Kleinhirn an Großhirn: ICH HABE FERTIG!: Ein fast (un)möglicher Schicksalsschlag sowie andere Absurditäten in der Medizin und überhaupt im Leben … – Johannes Ralph

Klappentext:
Ein eher überflüssiger Schlaganfall hatte sein Dasein bereichert.
Medizinisch wähnte er sich bestens versorgt.
Bis ihm immer mehr Zweifel kamen – auch durch Erinnerungen an sein früheres Leben als Arzt.
Wie ist das bei Ihnen?
Fühlen Sie sich in guten Händen, wenn Ihnen mal was passiert?
(Eine sentimental-romantische Abrechnung mit unserem hinreißenden Gesundheitssystem.)


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Titel: Kleinhirn an Großhirn: ICH HABE FERTIG!: Ein fast (un)möglicher Schicksalsschlag sowie andere Absurditäten in der Medizin und überhaupt im Leben …
Autor: Johannes Ralph
Verlag: OneQuestion
Länge: 320 Seiten
ISBN: 978-3000705311
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Wenn ein Arzt ins Krankenhaus muss, dann hinterfragt man viel und dieses Buch ist das Ergebnis, um mit den ganzen Eindrücken zurechtzukommen …

Meinung:
Dieses Buch ist kein stilles Leseerlebnis. Im Gegenteil. Es wirkt wie ein innerer Monolog unter Hochspannung, ein permanenter Dialog zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, zwischen Verstand und impulsivem Handeln. Inhaltlich begleitet man eine Figur, die ins Krankenhaus muss und sich in einem Geflecht aus Beobachtungen, Zweifeln und gesellschaftlicher Überforderung verliert. Große Handlung im klassischen Sinne gibt es kaum – stattdessen entsteht die Dynamik aus Erfahrungen und Gedanken.
Auffällig ist der Stil. Kurze, abgehackte Ein-Wort-Sätze stehen neben langen, verschachtelten Gedankenkonstruktionen, die sich fast überschlagen. Dies erzeugt ein Tempo, das gleichzeitig antreibt und ermüdet. Man spürt beim Lesen die Frustration, die sich durch jede Seite zieht. Die Ironie, die der Autor einstreut, wirkt selten leicht oder befreiend – vielmehr hat sie etwas Angespanntes, fast krampfhaftes. Es ist kein humorvolles Augenzwinkern, sondern eher ein hysterisches Lachen, das jederzeit kippen könnte. Genau darin liegt aber auch die Stärke des Buches: Es fühlt sich ehrlich an. Ungefiltert. Roh.
Allerdings liest es sich nicht einfach. Der Stil kann anstrengend sein, gerade weil er keine Ruhephasen bietet. Wer eine klare Handlung oder klassische Erzählstruktur erwartet, wird schnell an Grenzen stoßen. Gleichzeitig passt diese Form perfekt zum Inhalt: Die Zerrissenheit der Figur spiegelt sich direkt in der Sprache wider.

Fazit:
Dieses Buch ist ein intensives, unbequemes Buch, das mehr über ein Gefühl als über eine Geschichte funktioniert. Es fordert Geduld und Bereitschaft, sich auf einen ungewöhnlichen Stil einzulassen. Wer genau das sucht, wird hier etwas Eigenwilliges und Eindringliches finden. Ich vergebe 3 Sterne, weil der Roman nicht leicht, sondern stellenweise frustrierend ist (so wie die Situationen halt wirklich sind). Es ist einfach ein fieses Schicksal, sehr zynisch dargestellt.

Ich bedanke mich bei OneQuestion für das Rezensionsexemplar.

Die Stadt der tausend Wasser 01: Das Rad zerbricht – J.R. Kron

Reiheninfo:
Der Traum der Jägerin

  • Schattenlöwen
  • Verbranntes Fleisch
  • Die Worte der Toten
  • Überraschungen in der Nacht
  • Das falsche Bild
  • Der Orkrat

 

Klappentext:
Im Ratsturm von Malak‘tin Shuda‘t wird die Leiche eines Ratsmitglieds aufgefunden. Misstrauen und Angst erschüttern die Hauptstadt der Orks. Aber wer hat Interesse daran, ein Ratsmitglied zu beseitigen? Als ein weiterer Mord geschieht, wird das Herz des Reiches hermetisch abgeriegelt.
Während Malak‘tin Shuda‘t im Chaos des Umsturzes versinkt, sammeln sich die Armeen der Menschen und Orks in den Grenzlanden zur unvermeidlich erscheinenden Konfrontation.
Die junge Ork-Jägerin Tino‘ta will den Krieg noch verhindern. Doch dazu braucht sie die Hilfe ihrer Freunde. Vor allem jedoch braucht sie Orman Osarek. Doch der Mensch ist in den Tiefen des abgeschotteten Ratsturms eingekerkert. Tino‘tas Herz sehnt sich nach Orman, aber sie weiß nicht einmal, ob er noch am Leben ist.


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Titel: Die Stadt der tausend Wasser
Autor: J. R. Kron
Verlag: Qindie
Seiten: 64
ASIN: B00LZS1DI4
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Die siebte Episode von Obsi´tia ist endlich erschienen. Ich empfehle zwingend alle anderen Episoden vorher zu lesen, sonst wird es schwierig die Handlung zu verstehen und die Personen zuzuordnen.

Die Geschichte spielt jetzt in der Stadt und nicht mehr in den herrlichen Ländereien der Orks – aber auch hier hat sich J. R. Kron wieder ein atemberaubendes Ambiente ausgedacht. Sodass das Kopfkino sofort starten kann und man in eine wundervolle Welt eintaucht. Der Schreibstil ist, typisch Kron, wieder sehr lyrisch und regt zum Nachdenken an.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt zur Geschichte, schade, dass es auf dem Reader nicht gut zu erkennen ist – es hat eindeutig mehr Beachtung verdient.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung die ich an alle Leser von Fantasy und Fans von Kron empfehle. Ein bildreicher Sparchstil mit viel Spannung garantiert eine tolle Lesezeit!

Ich bedanke mich bei J. R. Kron für das Rezensionsexemplar.

Der Traum der Jägerin – J. R. Kron

Klappentext:
Obsi‘tia erzittert; das zweite Zeitalter neigt sich einem blutigen Ende entgegen. Mehrere Gräueltaten erschüttern die Grenzlande. Fassungslos und voller Wut steht die junge Orkjägerin Tino‘ta vor den sterblichen Überresten einer abgeschlachteten Sippe. Bei der Leiche eines kleinen Orkmädchens schwört sie Rache. Der Feind scheint klar: die Menschen.
Auf ihrer Jagd nach den Mördern trifft sie auf Orman, ein Hauptmann der Menschen. Tino‘ta muss feststellen, dass ihr Herz nicht immer ihrem Verstand gehorchen will. Doch welche Rolle spielt die geheimnisvolle Evana in seinem Leben?
Als Tino‘ta erfährt, dass auch unter den Menschen Massaker stattgefunden haben, erkennt sie, dass hinter dem Offensichtlichen eine dunkle Wahrheit schimmert. Doch was, wenn auch diese “Wahrheit” nur eine weitere Fassade im Ränkespiel des grauen Priesters ist?


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Titel: Der Traum der Jägerin
Autor: J. R. Kron
Seiten: 241
ASIN: B00AB2D0OA
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Endlich ein neues Buch von J. R. Kron, dass muss ich haben und schwupps – da war es 😉 Kron erzählt eine tolle Geschichte über Orks, die Menschen und Elfen. Eine wunderbare Mischung mit viel Gefühl, aber auch Hass und Gewallt.

Der Anfang, ist wie bei den meisten Fantasybüchern etwas gewöhnungsbedürftig. Viele Namen, viele neue Länder und Gewohnheiten. Aber ist es nicht gerade das, was ein Fantasybuch ausmacht? – Alles neu und unerforscht? – Ich mag sowas und habe mich gerne durch das Neue gelesen.

Diese Charaktere sind sehr interessant dargestellt. Bis jetzt habe ich noch nichts zu beanstanden und freue mich Tino’ta, die keine liebe Orkjägerin mit dem lieben Herzen auch weiterhin zu begleiten. Auch ist Orman der Hautpmann der Menschen ein toller Typ, schade, dass er erst so spät in der Geschichte auftauchte, oder mehr Freiraum bekam, ich finde ihn sehr interessant und will unbedingt mehr wissen. Und bleiben die grauen Priester so undurchsichtig?

Fragen über Fragen und daher wird es Zeit, dass es März wird, denn:

Der Traum der Jägerin ist ein interessanter Fantasy-Auftakt. Der, so wie es aussieht, im März 2013 fortgesetzt werden wird. Ich freue mich bereits jetzt auf das nächste Jahr, denn dieses eBook hat mich wirklich überzeugt. J. R. Kron hat es wieder geschafft, eine kleine geheime Welt zu erschaffen und diese mit liebenswerten und undurchsichtigen Personen zu bestücken.

Viele Namen, Tiere und Gegenden fesseln den Leser von der ersten bis zur letzten Seite und lassen ihn dazwischen nicht mehr los. Fantasy-Fans kommen daher voll und ganz auf ihre Kosten.

Die Geschichte beinhaltet viel Gefühl, Fantasie aber auch Gewalt, daher sollte der Leser wissen, dass „Der Traum der Jägerin“ eine interessante Mischung bietet. Auch ist der Schreibstil wieder typisch für Kron: Der Leser wird zum mitdenken angeregt und hat trotz der Gehirnanstrengung die Möglichkeit, sich fallen zu lassen und den wunderbaren Bildern im Kopf zu folgen. Ich empfehle dieses Buch allen Fantasy-Fans, es lohnt sich 😉

Ich bedanke mich bei J. R. Kron für das Rezensionsexemplar.