Der Zwerg reinigt den Kittel – Anita Augustin

Klappentext:
Sitzen vier Omas im Knast. Klingt wie ein Witz, aber Humor haben die Damen gerade keinen, dafür ein Problem. Schwere Körperverletzung, wahrscheinlich mit Todesfolge. Ursprünglich war das anders gedacht: Ferien für immer im Altenheim. Die Idee war gut, die Wirklichkeit nicht so. Club Tropicana hat zwar keine erwartet, aber diese Endlagerstätte für senile Altlasten auch nicht: tölpelhafte Zivis, verrückte Mitinsassen, sadistische Oberschwestern. Irgendwann reicht’s und die vier Alten schlagen zurück…

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Titel: Der Zwerg reinigt den Kittel
Autor: Anita Augustin
Sprecher: Mechthild Großmann
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 239 Minuten
ASIN: ‎B0091IO5PS
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Almut und ihre Freundinnen planen einen friedlichen Lebensabend im Altenheim, doch es wird harte Arbeit …

Meinung:
Der Klappentext klang witzig und das Buch ist unter Humor / schwarzer Humor gelistet, nach dem Hören kann ich dem allerdings nicht zustimmen. Das Buch ist stellenweise sehr wirr, brutal, sehr nah an den Tatsachen und nur, wenn man wirklich einen derben, bösartigen Humor hat, kann man stellenweise auch mal schmunzeln.
Mechthild Großmann hat die passende Stimme, um die Geschichte aus der Sicht von Almut Block wiederzugeben. Schade ist, dass die Kapitel nicht aufzeigen, wo die Geschichte gerade spielt. Almut erzählt ihre Geschichte dem Gefängnispsychiater Dr. Club (schließlich machen die Seniorinnen ja auch Urlaub im Club Altenheim) und so springt die Handlung sehr stark von den Ereignissen vor dem Altenheim, ins Altenheim, zu Almuts Fantasien, zum Arzt. Es ist nie sicher, wo man gerade ist, was das Hören (auch wenn es nur knappe 4 Stunden sind) stellenweise erschwert. Die Schilderungen von Almut sind stellenweise nachvollziehbar, aber dann auch wieder sehr überspitzt, eklig, vulgär. Irgendwie ist die Protagonistin sympathisch, aber auch nicht immer greifbar, weil man ihre Erzählungen nicht immer greifen kann. Wenn ich die Geschichte hätte lesen müssen, hätte ich sie daher wohl auch abgebrochen – es war einfach zu viel des Guten.
Das Ende ist komplett irre und man muss offen für die eigene Interpretation des Ganzen sein. Was nimmt man für sich selbst mit, wie deutet man die Ereignisse und wie deutet man die Erzählungen von Almut.

Cover:
Das Cover hat mich angesprochen, weil es hauptsächlich Pink ist, es hat so allerdings wenig mit dem Inhalt zu tun und passt daher nicht so wirklich.

Fazit:
Eine Geschichte, welche aufzeigt, dass wir im Alter eher Altlasten sind. Eine interessante Thematik, die allerdings nicht gut umgesetzt wurde, weil vieles zu überzeichnet und das Ende zu wirr ist. Ich vergebe für die Idee und die Stimme 2 Sterne und empfehle das Hörbuch an jene, welche sich auf eine abgedrehte Geschichte einlassen möchten und gerne selbst interpretieren.

Ach du Liebesglück – Kristina Valentin

Klappentext:
Ein kleiner Bauernhof am Meer – klingt idyllisch und romantisch? Nicht für Lilly, denn sie wohnt dort mit ihrem siebenjährigen Sohn, dem kauzigen Untermieter und einer bissigen Gans. Aber dann zieht Lilly mit ihrem Traktor das Auto eines gut aussehenden Surfers aus dem Sand, und ein geheimnisvoller Hausgast mit sehr blauen Augen quartiert sich unerwartet in ihre Ferienwohnung ein. Und auf einmal sieht es fast so aus, als könnte es mit der Liebe doch noch klappen …

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Titel: Ach du Liebesglück
Autor: Kristina Valentin
Verlag: Tolino media
Länge: 284 Seiten
ASIN: ‎B0B24MH9WH
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Als Lilly von ihrer Nachbarin gefragt wird, ob sie glücklich ist, fängt Lilly an alles zu hinterfragen und sucht das Glück – ob sie es findet?

Meinung:
Bisher konnten mich alle Bücher von Kristina in eine wundervolle Welt entführen und so ist es auch mit diesem Werk. Gleich zu Beginn baut sich eine wundervolle Welt in meinem Kopf auf und die Figuren beginne zu leben. Sie sind so sympathisch, unterschiedlich und entwickeln sich mit der Zeit. Gerade Lilly macht in der Geschichte unwahrscheinlich viele Fortschritte, ohne dabei übermenschlich zu wirken. Das ist motivierend sowie ansprechend. Auch die anderen Figuren (sei es nun die Gans, der Hund oder ein Hahn) bekommen ihren Raum und sind ein fester Bestandteil des allgemeinen, gemütlichen Chaos in der Handlung. Es bleibt dauerhaft turbulent, geheimnisvoll, romantisch und natürlich witzig verrückt. Sehr angenehm zu lesen und perfekt, um die reale Welt für eine Zeit auszublenden. Denn wie Lilly so schön auf S. 175 bemerkt: Nervös an den Nägeln kauend starre ich wie paralysiert auf den Bildschirm. Nach zehn Minuten halte ich es nicht mehr aus und schalte den Fernseher ab. Wenn die Welt untergeht, möchte ich vorher nicht in Kenntnis gesetzt werden.

Cover:
Das Cover ist so niedlich mit den Hühnern und bunt und durcheinander – es passt einfach perfekt!

Fazit:
Ein absolutes must read für alle, die eine romantisch-geheimnisvolle Geschichte an der Nordseeküste genießen möchten. Tolle Figuren, super Handlung. Wer Kristina kennt, wird es lieben und die, die sie nicht kennen, sollten hier anfangen zu lesen! 5 Sterne.

Die Känguru-Rebellion – Marc-Uwe Kling

Klappentext:
Hey Leute, aufgepasst, keine Fake News, es ist wirklich wahr: neue Geschichten vom Känguru und dem Kleinkünstler. Wird auch echt Zeit. Ich meine, guckt euch mal um in der Welt. Von den Zuständen kriegt man ja Zustände. Das Känguru jedenfalls hat keinen Bock mehr darauf und startet eine Rebellion. Macht ihr mit? Es wird politisch, aktuell – und extrem witzig.
»Ich rebelliere!«, ruft das Känguru, als es in die Küche kommt.
»Aha«, sage ich. »Wogegen rebellierst du denn?«
»Gegen die Zustände.«
»Verständlich«, sage ich. »Löblich geradezu.«
»Rebellierst du mit?«, fragt das Känguru.
»Wenn ich darf.«
»Falsche Antwort. Wer rebelliert, fragt nicht, ob er darf.«
»Guter Punkt.«
»Also rebellierst du mit?«
»Sehr gerne.«
»Hervorragend«, sagt das Känguru. »Dann sind wir schon zu zweit.«


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Titel: Die Känguru-Rebellion
Autor: Marc-Uwe Kling
Sprecher: Marc-Uwe Kling
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 387 Minuten
ASIN: B0FZV8PLB8
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Der Roman „Die Känguru-Rebellion“ von Marc-Uwe Kling ist der fünfte Band der bekannten Känguru-Reihe. Im Mittelpunkt stehen erneut der Erzähler Marc-Uwe und das anarchische, kommunistische Känguru, die zusammen in einer WG leben. Anders als in den vorherigen Bänden steht diesmal das Thema „Rebellion“ im Fokus. Das Känguru ist unzufrieden mit gesellschaftlichen Zuständen und möchte aktiv etwas verändern. Daraus entsteht eine Art Wettbewerb zwischen ihm und Marc-Uwe, bei dem beide versuchen, möglichst viele Menschen für ihre jeweiligen Ideen zu gewinnen. Die Handlung besteht – wie gewohnt – aus einzelnen Episoden, die lose miteinander verbunden sind und verschiedene gesellschaftliche Themen aufgreifen, oft in Form von Dialogen und überspitzten Situationen.

Meinung:
Die ersten vier Bände der Reihe waren durchgehend grandios witzig und wurden von mir jeweils mit fünf Sternen bewertet. Das ungewöhnliche WG-Duo aus Marc-Uwe und dem Känguru hatte immer originelle Ideen, unterhaltsame Dialoge und eine gelungene Mischung aus Humor und Satire. In diesem Band wirkt es jedoch anders: Die sogenannte Rebellion, die das Känguru anzettelt, erscheint weniger humorvoll und dafür deutlich belehrender. Teilweise entsteht der Eindruck, dass bestimmte Meinungen als die einzig richtigen dargestellt werden, während andere Sichtweisen abgewertet werden. Dadurch geht für mich ein wichtiger Teil der Leichtigkeit und Offenheit verloren, die die Reihe zuvor ausgezeichnet hat. Auch der Versuch, gesellschaftliche Kritik zu äußern, wirkt weniger als gelungene Satire und eher wie reines Meckern. Wenn konkrete Verbesserungsvorschläge angesprochen werden, überzeugen diese zudem nicht wirklich oder bleiben oberflächlich. Insgesamt wirkt der Band dadurch unausgewogener als seine Vorgänger.

Cover:
Das Cover ist genial und erinnert irgendwie an Qualityland: Pink und das Känguru haben ja auch ein paar Schnittstellen 😉

Fazit:
Die Känguru-Rebellion bleibt zwar stilistisch der Reihe treu, kann aber inhaltlich nicht an die Stärke der vorherigen Teile anknüpfen. Besonders die einseitige Darstellung von Meinungen und die weniger gelungene Balance zwischen Satire und bloßer Kritik schwächen den Gesamteindruck deutlich. Während einzelne Momente noch unterhaltsam sind, fehlt dem Buch insgesamt die Leichtigkeit und der Humor, die die Reihe ursprünglich ausgezeichnet haben. Daher vergebe ich 2 Sterne, weil meine Enttäuschung über die inhaltliche Entwicklung und die schwächere Umsetzung im Vergleich zu den vorherigen Bänden überwiegt. Eine Empfehlung spreche ich nur begrenzt aus und rate erstmal zur Hör/Lese-Probe.

Ich bedanke mich bei Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.

Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen – Torsten Sträter

Klappentext:
Hallo, Sträter hier. Es gibt ein neues, noch handwarmes Buch von mir, mit Liebe zusammengestellt. Was drinsteht? Steht drin. Na gut, nur so viel: Es handelt sich im Wesentlichen um epische Exkursionen über Moral und Verstand, wie immer einem strengen roten Faden folgend, und am Ende eine zutiefst beseelende Botschaft.
QUATSCH!
Natürlich handelt es sich um die besten Geschichten der letzten drei Jahre. »Storys mit Pfiff«, hätte meine Omma gesagt. Flotte Storys mit ordentlich Pfiff, genauer gesagt. Würde sie heute noch leben, hätte sie vermutlich gesagt: »Safe bestes Buch, ANK.* Fühl ich.« Gott hab sie selig. So. Also, worum geht’s? Was ist denn nun konkret drin? Zum Beispiel die guten Nummern und Texte aus Nuhr im Ersten, und zwar in ungekürzter Form, TV-Texte und Geschichten aus meinem LIVE-Programm Schnee, der auf Ceran fällt. Und natürlich auch ganz neuer Stoff. Und Der kleine dicke König. All so was. Wird Ihnen gefallen.


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Titel: Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen
Autor: Torsten Sträter
Verlag: Ullstein
Länge: 288 Seiten
ASIN: B09XFDSHP4
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
In „Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen“ versammelt Torsten Sträter eine Mischung aus humorvollen Geschichten, Beobachtungen aus dem Alltag und persönlichen Einblicken. Viele der Texte greifen typische Sträter-Themen auf: absurde Situationen, trockener Ruhrpott-Humor und pointierte Alltagsreflexionen. Darüber hinaus widmet sich das Buch auch ernsteren Aspekten, insbesondere der Corona-Pandemie sowie Sträters eigenen Erfahrungen mit Depressionen und psychischer Gesundheit.

Meinung:
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass ein Großteil der Geschichten bereits aus TV-Auftritten oder dem Internet bekannt ist. Dadurch fehlt beim Lesen oft der Überraschungseffekt, und das Buch wirkt stellenweise wie eine Sammlung bereits verwerteter Inhalte, anstatt wirklich Neues zu bieten.
Die ernsteren Themen – insbesondere Depressionen und der Umgang mit psychischer Gesundheit – sind grundsätzlich wichtig und verdienen Aufmerksamkeit. Es ist auch authentisch, dass Torsten Sträter diese Aspekte seines Lebens einfließen lässt. Allerdings entsteht hier der Eindruck, dass diese Passagen nicht die Tiefe erreichen, die sie eigentlich bräuchten. Statt wirklich aufklärend oder intensiv verarbeitet zu wirken, erscheinen sie eher wie ergänzende Einschübe, die das Buch füllen, ohne ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Cover:
Das Cover passt zum Autor und damit zum Buch.

Fazit:
Das Buch bietet solide Unterhaltung für Fans, die Sträters Stil mögen und seine Geschichten gerne noch einmal nachlesen möchten. Wer jedoch auf neue Inhalte oder eine tiefgehende Auseinandersetzung mit ernsteren Themen hofft, könnte enttäuscht werden. Daher vergebe ich 3 Sterne, weil sich das Buch gut lesen lässt, aber nicht viel Neues bringt.

Die Analphabetin, die rechnen konnte – Jonas Jonasson

Klappentext:
Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn wäre sie fast gestorben. Im Grunde deutet alles darauf hin, dass sie ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen würde. Wenn sie nicht die gewesen wäre, die sie war, aber die war sie eben. Nombeko Mayeki war die Analphabetin, die rechnen konnte. Das Schicksal führt sie in die internationale Politik, auf die andere Seite des Erdballs. Auf ihrer Reise gelingt es ihr, dem meistgefürchteten Geheimdienst der Welt auf der Nase herumzutanzen, bis sie sich eines Tages eingesperrt im Laderaum eines Lieferwagens wiederfindet. Und in diesem Moment schwebt die ganze Welt, wie wir sie kennen, in höchster Gefahr.


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Titel: Die Analphabetin, die rechnen konnte
Autor: Jonas Jonasson
Sprecher: Katharina Thalbach
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 476 Minuten
ASIN: B00GIX4I3I
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Eine Atombombe findet den Weg nach Schweden und sorgt beim Geheimdienst, beim König und auch in ganz normalen Familien für Chaos …

Meinung:
Ich habe nur die gekürzte Lesung gehört – 8 Stunden statt 14 Stunden – und fand die Geschichte wirklich langweilig! Auch Katharina Thalbach, als Sprecherin, konnte mich nicht sonderlich begeistern. Es war einfach drüber. So viel Glück, so viel Raffinesse und so wenig Witz. Das Mischungsverhältnis passte diesmal einfach nicht. Die Charaktere waren zu stark hervorgehoben – der kann dies nicht, dafür kann der das und bei dem geht immer alles und bei dem klappt nie was. Es war zu sehr konstruiert, als das man die Geschichte genießen könnte und das spiegelte Katharina Thalbach auch beim Lesen. Sie wirkte gelangweilt und das spiegelte sich dann zusätzlich auf die schleppende Geschichte.

Cover:
Das Cover passt nicht wirklich zur Geschichte, aber zu den anderen Büchern vom Autor.

Fazit:
Viel zu konstruiert und kaum Humor. Daher nur mittelmäßig und nur eine Empfehlung, wenn man abstruse Geschichten mag, die mit Super- und Antihelden alles regeln.