Scandor – Ursula Poznanski

Klappentext:
Es ist eine Challenge der besonderen Art, auf die Philipp und Tessa sich einlassen: Hundert Menschen treten an, um einen einzigartigen, unfehlbaren Lügendetektor zu testen: Scandor. Er begleitet die Kandidaten rund um die Uhr, wittert jede Ausflucht, jede Schwindelei. Wer lügt, fliegt aus dem Rennen und muss sich als Buße seinen tiefsten Ängsten stellen. Die Person hingegen, die am Ende übrig bleibt, erhält ein Preisgeld von fünf Millionen Euro.
Doch nicht alle spielen fair. Und es gibt jemanden, der sich auf die Suche nach einer ganz besonderen Wahrheit gemacht hat …

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Titel: Scandor
Autor: Ursula Poznanski
Sprecher: Jens Wawrczeck
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 741 Minuten
ASIN: ‎B0D37M7RNX
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
5 Millionen Euro und alles, was du tun musst, ist die Wahrheit zu sagen. 100 Personen nehmen an diesem Lügendetektor-Spiel teil, und wer am längsten Durchhält gewinnt…

Meinung:
Der Klappentext klang vielversprechend und ich mag Jugendthriller, allerdings konnte mich „Scandor“ nicht immer abholen. Jens Wawrczeck liest gut, er konnte mich schon bei „Thalamus“ begeistern und so konnte ich gleich in die Handlung von „Scandor“ eintauchen. Die Idee ist genial. Ein Lügendetektor auf Zeit, komplett am Körper integriert und jeder kann selbst entscheiden wie weit man gehen möchte. Die Konsequenzen wurden von jedem Teilnehmenden selbst festgelegt und das Spiel ist freiwillig. Doch dann fangen die Widersprüche an: Der eigene Wetteinsatz muss so gewählt sein, dass wenn man verliert, das Schlimmste tun muss, was man sich vorstellen kann. Man darf sich und andere aber nicht verletzen und es darf nicht gegen das Gesetz verstoßen. Einige Einsätze gehen aber deutlich darüber hinaus, wenn man aus Todesangst fast stirbt, hat es sehr wohl etwas mit Selbstverletzung zu tun. Es wird immer wieder betont, wie arm Tessa ist, dass sie allerdings eine eigene Wohnung hat und sich mindestens jede Woche die Haare nachfärben muss (sie trägt Blau, was sich hinaus wäscht), wird dabei übergangen. Als Scandor richtig läuft, kommt die Autorin mit den Nummern, Namen und Ausfällen durcheinander. Es wirkt dann absolut konstruiert und leider ist das Ende schon ab der Hälfte ersichtlich. Die Auflösung ist zwar nochmals spannend-intensiv, aber man hätte viele Sachen deutlich straffen können, dann wären die Verzettlungen wahrscheinlich auch nicht passiert. Für einen Jugendthriller hätte ich mir mehr Persönlichkeit der Charaktere erwartet. Die End-Vierziger in der Handlung gehen mit den 19-Jährigen um, als wären sie Kinder. Es wird immer betont wie jung sie sind.
Was ich sehr gelungen fand, waren die Schilderungen der Notlügen. Wann sagen wir etwas aus Höflichkeit, wann zur Beschwichtigung oder weil wir die Gefühle von Familie, Freunden und Bekannten nicht verletzten möchten – ein sehr interessantes Thema, über das jeder einmal nachdenken sollte.

Cover:
Mit dem Cover kann ich nichts anfangen. Es wirkt zwar technisch, aber passt nicht zur Beschreibung im Buch.

Fazit:
Ein interessantes soziales Projekt, hinter dem sich eine spannende Jagd nach einer Lüge verbirgt. Stellenweise zu lang und phasenweise konstruiert. Dennoch perfekt durch Jens Warczeck umgesetzt. Ich vergebe 3 Sterne, weil ich die Idee und die Lesung für gelungen halte. Eine Empfehlung geht an jene raus, die Spaß an Geschichten mit Gesellschaftsprojekten haben und Krimis lieben.

Ich erklär das jetzt mal psychologisch…: Über Gefühle, Beziehungen und gesellschaftliche Schieflagen – Stefanie Stahl

Klappentext:
Wie Selbstreflexion unser Leben verändert: Psychologische Betrachtungen über das Ich, das Wir und die Welt.
Warum regen uns Kleinigkeiten so auf?
Warum verlieben wir uns in die Falschen?
Und warum spaltet mangelnde Selbstreflexion ganze Gesellschaften?

In ihrem neuen Buch blickt Stefanie Stahl – Deutschlands bekannteste Psychotherapeutin und Bestsellerautorin – mit gewohntem Tiefgang und einer guten Portion Humor auf die menschliche Psyche. In klugen und lebensnahen Essays erzählt sie von den Mechanismen, die unser Denken, Fühlen und Handeln prägen: von Glaubenssätzen und Selbsttäuschungen, von Beziehungsmustern und Bindungsangst, von dem ewigen Versuch, die Kontrolle zu behalten und davon, wie befreiend es ist, sie loszulassen.
Mit psychologischer Klarheit und liebevoller Ironie zeigt Stefanie Stahl, warum Selbstreflexion keine Selbstoptimierung ist, warum es manchmal Mut braucht, nichts zu tun, und warum wir alle ein bisschen „ganz normal verrückt“ sind.
Ein Buch für alle, die wissen wollen, warum sie so sind, wie sie sind, und wie es trotzdem leicht(er) gehen kann.

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Titel: Ich erklär das jetzt mal psychologisch…: Über Gefühle, Beziehungen und gesellschaftliche Schieflagen
Autor: Stefanie Stahl
Sprecher: Stefanie Stahl
Verlag: Arkana
Länge: 345 Minuten
ASIN: ‎B0GYVDCPSG
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Stefanie Stahl berichtet in ihrem neuen Buch darüber, warum wir alle ein bisschen normal verrückt sind.

Meinung:
Es ist mein zweites Hörbuch von Stefanie Stahl, aber mein erstes, welches von ihr direkt gelesen wird. Ich muss gestehen, dass ich ihren Podcast nicht kenne und daher etwas erschrocken über ihren Sprachfluss war. Die Autorin hat eine schwere Zunge, ihre Stimme klingt daher verwaschen und auch die Betonung schwankt stark. Ich empfand dies als unangenehm und hatte so meine Schwierigkeiten damit die Thematik ernst zu nehmen. Auch habe ich einen roten Faden im Buch vermisst. Es wirkte nach starken Sprüngen in den Gedanken. Einige Themenkomplexe, welche die Psychologin aufgreift, fand ich absolut wertvoll, andere konnten mich nicht abholen. Gerade am Ende, als ein Chatverlauf mit KI vorgetragen wurde, hat mich Stefanie Stahl verloren. Es sollte mittlerweile klar sein, dass die KI eine Maschine ist und keinen Menschen ersetzen kann. Dass die Autorin die KI mit Liebling anspricht und ein sehr vertrautes Verhältnis mit dem Bot hat, hat mich tatsächlich verstört. Zumindest konnte ich nicht heraushören, dass diese Sequenz nur als stilistisches Mittel genutzt worden wäre. Zudem möchte ich noch erwähnen, dass es auch wieder um die „Schattenkinder“ in einem selbst geht. Es wird allerdings nichts dazu erklärt. Es ist also definitiv von Vorteil sich mit dem vorherigen Buch „Das Kind in dir muss Heilung finden“ vorab zu beschäftigen.

Cover:
Das Cover wirkt ruhig und offen für Gespräche. Es passt zum Inhalt.

Fazit:
Ich empfehle zwingend eine Hörprobe! Der Inhalt ist stark schwankend von „kann man brauchen“ bis „oh bitte nicht“. Ob ich das Buch gelesen hätte, wage ich mittlerweile zu bezweifeln, selbst beim Hörbuch musste ich mich immer wieder zwingen. Daher vergebe ich nur 2 Sterne. Eine Empfehlung geht nur an jene, welche sich bereits mit Stefanie Stahl und ihren Ansichten beschäftigt haben.

Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte: Eine herzerwärmende Geschichte über Achtsamkeit, buddhistische Lebenskunst und die Suche nach innerem Frieden – Bokyeong Sunim

Klappentext:
Ein buddhistisches Weisheitsbuch der besonderen Art
Was passiert, wenn ein buddhistischer Mönch, der die Stille der Berge sucht, plötzlich Besuch von einer eigensinnigen Straßenkatze bekommt? Nach mehr als einem Jahrzehnt im hektischen Seoul zieht sich der Mönch Bokyeong in ein ruhiges Bergkloster zurück. Doch mitten im eisigen Winter taucht ein unerwarteter Gast vor seiner Tür auf: eine Katze, die gekommen ist, um der Kälte zu entfliehen. Was als vorübergehende Hilfe mit etwas Nahrung und Unterschlupf beginnt, entwickelt sich schnell zu einer tiefen Verbindung. Die Katze bleibt. Und sie wird zu seinem größten Lehrmeister.
Eine herzerwärmende Reise zur inneren Ruhe
In diesem berührenden südkoreanischen Bestseller (basierend auf einer wahren Geschichte) nimmt dich Autor Bokyeong mit in seinen beschaulichen Alltag. Durch die behutsame Annäherung zwischen Mensch und Tier entfalten sich sanfte Betrachtungen über das Leben. Die Katze bringt dem Mönch zwei wesentliche Dinge bei: aufmerksam zu beobachten und geduldig zu warten. Das Buch verbindet auf wunderbare Weise die östliche Philosophie mit alltäglicher Lebenskunst und zeigt dir, wie du inmitten einer lauten Welt deinen ganz eigenen, friedvollen Rhythmus findest.
Ein spirituelles Buch zum Innehalten:

  • Die Kunst des Loslassens: Lerne von der Unabhängigkeit der Katze, wie du innere Freiheit findest und im gegenwärtigen Moment Zufriedenheit spürst.
  • Tiefgreifende Gelassenheit: Erfahre, wie du im gegenwärtigen Moment unerschütterliche Zufriedenheit spürst – egal, wie laut die Welt um dich herum ist.
  • Achtsamkeit im Alltag: Entdecke durch die kleinen, alltäglichen Interaktionen mit der Katze neue Sichtweisen auf Geduld, Koexistenz und Mitgefühl.

Diese bezaubernde Geschichte verwebt östliche Philosophie mit alltäglicher Lebenskunst. Sie beruhigt den Geist und wärmt das Herz. Die schönen farbigen Illustrationen sind modern, witzig und eine zusätzliche Einladung, innezuhalten und das Leben mit weicheren Augen zu betrachten.

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Titel: Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte: Eine herzerwärmende Geschichte über Achtsamkeit, buddhistische Lebenskunst und die Suche nach innerem Frieden
Autor: Bokyeong Sunim
Verlag: O. W. Barth
Länge: 181 Seiten
ASIN: ‎978-3426572405
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Eine Katze taucht im Kloster auf und lehrt den Mönch das Leben. Weil Bokyeong Sunim so viele Erfahrungen mit Nyangi gemacht hat, möchte er dies der Welt mitteilen.

Meinung:
Nach dem Lesen des Klappentextes habe ich viel erwartet und leider konnte mich der Inhalt nicht abholen. Der Schreibstil ist wirr, ob es nun an der Übersetzung liegt oder der Autor zerstreut ist, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, man muss beim Lesen absolut offen für schnelle Gedankensprünge sein.
Schon der Einstieg in die Handlung ist speziell, so beschreibt der Mönch seinen Alltag im Kloster und auch wie Mönche früher oder anderswo gelebt haben. Dann werden Textzeilen aus anderen Büchern und von anderen Autoren zitiert und wie wundervoll diese Werke doch sind. Klar ist, dass Bokyeong Sunim wahnsinnig gerne liest und auch viel Zeit damit verbringt. In den ersten Kapiteln geht es also eher darum. Dann taucht irgendwann die Katze auf. Tatsächlich bekommt Nyangi (der Kater) auch eine wörtliche Rede und sein „Miau“ wird fleißig abgedruckt. Neben den Gesprächen mit der Katze kommt der Mönch dann auf seine Kindheit zu sprechen, was Haustiere in Südkorea bedeuten und das es normal ist, den Hauskatzen den Schwanz zu kopieren. Dann springt es wieder in eine andere Richtung. So geht es dann leider das ganze Buch, ich konnte keine klare Linie finden und hätte mir mehr Buddhismus und Katze gewünscht, statt Buchzitate. Im Laufe des Buches nehmen dann die Geschichten von Schüler-Lehrer-Beziehungen zu, allerdings wird wenig erklärt, sondern viel abgeschweift. Es ist daher schwierig die 181 Seiten entspannt zu lesen, mit Achtsamkeit hat es dann auch wenig zu tun. Die Comiczeichnungen im Buch sind vereinzelt und nicht wirklich interessant. Die Fotos von Nyangi sind da schon niedlicher und am Ende der Lektüre zu finden.

Cover:
Das Cover finde ich sehr ansprechend und liebevoll gestaltet.

Fazit:
Ich empfehle zwingend einen Blick ins Buch, welche nicht nur das Vorwort abdruckt und empfehle das Buch nur an jene, welche sich mit fernöstlicher Präzisionsbeschreibung und vielen Abschweifungen anfreunden können. Mir war das Buch zu verwaschen und ich konnte mich daher nicht auf die Handlung einlassen. Deshalb vergebe ich nur 2 Sterne.

Ich bedanke mich bei O. W. Barth / Drömer-Knaur für das Rezensionsexemplar.

Her last Summer – Emily Freud

Klappentext:
Ein Backpacking-Trip durch das exotische Thailand sollte für Luke und Mari die Reise ihres Lebens werden. Doch nur einer von beiden kehrte zurück. Jetzt, zwanzig Jahre später, möchte Luke endlich erzählen, was damals passiert ist. Und die Filmemacherin Cassidy Chambers will diejenige sein, die die Wahrheit aufdeckt. Was ist mit Mari geschehen, als sie spurlos in Thailands Dschungel verschwand? Ist Luke wirklich so unschuldig, wie er beteuert? Doch je tiefer Cassidy in die Vergangenheit vordringt, desto mehr fürchtet sie die Wahrheit, die dort auf sie wartet … 

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Titel: Her last Summer
Autor: Emily Freud
Verlag: Piper
Länge: 415 Seiten
ASIN: ‎B0DHX7SQLS
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Luke und Mari gehen als Paar in den Dschungel, doch nur Luke kehrt zurück. Ein Spießrutenlauf beginnt und nach 18 Jahren möchte er sich endlich einer Journalistin anvertrauen und Cassidy will seine Geschichte unbedingt veröffentlichen …

Meinung:
Irgendwas hat mir gefehlt, aber ich kann immer noch nicht sagen, was es ist. Die Geschichte beginnt interessant, so stellt sich Cassidy vor und erzählt das Buch aus ihrer Perspektive. Dennoch bleibt sie dabei ziemlich blass und naiv. Es ist nicht ersichtlich, wie es diese Person geschafft haben soll, sich so einen Job und das Vertrauen des Chefs erarbeitet zu haben. Sie betont die ganze Zeit, wie gewissenhaft sie ist und ihr passieren nur Fehler. Es ist daher schwer mit ihr warmzuwerden und ihr diesen Job überhaupt zuzutrauen. Was mich richtig aufgeregt hat, war die Zeichnung von Cassidy als zerrissene Frau. Auf der einen Seite wollte sie immer die starke sein, auf der anderen das kleine Mädchen, was sich jedem an den Hals wirft, der ihr Aufmerksamkeit schenkt. Hat sie in ihrem Leben gar nicht gelernt? Luke ist auch nicht besser, nach 18 Jahren ist er zu glatt, zu weich und sagt dann auch noch ja, um mit dem Team in den Dschungel zurückzukehren? Ab diesem Zeitpunkt wurde die Geschichte dann wirklich unglaubwürdig und konstruiert. Die Fährten, welche gelegt wurden, sind schnell als diese entlarvt und das Ende, das konnte man sich dann leider auch schon denken. Man hätte das Buch mindestens 150 Seiten kürzer fassen können, denn es wiederholt sich auch so unwahrscheinlich viel.

Cover:
Das Cover ist gut gemacht, aber für die Geschichte hätte ich mir eher einen dichten Dschungel gewünscht, denn das ist Thema im Buch.

Fazit:
Ein Thriller für Einsteiger, denn wirkliches mitfiebern ging aufgrund der furchtbaren Charaktere und der stellenweise konstruierten Handlung nicht so gut. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.

Bin ich hier der Depp? Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen – Martin Wehrle

Klappentext:
Wenn die Tretmühle zur Klapsmühle wird – der alltägliche Wahnsinn am Arbeitsplatz.
Überlastung, angehäufte Überstunden und keine Chance, sie jemals abzubauen – muss ich mir das wirklich gefallen lassen? Das fragen sich Millionen Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue. Der Karriereberater und Bestsellerautor Martin Wehrle kennt den Wahnsinn in deutschen Firmen. Er zeigt auf, mit welchen Tricks Mitarbeiter ausgebeutet werden und weist Wege aus dem Hamsterrad.

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Titel: Bin ich hier der Depp? Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen
Autor: Martin Wehrle
Sprecher: Oliver Wnuk
Verlag: Random House
Länge: 131 Minuten
ASIN: ‎B00FN39DCU
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Das Hörbuch lebt von Erlebnissen aus der Arbeitswelt und zum Ende gibt es ein paar Tipps, wie man dem Wahnsinn entfliehen kann.

Meinung:
Das Buch erinnerte mich stark an „Noch so ein Arbeitstag, und ich dreh durch! Was Mitarbeiter in den Wahnsinn treibt – Martin Wehrle„. Mitarbeitende erzählen von ihren persönlichen Deppenerlebnissen und wie sie reagiert haben oder auch nicht. Es ist immer wieder erschreckend, was einige Menschen mit sich machen lassen und noch erschreckender, was man für Parallelen mit seinem eigenen Leben ziehen kann. Eventuell ist vieles noch nicht so schlimm, wie im Buch geschildert, aber der Weg dahin ist vielleicht nicht immer weit. Daher ist auch dieses kurze Buch ein Mehrwert, damit man aufwacht, genau hinschaut und hinterfragt. Es regt zum Denken und auch zum Handeln an! Oliver Wnuk hat zudem eine angenehme Stimme und liest in einem guten Tempo. Zwischendurch hatte ich sogar das Gefühl, dass auch er nicht immer glauben konnte, was er dort liest. Die Erlebnisse sind stellenweise schockierend und fast nicht zu glauben.

Cover:
Das Cover passt sehr gut, die Arbeit überhäuft den Mitarbeiter und der Chef redet frei auf die, nicht mehr durchblickende, Person ein.

Fazit:
Ein Buch, welches miese Praktiken in Firmen offenlegt, aber leider nicht viel Mehrwert für die Mitarbeiter bietet. Da hat Martin Wehrle schon bessere Bücher verfasst. Daher gebe ich nur 3 Sterne und eine Empfehlung nur an Leser, welche denken, dass ihr Job beschissen läuft. Hier kann man lesen / hören, dass es weitaus schlimmere Arbeiten gibt, als die eigene und daraus die eigenen Schlüsse ziehen.