Steinroller: Der Steinzeit-Kommissar – Martin Lassberg

Klappentext:
Ein ziemlich platt gewalzter Mann liegt in der Steppe. War’s ein Mammut oder hat da ein Jäger mit der Keule zugeschlagen? Für Kommissar Steinroller sieht die Sache nach Mord aus. Doch wer glaubt schon einem Sippenmitglied, das lieber seinen Höhlenmalereien nachgeht, als zu jagen, und das zudem mit Grips gesegnet ist? Zumindest für Weichhaar, die smarte Frau an seiner Seite, ist Intelligenz sexy. Und so macht sich Steinroller mit ihr und seinem grobschlächtigen Assistenten daran, herauszufinden, wer den eigenen Stamm bedroht. Die urkomische Aufklärung des ersten Mordfalls der Menschheitsgeschichte.


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Titel: Steinroller: Der Steinzeit-Kommissar
Autor: Martin Lassberg
Sprecher: Boris Aljinovic
Verlag: DAV
Länge: 474 Minuten
ISBN: 978-3862316632
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Ein Sippenmitglied wird tot aufgefunden. Ein Mammut war es nicht, da ist sich Steinroller sicher. Daher ermittelt der Höhlenmaler nun mit seinen Assistenten und zu allem Glück hat er seine Erfinderin Weichhaar mit dabei …

Meinung:
Ich habe selten so gelacht bei einem Krimi. Die Idee einen Mordfall so anzugehen ist genial und die Charaktere traumhaft. Boris Aljinovic haucht den Charakteren zusätzlich Leben ein und so wird fleißig mitgefiebert und sich gefreut, wenn Weichhaar wieder etwas erfindet, was das Leben leichter werden lässt und die Mordaufklärung voranschreitet. Natürlich gibt es auch explizite Szenen, bei denen Weichhaar das Mammut von Steinroller huldigt – also auch hier alles sehr witzig und absolut originell. Die Sprache passt du den Figuren, welche sich im Laufe der Geschichte entwickeln und jeder ist einzigartig in seinem Sein.

Cover:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt und es ist bereits witzig gezeichnet.

Fazit:
Wer Krimis mag und gerne lacht, wird dieses Buch lieben! Ich vergebe herzliche 5 Sterne und werde mir das Hörbuch definitiv nochmals anhören.

Die Vegetarierin – Han Kang

Klappentext:
„Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.“

Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt.

„Ich hatte einen Traum,“ so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.


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Titel: Die Vegetarierin
Autor: Han Kang
Sprecher: Rike Schmid, Devid Striesow, Thomas Loibl
Verlag: Finch & Zebra
Länge: 332 Minuten
ASIN: B01MTXODC7
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Yeong-Hye verändert ihr Leben, sie möchte keine tierischen Produkte mehr essen (hier hätte der Titel „Die Vegetarierin“ besser gepasst) und diese Verhaltensweise verändert ihr Leben und das ihrer Familie und Angehörigen …

Meinung: Ich werde spoilern!
Der Einstieg ins Buch ist interessant, hier kommt der Ehemann von Yeong-Hye zu Wort und erzählt von seinem Leben und das seiner Frau, wie sie sich verändert hat und wie dies ihr und sein Leben beeinflusst. Dieser Teil macht Lust auf mehr und ist sehr gut und „belanglos“ gelesen, was perfekt zum Typ passt. Im zweiten Teil wird es dann abstrus, denn hier kommt der Schwager zu Wort und was er mit seiner Schwägerin anstellt und anstellen möchte. Sagen wir es so, es ist ein sehr bildlicher Softporno, der nicht immer nachvollziehbar ist – aber jeder hat ja seinen Fetisch. Gelesen wurde dieser Teil etwas zu distanziert, was die Faszination auch etwas reduzierte. Im dritten Teil kommt die Schwester von Yeong-Hye zu Wort und erzählt vom Verlauf und der Vergangenheit der Mädchen. Dieser Teil ist wieder glaubhafter, aber verstörend. Letzten Endes hat der Titel wenig mit dem Inhalt zu tun und auch der Klappentext lässt etwas anderes vermuten, als der Inhalt schließlich hergibt. Dass das Buch den Nobelpreis für Literatur 2024 erhalten hat, kommt wohl daher, dass Yeong-Hye selbst gar nicht zu Wort kommt und die Geschichte, um sie herum erzählt wird, obwohl sie die Person ist, um die es geht. Dies schafft eine Distanz zu einer sehr speziellen Protagonistin. Einzig in sehr gewaltvollen Szenen ihrer Kindheit kommt Yeong-Hye zu Wort und sie beschreibt bestialische Tierquälerei bis ins Detail, mit dem Fazit, dass es sie nicht im Geringsten gestört hat… Es ist definitiv ein Buch, bei dem man sich selbst mehr hinterfragen sollte als die Charaktere. Was deutet man aus dem, was man liest und wie möchte oder würde man selbst damit umgehen?

Cover:
Das Cover wirkt, obwohl es mit Blumen dekoriert ist, dunkel und herabziehend. Theoretisch passend.

Fazit:
Ein Buch was ich tatsächlich nicht gelesen hätte, aber zum Hören war es ok (stellenweise ging es dann auch in doppelter Geschwindigkeit). Die Handlung ist stellenweise widersprüchlich und die Charaktere scheinen nicht zu leben, sondern agieren nach gesellschaftlichen Erwartungen. Als Hörbuch fand ich es angenehm und gerade weil mich Anfang und Ende angesprochen habe, vergebe ich noch 3 Sterne. Eine Empfehlung gebe ich nur eingeschränkt. Man muss sich auf den Stil einlassen und zwischen den Zeilen lesen.

New Orleans Blues 03: Splitter im Herzen – Amélie Duval

Reihenfolge:
Gegen jede Vernunft
Hungrig nach Liebe
Splitter im Herzen
Liebe am Abgrund

Klappentext:
CIA-Agentin Jewel wird zu einem gefährlichen Einsatz in ihre Heimatstadt New Orleans geschickt. An ihrer Seite: Leroy Masters. Der Ex-Elitesoldat ist anmaßend, aber heiß wie die Sünde, und schon bei seinem bloßen Anblick bekommt sie weiche Knie. Aber das ist die kleinste Herausforderung in diesem undurchsichtigen Fall. Denn während sie zusammen ermitteln und versuchen, die Finger voneinander zu lassen, tauchen brisante Spuren aus einer alten Akte auf, die mehr mit der Gegenwart zu tun haben, als Jewel ahnt …

Die Bände der »New Orleans Blues«-Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.

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Titel: Splitter im Herzen
Autor: Amélie Duval
Verlag: Montlake
Länge: 305 Seiten
ASIN: ‎B07TS3GB68
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Jewel wird zu einem Einsatz nach New Orleans geschickt und muss dort mit Leroy zusammen arbeiten – was gar nicht so leicht ist, denn beide können kaum die Finger vom anderen lassen …

Meinung:
Auch wenn der Klappentext darauf hinweist: „Die Bände der »New Orleans Blues«-Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.“ muss ich dem widersprechen. Denn leider wird im dritten Teil der Reihe so viel vorausgesetzt, dass der Einstieg in die Geschichte schwierig ist. Wer sich allerdings nur auf die erotischen Szenen freut und die Handlung nicht ganz so für voll nimmt, muss mit einer Szenerie rechnen, die etwas härter wird. Leroy ist arg dominant und Jewel (welche in der Geschichte als ebenfalls dominant geschildert wird) ordnet sich voll und ganz unter. Es passt daher nicht wirklich oder zumindest fehlt der Teil, in dem klar wird warum. Zwei Alphatierchen, welche dann so harmonieren, wirkt mehr als konstruiert. Zumal auch nicht ersichtlich ist, wieso sich die beiden überhaupt zueinander hingezogen fühlen – weil beide absolut hübsch sind? Das ist einfach nur oberflächlich und wirkt mehr als konstruiert. Ebenfalls der Fall, welchen die beiden lösen sollten. Der Schreibstil wirkt viel zu einfach, verbreitet kein Gefühl und ist demnach genauso lieblos gehalten, wie die Charaktere.

Cover:
Das Cover lässt einen anderen Inhalt vermuten. Die Frau wirkt eher ablehnend und starr, während der Mann übergriffig erscheint. Dies könnte der Frau einen Splitter im Herzen verursachen. Es passt daher nicht wirklich.

Fazit:
Mein erstes Buch von Amélie Duval und es war wohl ein Fehler bei Band 3 einer Reihe einzusteigen. Mich konnten Schreibstil, Handlung und Charaktere nicht überzeugen. Daher vergebe ich nur einen Stern und empfehle den New Orleans Blues ab dem ersten Band zu beginnen.

Mit den Augen eines Kindes – Petra Hammesfahr

Klappentext:
Ein schreckliches Verbrechen. Und ein Zeuge, dem niemand glaubt.
Der kleine Oliver besitzt eine äußerst lebhafte Phantasie. Er hat schon den Weißen Hai in einem Bach entdeckt und T-Rex beim Angriff auf den Kindergarten beobachtet. Als Oliver nun erklärt, der Rex habe eine Frau entführt, glaubt ihm keiner – nicht einmal sein eigener Vater. Denn der ist als Kriminalhauptkommissar auf Tatsachen und eindeutige Beweise fokussiert. Allerdings ist Konrad Metzner nach dem Auftauchen seiner Jugendliebe diesmal nicht ganz bei der Sache. Als er die schreckliche Wahrheit hinter Olivers Worten erkennt, ist es fast zu spät. Die tödliche Gefahr ist längst vor Metzners Haustür angelangt…


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Titel: Mit den Augen eines Kindes
Autor: Petra Hammesfahr
Sprecher: Frank Stieren
Verlag: SAGA Egmont
Länge: 706 Minuten
ASIN: B0CHS3KNVG
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Konrad Metzner ist Kriminalhauptkommissar und Vater. Als sein Sohn ihn von einer Entführung erzählt, müsste er theoretisch ermitteln, aber seine Jugendliebe verdreht ihm wieder den Kopf …

Meinung:
Die Geschichte wird aus Sicht von Konrad erzählt und dieser Charakter ist so unsympathisch! Wie kann man Frau und Kind haben und nur mit der Jugendliebe rumpim*ern?! Dieser Krimi hätte eher unter Erotik getaggt werden müssen – und dann waren die Szenen auch noch verdammt schlecht! Aber von vorne: Oliver, der Sohn von Konrad, erlebt eine Entführung und berichtet seinem Papa davon. Dieser kennt die lebhafte Phantasie von seinem Sohn und nimmt ihn daher nicht für voll – was für ein dämliches Verhalten! Dies dient allerdings nur der Geschichte, denn durch die Ignoranz von Konrad dauern die Ermittlungen unendlich lange und er kann mehr mit Maren – seiner Jugendliebe – rummachen. Es ist zwischendurch echt abartig wie das Verhältnis zwischen Konrad und seiner Frau geschildert wird und wie diese sich freuen würde von Konrad endlich wieder wahrgenommen zu werden. Der Kriminalfall wird leider, durch die privaten Gelüste von Konrad und Maren, hinten angestellt. Zudem betont Frank Stieren nicht so gut. Seine Stimme ist sehr angenehm und er liest gut, aber die Stimmverstellung für die Charaktere passt nicht.

Cover:
Das Cover wirkt düster, geheimnisvoll und blutig. Daher wollte ich das Hörbuch auch hören.

Fazit:
Etwas mehr Krimi und weniger Erotik (oder bessere!) wäre schön gewesen. So wirkt die Geschichte arg konstruiert und ist damit nervig zu hören. Ich vergebe enttäuschenderweise nur 2 Sterne, weil mich die Geschichte und auch die Betonung von Frank Stieren nicht fesseln konnte. Eine Empfehlung spreche ich nur an Fans der Autorin sowie an Krimiliebhaber mit eingearbeiteter Erotik aus.

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar bei SAGA Egmont.

Outlander 01: Feuer und Stein – Diana Gabaldon

Reiheninfo:
Band 1: Feuer und Stein
Band 2: Die geliehene Zeit
Band 3: Ferne Ufer
Band 4: Der Ruf der Trommel
Band 5: Das flammende Kreuz
Band 6: Ein Hauch von Schnee und Asche
Band 7: Echo der Hoffnung
Band 8: Ein Schatten von Verrat und Liebe
Band 9: Das Schwärmen von tausend Bienen

Klappentext:
1945 verbringt Claire Randall die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann in Schottland. Als sie bei einem Spaziergang einen magischen Steinkreis berührt, verliert sie das Bewusstsein – und erwacht im Jahr 1743, im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen. Sie kämpfen gegen die englische Besatzung: Highlander, geprägt von Rebellion und Verrat, von Aufklärung, Aberglaube und Hexenwahn. Und mitten unter ihnen Claire – eine Frau des 20. Jahrhunderts, die die Menschen durch ihr seltsames Auftreten in Aufruhr versetzt. Da begegnet sie James Fraser, dem mutigen Clanführer, der ihr mehr als einmal in lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe eilt.


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Titel: Feuer und Stein
Autor: Diana Gabaldon
Sprecher: Daniela Hoffmann
Verlag: Random House
Länge: 414 Minuten
ISBN: 978-3898304726
Meine Bewertung: 3 Sterne lässt sich gut hören

Inhalt:
Claire ist Krankenschwester und verbringt ihre Flitterwochen, fern ab des 2. Weltkriegs, mit ihrem Mann in Schottland. Dort gelangt sie, bei einem alleinigen Spaziergang, an einen magischen Steinkreis und findet sich im Jahr 1743 wieder …

Meinung:
Daniela Hoffmann hat eine angenehme Stimme, allerdings haucht sie die ersten Sätze so, dass ich dachte, jetzt folgt ein Porno. Dies bestätigte sich dann tatsächlich, im Laufe der Geschichte nehmen die Intimitäten deutlich zu und es wird dann doch etwas schlüpfrig. Neben den Liebkosungen wird die Handlung aber auch brutal und ein bisschen schottisch-englische Geschichte ist auch dabei. Ergo ein gesunder Mix aus Historisch-Erotischer-Roman; Hexenjagd und Folter inklusive.

Die Charaktere sind ziemlich durchwachsen. Zum Beispiel Jamie, welcher ziemlich weich gezeichnet ist, obwohl er den starken Helden abbildet und dann Claire, die sich 200 Jahre zurückversetzt, sogleich in ihre neue Rolle einfindet und sehr gut damit zurechtkommt, ihren Mann nie wiederzusehen. Auch bei den anderen hätte man mehr herausholen können. Sie scheinen alle nur für die Handlung angepasst worden zu sein, ohne Tiefe und Hintergrund. Das ist schade und so werden sie nicht lange im Gedächtnis bleiben.

Die Handlung an sich ist relativ einfach gehalten und man kann beim Hören ruhig den Kopf abschalten. Die Geschichte auf Logik und Inhalt zu prüfen würde das ganze ruinieren, weil es zwischendrin zu konstruiert erscheint.

Cover:
Das Cover spricht mich nicht wirklich an, ist aber auch schon über 20 Jahre alt. Die neuen Einbände wirken frischer und spannender.

Fazit:
Ein netter Einstieg in die Reihe, die auf eine Art spannend, auf der anderen Art langweilig ist. Noch ist nicht klar, wo die Reise hingeht und wie es weitergeht. Daher vergebe ich drei Sterne und eine Empfehlung an alle, die gerne historische und erotische Romane mögen, wo es auch mal brutal zugehen darf.