Tod durch Schuss: Die Wahrheit ist der beste Krimi – Klaus Püschel, Bettina Mittelacher

Klappentext:
Mit einer Maschinenpistole durchsiebt ein Mann seine Frau und erschießt danach noch zwei weitere Opfer. In einem Lokal wird eine Leiche einbetoniert. Und wenige Meter neben dem Toten, in dessen Körper eine Kugel steckt, nehmen die ahnungslosen Restaurantgäste ihr Dinner ein. „Der tut mir nichts!“, sagt eine junge Frau über ihren Lebensgefährten. Doch sie hat sich getäuscht. Schließlich fesselt er sie und jagt der wehrlosen Frau eine Kugel in den Leib. Neben ihr stirbt ihr geliebter Hund. Und der „St.Pauli-Killer“ erklärt, er erledige seine Mord-Aufträge als „Job wie jeder andere.“ Er tönt, er habe „acht Menschen umgebracht. Von Flensburg bis Salzburg. Von hinten hab’ ich ihm das Ding an die Birne gehalten.“ Wie eine Kugel auf einen Menschen abgefeuert wird, finden Rechtsmediziner auch ohne das Geständnis des Täters heraus. Im Obduktionssaal analysieren sie Schusskanäle, feinste Spuren und die Zerstörung, die ein Projektil angerichtet hat. In ihrem Buch schildert das Autorenduo mit Rechtsmediziner Klaus Püschel und Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher außerdem Fälle wie den Mord auf dem Kiez im Stil der Mafia, die Verbrechensserie des NSU und einen Mord, dem „Sieben auf einen Streich“ zum Opfer fallen.


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Titel: Tod durch Schuss: Die Wahrheit ist der beste Krimi
Autor: Klaus Püschel, Bettina Mittelacher
Verlag: Ellert & Richter
Seiten: 208 Seiten
ISBN: 978-3831908240
Meine Bewertung: 4 Sterne, gefällt mir

Inhalt:
Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel und Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher geben Einblicke in ihre Arbeit. Wie der Titel des Buches treffend beschreibt, geht es um den Tod durch Schussverletzungen.

Meinung:
Im Buch werden in kurzen Kapiteln Taten, Gerichtsprozesse und Erklärungen zu Gewaltverbrechen in Verbindung mit Schusswaffen geliefert. Wie kam es zur Tat, was haben die Gerichtsmediziner herausgefunden und was passierte vor Gericht. Zudem werden Hintergrundinformationen zu Schusswaffen, Geschossen und Verletzungen geliefert. Viel Inhalt für ein kleines Buch und das spiegelt sich leider auch in den einzelnen Kapiteln wider. Diese sind stellenweise sehr kurz gehalten, weil sie schlichtweg Fakten basiert sind. Wer eine Ausschmückung wie in einem Roman sucht, wird hier nicht bedient. Teilweise ist dies schade, weil es sich mit der Kurzfassung sehr gehetzt liest. Einige Fälle kennt man auch aus den Medien, bekommt hier aber doch noch mehr Informationen, was sehr interessant ist.

Cover:
Dunkle Farben und eine Waffe mit Beweismittelkärtchen im Fokus, damit ist alles gesagt: Tod durch Schuss.

Fazit:
Dieses Sammelsurium aus echten Fällen und breitem Hintergrundwissen über Waffenkunde, Schusswirkung und krimineller Energie ist eine spannende Lektüre für Leser, welche True Crime, den ausgedachten Krimis, bevorzugen. Mir war es stellenweise zu kurz gefasst und damit wirkte der Text im Allgemeinen sehr hektisch und unruhig, daher nur 4 Sterne.

Schwimmen Tote immer oben?: Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin – Michael Tsokos

Klappentext:
„Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin – das neue Sachbuch von Michael Tsokos, Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner.
Leider sind es oft Klischees, die unsere Vorstellung von der Rechtsmedizin beherrschen. Keiner weiß das besser als Michael Tsokos, der vielfache Bestseller-Autor. Er erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin, seine Arbeit am Seziertisch im Obduktionssaal und die neuesten Entwicklungen in der Forensik.
Die Szene aus dem Fernseh-Krimi kennt jeder: Ein Toter im Pool, auf der Wasseroberfläche auf dem Rücken treibend, mit dem Gesicht nach oben. Michael Tsokos entlarvt diese Darstellung als dramaturgischen Kniff, und erklärt, warum Ertrunkene auf den Grund sinken oder unter der Wasseroberfläche treiben, und zwar in Bauchlage, mit dem Gesicht nach unten.
Auch die anderen Irrtümer über die Rechtsmedizin, die Michael Tsokos aufklärt, sind bekannt aus Krimis aller Art. Unter anderem geht es um die Frage, wie lang es dauert, bis ein Leichnam vollständig mumifiziert ist; ob verwesende Leichen explodieren können und auf welche Weise ein Rechtsmediziner Stich- und Schnittverletzungen voneinander unterscheidet. In diesem, seinem zweiten Buch zu den Irrtümern über die Rechtsmedizin stellt Michael Tsokos auch die gängigsten Irrtümer über die Arbeit in der Rechtsmedizin richtig. Etwa dass eine virtuelle Obduktionen mit Hilfe der Computertomographie keineswegs eine klassische Obduktion ersetzen kann, dass Rechtmediziner und ermittelnde Kriminalbeamte keineswegs ein festes Team sind und dass Phantombilder keineswegs aufgrund von DNA-Analysen möglich sind.
Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine beiden Sachbücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind Bestseller: „Die Klaviatur des Todes“ und „Die Zeichen des Todes“.


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Titel: Schwimmen Tote immer oben?: Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin
Autor: Michael Tsokos
Verlag: Droemer
Seiten: 123
ASIN: B07QBY77ZF
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Ein Sachbuch, welches mit gängigen Irrtümern der Rechtsmedizin aufräumt. Ergänzt mit kurzen Anekdoten aus der Praxis.

Meinung:
Der Schreibstil von Michael Tsokos (Rechtsmediziner und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik) ist gut lesbar und eindrücklich. Durch die Praxiserfahrung und seine Schilderungen wirken die Geschichten lebendig und der ein oder andere Seitenhieb in Richtung (Dreh-)Buch wird deutlich. Denn so, wie es die meisten Autoren machen, geht es in Wirklichkeit gar nicht. Das Buch ist mit 30 Irrtümern recht kurz und die 110 Seiten lesen sich rasch weg, ich hätte gerne mehr aus der Praxis gelesen. Dennoch waren die Behauptungen und die danach folgenden Korrekturen äußerst interessant. In jedem Kapitel gibt es noch Zeichnungen, welche die Behauptungen aufs Korn nehmen.

Cover:
Das Cover trifft es gut, es spiegelt den Titel des Buches und eine Behauptung wieder.

Fazit:
Das Buch ist leider viel zu kurz. Es hätte ausführlicher sein können. Wie „Dem Tod auf der Spur“ oder „Der Totenleser„. Daher fand ich es zwar interessant, aber vom lernenden / unterhaltenden Faktor nicht so gut – daher gibt es auch nur 4 Sterne. Eine Leseempfehlung gibt es für Krimi- / Thrillerfans, welche die Arbeiten der Ermittler / Rechtsmediziner hinterfragen oder es genauer wissen möchten sowie an interessierte Laien, welche sich schon immer mit Mythen um den Tod belesen wollten.