Killer Trail: Dreh dich nicht um – Eliza Jabore

Klappentext:
Verrate niemals einen Serienkiller.

Jade geht mit ihren besten Freundinnen Stef und Zoe wandern. Auf dem Bones Hollow Trail trieb früher ein Serienkiller sein Unwesen, aber der wurde längst gefasst – oder? Als Stef sich den Knöchel verletzt, bleibt den dreien nichts anderes übrig, als einen zwielichtigen Einsiedler um Hilfe zu bitten. Doch als die Situation außer Kontrolle gerät, ist der nicht das einzige Problem. Denn plötzlich sind sich die Freundinnen nicht mehr sicher, ob sie einander überhaupt trauen können.

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Titel: Killer Trail – Dreh dich nicht um
Autor: Eliza Jabore
Sprecher: Ann-Kathrin Hinz
Verlag: Aufbau Audio
Länge: 472 Minuten
ASIN: ‎B0H4HH89L6
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Drei Freundinnen wandern jedes Jahr, um eine schöne Zeit zu haben. Dieses Jahr wird es eine Gegend, in der früher ein Serienmörder sein Unwesen treib …

Meinung:
Der Klappentext klang spannend, denn was steht zwischen den Freundinnen? Ich war so neugierig und wurde so bitter enttäuscht! Denn gleich zu Beginn wird klar, was die drei als Freundschaft definieren, deckt sich nicht mit meiner Interpretation von Kameradschaft und Verbundenheit.
Zoe scheint die Alleinherrscherin zu sein, das, was Zoe möchte, wird auch gemacht. Sie ist dermaßen unsympathisch und zickig, dass ich immer wieder ihr Alter hinterfragte. Die drei sind um die dreißig Jahre alt und kennen sich seit der Schule. Was verbindet diese unterschiedlichen Charaktere und warum sind sie befreundet? Das erschließt sich im ganzen Buch nicht. Stef ist Zoe hörig, sie macht alles, was ihr gesagt wird und scheint eine absolute Mitläuferin zu sein. Jade wirkt als einzige irgendwie normal. Eventuell liegt es auch daran, dass sie diese Geschichte erzählt und deshalb greifbar ist. Als die Handlung später brutaler wird, scheint aber auch bei Jade ein sehr großer Teil Naivität in den Vordergrund zu rücken, denn ihr Verhalten ist anders nicht zu erklären. Es ist schwer einer Geschichte zu folgen, wenn die Hauptpersonen nicht harmonieren, sehr unfertig dargestellt und auch von Nebenfiguren als „Kindchen“ betitelt werden. Der Einsiedler hingegen hat mir gut gefallen, er wirkte authentisch und wenn man ihm einfach mal zugehört hätte, anstatt seine Hütte zu zerlegen, wäre einiges anders gekommen. Bei der Aktion – ohne Spoilern zu wollen – hätte ich zwei der drei Mädchen eigenhändig zerlegt!
Das die Handlung dann weitergeht, wie sie eben weitergeht, ist bedauerlicherweise vorhersehbar und so verliert das Hörbuch ab diesem Punkt seine Spannung. Mich hat es auch geärgert, wie unbedarft die Mädchen (ich kann sie einfach nicht als Frauen wahrnehmen) ihren Weg fortsetzen und wie leichtfertig dann das Ende formuliert wird. Es ist schlichtweg unbefriedigend, wobei man so viel aus der Thematik hätte machen können.

Cover:
Das Cover sieht sehr mörderisch aus – ein Wildtier im Fokus, zur Jagd freigegeben.

Fazit:
Interessante Idee, leider sind die Charaktere unpassend, sodass die Story gleich zu Beginn schon unglaubwürdig ist und darauf lässt sich schlecht aufbauen. Daher gibt es nur 2 Sterne und eine Empfehlung nur an Fans von Splatter-Literatur.

Ich bedanke mich bei Aufbau für das Rezensionsexemplar.

Keine Angst, Darling – Vera Buck

Klappentext:
Millionen wollen sein wie sie.
Doch ihr Leben ist eine gefährliche Lüge.

In der Luxussiedlung Santa Familia in Florida hat Lea endlich, wonach sie sich immer gesehnt hat: ein sicheres Zuhause, eine Tochter, die sie über alles liebt, und einen Mann, der sie auf Händen trägt. Für ihr schillerndes Leben wird sie online von Millionen gefeiert – nur ihre Schwester Paula misstraut der makellosen Inszenierung. Als Lea plötzlich verstummt, reist Paula besorgt von Deutschland nach Florida. Doch in der Sancta Familia ist ihre Schwester nicht. Ihr Mann behauptet, sie sei in einem Retreat. Aber warum gibt es kein Lebenszeichen? Je tiefer Paula in die scheinbar heile Welt der Siedlung eindringt, desto sichtbarer werden die Risse: Strenge Regeln erfordern bedingungslosen Gehorsam. Und Frauen, die sich widersetzen, verschwinden …

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Titel: Keine Angst, Darling
Autor: Vera Buck
Verlag: Lübbe
Länge: 475 Seiten
ASIN: ‎B0GWR4BZYJ
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Frauen brauchen Sicherheit und die bekommen sie zu Hause, von ihrem Mann. Daher sollte sich die Frau auch dankbar zeigen und ihren Mann vergöttern. Dieses Bild stellt Lea in Social Media zur Schau und begeistert viele Menschen mit ihrem Lebensstil. Nur Paula, Leas Schwester ist nicht überzeugt und als Lea dann nichts mehr postet, sucht Paula nach ihrer Schwester …

Meinung:
Bereits der Debütroman „Runa“ von Vera Buck hat mich vor 10 Jahren mehr als begeistert und mit „Keine Angst, Darling“ schafft es die Autorin wieder, mich zu fesseln und mit extrem vielen Gedanken zurückzulassen.

Der Roman behandelt viele Themen sehr differenziert u. a. das Frauenbild der Moderne im Gegensatz zur Tradition, häusliche Gewalt und Übergriffigkeit im öffentlichen Raum, Glaubenssätze sowie Social Media und bringt diese Themen damit sehr präsent in den eigenen Kopf ohne zu bewerten oder zu urteilen.
Die Handlung ist logisch aufgebaut und ist in mehrere Erzählweisen aufgeteilt. So gibt es die Geschichte von Paula in der Gegenwart, die von Lea vor dem Verschwinden, ein Haushaltsbuch als Tagebuch und Transkripte von Podcast und Social Media Posts. Es ist also sehr lebendig und zeigt (aufgrund der Transkripte) auch gleich die Marketingstrategien in Social Media auf.
Der Schreibstil ist flüssig und absolut punktiert, auch wenn ich zu Beginn etwas Bedenken hatte, dass ich mir nun Transkripte von perfekten Hausfrauen durchlesen muss, war ich absolut positiv überrascht, wie gut die Beschreibungen waren und das es genau das ist, was den Sog zur Nachahmung vertieft.

Die Charaktere entwickeln sich. Sehr interessant sind die langsam eingebauten Routinen, welche die Personen verändern. Es ist für außenstehende sehr schwer nachzuvollziehen, warum man sich (in gewissen Bereichen) manipulieren lassen kann, andererseits geht es in anderen Phasen sehr schnell und diese Dynamik zeigt Vera Buck anhand vieler Beispiele und die haben wir alle selbst in der Hand. Laufen wir vor der Arbeit zum Bäcker oder nutzen wir einen Drive-thru, um den Weg zur Arbeit ohne Fußmarsch schneller hinter uns zu bringen? Wir werden nicht gleich faul, aber wir gewöhnen uns daran und laufen dann weniger. Es sind Feinheiten, welche uns in Bahnen lenken, die wir später als normal empfinden und durch diese kleinen Routinen verändert sich das Leben und irgendwann findet man so vieles normal, was wir uns vor einiger Zeit nicht einmal vorstellen konnten. Diese Art der Manipulation ist perfekt dargestellt und bietet zudem gleich an, das eigene Verhalten zu hinterfragen und oder zu optimieren.
Besonders gefallen hat mir Paula, ihre Stärke und auch ihr Umgang mit Fehlern. So will sie nur helfen, setzt sich aber auch mit ihrer Vergangenheit auseinander und offenbart tiefliegende Traurigkeit und die Erkenntnis, nicht immer richtig gehandelt zu haben und das sie aus Fehlern lernen kann. Dennoch steht sie zu sich und zu ihrer Familie. Sie ist stark, allerdings nicht übermenschlich – sie wirkt einfach gut gefestigt im Leben.
Lea hat viel durch im Leben und sucht daher nach Schutz und halt – einfach logisch! Dass sie sich über kleine Routinen immer mehr von sich selbst entfernt ist ihr bewusst, aber was wiegt stärker, das eigene selbst oder der Wunsch nach einem sicheren Leben? Eine sehr spannende und individuelle Frage, welche die Autorin perfekt gelöst hat. Im Nachwort gibt es weitere Informationen, welche sehr schlüssig sind.
Auch die anderen Charaktere sind sehr gut dargestellt, es gibt kein schwarz oder weiß, jeder hat etwas an sich, was ihn einzigartig macht und das auch bei Nebenfiguren!

Cover:
Das Cover sagt mir ehrlicherweise gar nicht zu. Die Farben beißen im Auge und spiegeln nicht den Inhalt wider. Eine glückliche Familie vor einem gepflegten Haus wäre passender gewesen. So wie Paula es in einer Szene beschreibt: Passend für eine Werbepostkarte für Sancta Familia.
Den Farbschnitt (Paperback) finde ich dagegen grandios!

Fazit:
Ein absolutes must read! Für jeden Thrillerfan und wer sich mit manipulierendem Verhalten, Social Media und dem Frauenbild in der Moderne und Tradition beschäftigen möchte. Von mir gibt es daher 5 Sterne.

Ich bedanke mich bei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

Cursed for Good – Amy Coombe

Klappentext:
Prinzessin zu sein, ist gar nicht so leicht: Die kleinen Feen im Königsgarten beißen, die schönen Kleider zwicken, und zwischen den vielen Reisen, Eröffnungszeremonien und königlichen Bällen bleibt kaum Zeit zum Lesen. Als Tandy verflucht wird, in einem Buchladen zu leben, bis sich ihr Herzenswunsch erfüllt, ist das daher wie ein wahr gewordener Traum. Endlich hat sie alle Zeit der Welt, sich ihren Büchern zu widmen – nur eine pubertierende Shopassistentin (ihre Drachenflügel stoßen ständig die Regale um) und ein bücherstehlender Pirat (er ist attraktiver, als es gut für ihn – und Tandy – ist) machen ihr das Leben schwer. Zudem sind Tandys Eltern gar nicht begeistert. Sie entsenden die sieben Prinzen der umliegenden Reiche, um Tandy zu umwerben und von ihrem Fluch zu befreien. Denn ist es nicht der Herzenswunsch einer jeden Prinzessin, ihren Prinzen zu finden? Oder doch eher einen sexy Piraten?

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Titel: Cursed for Good
Autor: Amy Coombe
Verlag: Kyss
Länge: 434 Seiten
ASIN: ‎B0FXW17B8F
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Tandy ist verflucht und muss so lange in einem Buchladen leben, bis sich ihr Herzenswunsch erfüllt, aber was ist, wenn es schön ist, in einem Buchladen zu leben?

Meinung – mit Spoilern:
Nach dem Lesen des Klappentextes wollte ich das Buch lesen, denn was gibt es schöneres, als in einem Buchladen zu leben? Dass der Klappentext allerdings den kompletten Inhalt wiedergibt, damit hatte ich nicht gerechnet.
Tandys Welt wird nicht erklärt, es wird vorausgesetzt, das man weiß, was Dragona, Halblinge etc. sind und das man sich diese auch so vorstellt, wie es die Autorin getan hat, denn sonst wirken ihre beiläufigen Beschreibungen gar nicht. Auch die Namen der Figuren sind zwar typisch Fantasygeschichte, sehr lang, unaussprechlich und lassen keinen Rückschluss auf die Art des Wesens zu, aber stellenweise hat man es dann doch übertrieben und so viele Buchstaben in unaussprechlicher Reihenfolge ergänzt, das es einfach keinen Spaß mehr machte, da hilft es dann auch nicht, das alle einen Spitznamen bekommen, der sehr kurz ist. Das Setting ist daher eher befremdlich und wenig einladend und so bleiben die Figuren blass und wirken konstruiert. Als Tandys Eltern dann die Prinzen zu ihr schicken, um sie vom Fluch zu befreien wird es fast lächerlich. Einer ist verrückter als der andere und die Frage war nur noch, welches Trauma versucht die Autorin zu kaschieren – in der Danksagung wird dann auch das gelöst. Die Handlung zieht sich unwahrscheinlich, springt immer wieder zwischen Tandys Gedanken und Unterhaltungen. Gerade die letzten 100 Seiten sind unwahrscheinlich zäh. Weil jede Figur das Gespräch mit „Aha“ und „Oh“ kommentieren muss und alle alles verstehen, nur Tandy nicht und dann wird das von jedem erklärt und wieder von allen mit kurzen Lauten kommentiert. Es ist wirklich extrem nervig! Das dämlichste allerdings, der Fluch wird nur dadurch gelöst, dass Tandy ihren Wunsch äußert, umgesetzt wurde er zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht!

Cover:
Das Cover ist niedlich gestaltet und passt zum Inhalt, vor allem der Farbschnitt auf dem Paperback ist gelungen.

Fazit:
Ein Buch ohne klare Zielgruppe, absolut vorhersehbar und übertrieben konstruiert. Daher gibt es von mir nur 2 Sterne und keine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich bei Rowohlt für das Rezensionsexemplar.

Ach du Liebesglück – Kristina Valentin

Klappentext:
Ein kleiner Bauernhof am Meer – klingt idyllisch und romantisch? Nicht für Lilly, denn sie wohnt dort mit ihrem siebenjährigen Sohn, dem kauzigen Untermieter und einer bissigen Gans. Aber dann zieht Lilly mit ihrem Traktor das Auto eines gut aussehenden Surfers aus dem Sand, und ein geheimnisvoller Hausgast mit sehr blauen Augen quartiert sich unerwartet in ihre Ferienwohnung ein. Und auf einmal sieht es fast so aus, als könnte es mit der Liebe doch noch klappen …

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Titel: Ach du Liebesglück
Autor: Kristina Valentin
Verlag: Tolino media
Länge: 284 Seiten
ASIN: ‎B0B24MH9WH
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Als Lilly von ihrer Nachbarin gefragt wird, ob sie glücklich ist, fängt Lilly an alles zu hinterfragen und sucht das Glück – ob sie es findet?

Meinung:
Bisher konnten mich alle Bücher von Kristina in eine wundervolle Welt entführen und so ist es auch mit diesem Werk. Gleich zu Beginn baut sich eine wundervolle Welt in meinem Kopf auf und die Figuren beginne zu leben. Sie sind so sympathisch, unterschiedlich und entwickeln sich mit der Zeit. Gerade Lilly macht in der Geschichte unwahrscheinlich viele Fortschritte, ohne dabei übermenschlich zu wirken. Das ist motivierend sowie ansprechend. Auch die anderen Figuren (sei es nun die Gans, der Hund oder ein Hahn) bekommen ihren Raum und sind ein fester Bestandteil des allgemeinen, gemütlichen Chaos in der Handlung. Es bleibt dauerhaft turbulent, geheimnisvoll, romantisch und natürlich witzig verrückt. Sehr angenehm zu lesen und perfekt, um die reale Welt für eine Zeit auszublenden. Denn wie Lilly so schön auf S. 175 bemerkt: Nervös an den Nägeln kauend starre ich wie paralysiert auf den Bildschirm. Nach zehn Minuten halte ich es nicht mehr aus und schalte den Fernseher ab. Wenn die Welt untergeht, möchte ich vorher nicht in Kenntnis gesetzt werden.

Cover:
Das Cover ist so niedlich mit den Hühnern und bunt und durcheinander – es passt einfach perfekt!

Fazit:
Ein absolutes must read für alle, die eine romantisch-geheimnisvolle Geschichte an der Nordseeküste genießen möchten. Tolle Figuren, super Handlung. Wer Kristina kennt, wird es lieben und die, die sie nicht kennen, sollten hier anfangen zu lesen! 5 Sterne.

Die revolutionäre Kraft des Fühlens: Wie unsere Emotionen uns befreien – Maria Sanchez

Klappentext:
Aufbruch in ein neues Ich
Maria Sanchez erklärt aufschlussreich und einfühlsam, wie unsere Vergangenheit unsere Gegenwart prägt. Schritt für Schritt lernen Leser, sich selbst im Leben neu zu begegnen. Maria Sanchez zeigt, wie wir unsere Emotionen als Schlüssel zur Heilung von Körper und Geist einsetzen können. Fallbeispiele aus ihrer Praxis, zahlreiche anschauliche Illustrationen und Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels runden das Buch ab.

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Titel: Die revolutionäre Kraft des Fühlens: Wie unsere Emotionen uns befreien
Autor: Maria Sanchez
Sprecher: Maria Sanchez
Verlag: GU / Eigenverlag / Mainwunder
Länge: 212 Seiten / 400 Minuten
ASIN: ‎B07L9DG5FC / ISBN: 9783982773391
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Was sind Emotionen und Gefühle und wie entstehen diese? Was macht uns krank und wie gehen wir gesund mit uns selbst um?

Meinung:
Das Buch ist 2019 bei Gräfe und Unzer erschienen, das Hörbuch 2026 im Eigenverlag / Mainwunder und wurde von der Autorin selbst eingesprochen.
Die Audioaufnahme ist gut, allerdings liegt mir der Sprachfluss von Maria Sanchez nicht. Sie macht Pausen an Stellen, an die keine Pause gehört und daher muss man sich unglaublich konzentrieren, um zu verstehen, was sie einem nun erzählen möchte. Zudem weist sie zu Beginn daraufhin, dass sie im Buch die weibliche Form verwendet und gendert dann zusätzlich, das klingt alles furchtbar. Wenn man sich daran gewöhnt hat, muss man sich an ihr Konzept der „inneren Kinder“ anpassen. Die Autorin unterteilt in das „geliebte Kindsystem“ und das „ungeliebte Kindsystem“ und kritisiert sämtliche anderen Formen – sei es nun ein bewusster Umgang mit sich selbst bzw. Achtsamkeit, Meditation oder andere Formen der Selbstoptimierung. Alles ist ihrer Meinung nach nur eine Verdrängung des ungeliebten Kindsystems und kann nicht zu einer Selbstheilung führen. Ihr Ansatz, so betont sie immer wieder, ist daher der einzig Wahre Weg, um aus seinem Trauma herauszufinden. Sie hat ihre Methode an sich selbst entwickelt (schwierige Kindheit und Traumata) und konnte nur mit ihrer eigenen Hilfe aus ihren Süchten entkommen. Als erfahrene Therapeutin stellt sie auch Fälle aus ihrer Praxis vor, welche mit anderen Methoden versagt haben und nur mit ihrer Hilfe geheilt werden konnten. Damit einem dies auch gelingt, gibt es immer wieder kleine Übungen zum Mitmachen, das Problem: wenn man keine Probleme in diesem Bereich hat, soll man das Kapitel überspringen, wenn man ein Problem erkannt hat, gibt es nach dem Selbsttest keine Hilfe. Sie sagt dazu: Die Selbstoptimierung mit ihrem Programm ist komplex und gehört in die Hände eines guten Therapeuten oder man probiert sich halt auf seinem eigenen Weg selbst. Auf eine Art hat sie recht: Jeder Mensch hüpft auf seinem Lösungsweg nicht gleichmäßig von A nach B, sondern eventuell über D und H nach C und das kann keine Methode vorhersehen. Andererseits ist es so wahrscheinlich für viele Lesende nur eine Werbelektüre, ohne Mehrwert.

Cover:
Das Cover suggeriert auf den ersten Blick Freiheit, Leichtigkeit, anderseits ist man immer noch an die Schaukel gefesselt. Ein bisschen passt es daher zum Inhalt, denn wirkliche Leichtigkeit erhält man mit dem Inhalt nicht.

Fazit:
Eine Werbebroschüre für ein System, das alle anderen kritisiert. Daher ist das Buch nur eingeschränkt zu empfehlen und ich vergebe nur 2 Sterne. Es sind ein paar interessante Denkansätze vorhanden und man hinterfragt eventuell mehr, allerdings bietet das Buch keine Lösungen und ist kompliziert vorgetragen. Eine Empfehlung gibt es daher nur an jene, welche sich schon viel mit Selbstoptimierung beschäftigt und noch nicht das passende, für sich, gefunden haben.

Ich bedanke mich bei Maria Sanchez für das Rezensionsexemplar.