April
13
Girl on the Train: Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich – Paula Hawkins
Cora

Klappentext:
Sie beobachtet dich – und schleicht sich in dein Leben.
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von „Jess“. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse…


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Titel: Girl on the Train: Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich
Autor: Paula Hawkins
Sprecher: Britta Steffenhagen, Rike Schmid, Christiane Marx, Gabriele Blum
Verlag: Random House Audio
Länge: 723 Minuten
ASIN: B00Y0K0FOW
Meine Bewertung: 1 Stern, gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Girl on the Train ist ein Thriller, der mit einer vielversprechenden Prämisse startet: Eine Frau beobachtet täglich aus dem Zug heraus das Leben anderer Menschen und glaubt, in ein Verbrechen verwickelt zu sein. Inhaltlich dreht sich alles um die Perspektiven von Rachel, Anna und Meghan, deren Leben nach und nach miteinander verknüpft werden.

Meinung:
Aus meiner Sicht ist das Buch enttäuschend. Die Handlung zieht sich unnötig in die Länge, ohne dabei wirklich Spannung aufzubauen – es entwickelt sich eher schleppend und vorhersehbar. Bereits etwa ab der Hälfte lässt sich die Auflösung recht klar erahnen, wodurch der Rest der Geschichte kaum noch fesselt. Besonders störend sind die Figuren: Keine der Hauptpersonen wirkt sympathisch oder wirklich greifbar. Stattdessen dominieren klischeehafte Darstellungen – die Frauen wirken allesamt psychisch instabil, alkoholabhängig oder obsessiv, während die Männer durchgehend unsensibel bis brutal gezeichnet sind. Dadurch fehlt es an Identifikationsfiguren und emotionaler Tiefe.
Auch das Hörbuch konnte daran wenig ändern bzw. verschlimmerte sogar diese Eintönigkeit der Charaktere. Selbst bei doppelter Geschwindigkeit bleibt die Erzählung zäh. Zusätzlich erschwert die fehlende klare Kennzeichnung der Perspektivwechsel das Zuhören – man muss ständig selbst herausfinden, ob gerade Rachel, Anna oder Meghan spricht, was den ohnehin schwachen Lesefluss weiter beeinträchtigt.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte und erinnert auch ein bisschen an Miss Marple und 16:50 Uhr ab Paddington – nur das Marple besser war.

Fazit: Trotz der interessanten Grundidee ist das Buch insgesamt ein enttäuschender Thriller mit vorhersehbarer Handlung, unsympathischen Figuren und wenig Spannung. Ohne das Hörbuch hätte ich vermutlich schon nach kurzer Zeit abgebrochen. Ich vergebe daher nur einen Stern und rate vom Buch ab.