November
15
Die Schmuggler-Lady – Lisa McAbbey
Cora

Klappentext:
Nach außen eine Lady, im Herzen eine Schmugglerin!

England 1784: Nach dem unerwarteten Tod ihres Vaters Lord Farlay steht die junge Lysia vor einer großen Herausforderung: Während ihre Schwestern damit beschäftigt sind, geeignete Ehemänner zu finden, muss sie den geheimen Schmugglerring ihres Vaters fortführen, um den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sichern.
Doch in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, ist gar nicht so einfach. Umso glücklicher ist sie, als sie mit Jack Ryder einen tatkräftigen neuen Schmuggler an ihrer Seite hat. Zudem ist der Neue gutaussehend und charmant und lässt Lysias Herz trotz des Standesunterschieds höher schlagen. Doch als der Earl of Darrington auftaucht, scheint auf einmal alles in Gefahr – der hat nämlich den Auftrag, dem Schmuggel in der Gegend einen Riegel vorzuschieben.

Titel: Die Schmuggler-Lady
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: beHEARTBEAT
Seiten: 264
ASIN: B0747M8739
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Lysia ist die älteste Tochter der Farlay-Familie und führt nach dem Tod ihres Vaters das heimliche Geschäft weiter. Ihre Probleme häufen sich, als der König die Kontrollen verschärft und ihre Mutter sie unter die Haube bringen möchte. Nur wenn sie mit Jack Ryder, einem neuen aus ihrem Schmugglerring, zusammen ist, scheint sie vergessen zu können. Aber eine Zukunft mit ihm ist nicht denkbar, so ist er nur ein Rossknecht und es ziemt sich nicht, als Lady, eine Bindung mit ihm einzugehen …

Schreibstil:
Ich liebe den Schreibstil von Lisa McAbbey! Es ist eine Mischung aus längst vergessener Zeit (J. Austen / E. Bronte) und einer mutigen Lady von heute – doch mit dem Ausdruck von früher. Diese Mischung macht die Geschichte so wundervoll! Auch die geschichtlichen Einflüsse sind ungezwungen verpackt und fließen spielend in die Handlung mit ein. Es wirkt so, als ob man – als Leser – live dabei ist und Mäuschen spielen darf.

Charaktere:
Lysia ist eine starke Frau, welche die Etikette kennt, sich aber die Freiheiten herausnimmt um glücklich zu sein ohne dabei die Form zu verletzen. Schon allein, weil ihr Vater ihr diese Freiheit schenkte wirkt sie sehr glaubhaft.

Die Farlay-Damen sind im allgemeinen sehr speziell, so scheint nur Lysia, als älteste, die Freiheiten genossen zu haben und die anderen sind die typischen „Damen“, welche sich über die neuste Mode freuen sowie für Klatsch und Tratsch begeistern.

Jack Ryder und Gibbs sind wahre Schmugglertypen. Ihre Art miteinander umzugehen und für andere einzustehen ist bemerkenswert. Auch der Umgang mit Miss Lysia war immer angemessen.

Der Earl of Darrington ist ein sehr amüsanter Zeitgenosse, den ich sehr schätze. Teilweise hätte ich an seiner Stelle anders reagiert, aber er hat recht, dass eine unsachgemäße Bereicherung nicht richtig ist. Dies war auch die einzige Stelle im Buch, die mich kurz innehalten lies und wo ich nachdenken wollte. Die Schmuggler haben ein hohes Risiko auf sich geladen, erbrachten Dinge unter Einsatz ihres Lebens und sollten alles aufgeben und den Gewinn an den Staat zahlen? Es gibt wohl viele Ansichten und Meinungen darüber – ich bin bei dieser Geschichte zu dem Schluss gekommen, dass Lysias Entscheidung am Ende die richtige war und bin mit dem Ausgang der Geschichte und dem Verhalten und der Argumente des Earl sehr zufrieden.

Cover:
Super schönes Cover! Es passt hervorragend zur Geschichte weil es das Hauptthema und die Sehnsucht vereint.

Fazit:
Eine wundervolle Geschichte mit viel Gefühl, Moral und (Gewissens-)Konflikten. Auch regt sie viel zum Nachdenken an: ist Schmuggel gut oder nicht / kann man des Geldes oder der Liebe wegen heiraten / wie ist das Verhältnis zu den Mitmenschen oder ist man egoistisch? Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar bei Lisa McAbbey.

September
21
Das letzte Bekenntnis – Carter Wilson
Cora

Klappentext:

Zwischen Leben und Tod liegen nur Worte …

Dunkelheit. Kälte. Schmerz. Mühsam kommt Harden Campbell zu sich. Er ist gefangen in einer dreckigen Zelle, neben sich die Leiche seines Freundes, eine alte Schreibmaschine und ein Stapel Papier. Nur ein Satz steht darauf: »Erzähl mir eine Geschichte«.

Steckt Coyote dahinter? Der Ex-Mitbewohner aus Hardens Studenten-WG hat in den letzten Monaten auf verstörende Weise gezeigt, dass er Spaß daran hat, andere zu manipulieren und sie an ihre Grenzen zu bringen. Aber würde dieser Soziopath wirklich so weit gehen? Harden ahnt, dass er die Geschehnisse aufschreiben muss, die ihn in diese Situation gebracht haben. Nur so hat er eine Chance zu überleben.

Harden steht vor der schwierigsten Aufgabe seines Lebens. Jedes Wort muss sorgfältig gewählt werden. Sein Schicksal hängt davon ab.

Titel: Das letzte Bekenntnis
Autor: Carter Wilson
Verlag: Edition M
Seiten: 428
ISBN: 978-1542048187
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

 

Inhalt:
Harden erwacht in einem dunklen Keller. Er ist so gut wie allein. Die Leiche seines Mitbewohners sowie eine Schreibmaschine und Papier befinden sich ebenfalls im Raum. Bei der Maschine befindet sich ein Zettel mit dem Aufdruck: „Erzähl mir eine Geschichte“ und so schreibt Harden …

Schreibstil:
Der Klappentext las sich noch spannend, aber die eigentliche Geschichte passte wohl nicht recht zu mir. Der Schreibstil wirkt einfach, der Ausdruck ist teils unpassend und die Handlung leider vorhersehbar. Im allgemeinen fehlt das Herz der Geschichte. sie wirkt unfertig und ohne Leben.

Charaktere:
Harden ist ein naiver Student von 21 Jahren und erkennt eigentlich recht früh, dass sein Freund Coyote ein manipulativer Mensch ist. Dennoch bleibt er mit ihm verbunden und das habe ich einfach nicht verstanden.

Coyote manipuliert und spielt mit Menschen wie es ihm passt. Das diese Person ein Problem hat ist recht schnell klar.

Cover:
Das Cover wirkt düster und geheimnisvoll. Schade, dass es gruseliger / spannender anmutet als die eigentliche Geschichte.

Fazit:
Ein Buch, was recht schnell aus meinem Gedächtnis verschwindet. Schlechte Charaktere und eine vorhersehbare Handlung. eine Leseempfehlung spreche ich daher nicht aus und ich vergebe aufgrund der Kritikpunkte nur 2 Sterne.

Ich bedanke mich bei Amazon Publishing für das Rezensionsexemplar.

September
15
In einem anderen Licht – Katrin Burseg
Cora

Klappentext:
„Fragen Sie Dorothea nach Marguerite.“ Miriam bekommt anonyme Briefe mit nur diesem Satz geschickt. Dorothea Sartorius ist die charismatische Witwe eines Reeders und eine große Mäzenin in Hamburg. Gemeinsam mit ihr bereitet Miriam gerade die Verleihung des Sartorius-Preises für Zivilcourage vor. Dorothea beantwortet Miriams Frage nicht, ermuntert sie aber, nach dem Absender der Briefe zu suchen. In einem Beginenhof an der Schlei findet Miriam eine alte Bewohnerin und Antworten, die ihr Weltbild ins Wanken bringen. Dorothea war in den 70er Jahren Mitglied in einer linksextremen Terrorgruppe. Die frühere Freundin und politische Weggefährtin von Dorothea erhebt schwere Anklage: „Sie hat uns verraten. Sie hat alles verraten, was ihr heilig war.“

Titel: In einem anderen Licht
Autor: Katrin Burseg
Verlag: List
Seiten: 320
ASIN: B072F751HZ
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Miriam sowie ihr Mann arbeiteten beide als Journalisten für das selbe Magazin. Als Miriams Mann bei einer Reportage stirbt, wechselt sie den Herausgeber und arbeitet stattdessen für eine Frauenzeitschrift. Für ihren aktuellen Artikel erhält sie anonyme Briefe und entscheidet sich, diesen nachzugehen …

Schreibstil:
Der Stil ist durchwachsen. Mit Trauerbewältigung, RAF-Terror, Liebe, allein erziehende Mutter und einem vertuschten Mord hätte ich mehr erwartet als eine extrem konstruierte Handlung, welche dann auch noch mit Klischees behaftet ist. Vielleicht waren es aber auch zu viele Themen, welche ja alle untergebracht werden müssen und daher dieses konfuse durcheinander, was so unrealistisch erscheint, dass die ganze Geschichte zunichte macht.

Charaktere:
Miriam trauert sehr viel um ihren Mann – verständlich – und sie versucht ihre Trauer durch geschickte Handlungen in den Griff zu bekommen. auch stilistisch hat die Autorin gut nachgeholfen, dennoch wirkt das ganze einfach nicht, wenn sie sich dann Bo an den Hals wirft.

Bo hingegen, taucht auf und ihm wird sofort Miriams Sohn anvertraut. Logisch, würde ja jede Mutter so machen *da kann man nur mit dem Kopf schütteln

Auch die anderen Charaktere sind einfach immer zur richtigen Stelle da oder sterben dann ganz schnell, damit sie nicht mehr antworten müssen – wie praktisch!

Cover:
Das Cover ist sehr schön und hat mich zum Lesen verleitet.

Fazit:
Eine von vorne bis hinten konstruierte Geschichte, welche einfach nur unglaubwürdig ist! Von mir gibt es keine Leseempfehlung und nur 2 Sterne.

Ich bedanke mich beim Ullsteinverlag für das Rezensionsexemplar.

September
04
Die Perfekten – Caroline Brinkmann
Cora

Klappentext:
Rain ist ein Ghost. Sie lebt außerhalb des Systems. Seit ihrer Geburt ist sie auf der Flucht vor den Gesegneten, einer perfekten Weiterentwicklung der Menschen, die mit eiserner Hand regieren und das Volk unterdrücken. Rain weigert sich jedoch, sich ein Leben lang zu verstecken, und begeht einen fatalen Fehler. Sie bricht die wichtigste Regel der Ghosts: Vertraue niemandem!

Titel: Die Perfekten
Autor: Caroline Brinkmann
Verlag: ONE
Seiten: 608
ISBN: 978-3846600498
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Rain und ihre Mutter Storm leben in Grey, dem Industriebezirk von Hope. Die beiden leben am Rande der Gesellschaft, unsichtbar und allein. Denn in Hope regieren die Gesegneten – weiterentwickelte Menschen – und diese dulden keine Menschen, welche nicht in ihrem Genpool passen. Rain ist so eine Person, ihr Körper wurde nicht erfasst und sie lebt als Ghost in einer Welt, wo die Gene über alles entscheiden …

Schreibstil:
Caroline Brinkmann hat einen beeindruckenden Stil. Sie schreibt lebhaft wie das Leben in Hope abläuft und welchen Gefahren sich Rain und Storm aussetzen müssen um zu überleben. Besonders angenehm fand ich die Sprache, welche die Autorin nutzt. So fluchen ihre Charaktere zwar, aber statt den üblichen Worten hat sie einfach ein neues erfunden. Das klingt nicht so vulgär und ist damit perfekt für ein Jugendbuch. Die Welt um Hope ist düster und schillernd zugleich, ein perfekter Spagat und auch die Parallelen zu unserer Welt sind deutlich. Besonders beeindruckt hat mich das Ende des Buches. Es hätte noch viel mehr erzählt werden können, aber dennoch hört „Die Perfekten“ genau an der richtigen Stelle, mit den richtigen Worten, auf.

Charaktere:
Rain hat mir richtig gut gefallen. Sie war mutig und stark und auch wieder verletzlich ohne dabei ein gewisses Klischee zu erfüllen. Sie wirkte natürlich und das machte sie sehr sympathisch.

Storm war sehr schwer zu greifen, ich hatte immer das Gefühl, dass sie nicht mit offenen Karten spielt und das hat sich ja dann auch bestätigt.

Rose hat mich zu tiefst berührt. Sie verkörpert einen sehr wichtigen Charakter und wer zwischen den Zeilen liest, erkennt die Bestimmung und den Vergleich in unsere Welt.

Lark war ein interessanter Typ, der durch seine Schicksalsschläge zu einem ganz anderen Typen wurde. Auch hier gibt es wieder viele Parallelen zu uns.

Alle Personen (egal ob Gesegneter oder Mensch) waren einzigartig. Sie zeigten sich frei von Klischees und wirken sehr natürlich. Selten ein Buch gelesen, in dem die Figuren so perfekt waren 😉

Cover:
Das Cover wirkt mystisch und geheimnisvoll. Mich hat es umgehend angesprochen. Obwohl ich es nicht recht mit der Geschichte in Verbindung bringen kann, finde ich es gelungen.

Fazit:
Auch wenn mir Punkte fehlen wie z. B. die Tattoos auf die Arme kommen (mit welchem Alter, wer Tätowiert), wer wählt wie die guten Gene aus und was liegt hinter den Grenzen von Hope? Hat mich „Die Perfekten“ überzeugt. Eine atemberaubende Dystopie um Rain und ihr Leben unter den Menschen. Ich war so gebannt von den Charakteren und den Sicherheitsvorkehrungen in Hope, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Daher vergebe ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung an alle Liebhaber von Dystopien.

Ich bedanke mich bei ONE / Baste Lübbe für das Rezensionsexemplar.

September
01
[Statistik] August 2017
Cora

Auch im August habe ich mein selbstauferlegtes Lesepensum nicht geschafft. Aber Lesen soll ja auch Spaß machen und keinen Stress verursachen, daher zwinge ich mich zu nichts um mache einfache weiter und Lese so wie ich lustig bin und Zeit habe.


Gelesen:

Die Schwangerschaft des Max Leif: Ein Roman in 9 Monaten – Juliane Käppler / 352 Seiten / 5 Sterne
VONG: Was ist das für 1 Sprache? – H1 / 112 Seiten / 1 Stern
Was man von hier aus sehen kann – Mariana Leky / 320 Seiten / 5 Sterne


Gehört:

Big Game: Die Jagd beginnt – Dan Smith / 422 Minuten / 2 Sterne


Fazit: 3 Medien mit insg. 784 Seiten gelesen und ein Medium mit über 7 Stunden gehört. Durchschnittliche Bewertung für den August: 3,25 Sterne – wenigstens in der Bewertung scheine ich mir treu zu bleiben. Egal wie wenig oder viel ich lese, wirklich weit über eine 3 komme ich nie …