatomie.

Fazit:
Ein herrlich witzig-ernst-spannendes Buch, welches zum Nachdenken, Schmunzeln und Mitfiebern einlädt. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine absolute Empfehlung für alle Krimifans.

Ich bedanke mich bei Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar

[Abgebrochen] Ich bin Tess – Lottie Moggach

Klappentext:
Lottie Moggachs Roman rund um das Social-Media-Zeitalter verdeutlicht, wie das Internet unsere Vorstellung von Realität und Identität verändert.

Okay, nehmen wir uns einmal dieses hypothetische Dilemma vor: Eine Frau leidet an einer Krankheit, die an und für sich nicht lebensbedrohlich ist, aber ihre Lebensqualität stark einschränkt und auch nicht heilbar ist. Nach reiflicher Überlegung kommt sie zu dem Schluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Aber sie weiß, dass sie damit ihrer Familie und ihren Freunden großen Kummer bereiten würde und handelt daher nicht. Dennoch wünscht sie sich verzweifelt den Tod und an dieser Einstellung ändert sich auch über die Jahre nichts. Irgendwann kommt sie zu dir und sagt, ihr sei ein Weg eingefallen, wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ohne ihre Familie und ihre Freunde unglücklich zu machen, aber dafür brauche sie deine Hilfe. Was würdest du tun? Würdest du ihr helfen?

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Titel: Ich bin Tess
Autor: Lottie Moggach
Verlag: Script5
Länge: 352 Seiten
ISBN: 3839001587 ‎
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Tess ist krank, nicht lebensbedrohlich, aber so, dass es sie einschränkt. Sie möchte nicht mehr Leben, will allerdings ihre Familie und Freunden keinen Kummer bereiten und bittet daher Leila um Hilfe – kann sie das Leben von Tess in social media fortführen, sodass alle glücklich sind?

Meinung mit Spoilern:
Der Klappentext klang gut und auch das Thema wie weit man geht / gehen würde, um jemanden das Sterben zu erleichtern ist ethisch ein sehr interessantes Thema. Die Umsetzung ist allerdings mehr als schlecht. Tess ist eine grauenhafte Persönlichkeit. Mit über 40 Jahren scheint sie nichts auf die Reihe bekommen zu haben, sie drückt sich aus wie ein verzogenes Kind, ist nicht aufmerksam, keine Empathie und die ständigen Beschreibungen ihres Lebens sind einfach sehr nervig. Eventuell wollte die Autorin genau dieses Bild von Tess vermitteln, damit man versteht, warum Tess nicht mehr Leben möchte, aber da haben doch schon etliche Hilfsangebote vorher versagt! Weil mich Tess so genervt hat, habe ich vieles überblättert und hatte dennoch keine Schwierigkeiten der Thematik zu folgen.
Leila, welche das virtuelle Leben von Tess übernimmt war zu Beginn der Geschichte noch sympathisch, ein bisschen naiv, weil sie noch jung ist, aber so ganz nett. Dann tummelt sie sich viel in einem Ethikforum rum und, oh Wunder, alle hypen das Mädchen und sie steigt bald in einem elitären Kreis der ausgewählten auf – klar das man für so viel Bildung dann zur Kasse gebeten wird – das ist ja schon wieder ethisch fragwürdig. Also Leila übernimmt dann, auf Bitten vom Forumsgründer Adrian, die Arbeit mit Tess. Wohlgemerkt erst dann, als ihr Adrian mit einer List zu verstehen gibt, das sie Tess aus ethischer Sicht helfen MUSS. Leila hat also in ihrem Glauben keine Wahl und verkauft ihr Leben dann unter Wert. Sie nimmt also pro Woche Geld von Tess (wohlgemerkt erst NACH ihrem Ableben), um sich in allen Medien als Tess auszugeben. Die ganze Vorbereitung macht Leila gratis. Nebenbei hat sie aber noch einen Job, den schafft sie angeblich während der stundenlangen Arbeit MIT Tess, aber wenn sie dann ein paar Nachrichten schreiben und beantworten soll, NACHDEM Tess weg ist, kündigt sie ihren Job, weil beides nicht zu vertreten ist? Die Geschichte wird also immer unglaubwürdiger und verrückter. Die Charaktere sind absolut konstruiert und aus der interessanten Idee wird ein absolut hohles Debüt. Auch schlimm: Tess überkommen ab und an Zweifel und anstatt ihr zu helfen, sagt Leila, du wolltest das, also mach es. Wie ethisch vertretbar ist das bitte?!

Cover:
Das Cover zeigt Personen ohne Identität, damit passt es theoretisch zum Inhalt. Es weckt allerdings andere Erwartungen.

Fazit:
Furchtbare Figuren und eine absolut konstruierte, langweilige Handlung. Ich habe mich für einen Abbruch des Buches entschieden, weil mir meine Lesezeit für so viel Blödsinn zu schade ist. Daher nur einen Stern und keine Empfehlung.

Nicolas Guerlain 01: Strandgut – Benjamin Cors

Reiheninfo:
Strandgut
Küstenstrich
Gezeitenspiel
Leuchtfeuer
Sturmwand
Schattenland
Flammenmeer

Klappentext:
Dem jungen, aufstrebenden Personenschützer Nicolas Guerlain passiert ein unverzeihlicher Fehler. Versehentlich streckt er seinen Schützling, einen namhaften Minister, direkt auf dem roten Teppich bei den Filmfestspielen in Cannes nieder. Zur Strafe wird er in seinen Heimatort, den normannischen Badeort Deauville, versetzt, wo er die Polizei bei der Ausrichtung eines Politik-Gipfels beraten soll. Doch die neuen Kollegen lehnen Nicolas‘ Unterstützung ab. Und als er dann noch beginnt, auf eigene Faust in einem jahrzehntealten Verbrechen zu ermitteln, macht er sich mehr Feinde, als ihm lieb sein kann.

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Titel: Strandgut
Autor: Benjamin Cors
Sprecher: Sascha Rotermund
Verlag: DAV
Länge: 493 Minuten
ASIN: ‎B00XA5GRN6
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Nicolas wird strafversetzt und arbeitet wieder in seiner alten Heimat, natürlich hat seine Mutter alles für seine Rückkehr organisiert und nebenbei passiert auch so einiges…

Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist tatsächlich gar nicht so einfach. Sascha Rotermund liest gut und ich mag seine Stimme, allerdings ist die Geschichte, gerade zu Beginn, echt verwirrend. Unzählige Charaktere tauchen auf, viele Handlungsstränge und dann weiß man nie wo man ist.
Zudem habe ich mir das Hörbuch aus der Bibliothek geliehen mit dem Hinweis, dass es sich um eine gekürzte Fassung handelt (bei allen Shops ist die Hörzeit des Buches identisch, es scheint also entweder keine längere Fassung zu geben oder die Info mit der gekürzten Lesung ist falsch). Also entweder bei dem Hörbuch wurden wichtige Stellen entfernt oder sie wurden generell im Buch vergessen zu erwähnen. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass mir Informationen fehlen oder das diese Bewusst weggelassen wurden, um Spannung zu erzeugen, damit man dranbleibt. Und genau das passiert am Ende, das ist halb offen. Strandgut kann sehr gut allein gehört werden, denn die Geschichte steht für sich, weil es aber viele Nebenstränge gibt, werden nicht alle aufgeklärt und man ist somit gezwungen mit Küstenstrich weiterzumachen – wenn einen denn die weitere Handlung interessiert. Der Fall, welcher in Strandgut behandelt wird, ist eine Mischung aus Erzählung (Ähnlich der zauberhaften Welt der Amelie), Krimi und Psychoterror. Allerdings alles nur am Rande. Obwohl das Hörbuch mich über 8 Stunden begleitet hat, kann ich wenig über den Inhalt berichten, weil er tatsächlich viel sprang und viel drumherum war, als explizit. Immer, wenn etwas spannend wurde, dann wechselte der Strang. Und wenn etwas unmöglich schien, dann erhielt Nicolas unglaubliche Kräfte oder die perfekten Einfälle oder dies passierte einem anderen Charakter, je nachdem, wer denn gerade die Superkraft benötigte. Es wirkte daher stellenweise konstruiert und unglaubwürdig.

Cover:
Das Cover wird verträumt und dennoch bedrohlich. Damit passt es zum Erzählstil und zum Inhalt.

Fazit:
Ein Einstieg, welcher mich nicht unbedingt zum Verfolgen der Reihe ermuntert. Es war ein nettes Hörbuch, aber stellenweise zu überzeichnet und damit unglaubwürdig. Zudem wird man halb gezwungen weiterzumachen, weil die Nebenhandlungen weiterlaufen (zumindest wird dies angedeutet). Daher vergebe ich nur 3 Sterne und gebe nur bedingt eine Empfehlung. Gelesen hätte ich das Buch definitiv nicht.

Das Gutshaus im Nebel – Katja Angenent

Klappentext:
1882: Charlotte Jäger ist jung, clever und mittellos. Die gut bezahlte Stelle als Betreuerin eines Adelssprösslings auf dem abgelegenen Gut Valarin kommt ihr da gerade recht. Doch bald schon trübt sich die Idylle. Warum darf Charlotte das Anwesen nicht mehr verlassen? Was verbirgt sich im gesperrten Flügel des Hauses? Und warum erkennt sie sich selbst auf einem alten Foto? Verliert sie in der nebeligen Einsamkeit allmählich den Verstand – oder gehen auf dem Gut Dinge vor sich, die all ihre Vorstellungskraft übersteigen?

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Titel: Das Gutshaus im Nebel
Autor: Katja Angenent
Verlag: emons
Länge: 400 Seiten
ASIN: ‎B0FZKQ2KKF
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Charlotte bekommt das Angebot ihres Lebens, sie soll als Gesellschafterin für den 5-jährigen Albrecht fungieren und wird fürstlich bezahlt. Natürlich nimmt sie an, obwohl sie ahnt, dass dieses Jobangebot sicherlich einen Haken hat …

Meinung:
Der Einstieg ist gelungen und so ist man gleich im Leben von Charlotte, welche ihr Leben eindrücklich schildert. Die Handlung spielt im Jahr 1882 und so orientiert sich die Art der Erzählung an Arthur Conan Doyle (Sherlock Holmes) und Jane Austen (Jane Eyre). Der Schreibstil ist leicht zu lesen, wirkt zeitgemäß für die dargestellte Epoche und verzichtet auf moderne Ausdrucksweisen, was die Geschichte authentischer macht. Leider, und das ist ein wirklich heftiger Kritikpunkt, schafft es Katja Angenent nicht die Spannung vom Anfang zu halten und so wird die Geschichte ab dem ersten drittel sehr vorhersehbar und damit langweilig. Ich war zu Beginn wirklich verliebt in die Welt, welche Charlotte beschrieb. Sie und die anderen Charaktere wirkten lebendig und alles entwickelte sich mit Spannung und Grusel. Im Nachwort wird erwähnt, dass diese Geschichte zu unterschiedlichen Zeiten von der Autorin geschrieben wurde – immer wieder ein Teil – und das liest sich bedauerlicherweise heraus, denn es wurde immer konstruierter, immer unlogischer, die Charaktere entwickelten sich nicht mehr, sondern agierten vorhersehbar, und nahmen Rollenbilder an, welche ihnen nicht standen. So wurde Charlotte sehr bestimmend und klärte alles und Karl bspw. konnte gar nichts. Es war dann schwierig die sympathische Lehrerin von Beginn im Kopf zu behalten, wenn sie in der Geschichte so eine Wandlung machte und bei den anderen Figuren ging es mir ähnlich, sie wurden von Kapitel zu Kapitel schwieriger zu greifen und auch die Handlung ergab nicht immer Sinn. So wurde bspw. beschrieben, dass Charlotte bereits im Gesindehaus war, ein Kapitel später wusste sie nicht, wo sie dieses findet. Sowas ist ärgerlich, vor allem, weil solche Sachen des Öfteren zu lesen waren! Das Ende war ebenfalls unglaubwürdig und wurde viel zu schnell abgearbeitet und halb offen ist es auch noch.

Cover:
Das Cover ist traumhaft schön und hat mich animiert, das Buch lesen zu wollen. Das einsame Haus und der leichte Scherenschnitt passen perfekt zur Zeit des Buches und zum Inhalt.

Fazit:
Sehr guter Anfang und nach einem drittel beginnen die Schwächen. Daher kann ich das Buch nur empfehlen, wenn man Jane Eyre nicht gelesen hat, weil es gewisse Parallelen gibt und damit vorhersehbar ist. Ich vergebe nur 3 Sterne – mich hat das Buch unterhalten, aber gut war es nicht.