Die Chronik der Bücherwelt 03: Das Buch der gelöschten Wörter – Die letzten Zeilen – Mary E. Garner

Reihenfolge:
Der Buchladen in der Percival Road (Prequel)
Der erste Federstrich
Zwischen den Seiten
Die letzten Zeilen
Das Buch der gefährlichen Wünsche
Das Buch der verbotenen Träume

Klappentext:
Die magische Buchwelt, in der Romanfiguren ihr eigenes Leben führen, ist für die Londonerin Hope Turner zur zweiten Heimat geworden. Doch das Geheimnis um die Buchwelt ist bedroht, und Hope hat sich dem Bund aus Menschen und Romanfiguren angeschlossen, um es zu schützen. Ihr Gegenspieler Quan Surt hat es vollbracht, die Barriere zwischen den beiden Welten zu durchbrechen. Seitdem ist es auch Buchgestalten möglich, in die reale Welt zu reisen, selbst den übelsten Bösewichten …


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Titel: Das Buch der gelöschten Wörter – Zwischen den Seiten
Autor: Mary E. Garner
Sprecher: Ann Vielhaben
Verlag: Lübbe
Länge: 688 Minuten
ASIN: B098FBWYLM
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Quan Surt hat es geschafft und die Tür des Portals für alle Buchfiguren geöffnet, doch wer ist der Verräter und kann Hope Schlimmeres verhindern?

Meinung:
Teil 3 knüpft nahtlos an den 2. Band an und es geht hauptsächlich darum, Quan Surt zu stoppen und auch den Verräter ausfindig zu machen. Es ist tatsächlich der schwächste Teil der Reihe und es zog sich doch arg in die Länge. Vieles war vorhersehbar und Spannung kam nicht wirklich auf, weil etliches wiederholt wurde. Die Figuren wirkten kraftlos, sie reagierten eher, als dass sie Eigeninitiative zeigten. Hope entwickelte dagegen fast magische Kräfte und regelte vieles von selbst. Alles löst sich in Friede, Freude, Eierkuchen auf und alle sind glücklich. Das passt einfach nicht, bzw. war es dann doch zu einfach. Ein Ende, was zwar schön ist (und so halb offen), aber nicht befriedigend im Hinblick auf die vorherigen Aktionen – es war einfach so „schwups“ da. Des Weiteren gab es Sprünge in der Handlung, die nicht immer nachvollziehbar waren und so wirkte es noch mehr nach einem erzwungenem Happy End. Ann Vielhaben liest, wie bisher, sehr gut und versucht jedem Charakter seine eigene Stimme / Tonlage zu geben, dies ist sehr angenehm.

Cover:
Das Cover passt zur Reihe. Es wirkt mystisch.

Fazit:
Ein, leider, sehr erzwungenes Ende – es wirkt sehr konstruiert und fantasielos. Daher nur 3 Sterne und eine Empfehlung nur an diejenigen, welche bereits die anderen Teile kennen. Ein Einstieg in Teil 3 ist nicht zielführend, weil er nahtlos an Teil 2 anknüpft.

Cool im Kreuzfeuer – Schlammschlachten, Cybermobbing und Rufmordkampagnen souverän überstehen – Suzanne Grieger-Langer

Klappentext:
Um ins Fadenkreuz zu geraten, muss man erst einmal interessant sein. Das ist natürlich nur ein schwacher Trost. Doch es ist tatsächlich so, dass nur der angegriffen wird, der den Ball hat. Das bedeutet, dass jeder, der erfolgreich ist, in Gefahr ist angegriffen zu werden. Diese Angriffe erfolgen hinterrücks und entweder werden kleinste Verfehlungen unendlich aufgebauscht und alle bisherigen Leistungen ignoriert, oder aber es werden wilde Lügen verbreitet. Derart mit Dreck beworfen, wissen die meisten gar nicht, wie ihnen geschieht und … treten voll ins Fettnäpfchen, was ihre Situation verschlimmert.
Das muss nicht sein, wenn man weiß, wie sich die typischen Aggressionsverläufe gestalten und wie man sich bestmöglich schützt.


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Titel: Cool im Kreuzfeuer – Schlammschlachten, Cybermobbing und Rufmordkampagnen souverän überstehen
Autor: Suzanne Grieger-Langer
Verlag: Profiler’s Publishing
Seiten: 336
ISBN: 978-3945112564
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Es hat bestimmt jeder schon mal irgendeine Art von Mobbing erlebt, der eine schlimmer, der andere weniger. Fakt ist: Mobbing ist scheiße! Die Gefühlswelt ist durcheinander, Unverständnis macht sich breit und der Drang sofort aus diesem Albtraum aufzuwachen ist vorhanden. Dieses Buch suggeriert einen Lösungsweg für diese Situation zu haben, also „Cool“ damit umzugehen und wie man sich bestmöglich schützt.

Leider etwas am Thema vorbei, denn es geht hauptsächlich um den privaten Kampf der Autorin gegen ihre Aggressoren. In über 100 Seiten ist die Verstrickung der Aggressoren untereinander (also als Netzwerk) aufgezeigt. Wer wie wann was gegen die Autorin geschrieben hat und wie sich die Aggressoren rausreden und immer wieder davonkommen. Das liest sich wie ein Krimi und es ist erschreckend welche Schlupflöcher es für Mobbing gibt, aber leider wiederholt sich ziemlich viel. Es hätte hier auch wesentlich weniger „Beweisführung“ getan und dafür mehr „coolness“.

Nach dem Lesen des Buches ist man im Bereich Umgang mit Mobbing nicht schlauer als vorher (man soll sich professionelle Hilfe holen – wirklich?!). Hilfe hätte man sich sicherlich auch so geholt. Allerdings ist man fit im Fall der Autorin, denn dieser ist penibel aufgearbeitet worden – auch mit persönlichen Belangen, warum steht ihre Seite nicht mehr auf Google Platz 1. Für ein Fachbuch zum Thema Mobbing eher unnötig, denn SEO-Marketing ist ein anderes Thema.

Ziel des Buches sollte es für den Leser sein, dass er entspannt in einer Krisensituation ist, dass er weiß wie man sich erstmal persönlich schützen, sich neu sortieren kann und gezielt Hilfe sucht.
Wie findet eine betroffene Person die richtigen Ansprechpartner, woran erkennt man gute Psychologen, gute PRler etc, wie findet man Fachkräfte die in diesem bestimmten Fall helfen, wer ist gut und zieht nicht nur das Geld aus der Tasche?! All dies fehlt!

Fazit:
Wer den Youtube Kanal von Suzanne Grieger-Langer kennt und verfolgt, hat alles was er wissen muss. Daher leider am Thema „Cool im Kreuzfeuer“ vorbei und mit 2 Sternen gibt es ein „gefällt mir nicht“.

Geister – Nathan Hill

Klappentext:
Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson . Er, der als kleines Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. – Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.


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Titel: Geister
Autor: Nathan Hill
Verlag: Piper
Seiten: 864
ISBN: 978-3492057370
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Samuel ist noch sehr jung, als seine Mutter die Familie für immer verlässt. Selbst als er erwachsen ist, versteht und verkraftet er diesen Verlust noch nicht. Noch erschütternder ist allerdings, dass seine Mutter wieder Kontakt zu ihm sucht und ihm alles offenbart …

Schreibstil:
Nathan Hill hat eine wundervolle Art zu schreiben. Er berichtet von Politikern, welche lieber nicht gewählt werden sollten – den Rummel um diese und wie sie mit Manipulation der Wähler zum Erfolg kommen. Er schreibt von schlechten Eigenschaften der Menschen, dass diese lieber mit Horrormeldungen konfrontiert werden, als mit positiven Nachrichten. Die Geilheit auf das Unglück anderer ist der Menschheit einfach wichtiger als Weltfrieden … Egal was er schreibt, man möchte es lesen und das Kopfkino entsteht.

Leider hat er aber einen Hang dazu, alles bis ins kleinste Detail zu beschreiben und dadurch ziehen sich Szenen ins unermessliche. Auch springt der Autor in seinen Erzählungen extrem von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück und es scheint egal zu sein, ob der Leser folgen kann oder nicht. Diese beiden Kritikpunkte machen „Geister“ zu einer schweren Kost.

Charaktere:
Die Charaktere werden durch die genauen Beschreibungen und detailverliebten Schilderungen sofort greifbar und es bleibt kein Spielraum für eigene Interpretationen, man muss die Charaktere also genau so sehen, wie Hill sie haben will.

Cover:
Das Cover ist ein totales Highlight! Die Haptik ist ganz toll und durch die Farbtöne und den Aufbau wirkt der Buchtitel noch mysteriöser und macht damit noch neugieriger auf den geschriebenen Inhalt.

Fazit:
Obwohl der Stil von Nathan Hill und die Geschichte gut sind, haben mich doch die Längen und Zeitsprünge in den einzelnen Szenen genervt. Daher bekommt „Geister“ nur 3 Sterne von mir.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.