Alles muss versteckt sein – Wiebke Lorenz

Klappentext:
Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden?
Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint …


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Titel: Alles muss versteckt sein
Autor: Wiebke Lorenz
Verlag: Karl Blessing Verlag
Seiten: 352
ISBN: 978-3896674692
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Die Geschichte beginnt in der forensischen Psychiatrie. Maria befindet sich seit der schlimmen Nacht, in der sie ihren Lebensgefährten Patrick ermordet haben soll, dort. Der Alltag mit psychisch Kranken, die Erlebnisse der Patienten und der Umgang mit dem Personal werden geschildert und dann beginnt Marie irgendwann mit ihrem Arzt den grausamen Fall aufzuarbeiten. Was ist wirklich passiert?

Der Schreibstil von Wiebke Lorenz ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Recherche über das Thema Zwangserkrankungen merkt man. Die Diagnosen, Verhaltensarten und Ängste der Patienten sind schlüssig, aber leider hört es dann auch schon auf. Denn eine Spannungskurve schafft die Autorin nicht. Der Inhalt plätschert so dahin und schnell ist klar, was wirklich in dieser schlimmen Nacht passierte.

Die Charaktere wirken, bis auf die Erkrankten, sehr konstruiert und flach. Es scheint, als ob der Fokus auf der Krankheit und dem verstehen lag und nicht auf der Glaubwürdigkeit der Personen. So konnte ich Marie sehr schnell fassen und mit ihr fühlen, da ich ihre Krankheit und den Leidensweg gut nachvollziehen konnte. Dies gelang mir beim Arzt und weiteren „gesunden“ Personen nicht. Auch Patrick, Maries Lebensgefährte, wirkte so was von Langweilig, dass ich nicht verstanden habe, warum sie sich in ihn verliebt hat.

Das Cover verstehe ich nach dem Lesen noch weniger als zuvor. Eine Frau, die die blutigen Hände hinter dem Rücken faltet, als würde sie sich schämen? Irgendwie passt das nicht richtig zur Geschichte.

Fazit:
Ein sehr interessantes Buch zum Thema Zwangserkrankungen. Wer allerdings einen spannenden und fesselnden Thriller erwartet wird schwer enttäuscht. Schnell ist klar, was in der Nacht passierte und die konstruierte Handlung schleicht langsam bis zum Ende. Mich hat die wirklich gute Beschreibung über die forensische Psychiatrie und deren Insassen sowie Krankheiten überzeugt, dafür vergebe ich 3 Sterne und meine Empfehlung geht eher an Leser, die sich mit dem Thema Psyche beschäftigen wollen. Für reine Thriller-Fans könnte das Buch ein Reinfall sein.

Die versteckte Welt – Ina van Lind

Klappentext:
Rike steht überwiegend im Schatten ihrer jüngeren Schwester Nele, die mit guten Leistungen brilliert und zudem weiß, wie sie ihre Eltern für sich einnehmen kann. Auch in der Schule muss sie sich immer wieder gegen einige ihrer Mitschüler behaupten.

Als Rike auf einem Flohmarkt einen alten Kaugummikasten ersteht, ahnt sie nicht, welches Geheimnis er birgt. Auf der Suche nach Antworten gerät sie immer mehr in den gefährlichen Bann sagenumwobener Geschichten. Natürlich will Rike sich selbst etwas beweisen und fällt eine folgenreiche Entscheidung …


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Titel: Die versteckte Welt
Autor: Ina van Lind
Verlag: neobooks Self-Publishing
Seiten: 208
ASIN: B00B168Q9E
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt
Die versteckte Welt ist ein spannender Fantasy-Roman, der schon in den ersten Sätzen des Prologs für Gänsehaut sorgen kann. So wird von Karl berichtet, der verletzt am Boden liegt. Er versucht sich zu erinnern und ganz langsam kommen bruchstückhafte Gedanken zum Vorschein. So hat er mit seinem Freund Jakob Brombeeren stibitzt und ein Spiel gespielt, ein Spiel welches die beiden in eine andere Welt führte …

Viele Jahre später im Jahre 2011 befindet sich die kleine Rike mit ihrer Familie auf einem Flohmarkt und kauft dort einen Kaugummiautomaten mit Zauberkugeln, dazu erhält sie noch ein altes Buch „Die Farbenwelt – Eine Abenteuerreise zu dir selbst“. Rike, die im schatten ihrer kleinen Schwester Nele steht, ist von den Zauberkugeln sehr angetan und probiert am Abend eine grüne Kaugummikugel …

Schreibstil
Der Schreibstil von Ina van Lind ist wundervoll! Verträumt, lieb und mit viel Fantasie führt sie den Leser in eine einzigartige Welt. Der Ausdruck ist jugendfreundlich und toll ausgeführt, so macht das Lesen Spaß!

Charaktere
Die Charaktere sind alle auf ihre Art liebreizend. So ist die kleine Rike ein leicht ängstliches Mädchen, welches sich aber gut durchkämpfen kann. Ihre kleine Schwester Nele ist neugierig und eine kleine Petze, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie zu ihrer großen Schwester aufblickt und die beiden durch dick und dünn gehen würden, wenn sie es müssten. Auch die Eltern der beiden sind sehr liebevoll und verständnisvoll, eine normale Familie, die zusammenhält.

Die anderen Charaktere, welche in der Geschichte vorkommen sind ebenfalls gut ausformuliert und lassen den Leser sofort mitfühlen bzw. miterleben.

Cover
Das Cover finde ich ja sowas von toll! Vor dem Lesen dachte ich, dass es sich halt um ein altes Haus handelt, aber nach dem Lesen würde ich sogar sagen dass es ein Haus der Geschichte ist und genauso habe ich es mir beim Lesen vorgestellt – ich dachte schon gar nicht mehr an das Cover, bis jetzt 😉

Fazit
Ein toller Fantasy-Roman welchen ich uneingeschränkt empfehlen kann. Für Jugendliche ein interessantes Buch, da es sich teilweise mit dem Konkurrenzkampf der Geschwister Nele und Rike beschäftigt und natürlich wegen der fantasievollen Geschichte. Für die ältere Generation ist das Buch natürlich aus gleichen Gründen lesenswert und man findet für sich vielleicht auch Punkt aus der eigenen Kindheit wieder.

Was ich persönlich sehr schön fand, waren die Beschreibungen der Orte und Figuren. Sie wurden angerissen, aber nicht tiefer beschrieben, so gab Ina van Lind zwar eine grobe Richtung vor, aber die genaue Szene musste ich mir selbst bauen, so wird beim Lesen noch der Kopf angestrengt und man ist selbst an der Gestaltung der Schauplätze und Personen beteiligt.

Ich vergebe volle 5 Sterne für eine spannende und fantasievolle Geschichte. Teilweise gruselte ich mich auch – bin doch so sensibel – dass ich schon eine kleine Gänsehaut, auch wegen der aufgebauten Spannung, hatte, dass geschieht nicht oft 😳

Ich bedanke mich ganz herzlich für das Rezensionsexemplar bei Ina van Lind und hoffe auf weitere zauberhafte Geschichten!