Normalerweise mache ich keine Interviews. Ich habe auch, bis heute, noch nie eins gemacht. Wenn ich eine Frage hatte, habe ich direkt gefragt und gut. Aber nach dem Lesen von Jules Saint-Cruz „LaLaurie“ hatte ich gleich mehrere Fragen und diese hat mir Jules in ihrer wunderbaren Art beantwortet.
Ich hoffe, dass euch meine Fragen genauso interessieren und ihr nun noch mehr Lust auf LaLaurie erhaltet. Es lohnt sich!
- 1. Warum hast du dich diesmal für New Orleans als Schauplatz entschieden?
Ich bin aus der Ferne fasziniert von New Orleans, seit ich in den USA gelebt habe. Meine amerikanischen Eltern hatten dort einen Bekannten, der die coolsten Geschichten erzählt hat. Irgendwann informierte ich mich selbst gezielt, las nach oder schaute Filme an. Ich mag die Mystik, die New Orleans anhängt, das Setting am Mississippi und die Musik, die in der Stadt geboren wurde.
- 2. Wieso hast du eine Geschichte um Delphine LaLaurie geschrieben? Bzw. wie bist du auf sie gekommen und was fasziniert dich an ihr?
Die Geschichte bezieht Delphine LaLaurie ja nur indirekt ein. Ich habe sie gefunden, weil ich bei Taras „Spaziergang“ über den Saint Louis Cemetery I recherchiert habe, wer dort außer der Voodoo-Queen Marie Laveau noch so liegt. So fand ich Delphine und fand ihren Nachnamen so geheimnisvoll, dass ich glatt die ganze Trilogie so nannte 😉 Taras Nachforschungen in der Story zufolge besteht allerdings keine Verwandtschaft – was natürlich gut ist. Wer mag schon eine sadistische Serienmörderin zur Großtante haben? 😉 Nichtsdestotrotz ist der Name in der Stadt natürlich mit Vorsicht ausgesprochen, erst recht nach den Geschehnissen. Delphine LaLaurie selbst fasziniert mich weniger, vielmehr mag ich die Idee, dass diesem Namen etwas „Böses“ anhängt.
- 3. Warst du selbst schon in New Orleans?
Mit dem Finger auf der Landkarte? Etwa hundert Mal 😉 New Orleans steht ganz oben bei meinen Reisezielen, aber bei meinen bisherigen USA-Flügen „nach Hause“ blieb keine Gelegenheit für einen Besuch. Ich recherchiere allerdings pingelig genau und arbeite bei Orten, an denen ich noch nicht war, wirklich sehr viel mit Landkarten, Stadtführern, Fotos und natürlich Google Streetview – letzteres ist eine tolle Hilfe. Außerdem frage ich Leute, die schon dort waren.
- 4. Wenn ja, hast du dir eine Gruseltour gegönnt und dir das Haus von Delphine LaLaurie angesehen und den Friedhof?
Delphine LaLauries Haus ist heute im Besitz von Nicolas Cage. Inwieweit er Besucher willkommen heißt, weiß ich nicht. Die Tore des Saint Louis Cemetery I stehen Besuchern bis nachmittags offen. Beide Orte würde ich unbedingt besuchen, und ich würde auch eine Tour durch den Bayou machen – allerdings nicht im Rahmen der Gruseltouren, sondern allein.
Ich bedanke mich ganz herzliche bei Jules Saint-Cruz für die Beantwortung meiner Fragen und bin nun noch gespannter auf die nächsten Teile – ich hoffe ihr auch 😉
Klappentext:
Tara LaLaurie hat sich dem Genre der Dunklen Romantik mit Leib und Seele verschrieben. Als Literaturdozentin an der University of New Orleans kann sie dieser Leidenschaft täglich nachgehen, wohingegen ihr Liebesleben leider ziemlich frei von Leidenschaft ist. Es ist nicht mehr als eine Farce, wozu auch ihre katastrophale Familie einen Teil beiträgt. Bis sie einem Mann begegnet, der sich ihr als Jay vorstellt und aus seinem Namen genauso ein Geheimnis macht wie aus seiner Person. Nicht ohne Grund, wie Tara bald erkennt. Denn als sie die Wahrheit über Jay erfährt, stellt sich ihr ganzes Leben auf den Kopf …
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Titel: LaLaurie – Dunkle Spiele
Autor: Jules Saint-Cruz
Seiten: 238
ASIN: B00X63O7XE
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr |
Inhalt:
Tara LaLaurie leidet sehr unter ihrer furchtbaren Familie und unter dem idiotischen Cop Ethan. Dieser ist zwar nicht ihr Partner, aber ihre Eltern würden diese Verbindung sehr bevorzugen …
Schreibstil:
Ich glaube ich wiederhole mich, wenn ich schreibe, dass Jules eine der besten Autorinnen ist, die ich kenne. Sie schreibt sinnlich, verführerisch und realistisch. Ich freue mich jedesmal, wenn ich ein neues Buch von ihr lesen darf und mein Kopfkino ist sofort mit dabei.
Charaktere:
Es fällt leicht, mit den Charakteren mitzufiebern, sie zu verstehen, zu lieben und zu hassen.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich Jay. Ich finde seine Einstellungen und Überzeugungen grandios und dennoch ist er so bodenständig. Ich will mehr Jay <3
Gelacht habe ich viel bei Ethan. Hat dieser Mann überhaupt Hirn? Ich habe mir oft vorgestellt, wie er in der Wirklichkeit so wäre und musste wieder lachen. Diese Sprüche und Handlungen sind der Wahnsinn – allerdings nur, wenn es fiktiv bleibt 😉
Tara gefällt mir auch gut, allerdings ist sie mir noch zu blass. Gleiches gilt für ihre Freundin Kat. Ich wünsche mir mehr „LaLaurie“ aber vielleicht ist es auch gut, dass sie es nicht hat und nur ihr Vater … ich bin sehr gespannt wie sie sich entwickelt.
Cover:
Das Cover ist wunderschön, allerdings gefällt mit „er“ nicht. Ich hätte mir lieber einen anderen Typ gewünscht – so wie „Eisauge“ in meiner Phantasie 😉
Fazit:
Ein super spannender und nervenaufreibender erster Teil, der mich teils wissend, teils ratlos zurücklässt. Wer gerne spannende, erotische, romantische, gruselige Geschichten liest ist mit „LaLaurie“ definitiv gut bedient und von daher gibt es von mir volle 5 Sterne und eine absolute Kaufempfehlung!
Ich bedanke mich bei Jules Saint-Cruz für das Rezensionsexemplar.
Klappentext:
Dieses Buch verknüpft moderne Lernpsychologie mit klassischer Reitkunst. Hier erfahren ambitionierte Freizeitreiter, die ihr Pferd selbständig aus- und weiterbilden möchten, wie sie von Anfang an eine feine Kommunikation etablieren können, aber auch, wie sich ein bereits stumpfes Pferd wieder auf feine Hilfen sensibilisieren lässt. Was bedeutet Reiten mit feinen Hilfen? Wie lernt ein Jungpferd, von vornherein auf feine Hilfen zu reagieren, und wie gelingt es, die Kommunikation mit einem stumpfen Pferd zu verfeinern? Wie also wird die Basis für genussvolles Reiten gelegt?
In diesem Buch erfährt der Leser, wie man die Hilfengebung gefühlvoll und für das Pferd logisch aufbaut. Ziel ist ein freudig mitarbeitendes Pferd, das sich selbständig bemüht, den Hilfen zu entsprechen: durch Lernen am Erfolg!
Zudem gibt es zahlreiche praktische Tipps, wie man sein Training im Hinblick auf immer feinere Hilfengebung gezielt selbst managen kann: Im Prinzip einfache Markerübungen erlauben es dem Reiter den Fortschritt der Ausbildung zu kontrollieren und schrittweise das Niveau anzuheben. Und eine regelmäßige Videokorrektur ermöglicht die Einschätzung von Stärken und Schwächen des Pferd-Reiter-Teams und schult das Auge für gymnastizierendes Reiten, getragen von Zufriedenheit, Freiwilligkeit und Leichtigkeit.
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Titel: Basis-Guide für feine Hilfen: Ein praxisnaher Begleiter auf dem Weg zur Reitkunst
Autor: Katharina Möller
Verlag: Cadmos Verlag
Seiten: 128
ISBN: 978-3840410338
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir
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Inhalt:
Das Handwerkszeug des Reiters
– Die Sitzgrundlage: Richtig sitzen bedeutet das Pferd wahrnehmen!
– Kontrollübungen: Sitze ich in Balance und unabhängig von der Hand?
– Die Logik der Hilfengebung: Reiten ist nicht einfach, aber logisch!
– Von der Technik zur Gymnastik
Wie sag ich’s meinem Pferd? Ein Ausflug in die Lerntheorie
– Operantes Konditionieren
– Lernen am Erfolg
– Das Aussetzen der aktiven Einwirkung
– Gleichzeitig Erlebtes wird verknüpft
Die Prinzipien der Hilfengebung
– Vermittlung positiver Handlungsanweisungen
– Vier Prinzipien zum Erlernen von Reiz-Reaktions-Mustern
– Umgang mit Fehlern: „Nein!“ als unvollständige Information
Nicht alles, was ein Pferd lernen kann, ist auch sinnvoll!
– Exkurs: „Wie mache ich mein Pferd in kurzer Zeit völlig stumpf?“
Sechs Prinzipien der Hilfengebung mit dem Ziel der feinen Reaktion des Pferdes
– Reihenfolge der Hilfengebung einhalten
– Fein anfragen, aber zeitnah nachhaken!
– Vorwärtsreaktion zulassen!
– Vorrang der vorwärtstreibenden Hilfen
– Diagonale Hilfengebung
– Rhythmus der Einwirkung
Das Zusammenspiel der Hilfen: Gymnastizierend reiten
Grundelemente: Die Reaktion auf bestimmte Hilfen erarbeiten, verbessern und wiederherstellen
– Mein Pferd tritt nicht prompt an
– Mein Pferd tritt schlecht seitwärts
– Mein Pferd tritt schlecht rückwärts
– Mein Pferd lässt sich schlecht wenden
– Mein Pferd lässt sich im Tempo schwer zurücknehmen
Markerübungen für jedes Niveau
– Reiten auf Linie: Pylonenkreis
– Übergang auf Linie: Diagonale
Trainingsprinzipien
– Vom Leichten zum Schweren
– Von der Grobform zur Feinform
– Wechselspiel zwischen Haltung und Bewegung
– Wechselspiel zwischen Schubkraft und Tragkraft
Feines Reiten bedeutet nicht nur Technik, sondern auch Stil!
Trainingsmanagement: Selbstkontrolle durch Videokorrektur
– Was Sie filmen sollten
– Was der Ton verrät
Die Auswertung
– Zufriedenheit, Freiwilligkeit, Leichtigkeit
– Technische Ausführung der Übungen
– Selbstkritik, Umgang mit eigenen Schwächen
Gut reiten kann man auf jedem Niveau!
Meine Meinung:
Für wen ist dieses Buch? Es geht um feine Hilfen beim Ausbilden eines Jungpferdes und bei Korrekturpferden. Mal ehrlich: Wenn ich mir ein Jung- oder Korrekturpferd kaufe, dann kann ich hoffentlich so gut reiten, dass ich weiß, wie das mit den feinen Hilfen funktioniert. Wenn ich nicht so gut reiten kann, dann hole ich mir professionelle Hilfe und verlasse mich nicht auf ein Buch 😮
Ich, Käuferin eines Maul- und Schenkeltoten Pferdes, habe mein Pferd auch ohne dieses Buch wieder „weich“ bekommen (Dauer ca. 1 Jahr) und er reagiert mittlerweile sofort auf minimalste Gewichtshilfen. Dieses Buch hätte mir dabei wenig gebracht, weil mir ein wichtiger Punkt schlichtweg gefehlt hat. Es gibt keine Zeitangaben und der Punkt „lassen Sie sich und ihrem Pferd Zeit, es kann Monate oder Jahre dauern ein Pferd zu korrigieren“ fehlt schlichtweg – dieser Punkt ist elementar wichtig und darf nicht fehlen!
Das Buch ist gut gegliedert und die Beschreibungen sind bildlich nochmals sehr schön verdeutlicht. Was ich besonders schön finde ist, dass es auch negativ Beispiele gibt! In vielen Büchern sieht man immer nur Pferde mit Reitern in Harmonie, hier ist es ein Zusammenspiel zwischen „so sollte es aussehen – so sieht es leider oft aus – so soll es nicht aussehen“. Das macht gerade bei der Ausbildung Mut! Es ist nicht möglich, dass immer alles perfekt ist, jeder lernt und übt, da darf auch mal etwas nicht gut sein. Gerade an diesen „unschönen“ Bildern kann viel mehr gelernt werden, weil man weiß wie es nicht sein soll – und was natürlich gut fürs Ego ist: auch gute Reiter / Ausbilder reiten nicht immer gut 😉 und genau dies macht diesen Basis-Guide zu einer großen Hilfe für anspruchsvolle Freizeitreiter – die ihre Pferde „weich“ bekommen wollen. Dieses Buch ist, für mich, in erster Linie ein Guide für Feine Hilfen beim Reiten. Anschaulich erklärt am Beispiel „Jung- / Korrekturpferd“. Egal welches Ausbildungsstadium jedes Tier sollte fein, sanft und mit bedacht geführt werden!
Das verwirrende war allerdings ein Zitat auf Seite 50:
Wann setze ich Sporen ein? Sporen haben mit der Vorwärtsreaktion des Pferdes nichts zu tun! Der Einsatz des Sporns führt dazu, dass das Pferd seinen Bauch vermehrt anspannt, und nicht, dass es schneller wird! Ein klemmendes Pferd zieht sich nur zusammen – es spannt seine Muskulatur zwar an, aber nicht rhythmisch an und ab. Nur durch dieses Wechselspiel ergibt sich aber die Vorwärtsbewegung. Traktiert man ein ohnehin schon klemmendes Pferd auch noch mit Sporen, wird es sich nur stärker zusammenziehen, statt in gestreckterem Gang nach vorn zu gehen. Deshalb gilt prinzipiell: Für mehr Vorwärtsbewegung benutze ich einzig die Waden und wenn nötig die Gerte. Soll sich das Pferd verkürzen und die Energie mehr in eine Aufwärtsbewegung umsetzen, kann ich die Füße/Sporen einsetzen, etwa in der Piaffe.
Das Zitat selbst finde ich sehr schön und wahr, allerdings finde ich es dann eher Missverständlich, wenn mir auf Detailbildern zur Beinhaltung (Gewichtsverteilung im Steigbügel) ein Stiefel mit Sporn gezeigt wird und das auf einem Jungpferd, welches noch weit entfernt von der Versammlung ist.
Fazit:
Eher ein Buch für anspruchsvolle Freizeitreiter, welche sich mit fein dosierten Hilfen befassen möchten. Leicht erklärt anhand von Fallbeispielen (Jung- und Korrekturpferd). Zur Ausbildung von Pferden definitiv zu dünn und zu wenig beschrieben. Daher nur 4 Sterne.
Klappentext:
Ein mysteriöser Todesfall, zwei ungleiche Freundinnen und ein schicksalhaftes Familiengeheimnis: Die junge Ellen stößt in ihrer ersten Anstellung auf einen Chef, den ein dunkles Rätsel umgibt. Dann kreuzt India, die sie aus Kindertagen kennt, ihren Weg – und ausgerechnet sie gibt Ellen den Schlüssel zur Lösung an die Hand.
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Titel: An einem Tag im Winter
Autor: Judith Lennox
Sprecher: Eva Mattes
Verlag: Osterwold
Länge: 9 Std. 58 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3869521879
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht |
Kurz und knapp: Dieses Hörbuch war eine Zumutung! Ich habe nach 5 Stunden aufgegeben, da mir selbst beim Autofahren die Kraft fehlte zuzuhören…
Es beginnt alles ganz harmlos. Ellen arbeitet in einem Institut und dann stirbt ein Kollege und keiner weiß warum. Ellen ruft die Polizei und verdächtigt einen Kollegen, darauf folgen viele Monologe und dann so viele Sprünge in der Handlung, dass ich kaum noch folgen konnte. Nichtssagende Protagonisten und wirre Anschuldigungen gelesen von einer Sprecherin, die die Namen der Charaktere und Orte so undeutlich aussprach das ich gute 2 Stunden brauchte um zu verstehen, dass „Alicante“ in der Geschichte „Alec Hunter“ heißt 🙄 . Dieser übertriebene schlafzimmerton mit einem Hauch englischem Akzent war gruselig, einschläfernd und machte die Geschichte wahrscheinlich noch langweiliger als sie war.
Fazit:
Von mir gibt es weder eine Lese-, noch eine Hörempfehlung. Die Sprecherin und die Autorin haben es geschafft einen Roman so langweilig aufzubauen, dass es sogar besser ist, Löcher in die Luft zu starren, als der Geschichte zu folgen. Vielen Dank dafür.
Klappentext:
Jeder Reiter möchte sein Pferd bestmöglich reiten. Aber wie macht man das konkret? Dieses Buch hilft dem interessierten Reiter zu verstehen, warum und vor allem wie man ein Pferd klassisch ausbildet. Die Autorin erörtert die Lektionen und beschreibt, wie sie erarbeitet werden. Im Anschluss erklärt sie, welche Probleme auftreten können und was dann zu tun ist. Die klassische Dressur ist die Basis aller anderen Reitdisziplinen. Sie dient allein dazu, das Pferd gesund zu erhalten, es zu stärken und zu einer schönen, ausdrucksvollen Persönlichkeit reifen zu lassen.
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Titel: Klassische Reitkunst mit Anja Beran: Eine Anleitung für verantwortungsvolles Reiten
Autor: Anja Beran
Verlag: Cadmos Verlag
Seiten: 272
ISBN: 978-3840410260
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen
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Zuerst möchte ich betonen, dass ein gebundenes Buch, egal wie schön es gestaltet ist, niemals diesen Preis rechtfertigt! Knappe 60,- Euro für ein Buch und knappe 50,- Euro für ein E-Book, ist ja wohl mehr als unverschämt! Kleiner Tipp: Schaut mal in eurer Bibliothek, ob ihr euch das Buch leihen könnt – so habe ich es gemacht und bin sehr zufrieden damit!
Inhalt:
VORWORT – WARUM EIN WEITERES BUCH?
INTERESSANTE FÄLLE AUS MEINEM REITERLICHEN ALLTAG
Friesenhengst „Gawain“
Westfalenwallach „Flamingo“
P.R.E.-Hengst „Ramon“
Hannoveranerwallach „Mephisto“
DIE ANALYSE – EINE BEWÄHRTE VORGEHENSWEISE, UM ERFOLGREICH AUSBILDEN ZU KÖNNEN
Beurteilung des Pferdes im Stehen
Beurteilung des Pferdes beim Freilaufen
Beurteilung des Pferdes an der Longe
Beurteilung des Pferdes unter dem Sattel
Die Befragung des Reiters, Züchters, Besitzers oder Verkäufers des Pferdes
AUSBILDUNG ENTSPRECHEND DEN ERGEBNISSEN DER ANALYSE
Die Basisarbeit
Das Verstehen der Reiterhilfen
Vorwärts als Basis
Der Schritt
Die Seitengänge als wichtigstes Instrument
Zum Mobilisieren
Zum Lösen
Zum An-die-Hilfen-Bringen
Zum Geraderichten
Zum Ins-Gleichgewicht-Bringen
Zum Versammeln
Lektionen erwachsen aus den Seitengängen
Weitere Grundlagen
Das Rückwärtsrichten
Der Trab
Die Übergänge
Der Galopp
Häufige Probleme beim Galopp
Das Reiten in Konterstellung
Die Lektionen sind kein Endziel, sondern ein Mittel zum Zweck
Der Spanische Schritt
Probleme, die bei der Ausbildung des Spanischen Schritts auftreten können
Probleme, die im Spanischen Schritt auftreten, wenn die Schiefe des Pferdes nicht berücksichtigt wird
Die Piaffe
Probleme, die bei der Ausbildung der Piaffe auftreten können
Die Passage
Probleme, die bei der Ausbildung der Passage auftreten können
Der starke Trab
Probleme, die bei der Ausbildung des starken Trabs auftreten können
Der Spanische Trab
Probleme, die beim Spanischen Trab auftreten können
Der Außengalopp
Probleme, die bei der Ausbildung des Außengalopps auftreten können
Die fliegenden Galoppwechsel
Probleme, die bei den fliegenden Galoppwechseln auftreten können
Die Pirouette
Probleme, die bei der Ausbildung der Pirouette auftreten können
Anmerkungen zum Vorwärts-abwärts-Reiten
Handarbeit – hilfreich oder nicht?
Kondition und Muskelaufbau
DAS AUSBILDUNGSERGEBNIS
Woran ist ein erfolgreiches Ergebnis der Ausbildung zu erkennen?
Selbsthaltung
Schönheit und Ausdruck
Das Pferd kaut auf dem Gebiss
Der Schweif pendelt
Entspannte Atmung
Minimale Reiterhilfen
Reine Grundgangarten
Die Pferdebeine
Die Versammlung
Die Durchlässigkeit
Wie lange bleibt so ein positives Ausbildungsergebnis erhalten?
CHECKLISTE FÜR DEN REITER, UM SEIN PFERD EINSCHÄTZEN ZU KÖNNEN
Fragen, um die natürliche Schiefe beurteilen zu können
Fragen, die man sich stellen sollte, um die Ausbildung seines Pferdes beurteilen zu können
Im Schritt und im Halten
Im Trab
Im Galopp
Untrügliche Zeichen, die auf eine fehlerhafte Ausbildung hindeuten
Meine Meinung:
Das Buch ist für Reiter, welche sich weiterbilden möchten um noch feiner und gezielter trainieren zu können. Besonderes Augenmerk liegt auf der Geraderichtung des Pferdes und das Erreichen der Balance durch die Seitengänge. Wie genau sich die Seitengänge unterscheiden und diese genau geritten werden, wird allerdings nicht erklärt – mir fehlen die Erklärungen der unterschiedlichen Seitengänge sowie der Gewichts-, Schenken- und Zügelhilfen. Erklärungen fehlen teilweise auch bei der Piaffe und Passage. Es wird zwar beschrieben wie man vorgeht und wie das Pferd mit touchieren animiert wird, aber dennoch wird nur auf das „Fühlen“ verwiesen. Es ist zwar ausreichend aber irgendwie dennoch zu dünn – für den Preis. Auch hat mir nicht gefallen, dass Anja Beran zwar auf „Hand ohne Bein, Bein ohne Hand“ und auf nicht widersprüchliche Hilfen verweist, dann aber beim Kapitel „Rückwärtsrichten“ genau diese beschreibt. Zitat: […] Reagiert das Pferd nicht, sollte [der Reiter] versuchen, einen kurzen vorsichtigen Impuls mit dem Schenkel zu geben, diesen aber sofort mit der Hand in ein Zurücktreten umzuleiten. […] Ich persönlich finde diese Hilfe sehr widersprüchlich zumal ich dem Grundsatz von Philippe Karl: „No action of the leg when you go back. Its a bad idea.“ folge.
Was mich weiterhin irritierte waren die Bilder im Buch. Alle sitzen sehr Schambeinlastig und mit Hohlkreuz im Sattel. Zuerst dachte ich an einen Remonte- oder Entlastungssitz, aber nach kleinen Recherchen bei Youtube fand ich eine Videosequenz eines Schulungsvideos von Anja Beran in dem erklärt wurde, dass so die beste Hingebung möglich sei. Warum finde ich denn genau dies nicht im Buch?
Fazit:
Um es also kurz zu machen: Ein interessanter Ausflug in die Welt der Seitengänge und eine tolle Erklärung wann ich welchen nutzen muss um die Balance des Pferdes herzustellen. Wer noch keine Erfahrung mit Seitengängen hat und nicht fühlen kann ist mit diesem Buch ganz sicher überfordert. Ich vergebe aufgrund der teilweise widersprüchlichen Hilfen, der fehlenden Begründung des reiterlichen Sitzes und des Preises nur 3 Sterne.
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