Birthmarked 03: Der Weg der gefallenen Sterne – Caragh O’Brian

Reihenfolge:
Die Stadt der verschwundenen Kinder
Das Land der verlorenen Träume
Der Weg der gefallenen Sterne

Klappentext:
Die junge Gaia Stone ist Hebamme. Doch in einer zerstörten Welt kann auch sie den verlorenen Kindern nicht mehr helfen, und so trifft Gaia eine schwere Entscheidung. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Siedler verlässt sie das Ödland, um zur Stadt hinter der Mauer zurückzukehren und um Hilfe zu bitten. Werden sie die gefährliche Reise überstehen? Und wird sich Gaias Hoffnung auf eine bessere Zukunft endlich erfüllen?

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Titel: Der Weg der gefallenen Sterne
Autor: Caragh O’Brian
Verlag: Heyne
Länge: 352 Seiten
ISBN: 978-3453267435 ‎
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Teil drei knüpft nahtlos an den zweiten Band an und die Siedler machen sich auf den Weg zur Enklave …

Meinung:
Ich habe die ganze Zeit im Hinterkopf, dass diese Trilogie für junge Erwachsene geschrieben ist und ich kann es einfach nicht glauben! Bereits im vorherigen Band gab es viele Sachen, welche konstruiert und schon wirklich verrückt waren, der dritte Teil ist noch konstruierter, noch verrückter und wirkt immer unglaubwürdiger. Auf eine Art ist viel Moral in der Geschichte: Gewalt erzeugt Gegengewalt und Frauen sollen selbst über ihren Körper und ihre Kinder entscheiden dürfen (Selbstbestimmung, Abtreibung, Leihmutterschaft). Andererseits hat Gaia (im ersten Band) selbst Kinder aus dem Elternhaus entrissen und fand dies absolut vertretbar. Nicht einmal kam eine Reflexion dazu, was der Geschichte sicherlich gutgetan und Gaia auch glaubwürdiger gemacht hätte. Nun zur Glaubwürdigkeit der Charaktere, diese scheinen so gut wie nicht zu „reifen“. Ein Jahr soll seit dem letzten Band vergangen sein, alle sind endlich älter geworden – Gaia ist inzwischen 17! Allerdings geistig noch so verkopft wie immer und auch Leon (der jetzt 21 sein müsste) verhält sich wie ein trotteliges Kind. Immer mit dem Kopf durch die Wand und das mehrmals! Die beiden zusammen sind so naiv, dass es wehtut – sie machen immer wieder die gleichen Fehler, es endet immer mit dem gleichen Ergebnis und als sie dann von den anderen unterstützt werden, sterben Menschen – wie erwartet. Es ist eine furchtbare Handlung – Entwicklung möchte ich es nicht nennen, weil es keine Veränderung gibt, nur immer und immer mit dem Kopf durch die Wand.

Cover:
Ich bin immer noch von dem Cover begeistert, so verträumt und mystisch.

Fazit:
Ein furchtbar langweiliger Abschluss, welcher sich stark mit dem Thema Kinderwunsch beschäftigt und damit weit weg von der spannenden Handlung des ersten Bandes entfernt ist. Die Charaktere und die Handlung wirkten extrem konstruiert und damit verlor die Geschichte ihren Reiz, daher vergebe ich nur 2 Sterne und empfehle diesen Band nur an Fans der vorherigen Bände.

[Abgebrochen] Kinder sind was Wunderbares: Das muss man sich nur Immer Wieder sagen – Johann König

Klappentext:
Mit drei Nachkommen ist man in Deutschland bereits überdurchschnittlich bekindert. Wenn die Orgelpfeifen ihre 5 Minuten bekommen und nur über Worte in großer Lautstärke zu erreichen sind, gehört man zu den Asozialen. Die Wunschkinder betrachtend, denkt sich der Mann in solchen Momenten ganz woanders hin: In eine Welt ohne Kinder. Eine Welt nur mit Fußball. Genau wissend, dass diese Welt unerträglich wäre. Unerträglich schön.
Johann König kennt alle heimlichen Gedankenblitze und Wünsche, die Eltern aus Scham für sich behalten. Diese beschreibt er wortreich und detailgenau, wobei in der täglichen Verzweiflung immer wieder seine unerschütterliche Liebe zum Kind durchzuscheinen versucht.


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Titel: Kinder sind was Wunderbares
Autor: Johann König
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 368
ISBN: 978-3404608720
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Johann König und seine Familie – Geschichten aus dem Alltag. Oder: Hoffentlich ist das nicht wahr!

Meine Meinung:
Ich finde Johann König witzig. Ich mag die Art wie er seine Geschichten vorträgt und was er auf der Bühne von sich gibt. Sein erstes Buch „Der Königsweg“ hat mir sehr gut gefallen, daher wollte ich „Kinder sind was Wunderbares“ unbedingt haben und lesen. Und ich bin bzw. war schockiert. Ein Buch über zwei überforderte Elternteile, die das Mittagsprogramm im TV nicht besser hätte darstellen können. Ein Alkohol- und Kaffesüchtiger Papa und eine Mutter, welche lieber ihre Freizeit beim Yoga oder mit Freunden verbringt und wenn sie mal was mit den Kindern macht, dann nur um sie zu stillen. Alle drei Kinder (ganz klein, Kindergarten und Schule) sind quengelig und unerzogen. Kennen keine Regeln / Grenzen und kommen viel zu spät ins Bett! In sich sind die Geschichten rund, aber nicht witzig, sondern schon fast ein Fall für das Jugendamt.

Cover:
Das Cover spiegelt den Inhalt wunderbar wieder. Ein hilfloser Mann und die Kinder machen alles kaputt.

Fazit:
Dieses Buch ist was wunderbares: Das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen! Dann gäbe ich wohl auch mehr Sterne. So habe ich dieses Werk frühzeitig aufgegeben und daher gibt es nur einen Stern und keine Leseempfehlung.

[Allgemeines] Wir waren unterwegs …

Ich bin schon sehr gespannt auf die Lektüre und werde natürlich berichten. Was Nils Heinrich selbst zu Bewertungen  (auf amazon) sagt, erfahrt ihr hier:


Sei froh. dass du nicht Joghurt heißt
Sei froh. dass du nicht Joghurt heißt

Davon gehe ich aus 😉

Gestern Abend waren wir bei Nils Heinrich – der Kabarettist hatte einen Auftritt in den Wühlmäusen – und wir waren ausnahmslos begeistert! Schon allein, weil er sein Programm mit einem ganz besonderen und einzigartigen Duktus vorträgt.

Sein neues Programm „Mach doch’n Foto davon“ behandelt aktuelle Themen (Flüchtlinge, Politik, Social media und auch das privat Leben von Nils Heinrich selbst – inkl. das seines Sohnes 😉

Und um die letzten Themen dreht sich auch sein neues Buch „Sei froh, dass du nicht Joghurt heißt: Vom komischen Kauz zum Rabenvater“, welches am 19.05.2016 erschienen ist.

Der Schock – Marc Raabe

Klappentext:
Bei einem Unwetter an der Cote d’Azur begegnet Laura Bjely ihrem schlimmsten Alptraum. Ihr Freund Jan findet später nur noch ihr Smartphone – mit einem verstörenden Film im Speicher. Kurz darauf wird in Berlin die Leiche von Jans Nachbarin entdeckt. Auf ihrer Stirn steht eine blutige Nachricht. Allen Warnungen zum Trotz sucht Jan weiter nach Laura. Dabei stößt er auf einen Abgrund aus Wahnsinn und Bösartigkeit.


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Titel: Der Schock
Autor: Marc Raabe
Verlag: Ullstein
Seiten:400
ISBN: 978-3548285245
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Jan, seine Schwester, deren Freund und eine Freundin, Laura, machen gemeinsam Urlaub an der Cote d’Azur. Doch statt Sonnenschein und guter Laune erwartet sie dort nur Regen. Dieser drückt gewaltig auf die Stimmung und ein kleiner Shoppingausflug soll Abhilfe schaffen. Das Trio macht sich ohne Jan auf den Weg, dieser bleibt in Gedanken versunken im Ferienhaus zurück. Bis ihn seine Schwester anruft. Laura ist verschwunden, was mag passiert sein?

Schreibstil:
Der Schreibstil von Marc Raabe ist flüssig und lässt sich gut lesen. Der Ausdruck ist gewählt und die Spannungskurve wird gut aufgebaut und gehalten.

Charaktere:
Jan gefällt mir gut. Er handelt meistens rational und versucht alles um Laura zu finden. Leider hatte er aber auch neben seinen rationalen Momenten auch einen Hang zum Superhelden, dies machte ihn dann wieder etwas unglaubwürdig und unsympathisch.

Laura ist eine kleine Kämpferin, die viel durchgemacht hat. Gerade deshalb ist ihr Kämpferwillen gut zu verstehen.

Cover:
Das Cover zeigt eine junge Frau, deren Augen verbunden sind. Warum? Weil, die Vergangenheit oder die Gegenwart Dinge aufzeigt, die besser nicht gesehen werden sollten 😉

Fazit:
Ein gut geschriebenes Buch mit vielen Zufällen. Dies schmälert leider das Leseerlebnis und macht „Der Schock“ nur zu einem Krimi ohne Thrill. Trotzdem ist die Geschichte spannend und lässt sich gut lesen. Ich empfehle das Buch daher an Krimifans und vergebe 4 Sterne.

Ich bedanke mich beim Ullsteinverlag für das Rezensionsexemplar.

Der frühe Tod – Zoë Beck

Klappentext:
Sie wollte ein neues Leben
Jetzt flieht sie vor dem Tod

In der Idylle der schottischen Highlands will Caitlin ihre Vergangenheit endlich hinter sich lassen. Doch nur wenige Wochen nach ihrer Ankunft wird ein Toter gefunden, den niemand kennt, außer Caitlin: Es ist Thomas, ihr Exmann. Und Caitlin ist die einzige Verdächtige. Denn für den Mord hat sie das stärkste aller Motive – Rache.

Doch schon bald wird Caitlin klar: Die Polizei ist nicht ihr größtes Problem. Es gibt noch jemanden, der über jeden ihrer Schritte genau informiert ist. Und der würde sie lieber tot als lebendig sehen …


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Titel: Der frühe Tod
Autor: Zoë Beck
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 304
ISBN: 978-3404163090
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Was ist denn hier passiert? „Der frühe Tod“ erscheint nach „Wenn es dämmert“ und „Das alte Kind“ spielt aber zwischen den beiden Büchern. Eigentlich gibt es keinen geschichtlichen Zusammenhang zwischen den Büchern, so dass diese auch in unterschiedlicher Reihenfolge gelesen werden können, aber es sind ein Paar Figuren, die sich in den 3 Büchern immer wieder finden und wenn dort das logische fehlt, macht doch das Lesen keinen Spaß mehr.

Inhalt:
Wie immer ist das Buch in 2 Geschichten aufgeteilt, die später zusammengeführt werden. Eine Story dreht sich um Caitlin, die vor ihrem Exmann flieht und bei einer Stiftung für vernachlässigte Jugendliche in der PR Abteilung anfängt.

Die andere Geschichte dreht sich um Ben und Cedric (beide bekannt aus den anderen Büchern). Ben erhält einen anonymen Hinweis, dass es in der „We help“ Stiftung nicht mit rechten Dingen zu gehen soll und es unter den Jugendlichen mysteriöse Todesfälle gab. Was wird er dort finden und wie hängen beide Geschichten zusammen?

Stil:
Der Stil von Zoë Beck ist im Buchaufbau gleich geblieben, allerdings hat der Schreibstil doch sehr nachgelassen. Teilweise sehr sprunghaft und wenig spannend dümpelte die Geschichte so vor sich hin.

Charaktere:
Caitlin, die mir am Anfang zu blass und später total gestört vorkam, konnte ich trotz der extra für sie eingerichteten Kapitel nicht greifen, zu sehr hüpfen die Erlebnisse von einem Punkt zum nächsten und die ganzen Randgeschichten langweilten. Als Caitlin, dann total verletzt im Krankenhaus liegt und erfährt, dass ihr Haus abgebrannt ist, ihr Nachbar und ihre beste Freundin tot sind, reagiert sie gar nicht. Da hätte ich mir aber eine andere Reaktion vorstellen können, oder?

Ben und Cedric bekommen alles irgendwie hin, klären auf und arbeiten fleißig, aber dies hätten sie nie ohne Sanders Hilfe geschafft. Die beiden feiern sich am Ende des Buches und von Sander erfährt der Leser nichts mehr, wieso?

Cover:
Das Cover zeigt einen Kinderschatten auf einem Fahrrad – für mich ein deutliches Zeichen für Vernachlässigung – also ein gut gewähltes Cover.

Fazit:
Das bis jetzt schlechteste Buch von Zoë Beck, das nicht wirklich Lust auf mehr macht. Die Charaktere bleiben blass und lieblos mit vielen charakterlichen Fehlern und der Leser bleibt auf vielen Fragen sitzen. So habe ich mich beispielsweise gefragt, was die kursiv geschriebenen Kapitel zwischen den Geschichten zu bedeuten haben – und was nun mit den Familien geschieht deren Kinder gestorben sind oder was aus den Kindern wird, die noch in den Projekten der Stiftung stecken – ganz klar, mir fehlt ein Epilog.

Was ich gut fand, war die Geschichte um die Armut, verwahrloste Kinder und ärztliche Forschung. Ich vergebe 3 Sterne für „Der frühe Tod“, da mir der Grundgedanke der Geschichte und der Stil mit den 2 Geschichten sehr gefällt.