Klappentext:
Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht.
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Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Autor: Jonas Jonasson
Verlag: btb
Seiten: 432
ISBN: 978-3442744923
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht |
Inhalt:
Allan wird 100 Jahre alt. Nach dem Mittagessen und vor seinem Geburtstagskaffee verschwindet er auf eigene Faust aus dem Altersheim. Egal wohin, nur weg – Geld hat er gespart – steigt Allan in einen Bus und fährt ins ungewisse …
Schreibstil:
Als freier Journalist und nun auch Schriftsteller hat Jonasson große Erwartungen in mir erweckt und nicht eingehalten. Der Schreibstil ist lächerlich banal und der Ausdruck vulgär bis rassistisch. Ich erinnere mich noch gut an die Debatte Preußler / Thienemann Verlag mit bzw. gegen seine Leser. Es wurde verlangt, dass Kinderbücher umgeschrieben werden, weil sie Wörter enthielten, die rassistisch bzw. nicht jugendfreundlich waren. Und hier? Zitat S. 42 […] warum er Dinge und Menschen in die Luft sprengte und ob seines Wissens Negerblut in seinen Adern floss […] Zitat S. 43 [..] dass er unheimlich gern mal einen richtigen Neger sehen würde, ob Herr Professor wohl zufällig gerade einen auf Lager habe […] Was ist das denn? Nach diesem Kapitel entschied ich mich für einen Abbruch des Buches.
Charaktere:
Lieblos, überdreht, überzeichnet. Es gibt wenige Geschichten, in denen mich die Charaktere so genervt haben. Hier weniger durch ihre Art, als durch die immer wiederkehrende Beschreibung.
Cover:
Ich sehe keine Verbindung zwischen dem Cover und der Geschichte, vielleicht liegt es daran, dass ich das Buch nicht bis zum Ende gelesen habe … Es gefällt mir aber auch nicht besonders.
Fazit:
Ein Buch, welches als Bestseller verheizt wurde, aber dem ganzen nicht würdig ist. Eine platte Geschichte, mit abartigen und vulgären – für einige Leser bestimmt witzigen – Gags. Mir hat dieses Buch nicht gefallen und ich habe mich daher für einen Leseabbruch entschieden. Eine Leseempfehlung gibt es von mir nicht.
Klappentext:
Umfassend und in klarer Sprache beschreibt der Autor zunächst das klinische Bild der multiplen Persönlichkeit, aber auch, das ist besonders wertvoll, die Teilung der Persönlichkeiten im gesunden Menschen.
Sie erfahren wie diese Trennung in verschiedene innere Personen zustande kommt, welchen Sinn sie hat und wie Sie ganz allmählich lernen können, sie als Teile in Ihnen zu würdigen. Wenn diese inneren Personen den richtigen Platz in ihrer Psyche bekommen, können sie Ihnen in ihrer Gesamtheit dienen.
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Titel: Der multiple Mensch: Über die Vielfalt jeder Seele
Autor: Peter Orban
Verlag: Schirner Verlag
Seiten: 150
ISBN: 978-3897674547
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir |
Dieses Buch hat mich irgendwie magisch angezogen. Denn Orban geht davon aus, dass wir alle irgendwie multiple Persönlichkeiten sind. Diesen Standpunkt vertrete ich auch – ganz besonders nach der Lektüre von Hal und Sidra Stone „Du bist viele“ (es gibt leider immer noch keine Rezension von mir, da ich dieses Werk einfach nicht in eine Rezension packen kann 🙁 )
Der Autor erklärt hier in erster Linie was eine multiple Persönlichkeitsstörung ausmacht und veranschaulicht dies auch hervorragend mit Zeichnungen – die versteht wirklich jeder. Als nächsten Schritt erklärt er, wie diese verschiedenen Persönlichkeitsmerkmale sich bei „normal“ multiplen verhalten und was jeder in sich trägt. Als nächsten Punkt führt Orban die Dissoziation (Abspaltung) und deren Vorgang auf.
Alle Teile des Buches sind ausführlich beschrieben, bebildert und anhand von Fallbeispielen hervorragend herausgearbeitet, so dass das Buch für wirklich jeden verständlich ist – ich würde sogar sagen, dass dieses Werk auch für betroffene geeignet ist und die eigene Psyche mit ihren Veränderungen besser verstanden werden kann. Ich habe nur einen Kritikpunkt und diesen nur, weil mir im Klappentext suggeriert wurde: […] und wie Sie ganz allmählich lernen können, sie als Teile in Ihnen zu würdigen. Wenn diese inneren Personen den richtigen Platz in ihrer Psyche bekommen, können sie Ihnen in ihrer Gesamtheit dienen. […] Für mich klang dies, nach einer kleinen Erklärung, wie die Persönlichkeitsanteile wieder integriert / zusammengefügt / eingebunden werden können. Leider habe ich darüber nichts gelesen – aber seien wir mal ehrlich, warum muss man wohl Psychologie studieren um die menschliche Psyche im Ansatz zu verstehen?! – da wird wohl kein Buch mit 150 Seiten ausreichen 😉
Fazit:
Ein hervorragender Einblick in unsere Seele / Gesamtheit!
Klappentext:
Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes – wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.
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Titel: Die Päpstin
Autor: Donna W. Cross
Verlag: Aufbau Digital
Seiten: 587
ASIN: B004TTN2GM
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir |
Inhalt:
Die junge Johanna will mehr. Sie möchte unter den gleichen Bedingungen, wie die Männer in ihrem Zeitalter, groß werden und lernen. Mit ihrem klugen Verstand und wachem Geist, versucht sie durch Maskerade und Taktik ihr Möglichstes …
Schreibstil:
Der Ausdruck ist einfach und somit lässt sich das Buch schnell und einfach lesen. Was mich immer wieder verwirrte, waren Wortwidersprüche. So vermischt Cross Meilen / Kilometer und ändert dann noch historische Fakten – dies natürlich zugunsten des Romans 🙄
Charaktere:
Johanna symbolisiert für mich eine sehr starke Frau, die für alle Frauen vergangener und kommender Epochen steht. Sie kann sehr viel und nutzt ihren Verstand um Gleichstellung / Gleichberechtigung zu erzielen.
Die Männer im Buch kommen zum größten Teil nicht gut weg. So sind sie doch davon überzeugt, dass sie die einzig wahren sind – zum größten Teil ist dem, gerade in der kath. Kirche, immer noch so. Schade, aber wohl nicht zu ändern. Umso mehr habe ich mich über die wenigen Ausnahmen gefreut. Es ist genau die Art von Männern, die den Geist bzw. das Wesen eines Menschen gesehen und nicht auf das Äußere geachtet haben. Es sollte mehr Menschen (egal ob männlich oder weiblich) dieser Art geben.
Cover:
Mit dem Cover kann ich irgendwie gar nichts anfangen. Es ist mir zu „rot“ und wirkt eher aggressiv und vernichtend.
Fazit:
Ein sehr schöner Roman, über die stärken des Willens, den ich an Leser von historischen Büchern empfehlen würde. Einzig die Verdrehung der historischen Fakten ist mir ein kleiner Dorn im Auge. Und ob Johanna nun wirklich auf dem Papststuhl saß, das werden wir wohl nie erfahren – sämtliche Dokumentationen, Bücher und Schriften werden wohl immer widersprüchlich ausgelegt werden. Ich denke daher, dass sich Leser, die sich gerne mit Mythen und starken Persönlichkeiten beschäftigen, mit „Die Päpstin“ eine eindrucksvolle Lesezeit bescheren können 😉
Klappentext:
Die Einheit von Körper und Geist, Kampfkunst auf höchstem Niveau und eine innere Kraft, die übermenschlich zu sein scheint – seit Julian Jacobi ein kleiner Junge ist, träumt er davon, Shaolin-Mönch zu werden. Sein ganzes Leben richtet er danach aus. Das beinharte Training und die mühevollen Übungen für Körper und Geist bringen ihn oft an den Rand seiner Möglichkeiten. Mit 17 wähnt Julian sich am Ziel. Er tritt als Novize einem Shaolin-Orden bei, doch die Auseinandersetzung mit den alten Traditionen werfen mehr Zweifel auf, als dass sie Halt geben. Als er auch in China keine Antworten auf seine Fragen bekommt, beschließt er, die Erleuchtung auf eigene Faust zu suchen.
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Titel: Sprung ins Leben: Mein langer Weg nach Shaolin
Autor: Julian Jacobi
Verlag: Luebbe
Seiten: 240
ISBN: 978-3785761083
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen |
Ich habe 2010 einen Beitrag über Julian Jacobi bei Spiegel TV gesehen. Unter „Kämpfen für Buddha“ begleitete das Fernsehteam den jungen Solinger auf seinem Weg Shaolin-Mönch zu werden. 2012 ging die Dokumentation „Der Deutsche Bruce Lee“ weiter und nun ist sein erstes Buch erschienen.
„Sprung ins Leben“ wollte ich seit dem ersten TV Beitrag lesen – auch wenn damals noch nichts von einem Buch feststand, geschweige denn darüber nachgedacht wurde. Aber in der Dokumentation fehlte mir so viel, dass ich einfach Hoffnungen hatte, dass mir meine Fragen über eine ausführliche Biografie endlich beantwortet würden. Leider muss ich nun, nach dem Lesen sagen: die Dokumentation war genauso ausführlich bis nichts sagend wie das fertige Buch 🙁
Julian beschreibt seinen Weg als Novize im Kloster und wie es danach in China für ihn weitergeht – gleiches sah ich auch im TV-Beitrag, dort sogar mit Datum (Auszüge aus Julians Tagebuch welches das Kamerateam filmte). Im Buch fehlten jegliche Daten und ich fand mich dadurch nur sehr schwer zurecht. Auch blieben die gleichen Fragen wie bei der Dokumentation offen. Julian berichtet, dass bestimmte Dinge ihn im Kloster ärgerten, welche das genau waren äußert er nicht. Er schreibt im Buch, dass er sich des öfteren bei seinen Eltern über das Kloster aufregte, aber nicht worüber – ich hätte es gerne erfahren! Später schreibt er, dass ihm das Zölibat und die Hierarchie zu schaffen machte – war dies alles? Des Weiteren weiß ich immer noch nicht was ein Laienmönch ist – natürlich kann ich das googeln, aber wenn ich eine Biografie von jemanden lese, der jahrelang in einem Kloster lebte, dann wünsche ich mir einfach eine schöne Beschreibung, was ein Novize und ein Abt ist, wurde doch auch erklärt. Worin besteht oder worin sieht Julian den Unterschied der verschiedenen Kampfkunst-Disziplinen? Er berichtet ausführlich, dass ihm das Kung-Fu am meisten anzieht, aber warum? Was ist es genau? Was sagte er persönlich zu seinem chinesischen Namen, gefällt er ihm? Wer wählte diesen aus? Wie sieht Julian selbst seinen Aufstieg (2. Grad im Kung-Fu) im Kloster? Er schrieb zu Beginn seines Buches, dass ihm Ausbildungsstufen (Gürtelfarben) nicht interessierten.
Aufgrund dieser vieler Fragen und das mir das Buch nicht viel neues über Julians Weg verraten hat – viele Infos gibt es auch auf seiner Facebook-Seite -, vergebe ich nur 3 Sterne für dieses Buch. Eine Leseempfehlung gebe ich nur an absolute Fans von Julian Jacobi und an Leser, welche beide Dokumentationen nicht kennen. Zudem hat das Buch noch eine kleine Bildersammlung von Julians Werdegang im Mittelteil, welche seine Reise untermauern.
Leider habe ich es dieses Jahr nicht auf die Leipziger Buchmesse geschafft, aber ganz untätig war ich auch nicht 😉
Mein Weg führte mich dieses Jahr, mal wieder, zur CeBit nach Hannover. Hauptsächlich interessierte ich mich für Smart Home (vernetzte Wohnung / Häuser) und die Umsetzung dergleichen. Wie einige von euch ja wissen, macht mir der Fortschritt teilweise zu schaffen – nicht vom Verständnis, aber weil ich finde, dass diese ganze Elektronik uns verdummt und wir nicht mehr wissen was mit unseren Daten gemacht wird. Warum überwachen uns zum Beispiel die Hersteller von E-Book-Readern und studieren unser Leseverhalten, -zeiten und -geschwindigkeiten? Gleiches könnte ja, und das sogar noch schlimmer, in unseren eigenen vier Wänden mit anderen Dingen geschehen.
Viele Informationen habe ich auf der CeBit zum Datenklau nicht gefunden, aber dennoch genug um zu wissen, dass man alles ganz genau hinterfragen sollte – aber nicht zu viel, sonst wird man des Standes verwiesen 😳 😉
Dann war ich auch noch Zuschauer bei einem Reitlehrgang von Dr. Thomas Ritter. Zur Zeit lese ich gerade sein Buch „Klassisches Reiten auf Grundlage der Biomechanik“ und wollte mir daher einen Live-Kurs nicht entgehen lassen. Mit dem Buch bin ich zwar immer noch nicht durch, aber da ich ein paar Fragen hatte und ich Praxisunterricht immer bevorzuge habe ich mir mein Büchlein geschnappt und habe sogar noch eine persönliche Widmung erhalten 😀

Dr. Thomas Ritter ist ein sehr eigener Mensch mit viel Fachwissen, allerdings erwartet er sehr hohes Niveau in seinen Kursen von Pferd und Reiter. Wer dies nicht bietet, ist nach meiner Meinung, total falsch bei ihm. Sein Unterricht ist klar auf das Reiten nach Biomechanik ausgerichtet und setzt auch nur dort an. So sah ich neben den wirklich talentierten Pferden und Reitern auch viele überforderte Teilnehmer, die meiner Meinung nach, ihr Pferd sowie sich selbst mit anderen Unterrichtsmethoden hätten weiterbringen können, als gleich bei Thomas Ritter zu reiten.
Fazit:
Eine spannende Woche mit vielen technischen und praktischen Einblicken, die mich in jeder Hinsicht weiterbrachten! So kann ich von der technischen Entwicklung sagen, dass ich mit meinem „altmodischen“ Leben total zufrieden und mit meinem reiterlichen Fähigkeiten noch nicht weit genug für einen aktiven Lehrgang für Thomas Ritter bin – ich mich aber freue, bei einer seiner Schülerinnen eine passende Reitlehrerin für mein Pferd und mich gefunden zu haben 🙂
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