Blind Walk – Patricia Schröder

Klappentext:
Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten „Blind Walk“, einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv. Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.

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Titel: Blind Walk
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Coppenrath
Länge: 448 Seiten
ISBN: 978-3649617495 ‎
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Sieben junge Erwachsene werden in der Wildnis ausgesetzt und haben eine Woche Zeit, in die Zivilisation zurückzufinden. Blöd nur, wenn man sich nicht mit den anderen versteht …

Meinung:
Der Einstieg ist genial! Erzählt wird die Geschichte von Lida, einer 17-jährigen, welche ihren Freund überredet hat, sie in den Blind Walk einzuschleusen und das, obwohl Paare bei solchen Events nicht zu suchen haben. Der nächste Handlungsstrang handelt von Stan, welcher nach einem Unfall im Koma liegt und nur noch weg von seinem Körper möchte. Der dritte Strang handelt von den Ärzten aus dem Krankenhaus. Wie alle Fäden zusammenhängen, das erfährt man zum Ende eindrücklich. Alle drei Verläufe sind in sich sehr spannend und gut erzählt. Der Stil von Patricia Schröder ist bildhaft, ohne die eigene Fantasie zu beeinflussen und so fühlt man schnell die Beklemmung, welche sich in der Gruppe ausbreitet und man weiß sehr wenig über die Charaktere – genau wie die Teilnehmer auch nichts von den anderen wissen. Mit dieser Unwissenheit spielen die Charaktere bewusst und gekonnt, ohne das es konstruiert erscheint. Die Stimmung in der Gruppe ist freundlich bis brutal, was wirklich glaubhaft erscheint – auch wenn einige Handlungen etwas zu leichtfertig abgetan werden, was sich allerdings schnell überliest, weil sehr viel nebenbei passiert. Gerade, wenn man sich etwas entspannt, folgen Plot twists und die Spannung schießt wieder nach oben, das Buch fesselt mit seinen Wendungen und den kurzen Einschüben des Klinikalltags. Allerdings kippt das Ganze im letzten drittel. Die Geschichte wirkt dann nur noch konstruiert und leider auch vorhersehbar, was den wirklich guten Einstieg und den spannenden Mittelteil zunichtemacht.

Cover:
Das Cover passt gut zur Geschichte und auch im Innenteil ist das Cover des Öfteren abgebildet und unterteilt die Geschichte in ihre Teile.

Fazit:
Ein sehr spannender Einstieg mit eindrücklichen Beschreibungen des Settings. Allerdings lässt die Spannung am Ende nach und es wirkt sehr vorhersehbar und konstruiert. Daher vergebe ich nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.

Splitterherz 02: Scherbenmond – Bettina Belitz

Reiheninfo:
Splitterherz
Scherbenmond
Dornenkuss

Klappentext:
Längst ist der Sommer vergangen, der Elisabeth Sturm die Augen öffnete für die gefährliche Welt der Mahre, der Sommer, in dem sie sich in einen von ihnen verliebte. Seit Monaten ist Colin nun verschwunden und Ellie quält sich durch einen nicht enden wollenden Winter. Die Tage tröpfeln gleichförmig vor sich hin, in den Nächten dagegen wird Ellie von Albträumen heimgesucht, die sie verstört zurücklassen.
Um auf andere Gedanken zu kommen, quartiert Ellie sich bei ihrem Bruder in Hamburg ein. Doch sie erkennt Paul kaum wieder: Er wirkt erschöpft und gehetzt und scheint etwas vor ihr zu verbergen. Je mehr sie in Pauls Welt eintaucht, desto deutlicher überkommt Ellie ein Gefühl der Bedrohung und plötzlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Sie ahnt nicht, dass ihre Sorge um Paul und ihre Liebe zu Colin sie tiefer verletzen könnten als der abgründigste Traum.


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Titel: Scherbenmond
Autor: Bettina Belitz
Verlag: skript5
Länge: 725 Seiten
ASIN: B00EEJU77O
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Scherbenmond ist die Fortsetzung von Splitterherz und es geht wieder um Ellie, welche sich fleißig versucht von Colin fernzuhalten und dafür auch nach Hamburg – zu ihrem Bruder Paul – ausweicht …

Meinung:
Der Roman erweist sich als äußerst zäh und langatmig. Über große Teile hinweg passiert nur sehr wenig, wodurch die Geschichte kaum Spannung oder Entwicklung aufbauen kann. Besonders problematisch wirkt die Darstellung der Protagonistin: Elli wird als hochsensibel eingeordnet, verhält sich jedoch häufig niederträchtig, verletzend und teilweise sogar aggressiv. Diese Charakterzeichnung erscheint widersprüchlich und wenig überzeugend.
Auch die Beziehung zu Colin ist schwer nachvollziehbar. Trotz ihres herablassenden Verhaltens verzeiht er ihr nahezu alles, was unrealistisch und frustrierend wirkt. Kritisch fällt zudem der Umgang mit sensiblen Themen auf. Das Buch scheint stellenweise belehren zu wollen, verfehlt dabei jedoch einen differenzierten Ton. Besonders die Darstellung von Homosexualität wirkt problematisch: Während sie grundsätzlich akzeptiert wird, scheint sie im familiären Kontext als schwierig dargestellt zu werden, denn Ellie akzeptiert die Homosexualität ihres Bruders nicht und als dann herauskommt, dass Paul nur manipuliert wurde und in Wirklichkeit weiterhin hetero ist, ist ja alles gut. Sorry, aber das geht gar nicht!
Darüber hinaus werden Themen wie Drogenkonsum teilweise verharmlosend dargestellt, und auch Bodyshaming findet seinen Platz im Text, was zusätzlich negativ auffällt. Es waren einfach zu viele Themen im Buch, welche schlecht umgesetzt wurden und daher habe ich mich für einen Abbruch der Reihe entschieden – gerade die Protagonistin hält man nicht aus.

Cover:
Das Cover ist wieder sehr schön gestaltet und passt wunderbar zur Reihe.

Fazit:
Scherbenmond konnte weder durch Handlung noch durch Figuren überzeugen. Die Geschichte zieht sich, die Charaktere wirken unausgereift oder widersprüchlich und der Umgang mit sensiblen Themen ist stellenweise misslungen. Insgesamt ein enttäuschendes Leseerlebnis, daher nur ein Stern und keine Leseempfehlung.

Septemberjunge: Biografischer Roman über die Erlebnisse eines jungen Mannes im Zweiten Weltkrieg – Lara Ried

Klappentext:
„Septemberjunge“ erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte eines jungen Mannes aus Oschatz in den Jahren 1942 bis 1945. Der Zweite Weltkrieg ist in vollem Gange, und wie so viele Jugendliche wird auch der achtzehnjährige Oschatzer in die Wehrmacht eingezogen und an die Ostfront geschickt, hinein in den russischen Winter. Sein Weg von hier an wird jedoch nicht nur bestimmt von den schweren Kämpfen und Verlusten des Krieges, sondern ebenso von erstaunlich glücklichen Umständen und bewegenden, lebensverändernden Ereignissen. Dazu zählen unter anderem die unerwartet herzlichen Begegnungen mit russischen Zivilisten, sein Aufenthalt in einem bayerischen Reservelazarett mit einer außergewöhnlichen Krankenschwester, der Beginn enger, wenn auch teils tragischer Freundschaften, sein knappes Überleben als Fahnenflüchtiger sowie die schicksalhafte Kennenlern- und Liebesgeschichte zwischen ihm und einer jungen Frau. Der Roman entstand mit Unterstützung des Protagonisten selbst, der noch kurz vor der Veröffentlichung seinen 101. Geburtstag feiern konnte und zur Illustration des Buches einige alte Fotos aus seinem Privatarchiv beisteuerte, die im Anhang zu finden sind. „Septemberjunge“ ist dennoch nicht als Zeitzeugenbericht zu verstehen, der den Krieg aus nüchtern-historischer Sicht beleuchtet, sondern als ein Roman, der die besondere Geschichte eines jungen Soldaten erzählt, der in schwerer Zeit viel Glück hat, großen Mut aufbringt und dessen Sichtweise trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Erlebnisse bis ins hohe Alter von Zuversicht und Lebensfreude geprägt ist.


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Titel: Septemberjunge: Biografischer Roman über die Erlebnisse eines jungen Mannes im Zweiten Weltkrieg
Autor: Lara Ried
Verlag: tredition
Länge: 572 Seiten
ISBN: 978-3384717061
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Septemberjunge ist ein biografischer Roman von Lara Ried, der in enger Zusammenarbeit mit dem Protagonisten entstanden ist. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Jahre und verbindet Erlebnisse aus Kriegszeiten mit persönlichen, privaten Erfahrungen. Im Mittelpunkt steht ein Junge aus Oschatz, dessen Lebensweg von den Ereignissen des 2. Weltkriegs stark geprägt wird. Der Roman schildert detailliert und eindringlich, welche Situationen und Herausforderungen er durchlebte und wie diese ihn als Mensch formten.

Meinung:
Lara Rieds Schreibstil hat mich überzeugt (gerade für einen Debütroman mit diesem Themenkomplex!). Besonders beeindruckend ist, wie intensiv sie schildert, was im Leben des Jungen passiert ist, und wie feinfühlig sie die Auswirkungen der Kriegserlebnisse mit seinen privaten Beziehungen verwebt. Diese Mischung geht unter die Haut: Die brutalen, schonungslosen Szenen aus dem Krieg stehen im starken Kontrast zu der sich entwickelnden Liebesgeschichte, die immer wieder kleine Momente des Aufatmens schenkt. Genau dieses Wechselspiel macht das Lesen so eindringlich und emotional fordernd, aber auch unglaublich fesselnd.
Natürlich gibt es Passagen, in denen die Detailtreue fast überwältigend ist und das Tempo etwas herausnimmt – hier hätten dem Buch kleinere Kürzungen gutgetan. Trotzdem bleibt alles in sich stimmig und wirkt nie unnötig oder fehl am Platz. Im Gegenteil: Gerade diese Genauigkeit verleiht der Geschichte ihre Authentizität. Besonders berührend sind die privaten Bilder, die das Erzählte noch greifbarer machen und dem Ganzen eine zusätzliche, sehr persönliche Intensität verleihen.

Cover:
Das Cover wirkt nach einem persönlichen Tagebuch, einem Rückblick auf das Leben und daher passt es wunderbar zum Inhalt:

Fazit:
Septemberjunge überzeugt als bewegender biografischer Roman, der sowohl historische als auch persönliche Perspektiven miteinander verbindet. Das Buch hinterlässt einen bleibenden Eindruck und regt dazu an, sich intensiver mit den geschilderten Ereignissen auseinanderzusetzen. Besonders für Leser, die sich für reale Lebensgeschichten und historische Hintergründe interessieren, ist es eine lohnenswerte Lektüre. Ich vergebe 5 Sterne für diesen sehr lesenswerten Debütroman.

Ich bedanke mich bei Lara Ried für das Rezensionsexemplar.

Splitterherz 01: Splitterherz – Bettina Belitz

Reiheninfo:
Splitterherz
Scherbenmond
Dornenkuss

Klappentext:
Es gibt genau einen Grund, warum Elisabeth Sturm nicht mit fliegenden Fahnen vom platten Land zurück nach Köln geht, und dieser Grund heißt Colin. Der arrogante, unnahbare, aber leider auch äußerst faszinierende Colin gibt Ellie ein Rätsel nach dem anderen auf, und obwohl sie sich mit aller Macht dagegen wehrt, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen.
Bald muss Ellie einsehen, dass Colin viel mehr mit ihrer Familie verbindet, als sie sich je vorstellen könnte. Ihr Vater Leo verbirgt ein Geheimnis, das ihn und Colin zu erbitterten Gegnern macht – und das Ellie in tödliche Gefahr bringt.
Dass sie mit ihren seltsamen nächtlichen Träumen den Schlüssel zu dem Rätsel in der Hand hält, begreift Ellie erst, als ihre Gefühle für Colin alles zu zerstören drohen, was sie liebt.


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Titel: Splitterherz
Autor: Bettina Belitz
Verlag: skript5
Länge: Minuten
ASIN: B00EEJU6HU
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
In Splitterherz zieht die 17-jährige Ellie mit ihren Eltern von Köln in ein kleines Dorf – ein Neuanfang, der eigentlich unauffällig verlaufen soll. Ihr einziges Ziel ist es, ihr Abitur zu schaffen, ohne erneut zur Außenseiterin zu werden. Doch genau das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn im Dorf kennt jeder jeden und das Interesse an der „Neuen“ ist groß. Während Ellie versucht, sich einzufügen, fühlt sie sich gleichzeitig immer mehr zu Colin hingezogen – einem geheimnisvollen Jungen, der lieber Abstand zu Menschen hält und seine Zeit fast ausschließlich mit seinen Tieren verbringt. Seine abweisende Art macht ihn nur noch faszinierender für Ellie…

Meinung:
Teilweise konnte ich mich sehr gut in Ellie hineinversetzen – gerade der Umzug von der Stadt aufs Land hat bei mir viele eigene Erinnerungen geweckt. Diese typischen „Stadt-Land“-Konflikte sind authentisch beschrieben und haben Ellie für mich anfangs wirklich sympathisch gemacht. Umso enttäuschender war es, dass sich dieser Eindruck im Laufe der Geschichte verändert hat. Ellie wirkt oft extrem impulsiv und hat ihre Gefühle kaum unter Kontrolle, was sie stellenweise anstrengend und wenig greifbar macht. Die Beschreibung „stur wie eine Fünfjährige“, die im Buch fällt, trifft es leider ziemlich gut. Auch ihre ständigen Ohnmachtsanfälle und das häufige Einschlafen wirken übertrieben und fast schon unglaubwürdig – irgendwann fragt man sich ernsthaft, ob dahinter nicht eigentlich eine medizinische Ursache stecken müsste.
Auch die Darstellung der Eltern hat bei mir Fragen aufgeworfen: Sie wirken erstaunlich passiv und lassen vieles einfach geschehen, ohne wirklich einzugreifen. Dass Ellies Bruder Paul verschwunden ist und scheinbar kaum jemand – außer Ellie – emotional darauf reagiert, verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Colin hingegen bleibt lange der typische geheimnisvolle „perfekte“ Junge, der fast schon zu gut erscheint. Mit der späteren Entwicklung rund um seine besonderen Fähigkeiten wird die Handlung noch unrealistischer. Die Nebenfiguren bleiben insgesamt recht blass und tauchen oft nur dann auf, wenn sie für die Handlung gebraucht werden, was sie etwas konstruiert wirken lässt.
Zwar merkt man deutlich, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, doch gerade deshalb wirken einige Szenen überraschend explizit, was die Zielgruppe etwas schwer einzuordnen macht. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass der erste Band für sich genommen recht abgeschlossen wirkt und ein zufriedenstellendes Ende bietet.

Cover:
Das Cover ist auf den ersten Blick etwas verwirrend, aber gleichzeitig sehr ansprechend gestaltet. Genau diese Mischung passt gut zur Geschichte selbst, die ebenfalls nicht immer klar strukturiert ist, dafür aber von starken Emotionen und viel Herzschmerz lebt.

Fazit:
Splitterherz bietet einen interessanten Einstieg in die Trilogie und punktet mit einer spannenden Grundidee sowie einer emotionalen Atmosphäre. Allerdings wirkt die Umsetzung an einigen Stellen unausgereift, sowohl was die Handlung als auch die Charaktere betrifft. Insgesamt ein solides Jugendbuch mit Stärken und Schwächen, das mich zwiegespalten zurücklässt. Daher vergebe ich 3 Sterne und empfehle es vor allem Leserinnen, die Geschichten über geheimnisvolle Figuren und intensive Gefühle (die nicht immer zu erklären sind) mögen.

Der Tunnel: Nur einer kommt zurück – Chris McGeorge

Klappentext:
Seit Jahren versucht der Schriftsteller Robin Ferringham, das Verschwinden seiner großen Liebe Samantha zu verarbeiten. Da erhält er einen kryptischen Anruf: Ein junger Gefängnisinsasse namens Matthew bittet Robin um Hilfe – dafür bietet er Informationen über Sam.
Robin recherchiert den Fall und findet heraus, dass Matthew und seine Freunde vor einem Jahr mit dem Boot in Englands längsten Kanaltunnel gefahren sind. Als das Boot wieder auftauchte, waren alle bis auf Matthew verschwunden. Er ist der einzige Verdächtige – doch er erinnert sich an nichts. Wenn Robin etwas über Sams Verbleib erfahren will, dann muss er dem Geheimnis des finsteren Tunnels selbst auf den Grund gehen …


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Titel: Der Tunnel: Nur einer kommt zurück
Autor: Chris McGeorge
Verlag: Knaur
Länge: 354 Seiten
ASIN: B07ZPW7BLD
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Der Standedge-Tunnel in England wird zum Schauplatz eines Verbrechens. 6 Jugendliche machen einen Ausflug und nur einer kommt zurück, was ist passiert?

Meinung – mit SPOILER:
Nachdem mich Escape Room von Chris McGeorge nicht wirklich überzeugt hat, habe ich lange überlegt, ob ich „Der Tunnel“ wirklich lesen will. Der Tunnel wurde ein paar Jahre nach Escape Room geschrieben und so hatte ich Hoffnungen, dass der Autor besser geworden ist. Leider nein, das Buch ist so furchtbar langweilig und so konstruiert, dass es einfach eine Qual ist, es zu lesen. Selbst die beklemmende Stimmung, um den Standedge, konnte McGeorge nicht aufbauen. Es gibt wunderbare Videos zum Tunnel, die furchteinflößender sind, als das, was der Autor zum Tunnel zu Papier gebracht hat. Die Geschichte dreht sich in erster Linie um den Autor Robin Ferringham, welcher anscheinend nur ein Buch herausbrachte – um seine verschwundene Frau. Dennoch scheint er alles stehen und liegen lassen zu können, um sofort zum Standedge zu fahren, nur weil er einen Anruf erhalten hat, in dem er um Hilfe gebeten wird. Der Anrufer ist Matthew, welcher mit seinen Freunden einen Boottrip in den Tunnel gemacht hat und als einziger wieder herauskam – nun sitzt er im Knast und er erhofft sich die Hilfe von Robin, weil er von einer Frau gehört hat, dass Robin das kann. So beginnt Robin zu ermitteln und benimmt sich so trottelig, das es wahrlich peinlich ist! Im weiteren Verlauf fällt der arme Robin so oft in Ohnmacht, dass man gewisse Sachen einfach nicht aufklären muss und andere Sachen einfach hinten herunterfallen. Die Geschichte fängt interessant an, wird dann kneten langweilig und irrsinnig, beherbergt so viele Fehler, das man meinen könnte das Korrektorat hätte gar nicht stattgefunden und das Ende – lächerlich! Auch die Unterhaltungen im Buch sind extrem oberflächlich und nachher sogar vulgär – ist halt blöd, wenn einem nichts mehr einfällt. So wie mir jetzt 😉

Cover:
Das Cover passt gut zum Inhalt, im Standedge ist es allerdings noch finsterer – laut den Videos im Internet. Die Protagonisten konnten sich allerdings sehr gut im Tunnel zurechtfinden – also passt das Cover wohl doch …

Fazit:
Definitiv mein letztes Buch vom Autor. So viele Fehler, so übermäßig konstruiert und so langweilig, so sollte kein Thriller sein. Daher keine Leseempfehlung und nur einen Stern.