April
12
Die bittere Gabe – Ellen Marie Wiseman
Cora

Klappentext:
Noch nie im Leben durfte die zehnjährige Lilly ihre Kammer auf Blackwood Manor verlassen. Die Menschen würden bei ihrem Anblick zu Tode erschrecken, so ihre Mutter. Umso erstaunter ist das Mädchen, als sie eines Tages mit in den Zirkus darf. Doch statt eine Vorstellung zu bestaunen, wird Lilly an die Freakshow verkauft und fortan als »Eisprinzessin« ausgestellt. Ihr Schicksal bessert sich erst, als sie entdeckt, wie gut sie mit den Elefanten umgehen kann. Aber erst zwanzig Jahre später wird ihr hartes Los gesühnt …

Titel: Die bittere Gabe
Autor: Ellen Marie Wiseman
Verlag: PIPER
Seiten: 464
ASIN: B072DTNYMD
Meine Bewertung: 2 Sterne gefällt mir nicht

Inhalt:
2 Erzählstränge, welche sich später auflösen. 2 Junge Frauen auf ihrem harten Weg zum erwachsen werden…

Schreibstil:
Zu Beginn konnte mich die Geschichte fesseln, als mir die Auflösung bzw. das Zusammenfließen der beiden Handlungsstränge klar wurde, empfand ich die Handlungen nur noch als langweilig. Durch konstruierte Unfälle / Schicksalsschläge / etc zog sich alles und wanderte von einer tragischen Erzählung in einen Roman zum Kopfschütteln. Der Schreibstil war von der ersten bis zur letzten Seite sehr einfach gehalten. Die Wortwahl entsprach nicht der Zeit, in der die Geschichte spielt, und auch nicht den Charakteren, welche als gebildet beschrieben wurden. Hier passte nichts zusammen. Viele Dinge wurden nicht aufgeklärt – waren sie doch nur Lückenfüller oder sorgten für Verwirrung. Schade war, dass der Umgang mit den „Freaks“ nicht herausgearbeitet wurde. Ellen Marie Wisman hat eine Thematik aufgegriffen, welche viel Potential hat, aber dies nicht im entferntesten aufgegriffen.

Charaktere:
Sie wirkten unfertig und immer genau so, wie sie gerade gut für die Handlung waren. Es war nicht möglich eine Sympathie aufzubauen und eine Konstante zu finden.

Cover:
Das Cover wirkt mystisch, passt aber nicht unbedingt zur Geschichte.

Fazit:
Ein Buch mit wenig Handlung und wenn, dann leider konstruiert. Von mir gibt es keine Leseempfehlung und daher nur 2 Sterne, diese gebe ich ausschließlich für den interessanten Beginn.

Ich bedanke mich beim Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

März
20
Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke – Martin Schörle
Cora

Klappentext:
Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert. Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist.

Einladung zum Klassentreffen
In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle … Inhaltlich eine Liebesgeschichte wagt das Stück den Spagat zwischen Komik & Tragik, Lachen & Weinen.

Titel: Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke
Autor: Martin Schörle
Verlag: Engelsdorfer Verlag
Seiten: 119
ISBN: 978-3960084082
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ich liebe Theater! Mindestens ein mal im Quartal genießen wir eine Vorstellung, ist es doch viel schöner als Kino, weil man halt live dabei ist und die Emotionen gleich mitbekommen kann und nicht erst den 24. Versuch auf einer Leinwand sieht, welcher dann auch noch zurecht geschnitten ist. Eine Vorstellung im Theater ist echt, daher freute ich mich sehr über das Buch von Martin Schörle und die Erfahrung ein Theaterstück – bzw zwei – zu lesen 😉

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Stücke ist leicht. Martin Schörle liefert – in kursiver Schrift – ein Szenenbild und beschreibt den oder die Charaktere. Dann geht es auch schon los. Die Texte sind witzig, satirisch, tiefgründig und bieten eine abwechslungsreiche Mischung. Ich muss gestehen, dass ich auch richtigen Spaß daran hatte die Texte vorzutragen und Freunden und Familie damit zum lachen zu bringen. Gerade der Winter lädt zu diesen Späßen ein und die Texte sind zudem immer wieder in kursiver Schrift, um Tätigkeiten oder Emotionen der Schauspieler noch eindringlicher darzustellen, erweitert. Hier kann sich also auch ausprobiert werden und das schmökern wird zu einem aktiven Akt.

Beide Stücke sind in ihrer Art anders. Im ersten geht es eher um das Leben eines Beamten, seine Zerstreutheit und Meinungen zu gewissen Dingen. Im zweiten Stück findet ein Dialog über das Leben und die Liebe statt.

Fazit:
Für Theatergänger ein großes „must read“ und für alle anderen: probiert es mal aus. Mir haben beide Stücke sehr gefallen. Daher 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich bei Martin Schörle für das Rezensionsexemplar.

März
10
Argeneau-Reihe 13: Vampir zu verschenken – Lynsay Sands
Cora

Reiheninfo:
Eine Vampirin auf Abwegen
Verliebt in einen Vampir
Ein Vampir zum Vernaschen
Immer Ärger mit Vampiren
Vampire haben’s auch nicht leicht
Ein Vampir für gewisse Stunden
Ein Vampir und Gentleman
Wer will schon einen Vampir?
Vampire sind die beste Medizin
Im siebten Himmel mit einem Vampir
Vampire und andere Katastrophen
Vampire küsst man nicht
Vampir zu verschenken

Klappentext:
Der attraktive Vampir Armand Argeneau ist ein wahrer Charmeur. Doch dass seine letzten drei Ehefrauen alle unter mysteriösen Umständen starben, macht ihn verdächtig. Eshe d’Aureus soll in Erfahrung bringen, ob er etwas mit dem Tod der Frauen zu tun hatte. Dabei verfällt sie schon bald selbst Armands Reizen. Doch dann kommt es zu einer Reihe rätselhafter Unfälle, die Eshes Leben in Gefahr bringen.

Titel: Vampir zu verschenken
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 368
ISBN: 978-3802587894
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Dieser Roman spielt zur gleichen Zeit wie sein Vorgänger „Vampire küsst man nicht“ und handelt von den Recherchen, um Nicholas zu entlasten. Bei diesen Ermittlungen verlieben sich Eshe und Armand, was zu vielen Turbolenzen führt.

Meine Meinung:
Ich kann es nicht oft genug sagen: Lynsay Sands schreibt einfühlsam, witzig und auf eine ganz besondere Art. Hier handelt es sich um eine sehr kriminalistische Geschichte, welche trotzdem sehr erotische Szenen mit einschließt. Ich bin leider kein Krimifan, weil ich immer mit rate wer der Mörder ist, und hier war ich sehr schnell auf der richtigen Fährte. Daher hatte ich auch nicht ganz so viel Spaß an diesem Buch. Dennoch war es interessant zu erfahren wie die Ermittlungen laufen und was nun zu dem Freispruch von Nicholas führte. Die Lösung blieb im letzten Band offen und daher ist das Lesen von „Vampir zu verschenken“ ein muss! Die Charaktere sind ja nun schon alle bekannt, auch Eshe spielte bereits in den anderen Bänden immer mal eine Rolle.

Cover:
Das Cover bebildert die Geschichte sehr gut.

Fazit:
Durch meinen richtigen Riecher hatte ich des Rätsels Lösung sehr schnell entdeckt und war etwas genervt von der langen Suche nach dem Mörder, daher nur 4 Sterne. Eine Leseempfehlung gibt es natürlich! Langsam ist die Argeneau-Sippe allerdings so angewachsen, dass der Stammbaum am Ende des Buches nicht wirklich ausreicht um alle Charaktere zu kennen, daher geht die Leseempfehlung eher an die komplette Reihe als nur an dieses Buch.

März
04
Highlander-Reihe 04: Ein Highlander zur rechten Zeit – Lynsay Sands
Cora

Reiheninfo:
Die Braut des Schotten
Mein rebellischer Highlander
Meine ungezähmte Highlander-Braut
Ein Highlander zur rechten Zeit

Klappentext:
Ihr Herz schlägt für die Highlands
Als ihr Halbbruder sie für ein paar Pferde verkaufen will, begreift Murine Carmichael, dass sie unter seiner Obhut nicht mehr sicher ist. Sie flieht in die Wildnis, wo sie auf Dougall Buchanan trifft. Der stolze Highlander hatte das schändliche Angebot ihres Bruder empört abgelehnt – nun ist er jedoch umso entschlossener, das Herz der schönen Murine für sich zu gewinnen.

Titel: Ein Highlander zur rechten Zeit
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 352
ISBN: 978-3736305519
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Montrose Danvries würde seine Halbschwester für ein paar Pferde an jeden Mann verkaufen. Als Murine dies erfährt, nimmt sie vorsorglich Reißaus, auf das Leben einer Dirne verzichtet sie lieber, schließlich ist sie eine Lady. Auf ihrer Flucht begegnet sie den schottischen Pferdehändlern, welchen sie als Tauschen angeboten wurde …

Schreibstil:
Ich liebe die Geschichten von Lynsay Sands. Sie sind immer gefühlvoll, witzig, sexy und bereiten beim Lesen einfach nur Freude. Allerdings ist Susanne Gerold wohl nicht die Übersetzerin der Wahl oder Lynsay Sands hat, beim Schreiben, absolut geschlampt! Es handelt sich um einen historischen Roman oder eher um eine Geschichte, welche vor vielen Hundert Jahren gespielt haben soll. Dann sollten gewisse Ausdrucksformen, Verhaltensregeln und Kosenamen bitte auch authentisch gewählt werden! Zudem beinhaltet der Text viele Rechtschreibfehler (darunter Wortwiederholungen, Satzfehlstellungen, vertausche Namen). Hinzu kommt, dass sich einige Abschnitte sehr in die Länge ziehen. Es passiert einfach nichts und die Auflösung der Geschichte ist ebenfalls schnell klar.

Charaktere:
Murine wirkt durch ihre Ohnmachtsanfälle künstlich schwach, dieses bemuttert werden passt nicht zu ihrer Persönlichkeit. Was mir gefallen hat war, dass sie durch ihre viel zu schlanke Gestalt ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle bekam. Mädels esst etwas!

Dougall gefiel mir gut. Allerdings wirkte er im Laufe der Geschichte immer mädchenhafter. Das was Murine an Stärke gewann, verlor er. Ob diese Anpassung als stilistisches Mittel genutzt wurde?!

Montrose war auch keine Konstante, er war wankelmütig. Es sah zwar immer so aus als ob er auf seinen Vorteil bedacht war, aber dafür hätte es etwas mehr Gehirn geben müssen 😉

Auch die anderen Charaktere wirkten fahrig und daher konstruiert.

Cover:
Das Cover ist ansprechend und macht Lust auf das Buch.

Fazit:
Mein erstes Buch der Highlander-Reihe und mein letztes. Ich bin wunderbar in die Geschichte reingekommen, man muss die anderen Teile also nicht gelesen haben. Aber die Übersetzung mit der faden Story liegen mir nicht. Daher nur 3 Sterne.

Ich bedanke mich bei LYX für das Rezensionsexemplar.

Februar
28
Histrioniker: Mit Dramatik, Manipulation und Egozentrik zum Erfolg – Rainer Sachse
Cora

Klappentext:
Der Histrioniker ist ein enger Verwandter des Narzissten und des Hysterikers. Er strebt nach Aufmerksamkeit, Bestätigung und Lob, ist übertrieben emotional, dabei oberflächlich und leicht zu frustrieren. Gleichzeitig übt er eine große Faszination auf andere aus. Was ein echter Histrioniker ist und wie Sie mit ihm umgehen sollten, das zeigt Ihnen dieses Buch.

Titel: Histrioniker: Mit Dramatik, Manipulation und Egozentrik zum Erfolg
Autor: Rainer Sachse
Verlag: Klett-Cotta
Seiten: 106
ISBN: 978-3608961713
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Anders als im Klappentext geht es nicht darum einen Histrioniker zu erkennen und mit ihm umzugehen, sondern wie „Frau“ eine Histrionikerin wird. Auf wenigen Seiten ist dann auch noch der Unterschied zwischen der narzisstischen und der histrionischen Persönlichkeitsstörung erklärt.

Meine Meinung:
Vom Klappentext in die Irre geführt, habe ich mich auf ein Sachbuch gefreut, bei dem mir erklärt wird, was ein Histrioniker ist und wie mit dieser Störung umgegangen werden muss. Bekommen habe ich einen Leitfaden, wie ich eine Histrionikerin werde, wie ich meine Umwelt und meinen Partner manipulieren kann, welche positiven und negativen Strategien ich anzuwenden habe, wenn ich mich nicht im Mittelpunkt sehe etc. Und das alles von einem Diplom-Psychologen! Einen Fall schildert Rainer Sachse dann aber doch noch aus seiner Praxis. Kurz und bündig wird erklärt, dass sich die Histrionikerin aus Mangel an Beachtung in Panikattacken stürzt und kurz vor einer Alkoholsucht steht, nur durch gezielte Therapie konnte er helfen. Nach diesem kurzen Exkurs geht es aber gleich weiter mit tollen Alltagstipps. Zum Beispiel könnte Frau sich ja eine Affäre gönnen.

Zitat aus dem Kapitel „Gehen Sie Affären ein!“ […] wenn Sie das bei Ihrem Partner nicht mehr bekommen können, dann muss eben eine Affäre her! Was aber nicht bedeutet, dass Sie die Sicherheit und Geborgenheit Ihres Partners nicht mehr brauchen: Daher stellt der Affären-Partner ja auch keine Alternative zu Ihrem primären Partner dar, sondern eine Ergänzung […]

Cover:
Das Cover gefällt mir nicht. Die Farben beißen sich, es wirkt im allg. sehr unruhig.

Fazit:
Klappentext und Buchinhalt sind leider sehr unterschiedlich. Die Anleitung, um in eine Histrionikerin verwandelt zu werden, muss man daher nicht lesen. Auch die Praxistipps finde ich sehr speziell und kann man ein ganzes Leben schauspielern? Von mir gibt es keine Leseempfehlung und einen Stern.

Ich bedanke mich bei Klett-Cotta für das Rezensionsexemplar.