April
13
Das Haus ihrer Kindheit – Katja Maybach
Cora

Klappentext:
1946: Als die junge Isla dem Kunsthändler Sir Alistair Flythe ein Gemälde aus dem Besitz ihrer Familie anbietet, hat sie keine andere Wahl. Ihr hoch verschuldeter Ehemann gilt als verschollen, seine Gläubiger verfolgen sie. Sie ahnt nicht, dass das Bild eine Fälschung ist und dass Alistair es nur kauft, weil er Isla seit der ersten Begegnung liebt. Noch weniger kann sie ahnen, dass es sechzig Jahre später einer jungen Frau den Weg zu ihren Wurzeln weisen soll.


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Titel: Das Haus ihrer Kindheit
Autor: Katja Maybach
Verlag: Knaur
Seiten: 320
ISBN: 978-3426513712
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
2 Frauen und deren untrennbares Schicksal, nur verbunden durch ein altes Gemälde, welches der jungen Georgia den Weg in ihre Vergangenheit weist …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gut, lässt sich flüssig lesen und das war es dann leider auch schon. Katja Maybach schafft es nicht eine Spannungskurve aufzubauen und dadurch ist die Geschichte vorhersehbar.

Charaktere:
Alle Männer, die eine Partnerin haben, sind egoistisch, vielleicht sogar Frauenverachtend und absolut hassenswert gezeichnet. Es gab nur einen Mann, der mir einigermaßen gefallen hat. Sir Alistair Flythe, der Kunsthändler. Aber auch hier, hat die Autorin immer wieder konstruierte Cliffhanger eingebaut, dass es selbst bei ihm anstrengend wurde am Ball zu bleiben.

Die Frauen nehmen sich aber auch nichts. Naiv und dumm sind sie dargestellt. Sie denken nicht selbstständig und wenn, dann geht es nicht gut aus.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön, eine junge Frau in London, auf der Suche nach …

Fazit:
Ein Buch ohne Spannungskurve und schwachen Charakteren. Auch müssen viele Charaktere unfreiwillig sterben / verschwinden um die Handlung voranzutreiben, so dass Krimiliebhaber eventuell auf den Geschmack kommen, aber wenig gefördert werden. Mir war die Geschichte nicht genug durchdacht, zu einfach und, was ich ganz schlimm fand, ich konnte zu keinen Charakter eine Bindung aufbauen. Daher nur einen Stern.

Ich bedanke mich bei Knaur für das Rezensionsexemplar,

April
09
Mansfield Park – Jane Austen
Cora

Klappentext:
Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Fanny Price wächst in der Familie ihres Onkels Sir Thomas Bertram im Herrensitz Mansfield Park auf. Von ihren selbstverliebten Kusinen Maria und Julia hat das scheue und gutmütige Mädchen, dem es angeblich an »feiner Bildung« mangelt, Einiges zu erdulden. Doch nach Jahren voller Rückschläge und Irrtümer ist schließlich sie es, die ihre fast schon verloren geglaubte große Liebe findet. In ihrem 1814 erschienenen vierten Roman zeichnet Jane Austen ein facettenreiches Sittenbild des englischen Bürgertums am Beginn des 19. Jahrhunderts.


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Titel: Mansfield Park
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 576
ISBN: 978-3866474819
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Familie Bertram, möchte ihre Verwandschaft unterstützen und holt aus diesem Grund die Nichte, Fanny, nach Mansfield Park. Das kleine und schüchterne Mädchen erlebt eine neue Welt und versucht alles, um ihrer Familie zu gefallen …

Schreibstil:
Der Stil dieses Romans hat mich etwas verwundert. Austen ist dafür bekannt, ein starkes Frauenbild aufzuzeigen und genau dies hat mir hier gefehlt. Die Übersetzung ist gut und lässt sich flüssig lesen.

Charaktere:
Fanny ist mir zu schüchtern, zu ruhig, zu lieb. Sie passt nicht recht ins Bild von Austens selbstsicheren Charakteren und ich hätte mir so oft gewünscht, dass sie endlich aufsteht und den Ungerechtigkeiten, die ihr widerfahren, Einhalt gebietet.

Mrs. Norris, Fannys Tante, war der Aufreger des Buches. Eine Person, die sich in alles einmischt. Ich hätte sie so oft schütteln können ^^

Lady und Sir Bertram, Fannys „Ersatzeltern“, waren auf ihre Art sehr speziell. Und auch hier habe ich mich gefragt, wenn Jane Austen als Vorlage nutzte. Die Zeiten in denen man seine Verwandten und Freunde über Monate hinweg besuchte, waren anscheinend sehr inspirierend.

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön. Eine junge Frau geht ihrer Handarbeit auf einer kleinen Terrasse nach – traumhaft!

Fazit:
Für mich der schlechteste Austen-Roman, den ich bis jetzt gelesen habe. Die Charaktere passen nicht in das Bild, was Austen in ihren anderen Büchern darstellte. Es gibt keine starken und aufrüttelnden Charaktere sondern schwache, die alles hinnehmen. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne.

April
03
Die Känguru-Offenbarung – Marc-Uwe Kling
Cora

Klappentext:
Endlich: Es geht weiter! Nach dem Manifest folgt die Offenbarung! Hier kommt die fulminante Fortsetzung der Fortsetzung: Das Beuteltier und der Kleinkünstler auf der Jagd nach dem mysteriösen Pinguin. Haltet euch bereit: »Dies ist die Offenbarung des Kängurus, dem Asozialen Netzwerk zu zeigen, was in der Kürze geschehen soll; und sie wurde gesandt durch eine E-Mail zu seinem Knecht Marc-Uwe, der bezeugt hat das Wort des Kängurus und das Zeugnis vom Asozialen Netzwerk, was er gesehen hat. Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung, denn die Zeit ist nahe.« Halleluja.


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Titel: Die Känguru-Offenbarung
Autor: Marc-Uwe Kling
Sprecher: Marc-Uwe Kling
Verlag: Hörbuch Hamburg
ISBN: 978-3869091358
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Das Känguru ist wieder da und erlebt mir Marc-Uwe neue, spannende und atemberaubende Geschichten…

Stil:
Schreibstil und Ausdruck sind wieder göttlich. Allerdings hat das Känguru eine leicht veränderte Stimme – da fehlte Herrn Kling wohl etwas „Rachen“ 😉 Aber dennoch bleibt die Geschichte lustig und alle Charaktere sind gut zu unterscheiden. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten und auch neue Gesichter tauchen auf.

Besonders gefallen haben mir die Anspielungen auf die heutige Zeit. Kritisches Hinterfragen, Ironie und Satire gehörten schon immer zu den beiden Protagonisten, aber irgendwie haben sie es hier auf den Punkt gebracht. Von mir gibt es wieder eine absolute Hörempfehlung für alle, die sich über sprachgewaltige, gut verpackte Witze freuen können und auch über den eigenen Tellerrand hinausschauen – denn Bildung wird für diesen Teil, genauso wie das verstehen der englischen Sprache, vorausgesetzt..

Fazit:
Die Känguru-Offenbarung ist nach „Die Känguru-Chroniken“ und „Das Känguru-Manifest“ der dritte Teil dieser Reihe und kann unabhängig von den anderen gehört werden. Allerdings finde ich es schöner die Geschichte der beiden Protagonisten von Beginn an zu begleiten, als mittendrin einzusteigen. Auch sei noch gesagt, dass sich der Duktus von Marc-Uwe Kling von Band zu Band verändert – und nicht mehr unbedingt vom jungen Hörern verstanden wird.

März
30
Die Unsichtbaren – Roy Jacobsen
Cora

Klappentext:
Norwegen, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: eine abgelegene Insel hoch oben im Norden an der zerklüfteten Küste. Für Hans und Maria Barroy ist sie das Paradies auf Erden. Sie leben mit ihrer kleinen Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Ihre Tochter Ingrid hingegen will mehr. Sie geht aufs Festland. Als Hausmädchen findet sie eine Anstellung bei einer wohlhabenden Familie. Rührend kümmert sie sich um deren Kinder Felix und Suzanne. Doch eines Tages sind deren Eltern verschwunden. Ingrid entschließt sich, die beiden Waisen mit auf ihre Insel zu nehmen. Es ist der Beginn einer dramatischen Entwicklung! Anrührend und weise, heiter und lebendig. Roy Jacobsens Beschreibungen der Menschen und der Natur sind atemberaubend.


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Titel: Die Unsichtbaren
Autor: Roy Jacobsen
Verlag: Osburg Verlag
Seiten: 270
ISBN: 978-3955100353
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Die Insel Borrøy – bewohnt von Martin, seiner Tochter Barbro, seinem Sohn Hans mit Frau Maria und deren gemeinsame Tochter Ingrid – liegt küstennah zu Norwegen. Die Familie lebt allein mit der Natur, bis Ingrid eines Tages genug vom Inselleben hat …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist speziell. So ist der Satzbau, je nach Thematik, sehr verschachtelt bis kurz – prägnant. Je nachdem, was Jacobsen ausdrücken bzw. den Leser fühlen lassen möchte. Durch den überwiegend hypotaktischen Stil lässt sich das Buch zu Beginn schlecht lesen, wenn man sich jedoch fallen und sich auf Autor und Buch einlässt überrascht  Jacobsen mit einem sehr realitätsnahen Bericht über ein einfaches Leben. Trotz allem kam bei mir keine Sympathie für die Charaktere auf, ich konnte mich zwar wunderbar auf das Buch einlassen, aber eine Fremde zu den Personen blieb.

Charaktere:
Ingrid ist ein junges Mädchen, welches in dieser Geschichte einen starken Reifeprozess durchlebt. Sie wird, nicht nur durch ihre Familie, sondern auch durch das raue Klima geformt und erhält dadurch eine ganz eigene Art.

Barbro, die wahrscheinlich eine schwere Kindheit hatte, ist zwar vom Geschlecht her weiblich, aber sie scheint doch viel männliches in sich zu tragen. Für feine arbeiten scheint sie nicht die Ruhe zu haben und daher tummelt sie sich lieber bei den Männern herum. Auch kann sie dort ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Schade nur, dass ihr dies des öfteren negativ ausgelegt wird. Ich hatte immer das Gefühl, nur weil sie „anders“ ist, muss Barbro leiden.

Martin, Hans und Maria sind ruhige und tatkräftige Familienoberhäupter die eine ruppige – bestimmt durch die harte Arbeit – Ausdrucksweise an den Tag legen und auch nicht immer freundlich handeln.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Eine Frau die auf etwas oder jemanden wartet, ganz allein und verlassen auf einem Steg …

Fazit:
Mir fällt es selten schwer ein Fazit zu schreiben, aber hier, bei „Die Unsichtbaren“ fehlen mir wahrhaftig die Worte. Der Klappentext verspricht etwas mystisches, dramatisches, eine Entwicklung um die Protagonistin Ingrid, die ihre Heimatinsel verlässt und dann zurückkehrt. Darauf habe ich mich – als Leserin – eingestellt und eine spannende Geschichte erwartet. Ich beginne zu lesen und erhalte etwas komplett anderes und zwar eine sprachgewaltige, bewegende Geschichte um eine Familie zu beginn des 20. Jahrhunderts. Ich lese wie die Familie ums überleben kämpft, wie sie lebt und was sie erleben und kurz vor dem Ende des Buches wird dann auch der Klappentext war … Wer also etwas über eine kleine Insel im Meer, das Leben dort und die Eigenheiten der Bewohner lesen möchte, ist mit „Die Unsichtbaren“ bestens bedient.

Ich vergebe für diesen Roman 4 Sterne, einen ziehe ich aufgrund der Erwartungen, welcher der Klappentext in mir weckte, ab.

Ich bedanke mich beim Osburg-Verlag für das Rezensionsexemplar.

März
28
[Abgebrochen] Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand – Jonas Jonasson
Cora

Klappentext:
Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht.


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Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Autor: Jonas Jonasson
Verlag: btb
Seiten: 432
ISBN: 978-3442744923
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Allan wird 100 Jahre alt. Nach dem Mittagessen und vor seinem Geburtstagskaffee verschwindet er auf eigene Faust aus dem Altersheim. Egal wohin, nur weg – Geld hat er gespart – steigt Allan in einen Bus und fährt ins ungewisse …

Schreibstil:
Als freier Journalist und nun auch Schriftsteller hat Jonasson große Erwartungen in mir erweckt und nicht eingehalten. Der Schreibstil ist lächerlich banal und der Ausdruck vulgär bis rassistisch. Ich erinnere mich noch gut an die Debatte Preußler / Thienemann Verlag mit bzw. gegen seine Leser. Es wurde verlangt, dass Kinderbücher umgeschrieben werden, weil sie Wörter enthielten, die rassistisch bzw. nicht jugendfreundlich waren. Und hier? Zitat S. 42 […] warum er Dinge und Menschen in die Luft sprengte und ob seines Wissens Negerblut in seinen Adern floss […] Zitat S. 43 [..] dass er unheimlich gern mal einen richtigen Neger sehen würde, ob Herr Professor wohl zufällig gerade einen auf Lager habe […]  Was ist das denn? Nach diesem Kapitel entschied ich mich für einen Abbruch des Buches.

Charaktere:
Lieblos, überdreht, überzeichnet. Es gibt wenige Geschichten, in denen mich die Charaktere so genervt haben. Hier weniger durch ihre Art, als durch die immer wiederkehrende Beschreibung.

Cover:
Ich sehe keine Verbindung zwischen dem Cover und der Geschichte, vielleicht liegt es daran, dass ich das Buch nicht bis zum Ende gelesen habe … Es gefällt mir aber auch nicht besonders.

Fazit:
Ein Buch, welches als Bestseller verheizt wurde, aber dem ganzen nicht würdig ist. Eine platte Geschichte, mit abartigen und vulgären – für einige Leser bestimmt witzigen – Gags. Mir hat dieses Buch nicht gefallen und ich habe mich daher für einen Leseabbruch entschieden. Eine Leseempfehlung gibt es von mir nicht.