OUTLIVE: Wie wir länger und besser leben können, als wir denken – Dr. Peter Attia, Bill Gifford

Klappentext:
Würden Sie nicht auch gerne länger leben? Und besser? In diesem Handbuch für ein langes und gutes Leben schildert Dr. Peter Attia die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, um innovative Ernährungsmaßnahmen und Techniken zur Bewegungs- und Schlafoptimierung anschaulich zu vermitteln – und er gibt Tipps für eine ausgeglichene emotionale und geistige Gesundheit. Denn trotz all ihrer Erfolge ist es der Schulmedizin bislang nicht gelungen, die zentralen Krankheiten des Alterns zu bekämpfen, an denen die meisten Menschen sterben: Herzkrankheiten, Krebs, Alzheimer und Typ-2-Diabetes. Allzu oft wird mit Behandlungen eingegriffen, die zu spät kommen, um noch zu helfen: Die verlängerte Lebensspanne geht auf Kosten der Gesundheit oder der Lebensqualität. Dr. Attia fordert mit seinem Buch, dieses veraltete Konzept durch eine personalisierte, proaktive Strategie für ein langes Leben zu ersetzen. Wir alle müssen jetzt handeln und aktiv werden – und nicht warten.


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Titel: OUTLIVE: Wie wir länger und besser leben können, als wir denken
Autor: Dr. Peter Attia, Bill Gifford
Verlag: Ullstein
Länge: 640 Seiten
ISBN: 978-3548070438
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Das Buch beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie wir nicht nur länger, sondern vor allem gesünder leben können. Im Zentrum steht die Kritik an der heutigen Medizin, die Attia als „Medizin 2.0“ bezeichnet: ein System, das Krankheiten meist erst behandelt, wenn sie bereits ausgebrochen sind. Dem stellt er sein Konzept der „Medizin 3.0“ gegenüber, die präventiv ausgerichtet ist und Krankheiten möglichst schon vor ihrer Entstehung verhindern soll.
Ein großer Teil des Buches widmet sich der Entstehung typischer altersbedingter Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs oder Stoffwechselstörungen. Attia beschreibt detailliert, welche Faktoren diese begünstigen, und leitet daraus Strategien ab, um Risiken zu minimieren. Dazu gehören unter anderem eine starke Senkung des Cholesterinspiegels, eine konsequente Überwachung von Blutzuckerwerten sowie ein gezielter Muskelaufbau, um im Alter leistungsfähig zu bleiben und Stürzen vorzubeugen.
Neben medizinischen und wissenschaftlichen Inhalten gibt Attia auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben. Er berichtet offen über psychische Probleme, darunter Depressionen und Klinikaufenthalte, sowie über familiäre Krisen. Diese Passagen verleihen dem Buch eine emotionale Ebene und verdeutlichen, dass Gesundheit für ihn nicht nur körperlich, sondern auch mental zu verstehen ist.
Darüber hinaus behandelt das Buch Themen wie Ernährung, Kalorienreduktion, verschiedene Diätformen sowie moderne Krebstherapien wie Chemotherapie und Immuntherapie. Attia spricht sich zudem für den Einsatz von Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen aus, um Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren.

Meinung:
Outlive ist ein sehr informatives und in vielen Teilen faszinierendes Buch, das komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich erklärt. Besonders gelungen ist die Darstellung der Krankheitsentstehung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der reaktiven Ausrichtung unseres Gesundheitssystems. Der Ansatz, Gesundheit aktiv zu gestalten, statt nur Krankheiten zu behandeln, wirkt überzeugend und motivierend.
Allerdings wirft das Buch auch einige kritische Fragen auf. Attias Empfehlungen setzen häufig einen hohen finanziellen und zeitlichen Einsatz voraus. Viele der vorgeschlagenen Untersuchungen und Maßnahmen werden nicht von Krankenkassen übernommen, sodass sie für viele Menschen schwer zugänglich sind.
Zudem erscheint der Umgang mit Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln stellenweise zu undifferenziert. Zwar werden Risiken teilweise erwähnt, doch werden sie oft schnell relativiert oder durch alternative Präparate ersetzt. Gerade bei Medikamenten wie Statinen bleibt der Eindruck, dass mögliche Nebenwirkungen nicht ausreichend kritisch eingeordnet werden. Ähnliches gilt für Nahrungsergänzungsmittel, bei denen eine Überversorgung oder falsche Anwendung durchaus problematisch sein kann.
Auch der sehr leistungsorientierte Ansatz – etwa beim Muskelaufbau oder der Optimierung körperlicher Werte – könnte für manche Leser eher abschreckend wirken. Nicht jeder möchte oder kann ein derart intensives Gesundheitsprogramm verfolgen.

Cover:
Das Cover wirkt sehr spirituell, nun steht im Buch, dass Attia das Cover so wollte und sein Weg ist nun auch spirituell bzw. hat es diese Einflüsse. Es passt zum Inhalt allerdings hätte es den Menschen noch mehr in den Fokus rücken können oder zumindest die eigene Kraft.

Fazit:
Outlive bietet einen spannenden und tiefgehenden Einblick in moderne Ansätze der Präventivmedizin und regt dazu an, das eigene Gesundheitsverhalten zu überdenken. Das Buch eignet sich besonders für Leser, die bereit sind, sich intensiv mit ihrem Körper auseinanderzusetzen und aktiv in ihre Gesundheit zu investieren (Zeit und Geld). Gleichzeitig sollte man die Empfehlungen kritisch hinterfragen und nicht unreflektiert übernehmen. Viele Ansätze sind ambitioniert, kostenintensiv oder wissenschaftlich nicht eindeutig abgesichert. Als Denkanstoß und Informationsquelle ist das Buch jedoch sehr wertvoll – insbesondere, wenn man sich fragt, wie man nicht nur länger, sondern auch besser leben kann. Daher vergebe ich 4 Sterne.

Argeneau-Reihe 05: Vampire haben’s auch nicht leicht – Lynsay Sands

Klappentext:
Vincent Argeneau ist Schauspieler, Theatermanager und Vampir. Ein Saboteur hat sich in seine Filmproduktionsfirma eingeschlichen, und Vincent will einen Privatdetektiv engagieren, um dem Schuldigen auf die Spur zu kommen. Sein Cousin Bastien empfiehlt ihm die Privatdetektivin Jackie Morrissey. Einziger Haken: Jackie ist keine Vampirin und vertritt die Überzeugung, dass alle Unsterblichen in die Hölle gehören. Dennoch erklärt sie sich bereit, den Fall zu übernehmen. Und im Lauf der Ermittlungen fühlt sich die forsche Ermittlerin immer stärker zu dem attraktiven Vampir hingezogen …


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Titel: Vampire haben’s auch nicht leicht
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 336
ISBN: 978-3802582424
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Vincent Argeneau muss seine Produktionen absagen, jemand scheint ihn zu sabotieren. Als Jacky und Tiny (Privatermittler) Vincent zu Hilfe eilen, mischt sich auch Vincents Tante Marguerite ein, denn Vincent ist schon viel zu lange alleine …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gut, fesselt mich aber nicht so sehr wie in den anderen Bänden.

Charaktere:
Vincent habe ich im vorherigen Band (Immer Ärger mit Vampiren) bereits kennen gelernt. Dort war er irgendwie anders. Vincent war ein charmanter, witziger Kerl auf den ich mich sehr gefreut habe. Hier ist er eher naiv und wirkt nicht wie der Chef einer großen Produktionsfirma. Auch konnte ich nicht verstehen warum es ihn nun zu Jackie zog.

Jackie war für mich, obwohl sie eine große Rolle in diesem Buch einnahm eine Randfigur. Sie wirkte deplatziert und aufgesetzt, warum nun ausgerechnet Vincent, das bleibt mir ein Rätsel.

Tiny und Marguerite dagegen brachen fast mein Herz, ich hoffe sehr das die beiden vielleicht irgendwann zusammen finden, wer weiß 😉 Tiny ist ein liebenswürdiger Riese, der sich um alle kümmert ein Herz mit viel Liebe besitzt und den ich vom ersten Augenblick an in mein Herz schließen konnte. Er wirkt leicht vertrottelt, aber auf eine liebenswürdige Art, welche ihn noch sympathischer macht. Ich würde mich freuen mehr von ihm zu lesen.

Was Marguerite angeht, fand ich sie schon immer faszinierend. Die ältere Vampirmama ist immer besorgt um ihre Lieben und zeigt dies auf eine sehr einfühlsame Art, die ich sehr schätze.

Cover:
Das Cover passt nicht wirklich zur Geschichte, aber es sieht hübsch aus 😀

Fazit:
Für mich ist dieser Teil bis jetzt der schwächste. Ich konnte, gerade zu den wichtigsten Charakteren, keine Bindung aufbauen und vergebe daher nur 3 Sterne. Eine Leseempfehlung gebe ich daher auch nur an Fans der Argeneau-Reihe.

Reiheninfo:
Eine Vampirin auf Abwegen – Lynsay Sands
Verliebt in einen Vampir – Lynsay Sands
Ein Vampir zum Vernaschen – Lynsay Sands
Immer Ärger mit Vampiren – Lynsay Sands

Argeneau-Reihe 04: Immer Ärger mit Vampiren – Lynsay Sands

Klappentext:
Als ewiger Junggeselle genießt Bastien Argeneau seine Freiheit. Besonders seit sein Bruder Lucern mit seiner Verlobten Kate Leever zusammengezogen ist und er das Penthouse der Familie ganz für sich allein hat. Als Kate ihn bittet, für die Dauer der Hochzeit ihre Cousine Terri zu beherbergen, gerät der Eigenbrötler Bastien jedoch in Bedrängnis. Wie soll er vor Kates Cousine verbergen, dass er in Wahrheit ein Vampir ist? Und noch entscheidender: Wie kann er sich der unwiderstehlichen Anziehungskraft erwehren, die die hübsche Terri auf ihn ausübt?


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Titel: Immer Ärger mit Vampiren
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 368
ISBN: 978-3802582004
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Im vierten Band der Argeneau-Reihe ist Bastien an der Reihe sich zu verlieben. Und, wie es bei Lynsay Sands üblich ist, ist das mit den Vampiren nicht so einfach 😉

Schreibstil:
Ich bin immer noch total begeistert von dem witzigen und romantischen Stil, den die Autorin regelrecht aus ihrem Handgelenk schüttelt. Die Wortwahl und die Art wie sich die Bücher entwickeln sind ähnlich, aber doch anders, was das Leseerlebnis immer wieder neu aufleben lässt.

Charaktere:
Kate und Lucern (beide haben sich im vorangegangen Band – Ein Vampir zum Vernaschen – lieben gelernt) sind immer noch ein tolles Paar und ich fand es toll, sie weiter auf ihrem Weg begleiten zu dürfen; Gleiches gilt natürlich auch für die gesamte Argeneau-Familie.

Bastien mochte ich komischerweise schon immer. Auch wenn er in den anderen Bänden nur eine Nebenrolle hatte faszinierte er mich. Nun durfte ich Bastien genau kennen lernen und ich bin so glücklich 😳 Er ist ein ganz toller Charakter, der es auf seine ganz besondere Art schafft sich meine Sympathie zu greifen. Ich würde gerne weiter mehr von ihm lesen.

Terri, Kates Cousine und Bastiens angebetete, passt zu ihm. Sie ist schlagfertig und schafft es durch ihre flippige sowie lockere Art an den Geschäftsmann heranzukommen und Bastien aufzutauen.

Vincent, Bastiens Vetter, hat mir auch sehr gut gefallen. Ich bin mir nicht sicher ob ich bereits von ihm gelesen habe, aber er hat mich absolut überzeugt. Witzig und auf seine Art sehr menschlich / vampirisch ist er sofort in mein Herz gewandert und ich freue mich auf seine Geschichte.

Cover:
Wie alle Cover der Reihe passt das Cover auch hier sehr gut. Blau ist eine schöne Farbe für Bastien und Terri.

Fazit:
Ein toller vierter Teil der Lust auf mehr macht. Ich empfehle die Bücher in der (englischen) Originalreihenfolge zu lesen und keines auszulassen. Die Familie Argeneau wächst einem immer mehr ans Herz und die Witze bzw. Sprüche können so erst richtig verstanden werden. Von mir gibt es daher eine komplette Leseempfehlung und volle 5 Sterne für die witzige Vampirfamilie.

Reiheninfo:
Eine Vampirin auf Abwegen – Lynsay Sands
Verliebt in einen Vampir – Lynsay Sands
Ein Vampir zum Vernaschen – Lynsay Sands

Argeneau-Reihe 01: Eine Vampirin auf Abwegen – Lynsay Sands

Klappentext:
Lissianna Argeneau ist wahrscheinlich die einzige Vampirin, die kein Blut sehen kann. Deshalb erhält sie von ihrer Mutter ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk: Einen Psychiater, der sie von ihrer Blutphobie befreien soll. Doch als Lissianna den charmanten Dr. Gregory Hewitt mit einer Schleife um den Hals gefesselt in ihrem Bett vorfindet, erkennt sie auf den ersten Blick, dass er mehr ist als nur ein Snack für zwischendurch …


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Titel: Eine Vampirin auf Abwegen
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 400
ISBN: 978-3802581830
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Familie Argeneau feiert den Geburtstag von Lissianna. Natürlich darf ein ganz besonderes Geschenk nicht fehlen: Ein Psychiater, der Lissianna von ihrer Hämophobie befreien soll. Als Vampirin kein Blut sehen zu können, ist natürlich nicht so toll und das sollte sich doch bitte ändern. Also wird kurzerhand ein Arzt entführt und in Lissiannas Zimmer eingesperrt. Doch kann Dr. Gregory Hewitt der Vampirin helfen? Und was passiert, wenn Lissiannas Phobie wirklich geheilt werden kann?

Schreibstil:
Der Stil ist göttlich und die Übersetzung wunderbar! Anders als bei der Übersetzung von „Liebe auf den zweiten Blick“ passt hier der Ausdruck wunderbar zur Geschichte und trotzdem bleibt der Wortwitz sowie die Spannung erhalten.

Charaktere:
Die gesamte Familie Argeneau ist ein Traum! Sie halten zusammen und wollen nur das beste für die liebe Lissianna. Diese zeigt sich auch wirklich als liebreizend und ich hatte von der ersten Seite an einen Draht zu ihr. Greg, der verwirrte Doktor, brachte mich sehr oft zum Schmunzeln und ich wünschte, dass sie sich doch bitte finden sollten, so als Lebensgefährte für immer, aber ob das wirklich klappt?!

Cover:
Das Cover passt sehr gut, nach dem Lesen wird es noch klarer 😉 denn kann ein Kreuz wirklich auf Vampire wirken und können sie sich in Fledermäuse verwandeln?

Fazit:
Dieser Band ist im englischen Original der erste Band, daher wollte ich auch unbedingt mit diesem Anfangen. In der deutschen Reihe ist es Band 3, da ich Band 2 (Deutscher Band 1 – Verliebt in einen Vampir) gerade lese, kann ich sagen, dass die Wahl der Reihenfolge die richtige war bzw. ist!

Ich empfehle „Eine Vampirin auf Abwegen“ an Leser, die gerne Fantasy-Bücher lesen bei denen ein Hauch Erotik mit im Spiel ist. Mir haben alle Szenen, die fantasievollen sowie die erotischen und spannenden sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Bände der Familie Argeneau. Volle 5 Sterne für ein wundervolles Leseerlebnis.

Nocturna – Die Nacht der gestohlenen Schatten – Jenny-Mai Nuyen

Klappentext:
„Es war alles schwarz. Dann schwebte etwas Rotes aus der Finsternis – ein Buch. Jemand tauchte seine Feder in ein Fläschchen voll dunkler, dicker Flüssigkeit. Er hörte das Kratzen der Feder auf dem Papier, spürte, wie es alles aus ihm herauslockte, seine Erinnerungen aufsaugte und einfing.“

Sie rauben den Menschen ihre Vergangenheit, um daraus Bücher von magischer Schönheit zu schaffen – die Nocturna. Seit sie Tigwid, den Dieb, bestohlen haben, sucht er nach dem Mädchen, das mit Tieren spricht und auf Rache sinnt. Sie allein, so besagt eine Prophezeiung, kann die düstere Macht der Nocturna brechen.

Mein erstes Buch von dieser wahnsinnig jungen Autorin und ich bin sprachlos. Nicht nur, dass dieses Buch, während ich es las, mein Leben mitbestimmte – im Buch stimmte die Zeitangabe grundsätzlich mit meiner Wohnzimmeruhr überein und auch fand ich andere Dinge wieder, die gerade im Buch beschrieben waren während ich es unterwegs in der Bahn las… schon sehr merkwürdig und das bleibt natürlich haften 😉

Die Charaktere sind so lebhaft, liebreizend und doch so eigenständig beschrieben, dass ich sie alle mochte. Auch die, die es evtl nicht verdiehnt haben, aber ich konnte nicht anders, als auch mit ihnen mitzufiebern.

Ein paar Stellen gab es in der Geschichte, die zwar vorhersehbar aber dennoch gut umgesetzt waren.


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Titel: Nocturna – Die Nacht der gestohlenen Schatten
Autor: Jenny-Mai Nuyen
Verlag: cbj
Seiten: 580
ISBN: 978-3570133378
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr