KörperResilienz: Kopf und Körper in Einklang bringen – Isabel Scholz

Klappentext:
KörperResilienz – die heilsame Verbindung von Kopf und Körper
Das Thema Resilienz – die psychische Stärke und Widerstandskraft, mit Stress und belastenden Situationen umzugehen – ist seit einigen Jahren in aller Munde. Doch stoßen hier die mentalen Methoden, die ausschließlich auf das richtige „Mindset“ setzen, oft an ihre Grenzen, weil sie den Körper außer Acht lassen.
KörperResilienz verknüpft bisher isolierte Konzepte zu einem neuen ganzheitlichen Ansatz und verbindet die Ebenen unseres Körpers, unserer Emotionen und unserer Gedanken zu einem gesunden Ganzen. Dazu integriert KörperResilienz den Innenraum unseres Körpers als Sinnesorgan (Interozeption) und zeigt auf, wie er funktioniert, wie er erspürt und genutzt werden kann. Die Kraft, die in unserem autonomen Nervensystem steckt, wird durch Körperübungen positiv aktiviert, sodass der Körper als ruhige und stabile Basis die richtigen Signale „nach oben“ in unseren Kopf, unsere Gedanken sendet; das zentrale Nervensystem selbst erfährt dabei Beruhigung und Ausgleich.

  • KörperResilienz zeigt über den Körper einen gesunden Weg zu den eigenen Emotionen und bringt sie in Balance.
  • KörperResilienz integriert Emotionen und Körpersignale auf der mentalen Ebene, um die richtige Lebensausrichtung zu finden und „ganz“ zu werden.
  • KörperResilienz enthält eine einzigartige lebensnahe und authentische Mischung aus persönlicher Erfahrung, bewährten Methoden und praktischen Übungen.
  • KörperResilienz – die heilsame Verbindung von Kopf und Körper, die uns kraftvoll durch schwierige Situationen, Stress und Krisen hindurch begleitet!
  • Mit zehn erprobten Körperübungen inkl. Übungsvideos.

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Titel: KörperResilienz: Kopf und Körper in Einklang bringen – so erreichst du Ruhe, Stabilität und Widerstandskraft: Die ganzheitliche Resilienz-Methode – mit Übungen und Videos
Autor: Isabel Scholz
Verlag: Mankau Verlag
Seiten: 239 Seiten
ISBN: 978-3863746678
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Im theoretischen Teil geht es um die Entstehung von Stress, das Herausfinden der eigenen Bedürfnisse und wie der Körper auf alles reagiert. In der Praxis werden Übungen zum Spüren des Körpers aufgezeigt. Dazwischen gibt es noch einen biografischen Teil der Autorin.

Meinung:
Der Einstieg ins Buch war gut. Das Vorwort berührte mich sehr und ich war neugierig auf die Idee der KörperResilienz, denn was ist die Einzigartigkeit und die authentische Mischung aus bewährten Methoden und praktischen Übungen?

Isabel Scholz schreibt gleich zu Beginn: Wer es nicht abwarten kann, mit den Körperübungen anzufangen, kann gleich auf Seite X mit dem Lesen starten und die Übungen vor der Theorie absolvieren. Ich freute mich auf die angepriesenen Übungen und las mich dennoch erst durch die Theorie, denn nach dem Lesen körperlich aktiv zu werden ist für mich immer ein Highlight.

Der Teil über Bedürfnisse, wie wir glücklich werden, was wichtig ist, wie das Leben stressfrei gestaltet werden kann und wie Entspannungsmethoden wirken (vom Kopf in den Körper oder vom Körper in den Kopf) hat die Autorin gut dargestellt und für jeden einfach und verständlich erklärt. Allerdings sind ihre privaten Einschübe absolut fehl am Platz. Das Buch der KörperResilienz wird als Sachbuch und nicht als Biografie geführt. Als Coach hätte Isabel Scholz Erfahrungen ihrer Klienten anbringen können, wie diese mit Hilfe der KörperResilienz eine Veränderung erfahren haben. Im Buch wird aber leider nur die Entwicklung der Autorin beleuchtet und diese ist zudem noch sehr dogmatisch. So schreibt Scholz, dass sie mit herkömmlichen Methoden (bspw. Meditation, Achtsamkeit, Affirmationen, NLP) nicht zurechtkam, weil diese zu einseitig waren und die Abspaltung von Persönlichkeitsstrukturen fördern, weil es nur um positives Handeln gehe, aber auch die negativen Seiten zu uns gehören. Sie selbst ist jahrelang und auch immer noch auf andere Coaches und Therapeuten angewiesen, weil sie selbst noch Führung benötigt – dies ist absolut legitim, aber zeigt es, dass ihre eigene und einzigartige Methode ihr anscheinend selbst und auch ihren Klienten nicht hilft (oder warum gibt es keine Erfahrungen von Klienten?). Als es dann darum ging, wie die Autorin dann mit ihren Partnern und vor allem ihren Eltern umging, musste ich das Buch zur Seite legen. Es ist richtig, sich mit den eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen, diese zu kennen und dann dementsprechend zu handeln. Wenn allerdings jemand sagt, dass er mit bestimmten Gesprächsthemen nichts anzufangen weiß und sich darüber nicht austauschen kann, dann kann man sich doch über andere Themen unterhalten. Man muss doch nicht den Kontakt abbrechen, nur weil die andere Person an einem Thema des anderen kein Interesse zeigt. Es gibt doch nicht nur eine Seite. Und nur, weil jemand an einem Thema kein Interesse hat, so kann es doch sein, dass man an einem anderen Thema gefallen findet. Es muss doch nicht immer nur um eins gehen. Die Resonanz beruht auf Vielfältigkeit und Gegenseitigkeit.
Dann folgte der Teil der Körperübungen und es gab tatsächlich nichts, aber auch gar nichts „aktives“. Dafür, dass Isabel Scholz Pilates und Yoga aktiv unterrichtet, sind diese Ausführungen mehr als dünn und zudem nicht neu und einzigartig. Die aktiven Übungen sind auch über einen Link / QR-Code abrufbar, auch eine geführte Meditation ist zu sehen. Die Videos können begleitend angesehen werden, müssen aber auch nicht abgerufen werden, um die Übungen zu verstehen.

Cover:
Das Cover hat mich wirklich neugierig gemacht und ich habe tatsächlich aktive Übungen zum aktiven Aufbau erwartet. Aber wie es im Buch so schön heißt: […] Deine Wirklichkeit ist nicht deine Realität [..]. Daher passt das Cover nicht unbedingt zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Der theoretische Teil zum Resilienzansatz, den Körper als Sinnesorgan wahrzunehmen und ihn zu verstehen sowie Bedürfnisse und Emotionen zu erkennen ist sehr gut und verdient 5 Sterne. Die Körperübungen sind okay, gehören aber zum Standard der Achtsamkeit und zur Stressprävention. Die biografischen Einschübe und der (stark spirituelle) Epilog passen einfach nicht. Daher bekommt das Buch auch nur 3 Sterne von mir. Eine Leseempfehlung spreche ich an Einsteiger in den Bereich Resilienz aus. Gerade der Einstieg in die Wahrnehmung von Körper und Geist ist elementar und wurde gut dargestellt.

Ich bedanke mich beim Mankau Verlag für das Rezensionsexemplar.

Gymnastizierende Arbeit an der Hand: Schritt für Schritt zu Losgelassenheit und Selbstvertrauen – Oliver Hilberger

Klappentext:
Die Arbeit an der Hand in ihrer klassischen Form, wie sie heute noch zum Beispiel in der Wiener Hofreitschule praktiziert wird, ist im Alltag vieler Dressurreiter leider stark in den Hintergrund geraten und wird nicht selten als unnötig abgetan. Dabei wird übersehen, wie wertvoll diese Arbeit vom Boden aus als Alternative und als Ergänzung für die Arbeit unter dem Sattel ist – und zwar nicht nur in hohen Lektionen, sondern auch im Bereich der Basisübungen, die von fast allen Reitern und Pferden gut erlernt werden können. Das gilt für Pferde, die aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend keinen Sattel tragen können, ebenso wie für Pferde, die sich schwer unter dem Reiter gymnastizieren lassen und Schwierigkeiten haben, ihr Gleichgewicht zu finden.
Reiter profitieren von der Arbeit an der Hand dadurch, dass sie ihre präzise Hilfengebung schulen und unabhängig von den eigenen reiterlichen Fähigkeiten ihr Pferd auf schwierigere Lektionen vorbereiten können. Für beide Partner bietet die klassische Arbeit an der Hand die Möglichkeit, Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen.
Das Buch erläutert systematisch Schritt für Schritt den Weg zur korrekten und spielerisch leichten Ausbildung des Pferdes vom Boden aus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung der Seitengänge, denen für die Gymnastizierung und Vorbereitung auf schwere Lektionen eine zentrale Rolle zukommt. Die Bilder lassen die schriftlichen Erläuterungen hervorragend nachvollziehen und stellen dank besonderer Bildtechnik auch Bewegungsabfolgen anschaulich dar.


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Titel: Gymnastizierende Arbeit an der Hand: Schritt für Schritt zu Losgelassenheit und Selbstvertrauen
Autor: Oliver Hilberger
Verlag: Cadmos
Seiten: 160
ISBN: 978-3861274490
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Einleitung
– Die Verwandlung des eigenen Pferdes

GYMNASTIZIERUNG:
Die Hauptaufgabe der Handarbeit
– Das Spiel mit der Balance
– Losgelassenheit
– Muskelaufbau
– Gleichgewicht
– Körperbewusstsein
– Selbstvertrauen
– Was lernt der Mensch

Die Ausrüstung
– Der Kappzaum
– Die Trense
– Die Gerte
– Das Lob

Basisarbeit
– Die Grundposition
– Die Trensenführung
– Die Gertenhaltung
– Die Hilfengebung
– Erste Basisübungen auf Trense
– Aufrichtende Wirkung
– Senkende Wirkung
– Biegende Wirkung
– Erste Basisübungen am Kappzaum

Das Pferd in Bewegung
– Die bevorzugte Seite
– Weniger ist mehr
– Klare Regeln beim Führen und Treiben
– Der Schritt als Basisgangart
– Das Antreten
– Die Haltparade
– Hilfengebung am Kappzaum
– Problem: Das Pferd bleibt nicht stehen
– Das Rückwärtsrichten
– Routine und Erfahrung
– Die Hufschlagfiguren im Porträt
– Ganze Bahn
– Zirkel
– Volte
– Einfache und doppelte Schlangenlinie
– Schlangenlinie durch die Bahn mit drei Bögen
– Halbe Bahn und Karree
– Durch die Länge der Bahn
– Verschiedene Möglichkeiten des Handwechsels

Stellung, Biegung, Vorwärts
– Auf dem Zirkel
– Häufige Fehler des Menschen
– Die Hilfengebung auf Kappzaum
– Untertreten auf der Volte

Das Schulterherein
– Die Schlüssellektion
– Gleichmäßige Biegung?
– Vorbereitung
– Ausführung
– Schulterherein auf vier Hufspuren
– Das Konterschulterherein
– Übungsfolge zur Weiterentwicklung
– Der Trab
– Antraben und Durchparieren

Der Renvers
– Vorbereitung
– Schritt 1: De Vorhandwendung
– Schritt 2: Die Erweiterung
– Schritt 3: Der Renvers auf der Volte
– Der Renvers geradeaus

Der Travers
– Ausführung
– Vom Travers auf der Volte zur Schrittpiroutte
– Travers aus dem Schulterherein

Die Traversale
– Das innere Bild
– Vorbereitung und Ausführung
– Die Traversale auf Kappzaum

Kombinierte Seitengänge
– Vielfältige Variationen
– Schlangenlinien durch die Bahn mit Seitengängen
– Einfache und doppelte Schlangenlinie mit Seitengängen
– Die Acht mit Seitengängen
– Schulterherein und Traversale
– In kombinierten Seitengängen durch den Zirkel wechseln
– Das Dreieck
– Die Acht im Quadrat
– In Seitengängen durch das ganze Viereck
– Die kombinierenden Passaden

Weiterführende Arbeit
– Ausstrahlung und Freude
– Übergänge
– Das Antraben im Seitengang
– Das Parieren im Seitengang
– Die Schaukel
– 1. Der gezählte Schritt
– 2. Das versammelte Halten
– 3. Rückwärtsrichten
– Die ziele

Ausblick
– Wohin geht der Weg?
– Mit Leidenschaft zu ungeahnten Höhen

Der Hauptdarsteller
– Malcoms Vorgeschichte
– Die Rettung und Verwandlung

Meine Meinung:
Viele Themen für 160 Seiten Buch! Dies muss sich der geneigte Leser vor Augen führen, denn die Beschreibungen sind knapp und Bilder gibt es ja auch noch. Was sich im Inhalt noch gut und vielversprechend anhört, lässt leider teilweise viele Fragen offen. Dennoch ist dieses Buch eines der besten (Gymnastik-) Bodenarbeitsbücher, welches ich kenne.

Positiv finde ich:
– Beschreibung und Bebilderung zur Hilfengebung
– Erklärung der Seitengänge

Negativ finde ich:
– Auf einigen Bildern weist „Malcom“ einen falschen Knick in der Halswirbelsäule auf, die Gefahr ein Pferd bei der Handarbeit auf Trense zu „rollen“ ist immer gegeben, aber leider wird dies mit keiner einzigen Silbe erwähnt!
– Es gibt keine Erklärung, welche Muskelgruppe genau gymnastiziert wird und welche Abstellung gewählt werden muss um die natürliche Schiefe des Pferdes auszugleichen (Unterschied Hohle- und Zwangsseite fehlt! Gerade bei den Seitengängen ist diese Unterscheidung wichtig, damit das Pferd nicht noch verspannter aus dem Training kommt als es hinein ging.)

Fazit:
Ich habe nicht so richtig herausgefunden für wen dieses Buch eigentlich geschrieben wurde. Viele Dinge sind für Anfänger nicht nachzuvollziehen und so können sehr schnell Fehler entstehen. Was passiert, wenn sich das Pferd auf eine Schulter fallen lässt, falsch im Hals abknickt etc. Diese Dinge fehlen mir schlichtweg. Für Fortgeschrittene ist theoretisch nur der letzte Teil der Seitengangkombinationen interessant. Daher vergebe ich für dieses Buch nur 3 Sterne und eine Leseempfehlung gebe ich an Anfänger in der gymnastizierenden Handarbeit, welche bereits ihr Auge geschult haben und ein Pferd im Laufen gut beurteilen können (einfach um Stellungsfehler in der Statik gleich zu korrigieren, statt diese einzubauen).