Saphirtränen – Jennifer Jäger

Klappentext:
Die Tränen der Göttin regneten auf die Erde herab, brachen sich im Sonnenlicht und ließen einen schillernden Regenbogen entstehen. Als seine Farben den Erdboden berührten, formten sich vier Schmuckstücke, jedes von ihnen mit einem einzigartigen Edelstein versehen.

Die junge Ilyea Niamh lernt früh, dass sie anders ist als die anderen Wald-Ilyea. Sie ist eine Ausgestoßene, Verachtete, Verspottete. Doch wer hätte auch wissen sollen, dass das Mädchen mit den saphirblauen Augen einmal das Schicksal ihrer Welt auf den Schultern tragen würde…


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Titel: Saphirtränen
Autor: Jennifer Jäger
Seiten: 333
ASIN: B00B8WFF4U
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Saphirtränen beginnt mit einer wundervollen Geschichte zu Weltentstehung. Denn die Götter schufen Feuer, Erde, Wasser und Wind. Dazu passend auch Edelsteine sowie Schmuckstücke, die sie gerecht verteilten. Nur leider gibt es, Wesen die mit dieser Verteilung nicht zurecht kommen und alles besitzen möchten. Schafft es die junge Ilyea ihr Schmuckstück zu bewahren?

Schreibstil:
Der Schreibstil von Jennifer Jäger ist sehr steif, dies kommt durch die ausdrucksstarke und gewählte Wortwahl erst recht zum Vorschein und verhindert, zumindest bei mir, das Eintauchen in die Geschichte.

Charaktere:
Diese sind auf ihre Art liebreizend, verändern sich aber von Kapitel zu Kapitel in ihrer Art. So wurde zu Beginn des Buches noch auf eine Beschreibung geachtet, die auch eine gewisse Nähe zur Figur erschafft. Leider flacht diese von Seite zu Seite ab und die Persönlichkeiten werden zu lieblosen und funktionierenden Gebilden.

Cover:
Das Cover ist wunderschön und zeigt die Protagonistin Niamh, wie sie den Halt verliert und in eine schwierige Situation gerät.

Fazit:
Saphirtränen hat potential und ist sicherlich eine wundervolle Geschichte, nur leider konnte ich mit der Umsetzung nicht das geringste anfangen. Jennifer Jäger schafft es nicht mich zu überzeugen, so dass ich Saphirtränen frühzeitig beendet habe. Die Charaktere und die Geschichte wirken ab einer bestimmten Zeit zu aufgesetzt und unlogisch. Es gibt keine Spannung und alles scheint zu leicht und konstruiert zu sein. Die Sprache, welche in einem anderen Genre sicher herausstehen würde, ist hier fehl am Platz. Da mir aber der Anfang und die Idee sehr gefällt gebe ich 2 Sterne.

In seinen Händen – Harlan Coben

Klappentext:
Idylle oder Abgrund, Täter oder Opfer – nichts ist so, wie es scheint …

Die 17-jährige Haley McWaid führt ein idyllisches Vorstadtleben: mustergültige Schülerin, Captain des Lacrosse-Teams und schon mit einem Bein im renommierten Elite-College. Doch dann verschwindet Haley von einem Tag auf den anderen spurlos, und für die McWaids bricht eine Welt zusammen.

Derweil feiert Fernsehreporterin Wendy Tynes mit ihrer Show Quotenerfolge: Vor laufender Kamera stellt sie mutmaßlichen Sexualverbrechern eine Falle. Ihr neues Opfer ist Sozialarbeiter Dan Mercer, den sie mühelos überführt und der bald auch mit Haleys Verschwinden in Verbindung gebracht wird. Doch Dans Geschichte ist nicht so einfach, wie alle glauben, und nach und nach kommen Wendy Zweifel. Sie beginnt neue, unbequeme Fragen zu stellen. Und obwohl ihr dabei jemand gewaltige Steine in den Weg legt, merkt sie bald, dass auch in der Vorstadtidylle oft alles anders ist, als es scheint …


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Titel: In seinen Händen
Autor: Harlan Coben
Verlag: Page & Turner
Seiten: 448
ISBN: 978-3442203710
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Ich glaube „Thriller“ liegen mir im Moment nicht so 🙁 Ich hatte mich so auf mein erstes Buch von Harlan Coben gefreut und am Anfang hat es sich auch flüssig weggelesen aber das wars dann auch schon. Die Handlung um Dan, Wendy und Haley schleift ohne Ende …

So wird sehr lange von den Charakteren und ihren Geschichten berichtet bis endlich etwas passiert: Dan wird wegen Pädophilie festgenommen, doch war er es wirklich, der sich an Kindern vergreift und der kleinen Haley etwas angetan hat? Das Thema selbst ist sehr interessant, denn wer würde nicht gerne Selbstjustiz an einem Kinderschänder verüben wollen, doch was passiert dann?

Der Schreibstil ist, wie oben bereits erwähnt, recht flüssig und lässt sich gut lesen, aber leider gibt es keine Spannungskurve was das Lesen sehr eintönig macht.

Die Charaktere werden zwar ausreichend und meistens sehr ausführlich beschrieben, aber dennoch habe ich keinen Draht gefunden, sie interessierten mich null! Auch wirken alle sehr konstruiert und abwartend, was in einem Fall wie diesem sehr unverständlich ist.

Das Cover wirkt düster und zeigt eine von Nebel durchwirkte Ausweglosigkeit – sorry, die konnte ich nicht herauslesen.

Fazit:
Ein Buch, welches mich nur durch den flüssigen Schreibstil zum Lesen animierte und nicht durch ausgeklügelte Szenen. Ich empfehle „In seinen Händen“ daher an Leser, die noch nicht viele Thriller gelesen haben und sich erstmal an das Genre herantasten wollen. Ich vergebe 2 Sterne für dieses Buch für Schreibstil und Thema.

Keine Gnade – Daniel Annechino

Klappentext:
Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, (?) Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit zu gewinnen. Wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.

Ein brutaler Serienmörder versetzt San Diego in Angst und Schrecken: Die Opfer werden ohne Narkose am Herzen operiert – und sterben. Ein grausamer Tod. Detective Inspector Samantha Rizzo und ihr Kollege Alberto Diaz sind auf der Jagd nach einem Mann, der den hippokratischen Eid bricht. Ohne Reue. Er ist ein Killer ohne Gnade.


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Titel: Keine Gnade
Autor: Daniel Annechino
Verlag: Ullstein
Seiten: 512
ASIN: B007667I60
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Julian ist Arzt und will den Durchbruch. Er muss seine Studie zum Thema Vorhofflimmern nur noch etwas ausbauen, mehr beweisen. Natürlich liegt nichts näher als sich Probanden zu entführen und die OP-Studien am gekidnappten und lebendem Objekt durchzuführen …

Das Ermittlerduo Al Diaz und Samantha Rizzo sind dem Herzmörder allerdings auf den Fersen …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Allerdings mit wenig Spannung. So wird diese zwar teilweise aufgebaut, aber nicht gehalten und es sind Handlungsstränge verbaut, die nicht hätten sein müssen.

Charaktere:
Ja, die gab es wohl, aber leider konnte ich keinen greifen. Alle waren blass und konnten mich nicht überzeugen. Julian, der seiner Studie wegen zu unseriösen Mitteln greift wirkt verwirrt und die beiden Kommissare wirken sowas von aufgesetzt, dass ich mich zeitweise gefragt habt, wie die beiden es überhaupt in den Dienst geschafft haben.

Cover:
Das Cover verspricht viel Blut und Gewalt, was aber im Buch eher untergeht.

Fazit:
Ein sehr langweiliger Roman, der das Wort Thriller nicht verdient. Da „Keine Gnade“ bereits der 2. Teil des Ermittlerduos Rizzo und Diaz ist, erfährt der Leser natürlich einiges von Teil 1 „Leise stirbst du nie“, aber einige Dinge bleiben unklar, so dass ich raten würde, mit dem 1. Teil zu beginnen.

Mir hat Keine Gnade nicht gefallen, da die Handlungen immer vorhersehbar waren – logisch, so kannte ich gleich von der ersten Seite an den Mörder und sein Motiv. Das Ermittlerteam war mir zu stumpf und die Nebenhandlungen, also das Privatleben der Ermittler, hat mich überhaupt nicht interessiert und hatte auch nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun. Es ist immer schön eine sympathie über private Handlungen aufzubauen, aber das war dann doch zu viel des Guten.

Ich hab sie nicht gezählt: Eine unartige Biografie – Dolores Schmidinger

Klappentext:
Liebe, Lust und Leidenschaft: Es bleibt nichts ausgespart

„Wenn die Dolly mit achtzig keine Liebhaber mehr hat, dann wird sie welche erfinden, damit es was zum Erzählen gibt“, meinte einmal Andrea Händler über ihre Freundin Dolores Schmidinger. Doch die Sorge ist verfrüht, es gibt einstweilen noch genug zu erzählen, Erotisches, Frivoles und Unartiges aus dem Leben der Dolly S. „Die Schmidinger“ ist Meisterin darin, Pointen zu setzen, zu erstaunen, zu überraschen – und manchmal auch ein wenig zu schockieren.

Titel: Ich hab sie nicht gezählt: Eine unartige Biografie
Autor: Dolores Schmidinger
Verlag: Kremayr & Scheriau
Seiten: 239
ISBN: 978-3218008457
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Dolores Schmidinger ist Schauspielerin, Kabarettistin und Regisseurin. In ihrer Biografie schreibt sie über ihr Leben von der Kindheit bis ins Jahr 2011.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Dolores Schmidinger ist flüssig und gut zu lesen. Schön ist auch, dass mit Austriazismen geschrieben wurde somit kann noch mehr Nähe vermittelt werden.

Cover:
Das Cover lässt eine Biografie vermuten in der es ausschließlich um Erotik geht und nur Bettgeschichten vorgetragen werden, dem ist dann aber nicht so. Ich muss ehrlich getsehen, dass ich, für meinen Geschmack, keine erotische Szene im Buch fand. Eine Frau auf einer Bühne hätte eventuell besser gepasst.

Meine Meinung:
Wirklich fesseln konnte mich diese Biografie nicht. Ich muss zugeben, dass ich Dolores Schmidinger vor diesem Buch nicht kannte und nach diesem Buch kein Interesse habe dies zu ändern. Dolores bleibt das ganze Buch über sehr kindlich und naiv. wie kann eine erwachsene Frau über Alkohol- und Tablettenmissbrauch sowie Bulimie schreiben, als wäre es das normalste auf der Welt? Zwischenzeitlich habe ich es auf die „witzige Ader“, die sie als Kabarettistin sicherlich hat, geschoben, aber es wurde mir trotzdem als zu normal hingestellt. Auch das Dolores sich an den Männern ihrer Freundinnen vergreift und vor nichts zurückzuschrecken scheint, spricht nicht gerade für ihren Charakter. Trotzdem fühlte ich, gerade bei der Schilderung ihrer Kindheit sehr mit ihr, da diese doch recht hart gewesen sein muss.

Auch die anderen Personen im Buch bleiben sehr farblos, von den Eltern konnte ich mir dagegen gut ein Bild machen. Aber egal über welche Beziehung geschrieben wird, ich begreife nicht warum Dolores sich mit diesen Männern abgibt und warum sie so handelt wie sie es schreibt.

Fazit:
Ein Buch was nur für Fans von Dolores Schmidinger und für Leser, die den Österreichischen Dialekt mögen, eine wirkliche Empfehlung sein kann. Mir war die Biografie zu flach oder ich habe den Humor der Autorin nicht verstanden. Ich gebe 2 Sterne für ein Buch, welches mich nicht begeistern konnte.

Ich bedanke mich beim Kremayr & Scheriau Verlag und Blog dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Gut gegen Nordwind – Daniel Glattauer

Klappentext:
Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?


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Titel: Gut gegen Nordwind
Autor: Daniel Glattauer
Verlag: Goldmann
Seiten: 224
ISBN: 978-3442465866
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

„Schreiben sie mir, Emmi.
Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen.
Schreiben ist küssen mit dem Kopf“

Und genau dieser Ausschnitt auf der Buchdecke machte mich so neugierig, dass ich „Gut gegen Nordwind“ sofort in meine Leseliste einbringen musste. Leider konnte mich die Geschichte nicht so verzaubern wie das oben genannte Zitat 🙁

Emma und Leo schreiben sich E-Mails ohne das ich mitbekommen habe warum. Natürlich ist der Aufhänger erwähnt: Emma möchte eine Zeitschrift kündigen und vertippt sich bei der Mail-Adresse. Aber warum Leo und Emma sich in eine Person, die sie nicht kennen und nur ein paar Mails getauscht haben, ineinander verlieben bleibt mir leider verborgen. Beide sind so farblos und lieblos, dass bei mir keine Sympathie aufkam und ich immer wieder drauf und dran war das Buch abzubrechen. Aber was soll man gegen seiner Neugierde tun? – Weiterlesen 😕 Es wurde dann leider noch schlimmer. Emma und Leo entwickeln sich immer mehr zu Teenagern (dabei sollten laut Geschichte beide über 30 sein) und auch die weitere Handlung wirkte noch konstruierter und langgezogener als am Anfang.

Immer wieder habe ich mich gefragt, warum die beiden sich nicht einfach treffen, denn das „ja“ für ein Daten und das darauffolgende „nein“ war auch nicht mehr neu und nervte nur noch und selbst das Ende des Buches – was natürlich auf den Nachfolger „Alle sieben Wellen“ aufmerksam machen soll – ist sowas von sinnfrei, dass ich das Buch getrost von meiner Leseliste streichen kann.

Fazit:
2 Sterne für eine niedliche Idee, die leider miserabel umgesetzt wurde. Es gab nichts an diesem Buch, in dieser Geschichte, was mich zu fesseln wusste – empfehlen kann ich es nur an Leser, die gerne in fremden E-Mails lesen, denn daraus besteht das Buch: E-Mailverkehr.