November
23
[Abgebrochen] Schöne Bescherung, Schatz – Thomas Müller
Cora

Klappentext:
Müllers erlebtes Leid rund um Weihnachten. Zwölf Geschichten aus ­Müllers ungeliebter Weihnachtszeit. Eine Zeit, die Ende August mit den ersten Lebkuchen und billigem Panschglühwein im Zwei-Liter-Karton in die Supermärkte einzieht und mit Firmenweihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbesuchen und Geschenkewahnsinn in die unvermeidbaren Festtage und ihre Familienzwänge mündet.

„Festlich rüsseln wir uns einen rein. Das Christuskind ist ein Zwilling, als ich stark sehgestört in meine Bude zurückkehre.“

Titel: Schöne Bescherung, Schatz
Autor: Thomas Müller
Verlag: Shaker Media GmbH
Seiten: 162
ASIN: B07H8KM9J1
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Thomas Müller mag kein Weihnachten, Thomas Müller mag aber Alkohol – nicht den gepanschten auf diesen Weihnachtsmärkten – aber anderen Alk, der geht. Und ärgern und aufregen, das mag Thomas Müller auch und daran lässt er den geneigten Leser teilhaben.

Meinung:
In einem stimme ich Thomas Müller voll zu: Ich bin gegen das Konsumfest, mich nervt diese übertriebene Deko und ich bekomme die Krise, wenn einige so übertrieben auf „Happy X-Mas“ abgehen. Daher hatte ich mich auf das Buch sehr gefreut. Leider hielt es meinen Erwartungen nicht stand.

Der Schreibstil ist sehr negativ gehalten, fast schon abwertend seinen Mitmenschen gegenüber schreibt Thomas Müller über seine Nachbarn. Ja mei, wenn se des Fest halt mögen, solln ses doch tun! Das ändert ja nichts am Charakter der Person, nur weil der Nachbar sein Auto schmückt (würde ich zwar auch als übertrieben bewerten, aber deshalb ist doch der Mensch nicht schlecht!). Diese Abwertung der Menschheit und die davon ausgehende Negativität ist störend. Alle scheinen Irre zu sein, nur Thomas Müller nicht, dieser trinkt lieber bei jeder Gelegenheit Alkohol und findet dies absolut normal bzw. scheint ihm bei dem ganzen Chaos zu Weihnachten nichts anders zu helfen. Ein Buch hat auch immer einen aufklärenden Charakter, auch wenn die Figur an sich überzogen dargestellt und das Verhalten sarkastisch und zynisch ist, ist es einfach zu viel. Die Geschichten strengen an, das krampfhafte meckern über alles und jeden und dieses gesaufe haben mich dann doch zu einem Leseabbruch animiert.

Cover:
Das Cover ist niedlich gestaltet und wirkt nach einer teuflisch-lustigen Weihnachtsgeschichte.

Fazit:
Leider konnte mich der Schreibstil und der Charakter des dargestellten Protagonisten nicht überzeugen. Daher habe ich die Geschichte abgebrochen und vergebe daher nur einen Stern und keine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich bei Shaker Media für das Rezensionsexemplar.