[Abgebrochen] Wase-Rahimi 01: 15 Sekunden – Chris Warnat

Reiheninfo:
15 Sekunden
4 Minuten Stille

Klappentext:
Zwei Menschen flüchten aus dem Wald. Doch wer ist Opfer und wer ist Täter?
Nur wenige Sekunden dauert der Unfall, der Farahs Leben für immer verändert. Aus der nächtlichen Dunkelheit des Waldes stürzt ein Mann – direkt vor ihren Wagen. Als sein Körper die Windschutzscheibe zerschlägt, scheint auch Farahs Herz für einen Augenblick stillzustehen. Doch dann richtet sich das Opfer wieder auf … und läuft einfach weiter. Benommen und mutterseelenallein trifft Farah eine folgenschwere Entscheidung. Und ahnt dabei nicht, dass eine weitere Gestalt durch die Dunkelheit streift.

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Titel: 15 Sekunden
Autor: Chris Warnat
Verlag: Penguin
Länge: 454 Seiten
ASIN: ‎B0DLP1R4CL
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir nicht

Inhalt:
Farah fährt im Dunkeln nach Hause, denkt an nichts Böses und plötzlich steht ein Mann auf der Straße, es kommt zur Kollision und nichts ist mehr wie zuvor …

Meinung:
Der Klappentext klang spannend und bei einem Thriller habe ich deutlich mehr erwartet als traumatisierte Ermittler. Aber von vorne:
Farah ist Gerichtsmedizinerin und da erwarte ich, das sie schlimme Anblicke gewohnt ist. Sie bekommt es aber nicht auf die Reihe und so wiederholt sich Seitenweise wie schlimm und traumatisch es doch ist den blutenden, verletzten Mann gesehen zu haben. Sie scheint kaum eigenständig lebensfähig zu sein. Zudem kommt noch die Trauer, um ein Familienmitglied, was sie auch immer wieder runterzieht. Ihr Lebenspartner Frederick ist Strafverteidiger, allerdings nie für Farah da – toller Freund! Dafür ist aber der Ermittler Wase sehr angetan für Farah. Wase ist aber auch nicht ganz klar im Kopf, denn er hängt gedanklich an seiner beendeten Beziehung und um das nicht ganz an sich heranzulassen, hängt er sehr an Farah und macht alles für sie. Das klingt schon so konstruiert und liest sich auch so. Wase ist immer da, Wase macht alles und hat auch immer an alles gedacht – er fährt auch immer mit Sachen der Spurensicherung durch die Gegend, damit er die Vorarbeit leisten kann und hat immer alles dabei – schon echt praktisch – und nervig!
Nervig ist auch, dass die Kapitel aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt werden und man nie weiß, welcher Charakter gerade an der Reihe ist, denn das steht nicht in den Überschriften. Man liest also erstmal ein bisschen, bis man herausbekommen hat, wer denn nun gerade an der Reihe ist. Es könnte spannend werden, denn man liest auch aus der Sicht des Killers, aber leider erfährt man so wenig, das man sich diese Sicht auch hätte sparen können. In einem Thriller sollte es doch auch darum gehen zu verstehen, was die Person antreibt. Reine Handlungen zu Ermittlungen sind Krimis und dieses Buch ist definitiv kein Thriller!
Ich habe mich zum Leseabbruch entschieden, weil mir die Figuren auf den Geist gegangen sind, die Handlung absolut konstruiert erscheint und die ständigen Wiederholungen einfach nur genervt haben. Mir ist es schlicht egal gewesen, was mit den Figuren passiert und als ich dann noch im Klappentext gelesen habe, dass in Teil 2 noch mehr enthüllt wird, was im ersten Teil angefangen wurde ist mir noch mehr die Lust vergangen. Was interessieren mich traumatische Erlebnisse von konstruierten Figuren?

Cover:
Das Cover wirkt düster, geheimnisvoll und beängstigen. Leider spiegelt es nicht den Inhalt wider.

Fazit:
Absolut konstruiert, nervige Protagonisten und dann eher Krimi als Thriller. Daher Leseabbruch und keine Empfehlung – 1 Stern.

Inquisitor Corvus 01: Die Geburt des Raben – Uwe Zander

Klappentext:
„Ich bin ein aufgeklärter Mann. Als Inquisitor interessiert mich die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Gibt es Dämonen und Hexen? Bis vor wenigen Tagen wäre meine Antwort einfach ein unzweifelhaftes Nein gewesen. Doch jetzt…?“ Ein Verbrechen. Ein ermordeter Weihbischof und der Hexerei verdächtigte Frauenzimmer bilden den Rahmen für die kriminalistische Untersuchung des Verbrechens, geschehen in Gengenbach, einem kleinen Städtchen an der Kinzig. Inquisitor Corvus und Inquisitor Monheim beleuchten die Hintergründe der Tat, sprechen mit Verdächtigen und nutzen die Mittel ihrer Zeit. Die Handlung spielt zu Beginn des frühen 18. Jahrhunderts am Eingang des Schwarzwalds. Einer Zeit, noch vor der Aufklärung, in welcher der Glaube an Dämonen und Hexen weit verbreitet und in der Gesellschaft tief verankert war. Es gab zu jener Zeit und auch in den Zeiten zuvor schon Stimmen, welche an der Existenz von Dämonen und Hexen zweifelten. Hatten diese Zweifler recht? Oder übersahen sie das Offensichtliche? Gibt es Dämonen & Hexen?

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Titel: Die Geburt des Raben
Autor: Uwe Zander
Verlag: BoD
Länge: 298 Seiten
ISBN: ‎978-3695140435
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Inquisitor Corvus hat alle Hände voll zu tun: Ein Weihbischof wurde ermordet, die Kerker sind voller der Hexerei angeklagter Frauen und dann sind da noch seine rätselhaften Albträume. Doch als Mann der Wissenschaft will Magister Balthasar Corvus der Wahrheit auf den Grund gehen. Beharrlich ermittelt er weiter – selbst dann, als er dadurch zunehmend in Gefahr gerät.

Meinung:
Die Geburt des Raben ist der Debütroman von Uwe Zander und konnte mich mit seiner düsteren Atmosphäre und spannenden Handlung überzeugen. Die Zeit der Hexenverfolgung sowie die Machtstrukturen innerhalb der Kirche und der Stadträte werden interessant dargestellt und verleihen der Geschichte ein authentisches historisches Flair.
Vor dem Lesen hatte ich etwas Bedenken, wie detailliert die Folterungen während der sogenannten peinlichen Befragungen beschrieben werden würden – schließlich wird die Geschichte aus der Sicht eines Inquisitors erzählt. Diese Sorge erwies sich jedoch als unbegründet. Balthasar Corvus ist ein sympathischer und besonnener Protagonist, der großen Wert auf sorgfältige Ermittlungen legt und nicht vorschnell urteilt. Dadurch entwickelt sich der Roman eher zu einem historischen Kriminalfall mit zahlreichen Wendungen, die zum Miträtseln einladen. Wer hat den Weihbischof ermordet? Warum wurden die Frauen der Hexerei beschuldigt? Nach und nach werden alle Fragen schlüssig beantwortet und das Ende rundet die Geschichte gelungen ab. Dennoch hätte ich mir etwas mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht. Außerdem waren mir stellenweise etwas zu viele Details eingebaut, wodurch mein Kopfkino gelegentlich ins Stocken geriet.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farbgestaltung und der Rabe passen hervorragend zur düsteren Atmosphäre der Geschichte und machen neugierig auf den Inhalt.

Fazit:
Die Geburt des Raben ist ein gelungenes Debüt, das mit einer spannenden Kriminalhandlung und einem interessanten historischen Setting überzeugt. Trotz kleinerer Schwächen bei der Figurenzeichnung hat mich der Roman gut unterhalten und macht definitiv Lust auf weitere Geschichten rund um Balthasar Corvus. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Fans historischer Krimis.

Ich bedanke mich bei Uwe Zander für das Rezensionsexemplar.

Achtsam Morden 05: Achtsam Morden durch bewusste Ernährung – Kartsen Dusse

Reiheninfo:
Achtsam morden
Das Kind in mir will achtsam morden
Achtsam morden, am Ende der Welt
Achtsam morden, im Hier und Jetzt
Achtsam morden durch bewusste Ernährung

Klappentext:
Guten Appetot!
Dank Achtsamkeit hat Björn Diemel seine Mitte gefunden. Seine Problemzonen sind nun allerdings die Ränder seines Körpers, die sich immer weiter von dieser Mitte entfernen. Björn erkennt, dass In-sich-Ruhen und Mangel an Bewegung zwei grundverschiedene Dinge sind.Als Unbekannte versuchen, Björns Tochter zu entführen, gelingt es ihm aufgrund seiner Körperfülle nur mit Mühe, die Täter in die Flucht zu schlagen. Also lässt Björn sich von Joschka Breitner in Bezug auf die Grundsätze bewusster Ernährung coachen. Er taucht ein in die faszinierende Welt des Heilfastens und der Ernährungsbausteine. Noch ahnt Björn nicht, wie wunderbar sich Ernährung, Entspannung und das Auflösen von Gewaltfantasien miteinander kombinieren lassen.

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Titel: Achtsam Morden durch bewusste Ernährung
Autor: Karsten Dusse
Verlag: Heyne
Länge: 385 Seiten
ASIN: ‎B0CDC3R4CC
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Björn ist dick geworden und erkennt die Notwendigkeit der bewussten Ernährung.

Meinung:
Mein erstes Buch, welches ich aus dieser Reihe selbst gelesen und nicht gehört habe und es war bedauerlicherweise enttäuschend. Ich habe keine Ahnung, ob mich die Stimme von Karsten Dusse sonst so verzaubert hat oder, ob dieser Teil der Reihe wirklich schlecht war.
Schon der Einstieg war befremdlich. Björn beschreibt seine Körperfülle und seine Fressattacken zwischen einem Haufen Haschisch im Kindergarten. Dass nicht alles gesetzestreu im Hause Diemel läuft, ist klar, aber irgendwie waren mir diese Beschreibungen schon zu heftig bzw. essenstechnisch zu eklig und das Thema Hasch ist eh nicht meins. Es wurde dann auch nicht besser als es mit dem Ernährungsthema begann, denn es wirkte nicht durchdacht bzw. authentisch. Eher erhielt es den Anschein, als würde der Autor etwas wiedergeben, was er sich mühsam angelesen, aber selbst nicht zu 100 % verstanden hat. Es wirkte stellenweise belehrend und auch widersprüchlich. Der eigentliche Krimi kam deutlich zu kurz und war vorhersehbar und damit langweilig. Vielmehr ging es um die Themen Ernährung, Haschisch, Klima, Bildung und wie man sich schwarz ein paar Euro mehr verdienen könnte – allerdings wenig differenziert. Ich kann mich nicht erinnern, dass die vorherigen Teile auch so langatmig und belehrend waren oder ob es tatsächlich einen Unterschied macht, die Bücher zu hören oder zu lesen. Zumindest hat mir ganz viel Joshka Breitner gefehlt, denn den gab es fast nur in den Kapitelüberschriften, mit seinen Zitaten.

Cover:
Das Cover passt zu den anderen Bänden und spiegelt den Inhalt gut wider.

Fazit:
Der schwächste Teil der Reihe. Wer einen Ernährungsratgeber mit ein bisschen Krimi lesen möchte, wird hier aber fündig. Für alle, welche einen Björn Diemel mit Sascha erleben wollen, ist das Buch allerdings nichts. Daher vergebe ich nur 2 Sterne, weil es mich nicht überzeugen konnte.

Zu alt für sowas – Samantha Downing

Klappentext:
Es ist nie zu spät, einer alten Frau das Morden beizubringen …

Man würde nie erraten, dass Lottie Jones Leichen im Keller hat. Sie lebt schon seit Jahrzehnten in der Stadt. Sie wird älter. Sie liebt die einfachen Freuden wie den wöchentlichen Bingo-Abend in der Kirche und das Tratschen mit ihren Freundinnen über das Liebesleben ihrer Kinder. Aber als die investigative Journalistin Plum Dixon vor ihrer Haustür auftaucht und Fragen über Lotties Vergangenheit stellt, insbesondere über ihre Verbindung zu zahlreichen ungelösten Morden, nun, das kann Lottie wirklich gar nicht leiden.
Aber mit Mord ungeschoren davon zu kommen, ist schwer genug, wenn man jung ist. Und als Lottie ein weiteres lästiges Klopfen an der Tür hört, wird ihr klar, dass dieses Verbrechen sie womöglich selbst das Leben kosten könnte.

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Titel: Zu alt für sowas
Autor: Samantha Downing
Sprecher: Sonngard Dressler
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 663 Minuten
ASIN: ‎B0G3R2HCNX
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Lottie führt ein ruhiges Leben als rüstige Rentnerin, alles könnte so schön sein, wenn nicht Plum Dixon bei ihr auftauchen würde und eine Doku-Serie mit ihr drehen möchte. Eine Serie in der es um ungeklärte Morde geht …

Meinung:
Sonngard Dressler hat eine wunderbare Stimme und verleiht Lottie einen ganz besonderen, sympathischen Charakter und auch die anderen Charaktere leben auf. Die Handlung ist extrem spannend, was hat Lottie früher getan und bringt sie im Alter wirklich noch Leute um und vor allem wie? Aber auch die Fragen des Alters werden gut beleuchtet, darunter der Medikamentenkonsum (Bluthochdruck, Zucker), Ernährung, Gelenkoperationen und ihre Folgen und das Wichtigste: Wie möchte man im Alter Leben und wo? Das Buch bietet also viel Spannung aber auch Beschäftigung mit den alltäglichen Lebensfragen.
Ich konnte Lottie von Beginn an gut leiden und hätte tatsächlich in vielen Dingen ähnlich agiert, das machte sie mir noch sympathischer. Sie zauberte mir mit ihren Einstellungen oft ein Lächeln ins Gesicht und ihre Taten begründete sie immer nachvollziehbar. Die anderen Charaktere passten gut in die Geschichte und auch diese waren mehr oder minder sympathisch, aber alle wirkten echt. Auch hat mir die Beleuchtung der zwischenmenschlichen Beziehung von Lottie und Morgan gefallen. Es zeigt, dass wir die Menschen kennenlernen sollten, bevor wir vorschnell urteilen und das jede Person auf seine Art wunderschöne Seiten hat.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, schöner wäre es allerdings gewesen ein echtes Bild zu nutzen und nicht die KI zu bemühen. Der Winkel des Arms passt nämlich nicht zur menschlichen Anatomie.

Fazit:
Ein herrlich witzig-ernst-spannendes Buch, welches zum Nachdenken, Schmunzeln und Mitfiebern einlädt. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine absolute Empfehlung für alle Krimifans.

Ich bedanke mich bei Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar

[Abgebrochen] Ich bin Tess – Lottie Moggach

Klappentext:
Lottie Moggachs Roman rund um das Social-Media-Zeitalter verdeutlicht, wie das Internet unsere Vorstellung von Realität und Identität verändert.

Okay, nehmen wir uns einmal dieses hypothetische Dilemma vor: Eine Frau leidet an einer Krankheit, die an und für sich nicht lebensbedrohlich ist, aber ihre Lebensqualität stark einschränkt und auch nicht heilbar ist. Nach reiflicher Überlegung kommt sie zu dem Schluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Aber sie weiß, dass sie damit ihrer Familie und ihren Freunden großen Kummer bereiten würde und handelt daher nicht. Dennoch wünscht sie sich verzweifelt den Tod und an dieser Einstellung ändert sich auch über die Jahre nichts. Irgendwann kommt sie zu dir und sagt, ihr sei ein Weg eingefallen, wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ohne ihre Familie und ihre Freunde unglücklich zu machen, aber dafür brauche sie deine Hilfe. Was würdest du tun? Würdest du ihr helfen?

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Titel: Ich bin Tess
Autor: Lottie Moggach
Verlag: Script5
Länge: 352 Seiten
ISBN: 3839001587 ‎
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Tess ist krank, nicht lebensbedrohlich, aber so, dass es sie einschränkt. Sie möchte nicht mehr Leben, will allerdings ihre Familie und Freunden keinen Kummer bereiten und bittet daher Leila um Hilfe – kann sie das Leben von Tess in social media fortführen, sodass alle glücklich sind?

Meinung mit Spoilern:
Der Klappentext klang gut und auch das Thema wie weit man geht / gehen würde, um jemanden das Sterben zu erleichtern ist ethisch ein sehr interessantes Thema. Die Umsetzung ist allerdings mehr als schlecht. Tess ist eine grauenhafte Persönlichkeit. Mit über 40 Jahren scheint sie nichts auf die Reihe bekommen zu haben, sie drückt sich aus wie ein verzogenes Kind, ist nicht aufmerksam, keine Empathie und die ständigen Beschreibungen ihres Lebens sind einfach sehr nervig. Eventuell wollte die Autorin genau dieses Bild von Tess vermitteln, damit man versteht, warum Tess nicht mehr Leben möchte, aber da haben doch schon etliche Hilfsangebote vorher versagt! Weil mich Tess so genervt hat, habe ich vieles überblättert und hatte dennoch keine Schwierigkeiten der Thematik zu folgen.
Leila, welche das virtuelle Leben von Tess übernimmt war zu Beginn der Geschichte noch sympathisch, ein bisschen naiv, weil sie noch jung ist, aber so ganz nett. Dann tummelt sie sich viel in einem Ethikforum rum und, oh Wunder, alle hypen das Mädchen und sie steigt bald in einem elitären Kreis der ausgewählten auf – klar das man für so viel Bildung dann zur Kasse gebeten wird – das ist ja schon wieder ethisch fragwürdig. Also Leila übernimmt dann, auf Bitten vom Forumsgründer Adrian, die Arbeit mit Tess. Wohlgemerkt erst dann, als ihr Adrian mit einer List zu verstehen gibt, das sie Tess aus ethischer Sicht helfen MUSS. Leila hat also in ihrem Glauben keine Wahl und verkauft ihr Leben dann unter Wert. Sie nimmt also pro Woche Geld von Tess (wohlgemerkt erst NACH ihrem Ableben), um sich in allen Medien als Tess auszugeben. Die ganze Vorbereitung macht Leila gratis. Nebenbei hat sie aber noch einen Job, den schafft sie angeblich während der stundenlangen Arbeit MIT Tess, aber wenn sie dann ein paar Nachrichten schreiben und beantworten soll, NACHDEM Tess weg ist, kündigt sie ihren Job, weil beides nicht zu vertreten ist? Die Geschichte wird also immer unglaubwürdiger und verrückter. Die Charaktere sind absolut konstruiert und aus der interessanten Idee wird ein absolut hohles Debüt. Auch schlimm: Tess überkommen ab und an Zweifel und anstatt ihr zu helfen, sagt Leila, du wolltest das, also mach es. Wie ethisch vertretbar ist das bitte?!

Cover:
Das Cover zeigt Personen ohne Identität, damit passt es theoretisch zum Inhalt. Es weckt allerdings andere Erwartungen.

Fazit:
Furchtbare Figuren und eine absolut konstruierte, langweilige Handlung. Ich habe mich für einen Abbruch des Buches entschieden, weil mir meine Lesezeit für so viel Blödsinn zu schade ist. Daher nur einen Stern und keine Empfehlung.