Der Pfau – Isabel Bogdan

Klappentext:
Ein charmant-heruntergekommener Landsitz in den schottischen Highlands, eine Gruppe Banker beim Teambuilding, eine schwungvolle Haushälterin mit gebrochenem Arm, Lord und Lady McIntosh, die das alles unter einen Hut bringen müssen, dazu jede Menge Tiere – und am Ende weiß keiner, was eigentlich passiert ist.

Isabel Bogdan erzählt in ihrem ersten Roman pointenreich und überraschend von einem Wochenende, das ganz anders verläuft als geplant: Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung wollen in der ländlichen Abgeschiedenheit ihre Zusammenarbeit verbessern, werden aber durch das spartanische Ambiente und einen verrückt gewordenen Pfau aus dem Konzept gebracht. Lord McIntosh stoppt den Problem-Pfau auf rustikale Weise – und das führt zu urkomischen Verwicklungen.


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Titel: Der Pfau
Autor: Isabel Bogdan
Sprecher: Christoph Maria Herbst
Verlag: argon Verlag
Länge: 316 Minuten
ASIN: B01BU3LXAG
Meine Bewertung:

Inhalt:
Ein altes Herrenhaus, welches zwingend saniert werden muss. Wer würde da nicht auf die Idee kommen und dies teilweise vermieten? So ganz ohne Luxus, ist es bestens geeignet, um sich ganz auf sich oder eben ein Team zu konzentrieren. Und so kommt es, dass Liz mit ihrer Abteilung ihr Teambuildingseminar im schottischen Landsitz abhält und der Pfau der Vermieter ihnen zusätzlichen Ärger beschert ….

Stil:
Christoph Maria Herbst liest so genial! Das Buch ist so verfasst, dass die Gedanken der Charaktere abwechselnd erzählt werden. Unterhaltungen finden eher indirekt statt und so ist es, als würde Christoph Maria Herbst alles live erzählen. Dies weckt eine gewisse Erwartungshaltung beim Zuhören und gibt ein zusätzliches Spannungsgefühl. Die Geschichte an sich ist turbulent, schräg, mit britischem Humor (schwarz) und Tiefgang – so werden auch viele zwischenmenschliche Probleme betrachtet.

Charaktere:
Dadurch, dass die Gedanken der Figuren so offen kommuniziert werden, wird man schnell gelenkt und kann sich nicht wirklich für oder gegen eine Person aussprechen. Am besten hat mir der Pfau gefallen, der hatte keine offenkundigen Gedanken und nur eins im Sinn: die blaue Konkurrenz. Das machte ihn einzigartig und zu einer Figur, welche nicht zu durchschauen war. Die anderen entwickelten sich aber mit ihrem Aufenthalt im Landsitz und es war interessant, wie sie mit ihren Aufgaben gewachsen sind und sich auch ihr Denkmuster veränderte.

Cover:
Das Cover passt absolut zur Geschichte und ist liebevoll gestaltet.

Fazit:
Eine Geschichte über Menschen und ihre Bedürfnisse. Wie sie sich geben, was ihnen wichtig ist und was man bereit ist zu tun. Mich hat das Hörbuch gut unterhalten, daher vergebe ich 5 Sterne und spreche eine Hörempfehlung an alle aus, welche seichte Geschichten mit schwarzem Humor mögen.

Die englische Lady und der Rebell – Lisa McAbbey

Klappentext:
Die junge Lehrerin Prudence Holloway reist im Sommer 1747 trotz der Warnungen ihrer Familie nach Schottland, um dort zu unterrichten. Auf dem Weg erkrankt sie jedoch an einem schweren Fieber und wird von einer schottischen Bäuerin gesund gepflegt. Deren Ehemann erklärt sich bereit, Prudence für den Rest ihrer Reise zu begleiten. Auf dem Ritt durch die Highlands kommen Prudence und der attraktive Schotte einander näher, und Prudence ist hin- und hergerissen zwischen Anstand und der unleugbaren Faszination für diesen Mann. Doch dann fallen sie einem Trupp Rotröcke in die Hände – und die junge Frau muss feststellen, dass ihr Begleiter mehr als nur ein Geheimnis hat …


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Titel: Die englische Lady und der Rebell
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: beHEARTBEAT
Seiten: 249
ASIN: B07VFVZ7QM
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Prudence ist Lehrerin und folgt dem Ruf ihres Onkels nach Schottland, um „die wilden“ zu unterrichten. Doch ihre Reise verläuft nicht nach Plan …

Schreibstil:
Der Einstieg ins Buch ist herrlich! Gleich beim ersten Satz ist man in der Geschichte und fiebert mit Prudence mit. Lernt sie und die anderen kennen und lieben und hofft auf ein Happy End. Auch die Erotik – auch wenn sie nur minimal angedeutet ist – sticht hervor. Der Umgang der Charaktere miteinander und auch mit der Umwelt ist schön, auch wenn ein Leben 1747 nicht angenehm war, ist es malerisch ausgearbeitet. Auch die Historik kommt, wie immer, im richtigen Maß und Augenblick. So ist diesmal die Schlacht um Culloden das Thema, dem sich Lisa McAbbey widmet. Auch hier schafft die Autorin es, eine Waage zwischen Geschichte und Roman zu halten. So macht lernen auch noch Freude. Der Ausdruck ist passend gewählt und erinnert ein bisschen an Jane Austen sowie die Bronte Schwestern.

Charaktere:
Prudence ist eine starke Frau, die weiß was sie möchte. Sie passt in die schottische Gegend und nimmt es mit allem und jeden auf. Sehr sympathisch ohne übermächtig zu wirken.

Der Reisebegleiter von Prudence birgt Geheimnisse und die sind gut verpackt. Sie machen den Bauern zu einem sehr interessanten Charakter.

Die anderen Figuren wirken ihren Rollen entsprechend, ohne das sie konstruiert erscheinen. Alle wirken lebendig, entwickeln sich und es könnte tatsächlich alles so passiert sein. Toll!

Cover:
Ich mag das Cover, es spiegelt die rauhe Natur und die Feinheit einer englischen Lady wieder, beides zu vereinen könnte schwierig werden, aber nicht unmöglich.

Fazit:
Ein must read für alle, welche historische Bücher, England, Schottland und den Stil von Lisa McAbby mögen. Von mir gibt es 5 volle Sterne, weil dieses Buch einfach alles beinhaltet: Liebe, Lachen, Historie!

Ich bedanke mich bei Lisa McAbbey für das Rezensionsexemplar.

MacTiger – Ein Highlander auf Samtpfoten – Andrea Schacht

Klappentext:
Schottland im Jahr 1744: Eine Clan-Fehde nimmt auf Drumnadruid Castle ein blutiges Ende. Dabei wird auch der Schlosskater Mac Tiger hinterrücks gemeuchelt. Seither geht sein Geist ruhelos im Schloss um …

Jahrhunderte später: Drumnadruid Castle zieht als idyllisches Schlosshotel in den Highlands unzählige Gäste an. Doch nur die junge Margita spürt MacTigers Anwesenheit. Die beiden verbindet ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht …


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Titel: MacTiger – Ein Highlander auf Samtpfoten
Autor: Andrea Schacht
Verlag: blanvalet
Seiten: 352
ISBN: 978-3442368105
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Zum zweiten Mal habe ich MacTiger nun schon gelesen und es gefällt mir immer noch. Das erste Mal durfte ich den Highlander 2009 auf seinen geisterhaften Streifzügen begleiten und in 2013 war es wieder eine schöne Zeit dem Kater mit den roten Augen zu folgen.

MacTiger wurde 1744 gemeuchelt. Vor Schreck und Fassungslosigkeit konnte er nicht ins Licht gehen und weilt nun immer noch im alten Schloss. Bis sich endlich Margita mit ihrer Tante Henrietta als Urlaubsgäste im Schloss einquartieren spukt MacTiger einsam und gelangweilt in Drumnadruid Castle. Doch als er Margita erschrecken will, weicht diese nicht zurück, auch scheint sie sich nicht zu fürchten, aber warum?

Stil:
Der Schreibstil von Andrea Schacht ist sehr bildlich und verträumt. Der Leser wird sofort in den Bann der Geschichte gezogen und findet sich schnell in den schottischen Highland wieder.

Charaktere:
MacTiger ist ein wundervoller Kater. Liebreizend und einfühlsam berichtet er von seinen Erlebnissen und der Leser muss ihn einfach liebhaben und mit ihm mitfühlen.

Margita ist eine sehr zurückhaltende und schüchterne Person. Teilweise etwas zu unterwürfig und dann wieder sehr stark, teilweise haben mich diese Charaktersprünge etwas überrascht.

Cover:
Das Cover gefällt natürlich. Es zeigt eine Katze – aber MacTiger ist getigert und nicht schwarz – und ein altes Schloss, so kann sich der Leser gleich richtig einstimmen.

Fazit:
MacTiger ist ein schönes Buch für zwischendurch, da es nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Die Kapitel sind zum größten Teil immer abwechselnd geschrieben (Margita / MacTiger). Dies steigert auf jeden Fall die Sympathien für beide Charaktere. Ich vergebe 4 Sterne für ein schönes Buch, welches teilweise vorhersehbar ist und zum Ende zu viel Happy End besitzt.

Bis die Schatten dich verschlingen – Virginia Hall

Ein altes Schloss in Schottland und eine mysteriöse Geschichte.
Die Studentin Christina gewinnt einen Abenteurerurlaub im alten Schloß Hanslow in Schottland. Doch ein entspannter Urlaub ist etwas ganz anderes, denn merkwürdige Dinge passieren dort. Das Zimmermädchen wird Tod aufgefunden und dann verschwinden auch noch andere Urlaubsgäste des Hotels. Doch Christina lässt sich nicht beirren und forscht eigenständig …

Die Protagonistin ist mir leider zu fad beschrieben, ich erfahre von ihr zu wenig, als das ich mitfiebern könnte. Bei allem was sie erlebt werde ich nicht warm mit ihr. Auch finde ich es schwer einen Draht zu ihr zu bekommen, wenn im Buch von „der jungen Frau“ geschrieben wird.
Die anderen Charaktere sind mir ebenfalls zu blass, zwar bestechen die Figuren durch wiederkehrende Handlungen und das Bild von ihnen wird gefestigt, aber trotzdem fehlt mir etwas. Daher nur 3 Sterne.

Fazit: die Geschichte ist für Gruselfans und auch für SF-Freunde zu empfehlen. Da die Story recht kurz ist, schafft man sie schnell zu lesen, also ein verregneter Nachmittag evtl. mit Blitz und Donner ist hervorragend geeignet und spiegelt auch die Geschichte gut wieder und hilft beim Lesefeeling.


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Titel: Bis die Schatten dich verschlingen
Autor: Virginia Hall
Seiten: 90
ASIN: B008Z2W8NM
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen