Beautiful Graves – L. J. Shen

Für Everlynne ist es Liebe auf den ersten Blick, als sie den attraktiven Joe im Spanienurlaub kennenlernt. Noch nie hat sie eine so tiefe Verbindung zu jemandem gespürt. Doch ihnen bleibt nur eine Nacht, bis Ever nach San Francisco zurückkehren muss. Die beiden versprechen sich, in Kontakt zu bleiben, aber ein schwerer Schicksalsschlag veranlasst Ever, Joe aus ihrem Leben zu verbannen. In ihrer tiefen Trauer schottet sie sich von allen ab, bis sie Dominic Graves begegnet. Mit seinem Optimismus und seiner Liebe bringt Dominic sie zurück ins Leben, dennoch kann sie Joe einfach nicht vergessen. Und dann steht er plötzlich wieder vor ihr…

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Titel: Beautiful Graves
Autor: L. J. Shen
Sprecher: Ella Larsson
Verlag: LYX
Länge: 842 Minuten
ASIN: ‎B0C817K2LX
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Ever lernt Joe kennen, die beiden sind umgehend auf einer Wellenlänge, doch sie verlieren sich aus tragischen Gründen aus den Augen. Ever ist traumatisiert und trauert Joe so lange hinterher, bis sie Dom kennenlernt, doch ist Dom wirklich der richtige für sie?

Meinung:
Ich bin lange um Beautiful Graves herumgeschlichen, weil sich die Story so langweilig anhört, es ist doch schon klar, wie sie endet. Und doch habe ich mich (aufgrund des tollen Covers) dazu hinreißen lassen, mich der Geschichte zu stellen.
Es ist tatsächlich noch schnulziger, unlogischer und ekelhafter als gedacht!
Ever trauert (ist jetzt erstmal egal warum), sie ist so fertig, dass sie sich 3 Wochen (!) nicht wäscht! Sie geht dann zu einer Verabredung, für die sie mehr als eine Stunde Vorbereitung hat und sitzt dann noch mit 2 Personen im Auto – MERKE: Ever ist noch ungewaschen! Sie geht also zu ihrer Verabredung und mit dieser hat sie dann Sex. Ist das ein besonderer Fetisch? Es wird explizit erwähnt, dass sie auf ihre Mundhygiene geachtet hat, aber die Intimhygiene wird nicht explizit erwähnt – lecker! Wenig später kommt es zu einer ähnlich expliziten Szene, in der erwähnt wird, wie lange sie sich nicht die Zähne geputzt hat, bevor sie heftig küsst… Das zu den ekelhaftesten Momenten. Unlogisch ist es zwischendrin auch, weil es so viele Widersprüche in der Reihenfolge der Handlung gibt, wer aber nicht so genau liest oder hört und sich nur auf die Liebesgeschichte der Charaktere fokussiert, der hat dort auch genug zu finden: Ever ist labil, bestraft sich, ihre Familie und Freunde mit ihrem Trauma (man könnte ja mal in Therapie gehen) und verhält sich nicht rational. Warum sie mit Dom zusammen kommt, wird erklärt (weil er ihr in der schwierigen Phase geholfen hat), aber es ist einfach zu toxisch. Er nennt sie nicht bei ihrem Namen, er erkennt ihre Hobbys nicht an bzw. interessiert sich nicht dafür und auch sonst scheint ihm alles, was sie macht nicht zu interessieren. Welcher Mann kennt denn den Zyklus seiner Freundin nicht? Wieso muss es in einer Beziehung überhaupt dazu kommen, dass sie ihm vorlügt ihre Periode zu haben, wenn sie nicht mit ihm schlafen will? Spätestens an diesem Punkt sollte man alles überdenken!
Dom konnte ich die ganze Handlung über nicht greifen, er war mir zu egoistisch, hat sich auf seiner Erkrankung ausgeruht und anscheinend nur sein Ego befriedigt.
Joe spielte, gefühlt, auch nur eine Nebenrolle, es ging immer nur um das Wohlbefinden von Ever und wie fies sie sich ihm gegenüber verhalten hat. Nicht ein Charakter war sympathisch, seien es die Eltern oder Freunde. Jeder nahm Rücksicht auf Ever (sehr nett), aber jeder machte sich klein, damit das arme Mädchen nicht weiter traumatisiert wird. So funktioniert es aber nicht, zumindest ist es keine Hilfe für eine kranke Seele.

Cover:
Das Cover ist einfach schön, es wirkt edel und romantisch und passt nicht wirklich zum Inhalt.

Fazit:
Die Charaktere und der Inhalt haben mich einfach nur angeekelt. Ich habe das Hörbuch bei Renovierungsarbeiten gehört und konnte meinem Ärger so gut Luft machen. Gelesen hätte ich die Geschichte nicht und unter normalen Umständen auch nicht zu Ende gehört. Daher vergebe ich nur einen Stern, es gefällt mir gar nicht. Eine Empfehlung kann ich nur an jene aussprechen, welche Geschichten um psychisch labile Personen mögen, welche sich ihre Depression selbst einreden und niemand ihnen hilft – für einen da sein ist schon nett, aber in diesem Fall nicht ausreichend.

Die perfekte Ehefrau – Gemma Rogers

Klappentext:
Könnte das Verlangen meines Mannes nach einer anderen Frau die Antwort auf meine Gebete sein?
Nach einer stürmischen Romanze und drei Jahren Ehe habe ich versucht, eine gute Ehefrau zu sein.
Aber Tom, mein Mann, beobachtet mich ständig und kontrolliert jeden meiner Schritte. Er wählt meine Kleidung und meine Frisur aus und bestimmt sogar, was und wie viel ich essen darf. Ich bin von den Menschen, die ich liebe, isoliert, darf nicht mehr arbeiten und sitze zu Hause fest, um jede seiner Launen zu erfüllen. Meine Identität und mein Leben sind längst verschwunden.
Ich ersticke langsam, aber ich weiß, dass Tom mich niemals lebendig gehen lassen wird. Eine zufällige Begegnung mit Savannah ändert alles: Tom konnte seine Augen nicht von ihr losreißen.
Kann sie meine lang ersehnte Rettung sein? Kann sie mir meinen Wunsch nach Freiheit erfüllen?

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Titel: Die perfekte Ehefrau
Autor: Gemma Rogers
Sprecher: Bettina Gartenmann; Josefine Hoffmann; Daniel Henry
Verlag: RBmedia
Länge: 580 Minuten
ISBN: 978-3691283747 ‎
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Chloe wird von ihrem Mann Tom kontrolliert. In allen Lebensbereichen entscheidet er über ihr Aussehen, ihr Essen und ihre Kommunikation – auch im Bett hat Chloe nichts zu melden. Ihn verlassen? Schafft sie wahrscheinlich nicht lebend. Aber als Tom die hübsche Savannah kennenlernt, wittert Chloe eine Chance.

Meinung:
Das Hörbuch ist fesselnd gesprochen und die Stimmen passen sehr gut zu den Charakteren. So erhalten Chloe, Savannah und Tom ihre eigenen Kapitel (mit Ansage) und schildern ihre Erlebnisse und Gefühle. Es ist erdrückend und schockierend zugleich, was die Charaktere erleben und wie sie ihr Leben gestalten (lassen). Zu Beginn wird extrem viel Wert auf die Beschreibungen der Ehe zwischen Tom und Chloe gelegt und wie sich alles entwickelt hat. Natürlich hätte sich eine eigenständige Frau, wie Chloe, nicht sofort in eine so untergeordnete Rolle gefügt, aber es sind immer die Feinheiten und Routinen, welche jeden Charakter verändern können – dies wird eindrücklich geschildert. Als dann Savannah ins Spiel kommt, ist auch hier gut beschrieben, wie Menschen ticken, wie sich Allianzen bilden und was Menschen zu tun bereit sind, um ihre Ziele zu erreichen. Spannend wäre gewesen wie sich Savannah verändert hätte, wenn sie den Job angenommen hätte, der ihr Leben neu aufstellen sollte. Wäre sie an jemanden geraten, der auch ihr Leben komplett bestimmt hätte? Tom hingegen war von Anfang an gestört. Ich habe keine Ahnung, ob das an der Stimme von Daniel Henry gelegen hat, aber er war so extrem unsympathisch, ich konnte mir ihn einfach nicht als den Mann vorstellen, der er nach außen hin zu sein vorgab.
Obwohl die Geschichte sehr lange und sehr ruhig das Leben der Protagonisten aufzeigt, wird es zum Ende hin tatsächlich extrem turbulent und einem Thriller absolut gerecht. Die Handlung regt auch zum Nachdenken an, denn diese beinhaltet neben der dominanten Beziehung noch Themen der häuslichen Gewalt sowie Prostitution und der Umgang in der Gesellschaft. Die perfekte Ehefrau ist daher ein sehr guter Domestic-Thriller aber auch ein Buch, der die Schattenseiten unserer Gesellschaft aufzeigt oder besser, der dahin zeigt, wo man selten hinsieht, ins eigene / fremde Zuhause – was kann man tun, damit niemand solch ein Leid ertragen muss?

Cover:
Das Cover passt sehr gut, die von außen verschlossene Tür und der Titel, welcher langsam Risse bekommt. Sehr gut umgesetzt!

Fazit:
Ein sehr heftiger Thriller mit starkem Ende, es war für die Geschichte passend und zeigt auch, wie sehr Personen verletzt werden können. Allerdings hätte ich mir einen überlegteren Umgang in der Schlussszene gewünscht, es war mir etwas zu einseitig. Daher vergebe ich nur 4 Sterne für einen berührenden Thriller. Absolute Empfehlung für Thrillerfans.

Ich bedanke mich bei rbmedia für das Rezensionsexemplar.

Steinroller: Der Steinzeit-Kommissar – Martin Lassberg

Klappentext:
Ein ziemlich platt gewalzter Mann liegt in der Steppe. War’s ein Mammut oder hat da ein Jäger mit der Keule zugeschlagen? Für Kommissar Steinroller sieht die Sache nach Mord aus. Doch wer glaubt schon einem Sippenmitglied, das lieber seinen Höhlenmalereien nachgeht, als zu jagen, und das zudem mit Grips gesegnet ist? Zumindest für Weichhaar, die smarte Frau an seiner Seite, ist Intelligenz sexy. Und so macht sich Steinroller mit ihr und seinem grobschlächtigen Assistenten daran, herauszufinden, wer den eigenen Stamm bedroht. Die urkomische Aufklärung des ersten Mordfalls der Menschheitsgeschichte.


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Titel: Steinroller: Der Steinzeit-Kommissar
Autor: Martin Lassberg
Sprecher: Boris Aljinovic
Verlag: DAV
Länge: 474 Minuten
ISBN: 978-3862316632
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Ein Sippenmitglied wird tot aufgefunden. Ein Mammut war es nicht, da ist sich Steinroller sicher. Daher ermittelt der Höhlenmaler nun mit seinen Assistenten und zu allem Glück hat er seine Erfinderin Weichhaar mit dabei …

Meinung:
Ich habe selten so gelacht bei einem Krimi. Die Idee einen Mordfall so anzugehen ist genial und die Charaktere traumhaft. Boris Aljinovic haucht den Charakteren zusätzlich Leben ein und so wird fleißig mitgefiebert und sich gefreut, wenn Weichhaar wieder etwas erfindet, was das Leben leichter werden lässt und die Mordaufklärung voranschreitet. Natürlich gibt es auch explizite Szenen, bei denen Weichhaar das Mammut von Steinroller huldigt – also auch hier alles sehr witzig und absolut originell. Die Sprache passt du den Figuren, welche sich im Laufe der Geschichte entwickeln und jeder ist einzigartig in seinem Sein.

Cover:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt und es ist bereits witzig gezeichnet.

Fazit:
Wer Krimis mag und gerne lacht, wird dieses Buch lieben! Ich vergebe herzliche 5 Sterne und werde mir das Hörbuch definitiv nochmals anhören.

Die Vegetarierin – Han Kang

Klappentext:
„Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.“

Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt.

„Ich hatte einen Traum,“ so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.


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Titel: Die Vegetarierin
Autor: Han Kang
Sprecher: Rike Schmid, Devid Striesow, Thomas Loibl
Verlag: Finch & Zebra
Länge: 332 Minuten
ASIN: B01MTXODC7
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Yeong-Hye verändert ihr Leben, sie möchte keine tierischen Produkte mehr essen (hier hätte der Titel „Die Vegetarierin“ besser gepasst) und diese Verhaltensweise verändert ihr Leben und das ihrer Familie und Angehörigen …

Meinung: Ich werde spoilern!
Der Einstieg ins Buch ist interessant, hier kommt der Ehemann von Yeong-Hye zu Wort und erzählt von seinem Leben und das seiner Frau, wie sie sich verändert hat und wie dies ihr und sein Leben beeinflusst. Dieser Teil macht Lust auf mehr und ist sehr gut und „belanglos“ gelesen, was perfekt zum Typ passt. Im zweiten Teil wird es dann abstrus, denn hier kommt der Schwager zu Wort und was er mit seiner Schwägerin anstellt und anstellen möchte. Sagen wir es so, es ist ein sehr bildlicher Softporno, der nicht immer nachvollziehbar ist – aber jeder hat ja seinen Fetisch. Gelesen wurde dieser Teil etwas zu distanziert, was die Faszination auch etwas reduzierte. Im dritten Teil kommt die Schwester von Yeong-Hye zu Wort und erzählt vom Verlauf und der Vergangenheit der Mädchen. Dieser Teil ist wieder glaubhafter, aber verstörend. Letzten Endes hat der Titel wenig mit dem Inhalt zu tun und auch der Klappentext lässt etwas anderes vermuten, als der Inhalt schließlich hergibt. Dass das Buch den Nobelpreis für Literatur 2024 erhalten hat, kommt wohl daher, dass Yeong-Hye selbst gar nicht zu Wort kommt und die Geschichte, um sie herum erzählt wird, obwohl sie die Person ist, um die es geht. Dies schafft eine Distanz zu einer sehr speziellen Protagonistin. Einzig in sehr gewaltvollen Szenen ihrer Kindheit kommt Yeong-Hye zu Wort und sie beschreibt bestialische Tierquälerei bis ins Detail, mit dem Fazit, dass es sie nicht im Geringsten gestört hat… Es ist definitiv ein Buch, bei dem man sich selbst mehr hinterfragen sollte als die Charaktere. Was deutet man aus dem, was man liest und wie möchte oder würde man selbst damit umgehen?

Cover:
Das Cover wirkt, obwohl es mit Blumen dekoriert ist, dunkel und herabziehend. Theoretisch passend.

Fazit:
Ein Buch was ich tatsächlich nicht gelesen hätte, aber zum Hören war es ok (stellenweise ging es dann auch in doppelter Geschwindigkeit). Die Handlung ist stellenweise widersprüchlich und die Charaktere scheinen nicht zu leben, sondern agieren nach gesellschaftlichen Erwartungen. Als Hörbuch fand ich es angenehm und gerade weil mich Anfang und Ende angesprochen habe, vergebe ich noch 3 Sterne. Eine Empfehlung gebe ich nur eingeschränkt. Man muss sich auf den Stil einlassen und zwischen den Zeilen lesen.

New Orleans Blues 03: Splitter im Herzen – Amélie Duval

Reihenfolge:
Gegen jede Vernunft
Hungrig nach Liebe
Splitter im Herzen
Liebe am Abgrund

Klappentext:
CIA-Agentin Jewel wird zu einem gefährlichen Einsatz in ihre Heimatstadt New Orleans geschickt. An ihrer Seite: Leroy Masters. Der Ex-Elitesoldat ist anmaßend, aber heiß wie die Sünde, und schon bei seinem bloßen Anblick bekommt sie weiche Knie. Aber das ist die kleinste Herausforderung in diesem undurchsichtigen Fall. Denn während sie zusammen ermitteln und versuchen, die Finger voneinander zu lassen, tauchen brisante Spuren aus einer alten Akte auf, die mehr mit der Gegenwart zu tun haben, als Jewel ahnt …

Die Bände der »New Orleans Blues«-Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.

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Titel: Splitter im Herzen
Autor: Amélie Duval
Verlag: Montlake
Länge: 305 Seiten
ASIN: ‎B07TS3GB68
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Jewel wird zu einem Einsatz nach New Orleans geschickt und muss dort mit Leroy zusammen arbeiten – was gar nicht so leicht ist, denn beide können kaum die Finger vom anderen lassen …

Meinung:
Auch wenn der Klappentext darauf hinweist: „Die Bände der »New Orleans Blues«-Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.“ muss ich dem widersprechen. Denn leider wird im dritten Teil der Reihe so viel vorausgesetzt, dass der Einstieg in die Geschichte schwierig ist. Wer sich allerdings nur auf die erotischen Szenen freut und die Handlung nicht ganz so für voll nimmt, muss mit einer Szenerie rechnen, die etwas härter wird. Leroy ist arg dominant und Jewel (welche in der Geschichte als ebenfalls dominant geschildert wird) ordnet sich voll und ganz unter. Es passt daher nicht wirklich oder zumindest fehlt der Teil, in dem klar wird warum. Zwei Alphatierchen, welche dann so harmonieren, wirkt mehr als konstruiert. Zumal auch nicht ersichtlich ist, wieso sich die beiden überhaupt zueinander hingezogen fühlen – weil beide absolut hübsch sind? Das ist einfach nur oberflächlich und wirkt mehr als konstruiert. Ebenfalls der Fall, welchen die beiden lösen sollten. Der Schreibstil wirkt viel zu einfach, verbreitet kein Gefühl und ist demnach genauso lieblos gehalten, wie die Charaktere.

Cover:
Das Cover lässt einen anderen Inhalt vermuten. Die Frau wirkt eher ablehnend und starr, während der Mann übergriffig erscheint. Dies könnte der Frau einen Splitter im Herzen verursachen. Es passt daher nicht wirklich.

Fazit:
Mein erstes Buch von Amélie Duval und es war wohl ein Fehler bei Band 3 einer Reihe einzusteigen. Mich konnten Schreibstil, Handlung und Charaktere nicht überzeugen. Daher vergebe ich nur einen Stern und empfehle den New Orleans Blues ab dem ersten Band zu beginnen.