Cursed for Good – Amy Coombe

Klappentext:
Prinzessin zu sein, ist gar nicht so leicht: Die kleinen Feen im Königsgarten beißen, die schönen Kleider zwicken, und zwischen den vielen Reisen, Eröffnungszeremonien und königlichen Bällen bleibt kaum Zeit zum Lesen. Als Tandy verflucht wird, in einem Buchladen zu leben, bis sich ihr Herzenswunsch erfüllt, ist das daher wie ein wahr gewordener Traum. Endlich hat sie alle Zeit der Welt, sich ihren Büchern zu widmen – nur eine pubertierende Shopassistentin (ihre Drachenflügel stoßen ständig die Regale um) und ein bücherstehlender Pirat (er ist attraktiver, als es gut für ihn – und Tandy – ist) machen ihr das Leben schwer. Zudem sind Tandys Eltern gar nicht begeistert. Sie entsenden die sieben Prinzen der umliegenden Reiche, um Tandy zu umwerben und von ihrem Fluch zu befreien. Denn ist es nicht der Herzenswunsch einer jeden Prinzessin, ihren Prinzen zu finden? Oder doch eher einen sexy Piraten?

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Titel: Cursed for Good
Autor: Amy Coombe
Verlag: Kyss
Länge: 434 Seiten
ASIN: ‎B0FXW17B8F
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Tandy ist verflucht und muss so lange in einem Buchladen leben, bis sich ihr Herzenswunsch erfüllt, aber was ist, wenn es schön ist, in einem Buchladen zu leben?

Meinung – mit Spoilern:
Nach dem Lesen des Klappentextes wollte ich das Buch lesen, denn was gibt es schöneres, als in einem Buchladen zu leben? Dass der Klappentext allerdings den kompletten Inhalt wiedergibt, damit hatte ich nicht gerechnet.
Tandys Welt wird nicht erklärt, es wird vorausgesetzt, das man weiß, was Dragona, Halblinge etc. sind und das man sich diese auch so vorstellt, wie es die Autorin getan hat, denn sonst wirken ihre beiläufigen Beschreibungen gar nicht. Auch die Namen der Figuren sind zwar typisch Fantasygeschichte, sehr lang, unaussprechlich und lassen keinen Rückschluss auf die Art des Wesens zu, aber stellenweise hat man es dann doch übertrieben und so viele Buchstaben in unaussprechlicher Reihenfolge ergänzt, das es einfach keinen Spaß mehr machte, da hilft es dann auch nicht, das alle einen Spitznamen bekommen, der sehr kurz ist. Das Setting ist daher eher befremdlich und wenig einladend und so bleiben die Figuren blass und wirken konstruiert. Als Tandys Eltern dann die Prinzen zu ihr schicken, um sie vom Fluch zu befreien wird es fast lächerlich. Einer ist verrückter als der andere und die Frage war nur noch, welches Trauma versucht die Autorin zu kaschieren – in der Danksagung wird dann auch das gelöst. Die Handlung zieht sich unwahrscheinlich, springt immer wieder zwischen Tandys Gedanken und Unterhaltungen. Gerade die letzten 100 Seiten sind unwahrscheinlich zäh. Weil jede Figur das Gespräch mit „Aha“ und „Oh“ kommentieren muss und alle alles verstehen, nur Tandy nicht und dann wird das von jedem erklärt und wieder von allen mit kurzen Lauten kommentiert. Es ist wirklich extrem nervig! Das dämlichste allerdings, der Fluch wird nur dadurch gelöst, dass Tandy ihren Wunsch äußert, umgesetzt wurde er zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht!

Cover:
Das Cover ist niedlich gestaltet und passt zum Inhalt, vor allem der Farbschnitt auf dem Paperback ist gelungen.

Fazit:
Ein Buch ohne klare Zielgruppe, absolut vorhersehbar und übertrieben konstruiert. Daher gibt es von mir nur 2 Sterne und keine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich bei Rowohlt für das Rezensionsexemplar.

Die Chronik der Bücherwelt 01: Das Buch der gelöschten Wörter – Der erste Federstrich – Mary E. Garner

Reihenfolge:
Der Buchladen in der Percival Road (Prequel)
Der erste Federstrich
Zwischen den Seiten
Die letzten Zeilen
Das Buch der gefährlichen Wünsche
Das Buch der verbotenen Träume

Klappentext:
Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung Mrs. Gateway’s Fine Books verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr …


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Titel: Das Buch der gelöschten Wörter – Der erste Federstrich
Autor: Mary E. Garner
Sprecher: Ann Vielhaben
Verlag: Lübbe
Länge: 681 Minuten
ASIN: B09581NCWF
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Hope Turner liest gerne und führt ein ganz normales Leben, bis sie sich eines Tages in einen Buchladen verirrt und dort auf Menschen trifft, die ihr die fiktive Welt der Romanfiguren näher bringen und ihre echte Welt damit auf den Kopf stellen.

Meinung:
Die Geschichte um die magische Welt der Bücher ist romantisch, witzig und wahnsinnig spannend. Hauptaugenmerk ist, dass seit es das Internet gibt, immer viele Sätze und Wörter geschrieben und dann gelöscht werden. Diese vernichteten Satzfetzen landen im Buch der gelöschten Wörter und wenn dieses voll ist, dann verwirklicht es sich. Anders gesehen ist die Anonymität des Netzes auch eine Einladung, viele Dinge nicht zu löschen und Hatespeech ist mittlerweile in aller Munde, daher hat dieses Buch einen guten Bezug zur Realität und wer weiß, ggf. gibt es den geheimnisvollen Buchladen und seine Wanderer (Walker) und die Verwandler (Turner) ja wirklich?! Gerade, weil die Geschichte in der echten Welt und der Bücherwelt spielt, ist es gut zu greifen. Auch die Erklärungen der Figuren, wie sie sich im Roman sehen und wie sie sich in ihrer Freizeit verhalten, ist herrlich. Klassiker haben besonders viel Platz bekommen, Stolz und Vorurteil (Jane Austen), Sturmhöhe (Emily Brontë), Bambi, Lassie, Black Beauty. Es ist also eine wahre Freude, die Privatseite der Hauptfiguren und auch Nebenfiguren zu entdecken – gerade Bambi hat mich so zum Lachen gebraucht, dass ich Tränen in den Augen hatte. Der Spannungsbogen ist sehr gut, wo gibt es immer wieder Wendungen, welche die eigenen Gedanken komplett über den Haufen werfen – das ist so toll! Die Charaktere sind liebreizend und Ann Vielhaben liest zudem genial! Selbst bei Lassie baut sie ein kleines Hecheln ein, sodass die Hündin ihre volle Persönlichkeit übermitteln kann.

Cover:
Das Cover ist schön und passt zu Reihe. Es wirkt geheimnisvoll.

Fazit:
Ein erster Teil, der mich komplett überzeugt hat und der zweite Teil wartet schon auf mich. Daher volle fünf Sterne für eine spannende sowie bezaubernde Geschichte mit sympathischen Charakteren und einer sehr guten Leserin. Eine absolute Leseempfehlung für alle, welche gerne fantasievolle (realitätsnahe) Bücher lesen, bei denen die klassische Literatur einen hohen Stellenwert genießt, aber auch die Figuren der Literatur beleuchtet und ihnen eine ganz andere Stimmung einhaucht, denn wer kommt schon auf die Idee, dass Guinevere (Artussage) lesbisch sein könnte?!