Legend 03: Berstende Sterne – Marie Lu

Reiheninfo:
Das Prequel
Fallender Himmel
Schwelender Sturm
Berstende Sterne

Klappentext:
Machen sie ihre Drohungen wahr, wird das zahllose unschuldige Menschen das Leben kosten. Und das könnten wir verhindern, indem wir ein einziges Leben aufs Spiel setzen. Day und June haben so viel geopfert für die Republik und füreinander. Nun scheint das Land endlich vor einem Neubeginn zu stehen. June arbeitet mit dem Elektor und führenden Politikern zusammen, während Day einen hohen Rang beim Militär bekleidet. Keiner der beiden hätte die Umstände vorhersehen können, unter denen sie wieder zusammenfinden. Gerade als ein Friedensabkommen unmittelbar bevorsteht, drohen Anschuldigungen einen erneuten Krieg heraufzubeschwören. Um das Leben tausender Menschen zu retten, soll June nun Day darum bitten, das zu opfern, was ihm am meisten bedeutet …


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Titel: Legend 03 – Berstende Sterne
Autor: Marie Lu
Verlag: Loewe
Länge: 420 Seiten
ASIN: B00K9S05RG
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
June und Day haben sich für den Elektor eingesetzt und führen ein Leben, welches sie sich nicht erträumen konnten. Doch als an der Front die Seuche ausbricht, soll Eden erneut ins Labor und June soll Day dazu überreden seinen Bruder erneut in die Hände der Republik zu geben…

Meinung:
Die Handlung geht auf jeden Fall spannend weiter, bleibt spannend und endet genau richtig. Es ist alles so gekommen wie es sich gehört und dies ist der bewegendste Band der Reihe. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, die Handlungen vertraut und so viel Wahres ist zu lesen, dass es schon fast schockiert, dass das Buch (im englischen Original) vor 12 Jahren (!) erschienen ist! Die Einblicke in die menschliche Psyche, die Manipulation der Regierung bzw. der Führungsriege, die Missgunst untereinander, der Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung, die „Optimierung“ der Bevölkerungsdichte, usw. Es sind so viele Parallelen, welche gezogen werden können und dazwischen eine Anziehung zwischen 2 Menschen, die sich praktisch hassen müssten, es aber nicht tun, weil sie achtsam sind und entscheiden für was sie verantwortlich sind und wofür nicht. Diese Differenzierung ist so wundervoll eingearbeitet, dass mich June und Day absolut inspiriert haben. Gerade die Aussage von Metias, welche June immer wieder begleitet „nur wenige Menschen töten für einen guten Grund“ regt zum Nachdenken an – auch hier wieder in Hinblick auf das aktuelle Geschehen in der Welt. Der Umgang der beiden zueinander, mit der Gesamtsituation und ihr Handeln ist animierend und für ein Jugendbuch eine ganz tolle Sache.

Cover:
Das Cover passt zur Reihe und ist damit absolut stimmig.

Fazit:
Ein sehr guter Abschluss und, bis jetzt, mein Highlight des Jahres. Die Charaktere sind sehr sympathisch, bleiben sich (also ihrem Charakter) treu und vermitteln einen selbstbestimmten Umgang mit Krisen (ohne andere zu schädigen). Daher eine absolute Leseempfehlung für jeden, der gerne Dystopien mag bzw. vergleiche zur realen Welt 😉 von mir gibt es volle 5 Sterne.

 

Schlechte Medizin: Ein Wutbuch – Dr. med. Gunter Frank

Klappentext:
Es geht nicht um Ihre Gesundheit. Es geht um Profit
Ein Arzt bricht seine Schweigepflicht: Inzwischen werden in Deutschland massenweise Patienten falsch behandelt. Und zwar systematisch. Gunter Frank zeigt, wie an den verschiedenen Stellen des Medizinbetriebs aus Gier und Eigeninteresse Medikamente und Therapien durchgesetzt werden, die nach Maßgabe von Wissenschaft und Vernunft vor allem eines sind: schlechte Medizin.


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Titel: Schlechte Medizin: Ein Wutbuch
Autor: Dr. med. Gunter Frank
Verlag: KNAUS
Seiten: 289
ASIN: B007EGW60K
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Woher kommen die Weisheiten z.B. zur Ernährung, zu unseren Blutwerten, Cholesterinwerten und auf welcher Basis wird generell behandelt?!

Meinung:
Das Buch ist gut aufgebaut, gleich im Vorwort wird klargestellt, um was es in diesem Buch geht und für wen es geschrieben ist. Dann folgenden die 3 Hauptteile:

  • Schlechte Medizin in der täglichen Behandlung
  • Die Ursachen schlechter Medizin
  • Die gesellschaftlichen Auswirkungen schlechter Medizin

Die Quellen von Dr. Gunter Frank sind stellenweise im Text und im Glossar hinterlegt und können eingesehen werden – schade, dass im Text nicht immer auf die Quelle verwiesen wird, so muss man sich immer hin und her bewegen, aber zumindest gibt es Quellen, denn einige Tatsachen sind schwer verdaulich! Wenn der Autor seine Meinung vertritt, dann liefert er gute Argumente und kennzeichnet seine Aussagen auch, so ist es jedem selbst überlassen, was er mit dem erworbenen Inhalt anfängt. Der Schreibstil ist flüssig und auch für Laien leicht verständlich, der Ausdruck ist, trotz ärgerlichen Tatsachen, sachlich.

Gerade in der heutigen Zeit sollte sich jeder mit schlechter Medizin befassen. Auf welcher Grundlage erhalten wir Medikamente, was bringen Vorsorgeuntersuchungen und welchen Webseiten und vor allem Studien kann man noch trauen?

Cover:
Das Cover ist okay, es ist schlicht, könnte aber ein bisschen mehr Praxisbezug aufzeigen.

Fazit:
Sollte unbedingt gelesen werden, vor allem von Menschen, welche Medikamente nehmen und immer wieder von einem Arzt zum nächsten geschickt werden. Von mir gibt es 4 Sterne, einen ziehe ich aufgrund der nicht verlinkten Quellen ab – es gibt zwar Quellenangaben, aber im E-Book immer wieder zu blättern und zu suchen ist mühsamer als in einem richtigen Buch, hier hätte bei der Erstellung darauf geachtet werden müssen.

Pandämonium I – Die letzte Gefahr – Alexander Odin

Klappentext:
Ein gefährliches Virus breitet sich in Berlin aus, das die Menschen grausam verändert. In einem Plattenbau, der unter Quarantäne gestellt wird, bangen die sechzehnjährige Naomi und eine kleine Gruppe von Nachbarn um ihr Leben. Als ihnen die Flucht gelingt, landen sie in Berlin Mitte, das mittlerweile von Stacheldraht umzäunt und zur Seuchenzone erklärt wurde. Noch ahnt keiner, dass Berlin erst der Anfang ist – und dass hinter dem Todesfieber ein globales Netzwerk steckt, das nur ein Ziel hat: Die Menschheit soll sich selbst zerstören …


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Titel: Pandämonium – Die letzte Gefahr
Autor: Alexander Odin
Verlag: Bastei Entertainment
Seiten: 417
ASIN: B008NXG00U
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Pandämonium lag schon Ewigkeiten auf meinem Reader und musste nun auch mal gelesen werden. Ich bin ehrlich, ich stehe gar nicht auf Geschichten zum Thema Weltuntergang, Zombis oder Todesviren, aber das Buch habe ich mir damals Gratis geladen und was ich habe lese ich 😳 Gereizt hat mich damals, dass die Geschichte in Berlin spielt und dies war auch der Grund, warum ich Pandämonium jetzt gelesen habe.

Inhalt:
Die 16-jährige Naomi lebt mit ihren Eltern in Berlin-Charlottenburg (gehobene Wohngegend) und verliert durch tragische Weise ihren Vater. Allein kann ihre Mutter die teure Wohnung nicht mehr halten und so ziehen beide nach Berlin-Mitte, in eine Plattenbausiedlung. Naomi leidet sehr unter dieser Veränderung, kapselt sich ab und lebt immer mehr in ihrer eigenen Welt. Als Teen, mit einem Fernrohr und Notizbuch ausgestattet, stellt sie brutale Veränderungen in ihrer Nachbarschaft fest. Was geht nur in der Platte vor und warum haben alle Lust auf Menschenfleisch ?!

Schreibstil:
Der Stil von Alexander Odin gefiel mir gut. Im ersten Abschnitt konnte ich noch sehr gut in die Geschichte eintauchen, das Geschehen war normal und Berlin wurde hervorragend beschrieben. Aber irgendwann tauchten viele Brutalitäten auf, die sehr detailliert beschrieben wurden – mir war das irgendwie zu heftig. Auch wurde es mit zunehmender Action immer unlogischer. Viele Fragen tauchten auf, wurden mir aber nicht beantwortet. Der Ausdruck war die ganze Zeit über passend und angebracht, allerdings nicht für Leser unter 14 Jahren zu empfehlen.

Charaktere:
Naomi war mir sympathisch. Ihre Verzweiflung um den Verlust des Vaters war glaubhaft geschildert und ihre psychischen Probleme ebenfalls. Im Laufe der Handlung wurde sie mir dann zu übermächtig. Sie wirkte viel zu reif für ihr alter und handelte nicht mehr so, wie ich sie zu Beginn kennenlernte.

Naomis Mutter blieb farblos, ebenso andere Charaktere, die eine große Rolle und viel Platz einnahmen. Dennoch sind sie mir kaum in Erinnerung geblieben. Sie handeln kaum eigenständig und dadurch vorhersehbar.

Cover:
Das Cover ist genial. Berlin in einem mystischen Nebel.

Fazit:
Ein spannendes Buch mit einem offenen Ende – Teil 2 ist geplant – welches sich mit dem Hass der Menschheit beschäftigt. Die Idee hinter Pandämonium ist sehr interessant und dadurch ist diese Geschichte lesenswert. Mich konnten die Charaktere sowie viele Ungereimtheiten nicht überzeugen, dennoch gefiel mir Pandämonium ganz gut, daher vergebe ich 3 Sterne.