Kann ich den umtauschen? – Sarah Harvey

Klappentext:
Alice Cooper ist unglücklich. Denn ihr Verlobter Nathan erinnert nur noch entfernt an den aufmerksamen Lover von früher. Während Alice noch darüber nachdenkt, wie sie die Beziehung retten kann, tut er das Unverzeihliche. Er schenkt ihr zu Weihnachten einen Bürokalender und ein Wörterbuch, das er noch schnell von seinem Arbeitsplatz mitgenommen hat. Alice kocht. Sie schnappt sich den Kalender und verfasst ihr ganz persönliches Wörterbuch – eine Abrechnung mit ihrem Horrorfreund von A-rmleuchter bis Z-eugungsverweigerer …


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Titel: Kann ich den umtauschen?
Autor: Sarah Harvey
Sprecher: Marieke Heimburger, Vanida Karun
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 294 Minuten
ISBN: 978-3492259347
Meine Bewertung:

Inhalt:
Alice und Nathan führen eine sehr spezielle Beziehung, sie liebt Kitsch und Romantik und er ist ein viel beschäftigter Geschäftsmann, als Alice dies auch endlich versteht, sucht sie ihr Glück woanders …

Stil:
Auf den ersten Blick eine typische Geschichte. Sie ist hoffnungslos romantisch und er ein Fremdgeher, daraufhin findet Alice Trost bei Freunden – die sie im echten Leben in eine Alkoholsucht treiben würden! Hier sollte man schon fast eine Triggerwarnung aussprechen, so oft wie sich alle die Birne wegballern! Alice findet dennoch ihr Leben wieder und die Geschichte entwickelt sich dann doch anders als man denkt. Mit dem letzten Geschenk von Nathan – einem Notizbuch – stellt Alice ein eigenes Experiment an. Sie schreibt ihr eigenes Wörterbuch und ihre Einträge (von A-rmleuchter bis Z-eugungsverweigerer) sind amüsant und passend. Die Handlung wird somit gut aufgelockert und die Gedanken von Alice kommen gut zur Geltung. Die Ausdrucksweise im ganzen Buch ist passend und romantisch – allerdings auf einem gut erträglichen Niveau.

Charaktere:
Alice wird stellenweise einfältig, stark alkoholisiert, verliebt und ehrlich. Sie macht eine starke Wandlung in der Geschichte durch und das ist mal schön zu lesen. Obwohl klar ist, wie sie sich entscheiden und entwickeln wird, zeigt sie viele Facetten und das macht sie sympathisch.

Die anderen Charaktere bleiben leider blass. Obwohl Nathan sehr überspitzt wirkt, ist er als „Bösewicht“ der Geschichte schnell abgeschrieben.

Cover:
Das Cover passt absolut zur Geschichte. Es ist Pink, es glitzert und man wartet auf den Froschkönig. In diesem Buch kein Frosch, aber schon eine Person, welche sich später als „Prinz“ entpuppt. Das ist schön 🙂

Fazit:
Eine angenehm entspannte Geschichte, welche die Seele zum Baumeln einlädt. Dennoch oberflächlich und mit Trigger (Alkoholprobleme). Eine Leseempfehlung geht daher nur raus, wenn man gerne Geschichten liest, bei denen sich die Frau (aus gutem Grund) trennt und sich mit Freunden in einen neuen Lebensabschnitt wagt. Dabei dann viel Kitsch und Romantik erfährt und viel Alkohol konsumiert. Mir war es zwischenzeitlich etwas zu viel von allem, daher vergebe ich nur 3 Sterne, weil mich das Buch aber dennoch unterhalten hat und viel Humor dabei war.

Die Fabiansuppe – Uwe Janning

Klappentext:
„Mein Leben besteht aus einer Kette von Geschmacklosigkeiten, die niemandem auf dieser Welt je genutzt haben. Wäre es ein Film, würde ich dem Typen vorne an der Kassen was aufs Maul geben.“ So lautet die Lebensbilanz des Mittvierzigers Fabian. Doch der ehemalige Manager gibt nicht auf. Er will seinem Leben Sinn verleihen, beschließt, Schriftsteller zu werden. Ein Humorist von Weltrang, fleischgewordener literarischer Anspruch, das Opium Marc-Uwe Klings, die Muse Harald Schmidts und der rechtmäßige Thronfolger Loriots. Der Rest der Welt sieht das allerdings ganz anders; schon seit Jahren interessiert es niemanden, was Fabian schreibt und so taumelt er hilflos zwischen tiefster Hoffnungslosigkeit und alkoholgeschwängertem Größenwahn. Talentfrei oder verkanntes Genie? Fabian weiß nicht, was er falsch macht. Seine Freundin Hilde, eine Krankenschwester, die nebenberuflich vierundzwanzig Liebesromane veröffentlicht hat und außerordentlich gut verkauft, weiß es dafür umso besser. Aber Fabians Ego pfeift auf die Ratschläge einer Kitschromanautorin. Hildes Geduld pfeift ebenfalls – und zwar sehr bald auf dem letzten Loch.


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Titel: Die Fabiansuppe
Autor: Uwe Janning
Seiten: 232
ASIN: B00X4MP5PG
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Fabians Frau, Hilde, ist Krankenschwester und nebenbei schreibt sie Kitschromane. Dies klingt nicht schlimm, ist es aber, denn sie ist damit produktiver als Fabian. Dieser will Hilde allerdings in nichts nachstehen und versucht selbst als Schriftsteller groß herauszukommen …

Schreibstil:
Sehr direkt, böse, satirisch und ironisch lässt Uwe Janning seinen Fabian die Welt betrachten und erleben. Dies macht die Geschichte witzig, aber auf Dauer leider auch anstrengend. Für „mal eben kurz“ ist „die Fabiansuppe“ daher nicht geeignet. Einige Andeutungen und Spitzen, die Fabian loslässt, waren für mich leider nicht immer zu deuten – meint Uwe Janning das jetzt ehrlich oder ist dies künstlerische Freiheit? – ich finde es wichtig, beim Lesen auch noch zu denken und mir meine eigene Meinung zu bilden, allerdings ist es schwer, wenn wirklich eine Anspielung die nächste jagt. Vielleicht wäre weniger mehr gewesen?

Charaktere:
Mit Fabian und Hilde hat Janning wundervolle Protagonisten geschaffen, die sich sofort in meinem Herzen einquartiert haben 😀 die beiden sind ein ganz tolles Team und es hat mir viel Freude gemacht die beiden auf ihrer Reise zu begleiten.

Cover:
Das Cover ist genial! Es passt sehr gut zur Geschichte und war mit ein Grund, warum ich dieses Buch lesen wollte.

Fazit:
Ein Ausflug in die Welt eines gescheiterten Managers, welcher als Schriftsteller durchstarten möchte, ist eine grandiose Idee um auf humoristische Art Themen anzusprechen, denen sonst zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Witzig und direkt rechnet Fabian mit Künstlern, Promis und generell der Menschheit ab. Eine Leseempfehlung gebe ich an jeden, der gerne über den Tellerrand schaut, die Gags von Harald Schmidt nicht so gut findet, dafür aber das Känguru von Marc-Uwe Kling mag und einfach mal über den alltäglichen Wahnsinn lachen möchte.

Ich bedanke mich bei Uwe Janning für das Rezensionsexemplar.

Magie liegt in der Luft …

… anders kann ich mir meine virtuelle Begegnung nämlich kaum erklären 😳 vorgestern habe ich „Eine Hexe zum Verlieben“ beendet und rezensiert. Dabei habe ich mich über das dürftige Lektorat aufgeregt und mich beim Verlag gemeldet. Von denen habe ich bis jetzt noch nichts gehört, ABER: eine ganz liebe E-Mail der Autorin erreichte mich …

Ich bin ja immer sehr nervös, wenn ich ein Buch rezensiere und sich darauf dann die Autorin bzw. der Autor bei mir meldet. Bis jetzt hatte ich zwar nur eine bitterböse und ganz viele liebe E-Mails im Postfach, aber trotzdem klopfte mein Herz schneller. Eine Mail von Kristina Günak zu meiner Rezension 😳 mit schweißnassen Händen und pochendem Herzen habe ich mich dann doch getraut die Mail zu öffnen und fand eine super liebe Nachricht vor. Autoren sind halt doch nicht böse – nur einige 😉

Kristina teilte mir mit, dass ich Recht habe und sie daher auch die Rechte an den Büchern zurück erworben habe. Die Bücher erscheinen Anfang 2015 in neuem Design und lektoriert erneut. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden! Als kleinen Bonus erhalte ich den 2. Teil der Eli-Reihe als Rezensionsexemplar und freue mich natürlich sehr darüber! Hier nochmals ein ganz liebes Dankeschön 😀

Argeneau-Reihe 03: Ein Vampir zum Vernaschen – Lynsay Sands

Klappentext:
Der gut aussehende Vampir Lucern Argeneau schreibt unter Pseudonym historische Liebesromane. Da er die meisten Ereignisse, die er in seinen Romanen beschreibt, selbst erlebt hat, sind seine Bücher sehr erfolgreich. Er besitzt eine große Fangemeinde, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihren Autor einmal persönlich kennenzulernen. Doch Lucern lebt äußerst zurückgezogen und weigert sich, auf Lesereise zu gehen oder Autogramme zu geben, schon allein deshalb, weil für ihn als Vampir das Reisen bei Tag schwierig ist. Doch seine neue Lektorin Kate C. Leever hat es darauf angelegt, den schüchternen Lucern aus der Reserve zu locken – und das um jeden Preis.


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Titel: Ein Vampir zum Vernaschen
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 384
ISBN: 978-3802581724
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der alleinlebende Autor, Lucern Argeneau, versucht alles um seiner nervenden Lektorin zu entgehen, doch Kate lässt nicht locker und bemüht sich sehr, Lucern zu einer Lesereise zu bewegen. Mit Hilfe von Lucerns Mutter gelingt es Kate den mürrischen Autor zu einem Termin zu überreden, doch kann Lucern über seinen Schatten springen und sich seinen Fans und der Liebe hingeben?!

Schreibstil:
Wie immer ist der Stil von Lynsay Sands zum schreien komisch. Ich habe tränen gelacht und konnte mir das komplette Buch bildlich vorstellen. Was die Lacher noch intensiver werden lies.

Charaktere:
Lucern, der schrullige Autor, war von den vorangegangen Bänden bereits bekannt. Daher überraschte seine Art nicht und es machte ihn wahnsinnig sympathisch zu verstehen warum er so verschlossen und zurückgezogen lebt.

Kate ist eine witzige und spritzige Lektorin die ich sofort sympathisch fand. Ihre Art, Lucern aus der Reserve zu locken, war amüsant und lies sie sehr energisch wirken.

Die anderen Familienmitglileder waren ebenfalls bekannt und ich finde es immer wieder erstaunlich das sie immer noch sich selbst treu sind. Jeder zeigt sich wie im ersten Band und durch die Wiederkehr macht es einfach nur Spaß das Buch zu lesen und zu erfahren was aus den anderen Personen geworden ist.

Cover:
Das Cover zeigt ein Getränk mit Herz, was für die geschäftliche Veranstaltung von Kate und Lucern stehen könnte.

Fazit:
Ein witziger dritter Teil, der nach „Eine Vampirin auf Abwegen“ und „Verliebt in einen Vampir“ zum lachen und träumen anregt. Ich habe mich gefreut bekannten Mitgliedern der Familie Argeneau wieder zu begegnen und mit ihnen ein neues Abenteuer zu bestehen. Die beiden ersten Teilen müssen nicht, sollten aber vorher gelesen worden sein um wirklich alles zu verstehen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Vom Autor über die Kuh zum Goldfisch – Erik Arnold

Klappentext:
Dieser Ratgeber wurde geschrieben für alle Autoren, die von Druckkostenzuschussverlagen betrogen und belogen wurden, und für die, die nicht Opfer solcher Machenschaften werden sollen. Eine Kooperationsiniative von Autoren, Grafiker und Lektorat.


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Titel: Vom Autor über die Kuh zum Goldfisch
Autor: Erik Arnold
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten: 70
ISBN: 978-1482548136
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Ein interessantes Buch, wenn man noch nie etwas von DKZV (Druckkostenzuschussverträgen) gehört hat, so wie ich. Denn damit beschäftigt sich dieser Ratgeber, zumindest teilweise. Denn nicht nur über unseriöse Verlage wird berichtet, sondern auch ein bisschen über das Privatleben des Autors.

Der Schreibstil ist einfach und verständlich, zudem sind die wichtigsten Tips auch extra hinterlegt, damit diese noch schneller gefunden werden.

Meine Meinung:
Ich finde diesen Ratgeber, wie bereits oben geschrieben, sehr interessant, da ich mich noch nie mit DKZV beschäftigt habe. Für mich war es immer klar, das ein Autor zwar nicht wirklich Millionär wird (außer er heißt J. K. Rowling oder Stephen King) aber das ein Autor bei einigen Verlagen auch noch etwas zahlen muss um sein Buch zu veröffentlichen finde ich doch etwas bösartig. Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten ein Buch ohne diese Verlage zu veröffentlichen, dass ich ganz persönlich hoffe, dass viele junge Autoren diesen Ratgeber lesen oder zumindest selbst zur Vernunft kommen und sich nach alternativen umsehen.

„Vom Autor über die Kuh zum Goldfisch“ holt den Leser bei Null ab. Dies bedeutet, dass der Ratgeber wirklich für Autoren im Anfangsstadium geeignet und auch geschrieben wurde. Für Autoren die bereits ein Buch ohne DKZV auf den Markt bringen konnten (als Bsp. eBook bei neoBooks oder amazon, im Eigenverlag oder bei namenhaften Verlagen) wäre noch die persönliche Geschichte von Erik Arnold interessant, aber nicht „die Suche nach dem richtigen Verlag“.

Was mir persönlich etwas zu dünn war, war der Abschnitt über das Marketing „einen Webdesigner suchen und Werbematerial zulegen“. Das ist ja logisch, aber worauf muss ich hier achten? – Sollte Interesse bestehen, darf gerne hier: Die Qual der Wahl nachgelesen werden.

Fazit:
Ein Ratgeber für junge Autoren, die vor ihrer ersten Veröffentlichung stehen und noch nicht wissen unter welchen Voraussetzungen ein Buch gedruckt werden kann und was für Fallstricke auf uninformierte warten. Ich gebe 4 Sterne da mir einige Ausführungen zu dünn und zu abgehackt geschrieben wurden, ich aber ansonsten einen interessanten Einblick in die unseriöse Verlagswelt erhalten habe.

Ich bedanke mich bei Erik Arnold für das Rezensionsexemplar.