Mai
28
In der Finsternis – Sandrone Dazieri
Cora

Klappentext:
Dante Torre kann Menschen lesen. Aber er hat teuer dafür bezahlt. Elf Jahre war er eingesperrt in ein Betonverlies, abhängig von dem Mann, den er Vater nennen musste. Als Jahre später erneut Menschen verschwinden, hat Dante einen üblen Verdacht. Doch er vertraut nur Colomba Caselli. Die suspendierte Elitepolizistin hat wie er nichts zu verlieren bei einer Jagd, die alle Regeln und Gesetze sprengt.

Titel: In der Finsternis
Autor: Sandrone Dazieri
Verlag: Piper
Seiten: 560
ISBN: 978-3492309134
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Ein Junge verschwindet, die Mutter wurde ermordet und alle Indizien deuten auf den treusorgenden Ehemann. Doch Dottore Rovere glaubt nicht an diesen Sachverhalt und bittet die beurlaubte Dottore Colomba Caselli an dem Fall zu arbeiten. Sie soll sich Hilfe bei Dante Torre holen, diesem ist vor etlichen Jahren gleiches geschehen und daher denkt Rovere, dass der Entführer zurückgekehrt ist …

Schreibstil:
Ich glaube dies war mein erster italienischer Krimi und es war schön auch mal durch Rom und die kleinen Dörfer geführt zu werden. Auch die Bezeichnungen der Dienstgrade war etwas anderes, tat dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Schwierigkeiten hatte ich nur mit einigen Wortkombinationen, so wurde fleißig „als wie“ verwendet 🙁 und das geht gar nicht! Entweder ich will etwas vergleichen (als) oder ich möchte etwas gleichsetzen (wie), aber beides?! Zudem kamen genaue Beschreibungen wie bei einer Explosion die abgetrennten Körperteile durch die Luft fliegen und sich dann in andere Dinge bohren etc., ggf. hat das Buch daher das Genre Thriller abbekommen, aber so thrillermäßig ist die Geschichte gar nicht. Sie hat längen und es wird sich eher nebensächlich mit dem eigentlichen Fall beschäftigt. Hauptgeschehen ist nämlich, die psychische Verfassung von Dante und Colomba sowie detailgetreue Beschreibungen von nebensächlichen Handlungen wie das Anzünden einer Zigarette – welches doch wirklich über eine halbe Seite erörtert werden kann. Auch ist trotz der versuchten detailtreue einiges durcheinander geraten, ob es von Sandrone Daziere so geschrieben wurde oder ob es sich um einen Übersetzungsfehler handelt weiß ich nicht, aber wenn ich etwas Beschreibe muss es schon gleich sein. So wird als Bsp. ein kleiner Raum mit einem Tisch und drei Stühlen beschrieben und kurze Zeit später wird erklärt, dass sich Person xy auf den einzigen Stuhl im Raum niederlässt – na sowas! In einer anderen Szene wird von einem sicherheitsrelevanten Gerät berichtet, welches unmöglich in unter einer Woche umgangen werden kann, die Situation erscheint aussichtslos. Komischerweise wird auf der nächsten Seite das Problem gelöst – es geht auch in 30 Minuten – das ist ja toll …

Charaktere:
Colomba ist eine labile, durch ein traumatisches Erlebnis beurlaubte Polizisten – gabs ja noch nicht – und handelt trotz ihrer psychischen Probleme erstaunlich rational, dies konnte ich ihr nicht immer abkaufen und es machte sie unsympathisch.

Dante ist eine interessante Persönlichkeit, welche ich leider auch als konstruiert empfand.

Die anderen Charaktere wirkten ebenfalls sehr wankelmütig und daher größtenteils unglaubwürdig. Richtig schlimm und irgendwie nervig war aber, dass sie alle kurz bevor sie etwas mitzuteilen hatten bestialisch ermordet wurden – was fürn Zufall.

Cover:
Das Cover wirkt düster und daher passt es zur Geschichte.

Fazit:
Ein netter Krimi für zwischendurch, bis auf ein paar Fehler ist er ganz amüsant zu lesen und das Ende ist interessant. Ich gebe diesem Buch 3 Sterne und empfehle es Lesern, welche gerne mal einen etwas brutaleren Krimi, welcher in Italien spielt, lesen möchten.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

Mai
25
Elionore Brevent 05: Ein Drache kommt selten allein – Kristina Günak
Cora

Reiheninfo:
Elionore Brevent 01: Eine Hexe zum Verlieben
Elionore Brevent 02: Engel lieben gefährlich …
Elionore Brevent 03: Jaguare küsst man nicht
Elionore Brevent 04: Verliebt, verlobt … Verhext

Klappentext:
Was tut man, wenn plötzlich ein sehr alter, sehr gefährlicher Drache vor der eigenen Tür steht? Richtig! Ruhe bewahren und einen Kaffee anbieten!

Leider ist es mit der Ruhe bald vorbei, denn der Drache fordert seinen Schatz zurück, der Eli leider entwendet wurde. Gleichzeitig treibt ein schwarzmagischer Ring sein Unwesen im Norden von Deutschland und unsere liebe Erdhexe muss mal wieder zur Rettung Unschuldiger aufbrechen.

Ob Eli es schafft den Drachen-Schatz zurückzuholen, was ein feuerspeiender Prinzessinnen-Fresser und ein Ex-Engel gemeinsam haben und warum Vincent sich plötzlich sehr sonderbar verhält, das erfahren Sie, lieber Leser, in diesem Buch.

Titel: Ein Drache kommt selten allein
Autor: Kristina Günak
Seiten: 176
ASIN: B01DNE2M1E
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Nachdem Eli und Vince geheiratet haben sollte doch endlich Ruhe einkehren. Doch, wie soll es anders sein, wurde während der Feier ein magischer Dolch aus Elis Keller entwendet und dieser gehört ausgerechnet einem Drachen, welcher dann auch prompt vor der hexischen Hütte auf Wiederbeschaffung des magischen Artefaktes pocht …

Schreibstil:
Frech, fröhlich, magisch startet Kristina Günak den 5. Teil ihrer Reihe um die Hexe Eli. Es ist eine Freude alle Charaktere wohlauf, oder fast wohlauf, wieder zu treffen und mit ihnen die Welt unsicher (oder sollte ich besser „sicherer“ schreiben?) zu machen. Die Geschichte ist, wie die anderen Teile auch, in sich abgeschlossen und genauso witzig, romantisch, keck und voll Testosteron geladener Wesen. Einzig das Lektorat weist Lücken auf, sodass einige Absätze doch recht schlecht zu lesen sind.

Charaktere:
Was soll ich noch groß schreiben? Sie sind alle hinreißend!

Cover:
Das Cover passt zu den vorherigen Bänden und zur Geschichte. Was wäre Eli nur ohne Kaffee?!

Fazit:
Eine wundervolle Fortsetzung um Eli, welche aber auch ohne die anderen Bände gelesen werden kann. Mir hat die Geschichte um den mystischen Drachendolch sehr gefallen und mich wieder in eine wunderbare Welt entführt. Ich hatte ein tolles Kopfkino und freue mich sehr auf Band 6, der hoffentlich bald erscheinen wird. Die Geschichte verdient volle 5 Sterne, aufgrund der Rechtschreib- und Grammatikfehler ziehe ich aber einen Stern ab.

Mai
22
Hüter der Erinnerung – Lois Lowry
Cora

Klappentext:
Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas‘ Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht – ein lebensgefährliches Unterfangen …

Titel: Hüter der Erinnerung
Autor: Lois Lowry
Verlag: dtv
Seiten: 256
ISBN: 978-3423782258
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Jonas lebt in einem System, welches erschaffen wurde um die menschlichen Unterschiede auszumerzen. Es wird alles kontrolliert, von der Erziehung der Kinder bis zum Klima; nichts wird dem Zufall überlassen. Die Gemeinschaft der Gleichheit kennt nichts anderes und als Jonas nach der 12er-Zeremonie zum Nachfolger des Hüters der Erinnerungen benannt wird, gleicht dies einem Schock. Alles Wissen über die Menschheit schlägt auf ihn nieder und er erkennt, wie wichtig Individualität ist …

Schreibstil:
Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzulesen. Die Sätze sind kurz und einfach gehalten und ich dachte an ein Kinder- statt an ein Jugendbuch. Nach einiger Zeit wurde die Geschichte aber recht spannend und die Zerrissenheit in Jonas wurde sehr deutlich dargestellt. Wie schlimm ist es, etwas zu wissen, was andere nicht wissen? Und wie schlimm ist es, seiner Identität beraubt worden zu sein um gleich zu sein? Diese Thematik war unglaublich gut geschildert und berührt mich auch jetzt noch sehr. Allerdings hört dann die Geschichte auf, gerade da als ich dachte nun wird es ja richtig spannend … Was ist passiert?! Meiner Recherche nach gibt es noch drei weitere Bände um „The Giver“, wie die Reihe im Englischen heißt, allerdings nicht alle auf Deutsch und vom Inhalt her nicht wirklich zu Jonas Geschichte passend, was ich sehr schade finde.

Charaktere:
Jonas hat mir sehr gefallen, auch der Sprung vom Kind zum reifen Mitglied der Gemeinschaft war glaubhaft sowie seine Entwicklung.

Der Geber, der alte Hüter der Erinnerungen, machte mir zu Beginn etwas Angst, aber er scheint ein herzensguter Mensch zu sein, dem nur das Wohle seiner Mitmenschen am Herzen liegt.

Trotz der Gleichheit, waren die Charaktere auf minimale Art doch unterschiedlich, was ich auf eine Art interessant, aber auch etwas widersprüchlich fand.

Cover:
Das Cover wirkt leider nur, wenn man die Geschichte kennt. Im nachhinein finde ich es sehr gut gewählt, vor dem Lesen konnte ich damit nur wenig anfangen.

Fazit:
Eine sehr spannende und erschreckende Dystopie, welche ich schon fast als Pflichtlektüre ansehe – gerade in der heutigen Zeit wo doch aus Protest wieder mal rechts gewählt wird; Kriege ausgetragen werden, weil die Waffenlobby auf dem Rücken der Bevölkerung Geld machen will; Machtgierige Menschen sich über Gesetze stellen und so weiter und so fort. Ggf. sollten diesen Menschen mal Erinnerungen von früher eingetrichtert werden, damit sie aus Fehlern lernen und nicht glauben daraus profitieren zu können. Mir hat das Buch, trotz des eigenartigen Endes, gut gefallen, daher vergebe ich 4 Sterne.

Mai
13
[Lesung] Juliane Käppler
Cora
Foto

Juliane Käppler im Cafe Tasso

Wir waren gestern Abend im Cafe Tasso (Berlin Fhain) unterwegs und haben Juliane Käppler bewundert.

In gemütlicher Runde hat sie aus ihrem neuen Buch „Die sieben Tode des Max Leif“ gelesen und war danach noch bereit uns Fragen um die Entstehung Rund um Max zu beantworten.

Besonders gefallen hat uns die Betonung, welche Juliane ihren Charakteren einhaucht und das beste: genauso hatte ich es beim Lesen auch im Kopf.

Wer also Max schon gelesen hat, sollte sich diese Freude nicht entgehen lassen und diejenigen, welche Max noch nicht kennen, haben so eine wunderbare Gelegenheit dies auf eine sehr sympathische Art nachzuholen. Juliane liest heute Abend nochmals in Berlin, diesmal in der Disco Buchhandlung in Pankow. Weitere Termine findet ihr auch auf der FB-Seite Seite von Juliane.

1916225_1729999187280978_3807222662748092906_n

weitere Lesetermine von Juliane Käppler / Die sieben Tode des Max Leif

 

 

 

 

 

 

 

Hier findet ihr meine Rezension zu Max Leif

Mai
01
[Statistik] April 2016
Cora

Was für ein Monat, da denkt man es wird Sommer und dann bricht der Herbst ein *bibber* Aber was soll es?! So ist halt mehr Zeit um zu lesen 😉


Gelesen:

Fibromyalgie endlich erkennen – richtig behandeln: Was Muskelschmerzen, Schlafstörungen und chronische Müdigkeit wirklich bedeuten – Wolfgang Brückle / 128 Seiten / 4 Sterne
Die mir den Tod wünschen – Michael Koryta / 480 Seiten / 5 Sterne
Rabentod – Nikola Hotel / 418 Seiten / 5 Sterne
Vom Fluchttier zum Designerpferd: Wege und Irrwege in der Pferdezucht – Barbara Schulte / 160 Seiten / 5 Sterne


Gehört:

Aufstand der Roboter – Mark Brandis, Nikolai von Michalewsky / 60 Minuten / 3 Sterne
Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry: Das Geheimnis der Queenie Hennessy – Rachel Joyce / 621 Minuten / 4 Sterne


Fazit:
4 Bücher gelesen (1.186 Seiten) und 2 gehört (681 Minuten) mit einem Durschnitt von 4,3 Sternen – das ist für meine Verhältnisse ja mal richtig gut 😉

Dann gab es diesen Monat noch ein spontanes Interview mit Nikola Hotel zu ihrem neuen Buch „Rabentod“ – das Interview findet ihr hier: [Neuerscheinung] Endlich ist er da: Der 2. Teil der Raben-Trilogie von Nikola Hotel