März
20
Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke – Martin Schörle
Cora

Klappentext:
Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert. Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist.

Einladung zum Klassentreffen
In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle … Inhaltlich eine Liebesgeschichte wagt das Stück den Spagat zwischen Komik & Tragik, Lachen & Weinen.

Titel: Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke
Autor: Martin Schörle
Verlag: Engelsdorfer Verlag
Seiten: 119
ISBN: 978-3960084082
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ich liebe Theater! Mindestens ein mal im Quartal genießen wir eine Vorstellung, ist es doch viel schöner als Kino, weil man halt live dabei ist und die Emotionen gleich mitbekommen kann und nicht erst den 24. Versuch auf einer Leinwand sieht, welcher dann auch noch zurecht geschnitten ist. Eine Vorstellung im Theater ist echt, daher freute ich mich sehr über das Buch von Martin Schörle und die Erfahrung ein Theaterstück – bzw zwei – zu lesen 😉

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Stücke ist leicht. Martin Schörle liefert – in kursiver Schrift – ein Szenenbild und beschreibt den oder die Charaktere. Dann geht es auch schon los. Die Texte sind witzig, satirisch, tiefgründig und bieten eine abwechslungsreiche Mischung. Ich muss gestehen, dass ich auch richtigen Spaß daran hatte die Texte vorzutragen und Freunden und Familie damit zum lachen zu bringen. Gerade der Winter lädt zu diesen Späßen ein und die Texte sind zudem immer wieder in kursiver Schrift, um Tätigkeiten oder Emotionen der Schauspieler noch eindringlicher darzustellen, erweitert. Hier kann sich also auch ausprobiert werden und das schmökern wird zu einem aktiven Akt.

Beide Stücke sind in ihrer Art anders. Im ersten geht es eher um das Leben eines Beamten, seine Zerstreutheit und Meinungen zu gewissen Dingen. Im zweiten Stück findet ein Dialog über das Leben und die Liebe statt.

Fazit:
Für Theatergänger ein großes „must read“ und für alle anderen: probiert es mal aus. Mir haben beide Stücke sehr gefallen. Daher 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich bei Martin Schörle für das Rezensionsexemplar.


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