[Abgebrochen] Wase-Rahimi 01: 15 Sekunden – Chris Warnat

Reiheninfo:
15 Sekunden
4 Minuten Stille

Klappentext:
Zwei Menschen flüchten aus dem Wald. Doch wer ist Opfer und wer ist Täter?
Nur wenige Sekunden dauert der Unfall, der Farahs Leben für immer verändert. Aus der nächtlichen Dunkelheit des Waldes stürzt ein Mann – direkt vor ihren Wagen. Als sein Körper die Windschutzscheibe zerschlägt, scheint auch Farahs Herz für einen Augenblick stillzustehen. Doch dann richtet sich das Opfer wieder auf … und läuft einfach weiter. Benommen und mutterseelenallein trifft Farah eine folgenschwere Entscheidung. Und ahnt dabei nicht, dass eine weitere Gestalt durch die Dunkelheit streift.

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Titel: 15 Sekunden
Autor: Chris Warnat
Verlag: Penguin
Länge: 454 Seiten
ASIN: ‎B0DLP1R4CL
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir nicht

Inhalt:
Farah fährt im Dunkeln nach Hause, denkt an nichts Böses und plötzlich steht ein Mann auf der Straße, es kommt zur Kollision und nichts ist mehr wie zuvor …

Meinung:
Der Klappentext klang spannend und bei einem Thriller habe ich deutlich mehr erwartet als traumatisierte Ermittler. Aber von vorne:
Farah ist Gerichtsmedizinerin und da erwarte ich, das sie schlimme Anblicke gewohnt ist. Sie bekommt es aber nicht auf die Reihe und so wiederholt sich Seitenweise wie schlimm und traumatisch es doch ist den blutenden, verletzten Mann gesehen zu haben. Sie scheint kaum eigenständig lebensfähig zu sein. Zudem kommt noch die Trauer, um ein Familienmitglied, was sie auch immer wieder runterzieht. Ihr Lebenspartner Frederick ist Strafverteidiger, allerdings nie für Farah da – toller Freund! Dafür ist aber der Ermittler Wase sehr angetan für Farah. Wase ist aber auch nicht ganz klar im Kopf, denn er hängt gedanklich an seiner beendeten Beziehung und um das nicht ganz an sich heranzulassen, hängt er sehr an Farah und macht alles für sie. Das klingt schon so konstruiert und liest sich auch so. Wase ist immer da, Wase macht alles und hat auch immer an alles gedacht – er fährt auch immer mit Sachen der Spurensicherung durch die Gegend, damit er die Vorarbeit leisten kann und hat immer alles dabei – schon echt praktisch – und nervig!
Nervig ist auch, dass die Kapitel aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt werden und man nie weiß, welcher Charakter gerade an der Reihe ist, denn das steht nicht in den Überschriften. Man liest also erstmal ein bisschen, bis man herausbekommen hat, wer denn nun gerade an der Reihe ist. Es könnte spannend werden, denn man liest auch aus der Sicht des Killers, aber leider erfährt man so wenig, das man sich diese Sicht auch hätte sparen können. In einem Thriller sollte es doch auch darum gehen zu verstehen, was die Person antreibt. Reine Handlungen zu Ermittlungen sind Krimis und dieses Buch ist definitiv kein Thriller!
Ich habe mich zum Leseabbruch entschieden, weil mir die Figuren auf den Geist gegangen sind, die Handlung absolut konstruiert erscheint und die ständigen Wiederholungen einfach nur genervt haben. Mir ist es schlicht egal gewesen, was mit den Figuren passiert und als ich dann noch im Klappentext gelesen habe, dass in Teil 2 noch mehr enthüllt wird, was im ersten Teil angefangen wurde ist mir noch mehr die Lust vergangen. Was interessieren mich traumatische Erlebnisse von konstruierten Figuren?

Cover:
Das Cover wirkt düster, geheimnisvoll und beängstigen. Leider spiegelt es nicht den Inhalt wider.

Fazit:
Absolut konstruiert, nervige Protagonisten und dann eher Krimi als Thriller. Daher Leseabbruch und keine Empfehlung – 1 Stern.

Kiefergelenkschmerzen, CMD und Zähneknirschen: Anleitungen und Meditationen zur gezielten Entspannung der Kiefermuskulatur – Dr. med. dent Mandy Scheunchen, Abbas Schirmohammadi

Klappentext:
Entlasten Sie Ihren Kiefer – und spüren Sie den Unterschied!
Morgens schmerzt der Kiefer, mittags ist der Nacken verspannt, abends kommt das Kopfweh, und nachts knirschen die Zähne?
Lassen Sie sich von Dr. med. dent. Mandy Scheunchen und Abbas Schirmohammadi helfen: Dieses Übungsprogramm bietet Ihnen Audio-Anleitungen zur gezielten Entspannung der Kiefermuskulatur. Ob Sie die Kaumuskeln, den Nackenbereich oder das gesamte Kiefergelenk ansteuern möchten – Sie können sich genau die Übungen heraussuchen, die Ihnen jetzt guttun.
Anschließend haben Sie die Möglichkeit, mit einer Reihe vielfältiger Entspannungstracks Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und nachhaltig zu entspannen.

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Titel: Kiefergelenkschmerzen, CMD und Zähneknirschen: Anleitungen und Meditationen zur gezielten Entspannung der Kiefermuskulatur
Autor: Dr. med. dent Mandy Scheunchen, Abbas Schirmohammadi
Verlag: mankau
Länge: 97 Minuten
ISBN: 978-3863748043 ‎
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Das Übungsprogramm ergänzt den Ratgeber zu Kiefergelenkschmerzen, CMD und Zähneknirschen mit verschiedenen Entspannungsübungen, Meditationen und Anleitungen, die Betroffene im Alltag unterstützen sollen.

Meinung:
Das Übungsprogramm knüpft inhaltlich direkt an den Ratgeber an und legt – wie bereits das Buch – einen deutlichen Schwerpunkt auf Entspannungstechniken. Progressive Muskelrelaxation (PMR), Autogenes Training (AT) und Meditationen nehmen den größten Teil des Programms ein. Ich hatte allerdings gehofft, dass das Übungsprogramm den körpertherapeutischen Bereich stärker ausbaut. Da im Buch körperliche Ursachen einer CMD – etwa Fehlhaltungen oder funktionelle Zusammenhänge im Bewegungsapparat – bereits nur kurz angesprochen werden, hatte ich auf mehr praktische Übungen zur Mobilisation, Haltung sowie zum Ausgleich muskulärer Dysbalancen gehofft. Solche Übungen können verspannte Bereiche gezielt entlasten und die Kieferfunktion unterstützen. Stattdessen wird der Fokus erneut fast ausschließlich auf die seelische Entspannung durch PMR, Autogenes Training und Meditationen gelegt. Dadurch ergänzt die CD den Ratgeber für mich nur eingeschränkt und bietet inhaltlich weniger Neues als erwartet.
Kritisch sehe ich außerdem die Formulierungen in einigen Meditationen. Besonders bei den Einheiten für Kinder sind mir viele Negationen aufgefallen, etwa Formulierungen wie „nichts festhalten“ oder „nichts tun“. Gerade bei Kindern halte ich positive und konkrete Anweisungen für verständlicher und leichter umsetzbar.

Cover:
Das Cover passt perfekt zum Titel und zum Buch.

Fazit:
Die Meditationen und Entspannungsübungen sind gut angeleitet und erfüllen den angekündigten Schwerpunkt. Ich hätte mir allerdings mehr Übungen gewünscht, die Haltung und muskuläre Dysbalancen berücksichtigen. Diese körperlichen Aspekte werden zwar im Buch angesprochen, spielen im Übungsprogramm jedoch kaum eine Rolle. Zudem empfand ich die Formulierungen in einigen Kindermeditationen mit ihren vielen Negationen als nicht optimal gewählt, daher vergebe ich nur 4 Sterne und empfehle es an jene, welche sich geführte Übungen zur Entspannung wünschen.

Ich bedanke mich bei mankau für das Rezensionsexemplar.

Kiefergelenkschmerzen, CMD und Zähneknirschen: Prävention, praktische Selbsthilfe und Behandlungsempfehlungen. Inkl. zwei geführte Audio-Übungen – Dr. med. denkt Mandy Scheunchen

Klappentext:
Entlasten Sie Ihren Kiefer – und spüren Sie den Unterschied!
Morgens schmerzt der Kiefer, mittags ist der Nacken verspannt, abends kommt das Kopfweh, und nachts knirschen die Zähne?
Lassen Sie sich von Mandy Scheunchen helfen: Sie erklärt Ihnen, was Sie über Kiefergelenkschmerzen und Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) wissen sollten, wie Schmerzen im Kiefergelenk entstehen, welche Symptome auftreten und wie Betroffene diese Beschwerden nachhaltig lindern können.
Neben fundiertem Hintergrundwissen – von der Anatomie des Kiefergelenkes über häufige Ursachen wie Stress, Zähneknirschen (Bruxismus) und Fehlstellungen bis hin zu bewährten Diagnose- und Therapiemethoden – legt die erfahrene Zahnärztin besonderen Wert auf praktische Tipps und Selbsthilfe, darunter:

  • Prävention: Tipps für einen schmerzfreien Alltag
  • Ganzheitliche Ansätze: Physiotherapie, Ernährung und Stressbewältigung
  • Entspannung: Alltagstaugliche Übungen, Meditationen und Empfehlungen
  • Zahnschienen und kieferorthopädische Behandlungen: Vor- und Nachteile verschiedener Therapieoptionen
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Titel: Kiefergelenkschmerzen, CMD und Zähneknirschen: Prävention, praktische Selbsthilfe und Behandlungsempfehlungen
Autor: Dr. med. denkt Mandy Scheunchen
Verlag: mankau
Länge: 159 Seiten
ISBN: 978-3863748012 ‎
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Alles, was man über Kiefergelenkschmerzen, Craniomandibuläre Dysbalancen (CMD) und Zähneknirschen wissen muss – von den Grundlagen über mögliche Ursachen bis hin zu verschiedenen Therapiemöglichkeiten.

Meinung:
Wie alle Kompaktratgeber von Mankau ist auch dieser wieder vollgepackt mit Wissen. Angefangen bei den Grundlagen des Kausystems, dem Aufbau des Kiefers mit seiner Muskulatur bis hin zu den verschiedenen Fehlstellungen – sowohl des Kiefers als auch der Zähne. Stellenweise könnte das Buch etwas technisch geschrieben sein. Ich bin damit gut zurechtgekommen, weil ich mich privat bereits mit dem Thema beschäftigt habe. Für absolute Neulinge könnten Begriffe wie „partielle Discusverlagerung“ oder „Knacken bei Reposition“ jedoch zunächst etwas anspruchsvoll sein.
Ein Blick ins Buch lohnt sich dennoch, denn Selbsttests und verschiedene Therapiemöglichkeiten bekommen ihren Raum, sodass man sich selbst einen guten Überblick verschaffen oder sich gezielt auf ein Arztgespräch vorbereiten kann. Neben den vorgestellten Techniken zur Stressreduktion gibt es zusätzlich zwei Audiodownloads mit Meditationen, darunter eine geführte Kiefergelenkmassage. Wer Meditationen gegenüber aufgeschlossen ist, erhält hier eine sinnvolle Ergänzung.
Was mir allerdings gefehlt hat, war ein ausführlicherer Blick auf die körpertherapeutische Seite der vorgestellten Probleme. Zwar wird erwähnt, dass körperliche Ursachen – etwa ein schiefes Becken oder andere Fehlhaltungen – sich über die aufsteigende Muskel- und Bewegungskette bis zum Kiefer auswirken können. Dieser Aspekt wird jedoch nur angerissen. Als Therapieansätze werden Physiotherapie, Yoga, Tai Chi und Qigong lediglich kurz erwähnt, ohne näher darauf einzugehen. Stattdessen nimmt das Thema Stressbewältigung einen sehr großen Teil der Therapiemöglichkeiten ein.
Natürlich spielt Stress bei Schmerzen, CMD und Zähneknirschen häufig eine wichtige Rolle. Ich hätte mir jedoch eine ausgewogenere Darstellung gewünscht, die auch biomechanische Zusammenhänge, manuelle Therapie, Haltungsarbeit oder den Einfluss des gesamten Bewegungsapparates stärker berücksichtigt.

Cover:
Das Cover ist mehr als gelungen, denn es zeigt das Kiefergelenk, dem das Buch gewidmet ist.

Fazit:
Ein sehr gelungener Ratgeber, der Betroffenen aufzeigt, dass es Lösungen geben kann. Für mich lag der Fokus allerdings zu stark auf der Stressbewältigung, weshalb ich nur 4 Sterne vergebe. Eine Leseempfehlung spreche ich dennoch an jeden aus, der Schmerzen im Kiefergelenk, Tinnitus, Schwindel oder Augenprobleme hat und evtl. ein muskuläres Ungleichgewicht im Gesicht aufweist. Es ist so wichtig, etwas für sich zu tun und zu verstehen, das alles eine Ursache hat.

Ich bedanke mich bei mankau für das Rezensionsexemplar

Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind – Sabine Kuegler

Reiheninfo:
Dschungelkind
Ruf des Dschungels
Jägerin und Gejagte
Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind

Klappentext:
Sabine Kuegler wuchs im Dschungel von Westpapua auf, ihr Buch Dschungelkind wurde ein weltweiter Millionenbestseller. Mit 17 Jahren kam sie nach Europa und erfuhr einen Kultur-Clash. Heute lebt sie in Hamburg, hat Kinder, Freunde und Arbeit. Aber noch immer ist sie eine Zerrissene zwischen den Welten und der innere Kampf um ihre Identität quält sie. Im Dschungel hatte sie gelernt, unsichtbar zu werden, um zu überleben – in der westlichen Welt muss man sichtbar sein. Sie wurde darauf trainiert, ihre Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen, aber hier waren sie permanent überreizt. Sie zweifelt und blickt von außen und innen auf unsere Zivilisation: Sind wir hier glücklich? Entfremdet? Gesund? Krank? Mehrfach kehrt sie in den Dschungel zurück. Bei einer dieser Reisen erkrankt Sabine Kuegler schwer, gilt als austherapiert und unternimmt einen letzten verzweifelten Rettungsversuch: Sie verlässt Deutschland, gibt ihre Kinder in die Obhut ihrer Väter und geht zurück in den Dschungel, in die Kultur, in der sie sich beschützt fühlt. Sie erlebt dort Abenteuer, die für viele Menschen kaum zu glauben sind. Erst nach fünf Jahren kommt sie zurück und erzählt erstmals von dieser dramatischen Zeit, von ihrer Suche nach Heilung, Glück und ihrem Platz im Leben. Dabei öffnet ihr einzigartiges Leben vielleicht auch die Chance, in einer globalisierten Welt Mittlerin zwischen den Kulturen zu sein.

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Titel: Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind
Autor: Sabine Kuegler
Sprecher: Madeleine Coco Sanders
Verlag: rb media
Länge: 657 Minuten
ASIN: ‎B0CN1QX694
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Sabine Kuegler ist krank – lt. den westlichen Ärzten wahrscheinlich ein Parasit, den niemand kennt. Sie reist daher wieder in den Urwald und sucht ein Heilmittel.

Meinung:
Wer Dschungelkind kennt, kennt auch 50 % dieses Buches. Kuegler wiederholt sehr viel aus ihrer Kindheit – nicht alles deckt sich mit Dschungelkind (welches ich mir nach dem Hören dieses Buches noch einmal angehört habe, um zu klären, ob mir mein Gedächtnis einen Streich spielt oder ob die Autorin hier etwas geschummelt hat. Letzteres ist der Fall, denn es gibt bei einigen Sachen erhebliche Unterschiede.).

In den anderen 50 % geht es darum, dass Sabine krank ist. So krank, dass sie auf Morphin angewiesen ist und sich phasenweise nicht bewegen kann. Was macht sie? Ab in den Dschungel für 5 Jahre mit schwierigen Märschen und zu dutzenden Medizinmännern. Was ein Glück, dass sie immer nur in den Dörfen so gut wie bewegungsunfähig ist und die Stämme immer eine Hütte mit Schlafplatz für sie haben. Wenn es ihr gut geht, dann gibt sie gleich noch Tipps zum Ackerbau. Was macht die Autorin bitte beruflich – evtl. habe ich das überhört oder missioniert sie auch? Die nächste Frage, welche ich mir gestellt habe, ist, wer finanziert das ganze? Wie kann man 5 Jahre durch den Dschungel reisen und das auch noch mit einem oder mehreren Freunden? Haben die nichts zu tun, so als Häuptlinge und Unternehmer? Und so abgeschieden können auch die Dörfer nicht gewesen sein, wenn es Straßen, Autos, Strom, Handy, Laptop etc. gab. Einen Dschungel stelle ich mir anders vor. Woher hatte die Autorin die Kontakte und was verbindet gerade Micky mit ihr? Ich habe viele Fragen und insgeheim glaube ich, dass auch diese Handlung stellenweise sehr frei erfunden ist – ähnlich der Geschichte von der Meerjungfrau, welche im Buch wiedergegeben wird.

Erschreckt hat mich der Teil, als Kuegler ihren Blutdurst beschreibt und auch hier gibt es Widersprüche. Sie erzählt auf eine Art, dass sie Kleintiere gejagt hat bzw. das sie es kann (bspw. Fledermäuse) und schafft es dann nicht ein angebundenes Wildschwein zielgenau zu treffen, weil ihr die Übung fehlt? Sie beschreibt einen Blutdurst, der sie zum Töten antreibt, sie muss jagen, damit dieses Verlangen gestillt wird. Sie beschreibt aber auch, dass die Naturvölker nie aus Blutdurst jagen, woher hat sie diesen denn? Ganz schlimm wird ihr Verhalten dann, als ihr die Meinung gesagt wird, da zeigt sich, das in ihrem Kopf etwas ganz gewaltig klemmt!

Um noch etwas Positives loszuwerden: Madeleine Coco Sanders liest wahnsinnig emotional und sie war auch der Grund, warum ich die Geschichte bis zum Ende gehört habe.

Cover:
Das Cover wirkt mystisch und passt daher zur Handlung.

Fazit:
Der Handlungsstrang um Sabines Krankheit wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Die zahlreichen Wiederholungen aus Dschungelkind waren mir bereits bekannt und sind zudem stellenweise widersprüchlich, was es für mich schwierig macht, der Erzählung zu vertrauen. Den einzigen Stern vergebe ich für die hervorragende Sprecherin. Eine Lese- bzw. Hörempfehlung kann ich für dieses Buch nicht aussprechen.

Dschungelkind – Sabine Kuegler

Reiheninfo:
Dschungelkind
Ruf des Dschungels
Jägerin und Gejagte
Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind

Klappentext:
Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt. Unter archaischen Bedingungen wuchs sie im Dschungel West-Papuas auf. Heute lebt sie in Deutschland. »Angst habe ich erst hier kennen gelernt«, sagt sie. Und sie weiß, dass sie zurückkehren wird.Sabine Kueglers Geschichte beginnt, als sie mit fünf Jahren als Tochter deutscher Sprachforscher und Missionare nach West Papua kommt. Mitten im Urwald lebt die Familie mit dem Fayu-Stamm, der für Kannibalismus und unvorstellbare Brutalität steht und dessen Menschen erst langsam lernen, zu lieben statt zu hassen, zu vergeben statt zu töten. Für die heranwachsende Sabine wird der Stamm jedoch zum Teil ihrer selbst, der Dschungel zur Liebe ihres Lebens: Sie ist keine Deutsche mehr, kein weißes Mädchen aus Europa, sie wird eine Eingeborene, die schwimmt und jagt, fühlt und handelt wie eine Fayu.Mit 17 Jahren wird Sabine auf ein Schweizer Internat geschickt, um ihren Schulabschluss zu machen – ein katastrophaler Einschnitt für sie. »Angst habe ich erst hier gelernt«, sagt sie. Und immer spürt sie Heimweh, eine Sehnsucht, die ständig in ihr brennt. Sie wird zurückkehren in den Dschungel, um für sich herauszufinden: Wo gehöre ich hin? Wer bin ich eigentlich, Fayu oder Europäerin?

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Titel: Dschungelkind
Autor: Sabine Kuegler
Sprecher: Elena Puszta
Verlag: rb media
Länge: 461 Minuten
ASIN: ‎B0DKK3HHHS
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Info zur Rezivorgeschichte:
Ich hatte Dschungelkind 2005 gelesen, als das Buch erschienen ist, fand ich es interessant und eindrucksvoll. Dass es danach noch mehrere Bücher zum Thema gab, ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Erst kürzlich entdeckte ich dann „Ich schwimme nicht mehr da, wo die Krokodile sind“ und hörte es mir an. In Teil 4, wie ich mittlerweile weiß, wurden viele Sachen aus Dschungelkind wiederholt und weil ich einiges anders in Erinnerung hatte, habe ich daher „Dschungelkind“ als Hörbuch gehört.

Inhalt:
Sabine Kuegler lebt mit ihren Eltern und ihren zwei Geschwistern in unterschiedlichen Teilen der Welt. Den Großteil ihrer Kindheit verbringt sie dabei in Westpapua, im Urwald, bei den Fayu-Stämmen.

Meinung:
Als ich das Buch 2005 das erste Mal gelesen hatte, war ich fasziniert von den vielen Eindrücken, welche Sabine Kuegler aus ihrem Leben schildert. 21 Jahre später, mit mehr Lebenserfahrung, kann ich mich dem nur noch teilweise anschließen. Der zeitliche Ablauf springt sehr stark und tatsächlich widerspricht sie sich auch in einigen Bereichen. Bspw. der Aufenthalt in Deutschland, Kindergartenbesuche, das Leben und die Ausbildung bei den Fayu, die Rolle ihrer Eltern.
Beim jetzigen Hören hatte ich daher ein sehr durchwachsenes Gefühl. Zudem bin ich auch mit der Stimme und den Emotionen von Elena Puszta (als Sprecherin) nicht ganz zurechtgekommen, es war mir zu distanziert.
Die Geschichte wirkt nicht ehrlich, sondern aufgehübscht, um Sachen zu verbergen, nur welche? Ich mag mich evtl. auch täuschen, aber wäre alles so gelaufen, wie die Autorin schreibt, dann war doch alles gut. Wenn aber alles gut war, warum ist die Familie so oft umgezogen? Warum verbringen Sprachforscher, auch Jahre nachdem sie die Sprache erfolgreich erforscht haben, noch Zeit mit den Fayu und lehren sie rechnen, schreiben und eine fremde Sprache? Ging es nicht doch eher darum, den wilden Stamm zu missionieren? Schließlich haben sich die Fayu von einigen ihrer Traditionen (bspw. Begräbnisse) abgewandt und verhielten sich eher christlich. Ein paar Anspielungen und Bibelzitate erwähnt Kuegler, aber kann es in einer Familie mit missionierender Tätigkeit wirklich nur so wenig gewesen sein? Warum sind so viele Details in der Handlung wässrig beschrieben?
Das Einzige, was wirklich ausführlich aufgeführt ist, ist die Angst und die Panik, welche Sabine außerhalb des Urwaldes hat. Sie versteht so wenig und ritzt sich aus Verzweiflung – kein Wort über Hilfe, welche sie erhalten hat, kein Wort, warum sie scheinbar immer allein dasteht – und das, obwohl sie auch schreibt, dass sie Menschen hat, die ihr nachstehen. Wo sind die denn hin?
Die Handlung wirkt damit nicht nach einem Buch, was über das Leben bei den Fayu aufklären soll, sondern nach einem ernsten Hilfeschrei (mit Geld-Druck-Charakter).

Cover:
Das Cover wäre mit einem Fayu authentischer.

Fazit:
Zahlreiche Ungereimtheiten, Zeitsprünge und vieles nur oberflächlich. Statt eines tiefen Einblicks in das Leben der Fayu stehen Sabines persönliche Ängste und ihre Schwierigkeiten außerhalb des Urwalds im Mittelpunkt – ein Aspekt, der zwar berührt, aber gleichzeitig unvollständig erzählt wirkt. Insgesamt bleibt für mich der Eindruck, dass viel Potenzial verschenkt wurde, daher nur 2 Sterne für eine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Eine Empfehlung gibt es nicht wirklich – Leseproble anschauen und selbst entscheiden.