Der Cortisol-Code: In 30 Tagen das Stresshormon ins Gleichgewicht bringen – für erholsamen Schlaf, Gewichtskontrolle und langfristige Gesundheit – Svea Golinske & Dr. Peter Heilmeyer

Klappentext:
Cortisol-Balance: Gesundheit und Wohlbefinden im Stress-Zeitalter

Svea Golinske und Dr. med. Peter Heilmeyer beleuchten die zentrale Rolle des Stresshormons Cortisol bei verschiedenen Gesundheitsproblemen: Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann Symptome wie Müdigkeit, hartnäckiges Bauchfett, Gereiztheit, Erschöpfung, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme verursachen und gilt als Risikofaktor für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2.

„Der Cortisol-Code“ verdeutlicht, wie unser moderner Lebensstil das hormonelle Gleichgewicht stören kann, und betrachtet auch bislang vernachlässigte Aspekte wie die Cortisol-Balance bei Kindern. Der ganzheitliche Ansatz des Buchs verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit fundierten Lösungsansätzen und praktischen, natürlichen Strategien zur Wiederherstellung des Cortisol-Gleichgewichts:

– Gezielte Ernährung, adaptogene Pflanzen und Nahrungsergänzungsmittel
– Stressmanagement, Entspannung und Verbesserung der Schlafhygiene
– Angepasste Bewegungsroutinen, Sporteinheiten und Trainingspläne
– Kälte- und Wärmetherapie
– Achtsamkeitspraktiken und Optimierung der Lebensgewohnheiten

Nutzen Sie den „30-Tage-Cortisol-Reset“, um die Empfehlungen direkt umzusetzen und für Cortisol-Balance zu sorgen!

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Titel: Der Cortisol-Code: In 30 Tagen das Stresshormon ins Gleichgewicht bringen – für erholsamen Schlaf, Gewichtskontrolle und langfristige Gesundheit
Autor: Svea Golinske & Dr. Peter Heilmeyer
Verlag: Mankau
Länge: 254 Seiten
ASIN: B0FZZN7KZZ‎
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Cortisol ist ein Hormon für Stress und wir können es steuern. Klingt gut? Ist es auch!

Meinung:
Der Einstieg ins Buch gelingt leicht, so wird wirklich vom Urschleim erklärt was Cortisol ist, wie es produziert wird, was es macht und wie der natürliche Verlauf im Tag geregelt ist. Dann geht es weiter zu den Störungsfaktoren, was Cortisol aus dem Gleichgewicht bringt und wie ein gestörter Tagesverlauf aussieht und was dies wieder für Folgen hat. Cortisol ist daher ein sehr wichtiges Hormon und wenn es Störungen aufweist, dann werden wir krank und können langfristig Schaden nehmen. Diesen Abschnitt fand ich ausführlich und leicht verständlich beschrieben, es war absolut verständlich, interessant und nicht zu fachlich. Allerdings hätte ich mir gerne Testempfehlungen gewünscht. Was empfehlen die Autoren: eher einen Speichel- oder einen Urintest (und warum)? Weil die Krankenkasse einen Cortisoltest eh nicht bezahlt, wird es auf einen Selbsttest hinauslaufen. Welche Anbieter sind seriös, worauf muss man achten? Später wird geschrieben, dass Omega 3 ein wichtiger Faktor für den Cortisolspiegel darstellt – auch hier ist es allerdings so, dass ein Omega 3 Test nicht von den Kassen übernommen wird, welche Tests empfehlen die Autoren, damit zumindest diese Fettsäure im Körper bestimmt werden kann? Svea Golinske und Dr. Peter Heilmeyer bieten im Buch Checklisten für Selbsttests an, allerdings sagen diese nicht, ob ein grober Mangel oder nur eine Verschiebung vorliegt. Auch ist es fraglich, ob sich jeder so gut einschätzen kann, dass diese Tests dann aussagekräftig sind. Zumindest bieten diese Selbsteinschätzungen aber einen Weg, um sich zu überprüfen, ob der 30-Tage-Cortisol-Reset funktioniert hat. Dieser wird nämlich ebenfalls im Buch vorgestellt. Wir können nämlich unser Hormon steuern! Über Stressmanagement, Atmung, Sport, Medienkonsum, Essen, Schlafenszeiten, Aufstehzeiten und Routinen. Gerade im letzten Teil wiederholt sich der Inhalt stark, denn Ernährung, Medien,Training, Schlaf, Achtsamkeit, Entspannung, Umwelt und Nährstoffe sind ein Puzzle zum Gesamtbild „Balance“. Es geht einfach nicht einzeln und so wird immer wieder geschrieben was wichtig ist. Aufgrund dessen wirkt der letzte Abschnitt etwas lahm, weil man den Inhalt bereits aus den vorherigen Abschnitten kennt. Allerdings ist Wiederholung wichtig, um Sachen zu verinnerlichen. Aber auch hier gibt es, gerade im Bereich Ernährung auch wieder einen Kritikpunkt: es werden Supplements empfohlen ohne vorherige Testempfehlung oder Hinweisen dazu, worauf man beim Kauf achten muss. Es gibt immer wieder Testberichte, dass viele Supplements zu hoch oder zu niedrig dosiert sind, sodass sie meistens mehr schaden als nutzen – da hilft am Ende des Buches auch kein Haftungsauschluss der Autoren.

Cover:
Das Cover passt zum Inhalt. Eine Person im (Hormonellen-)Gleichgewicht.

Fazit:
Ein gutes Buch, um das Hormon Cortisol besser zu verstehen und es natürlich zu regulieren. Es bietet, in leicht verständlicher Sprache, viele Aha-Momente und liefert viele Möglichkeiten, um in Eigenregie tätig zu werden. Ich vergebe 4 Sterne und gebe eine Leseempfehlung für jeden, der lernen möchte sein Stresshormon zu beeinflussen.

Die Hütte in der Mitte des Waldes: Vier Einsichten und was wirklich zählt im Leben – Aljoscha Long & Ronald Schweppe

Klappentext:
Als jüngster CEO seiner Firma hat David beruflich mehr erreicht als andere in ihrem ganzen Leben. Aber heute ist nicht sein Tag. Erst gibt es Ärger auf der Arbeit, dann geht ihm auf dem Weg in die Berge das Benzin aus. Das Handy? Liegt im Büro. Auf der Suche nach einer Tankstelle nimmt David eine Abkürzung durch den Wald –  ohne zu ahnen, dass dieser Weg zum größten Abenteuer seines Lebens wird. Er verirrt sich und stößt auf die Hütte der geheimnisvollen Frau Jumma. Dort beginnt das eigentliche Abenteuer: Er findet vier Türen, die ihn in verschiedene Welten führen. Jede offenbart eine neue Wahrheit oder Einsicht, die das Potenzial hat, sein Leben von Grund auf zu verändern. Wird David die richtige Wahl treffen?

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Titel: Die Hütte in der Mitte des Waldes: Vier Einsichten und was wirklich zählt im Leben
Autor: Aljoscha Long & Ronald Schweppe
Sprecher: Martin Valdeig
Verlag: Geäfe & Unzer
Länge: 298 Minuten
ASIN: B0F1NCFFV8 ‎
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
David ist jüngster CEO und im Dauerstress. Als er sich endlich Zeit nimmt, um in die Berge zu fahren, geht alles schief, sein Auto hat eine Panne und er hat kein Handy dabei. Daher bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich zu Fuß durch den Wald zu begeben und sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Meinung:
Martin Valdeig hat eine sehr angenehme Stimme und daher ist es eine Freude ihm zuzuhören, allerdings hetzt die Geschichte unwahrscheinlich. Daher stimmt der ruhige Ausdruck des Sprechers nicht mit dem, was die Handlung vorgibt, überein. Der Protagonist (David) stolpert von einer Situation in die nächste und lernt binnen Minuten sehr viel über sich, seine Vergangenheit, Achtsamkeit, Stressbewältigung, … Es ist unmöglich in knappen 5 Stunden (Hörzeit) bzw. 162 Seiten so viel Selbstfindung zu legen, wie es die Autoren hier versucht haben. David scheint zwar viel mitzunehmen, aber für den Konsumenten (der Geschichte) wird ein Tempo vorgelegt, was falsche Erwartungen wecken könnte. Einfach mal ein paar Stunden im Wald und schon bist du erleuchtet und du triffst auf deinem Weg auch nur nette, hilfsbereite Menschen, welche dich weiterbringen. Die Aussage ist schon korrekt, jeder Kontakt bringt einen weiter, sei es nun positiv oder als Zeichen, dass man so nie werden möchte, dennoch muss man auch alles verarbeiten und diese Zeit der Reflexion wird David, in der Handlung, nicht gegeben. David versteht alles sofort, reflektiert scharfsinnig und zieht umgehend die korrekten Schlüsse. Super für David, auch gut für den Konsumenten. Allerdings fern der Realität. Daher ist dieses Werk eher für jene, welche sich bereits mit dem Thema der Selbstfindung und Achtsamkeit beschäftigt haben und eine kurze Zusammenfassung wünschen, als für absolute Neulinge.

Cover:
Das Cover ist niedlich gestaltet, aufgrund dessen, dass die Hütte im Tal liegt, zeigt es, dass wir in einem Tief bei uns schauen müssen und danach geht es wieder bergauf, dennoch scheint immer die Sonne.

Fazit:
Eine Geschichte, welche eher als Zusammenfassung der Selbstfindung und Achtsamkeit dient, weil sie sehr gehetzt geschrieben ist und für Neulinge ein falsches Bild der Reflexion liefern kann. Daher gibt es nur 3 Sterne und eine begrenzte Empfehlung.

Unstoppable Brain: Warum unser Gehirn uns manchmal ausbremst und wie wir das ändern. Neue Erkenntnisse der Neurowissenschaft: der Habenula-Code – Kyra Bobinet

Klappentext:
DER HABENULA-CODE: IMMUN WERDEN GEGEN MISSERFOLGE
In „Unstoppable Brain“ führt die Verhaltensforscherin Dr. Kyra Bobinet in eines der faszinierendsten, bislang kaum bekannten Hirnareale ein: die Habenula – ein Schalter in unserem Gehirn, der Motivation ausknipsen kann, wenn wir etwas als Scheitern („gescheitert“) bewerten. Doch genau das lässt sich ändern.

Bobinet zeigt, wie wir durch einen Perspektivwechsel, kreative Lösungsansätze und die Kraft der Iteration neue Wege einschlagen – und dabei selbst Rückschläge als wichtigen Teil des Prozesses begreifen können. Das Wissen um die Habenula und ihre Funktionsweise wirkt sich auf viele wichtige Bereiche unseres Lebens aus: Gesundheit, Stimmung/Stressbewältigung, Gewichtsmanagement/Abnehmen, Berufsleben, persönliche Beziehungen und vieles mehr. Wissenschaftlich fundiert, verständlich erklärt und berührend lebensnah ist dieses Buch eine Offenbarung – endlich gelingen dauerhafte, positive Veränderungen!

Denn wer nicht aufgibt, kann nicht scheitern. Und wer iteriert, ist unaufhaltbar.

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Titel: Unstoppable Brain
Autor: Kyra Bobinet
Verlag: Mankau
Länge: 267 Seiten
ASIN: B0GK96LNQ9 ‎
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Unstoppable Brain von Kyra Bobinet beschäftigt sich mit der Frage, warum Menschen trotz guter Vorsätze oft in alte Gewohnheiten zurückfallen und wie das Gehirn dabei funktioniert. Die Autorin verbindet Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Psychologie und Verhaltensforschung und erklärt, dass viele Entscheidungen nicht rein rational getroffen werden, sondern von tief verankerten Mustern und Belohnungssystemen beeinflusst werden. Genauer gesagt von der Habenula, welche als „Bewertungssystem“ im Gehirn arbeitet.

Meinung:
Das Buch hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Positiv fällt auf, dass die Autorin neurobiologische Prozesse rund um Motivation, Rückschläge und Verhaltensänderung verständlich erklären möchte. Gleichzeitig wirkt der Aufbau des Buches jedoch widersprüchlich. Statt lösungsorientiert zu motivieren, arbeitet Bobinet häufig mit Negierungen und problemzentrierten Aussagen wie „Du bist nicht schlecht“ oder „Du bist nicht allein“. Dadurch richtet sich der Fokus zunächst stark auf Scheitern und Defizite, was für ein Motivationsbuch irritierend wirkt.

Ein großer Teil des Buches (ca. die ersten 140 Seiten) besteht aus Geschichten über Krisen, Süchte und gescheiterte Lebenssituationen. Diese Beispiele sollen zeigen, dass es viele Menschen gibt, welche scheitern – was dann zum Kapitel „Du bist nicht allein“ passt, auf Dauer wirkt dies jedoch extrem belastend. Erst später wird die eigentliche Kernidee deutlicher: Bobinet zieht sich die sogenannten „McGyvers“ heran. Diese Menschen finden nach Rückschlägen kreative Wege, um weiterzumachen. Laut Bobinet gelingt den McGyvern dies, weil sie lernen, die Habenula – einen Bereich des Gehirns, der mit Frustration und negativen Erwartungen verbunden ist – zu beeinflussen.

Zentral ist dabei das Konzept der „Iteration“. Der Begriff wird allerdings kaum klar erklärt. Iteration bedeutet aus Erfahrungen zu lernen, Fehler zu beobachten und den nächsten Versuch anzupassen. Genau dieses Begriffsverständnis setzt die Autorin allerdings voraus, statt sie verständlich herzuleiten. Des Weiteren verwendet Bobinet viele Fachbegriffe aus Neurowissenschaft und Psychologie und setzt auch viele Kenntnisse von Motivationstrainings voraus wie bspw. die SMART-Methode, ohne diese genauer einzuordnen. Wer also bisher keine Erfahrungen im Coaching oder Zielformulierung gemacht hat, kann mit der Lektüre schnell überfordert werden – oder muss viel nachschlagen.

Als praktische Lösung präsentiert sie ihr eigenes ITERATES-Modell: Inspiration, Timing, Einflussbereich, Reduzieren von Hindernissen, Ausweiten von Unterstützung, Togetherness (Zusammenhalt), Erwartungen und Substitute (Alternative) finden. Viele dieser Punkte wirken nachvollziehbar und sinnvoll, basieren jedoch größtenteils auf bereits bekannten Ansätzen der Verhaltensänderung (mit Leistungszielen).
Gleichzeitig entsteht ein Widerspruch: Einerseits kritisiert Bobinet klassische Leistungsziele und Selbstoptimierung, andererseits führt ihr eigenes Modell erneut strukturierte Ziel- und Verhaltenssysteme ein. Dadurch wirkt „ITERATES“ eher wie ein neu verpacktes Konzept zur Selbstoptimierung mit Zielsetzung.

Kritisch erscheint außerdem die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erklärung und Vermarktung. Das Buch verweist indirekt auf Apps und Programme der Autorin beziehungsweise ihrer Firma, wodurch stellenweise der Eindruck entsteht, dass wissenschaftliche Inhalte und geschäftliche Interessen ineinander übergehen. Auch die dargestellten Erfolgsgeschichten scheinen nicht immer ausschließlich auf die Methode zurückzuführen. Faktoren wie Unterstützung durch Netzwerke, öffentliche Aufmerksamkeit oder günstige Umstände scheinen ebenfalls eine große Rolle zu spielen, werden im Buch jedoch oft als Bestätigung des eigenen Konzepts dargestellt.

Cover:
Das Cover vermittelt den Eindruck eines übermächtigen Geistes, welchen wir in unserem Gehirn tragen und wir müssen diesen nur aktiveren. Daher ist das Cover perfekt gewählt.

Fazit:
Insgesamt enthält Unstoppable Brain interessante Gedanken zu Resilienz, Motivation und dem Umgang mit Rückschlägen. Das Buch bietet Denkanstöße, verliert sich jedoch häufig in problemorientierten Erzählungen, theoretischen Konstrukten und einer strategisch wirkenden Dramaturgie. Wer es liest, sollte die vorgestellten Modelle kritisch hinterfragen und eher als bekannte Methoden in neuer Verpackung betrachten. Ich vergebe daher nur 3 Sterne und eine Leseempfehlung gibt es aus genannten Gründen nur begrenzt.

Kleinhirn an Großhirn: ICH HABE FERTIG!: Ein fast (un)möglicher Schicksalsschlag sowie andere Absurditäten in der Medizin und überhaupt im Leben … – Johannes Ralph

Klappentext:
Ein eher überflüssiger Schlaganfall hatte sein Dasein bereichert.
Medizinisch wähnte er sich bestens versorgt.
Bis ihm immer mehr Zweifel kamen – auch durch Erinnerungen an sein früheres Leben als Arzt.
Wie ist das bei Ihnen?
Fühlen Sie sich in guten Händen, wenn Ihnen mal was passiert?
(Eine sentimental-romantische Abrechnung mit unserem hinreißenden Gesundheitssystem.)


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Titel: Kleinhirn an Großhirn: ICH HABE FERTIG!: Ein fast (un)möglicher Schicksalsschlag sowie andere Absurditäten in der Medizin und überhaupt im Leben …
Autor: Johannes Ralph
Verlag: OneQuestion
Länge: 320 Seiten
ISBN: 978-3000705311
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Wenn ein Arzt ins Krankenhaus muss, dann hinterfragt man viel und dieses Buch ist das Ergebnis, um mit den ganzen Eindrücken zurechtzukommen …

Meinung:
Dieses Buch ist kein stilles Leseerlebnis. Im Gegenteil. Es wirkt wie ein innerer Monolog unter Hochspannung, ein permanenter Dialog zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, zwischen Verstand und impulsivem Handeln. Inhaltlich begleitet man eine Figur, die ins Krankenhaus muss und sich in einem Geflecht aus Beobachtungen, Zweifeln und gesellschaftlicher Überforderung verliert. Große Handlung im klassischen Sinne gibt es kaum – stattdessen entsteht die Dynamik aus Erfahrungen und Gedanken.
Auffällig ist der Stil. Kurze, abgehackte Ein-Wort-Sätze stehen neben langen, verschachtelten Gedankenkonstruktionen, die sich fast überschlagen. Dies erzeugt ein Tempo, das gleichzeitig antreibt und ermüdet. Man spürt beim Lesen die Frustration, die sich durch jede Seite zieht. Die Ironie, die der Autor einstreut, wirkt selten leicht oder befreiend – vielmehr hat sie etwas Angespanntes, fast krampfhaftes. Es ist kein humorvolles Augenzwinkern, sondern eher ein hysterisches Lachen, das jederzeit kippen könnte. Genau darin liegt aber auch die Stärke des Buches: Es fühlt sich ehrlich an. Ungefiltert. Roh.
Allerdings liest es sich nicht einfach. Der Stil kann anstrengend sein, gerade weil er keine Ruhephasen bietet. Wer eine klare Handlung oder klassische Erzählstruktur erwartet, wird schnell an Grenzen stoßen. Gleichzeitig passt diese Form perfekt zum Inhalt: Die Zerrissenheit der Figur spiegelt sich direkt in der Sprache wider.

Fazit:
Dieses Buch ist ein intensives, unbequemes Buch, das mehr über ein Gefühl als über eine Geschichte funktioniert. Es fordert Geduld und Bereitschaft, sich auf einen ungewöhnlichen Stil einzulassen. Wer genau das sucht, wird hier etwas Eigenwilliges und Eindringliches finden. Ich vergebe 3 Sterne, weil der Roman nicht leicht, sondern stellenweise frustrierend ist (so wie die Situationen halt wirklich sind). Es ist einfach ein fieses Schicksal, sehr zynisch dargestellt.

Ich bedanke mich bei OneQuestion für das Rezensionsexemplar.

Hey Panik, komm mal wieder runter!: 21 Wege mit Panikattacken umzugehen – Klara Hanstein

Klappentext:
Raus aus dem Paniktornado – zurück ins Leben
Panikattacken können plötzlich und überwältigend auftreten – beim Autofahren, im Flugzeug, in der Schlange im Supermarkt oder nachts im Bett. Betroffene fühlen sich oft hilflos, mit rasendem Herz, Atemnot und Angst vor Kontrollverlust.
Klara Hanstein, Psychologin, Psychotherapeutin und ehemals selbst betroffen, begleitet einfühlsam durch den Ausnahmezustand im Kopf und Körper und zeigt, dass es einen Ausweg gibt. Anhand von Fachwissen, persönlichen Erfahrungen und praktischen Tools zeigt sie auf
wie Panikattacken entstehen und was dabei im Körper passiert,
wie der Panikkreislauf effektiv unterbrochen werden kann
und wie Ruhe in Kopf und Körper zurückkehrt.
Durch 21 praktische Werkzeuge und wissenschaftlich fundierte Anleitungen hilft sie, das Nervensystem zu beruhigen und das Vertrauen in sich selbst zurückzugewinnen.


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Titel: Hey Panik, komm mal wieder runter!: 21 Wege mit Panikattacken umzugehen
Autor: Klara Hanstein
Sprecher: Agnes Mann
Verlag: Arkana
Länge: 515 Minuten
ASIN: B0F53RXQWV
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Klara Hanstein ist klinische Psychologin und litt jahrelang selbst unter Panikattacken. In ihrem Buch beschreibt sie, wie diese entstehen, sich äußern und wie man sie überstehen und vermeiden kann.

Meinung:
Das Hörbuch zu „Hey Panik, komm mal wieder runter!“ überzeugt vor allem durch seinen klaren Aufbau und die angenehme Erzählweise von Agnes Mann. Ihre ruhige, einfühlsame Stimme passt sehr gut zum Thema und macht es leicht, auch bei schwierigeren Inhalten dranzubleiben. Besonders positiv fällt auf, wie verständlich und eindrucksvoll erklärt wird, wie Panikattacken entstehen, was sie auslöst und warum sie sich manchmal festsetzen. Dass Klara Hanstein selbst betroffen war, verleiht dem Ganzen eine spürbare Authentizität – man merkt, dass hier nicht nur theoretisches Wissen vermittelt wird, sondern echte Erfahrung dahintersteht.
Die vorgestellten Strategien im Umgang mit Panikattacken sind grundsätzlich hilfreich und machen das Buch sowohl für Betroffene als auch für Angehörige interessant. Allerdings zeigt sich hier auch eine Schwäche: Viele der Tipps sind sehr spezifisch auf bestimmte Situationen zugeschnitten. Wer seine Panik in anderen Kontexten erlebt, muss die Ansätze erst auf die eigene Lage übertragen (können) oder sich zusätzliche Hilfe suchen – etwa über weiterführende Angebote wie Selbsthilfegruppen (welche die Autorin anbietet). Das ist zwar nachvollziehbar, weil kein Ratgeber jede mögliche Situation abdecken kann, wirkt in der Umsetzung aber stellenweise etwas zu ausführlich (auf die geschilderten Attacken) und wenig flexibel (für die Übrigen).
Gerade für Menschen, welche sich generell schwer mit dem Thema tun, könnten einige Passagen zudem etwas ermüdend sein, weil die Erklärungen und Beispiele teilweise sehr ausufernd geraten sind. Hier hätte eine etwas allgemeinere und kompaktere Darstellung möglicherweise geholfen, die Inhalte zugänglicher zu machen. Insgesamt bleibt das Hörbuch aber ein wertvoller, authentischer Begleiter im Umgang mit Panikattacken – mit kleinen Schwächen in der praktischen Umsetzbarkeit.

Cover:
Das Cover ist niedlich gestaltet – der kleine Wirbelsturm – welcher alles durcheinanderbringt. Sehr passend und ein entspannter Umgang mit der Panik.

Fazit:
Ein guter Ratgeber für Betroffene und Angehörige, welcher kleinen Schwächen in der Umsetzbarkeit mitbringt. Dennoch lohnt sich die Lektüre und daher vergebe ich 4 Sterne und eine Empfehlung, damit die Panik besser verstanden wird.