Die Alltagsfalle: Warum es sich lohnt, über den Sinn des Lebens nachzudenken – Martin Grabe

Klappentext:
Vielleicht haben Sie momentan eigentlich zu viel zu tun, um noch so ein Büchlein wie dieses zu lesen – dann stecken Sie wahrscheinlich schon mittendrin: in der Alltagsfalle. Wenn Sie weiterlesen sollten, dann würden Sie und ich – als Leser/In und Autor – uns gemeinsam auf ein ziemlich gewaltiges Thema einlassen: den Sinn des Lebens. Wie ich in Gesprächen immer wieder merke, gibt es dazu einige wirklich hilfreiche Dinge zu sagen.

Dr. med. Martin Grabe ist Psychiater, Psychotherapeut und Chefarzt der psychotherapeutischen Abteilung der Klinik Hohe Mark in Oberursel. Gleichzeitig engagiert er sich in der Leitung seiner Ortsgemeinde, ist verheiratet und hat vier Kinder. All diese Lebensbereiche steuern Erfahrungen und Gedankenanstöße zu seinen Büchern bei.


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Titel: Die Alltagsfalle: Warum es sich lohnt, über den Sinn des Lebens nachzudenken
Autor: Martin Grabe
Verlag: Francke-Buch
Länge: 30 Seiten
ASIN: B00P7E63JQ
Meine Bewertung:

Inhalt:
Auf 30 Seiten wird kurz und knapp das eigene Denken angeregt. Was ist der Sinn des Lebens?

Meinung:
Als ich das Buch anfing, saß ich im Wartezimmer eines Arztes, als ich das Buch beendete wurde ich aufgerufen. Wer also eine längere Lektüre erwartet, ist hier falsch. Es hat wirklich nur 30 Seiten und wenige Kapitel. Bei denen sich die Überschrift schon als Merker nutzen lässt:

  1. Ob etwas sinnvoll ist, hängt vom Kontext ab
  2. Wann erscheint Menschen ihr Handeln sinnvoll?
  3. Die Alltagsfalle
  4. Krisen stellen den bisherigen Kontext in Frage
  5. Was behält auch in Sinnkrisen seinen Wert?
  6. Welcher Kontext ist der Sinnfrage angemessen?
  7. Lässt sich die religiöse Frage lösen?

Die 7 Kapitel sind sehr kurz und knapp gehalten und theoretisch hätten die ersten 4 Kapitel auch gereicht. Die Sinnhaftigkeit in Verbindung mit dem Geschehen sollte immer beleuchtet werden (im ersten Kapitel wurde zudem mit Bildern gearbeitet, was das Ganze noch mehr beleuchtet). Dann geht es weiter mit der Intension des Handelns in Bezug auf Geld, Besitz, Ehre und Lust und dies in Verbindung mit dem Alltag und auch mit alltäglichen Krisen. Alles wichtige und gute Themen, schnell und präzise auf den Punkt gebracht. Dann wird es aber zu speziell mit der Ich-Es- und Ich-Du-Beziehung. Ob man das so schnell versteht und verstehen möchte, muss jeder für sich entscheiden, aber da kommt der Beruf des Autors (Psychiater, Psychotherapeut und Chefarzt der psychotherapeutischen Abteilung der Klinik Hohe Mark in Oberursel) sehr gut durch. Danach folgt die Auseinandersetzung mit dem Tod und geschlossen wird mit dem Glauben an Gott. Auch hier muss jeder für sich klären, ob und inwieweit er da mitgeht.

Cover:
Vom Cover habe ich etwas ganz anderes erwartet. Ein Buch mit vielen Praxistipps, vielen Geschichten aus dem Alltag und was für Fallstricke auf einen warten. Dass der Inhalt dann so kurzgefasst und auch noch ins Religiöse abdriftet, hat dann doch stark verwundert. Das Cover wirkt eher wissenschaftlich und lässt auf Praxistipps hoffen.

Fazit:
Ein kurzer Exkurs in wichtige Themen, die unsere Glaubenssätze ausmachen und man diese hinterfragen sollte, wenn man der Meinung ist, den Sinn des Lebens zu suchen. Weil ich etwas völlig anderes erwartet habe, aber dennoch ein paar Dinge mitnehmen konnte – aber nicht mit allem d’accord gehe – vergebe ich 3 Sterne und empfehle das Buch an Leute, welche eher Lesemuffel sind und kurz und prägnant ein paar Anhaltspunkte für ein erfülltes Leben lesen möchten.

Die 11 Gezeichneten: Das dritte Buch der Sterne – Rose Snow

Reiheninfo:
Das erste Buch der Sterne
Das zweite Buch der Sterne
Das dritte Buch der Sterne

Klappentext:
Nach Ethans Rückkehr gilt es keine Zeit zu verlieren, denn unzählige Menschenleben stehen auf dem Spiel. Um sich gemeinsam mit Cedric für ihr Verhalten zu verantworten, reist Stella mit ihren Kommilitonen zur Eastside University und hofft, dort eine Lösung zu finden. Auch Ethan begleitet sie – und während sich Stella zwischen den beiden Jungs hin- und hergerissen fühlt, überschlagen sich die Ereignisse und bringen die Sternzeichnerin in große Gefahr…


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Titel: Die 11 Gezeichneten: Das erste Buch der Sterne
Autor: Rose Snow
Sprecher: Yara Blümel
Verlag: Silberfisch
Länge: 575 Minuten
ASIN: B07L8BS9H7
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Der Alleingang von Stella und Cedric bleibt nicht ohne Folgen, daher müssen sie sich nun bei der Eastside University melden und Buße tun …

Meinung:
Die Eastside University wird sehr buddhistisch dargestellt, alle in Orange, viel innere Ruhe und dann die ganzen Regeln – schade, dieser sehr offensichtliche Vergleich mit dem verrückten Dekan, macht das ganze sehr sektenartig. Ggf hätte man hier auf mehr Distanz zum Buddhismus hinarbeiten können. Dennoch zeigt das ganze auf die Kraft des Geistes und dass eine Person die Macht hat viele zu führen, denn viele Menschen wachsen durch Macht und zerstören jeden, der ihnen diese streitig machen will. Mir war dieses ganze Kräftemessen zu viel und es war klar, wo es am Ende hinführt, daher konnte der letzte Teil der Reihe nicht punkten, auch wenn Yara Blümel sehr gut gelesen hat. Die Anziehungskraft zwischen Stella, Ethan und Cedric war greifbar, dieses Dreiergespann wurde aber leider auch etwas überzeichnet und in die Länge gezogen. Alles in allem fehlte es diesem Teil an Tiefe, ob es nun die Charakterstärken waren oder Inhalt.

Cover:
Das Cover passt absolut zur Reihe und ist sehr fantasievoll gezeichnet.

Fazit:
Ein leider vorhersehbarer Abschluss der Reihe, der aber dennoch gehört / gelesen werden sollte. Mich konnte er aufgrund von Vorhersehbarkeit und künstlichen Längen nicht ganz überzeugen, daher nur drei Sterne und eine Empfehlung geht nur an Kenner von „Die 11 Gezeichneten“ raus.

Die Päpstin – Donna W. Cross

Klappentext:
Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes – wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.


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Titel: Die Päpstin
Autor: Donna W. Cross
Verlag: Aufbau Digital
Seiten: 587
ASIN: B004TTN2GM
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Die junge Johanna will mehr. Sie möchte unter den gleichen Bedingungen, wie die Männer in ihrem Zeitalter, groß werden und lernen. Mit ihrem klugen Verstand und wachem Geist, versucht sie durch Maskerade und Taktik ihr Möglichstes …

Schreibstil:
Der Ausdruck ist einfach und somit lässt sich das Buch schnell und einfach lesen. Was mich immer wieder verwirrte, waren Wortwidersprüche. So vermischt Cross Meilen / Kilometer und ändert dann noch historische Fakten – dies natürlich zugunsten des Romans 🙄

Charaktere:
Johanna symbolisiert für mich eine sehr starke Frau, die für alle Frauen vergangener und kommender Epochen steht. Sie kann sehr viel und nutzt ihren Verstand um Gleichstellung / Gleichberechtigung zu erzielen.

Die Männer im Buch kommen zum größten Teil nicht gut weg. So sind sie doch davon überzeugt, dass sie die einzig wahren sind – zum größten Teil ist dem, gerade in der kath. Kirche, immer noch so. Schade, aber wohl nicht zu ändern. Umso mehr habe ich mich über die wenigen Ausnahmen gefreut. Es ist genau die Art von Männern, die den Geist bzw. das Wesen eines Menschen gesehen und nicht auf das Äußere geachtet haben. Es sollte mehr Menschen (egal ob männlich oder weiblich) dieser Art geben.

Cover:
Mit dem Cover kann ich irgendwie gar nichts anfangen. Es ist mir zu „rot“ und wirkt eher aggressiv und vernichtend.

Fazit:
Ein sehr schöner Roman, über die stärken des Willens, den ich an Leser von historischen Büchern empfehlen würde. Einzig die Verdrehung der historischen Fakten ist mir ein kleiner Dorn im Auge. Und ob Johanna nun wirklich auf dem Papststuhl saß, das werden wir wohl nie erfahren – sämtliche Dokumentationen, Bücher und Schriften werden wohl immer widersprüchlich ausgelegt werden. Ich denke daher, dass sich Leser, die sich gerne mit Mythen und starken Persönlichkeiten beschäftigen, mit „Die Päpstin“ eine eindrucksvolle Lesezeit bescheren können 😉

Die verbotene Oase: Mein neues Leben im Harem der Frauen – Choga Regina Egbeme

Klappentext:
Choga Regina Egbeme lebt in einer scheinbaren Idylle: Zusammen mit einigen Gefährtinnen und ihrer deutschen Halbschwester ist sie auf die verlassene Farm ihrer Mutter in Zentral-Nigeria gezogen. Geborgenheit und neuen Mut finden sie in der alten Lebensform: ein Harem, zu dem Männer aber keinen Zutritt haben. Doch ihr Zufluchtsort ist bedroht: Die islamische Nachbarschaft, die für die Einführung der Scharia kämpft, kann diese Frauengemeinschaft nicht dulden. Immer wieder werden die Frauen brutal überfallen. Choga muss die Farm mit hohen Mauern umgeben, aber wird es ihr gelingen, sich und ihre Gefährtinnen vor der feindlichen Welt außerhalb des Harems zu beschützen?


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Titel: Die verbotene Oase: Mein neues Leben im Harem der Frauen
Autor:  Choga Regina Egbeme
Verlag: Ullstein
Länge: 222 Seiten
ISBN: 978-3548363806
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Mit „Hinter goldenen Gittern“ begann die Geschichte um Choga (Koga) Regina Egbeme, im Harem ihres Vaters. Nun führen die tapferen Frauen ihren eigenen. Auf der Farm von Chogas Mutter bauen sich die Frauen ihr eigenes Leben auf, und Choga, die ihre Ausbildung als Heilerin abgeschlossen hat, versucht alles um ihre Familie vor dem tödlichen Virus und den gefährlichen Nachbarn zu schützen …

Schreibstil:
Der Schreibstil war besser als im ersten Teil. Choga sprang nicht so stark im Text und erklärt in angemessenen Längen. Sehr bewegend ist die Spiritualität und der Glaube, den sie sehr emotional und umfassend schildert.

Zitat S.223 (Danksagung):
Niemand kann die Welt allein retten. Es reicht, wenn wir nach der Hand unseres Nächsten greifen. Was für eine wunderbare Welt wäre das!

Zitat S.166:
Vielleicht ist [morden] keine Frage der Hautfarbe, sondern einfach in den Menschen drin. Immerhin können sie etwas, wozu Tiere nicht in der Lage sind: hassen.

Charaktere:
Choga war eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren eigenen Kopf einsetzt und alles versucht was sie kann. Ich bin sehr fasziniert von ihrer Persönlichkeit, von der wir uns alle etwas abschneiden können.

Magdalena, Chogas deutsche Schwester, spielt auch hier wieder eine Rolle. Ihre deutsche Art kommt sehr gut herüber und dennoch passt das afrikanische gut zu ihr. Ihre Art sich zu integrieren und sich den Gegebenheiten anzupassen ist erstaunlich und hat mich tief beeindruckt.

Die Mamas (Bisi, Ada, Ngozi) haben sich auch wunderbar entwickelt. Ich fand ihre Entwicklung und auch das freie denken wunderbar!

Cover:
Das Cover, der in weiß gehüllten Frau passt perfekt – nach dem Lesen versteht man auch warum 😉

Fazit:
Ein sehr bewegender zweiter Teil, der mich zu starken tränen rührte. Choga verwendete viele Fabeln und Sprüche, die sie hervorragend in ihr Buch einarbeitete. Daher eine Leseempfehlung für Leser, welche gerne Erfahrungen und Schicksalsberichte lesen. Von mir gibt es volle 5 Sterne für ein sehr bewegendes Schicksal und den Mut, dieses niederzuschreiben.

Das Gelübde – Kai Meyer

Klappentext:
Herbst 1818: In einer konfliktgeladenen Zeit, zwischen katholischer Anti-Aufklärung und preussischem Fortschrittsdenken, treffen zwei unterschiedliche Menschen aufeinander: Der Dichter Clemens Brentano und die junge Augustiner-Nonne Anna.

Brentano – eher ein Lebemann – glaubt nicht an Gott. Und so kann er auch Annas Marienvisionen zunächst nicht recht ernst nehmen. Doch nachdem ihm eine rätselhafte Frau in Schwarz erscheint und Anna ihm ein Geheimnis anvertraut, wandelt sich seine Einstellung. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Verbindung, die eigentlich vollkommen unmöglich ist …


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Titel: Das Gelübde
Autor: Kai Meyer
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 250
ISBN: 978-3404155040
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Als Clemens von Annas Leiden und Visionen erfährt, sucht er sie auf um sich wahrhaftig von ihren Stigmata und Erscheinungen zu überzeugen. Was er dann vorfindet übersteigt seine Vorstellungskraft …

Schreibstil:
Dies ist mein erstes Buch von Kai Meyer und ich habe bis jetzt nur positives gehört, daher bin ich mir nicht sicher, ob dieses Buch und der Stil nur ein Ausrutscher war, denn: Ich bin immer wieder über der Geschichte eingeschlafen 🙁 Der Stil und der Ausdruck konnten mich nicht fesseln allerdings ist die Idee der Geschichte gut.

Charaktere:
Anna war eine sehr langweilige Person. Als Nonne habe ich sie mir fromm und geduldig gewünscht, so war sie auch, aber zu langweilig. Egal was sie sagte, oder wie sie sich gab, es war langweilig und nichtssagend.

Clemens hat mir auch nicht gefallen. Auch er war trotz seinem fehlenden Glaubens zu glatt.

Fazit:
Es gab keine Spannung. Die Geschichte plätschert so dahin und nichts, aber auch gar nichts war aufregend. Ich empfehle das Gelübde an Leser, die gerne etwas über die katholische Kirche, Stigmata und Visionen lesen. Eventuell noch an Fans von Kai Meyer. Mir hat die Geschichte nicht gefallen weil ich keine Sympathien für die Charaktere aufbringen konnte und mir die Geschichte zu flach war, daher vergebe ich 2 Sterne.