Ich glaube, der Fliesenleger ist tot!: Ein lustiges Baubuch – Julia Karnick

Klappentext:
»Ist es nicht ärgerlich, wie viel Geld man verschleudert, wenn man lebenslang Miete zahlt?« Wer diese Frage stellt, steht schon mit einem Bein in der Baugrube – oder zumindest im Notariat. Egal ob man neu, aus-, an- oder umbaut, eines kommt sicher auf die Bauherren zu: eine Menge. Julia Karnick hat das alles hinter sich und weiß, wie man eine drohende Kostenexplosion bewältigt, sich das Leben ohne Keller schönredet, abgetauchte Handwerker aufspürt, einen Jahrhundertwinter und zwei Wasserschäden übersteht.


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Titel: Ich glaube, der Fliesenleger ist tot!: Ein lustiges Baubuch
Autor: Julia Karnick
Verlag: blanvalet
Seiten: 368
ISBN: 978-3442378685
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Familie Karnick kauft ein Grundstück und lässt das darauf stehende Haus abreißen um ein neues Haus zu bauen. Der Baualltag wird Rückblickend mit viel Humor geschildert …

Schreibstil:
Als freie Journalistin und Kolumnistin weiß Julia Karnick wie man schreibt und seine Leser bei Laune hält. Die Geschichte an sich hat mich tief berührt und ich musste das Buch des Öfteren zur Seite legen, einfach weil ich beim Lesen schon eine halbe Depression bekommen habe – wie kann man diese ganze Schei** nur durchmachen? Auf dieser Baustelle hat ja wirklich nichts geklappt! Ich bin sehr froh, dass der Hausbau (vor über 20 Jahren) bei meinen Eltern ohne einen Mangel funktioniert hat und ich auch im Bekanntenkreis habe ich zwar von Baupannen gehört, aber nie, dass solche Mängel aufgetreten sind. Daher habe ich mich zwischenzeitlich immer wieder gefragt, ob die Dinge wirklich so passiert sind, wie sie denn geschildert wurden. Im Buch steht ganz klar: Ja, alles so passiert! Gruselig und authentisch wird also beschrieben, wie sich die Handwerker verhalten, was nicht klappt und die Folgen dazu. Auch wird nach jedem Kapitel aufgerechnet wie hoch die Baunebenkosten sind und was man dafür bekommt – oder eben auch nicht. Dennoch werden die ganzen Pannen und die Depression der Autorin locker flockig niedergeschrieben, frei nach dem Motto: Wenn du nicht weinen kannst, dann lache.

Cover:
Das Cover spiegelt genau das wieder, was das Buch beinhaltet: Alles geht zu Bruch!

Fazit:
Für Menschen, welche überlegen zu bauen könnte es ein halber Ratgeber sein „worauf sollte man achten“ und „wo könnte viel passieren“, es kann aber auch sein, dass nach dem Lesen das Bauvorhaben komplett abgebrochen wird, einfach weil man zu viel Angst bekommen kann, wenn man liest was alles passieren kann.  Für Leute, welche schon gebaut haben ist dieses Buch eine schöne Lektüre um das eigene Bauvorhaben rückblickend zu betrachten. Alles in allem ist das Buch gut geschrieben und ein schöner Zeitvertreib, daher gebe ich 3 Sterne. Eine Leseempfehlung ist hier wohl schwer zu geben und muss von Fall zu Fall betrachtet werden 😉

Glaskinder – Kristina Ohlsson

Klappentext:
Gespenster? Gibt es nicht! …oder doch?

Die 12-jährige Billie ist gar nicht begeistert von der Idee ihrer Mutter, aus der Stadt weg zu ziehen. Und dann auch noch in dieses heruntergekommene Haus in der Pampa! Das Haus ist mit lauter seltsamen Möbeln vollgestopft, die die Vormieter bei ihrem überstürzten Auszug zurückgelassen haben. Billie merkt bald, dass seltsame Dinge vor sich gehen: Bücher wechseln den Platz, Deckenlampen schwingen unvermittelt hin und her und Billie hört nachts komische Geräusche. Zum Glück lernt sie den Nachbarsjungen Aladdin kennen. Gemeinsam machen sie sich auf, die geheimnisvolle Vergangenheit des Hauses zu ergründen.


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Titel: Glaskinder
Autor: Kristina Ohlsson
Sprecher: Rosalie Thomass
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 2 Std. 17 Min.
ISBN: 978-3844515848
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Billie zieht mit ihrer Mutter nach dem Tod des Vaters in ein altes Haus aufs Land. Doch irgendetwas stimmt nicht mit diesem Haus. Billie merkt es sofort und auch Dorfbewohner kennen das besagte Haus sehr gut. Nur Billies Mutter möchte von Gespenstern nichts wissen …

Stil:
Kristina Ohlsson schreibt sehr atmosphärisch und die Geschichte kommt schnell in fahrt. Teilweise war sie sogar recht gruselig und ich hoffte nur noch auf ein baldiges, zufriedenstellendes Ende. Rosalie Thomas unterstützt die Geschichte durch eine angenehme Stimmfarbe und passende Betonung. Ich war von der schwedischen Einöde komplett in Beschlag genommen.

Charaktere:
Billie, Simona und Aladdin haben mir sehr gut gefallen. Jeder Charakter ist anders und auf seine Art sehr sympathisch. Die Ängste, die die Kids ausgestanden haben, waren zeitweise auch meine und ich war ebenso erleichtert wie sie, als sie den Glaskindern auf die Spur gekommen sind.

Billies Mutter hingegen konnte ich auf den Tod nicht ausstehen, so eine schlimme Persönlichkeit!

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön, wobei es nicht so gut zur eigentlichen Handlung passt.

Fazit:
Ein schönes Hörbuch für zwischendurch. Die Dauer ist perfekt und so kommt die Geschichte gleich auf den Punkt ohne gehetzt zu wirken. Die Geschichte ist in sich geschlossen und für jung und alt wunderbar zu hören. Von mir gibt es 4 Sterne, weil einmal hören für mich reicht.

Land in Sicht – Kristina Steffan

Klappentext:
Das Glück schmeckt nach Äpfeln und Schokolade

Lotta hasst Veränderungen. Blöd nur, dass das Leben darauf keine Rücksicht nimmt. Als ihre Oma stirbt, ist sie plötzlich Hausbesitzerin. Auf dem Land. Gemeinsam mit ihrer ungeliebten Schwester. Von nun an kämpft Lotta mit Kühen im Garten, mit den Dorfbewohnern und Handwerkern, die gern auch mal die falsche Wand einreißen. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Graf im Nachbarhaus, der ihre Gefühle ganz schön durcheinanderbringt …


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Titel: Land in Sicht
Autor: Kristina Steffan
Verlag: Diana Verlag
Seiten: 336
ISBN: 978-3453357785
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Oma ist tot. Einfach nicht mehr aufgestanden, als sie sich zum Mittagsschläfchen in ihre Hollywoodschaukel legte. Was nun?! Lotta und Lea sollen laut dem Testament von Oma gemeinsam ihr altes Haus beziehen, natürlich ist das alles nicht so einfach …

Schreibstil:
Die Geschichte geht flüssig voran und der Schreibstil ist typisch Kristina Steffan / Kristina Günak – was soviel bedeutet wie: schnell, spritzig, gefühlvoll. Allerdings sind die Themen in diesem Roman nicht so witzig und auch mir rollte teilweise etwas Tränenflüssigkeit über mein Gesicht 🙁 dennoch schafft es Kristina die Themen geschickt zu verarbeiten und diese zwar amüsant aber nicht lächerlich zu beschreiben – ein interessanter Spagat!

Charaktere:
In diesem Fall möchte ich nicht explizit auf die einzelnen Personen eingehen. So viel sei aber gesagt: Sie sind alle auf ihre Art „speziell“ und es zeigt sich wieder deutlich, dass erlebtes sich in die Psyche einbrennen und die Persönlichkeit formen kann.

Cover:
Das Cover ist schön, weckte bei mir aber andere Assoziationen zur Geschichte, was ja nicht bei jedem so sein muss. Ich stellte mir ein Leben in einer Kleingartenanlage vor – wobei: Jeder kennt und hilft jedem. So unterschiedlich ist das wohl auch nicht 😉

Fazit:
Eine traurige sowie amüsante Sommerlektüre über Verlust, Liebe, Familie und den alltäglichen Kampf mit Psychosen, Macken und Mitmenschen! Mir hat „Land in Sicht“ gut gefallen und es liest sich sehr flüssig. Da die Thematik mit dem Verlust eines Menschen im Vordergrund steht ist eine Empfehlung zu geben sehr schwer – auch wenn das Thema sympathisch umgesetzt wurde.

Verlassene Orte: Ein HALLER-Taschenbuch

Klappentext:
Sind bewohnte und benutzte Zimmer und Häuser bewusst geschmückt mit den Dingen, die unser Wesen, unseren Status ausdrücken, so zeigen verlassene Gebäude ihr ungeschminktes, ehrliches Wesen. Sie sind ein nicht katalogisierter, zufällig zusammengestellter Ausstellungsraum des Vergangenen. Menschenleere Orte, Zimmer, Friedhöfe, Produktionsstätten, Krankenhäuser, Hotels, an denen seit Jahren die Zeit nagt, die verfallen, und an denen von Menschenhand nichts verändert wurde. Der öffentliche Raum, in dem wir uns bewegen, ist überwacht und kontrolliert. Er hat eine Funktion, und der Mensch fügt sich dieser: Eingekauft wird in der Mall, gegrillt wird an festgelegten Plätzen im Park, getanzt wird in der Diskothek. An verlassenen Orten gibt es keine Überwachungskameras, ihre Funktion ist aufgehoben und ihre Geschichte bleibt verborgen. Diese Orte haben keine Aufgabe mehr, es ist nicht immer ersichtlich, für wen und wozu sie einmal geschaffen wurden. Ihre Gestaltung ist abgeschlossen, ihre Nutzung beendet, nun können sie ein ungesteuertes Eigenleben entwickeln. Sie nützen niemandem mehr. Sie haben keine Aufgabe.


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Titel: Verlassene Orte
Verlag: P.Machinery M. Haitel
Seiten: 212
ISBN: 978-3942533447
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Viele Kurzgeschichten über verlassene, einsame und verfallene Orte erwarten den Leser in dieser Sammlung. Von Spannung und Nervenkitzel bis nachdenklich und verträumt findet jeder Leser etwas.

Schreibstil:
Diese Anthologie beinhaltet interessante Autoren mit unterschiedlichen Stilen. So konnte ich mich bei einigen sofort fallen lassen und bei anderen interessierte mich die Art und dadurch auch die Geschichte wenig.

Cover:
Das Cover ist sehr Themenbezogen und auch im Buch geht es weiter. So sind viele Bilder von verlassenen Orten abgelichtet und untermauern die dazugehörigen Geschichten.

Fazit:
Eine schöne Sammlung, die mich sehr nachdenklich gestimmt hat. Orte, auch wenn sie verlassen sind, üben immer eine bestimmte Art der Anziehung in uns aus und genau das ist in diesem Werk die Botschaft. Ich vergebe 4 Sterne für „Verlassene Orte“, da mich nicht alle Geschichten berühren konnten. Eine Empfehlung geht aber an Leser, die gerne mal etwas anderes, mystisches Lesen möchten und auch fühlen wollen.

Bedanken möchte ich mich bei Dean (einer kleinen Leseratte), denn ohne ihn hätte ich „Verlassene Orte“ nicht beim Gewinnspiel auf jessireneleseratten.blogspot.de gewonnen 😀