Memento 02: Die Feuerblume – Julianna Baggott

Klappentext:
Eine düstere Welt ist es, in der die 16-jährige Pressia lebt. Vor Jahren wurde die Zivilisation von Bomben zerstört, die Luft ist voller Asche und Gefahren lauern in jedem Winkel.

Die Überlebenden sind entstellt – nur die Reinen, die im Schutz des Kapitols die Katastrophe überstanden haben – sind unversehrt. Nachdem Pressia und Bradwell das Militärregime besiegt haben, wollen sie nun eine eigene Armee aufbauen, um das Kapitol zu stürzen. Und sie müssen das Geheimnis um ein Serum lüften, das möglicherweise alle retten kann…


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Titel: Memento – Die Feuerblume
Autor: Julianna Baggott
Verlag: Baumhaus
Seiten: 545
ASIN: B00C9WPTYE
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
sehr

Inhalt:
Pressia, Bradwell, Lyda, Partridge, El Capitan und Helmud haben es geschafft. Das Haus von Ingership ist zerstört und alles was überlebt hat, sind kleine Blackboxes. 6 sind es insgesamt, aber eine ist einzigartig. Der kleine Fignan – wie ihn die Überlebenden nennen – birgt ein großes Geheimnis. Und nicht nur Fignan, sondern auch Partridge wird alle überraschen …

Schreibstil:
Mit dem zweiten Band bin ich sofort besser zurecht gekommen als mit dem ersten Teil (Die Überlebenden). Es kann sein, dass ich mich bereits an den allwissenden Erzähler, welcher im Präsens berichtet, gewöhnt habe oder es liegt schlicht an dem anderen Übersetzer. Statt Axel Merz hat sich Ulrich Thiele versucht und das Buch liest sich weg wie nix. Besonders an dieser Reihe gefällt mir immer noch der Bezug zu realen Ereignissen (Hiroshima, Nagasaki, Weltgeschichte im allgemeinen). Ich kann mich nicht erinnern jemals eine Geschichte gelesen zu haben, welche einen animiert Nachforschungen anzustellen was damals wirklich passiert ist bzw. nochmals in sich zu gehen und über alles nachzudenken. Auch habe ich das Gefühl, dass die Charaktere, ihr Leben mit dem Unglück und ihre Gefühle mehr im Vordergrund stehen als ein Kampf gegen die Reinen – es wird zwar alles berichtet und natürlich gibt es Auflehnungen, aber dennoch ist diese Dystopie sehr menschlich und emotional. Der Ausdruck ist mitfühlend und für jung und alt bestens zu lesen.

Charaktere:
Ich liebe sie alle! Besonders schön finde ich die Entwicklung von El Capitan und Helmud. Die beiden haben eine so wundervolle Wendung hingelegt, dass ich sie gerne begleite. Es ist schön zu erleben, wie etwas Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung einen Menschen verändern kann. Wir sollten uns alle ein Beispiel an den beiden nehmen.

Lyda konnte ich erst nicht richtig greifen. Sie wirkte zu naiv, was allerdings bei ihrer Herkunft kein Wunder ist und so macht sie das beste aus ihrer Situation und entwickelt sich gut.

Partridge hätte ich teilweise schütteln können. So ein lahmer Bursche, aber auch ihm kann man keinen Vorwurf machen. Seine Überzeugungen sind gut und glaubhaft.

Pressia und Bradwell sind ein tolles Team, was allerdings aus ihnen wird möchte ich mir noch nicht vorstellen. Ich bin aber sehr gespannt.

Cover:
Es passt so schön zur Geschichte, wirkt geheimnisvoll und mystisch.

Fazit:
Eine sehr bewegende und gefühlvolle Dystopie, welche die Katastrophen unserer Zeit aufzeigt inkl. weiterer Entwicklungen. Mir gefällt die Thematik, der Umgang der Personen untereinander und der ganze Charakter des Buches. Daher gibt es von mir 5 Sterne für den 2. Teil der Reihe und eine Leseempfehlung für jung und alt – jeder sollte diese Reihe lesen!

Der Tod der Märchenmacher – Thomas Weber

Klappentext:
Freddy, von seiner Freundin Melissa frisch abserviert, bleibt wenig Zeit, seine Tränen zu trocknen. Ausgerechnet das unattraktivste Mädchen der Schule, Cindy Crow, bittet um seine Hilfe. In ihrer Hand hält sie ein unvollendetes Märchen der Gebrüder Grimm, in dem sie die Prinzessin sei, und er der große Held mit blondem Haar, dazu auserkoren, das Märchen so enden zu lassen, wie sie alle enden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Freddy hält Cindy für verrückt, doch als ihn kurz darauf ein sprechender Wolf anlacht, glaubt er sich in einem Traum wiederzufinden. Doch Taro, Wolfis Frauchen, hat ein größeres Problem: Die schwarze Kutsche ist unterwegs und gruselige Gestalten haben Taros Großmutter entführt. Die Märchenwelt ist in Gefahr und droht unterzugehen! Besitzt Freddy doch das besondere Etwas, das Helden zu Helden macht? Ein märchenhaft witziges Abenteuer!


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Titel: Der Tod der Märchenmacher
Autor: Thomas Weber
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 380
ISBN: 978-3931989651
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Freddy, der typisch flapsige 15-jährige Junge von nebenan ahnt nichts böses, als ihn die unansehnliche Cindy anspricht und ihn um Hilfe bittet. Freddy, der gerade von seiner Freundin Melissa abserviert wurde, möchte sich zumindest anhören was Cindy wünscht, doch als diese ihm erzählt sie sei eine verwunschene Prinzessin und aus einem Märchen entsprungen kann Freddy dies nicht glauben und beginnt zu recherchieren …

Schreibstil:
Der Debütroman von Thomas Weber ist flott, imposant und sehr umfangreich. So erinnerten mich viele Szenen an altbekannte Märchen wie Hänsel und Gretel, Schneewittchen, Hans im Glück gefolgt von neumodischen Geschichten wie Fluch der Karibik und Herr der Ringe bis hin zu Sagen und Geschichten von Romulus und Remus, König Arthur, Camelot, Cäsar und so weiter. Dies dann alles auf knappe 400 Seiten zu packen ist stolz und wirkt teilweise sehr hektisch. Dazu kommt ja dann noch die eigentliche Geschichte von Freddy, die sich zwar wie ein roter Faden durch die Epochen zieht aber dennoch nicht ausgereift erscheint. Viel mehr liegt das Augenmerk in der Aktion, dem Kampf zwischen Gut und Böse und nicht im Fokus der Figuren, was ich sehr schade finde. Zu Beginn fand ich die Reise von Freddy und seiner märchenhaften Begleitung spannend, aber mit der Zeit ging diese durch die vielen Begegnungen mit dem Bösen unter, es wurde zur Gewohnheit, dass alles gegen Freddy war und es war dann auch normal, dass er einen Weg heraus fand.

Sehr gelungen sind die Bilder, sie sehen handgezeichnet aus, die jedes Kapitel einläuten und einen kleinen Vorgeschmack auf das Geschehen liefern.

Charaktere:
Freddy war mir zu flapsig. Natürlich ist ein 15-jähriger Junge aus der heutigen Zeit sehr aufgedreht und plappert komisches Zeug, aber auch er sollte wissen, dass in einer anderen Zeit andere Regeln herrschen.

Taro sowie Wolfi – die beiden Märchengestalten, welche Freddy auf seiner Reise begleiteten – gefielen mir besser aber auch hier war es mir zu viel. Taro, die mich stark an ein Schwert schwingendes Rotkäppchen erinnerte und Wolfi der viel zu schelmisch war, gingen mir irgendwann auch auf den Keks.

Cindy, von der ich mir viel erhofft hatte, trat leider nur in einer kleinen Nebenrolle auf. Aber auch hier fehlte mir das gewisse etwas.

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und absolut passend zur Geschichte!

Fazit:
Eine sehr rasante Geschichte, welche mich oft zum schmunzeln brachte und mir Märchen, Sagen und Geschichten wieder ins Gedächtnis rief. Allerdings alles zu schnell, zu viel und zu flapsig, daher vergebe ich nur 3 Sterne. Eine Leseempfehlung gibt es von mir dennoch, denn dieser Mix ist lesenswert und besonders interessant für Leser, welche gerne Geschichten über epische Schlachten / Gut gegen Böse / Freundschaft / Mut / Zusammenhalt lesen möchten.

Ich bedanke mich beim Drachenmond Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut – Stefan Schwarz

Klappentext:
Von wegen langweiliges Familienleben. Bei Stefan Schwarz haben alle was zu lachen. (Mein Buch ist von Bertelsmann – Der Club und beinhaltet die untenstehenden Bücher in einem Band)

Schlafzimmer und Mann sind vorgeheizt, nur die Liebste lässt auf sich warten. Hatte er ihr nicht eine SMS mit „erwarte dich auf dem Maträtzchen, mein Schätzchen“ geschickt? Hoppla, die Nachricht ging versehentlich an eine Kollegin.

Er muss sich wegen memmenhafter Schreckhaftigkeit rechtfertigen, der Sohn lügt schlecht, der Tochter gelingt die Erstbesteigung der Abzugshaube und die verdammte Ossi-Katze hat immer was zu jammern.

Und warum erwarten Frauen in netzgewebten Strumpfhosen spontane Fortpflanzungsangebote, beölen sich aber, wenn Männer in langen Unterhosen die Familienarena betreten?


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Titel: Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut
Autor: Stefan Schwarz
Verlag: Seitenstrassen Verlag
Seiten: 144
ISBN: 978-3937088068
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

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Titel: Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut
Autor: Stefan Schwarz
Verlag: rororo Verlag
Seiten: 128
ISBN: 978-3499255113
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

in diesem Buch sind sämtliche Kurzgeschichten von Stefan Schwarz zusammengefasst. Fast alle Kurzgeschichten sind bereits in „Das Magazin“ erschienen und nur wenige Stories sind neu. Ich kannte gar keine, daher war das Buch eine nette Lektüre. Band 1 hat mir allerdings besser gefallen. Hier geht Stefan Schwarz viel intensiver auf das häusliche Leben ein und berichtet über das Leben mit Frau und Kindern und der herrlichen Katze. In Band 2 stockte das ganze dann etwas, ich fand die Geschichten irgendwie nicht witzig sondern einfältig und langatmig. Schade!

Der Schreibstil von Stefan Schwarz ist flüssig bis originell. Mit vielen Fremdwörtern und teilweise doch recht schwierigen Sätzen ist der Ausdruck allerdings gewöhnungsbedürftig, dafür aber sehr lustig.

Sollten die Inhalte der satirischen Geschichten in etwa so passiert sein, beglückwünsche ich Herrn Schwarz und seine Familie für die Harmonie, bin aber doch ganz froh, dass es bei mir gesitteter zu geht 😉

Fazit:
Band 1 ist witzig und tiefgründig, daher 4 Sterne; Band 2 eher abgeflacht und naja, daher 3 Sterne; Ich empfehle dieses Buch an Leser, die schon etwas reifer sind und den ausgefallenen Humor von Stefan Schwarz zu schätzen wissen und verstehen. Für zwischendurch ein witziges und lesenswertes Buch, da die Geschichten meist nur 1 oder 2 Seiten lang bzw. kurz sind.