Nachdem ich die letzten Tage etwas lesefaul war, habe ich den heutigen Tag zum Kauf neuer Bücher genutzt. Das heißt, mein Stapel ungelesener Bücher wächst und gedeiht.
Ich möchte in den nächsten Tagen den 3. Abschnitt von Lars Keplers Flammenkinder schaffen und den 1. Teil der Sturm-Trilogie von Nora Roberts abschließen. Dann folgt Hautnah von Julia Crouch.
Meine Planung hört dort erstmal auf und ich werde mich spontan für das nächste Buch entscheiden, wir werden sehen 😉
Heute neu dazugekommen sind:
Der König und die Totenleserin von Ariana Franklin
Klappentext:
Die erste Pathologin des Mittelalters ermittelt wieder. Artus, der sagenumwobene König, auf dessen Rückkehr seine Untertanen immer noch hoffen, und zwei Skelette, die von einem grausamen Mord erzählen: Könnte eines der beiden der geliebte König sein? Die Totenleserin Adelia erhält den Auftrag, die Ermordeten zu identifizieren, und gerät mitten in eine tödliche Intrige…
Der Fluch von Colonsay von Kaye Dobbie
Klappentext:
Eine junge Frau – ein altes Haus – eine düstere Vergangenheit. Eigentlich hat sie das Erbe gar nicht antreten wollen: Nur widerstrebend kehrt Rosamund nach Colonsay zurück, wo sie eine einsame Kindheit verbracht hat. Nun soll das stattliche, aber heruntergekommene Haus an der australischen Küste renoviert werden. Doch kurz nach ihrer Ankunft stellt Rosamund zu ihrem Schrecken fest, dass etwas Unheimliches in dem alten Haus vor sich geht. Zuerst ist es nur ein seltsamer Duft, dann folgen grauenhafte nächtliche Geräusche. Und schließlich hört sie eine Stimme, die klagend ihrem Namen zu rufen scheint. Als die ersten Unfälle auf der Baustelle geschehen, ist sich Rosamund sicher: Das Haus birgt ein furchtbares Geheimnis.
Der Durft der roten Akazie von Kaye Dubbie
Klappentext:
„Wer ist Ella Seaton?“ Diese Frage stellt sich Adam, als er am Straßenrand von Seaton Lagoon eine hübsche Dame von offensichtlich höherem Stande trifft, die aufgrund einer schweren Kopfverletzung ihr Gedächtnis verloren hat. Von den Gefahren des australischen Outbacks hat Ella Seaton, wie Adam sie nennt, keine Ahnung, und so machen sie sich gemeinsam auf, um nach Ellas Vergangenheit zu forschen. Eine Suche, die bald gefährlicher wird, als beide ahnen …
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Titel: Hinter goldenen Gittern – Ich wurde im Harem geboren
Autor: Choga Regina Egbeme
Verlag: Ullstein
Seiten: 253
ISBN: 978-3548363042
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen |
Klappentext:
Mit 42 Jahren lässt sich die Deutsche Lisa Hofmayer auf das Abenteuer ihres Lebens ein: Sie wird die 33. Frau eines reichen Afrikaners. In ihrer neuen Großfamilie findet Lisa ungeahnten Lebensmut Glücklich wächst ihre kleine Tochter Choga in der Obhut ihrer zahlreichen Mütter aus. Doch mit 16 Jahren wird ihr Leben zum Alptraum: Ihr Vater zwingt sie, einen 30 Jahre älteren Mann zu heiraten. Um Chogas Widerstand zu brechen, vergewaltigt er seine junge Frau brutal. Nur mit Hilfe ihrer Mutter gelingt Choga die FLucht …
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Die Geschichte beginnt mit einem Treffen von Choga und ihrer deutschen Schwester Magdalena. Die beiden treffen sich das erste Mal in ihrem Leben und erzählen sich ihre Geschichten.
Magdalenas Bericht von der Zeit mit ihrer Mutter in Deutschland fällt sehr knapp aus, aber ausreichend. Während Choga in ihrem Roman die Kennenlernphase ihrer Mutter mit ihrem Vater schildert und dann ihre Erlebnisse von der Geburt bis zum Eintreffen der Schwester in Afrika ausführlich niederschreibt.
Ich hatte große Schwierigkeiten mich in dieses Buch einzulesen. Choga Regina Egbeme ist mir am Anfang zu sehr hin und her gesprungen, so dass ich mich zu sehr konzentrieren musste. Nach ein paar Seiten hatte ich mich aber an den Stil gewöhnt und konnte flüssig weiterlesen.
Verwirrt hatte mich der Begriff „Harem“. Ich kannte diesen nur aus dem muslimischen, dort wird der Harem als ein abgetrennter und bewachter Wohnbereich für Frauen und Kinder eines Familienoberhauptes bezeichnet und muslimisch war Familie Egbeme nicht. Es waren stark religiöse Christen – eine Gemeinschaft mit dem Namen „The Family Of The Black Jesus“. Es wurde sich meist an christliche Werte gehalten, diese wurden gepredigt und zitiert. Die Gottesfürchtigkeit und der Glaube an Gott, Teufel und Hölle war allgegenwärtig. Nachdem ich also immer wieder über den Begriff „Harem“ stolperte und eigentlich eher an eine bewachte Frauenschar dachte, ging es mit dem Verstehen und Lesen wieder flüssiger weiter. Auch wurden mir viele Fragen nicht beantwortet. Was passierte mit den männlichen Kindern, die die Frauen gebaren? Es wurde zwar erwähnt, dass die Jungen 2 Jahre bei der Mutter blieben und die Frau auch Ruhe vor ihrem Mann hatte, aber was danach mit den Jungen passierte, blieb mir leider verborgen.
Auch die Beweggründe warum Lisa Hofmayer ihre Tochter doch etwas westlich aufwachsen lies und ihr somit das Leben als unterwürfige Erwachsene erschwerte habe ich nicht verstanden. Dennoch kam die Liebe der vielen Mütter die Choga empfand und erhalten hatte wunderbar herüber und rührte mich sehr.
Das Cover selbst hat mir auch etwas muslimisches Versprochen und es nicht wirklich gehalten, auch im Buch war oft die Rede von Verschleierung, das war mir irgendwie alles so unpassend. Natürlich mag es die Glaubensbewegung geben, völlig neu erschaffen von den Gründern der „Family Of The Black Jesus“.
Fazit
Eine Geschichte die viele Stile mischt. Den muslimischen und den christlichen Glauben, die südländische und westliche Erziehung und Begriffe, die ich mit Sachen verbinde, die ich nicht im Buch wiedergefunden hatte. Ich denke, dass das Buch sehr lesenswert ist es interessante Einblicke liefert, aber alle Fragen, die zum Leben von Choga Regina Egbeme gehören würden konnten mir nicht beantwortet werden und daher vergebe ich nur 3 Sterne.
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Titel: Satans Erbe
Autor: John Maylynn
Verlag: bookshouse
Seiten: 390
ASIN: B008KEBF2K
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir |
Dieses Buch hat sehr viele Handlungsstränge, die alle irgendwann zusammen finden – ich mag das 😀 . Begonnen wird 2008 im Sanatorium. Die Patientin Elisa fängt nach 11 Jahren totaler Verschlossenheit wieder an zu reden und beginnt dann mit Hilfe von Ärzten ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Was ist ihr wohl zugestoßen?
Stil
Der Stil von John Maylynn ist außergewöhnlich. Beim Lesen wusste ich sofort, was mir der Autor mitteilen wollte und ich sah Bilder seiner Geschichte vor mir – das mag ich auch, allerdings wurde es mir bei einigen Textpassagen zuviel. Diese Brutalität die John Maylynn an den Tag legt passt mir nicht. Natürlich spricht der Titel des Buches Bände, aber dennoch wollte ich keine Opferrituale lesen und auch nicht wissen wie der Begriff „Menschenopfer“ noch interpretiert werden kann.
Charaktere
Es gibt so viele Personen im Buch, dass jeder auf seine Art einzigartig ist. Fast jeder Charakter wirkt real und hat daher einen glaubwürdigen Platz in der Geschichte. Zu Teilen fühlte ich so stark mit, dass ich einige Seiten Überblättern musste, da ich das Leid einfach nicht lesen konnte.
Cover
Mit dem Cover kann ich gar nichts anfangen und weiß auch nicht recht, was es mir sagen soll. Natürlich wird im Vorwort die Geschichte der weißen und schwarzen Rose erklärt, aber ich hätte mir jetzt, da ich die Geschichte kenne eher ein anderes Cover gewünscht.
Fazit
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven und ich würde es erst ab mindestens 16 Jahren freigeben, denn einige Stellen sind einfach zu brutal für Jugendliche. Sehr gefallen hat mir der bildliche Stil und auch die vielen Stränge der Geschichte, das macht Spannung und weckt bei mir immer den Wissensdurst. Ich vergebe für Satans Erbe 4 Sterne, weil mir das Buch bis auf die satanistischen Rituale der Tier- und Menschenopfer sehr gefallen hat.
So nach dem ich jetzt auch wieder etwas Zeit habe werde ich mich mal an meiner ersten Rezession versuchen. Ich werde versuchen mich etwas an Cora’s Stil anzupassen auch wenn es bei mir sicher alles etwas kürzer ausfällt.
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Titel: Brennende Finsternis – Lady Alexia 2
Autor: Gail Carriger
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 416
ISBN: 978-3-442-37650-6
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir |
Inhalt
Ohne dass irgendjemand dafür eine Erklärung hätte, verlieren sämtliche Vampire und Werwölfe in London ihre übernatürlichen Fähigkeiten. Lady Alexia hält es nicht nur für ihre Pflicht, sondern nachgerade für ihr Recht, ihren Ehemann, dem Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten, bei dessen Untersuchungen zu unterstützen. Schließlich sind sie frisch verheiratet, und Alexia ist nicht bereit, ihren geliebten Werwolf bereits wieder zu teilen …
Cover
Was soll man dazu schon sagen, eine schöne Frau bei Mondschein, wenn man sich nur nicht dafür mit ihrem Gatten dem Werwolf Lord Maccon anlegen müsste. Leider kommt der Parasol auf dem Cover nicht an den von Madame Lefoux entwickelten heran.
Fazit
Auch beim 2. Teil bin ich sehr gut in das Buch hereingekommen, die Charaktere sind mir sehr vertraut und es ist schön das Alexia auch nach ihrer Hochzeit nicht an Biss verloren hat und gleich zeigt wer im Rudel was zu sagen hat :). Erwähnenswert ist auch die Erfinderin Madame Lefoux die erstaunliche Gerätschaften erfunden hat und deren Kleidung nicht gerade typisch für das viktorianische England ist.
Alexia’s Reise nach Schottland zu den Wurzeln ihres Mannes und um diesen zu unterstützen bei der Klärung warum in London zeitweise alle übernatürlichen Fertigkeiten ausgelöscht wurden war sehr spannend zu verfolgen, auch bei den Umständen am Ende des Buches gibt es keine Frage das man auch den 3.Teil lesen muss.
Ich fand das Buch sehr spannend und auch wenn es etwas sehr weit hergeholt ist, hatte es auch was von James Bond (Alexie als 007 und Madame Lefoux als Mr. Q.)
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Titel: Ein wildes Herz
Autor: Robert Goolrick
Verlag: btb
Seiten: 352
ISBN: 978-3442753741
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen |
Klappentext:
Virginia, 1948. In der beschaulichen Kleinstadt Brownsburg kennt jeder jeden und alles geht seinen gewohnten Gang. Bis eines Tages ein Fremder auftaucht, mit zwei Koffern in der Hand. Auf den ersten Blick scheint er nicht viel zu besitzen, dieser Charlie, außer seinen kostbaren Messern. Damit kann er so geschickt umgehen, dass er für den Metzger am Ort zum unentbehrlichen Mitarbeiter wird – und zum Freund der Familie. Doch im Laden begegnet Charlie auch der Ehefrau des reichsten Mannes der Stadt: Sylvan. Sie ist jung, sie ist schön und sie scheint nicht wirklich in das verschlafene Nest zu gehören mit ihren glamourösen Kleidern, ihrer Sonnenbrille und dem tiefrot geschminkten Mund. Charlie weiß sofort: Sie ist die Frau, von der er schon immer geträumt hat. Es ist der Beginn einer Amour fou, die nicht nur sein Leben aus der Bahn werfen wird …
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Das Buch ist im Stil einer Erzählung geschrieben und richtet sich auf den ersten Seiten an den Leser/Zuhörer. Wer die Geschichte erzählt, wird natürlich erst auf den letzten 3 Seiten verraten, solange muss man sich also gedulden. Dann beginnt die Geschichte in der Charlie Beal nach Brownsburg kommt.
Stil
Der Ausdruck des Autors war für mich sehr gewöhnungsbedürftig und teilweise sehr langweilig. Ab und an wollte ich das Buch nicht mehr lesen und quälte mich über sehr langwierige Passagen hinweg. Dann war ich wieder froh mich doch durchgebissen zu haben, denn Teile der Geschichte und auch der Aufbau waren sehr interessant und ließen mich neuen Mut schöpfen.
Die Geschichte aus Sicht einer Erzählung spielen zu lassen verwirrte mich zu Anfang, da ich nicht wusste, wer erzählt und wem? Ich fühlte mich zwar als Leser angesprochen, aber hatte Probleme dann ins Buch einzutauchen, da ich auf weitere Anreden vom Erzähler wartete. Als nur den Satz zur Einleitung des Buches.
Charaktere
Charlie Beal ist ein Mann voller Rätsel auch nach dem Lesen weiß ich ihn immer noch nicht zu greifen, ihn einzuschätzen. So gerne hätte ich über ihn gewusst, warum er allein nach Brownsburg kam, was er vorher machte und wo er das ganze Geld her hatte. Nichts habe ich erfahren und das ist schon sehr ärgerlich in meinen Augen.
Sylvan ist eine junge Frau die es im Leben nicht leicht hat. Am Anfang hatte ich noch Mitleid mit ihr. Ein Mann an ihrer Seite, den sie nicht liebt und ein Leben, welches nicht nach ihren Wünschen gestaltet ist. Aber je mehr ich über sie wusste umso lieber hätte ich sie wieder vergessen. Die Liebe mit Charlie fing gut an und aus Liebe vergisst sie sich selbst – mit solchen Charakteren habe ich einfach so meine Schwierigkeiten…
Sam ist ein wundervoller kleiner Junge, der es im ganzen Buch nicht leicht hat. Ihn hätte ich gerne ab und an in meine Arme geschlossen und ihm immer wieder gesagt, dass es nur eine Geschichte ist, in der er leider eine Hauptrolle übernommen hat.
Cover
Das Cover trifft den Ernst der Geschichte sehr gut. Ein Mann und eine Frau Händchen haltend auf einer Weide. In schwarz-weiß trifft das Cover die Dramatik im Buch und die damalige Zeit.
Fazit
Ein Buch mit vielen Facetten. Teilweise langweilig bis nichts sagend dann spannend, brutal, erotisch und liebenswert. Für den schwierigen Einstieg und für viele Fragen die offen bleiben ziehe ich 2 Sterne ab. 3 Sterne gebe ich aber für Sam und das tolle Ende (dies hat für mich einiges rausgerissen). Empfehlen würde ich das Buch an Leser, die Freude an Liebesgeschichten haben, die alten Zeiten mögen und auf überraschende Wendungen stehen.
Ich bedanke mich ganz herzlich beim btb-Verlag für die Zusendung von „Ein wildes Herz“ von Robert Goolrick!
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