Juni
29
Verloren in der grünen Hölle – Ute Jäckle
Cora

Klappentext:
Das Leben der siebzehnjährigen Kolumbianerin Elena verläuft glücklich und sorgenfrei. Bis sie eines Tages gemeinsam mit zwei Freundinnen auf dem Weg zu einem Einkaufsbummel entführt und in das Camp einer professionellen Kidnapperbande mitten im Regenwald verschleppt wird. Eine Zeit voller Todesangst und Schrecken bricht für die Mädchen an, denn der cholerische Bandenführer Carlos kennt keine Gnade.
Elena will sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden, sie rebelliert mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Männer und fordert damit den Zorn von Carlos heraus. In letzter Minute beschützt der attraktive Entführer Rico sie vor dem gefährlichen Anführer und stürzt Elena in einen Gewissenskonflikt. Ehe Elena bewusst wird, auf was sie sich einlässt, zieht es sie in einen reißenden Strudel aus Leidenschaft und tödlicher Gefahr.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Verloren in der grünen Hölle
Autor: Ute Jäckle
Verlag: bookshouse
Seiten: 509
ASIN: B00KU6TUE6
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Ein sonniger und unbeschwerter Tag in Kolumbien. Elena und ihre zwei Freundinnen lassen sich vom Chauffeur zur Shopping Mall fahren, bis der Chauffeur einen anderen Plan hat und die Mädchen an dubiose Gestalten ausliefert …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Ute Jäckle ist flüssig und sehr detailgetreu. Für mich ist diese Detailtreue in der Beschreibung des Geschehens zu viel gewesen, mein Kopfkino konnte sich nicht frei entfalten, mir wurde einfach zu viel vorgegeben – ich habe demnach „nur“ gelesen und konnte nicht in das Geschehen eintauchen. Bei Szenen, die die Gewaltbereitschaft der Entführer beschreiben, war das „nur lesen“ allerdings angebracht. Auch hier waren mir die Details viel zu viel. Auch der Ausdruck ist, für die Geschichte vielleicht passend, aber irgendwie flach – es gibt viele Ausdrücke.

Charaktere:
Ich musste bei Elena wirklich des Öfteren nachlesen wie alt sie sein sollte. Ich bin ehrlich gesagt nicht auf ihre 17 Jahre gekommen. Die Mädels scheinen alle gleichaltrig zu sein, benehmen sich aber viel kindlicher. Sie finden Haare an Männerarmen schlimm (Haare auf dem Rücken auch, aber da gehe ich mit 😳 ) und ein Mann Mitte 20 ist alt. Obwohl sich Elena in einer sehr gefährlichen Situation zu befinden scheint, hatte ich immer das Gefühl, dass sie das nicht erkennt. Natürlich stellt sie eine Kämpfernatur dar, aber dennoch ist ihr Verhalten eher naiv, stur, dickköpfig und einfältig. Als sie dann noch ihre Sympathie für Rico entdeckt musste ich an das Stockholm-Syndrom denken, anders kann ich mir ihr Verhalten nicht erklären.

Cover:
Das Cover sieht so sehr gut aus, es macht neugierig, was der Dschungel zu bieten hat, aber warum sieht man deutlich die Brustwarzen des Mädchens? Finde ich anstößig und gefällt mir nicht so.

Fazit:
Ein Buch welches sofort spannend beginnt und diese auch so schnell nicht wieder abgibt. Rasant läuft die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Leseempfehlung gebe ich an Leser, welche Spannung, Details und Entführungsgeschichten mit derben Ausdrücken mögen. Ich vergebe 3 Sterne, weil ich mit der Protagonistin und den Detailbeschreibungen nicht zurechtgekommen bin.

Ich bedanke mich bei Ute Jäckle für das Rezensionsexemplar.

Juni
28
Elionore Brevent 01: Eine Hexe zum Verlieben – Kristina Günak
Cora

Klappentext:
Elionore Brevent, Immobilienmaklerin und Hexe, hat ihr Leben perfekt im Griff. Selbst als ihr neuer Klient, der charmante Nicolas Deauville, sich ausgerechnet als Vampir entpuppt, kann sie nicht erschüttern. Die Elfen im Garten seiner verfallenen Villa entwickeln sich hingegen schnell zu einem echten Problem. Die eigentlich schon lange aus Deutschland verschwundenen Wesen erklären nämlich, dass Eli ihre prophezeite Heilsbringerin sei und ein magisches Artefakt für sie wiederbeschaffen müsse. Als sich dann auch noch auf leisen Pfoten der mysteriöse Wegjaguar Vincent in ihr Haus schleicht, gerät Elis wohlgeordnete Welt endgültig aus den Fugen …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Eine Hexe zum Verlieben
Autor: Kristina Günak
Verlag: UBooks
Seiten: 323
ISBN: 978-3939239024
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Eli, zu gewöhnlichen Zeiten Immobilienmaklerin, und in der Nacht weiße Hexe und Krankenschwester für verletzte Gestaltwandler. Ein normales Leben in Norddeutschland, bis zu dem Tag an dem die Elfen sich zeigen. Bei einer Hausbesichtigung werden sie von Eli entdeckt und es werden immer mehr. Die große Frage: Was wollen sie auf einmal in Deutschland und warum zeigen sie sich Eli?

Schreibstil:
Der Stil von Kristina Günak ist göttlich! Mit viel Wortwitz und Charme ist es herrlich Eli und ihren Freunden durch die Geschichte zu folgen. Die Dialoge sind passend und der Plot ist schön herausgearbeitet. Allerdings und das ist so schade, ist bei dem Lektorat wohl etwas schiefgegangen! Es fehlen Wörter oder es gibt sie doppelt, Artikel wurden vertauscht oder gar nicht verwendet, Buchstaben fehlten und so weiter. So macht Lesen nicht wirklich Spaß 🙁

Charaktere:
Eli ist so eine süße Hexe. Ich mochte sie sofort und die Art, wie sie ihre Geschichte an den Leser bringt ist eine tolle Art, der Ich-Erzähler ist perfekt gewählt und ich hätte sie gerne weiter begleitet.

Die Gestaltwandler, Elfen und andere Wesen sind sehr Detailgetreu gezeichnet und sind so sympathisch, dass ich traurig bin, dass es sie real gar nicht gibt 🙁

Cover:
Das Cover ist passend und zeigt ein schönes Bild von Eli.

Fazit:
Eine witzige Liebesgeschichte mit viel Spannung und Emotion. Mir hat der erste Elionore Brevent Roman viel Freude bereit und ich würde ihn an alle Leser weiterempfehlen, die gerne Bücher über Gestaltwandler, Vampire, sexy Typen und heiße Hexen lesen, allerdings bin ich von den Rechtschreibfehlern so enttäuscht (das Buch kostet für 323 Seiten 12,95 Euro), dass ich auch wieder vom Kauf abraten würde, mich haben die Fehler beim Lesen gestört und von daher gebe ich nur 4 Sterne für das Buch. Weitere Bände, werde ich mir daher auch nicht kaufen.

Juni
22
Die Liga der Siebzehn 1: Unter Strom – Richard Paul Evans
Cora

Klappentext:
Der 14-jährige Michael fällt vor allem durch sein Tourette-Syndrom auf. Wegen seiner unkontrollierten Tics wird er immer wieder zum Mobbingopfer seiner Mitschüler.

Was ihn jedoch wirklich einzigartig macht: Durch seinen Körper fließt Strom! Und als er eines Tages genug von den Schikanen hat, verpasst er einigen Leuten einen heftigen Stromschlag. Doch Michael ist nicht der Einzige, der über eine besondere Macht verfügt. Schon bald geraten sie alle ins Visier einer gefährlichen Akademie …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Die Liga der Siebzehn: Unter Strom
Autor: Richard Paul Evans
Verlag: Bastei Entertainment
Seiten: 384
ASIN: B00CO8SMH4
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der 15-jährige Michael ist vom Tourette-Syndrom geplagt und steht damit ganz oben auf der Mobbingliste seiner Mitschüler. Theoretisch kann er sich wehren, sein Körper ist einzigartig, doch seine Mutter verbietet es ihm. Keiner soll wissen, welche Kraft in Michael schlummert, zu groß ist die Gefahr vor … vor was?

Schreibstil:
Richard Paul Evans schafft es, einen bezaubernden Jugendroman zu schreiben, der nicht nur spannend, sondern auch sehr persönlich ist. Der Autor leidet, wie sein Protagonist Michael, selbst an Tourette. Somit schafft er einen interessanten Einblick und gibt die Gefühle von Michael sehr bewegend wieder. Das gesamte Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich schnell lesen, die Spannung wird gut aufgebaut und gehalten. Schade finde ich das offene Ende, aber im Oktober 2014 erscheint Teil 2 😉

Charaktere:
Michael hat mir sehr gut gefallen. Ein Protagonist mit kleinem Schönheitsfehler, welcher ihn umso sympathischer macht. Das Thema, welches der Autor damit anspricht, ist für ein Jugendbuch gewagt, aber hervorragend umgesetzt. Michael zeigt deutlich, was diese Krankheit bedeutet und wie betroffene und nicht betroffene damit umgehen.

Ostin, Michals Freund, ist ein toller Kerl. Er ist der typische Streber, aber irgendwie doch ganz anders. Er weiß alles, aber nicht auf die eklige Art. Ich mochte ihn sehr und freute mich für Michael, dass er so einen Freund hat.

Taylor, die Cheerleaderin, ist ein typisches Highschool-Mädchen, aber sie entwickelte sich gut. Es machte Spaß ihr zu folgen und mit ihr durch die Geschichte zu wandern. Allerdings erschien sie mir immer etwas jünger als die beiden Jungs. Sie wirkte noch nicht ausgereift und puppenhaft.

Cover:
Das Cover ist großartig. Ein Junge umgeben von Blitzen / Elektrizität. Da ist „Spannung“ garantiert 😉

Fazit:
Ein wundervolles, spannendes Jugendbuch, welches mir eine tolle Lesezeit beschert hat. Ich vergebe 5 Sterne für die Idee sowie Umsetzung und empfehle das Buch an alle, die gerne Bücher über Freundschaft, besonderen Fähigkeiten und Action lesen.

Juni
19
Der letzte Brief – Blum
Cora

Klappentext:
Die Kurzgeschichte »Der letzte Brief« handelt von einem Menschen, dessen Schicksal es ist, über seine gesamte Spezies richten zu können. 


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Der letzte Brief
Autor: Blum
Verlag: choose your art
Seiten: 29
ASIN: B0073WNQHM
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
 sehr

Wieder eine einzigartige Novelle von Blum. Gleich im ersten Satz wird der Leser angesprochen. Es ist, als lese man einen Brief und nicht ein Buch über den letzten Brief. Diese Einbindung finde ich sehr schön und ich konnte mich gleich in den Brief fallen lassen.

Der Schreibstil gefällt mir. Dieser ist klar, deutlich und lässt sich flüssig lesen. Der Ausdruck ist gehoben, sodass es deutlich wird, dass sich ein gebildeter Mensch seine Sorgen von der Seele schreibt. Besonders beeindruckt hat mich diese Verzweiflung des Schreibers, ich konnte diese beim Lesen seines Briefes deutlich spüren und auch die ängstliche Faszination hinter seinem Schicksal.

Fazit:
Eine berührende und Faszinierende Novelle über eine Person, die eine besondere Gabe besitzt. Von mir gibt es für Idee und Ausführung 5 Sterne. Eine Leseempfehlung gebe ich an Leser, welche gerne in einer Geschichte angesprochen – somit hineingezogen – werden und das Besondere mögen.

Juni
14
Das Miezhaus – Ulrike Renk
Cora

Klappentext:
Vom Mann verlassen, im Job gekündigt, gesegnet mit einer Tochter mitten in der Pubertät, fühlt sich Judith Sommer am Tiefpunkt angekommen. Durch gutes Zureden ihrer Verwandtschaft entschließt sie sich, einen lang gehegten Wunsch wahr werden zu lassen: Sie eröffnet eine Tierpension. Nun könnte das Leben wirklich schön sein, wäre da nicht der neue Mieter im Haus… 


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Das Miezhaus
Autor: Ulrike Renk
Verlag: Feelings
Seiten: 260
ASIN: B00JFPHEVO
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir
 nicht

Inhalt:
Judith Sommer lebt mit ihrer jüdischen Mischpoke (auf diese Wortwahl legt sie viel Wert, es wird in jedem Kapitel mehrmals erwähnt) in einem Mehrfamilienhaus. Alles läuft harmonisch, bis Judith ihren Job verliert. Total gefrustet möchte sie eine Tierpension eröffnen …

Schreibstil:
Der Stil von Ulrike Renk ist leider nicht meiner. Sie schreibt sehr oberflächlich, reist Themen an und springt dann schnell zu anderen Dingen. Wichtig ist ihr das Kochen – eine Leidenschaft! Denn darüber habe ich nun viel gelesen (dabei geht es doch um eine Tierpension ! ). Unglücklich fand ich auch die vielen Klischees, die in dieser Geschichte verarbeitet wurden und immer wieder diese Betonung auf die jüdische Familie. Ich finde es schön, wenn jemand stolz auf seine Wurzeln ist, aber bitte nicht andauernd!
Zitat S. 210 […] Ihr seid ein schräger Haufen.“ „Noch dazu sind wir ein schräger jüdischer Haufen […] irgendwann reicht es doch mal (!). Dennoch gab sich die Autorin Mühe auch humorvolle Szenen einzubauen, die die Geschichte kurzzeitig auflockerten. Mir reichte dies nicht.

Charaktere:
Judith, die Superköchin, verpflegt die komplette Familie und Freunde. Sie kocht immer und andauernd – warum macht sie kein Restaurant auf ?! – und kann wunderbar mit Tieren umgehen. Die Idee mit dem Miezhaus kam ihr dann mal so und dann wird das halt realisiert. Also bei einer Frau um die 30 finde ich das mutig, aber bei Judith und ihrem Verhalten ist es doch sehr naiv.

Alex, der Mieter im Mehrfamilienhaus, ist kindlich, verletzlich und unmännlich. Ich habe keine Ahnung was an ihm interessant sein soll und bei seinen Handlungen bin ich erstaunt, dass er überhaupt sein Leben in den Griff bekommen hat.

Die Familie von Judith ist speziell. Es ist ein interessanter Klan, der Fluchen kann und ansonsten so gut wie alle jüdischen Klischees bedient. Allerdings nicht alle: Judith kocht so toll, dass das Essen nicht immer Koscher sein muss 🙄

Cover:
Das Cover finde ich bezaubernd und war mit ein Grund warum ich das Buch lesen wollte.

Fazit:
Ein Buch über eine jüdische Familie, die immer da ist, wo es etwas zu essen gibt. Es ist viel Klischee, Herzschmerz und Naivität im Spiel. Die Tiere und das Miezhaus spielten nur eine kleine Nebenrolle und daher hat mich das Buch enttäuscht. Eine Leseempfehlung gebe ich an Leser, die gerne Bücher über vorhersehbare Liebesgeschichten lesen.

Ich bedanke mich bei Ulrike Renk für das Rezensionsexemplar.