September
30
Die langen Tage von Castellamare – Catherine Banner
Cora

Klappentext:
Castellamare, eine winzige Insel fünf Meilen vor der Küste Siziliens. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich wohl, so am Rande der Welt. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, wird er misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten, das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Dieser Skandal kostet ihn die Stelle. Um bleiben zu können, übernimmt er zusammen mit seiner Frau die einzige Bar auf der Insel, »Das Haus am Rande der Nacht«. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, denn die Bar soll ein Ort der Wunder sein. Sie wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen hindurch, allen Veränderungen zum Trotz.

Titel: Die langen Tage von Castellamare
Autor: Catherine Banner
Verlag: list
Seiten: 480
ISBN: 978-3471351307
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Amedeo ist ein Findelkind. Nichts scheint ihn, in seinem erwachsenen Leben, zu befriedigen – außer seine Geschichten. Keiner weiß etwas mit ihm anzufangen, bis zu dem Tag, als ihn sein Ziehvater zum Arzt ausbildet und ihn dann auf die Insel Castellamare bringt. Dort scheint er seine Berufung gefunden zu haben, als Arzt und als Geschichtensammler ….

Schreibstil:
Leider konnte mich die Geschichte von Catherine Banner nicht berühren. Die Figuren bleiben blass und die Handlung plätschert so dahin. Es gab, trotz der theoretisch (teilweise) emotionalen Handlung nichts, wo ich mich berührt fühlte – mir war alles, was mit den Charakteren passierte egal. Ehrlich gesagt, war mir das Buch, für das was passierte, auch zu dick, zu aufgeblasen – 200 Seiten weniger hätten es auch getan.

Charaktere:
Wie oben bereits geschrieben konnte mich kein Charakter überzeugen. Trotz der tragischen Geschichte jedes einzelnen blieb keiner wirklich in meinem Kopf.

Cover:
Das Cover weckt einen ganz anderen Eindruck von der Handlung als das, was letztendlich in der Geschichte passiert.

Fazit:
Ein Buch, was nicht gelesen werden muss. Wenn man es macht, dann ist es aber gut und flüssig geschrieben. Mich konnten „Die langen Tage von Castellamare“ nicht überzeugen – sie machten mir meinen Tag nur länger – und daher vergebe ich nur drei Sterne.

Ich bedanke mich bei buecher.de für das Rezensionsexemplar.

September
18
Ich lebe noch!
Cora

Lang ist es her, seit ich das letzte mal vor dem PC saß, aber nun (nach knappen zwei Monaten) bin ich wieder da! Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, wird jetzt denken, dass dies ja gar nicht stimmen kann, da ich ja im August noch eine Rezi veröffentlicht habe (Die Toten von der Falkneralm) – der noch aufmerksamere follower wird wissen, dass ich die Rezi bereits im Juni 2016 vorgeschrieben habe 😉

Der Grund warum ich so lange „offline“ war, war zumindest im Juli kein Wunsch, sondern eher trauriger Natur 🙁 Mein MacBook hat nach über 8 Jahren gesagt, dass es ein neues Mainboard möchte und hat sich mit einem kleinen Knall, einer Rauchwolke und Popkornduft verabschiedet. Blöderweise genau dann, als ich gerade eine Rezi zu „Jetzt oder Emil von Nikola Hotel“ geschrieben habe. Wahrscheinlich war dem angebissenen Apfel das Thema „Erdbeeren“ einfach eine Banane im Auge – was bin ich doch für ein Scherzkeks 😀

Ich war also im Juli einfach zu geizig um mir ein neues Notebook zu kaufen und der PC sprach irgendwie auch nicht mit mir – dies lag allerdings daran, dass der Schreibtisch zu zugemüllt war und ich keine Lust hatte diesen aufzuräumen um an Maus und Tastatur zu gelangen.

Einen Monat später (wir schreiben August 2016) haben wir uns dann ganz spontan *hust* einen langersehnten Traum erfüllt und uns ein Häuschen im Grünen gekauft. Wir befinden uns nun seit Mitte August im Umzugsstress, denn wir waren einfach der Meinung wer nichts wagt, der nix gewinnt und haben unsere Tiere eingeladen und sind in einen Rohbau gezogen. Frei nach dem Motto: „Wer nicht auf einer Baustelle wohnt, der schafft auch nichts“ sind wir nun offiziell seit Anfang September keine Berliner mehr. Ein komisches Gefühl, aber was macht man nicht alles um der Großstadt zu entfliehen und seinem Traum vom Eigenheim zu Leben.

In diesem Sinne: Danke an alle treuen Leser meines Blogs! Und ab morgen werde ich dann ein paar Beiträge nachschreiben und dann geht es wie gewohnt weiter!

 

August
29
Die Toten von der Falkneralm: Mein erster Fall – Miroslav Nemec
Cora

Klappentext:
Miroslav Nemec, den viele als Ivo Batic aus dem Münchner „Tatort“ kennen, soll bei einem „Mörderischen Wochenende“ aus einem Krimi lesen und über „Mord in Fiktion und Wirklichkeit“ diskutieren. Und so fährt er an einem Freitag im August in das Berghotel „Falkneralm“, zu dem nur eine einsame Steilbahn führt. Doch das Wochenende wird alles andere als erfreulich: Nicht nur kommt ein gewaltiger Gewittersturm auf, plötzlich kommen nacheinander auch drei Gäste zu Tode. Unfall oder Mord? Eine Verkettung unglücklicher Umstände, wie die Berchtesgadener Polizei meint. Doch Nemec und ein anderer Gast, die Polizeimeisterin Bergending aus Augsburg, beginnen zu zweifeln, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Und so muss der Kommissardarsteller Nemec selbst zum Ermittler werden und der Gefahr ins Auge blicken, sich so richtig lächerlich zu machen.

Titel: Die Toten von der Falkneralm: Mein erster Fall
Autor: Miroslav Nemec
Verlag: KNAUS
Seiten: 256
ISBN: 978-3813507027
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Miroslav Nemec, bekannter Schauspieler – seit 1991 auch Tatortkommissar Ivo Batic, berichtet von einem „mörderischen Wochenende“, bei dem er eigentlich nur aus einem Krimi vorlesen und dann darüber diskutieren sollte. Doch es kommt anders als geplant und Miroslav Nemec ermittelt nun nicht nur IM Tatort, sondern auch AN diesem …

Schreibstil:
Ich bin ehrlich, ich habe noch nie in meinem Leben Tatort geschaut und kannte daher weder den fiktiven Kommissar Batic noch war mir Miroslav Nemec vor diesem Buch bekannt. Daher freute ich mich auf diesen eher untypischen Plot. Der Schreibstil war zu beginn des Buches etwas holperig, sodass ich Schwierigkeiten hatte in die Geschichte einzutauchen, nach ein paar Seiten hatte ich mich aber daran gewöhnt und Nemec lieferte interessante Einblicke in Bezug auf sein öffentliches sowie privates Leben und lies dabei seine Kriminalgeschichte einfließen. Die Geschichte an sich ist kurzweilig und ein netter Zeitvertreib. Leider hat sie ein paar Fehler, welche die Geschichte als unlogisch entlarven. Natürlich habe ich einen ausgedachten Krimi erwartet, aber wenn schon ein paar Fakten (der Autor schreibt über sein Leben, seinen Beruf, etc) wahr sind, könnte man sich bei den anderen auch Mühe geben – auch wenn diese nur ausgedacht sind 😉

SPOILER ANFANG
Die Falkneralm befindet sich auf einem Berg, welche nur mit einer Seilbahn oder zu Fuß über einen Kletterpfad erklommen werden kann – komischerweise fährt am nächsten Morgen die Bergwacht via Auto vor …

Ein Toter sollte mit einer Plane abgedeckt werden, diese Lösung erscheint den beteiligten fraglich und sie schaffen die Leiche weg. Kurze Zeit später wird über die (besagte) abgedeckte Leiche berichtet – sorry, aber diese wurde nicht abgedeckt und war auch schon lange nicht mehr da …

Nemec muss sein Jackett bei der Polizei abgeben und erhält es kurze Zeit später vom Polizisten zurück, alles nur Schikane – so wird es geschrieben. Ein paar Seiten später, soll Nemec sein Jackett aus der Forensik abholen. Ähm ?!
SPOILER ENDE

Charakere:
Alle Personen werden nur kurz angerissen, das klingt realistisch, weil der Autor in der Ich-Perpektive berichtet und er die Personen auch nicht näher kennt, dennoch kommen Sympathien beim Lesen auf, was ich sehr schön fand. Was bei mir allerdings auch hängen geblieben ist, ist der ständige Alkoholkonsum von Miroslav Nemec. Es ist, so denke ich zumindest, absolut in Ordnung, wenn man in solch einer Situation ist, zu trinken; aber danach? Vor Autofahrten sollte man nichts trinken und auch eine Polizistin sollte kein Bier anbieten und noch groß rumtönen, dass die Promillegrenze schon nicht erreicht würde und sie könnte ja auch ihr Messgerät vor der Abfahrt noch zur Verfügung stellen. Ja, es ist ein Buch für Erwachsene, aber dennoch sterben immer noch zu viele Menschen im Straßenverkehr. Jeder Mensch verträgt unterschiedlich viel und daher kann auch 0,5 Promille zu viel sein!

Cover:
Das Cover finde ich gelungen und auch die Haptik des Schutzumschlages ist klasse.

Fazit:
Ein schöner Einblick in das Leben des Schauspielers Miroslav Nemec und seine Idee einen Krimi in sein Leben einzubauen. Leider ist die Geschichte nicht immer gelungen, daher nur 3 Sterne. Eine Lesempfehlung gebe ich an alle Fans vom Autor sowie Tatort-gucker.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

August
01
[Statistik] Juli 2016
Cora

Na dann wollen wir mal 😀


Gelesen:

Argeneau-Reihe 07: Ein Vampir und Gentleman – Lynsay Sands / 384 Seiten / 5 Sterne
Die Intelligenz der Pferde: Ein kluger Kopf unter jedem Schopf – Marlitt Wendt / 144 Seiten / 4 Sterne
Die Nacht der Elemente 01: Mondtocher – Lia Haycraft / 267 Seiten / 2 Sterne
Märchenküsse & Katzenträume – Kristina Günak / 49 Seiten / 5 Sterne
Those Girls: Was dich nicht tötet – Chevy Stevens / 464 Seiten / 2 Sterne
Für immer und Emil – Nikola Hotel / 304 Seiten / 5 Sterne


Gehört:

Morgen ist leider auch noch ein Tag: Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet – Tobi Katze / 225 Minuten / 5 Sterne
Vielleicht mag ich dich morgen – Mhairi McFarlane / 443 Minuten / 3 Sterne


Fazit:

6 Medien gelesen, bei einer Gesamtseitenzahl von 1.612 und einer durchschnittlichen Bewertung von 3,8 Sternen.
2 Medien gehört, mit 668 Minuten und 4 Sternen im Durchschnitt. Ergibt einen Gesamtdurchschnitt von 3,9 Sternen für Juli, das ist für meine Verhältnisse gut und ich bin zufrieden.

Juli
30
Für immer und Emil – Nikola Hotel
Cora

Klappentext:
Leonie ist eine Powerfrau: Sie liebt ihren Job und hat Erfolg. Dann wird ihr vorgeworfen, die Geschäftsidee der charmanten Brüder Emil und Ben geklaut zu haben. Zwei Stunden später hat sie Freizeit pur – Leonies Horrorvorstellung. Sie muss unbedingt denjenigen finden, der ihr das eingebrockt hat. Der Einzige, der ihr helfen kann: Emil. Doch der hat sich aufs Land verkrochen. Und plötzlich steht Leonie offline zwischen Erdbeerfeldern und Kuhfladen und spürt: Ihr Herz klopft für Emil.

Titel: Für immer und Emil
Autor: Nikola Hotel
Verlag: atb
Seiten: 304
ISBN: 978-3746632124
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Wenn es der pseudo-veganerin und Powerfrau Leonie eine zahme, fleischessende Landfrau wird, dann kann es nur an den leckeren Erdbeeren und Emil liegen …

Schreibstil:
Wie immer verzauberte mich der Stil von Nikola Hotel. Ich sah die Charaktere bildhaft und umgehend vor meinem inneren Auge und machte mich teilweise über ihre Art lustig. Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und es ist klar, wie sich die Geschichte entwickelt. Dennoch ist das „wie“ sehr überraschend, witzig und einzigartig. Der Ausdruck ist immer passend, höflich und typisch Nikola Hotel.

Charaktere:
Leonie war zu Beginn der Geschichte doch sehr merkwürdig. Ihre Art mit Druck umzugehen und sich dermaßen an andere anzupassen war mir absolut fremd. Als sich herausstellte warum sie dies tat, hatte ich Mitleid mit ihr und gönnte ihr die Lebensveränderung von Herzen. Besonders witzig war ihre innere Zerrissenheit, die ich beim Lesen immer wieder spürte, aber wirklich belächelte. Ihre wahre Persönlichkeit kam zum Ende der Geschichte hervorragend zur Geltung und machte Leonie zu einer wirklichen Powerfrau.

Emil, ein surfer-Typ zum anbeißen, nur schade, dass er surfen nicht mag 🙁 da war ich wohl nicht die einzige, die diese Entwicklung schade fand – aber genau dieser Fauxpas, dass wir Menschen in Schubladen stecken ist so genial! Wir achten heutzutage gar nicht mehr auf Persönlichkeit und Menschlichkeit, wir lassen uns durch virtuelle Profile auf sozialen Medien ablenken, stellen uns falsch oder richtig dar und das zwischenmenschliche geht verloren. Wer mag sowas?! Daher ist Emil nicht nur eine Romanfigur, sondern im gewissen Maße auch ein Vorzeigetyp, der diesem Wahn des öffentlichen Medienhypes via Facebook widerspricht. Einfach nur gelungen dargestellt und nachahmungswürdig!

Ben, Emils Bruder, welcher unter einer Form des Autismus leidet, passt ebenfalls hervorragend in diese Geschichte. Er ist, wie alle anderen auch, so wie er ist. Er macht das was er für richtig hält und lebt gut damit. Er ist ehrlich, direkt und war mein heimlicher Liebling. Seine Taten wirken auf eine Art befremdlich, auf eine Andere absolut nachvollziehbar – nur würden wir (als gesellschaftsfähig erzogene Erwachsene) nie so reagieren. Die Geschichte zeigt, dass Autisten gar nicht „auffällig“ sind, sondern die Gesellschaft verkorkst!

Cover:
Mit dem Cover kann ich leider gar nichts anfangen und ich wäre im Buchladen an dieser wirklich lesenswerten Geschichte vorbeigegangen.

Fazit:
Ein absolutes must read für jeden! Eine tolle Geschichte über Gesellschaft, die Reise zum ICH und die Liebe.