Die Liebe kennt keine Zeit: Die wahre Geschichte zweier wiedervereinter Seelen – Brian L. Weiss

Klappentext:
Dies ist die Geschichte von Elizabeth und Pedro. Ohne einander zu kennen, wenden sich beide an den angesehenen Psychiater Brian L. Weiss. Sie wollen ihre tiefen Depressionen und Beziehungsängste überwinden. In seiner Therapie versetzt der auf Reinkarnationstherapie spezialisierte Dr. Weiss die beiden in ihre jeweiligen früheren Leben. Schon bald stellt er fest, dass die Erinnerungen von Elizabeth und Pedro sich auffällig ähneln – sind die beiden Seelengefährten?

Eine faszinierende Fallgeschichte aus der Praxis der Reinkarnationstherapie, die sich auf der Grenze zwischen Sachbuch und Liebesroman bewegt.


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Titel: Die Liebe kennt keine Zeit: Die wahre Geschichte zweier wiedervereinter Seelen
Autor: Brian L. Weiss
Verlag: Ullstein
Seiten: 287
ASIN: B07CVLLZTX
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Brian L. Weiss ist Psychiater, er ist auf Rückführungstherapie spezialisiert und erzählt in seinem Buch die Geschichte von 2 Patienten, welche sich im früheren Leben oft begegneten und liebten. Im aktuellen Leben sind sie traurig und in ihrer aktuellen Lebensweise unglücklich, bis Brian L. Weiss eine Idee hat …

Meinung:
Es gibt mehr zwischen Himmel und Hölle als wir uns vorstellen können und deswegen wollte ich dieses Buch lesen. Es hat nun etwas über ein Jahr gebraucht, bis ich es fertig hatte und ich kann nur sagen „endlich durch!“ – was bei dieser Thematik wirklich schade ist. Rückführung und Therapien sind möglich und gut, aber dieses Buch ist eher abschreckend – es kann auch an der Übersetzung liegen, aber der ganze Aufbau ist weder wissenschaftlich noch ein Roman.

Der Autor beginnt jedes Kapitel mit einem Zitat von bekannten Persönlichkeiten zum The Reinkarnation – schöne Einleitung.
Weiter geht es dann mit Geschichten aus seiner Praxis, seinem Leben oder dem Umgang mit Patienten und den Therapiesitzungen. Es gibt keine klare Einteilung, die Konstante für ein Praxisbuch fehlt. Zudem werden die Therapiegespräche zeitweise so wiedergegeben, wie sie geführt wurden: Patient erzählt; Weiss fragt nach; Patient antwortet; … Diese Darstellung ermüdet. Schöner wäre gewesen die Sitzungen als Bericht oder als komplette Erzählung zu lesen, als durch „was passierte dann?“ unterbrochen zu werden. Der Aufbau wirkt in diesem Zuge sehr unrund und zieht sich extrem. Auch ist es für den Leser irrelevant zu wissen welche Farbe die Bluse an diesem Tag hatte und welche Schuhe getragen wurden. Was soll dieses Buch bezwecken? Geht es darum zu zeigen, dass selbst kleine Details in einer Rückführung wahrgenommen werden können oder geht es darum Seiten zu füllen? Für ersteres wäre ein Fachbuch über die Rückführung besser geeignet als eine eingebettete Liebesgeschichte.

Cover:
Das Cover wirkt nach älterer Zeit, aber harmonisch und dadurch auch passend zum Titel.

Fazit:
Eine gute und wundervolle Geschichte, welche leider schlecht verpackt wurde. Die Therapieansätze von Brian L. Weiss sind gut und auch die Praxisfälle und Arbeitsweise sind sehr interessant. Einzig der Aufbau ist mangelhaft und die Sitzungen ziehen sich. Daher vergebe ich nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.

Ich bedanke mich bei Ullstein für das Rezensionsexemplar.

Das Kind – Sebastian Fitzek

Klappentext:
„Als er diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wußte er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging …“

Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, der ihn auf einem abgelegenen Industriegelände treffen wollte: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Roberts Verblüffung wandelt sich in Entsetzen, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Robert ahnt noch nicht, dass von nun an der Tod sein ständiger Begleiter sein wird …


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Titel: Das Kind
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 416
ISBN: 978-3426512173
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

„Das Kind“ habe ich 2009 bereits zum ersten Mal gelesen und den Inhalt nach 4 Jahren vergessen, also Zeit das Buch wieder aus dem Regal zu holen und nochmals zu lesen. Ich weiß nicht so genau woran es gelegen hat, aber wirklich fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Simon, der an seinem 10. Geburtstag eine Rückführung erhalten hat, beteuert vor 15 Jahren einen Mann ermordet zu haben und verlangt einen Anwalt. Diesen erhält der todkranke Junge auch und die Suche nach der Wahrheit und nach der angeblichen Leiche beginnt…

Der Schreibstil von Sebastian Fitzek ist einfach und flüssig zu lesen. Leider gibt es zwischen den doch spannenden und grausamen Szenen auch wieder Durststrecken, die das Buch nicht braucht.

Die Charaktere wirken alle zu aufgesetzt und konstruiert, so dass ab der Hälfte schon klar ist was passiert. Simon ist mit seinen 10 Jahren einfach zu weit und wirkt teilweise intelligenter als die Erwachsenen im Buch. Star-Anwalt Robert Stern und Carina Freitag begehen ein Vergehen nach dem Nächsten und es passiert nichts, würde man diese Geschichte wirklich auf das Leben übertragen, ich glaube da würde vieles nicht funktionieren.

Fazit:
Ein Buch für lange und kalte Abende mit viel Brutalität und jeder Menge Details über Kindesmissbrauch. Ich muss das jetzt nicht so detailiert lesen und empfehle das Buch daher Lesern, die gerne über dunkle Machenschaften lesen und über 16 Jahre alt sind 🙂 Ich vergebe 3 Sterne für „Das Kind“, da mich die Geschichte eine Weile unterhalten hat und ich das doch recht grausame Thema wichtig aber zu detailiert beschrieben finde.