In Wahrheit wird viel mehr gelogen – Kerstin Gier

Klappentet:
Carolin ist sechsundzwanzig – und ihre große Liebe gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen „Nummer zweihundertdreiundvierzig“ helfen ihr bei einem Neuanfang …

Der Stil von Kerstn Gier hat mich schon bei „Für jede Lösung ein Problem“ zum Schmunzeln und Nachdenken angeregt. Denn sollte man über solche, doch recht heiklen Themen, humoristische Bücher schreiben? Zum Teil doch sehr tiefgründig, aber auch lustig und mit schwarzen Humor schafft es Kerstin Gier mich teilweise zu überzeugen, dass „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ ein Buch für zwischendurch ist und nicht zu ernst genommen werden sollte.

Carolin, mit ihrem IQ von 158, ist eine tolle Persönlichkeit, die aufzeigt wie schwer es im Leben sein kann, wenn man anders denkt als die Normalsterblichen. Sie wirkt weder überheblich noch arrogant und das machte sie mir sofort sympathisch. Ihr Mann – der verstorbene Karl – von dem nur berichtet wird, scheint sehr liebenswert gewesen zu sein, was den Verlust, den Carolin erlitten hat, auch für den Leser schwer machen kann. Lustig hingegen sind die Geldgeilen Verwandten und der Ex von Carolin, dessen Vater der verstorbene Karl ist. Also genügend Stoff für ein tolles Buch, oder?

Ich empfehle es Lesern für zwischendurch, die das Leben nicht zu ernst nehmen und auch über nicht ganz so lustige Themen lachen können.


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Titel: In Wahrheit wird viel mehr gelogen
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 272
ISBN: 978-3404165520
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Das alte Kind – Zoë Beck

Klappentext:
Wer hilft dir, wenn alle glauben, dass dein größter Feind du selbst bist?

Es sind nur wenige Tage, die Carla von ihrem Kind getrennt im Krankenhaus verbringt – Tage, die alles verändern. Als die Schwester ihr das Baby in die Arme legt, stellt Carla fest: Das ist gar nicht ihr Kind! Doch niemand glaubt ihr …

Fiona wacht in ihrer Badewanne auf. Kerzen stehen am Wannenrand, Blütenblätter schwimmen auf dem Wasser, das sich allmählich rot färbt – von ihrem Blut! Mit letzter Kraft schleppt sie sich zum Telefon. Im Krankenhaus behauptet sie, jemand hätte versucht, sie zu töten. Doch niemand glaubt ihr …

Wie bereits beim Klappentext ersichtlich handelt es sich um 2 Geschichten. Eine handelt von Carla, die andere von Fiona. Dass beide Geschichten zusammenhängen ist natürlich klar. Wie, das erfährt der geübte Leser relativ schnell. Danach beginnt eine spannende Reise der Protagonisten in deren Vergangenheit.

Stil:
Den Stil von Zoë Beck durfte ich schon bei „Wenn es dämmert“ bewundern und ich bin immer noch angetan. Sie schreibt sehr spannend, flüssig und einfach aber nicht plump. Was auch das Lesen in der Nacht, bei starker Müdigkeit, wenn man das Buch also einfach zu Ende lesen möchte, ganz einfach macht.

Charaktere:
Alle Charaktere waren auf ihre Art genau so wie es das Buch erforderte. Sie waren alle richtig konstruiert und es blieben keine Fragen offen. Anders hätte es nicht sein dürfen.

Cover:
Okay, das Buch heißt „Das alte Kind“ und ein Schaukelpferd war abgebildet, also wird alles schon seine Richtigkeit haben. Nach dem Lesen kann ich aber wirklich sagen, dass ich es schaurig finde. Dadurch, dass der Boden des Zimmers – also der Standpunkt des Schaukelpferdes fast weg zu brechen scheint. Toll gemacht!

Fazit:
Ein super interessantes Buch. Da es sich allerdings um eine Geschichte über ein Krankenhaus, Kinder und der Leidensgeschichte einer Mutter handelt würde ich dieses Buch nur Lesern empfehlen die gesunde Kinder haben oder bei werdenden Müttern gar ganz vom Lesen abraten.
Mir persönlich hat das alte Kind gut gefallen, auch wenn ich den Plot schnell herausgefunden hatte war es trotzdem sehr spannend zu erfahren wie es denn nun zu diesem und jenem gekommen ist. Ich gebe gute 4 Sterne für das Buch und freue mich auf weitere Geschichten von Zoë Beck.


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Titel: Das alte Kind
Autor: Zoë Beck
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 304
ISBN: 978-3404164431
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir