Was spricht eigentlich gegen Hufbeschlag? – Hiltrud Straßer

Klappentext:
In dem vorliegenden Buch wird auf die Diskrepanz zwischen der heutigen Lehrmeinung einerseits und dem dokumentierten Wissen der vergangenen Jahrtausende und den damit übereinstimmenden eigenen Forschungsergebnissen andererseits ausführlich eingegangen. Ziel des Buches ist es, dem Pferdeliebhaber bei der Vielzahl der veröffentlichten und kontrovers diskutierten Meinungen zum Thema Hufe die Möglichkeit zu geben, seine eigenen Erfahrungen mit den beschriebenen Erknntnissen zu vergleichen und so herauszufinden, was für oder gegen Hufbeschlag spricht.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Was spricht eigentlich gegen Hufbeschlag?
Autor: Hiltrud Straßer
Verlag: Knirsch
Seiten: 130
ISBN: 978-3927091511
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Meine Meinung:
Überall sind die Pferde beschlagen, die Mittelchen in den Pferdesporthäusern für Hufkrankheiten füllen die Regale. In den Sattelkammern der Pferdeställe stehen die Präparate für die so stark beanspruchten beschlagenen (!) Hufe. Hufeisen sollen doch schützen und nicht den Huf schädigen – ja wenn das so ist, warum gibt es dann die zig Mittel und warum brauchen Barhufer das nicht? Wer sich diese Fragen schon gestellt hat, der sollte mit diesem Buch weitermachen, denn hier wird auf den Punkt erklärt, warum Pferde mit Eisen Zwanghufe aufbauen, warum das Horn bei Eisen geschädigt wird und was mit den inneren Strukturen passiert. Frau Dr. Strasser gibt zu jeder ihrer Aussagen wissenschaftliche Quellen und auch Videos an. Zudem prangert sie, zurecht (!), falsch abgebildete und aufgestellte Lehrmedien (Skelette, Zeichnungen, Bücher) an, die ein falsches Bild an Ausbildungsstätten (ua an Universitäten) vermitteln.

Dieses Buch ist, ebenso wie Strahlbeinlahmheit ein must read, es ist hervorragend ausgearbeitet und bringt die Sache auf den Punkt, denn bereits 1808 schrieb Bracy Clark in „Series of original experiments“: Pferde werden jährlich zu Tausenden zerstört, unter beschämenden, barbarischen Umständen, durch eine Folge von Fehlern, die uns durch Sitten und Gebräuche so normal geworden sind, dass wir die Ungeheuerlichkeiten nicht als solche bemerken.

Fazit:
Wer die Notwendigkeit für Eisen in Frage stellt oder es als normal ansieht, dass sein Pferd welche braucht, der sollte dieses Buch lesen! Von mir gibt es 5 Sterne und ich werde es immer wieder weiterempfehlen!

Strahlbeinlahmheit: wie sie zuverlässig geheilt werden kann – Hiltrud Straßer

Meine Meinung:
Fast jedes Pferd ist bei einer Röntgenaufnahme (Oxspring) auffällig. Die sog. Lollipops sind allgegenwärtig und der besorgte Pferdebesitzer folgt den Ratschlägen der Tierärzte. Heute ist es keine Tötung mehr – wie vor über 10 Jahren – aber die Ausführungen zur Diagnose „Hufrolle“ bzw. „Podotrochlose“ klingt dennoch übel. Spezialbeschlag, kaum noch belastbar, Nervenschnitt, Rentner. Fast jeder Pferdebesitzer kennt die Szenarien und auch die häufigsten Gründe des Pferdeverkaufs – unreitbar durch Hufrollenbefund.

Nur wenige Pferdebesitzer können und wollen über den Tellerrand blicken und informieren sich auch außerhalb der Tierklinik, was diese Diagnose eigentlich bedeutet, wie sie entsteht und was es für Alternativen gibt. Meine Rezension zum Buch bezieht sich daher auf die Aufklärung zum Thema Strahlbeinlahmheit – ob und wie jeder Pferdebesitzer mit diesen Informationen umgeht ist jedem selbst überlassen. Aufklärend ist dieses Werk auf alle Fälle.

Das Buch ist logisch aufgebaut. Es startet mit der Anatomie – so können auch Laien einen sehr guten Einstieg in die Materie finden. Nach den wichtigsten anatomischen Strukturen geht es in weitere Krankheitsbilder über (kissing spines, Arthrosen, Knieprobleme, …). Es folgt die konventionelle Meinung zur Problematik und darauf die Arbeit, wie sie Dr. med. vet. Straßer korrigiert. Auch setzt sie sich mit Kritiken zu ihrer Arbeit auseinander und fügt ein 4-seitiges Literaturverzeichnis sowie Patientenbeispiele bei.

Auch wenn die Arbeit nach Frau Dr. Straßer bei einigen umstritten ist, ist dieses Buch hervorragend recherchiert, aufgearbeitet und auf den Punkt ausformuliert. Denn gute Arbeit steht und fällt immer mit dem ausführenden Mensch und nicht mit einer Methode!

Fazit:
Ein absolutes must read für jeden Pferdebesitzer! Das Buch gibt es bei der Autorin und in einer neuen Auflage bei hufwissen.com zu erwerben.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Strahlbeinlahmheit: wie sie zuverlässig geheilt werden kann
Autor: Hiltrud Straßer
Verlag: Knirschverlag
Seiten: 196
ISBN: 978-3927091863
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Das Hufbuch: Basiswissen Pferdehufe – Angela Mayr

Klappentext:
Schmerzende Hufe können einem Pferd das Leben zur Qual machen und ihm dieFreude an der gemeinsamen Arbeit mit uns Menschen vermiesen. Deshalb sollte jeder Reiter unbedingt über Hufe und artgerechte Stallhaltung Bescheid wissen.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Das Hufbuch – Jonny Pump – und das geheime Wissen der Pferdehufe: Basiswissen Pferdehufe
Autor: Angela Mayr
Verlag: amaro
Seiten: 72
ISBN: 978-3000243769
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Die, von Jennifer Kurz, gezeichnete Figur „Jonny Pump“ führt den Leser durch die Anatomie und Funktion des Pferdehufes und zum Abschluss des Buches gibt es noch einen Exkurs zum Thema artgerechte Pferdehaltung.

Meine Meinung:
Die Idee „Jonny Pump“ den Huf erklären zu lassen ist genial! Der kleine Mann macht den Theorieteil zu einer angenehmen und witzigen Reise in den Huf. Die Zeichnungen des Hufes sind sehr detailliert und jeder, wirklich jeder! sollte nach dieser Pflichtlektüre den Aufbau sowie die Funktion des Hufes (Hufmechanismus, Hufrolle, etc.) kennen und erklären können. Natürlich gibt es Fachbücher von Hufschmieden / Huforthopäden etc, aber dieses Buch setzt eine gute Basis, um mit den Fachbüchern weiterzumachen, wenn man denn möchte. Rein informativ reicht dieses Buch schon mal aus, um die Hufe des eigenen Pferdes zu beurteilen und gewisse Dinge zu hinterfragen und oder gemeinsam mit dem Hufbearbeiter durchzusprechen.

Ebenso gefallen hat mir, dass gleich zu Beginn des Buches davon berichtet wurde, dass Pferde keinen Schmerzlaut haben. Viele Pferdebesitzer machen einfach mit allem weiter, ohne auf die Bedürfnisse ihres Tieres zu achten und deuten beißen, Kopfschlagen oä als „frech“ oder „unerzogen“. Das dies ein Ausdruck von Schmerz sein kann, ist schön hervorgehoben und lässt den potentiellen Leser noch aufmerksamer werden, was (Huf-)Krankheiten / (Huf-)Probleme angeht.

Fazit:
Nicht nur für Kinder, sondern für alle „Einsteiger“ in den Bereich Pferdehuf geeignet. Für mich ist dieses Buch eine Pflichtlektüre, die jeder Pferdemensch gelesen haben sollte, denn so ausführlich (es sei denn man kauft Fachliteratur) habe ich noch keine Erklärungen rund um den Huf gelesen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung!