[Abgebrochen] Ein gefährliches Talent – Camilla Sten

Klappentext:
Pass dich ihnen an. Sonst wirst du es bereuen.
Die forensische Psychologin Rebecca Lekmann kehrt nach vielen Jahren wieder in ihre Heimatstadt Djursholm zurück, um sich um ihre kranke Mutter zu kümmern. Dafür lässt sie ihre Ehefrau und auch eine glänzende Karriere in den USA hinter sich. Eines Nachts erhält sie einen Anruf ihres ehemaligen Kollegen Leo: Rebeccas alte Highschool-Freundin Louise wurde in ihrer luxuriösen Villa brutal getötet. Rebecca beginnt, auf eigene Faust den Mord um Louise aufzuklären. Wer hat sie getötet und warum? Und weshalb hat Louise nur wenige Wochen vor dem Mord versucht, Rebecca zu kontaktieren – obwohl sie geschworen hatte, Rebecca nie wiedersehen zu wollen? Je näher Rebecca den Menschen um Louise kommt, desto brenzliger wird es für sie selbst. Am Ende muss sie sich fragen, welches Risiko sie tatsächlich bereit ist einzugehen …

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Titel: Ein gefährliches Talent
Autor: Camilla Sten
Sprecher: Felicity Grist
Verlag: Harper Collins
Länge: 690 Minuten
ASIN: ‎3365004785
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Rebecca ist forensische Psychologin und kehrt in ihre Heimat zurück, um sich um ihre kranke Mutter zu kümmern. Ganz nebenbei ermittelt sie dann in einem Mordfall und trauert ihrer Beziehung hinterher …

Meinung:
Meine Kurzbeschreibung finde ich besser, als den Klappentext. Sie wäre ehrlicher.
„Ein gefährliches Talent“ ist das erste Buch, welches ich von Camilla Sten konsumiert habe und ich habe es nach ca. 19% abgebrochen. Felicity Grist liest ganz angenehm, aber das, was sie liest, ist wirr, zusammenhangslos und sprunghaft. So trauert Rebecca ihrer lesbischen Beziehung hinterher und beschreibt die Szenerie in den USA, wo Rebecca und ihre Frau gelebt haben, bevor Rebecca nach Djursholm zurückgekehrt ist. Die Spannungen zwischen der Polizei und den Einwanderern, dass das Rechtssystem nicht richtig funktioniert und die Liebe zu einer ausländischen Frau. Dann geht es wieder zur Gegenwart nach Djursholm und dann in die Vergangenheit, als Rebecca noch in der Highschool war. Alles passiert in einem Abwasch, sodass man sich bei jedem Kapitel selbst zurechtfinden muss. Die Charaktere bleiben alle blass, sie erscheinen oberflächlich. Der Umgang der Charaktere untereinander und so wie es Rebecca (als Ich-Erzählerin) schildert, wirkt sehr konstruiert und belehrend. Nachdem ich dann fast ein Fünftel des Hörbuches geschafft habe und einfach nichts Spannendes passiert ist, habe ich mich dann für einen Abbruch entschieden. Weder Charaktere noch Handlung konnten mich bei der Stange halten und es gibt so viele (Hör-)Bücher, welche es verdient haben konsumiert zu werden.

Cover:
Das Cover wirkt geheimnisvoll, schaurig und passt daher nicht zum Inhalt.

Fazit:
Mein erste und letztes Buch von Camilla Sten, viel zu konstruiert und stellenweise belehrend. Daher abgebrochen und nur einen Stern. Ich spreche keine Empfehlung aus.

Simon Dorn & Lea Wagner 01: Zimmer 103 Hotel der Angst – Jan Beck

Reihenfolge:
Zimmer 103 – Hotel der Angst
Zimmer 203 – Ruf der Toten
Zimmer 777 – Preis der Wahrheit

Klappentext:
Kriminalpsychologe Simon Dorn beendet nach zahlreichen persönlichen Schicksalsschlägen seinen Polizeidienst und zieht sich in das leerstehende Hotel Dornwald in Bad Gastein zurück. Dort setzt er heimlich seine Arbeit fort. Zimmer für Zimmer verwandelt er das Dornwald in einen Schaukasten ungelöster Mordfälle. Einzige Verbindung zur Außenwelt: Karla Hofbauer vom Cold Case Management am Bundeskriminalamt Wien. Als Hofbauer in Hamburg ermordet wird, deutet alles auf einen Serientäter hin. Die junge Kriminalpolizistin Lea Wagner folgt Hofbauers Spuren nach Bad Gastein und kommt als ungebetener Gast. Doch bald schon ermitteln Dorn und Wagner gemeinsam und jagen einen Mörder, der keine Grenzen kennt.

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Titel: Zimmer 103 – Hotel der Angst
Autor: Jan Beck
Sprecher: Henrike Tönnes, Christiane Marx
Verlag: Der Hörveröag
Länge: 575 Minuten
ASIN: ‎B0DBZSYSZ3
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir nicht

Inhalt:
Die Wienerin Karla Hofbauer wird in Deutschland ermordet und so wirklich will sich niemand der Sache annehmen. Daher ermittelt ihre Kollegin Lea Wagner auf eigene Faust und findet mit dem Kriminalpsychologen Simon Dorn eine heiße Spur …

Meinung:
Das Hörbuch lag schon lange auf meinem Merkzettel und so hatte ich den Klappentext verdrängt. Dieser sagt schon alles und man kann die ersten 3 Stunden gekonnt auslassen. Die Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen und wird nur durch Henrike Tönnes und Christiane Marx gerettet. Die beiden sprechen unwahrscheinlich gut und es macht Freude ihren zuzuhören. Was sie allerdings für einen konstruierten Plot vorlesen ist furchtbar. Die Geschichte ist absolut vorhersehbar und das, obwohl Jan Beck sich sehr bemüht hat für ganz viele Fallstricke zu sorgen. Aber aufgrund der ganzen Charaktere hat er sich wohl selbst verzettelt und schnell ist klar, dass nichts so ist, wie es scheint. Stellenweise ist die Handlung so wirr, das man nur noch abschalten möchte. Eine Polizistin ist ermordet worden und niemand kümmert sich? Eine Polizistin ist suspendiert und spaziert noch fröhlich mit ihrer Dienstmarke durch die Gegend und das Länderübergreifend? Den großen Spoiler verrate ich hier nicht, aber wer nach der Auflösung darüber nachdenkt wird merken: das funktioniert so gar nicht! Der traumatisierte Psychologe ist ein absolutes Klischee und am Ende lockt der Cliffhanger in den nächsten Band – geht gar nicht! Die Charaktere sind oberflächlich, so wie die Handlung. Ein psychologischer Thriller ist das leider nicht geworden.

Cover:
Das Cover gefällt mir nicht, weil es nichtssagend ist. Man hätte so viele Motive wählen können. Ein heruntergekommenes Hotel, Motive aus Hamburg oder Wien.

Fazit:
Ein Auftakt der absolut langweilig und konstruiert ist. Ich vergebe einen Stern für die beiden Sprecherinnen und empfehle weder das Buch noch das Hörbuch.

Coram House – Bailey Seybolt

Klappentext:
Ein verlassenes Waisenhaus, ein grausames Geheimnis
Vermont, 1968: An einem glühend heißen Sommertag verschwindet der neunjährige Tommy spurlos aus Coram House, einem Waisenhaus am Lake Champlain. Auch fünfzig Jahre später ist sein Verschwinden immer noch ungeklärt.
Für Alex Kelley, eine angeschlagene True-Crime-Autorin, scheint der Auftrag, über das Waisenhaus zu schreiben, die perfekte Gelegenheit, sich aus ihrer beruflichen Krise zu befreien. Im winterlichen Vermont taucht sie tief ein in die Transkripte und Originaldokumente aus dieser Zeit. Schnell wird ihr klar, dass sie einen brisanten Fall vor sich hat: Was ist wirklich mit dem kleinen Tommy geschehen?
Bereits wenig später taucht eine weitere Leiche auf und Alex beginnt zu begreifen, dass sie das nächste Opfer sein könnte …

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Titel: Coram House
Autor: Bailey Seybolt
Verlag: dtv
Länge: 385 Seiten
ASIN: ‎B0F4KV978F
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir gut

Inhalt:
Alex Kelley ist Autorin, ihr neues Buch bringt sie nach Vermont, sie soll die Ereignisse von 1968 niederschreiben. Viele Kinder wurden im kirchlichen Waisenhaus missbraucht und misshandelt. Doch über den angeblichen Tod eines Kindes spricht niemand, daher versucht Alex alles, um hinter das Geheimnis zu kommen …

Meinung:
Ein starkes Debüt, über eine Geschichte, welche so passiert sein könnte. Zumindest hat sich Bailey Seybolt eine Tatsachengeschichte als Vorbild genommen.

Zitat: Die historische Geschichte des St. Joseph’s Orphanage in Burlington, Vermont. Zwischen 1854 und 1974 lebten dort mehr als 13.000 Kinder. Sie wurden von den Menschen, die sie eigentlich beschützen sollten, misshandelt, missbraucht und zum Schweigen gebracht. Die Geschichte vieler Waisenhäuser und Internate hat gezeigt, dass die Entscheidung darüber, woran man sich erinnert und was vergessen wird, eine Machtfrage ist.

Die Geschichte wird aus Sicht von Alex erzählt, die Protagonistin reist nach Vermont und erhält dort die entsprechenden Informationen zu Coram House (dem Waisenhaus) und führt eigenständige Recherchen durch. Man erfährt also mit Alex gemeinsam, was damals passiert ist oder passiert sein könnte. Man liest Mitschnitte aus Interviews und kann mitraten, wer lügt oder etwas verschweigt. Der Aufbau dieses Thrillers ist spannend die Autorin schafft es sehr gut die Kälte in Vermont einzufangen, sodass man sich beim Lesen schön einkuschelt und nicht nur wegen der durchdringenden Kälte erschaudert, sondern auch wegen der traurigen Schilderungen der betroffenen Personen. Hier sei gesagt, dass es keine Beschreibungen vom sexuellen Missbrauch an Kindern gibt, obwohl es auch ein Thema ist – stilistisch sehr gut gelöst!
Alex ist ein bisschen speziell, sodass ich sie nicht immer greifen konnte. Auch die anderen Personen waren etwas oberflächlich gehalten. Dies tut der Geschichte allerdings gut, denn es geht hauptsächlich um die aufklärerische Arbeit von damals und dort steckt auch die Tiefe in der Handlung.

Cover:
Das Cover ist sehr gelungen und umfasst das wesentliche.

Fazit:
Ein Thriller, der wenig auf die Figuren der aktuellen Zeit setzt, sondern sich mit dem Hauptthema „der Vergangenheit“ befasst – mit Schwenk in die Gegenwart. Daher ist der Thriller für alle geeignet, welche gerne miträtseln, sich gerne auf Handlungen statt auf Charaktere fokussieren. Ich vergebe 4 Sterne, weil mich das Buch gefesselt hat, es aber leider ein paar Schreibfehler enthält und so die 5 Sterne nicht erreicht.

Inquisitor Corvus 01: Die Geburt des Raben – Uwe Zander

Klappentext:
„Ich bin ein aufgeklärter Mann. Als Inquisitor interessiert mich die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Gibt es Dämonen und Hexen? Bis vor wenigen Tagen wäre meine Antwort einfach ein unzweifelhaftes Nein gewesen. Doch jetzt…?“ Ein Verbrechen. Ein ermordeter Weihbischof und der Hexerei verdächtigte Frauenzimmer bilden den Rahmen für die kriminalistische Untersuchung des Verbrechens, geschehen in Gengenbach, einem kleinen Städtchen an der Kinzig. Inquisitor Corvus und Inquisitor Monheim beleuchten die Hintergründe der Tat, sprechen mit Verdächtigen und nutzen die Mittel ihrer Zeit. Die Handlung spielt zu Beginn des frühen 18. Jahrhunderts am Eingang des Schwarzwalds. Einer Zeit, noch vor der Aufklärung, in welcher der Glaube an Dämonen und Hexen weit verbreitet und in der Gesellschaft tief verankert war. Es gab zu jener Zeit und auch in den Zeiten zuvor schon Stimmen, welche an der Existenz von Dämonen und Hexen zweifelten. Hatten diese Zweifler recht? Oder übersahen sie das Offensichtliche? Gibt es Dämonen & Hexen?

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Titel: Die Geburt des Raben
Autor: Uwe Zander
Verlag: BoD
Länge: 298 Seiten
ISBN: ‎978-3695140435
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Inquisitor Corvus hat alle Hände voll zu tun: Ein Weihbischof wurde ermordet, die Kerker sind voller der Hexerei angeklagter Frauen und dann sind da noch seine rätselhaften Albträume. Doch als Mann der Wissenschaft will Magister Balthasar Corvus der Wahrheit auf den Grund gehen. Beharrlich ermittelt er weiter – selbst dann, als er dadurch zunehmend in Gefahr gerät.

Meinung:
Die Geburt des Raben ist der Debütroman von Uwe Zander und konnte mich mit seiner düsteren Atmosphäre und spannenden Handlung überzeugen. Die Zeit der Hexenverfolgung sowie die Machtstrukturen innerhalb der Kirche und der Stadträte werden interessant dargestellt und verleihen der Geschichte ein authentisches historisches Flair.
Vor dem Lesen hatte ich etwas Bedenken, wie detailliert die Folterungen während der sogenannten peinlichen Befragungen beschrieben werden würden – schließlich wird die Geschichte aus der Sicht eines Inquisitors erzählt. Diese Sorge erwies sich jedoch als unbegründet. Balthasar Corvus ist ein sympathischer und besonnener Protagonist, der großen Wert auf sorgfältige Ermittlungen legt und nicht vorschnell urteilt. Dadurch entwickelt sich der Roman eher zu einem historischen Kriminalfall mit zahlreichen Wendungen, die zum Miträtseln einladen. Wer hat den Weihbischof ermordet? Warum wurden die Frauen der Hexerei beschuldigt? Nach und nach werden alle Fragen schlüssig beantwortet und das Ende rundet die Geschichte gelungen ab. Dennoch hätte ich mir etwas mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht. Außerdem waren mir stellenweise etwas zu viele Details eingebaut, wodurch mein Kopfkino gelegentlich ins Stocken geriet.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farbgestaltung und der Rabe passen hervorragend zur düsteren Atmosphäre der Geschichte und machen neugierig auf den Inhalt.

Fazit:
Die Geburt des Raben ist ein gelungenes Debüt, das mit einer spannenden Kriminalhandlung und einem interessanten historischen Setting überzeugt. Trotz kleinerer Schwächen bei der Figurenzeichnung hat mich der Roman gut unterhalten und macht definitiv Lust auf weitere Geschichten rund um Balthasar Corvus. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Fans historischer Krimis.

Ich bedanke mich bei Uwe Zander für das Rezensionsexemplar.

Inspector Sheens 02: Wer auf dich wartet – Gytha Lodge

Reihenfolge:
Bis ihr sie findet
Wer auf dich wartet
Neben wem du erwachst
Was ich euch verschweige
Sobald ihr mich erkennt

Klappentext:
Abends, kurz vor elf. Aiden loggt sich ein, um mit seiner Freundin Zoe zu skypen. Als die Verbindung steht, sieht er nur ihr leeres Zimmer. Dann einen Schatten. Ist sie etwa nicht allein? Plötzlich ein Schrei. Und Stille. Als Stunden später ein anonymer Anrufer der Kripo von Southampton von einem möglichen, online beobachteten Verbrechen an seiner Freundin berichtet, kommt jede Hilfe zu spät. Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team finden in Zoes Wohnung nur noch ihre Leiche. Verdächtige gibt es genug – doch wessen Motiv ist mörderisch genug?

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Titel: Wer auf dich wartet
Autor: Gytha Lodge
Sprecher: Jan Katzenberger
Verlag: Saga Egmont
Länge: 747 Minuten
ASIN: ‎B08JM7YX2Q
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Aiden denkt, dass seine Freundin ermordet wurde und meldet dies der Polizei – das Problem: so wirklich sind die beiden gar nicht zusammen …

Meinung:
Teil 2 einer Reihe. Dennoch gelingt der Einstieg problemlos und die Geschichte ist in sich abgeschlossen.
Jan Katzenberger schafft es tatsächlich noch langatmiger zu lesen, als die Story ist. Also langsam und langweilig ergibt kein gutes Hörbuch – auch bei schnellerer Abspielgeschwindigkeit passiert einfach so gut wie nichts in diesen 12,5 Stunden! Und nach ein paar Stunden ist auch schon klar, wer was getan hat und wer mit wem – das Ganze in einer toxischen Beziehung bzw. mehrerer solcher. Es gibt so viele schlecht konstruierte Nebenschauplätze und -figuren das es schon nervt. Die Figuren scheinen kein Eigenleben zu haben, sondern warten nur auf den nächsten Schritt, welcher ihnen vorgegeben wird. Sie sind schlichtweg unsympathisch, ihnen fehlt es an allen Eigenschaften und auch sonst bietet diese Geschichte keinen Reiz.

Cover:
Das Cover wirkt düster und hat Stalker-Charakter, damit passt es zur Geschichte.

Fazit:
Ein Buch, welches sich eher mit den persönlichen Problemen von Leuten beschäftigt und wenig kriminelle Tendenzen hat. Es ist eher eine Ansammlung psychischer Probleme (Toxizität, Depression, Stalking) und das noch schlecht gelesen. Daher nur 2 Sterne und keine Empfehlung.