Juli
15
Stigmata: Nichts bleibt verborgen – Beatrix Gurian
Cora

Klappentext:
Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …


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Titel: Stigmata: Nichts bleibt verborgen
Autor: Beatrix Gurian
Verlag: Arena
Seiten: 384
ISBN: 978-3401069999
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Emma verliert durch einen Autounfall ihre Mutter. Sie leidet unter diesem Verlust und gibt sich auch noch die Schuld an dem Tod. Emma gibt sich auf, bis sie ein Päckchen erreicht, in dem ihr mitgeteilt wird, dass sie die Mörder ihrer Mutter finden soll …

Schreibstil:
Spannend, beklemmend, nervenaufreibend. Anders kann ich dieses Werk nicht beschreiben! Mir wurde so oft warm, ich bekam Atemnot und zitterte – so sehr fieberte ich mit den Charakteren mit. Mein Kopfkino schaltete sich sofort ein und später fühlte ich auch noch – Wahnsinn! So muss es sein 😀 Der Ausdruck ist passend und für jugendliche und Erwachsene Leser zu empfehlen.

Charaktere:
Die junge Emma gefiel mir sehr gut, ich fühlte mit ihr und bewunderte ihren Mut. Leider entwickelte sie auf den letzten Seiten eine Art, die ich nicht mochte, sie wirkte übermächtig und allwissend.

Die anderen Charaktere blieben geheimnisvoll, nie wusste ich was ich von wem halten sollte. Ich wurde beim Lesen immer wieder in die irre geführt und stand, genau wie Emma, immer im Regen.

Cover:
Der Schutzumschlag ist ein echter Hingucker mit toller Haptik. Der Einband ist dunkelgrün und am Buchrücken findet sich auch eine silberne Einpressung.

Fazit:
Ein tolles Buch mit gruseligen Fotos untermalt. Ich habe sehr lange keinen so spannenden und fesselnden Schocker mehr gelesen und empfehle dieses Buch wirklich allen!

Hintergrundinfo:
Dieses Buch ist ein gemeinsames Werk von Beatrix Mannel und ihrem Mann Erol Gurian. Sie schrieb und er lieferte die zur Geschichte gehörenden Bilder, die in dem Buch abgedruckt wurden.

Ich bedanke mich beim Arena Verlag für das Rezensionsexemplar.

Juli
15
[Urlaub] – ich war unterwegs …
Cora

Schrammtor

Hallo ihr lieben,

eventuell habt ihr euch gewundert warum es hier so ruhig war. Ganz einfach: Ich bin mit „Totenblick“ von Markus Heitz nicht weitergekommen und spontan in die Berge gefahren um das Hörbuch zu beenden 😳 Beim letzten Mal konnte ich 2 Hörbücher (Die Schattenträumerin und Der Hof) binnen einer Woche hören und von daher bot sich das einfach an 😉

Aber so ganz einfach gestaltete sich meine Hörbuchaktion dann doch nicht 🙄 Während meiner Autofahrt konnte ich fleißig hören, aber ich bin so gut durchgekommen, dass 1,5 Stunden einfach nicht ausreichen um viel zu schaffen. Als ich mich dann aufmachte um einen Berg zu erklimmen machte mein iPod nach 10 Minuten schlapp und ich hatte mein Akku-Pack vergessen. In meiner Ferienwohnung habe ich gelesen – also war dort auch kein vorankommen mit „Totenblick“ 🙁 Am nächsten Tag gab es ein wundervolles Unwetter mit Hagelkörnern so groß wie Hühnereier und Regen ohne Ende. Also blieben mir wieder nur die Autofahrten und kurze Wanderwege zu den einschlägigen Berglokalen 😉 Aber dennoch konnte ich 2 wunderschöne Touren abkraxeln und bin auf der Fahrt nach Hause dem „Totenblick“ auf die Schliche gekommen!

Dann habe ich noch Harem Girls und Stigmata gelesen und habe natürlich die schöne Aussicht von meinen Lieblingsbergen genossen. Alle Rezensionen erscheinen in den nächsten Tagen.

In diesem Sinne: Auf einen tollen Sommer 😀

Kategorien: Allgemeines
Juli
06
Pandämonium I – Die letzte Gefahr – Alexander Odin
Cora

Klappentext:
Ein gefährliches Virus breitet sich in Berlin aus, das die Menschen grausam verändert. In einem Plattenbau, der unter Quarantäne gestellt wird, bangen die sechzehnjährige Naomi und eine kleine Gruppe von Nachbarn um ihr Leben. Als ihnen die Flucht gelingt, landen sie in Berlin Mitte, das mittlerweile von Stacheldraht umzäunt und zur Seuchenzone erklärt wurde. Noch ahnt keiner, dass Berlin erst der Anfang ist – und dass hinter dem Todesfieber ein globales Netzwerk steckt, das nur ein Ziel hat: Die Menschheit soll sich selbst zerstören …


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Titel: Pandämonium – Die letzte Gefahr
Autor: Alexander Odin
Verlag: Bastei Entertainment
Seiten: 417
ASIN: B008NXG00U
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Pandämonium lag schon Ewigkeiten auf meinem Reader und musste nun auch mal gelesen werden. Ich bin ehrlich, ich stehe gar nicht auf Geschichten zum Thema Weltuntergang, Zombis oder Todesviren, aber das Buch habe ich mir damals Gratis geladen und was ich habe lese ich 😳 Gereizt hat mich damals, dass die Geschichte in Berlin spielt und dies war auch der Grund, warum ich Pandämonium jetzt gelesen habe.

Inhalt:
Die 16-jährige Naomi lebt mit ihren Eltern in Berlin-Charlottenburg (gehobene Wohngegend) und verliert durch tragische Weise ihren Vater. Allein kann ihre Mutter die teure Wohnung nicht mehr halten und so ziehen beide nach Berlin-Mitte, in eine Plattenbausiedlung. Naomi leidet sehr unter dieser Veränderung, kapselt sich ab und lebt immer mehr in ihrer eigenen Welt. Als Teen, mit einem Fernrohr und Notizbuch ausgestattet, stellt sie brutale Veränderungen in ihrer Nachbarschaft fest. Was geht nur in der Platte vor und warum haben alle Lust auf Menschenfleisch ?!

Schreibstil:
Der Stil von Alexander Odin gefiel mir gut. Im ersten Abschnitt konnte ich noch sehr gut in die Geschichte eintauchen, das Geschehen war normal und Berlin wurde hervorragend beschrieben. Aber irgendwann tauchten viele Brutalitäten auf, die sehr detailliert beschrieben wurden – mir war das irgendwie zu heftig. Auch wurde es mit zunehmender Action immer unlogischer. Viele Fragen tauchten auf, wurden mir aber nicht beantwortet. Der Ausdruck war die ganze Zeit über passend und angebracht, allerdings nicht für Leser unter 14 Jahren zu empfehlen.

Charaktere:
Naomi war mir sympathisch. Ihre Verzweiflung um den Verlust des Vaters war glaubhaft geschildert und ihre psychischen Probleme ebenfalls. Im Laufe der Handlung wurde sie mir dann zu übermächtig. Sie wirkte viel zu reif für ihr alter und handelte nicht mehr so, wie ich sie zu Beginn kennenlernte.

Naomis Mutter blieb farblos, ebenso andere Charaktere, die eine große Rolle und viel Platz einnahmen. Dennoch sind sie mir kaum in Erinnerung geblieben. Sie handeln kaum eigenständig und dadurch vorhersehbar.

Cover:
Das Cover ist genial. Berlin in einem mystischen Nebel.

Fazit:
Ein spannendes Buch mit einem offenen Ende – Teil 2 ist geplant – welches sich mit dem Hass der Menschheit beschäftigt. Die Idee hinter Pandämonium ist sehr interessant und dadurch ist diese Geschichte lesenswert. Mich konnten die Charaktere sowie viele Ungereimtheiten nicht überzeugen, dennoch gefiel mir Pandämonium ganz gut, daher vergebe ich 3 Sterne.

Juni
30
Magie liegt in der Luft …
Cora

… anders kann ich mir meine virtuelle Begegnung nämlich kaum erklären 😳 vorgestern habe ich „Eine Hexe zum Verlieben“ beendet und rezensiert. Dabei habe ich mich über das dürftige Lektorat aufgeregt und mich beim Verlag gemeldet. Von denen habe ich bis jetzt noch nichts gehört, ABER: eine ganz liebe E-Mail der Autorin erreichte mich …

Ich bin ja immer sehr nervös, wenn ich ein Buch rezensiere und sich darauf dann die Autorin bzw. der Autor bei mir meldet. Bis jetzt hatte ich zwar nur eine bitterböse und ganz viele liebe E-Mails im Postfach, aber trotzdem klopfte mein Herz schneller. Eine Mail von Kristina Günak zu meiner Rezension 😳 mit schweißnassen Händen und pochendem Herzen habe ich mich dann doch getraut die Mail zu öffnen und fand eine super liebe Nachricht vor. Autoren sind halt doch nicht böse – nur einige 😉

Kristina teilte mir mit, dass ich Recht habe und sie daher auch die Rechte an den Büchern zurück erworben habe. Die Bücher erscheinen Anfang 2015 in neuem Design und lektoriert erneut. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden! Als kleinen Bonus erhalte ich den 2. Teil der Eli-Reihe als Rezensionsexemplar und freue mich natürlich sehr darüber! Hier nochmals ein ganz liebes Dankeschön 😀

Kategorien: Allgemeines Tags: ,
Juni
30
Verdammt gute Nächte – Kathrin Schrocke
Cora

Klappentext:
Seit wann muss Liebe einen Sinn ergeben?

Jojo ist 15 und zählt zu den einsamsten Geschöpfen auf diesem Planeten. Sein Freund Michael steht auf schlechte Pornos, sein Freund Sushi ist ein adoptierter Japaner und Musterschüler, und seine erste große Liebe Lilli ist – seit einem Monat mit Michael zusammen. Dann taucht plötzlich Puma auf. Sie ist hübsch, cool, witzig und fährt einen roten Alfa Romeo Spider. Aber das Wichtigste ist: Sie nimmt ihn ernst. Die Sache hat nur einen Haken: Puma ist doppelt so alt wie er …


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Titel: Verdammt gute Nächte
Autor: Kathrin Schrocke
Verlag: Sauerländer
Seiten: 208
ISBN: 978-3737367134
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
 sehr

Es gibt Bücher, die muss jeder gelesen haben und dieses gehört definitiv dazu!

Aber ich fange mal von vorne an:
Kathrin Schrocke war mir bereits von Freak City bekannt. Auch in diesem Buch befasste sich die Autorin mit einem ungewöhnlichen Buchthema – eine Liebe zwischen einem tauben Mädchen und einem hörenden Jungen. Die Thematik bei „Verdammt gute Nächte“ ist wieder nicht alltäglich und hervorragend umgesetzt.

Der 15-jährige Jojo weiß nicht wirklich wo er steht. Sein von Pornos faszinierter Kumpel Michael ist so anders als er, muss er sich das Zeug nun auch ansehen um eine Freundin zu finden? Seine kurzzeitige Liebe Lilli ist ja schließlich mit Michael zusammen … Auch mit seinen Eltern kann Jojo kaum reden. Sein leiblicher Vater hat kaum Zeit für ihn und seine Mutter inkl. dem neuen Lebensgefährten behandeln ihn nicht seinem Alter entsprechend. Jojo ist allein und verzweifelt, bis die 30-jährige Puma auftaucht und ihn so akzeptiert wie er ist …

Der Schreibstil ist göttlich! So einfühlsam und doch direkt, beschreibt Kathrin Schrocke ein Tabuthema, welches zum Nachdenken anregt. Die Geschichte ist ausgefüllt mit Metaphern, Gedanken und Provokation. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass nichts dem Zufall überlassen wurde, die Charaktere mit ihren besonderen Namen (Jojo = auf und an; Puma = wild, gefährlich, sinnlich; usw.), die Schauplätze und deren Gestaltung (Garten = verwildert, gesittet). Dennoch wirkte der Schreibstil flüssig, es gab keine Konstruktion, sondern eher ein harmonisches miteinander der Figuren, der Schauplätze und dem Geschehen. Ein Buch mit sehr viel Tiefgang. Natürlich ist die Geschichte auch zum wachrütteln gedacht und es gibt Szenen, die für Jugendliche unter 14 Jahren nicht geeignet sind, dennoch sind diese Szenen mit einer Ästhetik geschrieben die ich bewundernswert finde. Der Ausdruck ist passend und wirkt authentisch, egal in welcher Situation.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und harmonieren perfekt. Besonders interessant finde ich die Namenswahl. Beim Lesen kann darauf geachtet werden, es muss aber nicht. Ich fand das Hinterfragen der Namen in Bezug auf den Charakter spannend und habe das Buch vielleicht gerade dadurch noch intensiver gelesen.

Jojo und das ständige auf und ab seiner Gefühle zu sich und zu anderen. Die Charakterzeichnung hat mir sehr gut gefallen und spiegelt einen typischen Jugendlichen wieder.

Puma hat mir besonders gut gefallen. Sie wird im Buch kaum beleuchtet und bleibt ziemlich farblos. Dennoch ist gerade diese Sichtweise etwas ganz tolles. Sie ist einfach da, sie benimmt sie zu jedem Menschen gleich, achtet nicht auf Konfession, Aussehen oder Alter.

ACHTUNG SPOILER (zum Lesen markieren):
In einer Szene wird Jojo mit ihr intim, sie weiß, dass dies verboten ist und bleibt am Rand des legalen. Die Szene geht nicht von ihr aus, sondern vom Jojo. Es zeigt deutlich, dass Jojo sich aufgrund von Pumas verhalten und nicht wegen ihres Alters in Puma verliebt hat. Er will sie erkunden und sie lässt es zu. Dennoch animiert sie Jojo nicht und hält ihn auf Abstand.
SPOILER ENDE

Michael, der sich viele Pornos im Netz ansieht und sehr informiert scheint, ist mir sehr unsympathisch erschienen. Er will alles kennen, weiß, dass alles nur gestellt ist und flüchtet vor der langweiligen Realität. Dass aber ein gestörtes Sexualleben oder die Sicht darauf entstehen kann, scheint ihm egal zu sein.

Das Cover finde ich sehr sinnlich, es könnte aber auch abschrecken. Ich möchte nochmals betonen, dass „Verdammt gute Nächte“ ein Buch über ein Tabuthema (junger Mann – reife Frau) ist und sich nicht um das Treiben der beiden dreht!

Fazit:
Ein bemerkenswertes Buch, welches sehr zum Nachdenken anregt und tiefgründig ist. Mir haben die Charaktere sowie deren Handlungen gefallen und glaubhaft vermittelt. Daher vergebe ich volle 5 Sterne für einen Roman, der sich mit einem schwierigen Thema befasst. Eine Leseempfehlung, wie oben bereits geschrieben, geht ab alle über 14 Jahre !

Ich bedanke mich bei Kathrin Schrocke für das Rezensionsexemplar.