Die Känguru-Rebellion – Marc-Uwe Kling

Klappentext:
Hey Leute, aufgepasst, keine Fake News, es ist wirklich wahr: neue Geschichten vom Känguru und dem Kleinkünstler. Wird auch echt Zeit. Ich meine, guckt euch mal um in der Welt. Von den Zuständen kriegt man ja Zustände. Das Känguru jedenfalls hat keinen Bock mehr darauf und startet eine Rebellion. Macht ihr mit? Es wird politisch, aktuell – und extrem witzig.
»Ich rebelliere!«, ruft das Känguru, als es in die Küche kommt.
»Aha«, sage ich. »Wogegen rebellierst du denn?«
»Gegen die Zustände.«
»Verständlich«, sage ich. »Löblich geradezu.«
»Rebellierst du mit?«, fragt das Känguru.
»Wenn ich darf.«
»Falsche Antwort. Wer rebelliert, fragt nicht, ob er darf.«
»Guter Punkt.«
»Also rebellierst du mit?«
»Sehr gerne.«
»Hervorragend«, sagt das Känguru. »Dann sind wir schon zu zweit.«


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Titel: Die Känguru-Rebellion
Autor: Marc-Uwe Kling
Sprecher: Marc-Uwe Kling
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 387 Minuten
ASIN: B0FZV8PLB8
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Der Roman „Die Känguru-Rebellion“ von Marc-Uwe Kling ist der fünfte Band der bekannten Känguru-Reihe. Im Mittelpunkt stehen erneut der Erzähler Marc-Uwe und das anarchische, kommunistische Känguru, die zusammen in einer WG leben. Anders als in den vorherigen Bänden steht diesmal das Thema „Rebellion“ im Fokus. Das Känguru ist unzufrieden mit gesellschaftlichen Zuständen und möchte aktiv etwas verändern. Daraus entsteht eine Art Wettbewerb zwischen ihm und Marc-Uwe, bei dem beide versuchen, möglichst viele Menschen für ihre jeweiligen Ideen zu gewinnen. Die Handlung besteht – wie gewohnt – aus einzelnen Episoden, die lose miteinander verbunden sind und verschiedene gesellschaftliche Themen aufgreifen, oft in Form von Dialogen und überspitzten Situationen.

Meinung:
Die ersten vier Bände der Reihe waren durchgehend grandios witzig und wurden von mir jeweils mit fünf Sternen bewertet. Das ungewöhnliche WG-Duo aus Marc-Uwe und dem Känguru hatte immer originelle Ideen, unterhaltsame Dialoge und eine gelungene Mischung aus Humor und Satire. In diesem Band wirkt es jedoch anders: Die sogenannte Rebellion, die das Känguru anzettelt, erscheint weniger humorvoll und dafür deutlich belehrender. Teilweise entsteht der Eindruck, dass bestimmte Meinungen als die einzig richtigen dargestellt werden, während andere Sichtweisen abgewertet werden. Dadurch geht für mich ein wichtiger Teil der Leichtigkeit und Offenheit verloren, die die Reihe zuvor ausgezeichnet hat. Auch der Versuch, gesellschaftliche Kritik zu äußern, wirkt weniger als gelungene Satire und eher wie reines Meckern. Wenn konkrete Verbesserungsvorschläge angesprochen werden, überzeugen diese zudem nicht wirklich oder bleiben oberflächlich. Insgesamt wirkt der Band dadurch unausgewogener als seine Vorgänger.

Cover:
Das Cover ist genial und erinnert irgendwie an Qualityland: Pink und das Känguru haben ja auch ein paar Schnittstellen 😉

Fazit:
Die Känguru-Rebellion bleibt zwar stilistisch der Reihe treu, kann aber inhaltlich nicht an die Stärke der vorherigen Teile anknüpfen. Besonders die einseitige Darstellung von Meinungen und die weniger gelungene Balance zwischen Satire und bloßer Kritik schwächen den Gesamteindruck deutlich. Während einzelne Momente noch unterhaltsam sind, fehlt dem Buch insgesamt die Leichtigkeit und der Humor, die die Reihe ursprünglich ausgezeichnet haben. Daher vergebe ich 2 Sterne, weil meine Enttäuschung über die inhaltliche Entwicklung und die schwächere Umsetzung im Vergleich zu den vorherigen Bänden überwiegt. Eine Empfehlung spreche ich nur begrenzt aus und rate erstmal zur Hör/Lese-Probe.

Ich bedanke mich bei Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.

Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen – Torsten Sträter

Klappentext:
Hallo, Sträter hier. Es gibt ein neues, noch handwarmes Buch von mir, mit Liebe zusammengestellt. Was drinsteht? Steht drin. Na gut, nur so viel: Es handelt sich im Wesentlichen um epische Exkursionen über Moral und Verstand, wie immer einem strengen roten Faden folgend, und am Ende eine zutiefst beseelende Botschaft.
QUATSCH!
Natürlich handelt es sich um die besten Geschichten der letzten drei Jahre. »Storys mit Pfiff«, hätte meine Omma gesagt. Flotte Storys mit ordentlich Pfiff, genauer gesagt. Würde sie heute noch leben, hätte sie vermutlich gesagt: »Safe bestes Buch, ANK.* Fühl ich.« Gott hab sie selig. So. Also, worum geht’s? Was ist denn nun konkret drin? Zum Beispiel die guten Nummern und Texte aus Nuhr im Ersten, und zwar in ungekürzter Form, TV-Texte und Geschichten aus meinem LIVE-Programm Schnee, der auf Ceran fällt. Und natürlich auch ganz neuer Stoff. Und Der kleine dicke König. All so was. Wird Ihnen gefallen.


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Titel: Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen
Autor: Torsten Sträter
Verlag: Ullstein
Länge: 288 Seiten
ASIN: B09XFDSHP4
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
In „Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen“ versammelt Torsten Sträter eine Mischung aus humorvollen Geschichten, Beobachtungen aus dem Alltag und persönlichen Einblicken. Viele der Texte greifen typische Sträter-Themen auf: absurde Situationen, trockener Ruhrpott-Humor und pointierte Alltagsreflexionen. Darüber hinaus widmet sich das Buch auch ernsteren Aspekten, insbesondere der Corona-Pandemie sowie Sträters eigenen Erfahrungen mit Depressionen und psychischer Gesundheit.

Meinung:
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass ein Großteil der Geschichten bereits aus TV-Auftritten oder dem Internet bekannt ist. Dadurch fehlt beim Lesen oft der Überraschungseffekt, und das Buch wirkt stellenweise wie eine Sammlung bereits verwerteter Inhalte, anstatt wirklich Neues zu bieten.
Die ernsteren Themen – insbesondere Depressionen und der Umgang mit psychischer Gesundheit – sind grundsätzlich wichtig und verdienen Aufmerksamkeit. Es ist auch authentisch, dass Torsten Sträter diese Aspekte seines Lebens einfließen lässt. Allerdings entsteht hier der Eindruck, dass diese Passagen nicht die Tiefe erreichen, die sie eigentlich bräuchten. Statt wirklich aufklärend oder intensiv verarbeitet zu wirken, erscheinen sie eher wie ergänzende Einschübe, die das Buch füllen, ohne ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Cover:
Das Cover passt zum Autor und damit zum Buch.

Fazit:
Das Buch bietet solide Unterhaltung für Fans, die Sträters Stil mögen und seine Geschichten gerne noch einmal nachlesen möchten. Wer jedoch auf neue Inhalte oder eine tiefgehende Auseinandersetzung mit ernsteren Themen hofft, könnte enttäuscht werden. Daher vergebe ich 3 Sterne, weil sich das Buch gut lesen lässt, aber nicht viel Neues bringt.

Die Analphabetin, die rechnen konnte – Jonas Jonasson

Klappentext:
Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn wäre sie fast gestorben. Im Grunde deutet alles darauf hin, dass sie ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen würde. Wenn sie nicht die gewesen wäre, die sie war, aber die war sie eben. Nombeko Mayeki war die Analphabetin, die rechnen konnte. Das Schicksal führt sie in die internationale Politik, auf die andere Seite des Erdballs. Auf ihrer Reise gelingt es ihr, dem meistgefürchteten Geheimdienst der Welt auf der Nase herumzutanzen, bis sie sich eines Tages eingesperrt im Laderaum eines Lieferwagens wiederfindet. Und in diesem Moment schwebt die ganze Welt, wie wir sie kennen, in höchster Gefahr.


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Titel: Die Analphabetin, die rechnen konnte
Autor: Jonas Jonasson
Sprecher: Katharina Thalbach
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 476 Minuten
ASIN: B00GIX4I3I
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Eine Atombombe findet den Weg nach Schweden und sorgt beim Geheimdienst, beim König und auch in ganz normalen Familien für Chaos …

Meinung:
Ich habe nur die gekürzte Lesung gehört – 8 Stunden statt 14 Stunden – und fand die Geschichte wirklich langweilig! Auch Katharina Thalbach, als Sprecherin, konnte mich nicht sonderlich begeistern. Es war einfach drüber. So viel Glück, so viel Raffinesse und so wenig Witz. Das Mischungsverhältnis passte diesmal einfach nicht. Die Charaktere waren zu stark hervorgehoben – der kann dies nicht, dafür kann der das und bei dem geht immer alles und bei dem klappt nie was. Es war zu sehr konstruiert, als das man die Geschichte genießen könnte und das spiegelte Katharina Thalbach auch beim Lesen. Sie wirkte gelangweilt und das spiegelte sich dann zusätzlich auf die schleppende Geschichte.

Cover:
Das Cover passt nicht wirklich zur Geschichte, aber zu den anderen Büchern vom Autor.

Fazit:
Viel zu konstruiert und kaum Humor. Daher nur mittelmäßig und nur eine Empfehlung, wenn man abstruse Geschichten mag, die mit Super- und Antihelden alles regeln.

Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte – Jonas Jonasson

Klappentext:
Eine abenteuerliche Reise, eine geheime Mission, eine fast perfekte Rache – ein echter Jonasson!
Wunderbar verrückt und respektlos komisch: Profitgieriger schwedischer Galerist, der für Geld über Leichen geht, trifft auf kenianischen Massai-Krieger, der nicht genau weiß, was Geld ist, dafür aber ein millionenschweres Gemälde besitzt…
In seiner einzigartigen Erzählweise beschreibt Jonasson einen Kultur-Clash der Extraklasse und hält den Menschen den Spiegel vor. Wie in seinen bisherigen Weltbestsellern umgarnt Jonasson sein Publikum mit überbordendem Ideenreichtum und zeichnet seine Figuren mit so viel Witz und Charme, dass es eine wahre Freude ist!


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Titel: Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte
Autor: Jonas Jonasson
Sprecher: Shenja Lacher
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 614 Minuten
ASIN: B08KFHRGFS
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Ein schwedischer Galerist hat einen unehelichen Sohn und dieser ist auch noch schwarz. Daher entschließt er sich, seinen Sohn einfach in der Nähe eines Massai Dorfes auszusetzen – da gehört er ja schließlich hin. Doch leider fressen ihn die Löwen nicht, sondern er wird herzlich im Dorf aufgenommen und kehrt nach Schweden zurück – mit Massai-Papa Ole im Schlepptau …

Meinung:
Shenja Lacher hat eine angenehme Stimme und liest die Geschichte perfekt. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass er sich auch ein paar Schmunzler verkneifen musste, was noch sympathischer war. Die Geschichte greift viele Themen auf, unter anderem: Rassismus, Nationalitätsunterschiede, Scheinehe und Kunstdiebstahl. Ein bunter Mix über mehrere Kontinente und Epochen. Die Charaktere sind dabei höchst sympathisch und auch unsympathisch, passen dabei allerdings perfekt in ihr Rollenbild ohne konstruiert zu erscheinen und regen auch zum Denken über unsere Welt und den Umgang mit anderen Kulturen und Sichtweisen an. Die humoristische Art von Jonas Jonasson, mit brisanten Themen so spielend umzugehen, ist höchst angenehm und macht Lust auf mehr.

Cover:
Das Cover passt nicht wirklich zur Geschichte, aber zu den anderen Büchern vom Autor.

Fazit:
Ein unterhaltsames Buch über persönliche Rache und den Umgang mit (un)liebsamen Menschen. Die Geschichte wurde perfekt gelesen von Shenja Lacher und daher gibt es volle 5 Sterne – wenn ich es allerdings hätte lesen sollen, wäre es mir stellenweise zu lang erschienen und ich hätte nur 4 Sterne vergeben.

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind – Jonas Jonasson

Klappentext:
Anders, ein Kleinkrimineller – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch „Mörder Anders“ genannt –, ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftsfreudigen Pfarrerin Johanna, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotelmitarbeiter Per gründen sie eine „Körperverletzungsagentur“ mit Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend – bis Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt. Ein Wunder geschieht: Jesus antwortet. Von diesem Augenblick an will Anders sein Leben in neue Bahnen lenken. Und so hat Johanna gleich die nächste geniale Business-Idee parat: Mit Anders‘ religiöser Leidenschaft lässt sich wunderbar Geld verdienen – indem man eine eigene Kirche, oder (noch viel besser!) gleich eine eigene Religion gründet …


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Titel: Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind
Autor: Jonas Jonasson
Sprecher: Shenja Lacher
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 449 Minuten
ISBN: ‎978-3844521313
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Anders möchte nicht mehr morden, denn ein weiterer könnte ihn viel zu lange hinter Gitter bringen. Daher beschließen Johanna und Per dem armen Anders zu helfen und managen seine Aufträge – es wird keiner mehr getötet, aber Beine oder Arme brechen ist okay. Als Anders dann auch noch den Weg zu Gott findet, ist das Chaos perfekt …

Meinung:
Jürgen von der Lippe liest einfach herrlich. Seine Stimme verstellt er extra für die Charaktere und so haucht er ihnen noch mehr Leben ein. Ein Lacher nach dem anderen ist daher durch die Geschichte und Jürgen garantiert! Die Handlung ist simpel und beleuchtet die Religion, Gewalt und Freundschaft auf eine ganz besondere Weise – humoristisch, aber auch beängstigend, gerade was den Hype auf einzelne Personen angeht. Der Autor hat hier besonders den christlichen Glauben ins Visier genommen, was einige Lesende befremdlich finden können, daher sollte man den Humor und Übertreibungen verstehen.

Cover:
Das Cover passt nicht so gut zur Geschichte, aber zu den anderen Büchern vom Autor.

Fazit:
Ein witziges Buch, welches durch die Lesung von Jürgen von der Lippe erst richtig gut wurde. Daher vergebe ich für dieses Hörbuch 4 Sterne und für die Geschichte (wenn ich sie hätte lesen sollen) nur 4 Sterne. Eine Empfehlung für alle, welche gerne über skurrile Geschichten lachen können und möchten.