Bobby Dollar 03: Spät dran am Jüngsten Tag – Tad Williams

Reiheninfo:
Die dunklen Gassen des Himmels
Happy hour in der Hölle
Spät dran am jüngsten Tag

Klappentext:
Zum letzten Mal aus himmlischen Höhen.

Bobby Dollar, der Engel und Anwalt der verlorenen Seelen, ist aus den Tiefen der Hölle zurückgekehrt. Er hat gegen alle himmlischen Regeln verstoßen, und das bedeutet Ärger. Wenn sich zu den mächtigsten Dämonen der Hölle einer der mächtigsten Engel des Himmels gesellt und sie daraufhin nichts lieber wollen, als Bobby an die Grenzen von Himmel und Hölle zu hetzen, dann heißt das mehr als nur Ärger. Seine Geliebte Caz befindet sich immer noch in den Fängen des Erzdämons Eligor, und Bobby wird nun von seinen letzten Freunden im Himmel fallengelassen. Doch Bobby wäre nicht Bobby, wenn er keinen Ausweg aus all dem Schlamassel wüsste.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Spät dran am Jüngsten Tag
Autor: Tad Williams
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 624 Seiten / 17 Std. 33 Min. (ungekürzt)
ASIN: B0142NLAR2
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Nachdem Bobby, beim Packt mit Eligor, die Engelsfeder sowie Caz in der Hölle lassen musste, macht er sich nun auf das Teufelshorn von einem Engel zu stehlen …

Stil:
Simon Jäger liest, wie immer, sehr gut. Er haucht jedem Charakter eine Seele ein und es macht die Geschichte einfach sehr lebendig. Allerdings ist die Geschichte an sich sehr, sehr, sehr lang(weilig). Obwohl es neue Charaktere gibt, andere wieder auftauchen und bekannte Wesen einen größeren Platz erhalten und tiefgründiger beleuchtet werden, fühlt sich dieser Teil eher nach einem Lückenfüller an. Es gibt viele Durststrecken, viele Wiederholungen und ganz viel erzeugte Irrwege. Das Ende lässt dann auch mehr Fragen offen, als dass es diese beantworten würde. Also alles in allem kein schöner Abschluss, obwohl Bobby doch immer für einen reinen Tisch ist. Das passt nicht.

Charaktere:
Bobby legt wieder los. Er will seinen Kopf durchsetzen und das macht er auch, teilweise mit mehr Glück und Beziehungen als es glaubhaft ist.

Eligor wird in diesem Teil richtig gutmütig, auch dies passt nicht so ganz, sondern wirkt arg konstruiert, ebenfalls die anderen Hilfsarbeiter, welche Bobby rekrutiert, wirken sehr eindimensional und nur für die Problemlösung erschaffen.

Cover:
Das Cover passt zu den vorherigen Teilen und zur Geschichte: Ein Engel zwischen Himmel und Hölle.

Fazit:
Ein sehr unbefriedigender letzter Teil, der arg konstruiert und unnatürlich in die Länge gezogen ist. Daher nur 3 Sterne und eine Empfehlung gibt es nur für Fans der Reihe.

Rette mir den Hals, Kleines! – Nikola Hotel

Klappentext:
Gibt es eine Versicherung gegen die Liebe?

Wenn es nach Tilly Blum ginge, dann müsste es gegen alles im Leben einen Versicherungsschutz geben. Gegen Eltern, die einem ungefragt die senile Oma aufhalsen und auf Weltreise gehen, gegen den nervigen Nachbarn, der einem ständig unmoralische Angebote unterbreitet, und vor allem gegen peinliche Momente. Gerade ist wieder so einer: Unter ihren Augen werden zwei kostbare Diamanten gestohlen, die ausgerechnet die Firma versichert hat, für die Tilly arbeitet. Mit dieser Blamage allein könnte sie leben, wenn der Dieb bei dieser Gelegenheit nicht auch noch ihre Uhr klauen würde — ein Erbstück ihres Uropas Manfred. Das nimmt Tilly persönlich!
Einziger Trost ist Niklas, der nette aber unscheinbare Typ von nebenan, der Autos reparieren kann und ihr mehr als einmal aus der Patsche hilft. Doch dann taucht der geheimnisvolle Diamantendieb wieder auf und macht ihr Leben höllisch aufregend. Denn der kriminell charmante Gauner hat es diesmal nicht auf Schmuck, sondern auf Tillys Herz abgesehen …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Rette mir den Hals, Kleines!
Autor: Nikola Hotel
Verlag: BoD
Seiten: 460
ASIN: B07BL1NZ72
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Tillys Leben könnte sehr entspannt verlaufen, wenn ihre Eltern nicht gerade auf Weltreise gefahren wären, ihre Oma (inkl Hund) nicht bei ihr abgeladen hätten und Tilly nicht auch noch Schadensfälle in Millionenhöhe regulieren müsste…

Schreibstil:
Ich habe mich so gefreut endlich wieder ein Buch von Nikola Hotel in den Händen zu halten! Bisher habe ich alle ihre Bücher förmlich verschlungen und war daher sehr erfreut ihr neuestes Werk lesen zu dürfen. „Rette mir den Hals, kleines!“ wirkt deutlich zurückhaltender als ihre anderen Geschichten, es ist nicht ganz so humorvoll, dafür mit viel Gefühl und Liebe auf einer ganz anderen Ebene geschrieben. Die Ausdrucksweise klingt reservierter, förmlicher, aber es passt zu den Charakteren und zur Handlung. Perfekt umgesetzt! Hier zeigt Nikola Hotel ihre Fähigkeit sich in ihrem Stil auch auszuprobieren und es ist ihr gelungen!

Charaktere:
Sie passten alle in ihre Rollen, sie wirkten echt, lebendig und es machte Spaß ihnen zu folgen und ihre Entwicklung zu erleben.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, wäre für mich aber kein kaufgrund.

Fazit:
Ein Buch über die Liebe, Versicherungen, Schadensregulierungen und das nicht immer alles so ist wie es scheint. Ich vergebe volle 5 Sterne für Nikola Hotels neues Buch und eine Leseempfehlung an jung und Alt sowie Männlein und Weiblein, weil dieses Buch viele Themenbereiche anspricht und mit viel Charme sicherlich alle begeistern wird!

Ich bedanke mich bei Nikola Hotel für das Rezensionsexemplar.

[Abgebrochen] Geheimnisvolle Versuchung – Alix Rickloff

Klappentext:
Catriona O’Connell landete unverschuldet in den Slums von Dublin, wo sie um ihr Überleben kämpfen muss. Als sie angeheuert wird, ein mysteriöses Buch zu stehlen, kann sie nicht Nein sagen. Doch der Auftrag geht schief: Aidan, Earl of Kilronan, erwischt die junge Diebin in seiner Bibliothek. Als er Cat ansichtig wird, ist er nicht nur von ihrem Liebreiz bezaubert, sondern erkennt, dass sie das magische Blut der Fey in sich trägt … Und nicht nur das: Cat versteht auch die mystische Sprache, in der das Buch verfasst ist, das Aidan von seinem ermordeten Vater geerbt hat. Aidan stellt die charmante Frau vor die Wahl: Entweder übersetzt sie das Buch, oder er führt sie ihrer harten Strafe zu …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Geheimnisvolle Versuchung
Autor: Alix Rickloff
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 400
ISBN: 978-3404167074
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Die Geschichte, um die Diebin Catriona O’Connell, spielt um 1815 in England. Sie wurde beauftragt ein geheimes Tagebuch aus dem Kilronan House zu erbeuten, doch leider wird sie vom Hausbesitzer Aidan Kilronan beim Einbruch erwischt …

Schreibstil:
Was ist da nur passiert?! Die Geschichte soll im April 1815 spielen und die Protagonistin stellt sich als „Cat“ vor?! Schlimmer ist noch, dass das Wort […] Alter […] am Satzende sehr gerne verwendet wird! Wie krass ist das denn, Alter?!

Dazu kommt auch noch, dass die Geschichte an sich sehr schleppend anläuft und von vornherein klar ist, dass das Girl den knuffigen Boy am Ende bekommen wird.

Charaktere:
Cat ist eine untypische Frau, welche im Jahr 1815 bestimmt so nicht existiert hätte. Ich könnte sie mir gut in der heutigen Zeit vorstellen.

Aidan wirkt verweichlicht und verhält sich ebenfalls untypisch für einen Mann mit Stand und Ansehen.

Die anderen Charaktere passen ebenfalls nicht ins Zeitgeschehen und hätten besser daran getan sich in die Neuzeit zu verflüchtigen. Die Handlungen sind alle vorhersehbar.

Cover:
Das Cover war für mich kaufentscheidend, weil ich mal wieder einen sinnlichen-fantasy Roman lesen wollte. Leider hält die Geschichte nicht, was mir das Cover verspricht.

Fazit:
Ohne Angabe der Jahreszahl, in dem die Geschichte spielen soll, wäre die Story ggf ganz interessant geworden. Aber so: Thema verfehlt, setzen, sechs! Auch hatte ich nicht die Hoffnung, dass sich die Handlungen der Charaktere ändert und ein Spannungsbogen aufgebaut wird. Daher habe ich mich für einen Leseabbruch entschieden und vergebe nur einen Stern.

Berlin blutrot

Berlin blutrot ist eine Sammlung von 16 Kurzkrimis und alle Krimis spielen, na klar, in Berlin. Am Ende erhält der Leser auch nochmals eine kleine Autorenliste, so dass man auch weiß wer der Autor einer Geschichte war, sollte man diesen noch nicht kennen.

Die Geschichten sind bunt gemischt, von brutal bis seicht, von spannend bis naja ;)Für jeden Leser lässt sich also etwas finden. Auch kann man das eBook nicht so schnell weglesen, die Geschichten wirken, zumindest bei mir, etwas nach. So musste ich zwischendurch immer eine kleine Lesepause einlegen.

Fazit:
Von den Geschichten her ergibt sich ein Bewertungsdurchschnitt von 3,3. Da ich die Idee eine Krimisammlung zu veröffentlichen und die Autoren nochmals vorzustellen gut finde, habe ich auf 4 Sterne aufgerundet.

Vincent Kliesch – Der Fremde
Vincent Kliesch, bekannt durch seine „Todestrilogie“ – „Die Reinheit des Todes“, „Der Todeszauberer“, „Der Prophet des Todes“ – beschreibt in seiner Kurzgeschichte eine sehr makabere Wette. Diese spielt sich in einem Mietshaus im Wedding direkt an der Müllerstraße ab. Mit viel Raffinesse und Thrill wird ein kurzer Einblick in die Welt eines Mannes gewährt, der es nun durch den Fremden gar nicht mehr leicht hat…

Der Schreibstil von Vincent Kliesch ist flüssig und Ausdrucksstark, trotzdem schafft er es nicht mich in seinen Bann zu ziehen. Die Charaktere blieben für mich sehr fad und es war mir schon fast egal wie die Geschichte nun ausgeht – positiv sowie negativ.

Fazit:
Eine spannende, wahnsinnige Geschichte, die ich teilweise gut und weniger gut nachvollziehen konnte. Da die Idee aber viel Potential hat, gebe ich 4 Sterne.

Oliver Bottini – Eingetaucht
Oliver Bottini, der bereits 2005 und 2007 mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, schreibt hier über einen harten Fall von Persönlichkeitsspaltung. Ein schönes Thema, denn laut einer Studie sucht jeder dritte Berliner einen Therapeuten auf. Aber was wird der Patient in seiner Therapie erleben?

Der Schreibstil von Oliver Bottini lag mir nicht so und ich fand die Geschichte auch nicht so toll, sie war zu verwirrend und teilweise konnte ich der Handlung nicht folgen. Auch der Protagonist war zu unscheinbar auch wenn es die meiste Zeit um ihn ging – ich schiebe dies einfach mal auf die kurze Geschichte.

Fazit:
Eine kleine Reise durch Kreuzberg und ein Besuch bei einem Psychologen machen die Geschichte lesenswert, aber der Inhalt war sehr flach und abgehackt, daher gibt es von mir 2 Sterne.

Michel Birbæk – Surfen
Michel Birbæk, geboren und aufgewachsen in Kopenhagen, arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre als freier Autor. Mittlerweile hat er 5 Romane veröffentlicht und nebenbei schreibt er an Drehbüchern und Kolumnen.

„Surfen“ war eine ziemlich brutale Geschichte. Ein Typ der sich prügelt und den Hype den er dabei verspürt … Natürlich muss dieser Hype immer neu erfahren werden. Auch ist diese Story sehr aktuell, denn nicht nur in Neukölln, wo die Handlung der Geschichte spielt, wird wahllos auf eine Person eingeschlagen. Doch was passiert mit dem Protagonisten wenn die Welle zum surfen zu groß wird?

Der Schreibstil von Michel Birbæk ist gewöhnungsbedürftig. Gleiches gilt für den Ausdruck. Es wird von Schlampen, Typen und platt machen geredet und das lag mir nicht so. Der Protagonist ist mir immer noch fremd. Ich sehe – wahrscheinlich wie der Protagonist selbst – keinen Sinn jemanden zu schlagen bis der andere am Boden liegt.

Fazit:
Eine Geschichte über sinnlose Gewalt, die muss ich persönlich nicht als eBook lesen, da reicht mir die Tageszeitung. 1 Stern.

Stephan Hähnel – Eine Prise Ewigkeit
Stephan Hähnel schreibt seit seinem 14. Lebensjahr Geschichten und Gedichte. Diese wurden in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.

In „Einer Prise Ewigkeit“ geht es um eine gute nachbarschaftliche Beziehung. Kommissar Senftleben glaubt, dass sein neuer Nachbar seine eigene Frau umgebracht hat und ermittelt eigenständig. Was wird er herausbekommen?

Der Schreibstil ist gut und flüssig, teilweise etwas langatmig. Ich dachte zwischendurch, dass ich das Ende schon erraten habe, aber es kam alles etwas anders, das fand ich gut. Und somit hat auch die Spannungskurve gestimmt.

Den Charakteren hat nichts gefehlt, es passte alles zur Geschichte. Natürlich hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber für den Plot hat alles gepasst.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Kurzkrimi mit einem überraschenden Ende. Dafür 4 Sterne.

Zoë Beck – Ein zufriedener Mann
Meine Blog-Leser wissen, ich bin Zoë Beck Fan 😉 daher freue ich mich natürlich ganz besonders, dass auch in diesem eBook eine Geschichte von ihr dabei ist.

Henrike Heiland schreibt seit 2008 unter ihrem Pseudonym Zoë Beck Kriminalromane. 2010 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Bester Kurzkrimi“ und weitere Nominierungen folgten.

„Ein zufriedener Mann“ ist ein typischer Krimi für Zoë Beck. Der Protagonist hat alles was er braucht – er ist zufrieden; Bis eines Tages etwas passiert… Er ist Kritiker und entdeckt eine junge Tänzerin die ihm so sehr beeindruckt, dass er seine Zufriedenheit überdenken muss. Wird er unzufrieden oder kennt er die Tücken des Glücks?

Der Schreibstil ist fesseln und spannend. Die Charaktere sind lebhaft und zu greifen. Sofort sah ich sie vor mir und habe mit ihnen gefiebert.

Fazit:
So muss ein Kurzkrimi sein: packend, spannend, unerwartet! 5 Sterne.

Christoph Spielberg – Happy Birthday
Christoph Spielberg ist Facharzt für Innere Medizin und Herzspezialist. Lange Jahre war er Oberarzt in einem Krankenhaus, dann niedergelassener Kardiologe. Heute ist er freiberuflich tätig und lebt in Berlin. Sein Roman „Die russische Spende“ wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis, für das beste Debüt ausgezeichnet.

Der Schreibstil von Christoph Spielberg ist packend und sehr gut zu lesen. Die Geschichte selbst ist leider nicht so stark von Spannung geprägt, aber dafür vom ersten Satz an sehr fesselnd. Bernd und sein bester Freund fahren mit dem Auto zum Ferienhaus von Bernd. Die Fahrt ist ruhig und entspannt, bis Bernd seinen Freund fragt ob dieser schon mal jemanden ermordet hat. Was hat es mit dieser Frage auf sich?

Fazit:
Sehr gelungen! Ich habe mich echt geärgert, dass die Geschichte so schnell zu Ende war. Gerne hätte ich noch mehr von Christoph Spielberg gelesen und daher bekommt diese Geschichte 4 Sterne für die Charaktere und den Stil des Autors.

Marcel Feige – Treptower Tropfen
Marcel Feige ist seit 2002 als Schriftsteller tätig und schreibt auch unter seinen Pseudonymen Christoph Brandhurst und Martin Krist.

„Treptower Tropfen“ hat mich von ersten Buchstaben an überzeugt! Sehr spannend, fesselnd und mit viel Thrill wird die Geschichte um einen tropfenden Wasserhahn voll ausgekostet. Aber was kann an einem Wassertropfen so schlimm sein? – Selber lesen, ihr werdet es erfahren!

Marcel Feige schreibt sehr detailiert und gut die Gefühle und Gedanken des Protagonisten auf und der Leser kann nicht anders als mitfühlen, -erleben. Das ist ein toller Stil und auch der Protagonist, obwohl ich nicht viel über sein Wesen erfahren habe, ist ausreichend gezeichnet.

Fazit:
Eine packende Story die mich nachhaltig noch beeindruckt. Dafür 5 Sterne.

Jochen Senf – Der Kunstpfeifer
Der Bühnen- und Filmschauspieler schreibt nebenbei Drehbücher, Hörspiele, Kinderbücher und Kriminalromane.

Die Geschichte, in der ein Mann der nur wenige Geräusche erträgt und bei einer zu großen Menge die Kontrolle verliert, ist doch sehr lasch. Doch was passiert, wenn neben dem Protagonisten ein Kunstpfeifer wohnt?

Der Schreibstil von Jochen Seifert hat mich gar nicht berührt. Ich fand diesen eher steif, langatmig und ermüdend. Die Geschichte kam mir daher wesentlich länger vor als sie war. Der Protagonist war auch sehr blass und sein Verhalten wurde mir zu wenig beschrieben. Ich konnte seine Krankheit, dass das Gehirn zu viele Geräusche nicht aufnehmen kann, nicht nachvollziehen, da mir ein Satz über das Krankheitsbild einfach unzureichend ist.

Fazit:
Diesen Kurzkrimi hätte ich mir schenken können, denn nicht nur, dass ich die Story ziemlich konfus fand, so hat mich das Ende auch sehr kalt gelassen. 1 Stern für eine Geschichte, die die Welt nicht braucht.

Lena Blaudez – Verbrechen lohnt sich
Lena Blaudez, die viele Jahre lang in Afrika unterwegs war, und dort bei Hilfsprojekten mitwirkte schreibt in ihrem Krimi ein paar Erfahrungen nieder.

Ada erhält in der Nacht einen Anruf und wird von einer ihr unbekannten Frau gebeten sie zu beschützen. Ada erfährt nicht viel, nur dass es sich um eine Übergabe von Schmuggelware handelt. Kann Ada der Frau helfen und was ist wirklich in dem geheimen Koffer?

Der Schreibstil von Lena Blaudez ist flüssig und lebhaft. Die Charaktere lebendig und ausdrucksstark, so dass kaum Wünsche offen bleiben.

Fazit:
Leider sind einige Teile der Geschichte zu sehr ausgeschmückt und andere nur angerissen. Ich persönlich hätte mir die Story ausgewogener gewünscht, daher gibt es 3 Sterne.

Kai Hensel – Frühling des Herzens
Der als Theaterautor bekannte Kai Hensel schreibt in seinem Kurzkrimi über Barbara. Barbara befindet sich in einer Lebenskriese – ihr Mann hat sie für eine andere verlassen und auch ihr Manuskript an eine Zeitung wurde abgewiesen. Kann Barbara ihre Kriese überstehen?

Der Stil von Kai Hensel ist sehr gut, es macht viel Freude seiner Geschichte zu folgen, die aus der Sicht einer Frau geschrieben ist. Toll! Barbara benötigt nicht viel um sie interessant zu finden und genau das ist es, was das Geschehen um sie herum so interessant macht.

Fazit:
Eine schöne, spannende und böse Geschichte, die mir viel zu kurz war, daher nur 4 Sterne.

Viktor Iro – Wartensteiners letzte Überweisung
Der Autor und Kulturwissenschafter Dirk Hohnsträter schreibt hier unter seinem Pseudonym Viktor Iro.
Die Geschichte dreht sich um die Insolvenz einer Bank – packendes und fesselndes Thema. Herr Wartenstein ist ein hohes Tier in einer Bank, bis ihm ein Fehler unterläuft, doch kann er diesen wieder wett machen?

Der Schreibstil von Viktor Iro ist gut aber teilweise verwirrend. Wer sich mit der Bankenthematik nicht auskennt, wird hier wahrscheinlich Schwierigkeiten haben der Geschichte zu folgen. Der Protagonist ist kalt, unsympathisch und sehr berechnend dargestellt, ich könnte mir daher einen Herrn Wartenstein sehr gut auch im realen Leben vorstellen.

Fazit:
Ein interessante Geschichte, die für mich kein Ende hat. Schwupps und Schluß, auch bleiben mir zu viele Fragen offen. Ein Thema wird angerissen und dann nicht mehr bearbeitet. Ich mag sowas gar nicht und gebe daher 2 Sterne.

Lothar Berg – Fischbrötchen
Lothar Berg ist seit 2001 freier Autor und schreibt in seinem Kurzkrimi eine sehr makabere Geschichte um einen Fischkutter am Tempelhofer Hafen.

Der Stil von Lothar Berg hat doch starke Ähnlichkeit mit dem von Roald Dahl – viel Thrill mit einer packenden Story.

Der Protagonist Perle will eine Bank überfallen und spioniert diese täglich über den im Hafen liegenden Imbusskutter aus. Wird ihm der Bankraub gelingen?

Fazit:
Wahnsinn! Da ich mich sehr oft im Einkaufscenter Tempelhofer Hafen aufhalte und auch in dieser Gegend groß geworden bin freut mich diese Geschichte ganz besonders, denn sie weckt alte Erinnerungen. Ich habe diesen Kurzkrimi regelrecht verschlungen und gebe daher 5 Sterne.

Ulrike Bliefert – Nikes letzter Sieg
Die Schauspielerin und Autorin Ulrike Bliefert schreibt in ihrem Kurzkrimi über eine Lehrerin auf Abi-Reise. Die Schüler werden auch immer frecher und die Abi-Scherze immer derber. Kann sich Nike durchsetzen?

Ulrike Bliefert schreibt wunderbare Kurzgeschichten, da ich schon einige von ihr kenne, habe ich mich auf „Nikes letzter Sieg“ sehr gefreut. Der Stil und Ausdruck ist, wie gewohnt, direkt und flüssig. Auch die Charaktere sind alle auf ihre Art komplett und nachvollziehbar.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die mir viel zu kurz war – sind ja nur Kurzkrimis 😉 daher keinen Abzug – ich gebe für diese Geschichte 4 Sterne, da ein bisschen mehr Spannung nicht schlecht gewesen wäre.

Andrea Vanoni – Hot Shot
Die selbstständige Agentin für Drebuchautorin, Kameraleute und Regisseure schreibt hier eine mörderische Story über eine Frau, die in ihrer Ehe nicht ausgelastet ist und sich gerne Frischfleisch mit ins Schlafzimmer nimmt. Aber ob dies immer so clever ist?

Der Schreibstil ist gut und flüssig. Die Charaktere leider etwas flach und unreif. Die Idee der Geschichte gut, aber leider etwas zu seicht umgesetzt.

Fazit:
Eine nette Kurzgeschichte, die das Ende erwarten lässt. Daher nur 3 Sterne.

-ky – Zeitbomben
Horst Bosetzky, schreibt hier unter seinen Pseudonym -ky. Ein schöner Kurzkrimi mit vielen Handlungssträngen die später alle zusammenlaufen.

Fazit:
Der Schreibstil und die Charaktere sind gut, die Story hat etwas. Ich vergebe 4 Sterne für diesen Kurzkrimi.

Sebastian Fitzek – Falscher Ort, falsche Zeit …
„Die Therapie“, der erste Psychothriller von Sebastian Fitzek, wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert, dies zeigt schon das Potential des Autors.
In diesem Kurzkrimi schreibt Itzek über einen brutalen Überfall mit Todesfolge und die Flucht in einem Taxi. Schafft es der Täter unbemerkt zu entkommen?

Fazit:
Ich habe so gut wie alle Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und habe nach dieser Geschichte erneut das Verlangen in seine Bücher einzutauchen. Auch hier sind die Charaktere sehr lebhaft beschrieben und der Leser kann nichts anderes als mitfiebern. Auch ist der Ausdruck nicht ganz so hart wie in seinen Büchern, daher 5 Sterne.

 

Ich bedanke mich bei der chichili agency für das Rezensionsexemplar.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Berlin blutrot
Verlag: chichili
Seiten: 174
ASIN: B006L6TNVY
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir