Schoßgebete – Charlotte Roche

Klappentext:
Am liebsten tagsüber und Fenster zu wegen der Nachbarn. So mag es Elizabeth. Ihr Mann macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann’s losgehen. Sie fährt sofort mit der Hand rein in Georgs XXL-Yogahose. Und ab hier betrügt sie ihre Männer hassende Mutter, die ihr beibringen wollte, dass Sex etwas Schlechtes sei. Hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Aber Sex ist ja nicht alles, es gibt auch noch das Essenkochen für ihre Tochter Liza, und es gibt den Exmann, Lizas Vater. Keine geringe Rolle spielen auch ihre Ängste und ihre schrecklichen Eltern. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören.


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Titel: Schoßgebete
Autor: Charlotte Roche
Sprecher: Charlotte Roche
Verlag: OSTERWORLDaudio
Länge: 284 Seiten / 9 Std. 41 Min. (ungekürzt)
ISBN: 978-3869521435
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Nachdem ich 2010 bereits den ersten Roman von Charlotte Roche, „Feuchtgebiete“, mit einem gewissen Ekel gelesen hatte, musste ich mir nun auch ihr zweites Werk zu Gemüte führen.

Inhalt:
Elizabeth, ist 33 Jahre alt, und lebt in einer Beziehung mit einem älteren Mann. Sie hat einen ausgeprägten Vaterkomplex und noch andere psychische Probleme. Sie schildert in „Schoßgebete“ ihren Alltag mit ihrem Mann, dessen Vorlieben, und den wöchentlichen Gang zu ihrer Psychologin. Mit Frau Dr. Drescher spricht sie über alles …

Stil:
Der Stil von Roche ist unverändert derbe, aber auch tiefgründig und traurig. So schildert sie lange und ausführlich wie ihr Mann „es“ gerne mag, aber auch das sie andere Vorlieben hat, die sie sich nicht auszuleben traut. Sie spricht über Eifersucht, Verlustängste und Depressionen. Die Thematik ist bedrückend und dann auch wieder humoristisch dargestellt, dass ich teilweise nicht wusste wo ich das Hörbuch einordnen sollte.

Charaktere:
Elizabeth ist eine sehr kranke Persönlichkeit. Mit ihrem Vaterkomplex und der großen Eifersucht gehört sie in Therapie. dort ist sie bereits, aber ob es wirklich etwas bringt? Sie macht alles für Georg, aber ich hatte das Gefühl, dass sie nicht glücklich ist.

Georg wäre kein Mann für mich, irgendwie Sexbesessen und egoistisch konnte ich ihn nicht leiden.

Cover:
Was das Cover mit dem eigentlichen Hörbuch zu tun hat frage ich mich noch immer …

Fazit:
Ein Buch mit vielen Facetten über Sexualität, Eifersucht, Depression und alltäglichem Familienstress. Mir war „Schoßgebete“ zu depressiv und teilweise Frauen verachtend, daher nur 2 Sterne.

Die Unsterblichen – Drew Magary

Klappentext:
2019: Mit einer einfachen Spritze kann der Alterungsprozess gestoppt werden. Immer mehr Menschen lassen sich impfen – und ahnen nicht, welche erschreckenden Folgen dies haben wird. 2029: Die Gesellschaft, wie wir sie kennen, löst sich auf. 2039: Der globale Alptraum hat begonnen…


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Titel: Die Unsterblichen
Autor: Drew Magary
Verlag: Knaur
Seiten: 461
ASIN: B008XCFMIC
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
John Farrell, 29 Jahre, möchte sich deaktivieren lassen. Dies bedeutet, dass er sich einer Genmanipulation unterziehen muss und somit der Alterungsprozess gestoppt wird. Doch was passiert mit der Erde, wenn kein Lebewesen mehr altert?!

Schreibstil:
Ich habe mich selten so über einen Schreibstil geärgert, wie über diesen hier. Ob es an der Übersetzung oder an Magary selbst liegt ist schwer zu sagen, da ich das Original nicht kenne, aber wer auf unzählige Längen und Geschwafel steht, wird dieses Buch lieben. Magary zieht die Geschichte um John mit Zeitungsberichten, Interviews und E-Mails grundlos in die Länge. Anstatt die Berichte, wie sich die Welt verändert, kurz und Bündig zu schreiben, verwendet er z. B. in einer E-Mail die wörtliche Rede, Zeitungsberichte wiederholen sich und Interviews sind nichts anderes als Zeitungsberichte in wörtlicher Rede – super, 150 Seiten verschenkt!

Die Spannung ist gleich null, da durch das Lesen von Artikeln, zumindest bei mir, keine Spannung auftauchen kann 🙄 Der Ausdruck ist mittelmäßig und wirkt daher zu verhalten.

Charaktere:
John Farrell – unsympathisch und naiv. Nur weil er Angst vor dem Tod hat, lässt er sich deaktivieren, obwohl er genau weiß, dass es ihn nicht davor schützen wird zu sterben. Warum lässt er es dann überhaupt machen?! Ich konnte zu John keine Verbindung aufbauen, er wirkte zu eigensinnig und handelte unüberlegt.

Auch andere Personen konnte ich nicht verstehen, warum will ein Mensch nicht altern? Warum sollte man ewig (jung) leben wollen?

Cover:
Lauter kleine grüne Männchen 😀

Fazit:
Ein Buch mit Weltuntergangsszenario, bunkern, horten und ums Überleben kämpfen – gepaart mit Sci-Fi für das Leben ohne Alter. Wer das mag, sollte „Die Unsterblichen“ definitiv lesen. Für andere gebe ich keine Leseempfehlung. Mir war die Geschichte zu unsinnig und zu langatmig, daher nur 2 Sterne.

Am Ende der Treppe, hinter der Tür – Sabine Ludwig

Klappentext:
Wie erpresst man einen Mörder, den man nicht gesehen hat? Die 16-jährige Martha ist zufällig Ohrenzeugin des Mordes an ihrer Nachbarin geworden. Nun beschließt sie, dieses Wissen für sich zu nutzen. Denn sie braucht Geld. Damit sie endlich mit ihrer Mutter in eine eigene Wohnung ziehen kann. Und damit sie sich nicht mehr mit diesem Glatzkopf und seiner nervigen kleinen Tochter Poppy rumärgern muss. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jill entwickelt Martha einen raffinierten Plan … doch dann begeht sie einen entscheidenden Fehler.


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Titel: Am Ende der Treppe, hinter der Tür
Autor: Sabine Ludwig
Verlag: rororo
Seiten: 384
ISBN: 978-3499216756
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Marthas Vater starb an Krebs, in der Selbsthilfegruppe für Hinterbliebene lernt Marthas Mutter einen neuen Mann kennen und lieben, nun wohnen die beiden Frauen bei dem neuen Mann und seiner Tochter Penelope. Doch Martha kann und will sich mit den neuen Gegebenheiten nicht anfreunden, sie hast ihr Leben, wäre da nicht dieser hübsche neue Lehrer: Mr. Miller …

Schreibstil:
Selten ein Buch mit so wenig Spannung und liebe zum Detail gelesen. Die Autorin schafft es nicht mich in Marthas Welt zu entführen und sorgt dafür das alle Charaktere lieblos und einfach gestrickt sind. Der Ausdruck ist ebenfalls einfach und erweckt den Charme eines Kinder- statt Jugendbuchs.

Charaktere:
Martha ist eine Pubertierende 16-jährige die sich total affig benimmt. So verschmäht sie die Hilfe ihrer Freunde (Vincent, Simon und Jill) und träumt nur von ihrem Lehrer – Mr. Miller. Gegenüber ihrer Familie verhält sich Martha unmöglich und auch ihrer neuen Stiefschwester gegenüber ist sie ein wahres Monster.

Jill ist keine wirkliche Freundin, sie ist nur scharf darauf im Mittelpunkt zu stehen und jeden Kerl durch zu ziehen – wie erstrebenswert :rool:

Vincent und Simon haben mir gut gefallen. Beide versuchten Martha immer wieder auf den Boden zu holen und ihr die schönen Dinge zu zeigen – wer da nicht drauf eingeht ist selber Schuld.

Mr. Miller – vielleicht ein toller Typ, aber durch Marthas ständige Tagträume ging er mir dermaßen auf den Senkel, dass ich ihn nicht mochte. „Mr Miller ist so toll – er küsst mich so sanft … “

Cover:
Das Cover gefällt mir gut, so ziert ein hohes Treppenhaus das Deckblatt und macht neugierig auf das Ende der Treppe, hinter der Tür …

Fazit:
Ein nerviges Buch, das wahrscheinlich selbst für Jugendliche zu einfach gestrickt ist. Die Idee ist gut, aber miserabel umgesetzt. Daher keine Leseempfehlung und nur 2 Sterne.

Tagebuch – Anne Frank

Klappentext:
Das Tagebuch der Anne Frank ist Symbol und Dokument zugleich. Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nazi-Verbrecher und Dokument der Lebenswelt einer einzigartig begabten jungen Schriftstellerin.


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Titel: Tagebuch
Autor: Anne Frank
Verlag: Fischer Taschenbuch
Länge: 320 Seiten
ISBN: 978-3596152773
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Eine Autobiografie mit 2 Sternen zu bewerten ist schon recht arg, nun möchte ich auch gerne erklären warum:

Ich erinnere mich an meine Schulzeit, dort habe ich das Tagebuch der Anne Frank auch gelesen. Damals im Jahr 1996 kam mir das Buch viel dünner und nicht künstlich aufgebläht vor. Natürlich wurden in der neuesten Auflage auch noch Bilder von Anne und ihrer Familie abgedruckt – was ich gut finde – aber der Rest?!

1950* wurde das Tagebuch zum ersten Mal veröffentlicht, damals (angeblich) gekürzt, da gewisse Themen als unschicklich galten und nicht in ein Tagebuch einer 13-jährigen gehörten.

1986* erfolgte dann eine Ausgabe die durch das Niederländische Staatliche Institut für Kriegsdokumentation herausgebracht wurde, natürlich neu und vollständig überarbeitet.

1991* erfolgte dann durch den Anne-Frank-Fonds (dieser wurde von Annes Vater gegründet) eine erneute autorisierte Fassung.

1998* fand man dann bisher noch unbekannte Seiten des Tagebuches und schon musste eine neue Fassung mit neuen Erkenntnissen und Nachbemerkungen entstehen.

*Quelle der Jahreszahlen sowie Änderungen der Fassung / amazon.de

Nun frage ich mich als Leser: Was hat das noch mit einer Autobiografie zu tun?! Anna Frank schrieb ihr Tagebuch selbst und als sie hörte das ein niederländischer Minister im Exil nach dem Krieg alle Dokumente sammeln und veröffentlichen wollte, schrieb sie ihr Buch um. Sie erfand Namen – Pseudonyme – und veränderte ihr eigenes Werk, bis sie damit zufrieden war. Also warum hat man es nicht so gelassen?!

Diese Fassung hat wenig mit dem bewegenden und erschütternden Berichten von Anne Frank zu tun, die ich noch in Erinnerung hatte. Hier geht es um eine 13-jährige die ihr Tagebuch füttert und sich ihre Probleme (mit ihrer Mutter, ihren Klassenkameraden und Mitmenschen) von der Seele schreibt, nicht immer ist eine Neuauflage einen Kauf wert. Meine Leseempfehlung geht daher an die alten Auflagen, die ungeschönt und auf wesentliche reduziert sind. 2 Sterne für ein zu stark verändertes, in meinen Augen, nicht authentisches Buch.

Herz aus Eis – Anne Ursu

Klappentext:
Hazel und Jack sind die besten Freunde. Bis Jack eines Tages nicht mehr mit Hazel spricht und mit einer mysteriösen Frau in weiß in den Wald verschwindet. Aber Hazel lässt ihren besten Freund nicht fallen, sondern folgt ihm in das geheimnisvolle Land. Inspiriert von Hans Christian Andersens „Die Schneekönigin“ erzählt Anne Ursu von einer Freundschaft, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und sie verschweigt nicht, dass man auf dem Weg einiges zurücklassen muss.


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Titel: Herz aus Eis
Autor: Anne Ursu
Verlag: Aladin
Länge: 352 Seiten
ISBN: 978-3848920051
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Die kleine Hazel lebt allein mit ihrer Mutter. Als sie die Privatschule verlassen und in eine gewöhnliche Grundschule gehen muss, ist alles anders. Bis auf Jack, der Nachbarsjunge, der nun in der gleichen Schule ist wie sie. Hazel und Jack sind sehr gut befreundet, bis er sich eines Tages von ihr abwendet. Hazel kann dies nicht akzeptieren und versucht alles um Jack wieder zubekommen.

Schreibstil:
Der Stil von Anne Ursu ist gar nicht meiner. Sie schreibt sehr distanziert, mit wenig Liebe und Fantasie. Die Sätze sind zu einfach und eintönig, so dass ich das Buch nicht einmal Kindern empfehlen würde. In fast jedem Satz, gibt es ein „okay“ oder „cool“, was ich persönlich nicht förderlich finde. Es wirkt abgegriffen und langweilig, als ob sich selbst die Charaktere in der Geschichte nicht wohl fühlen.

Charaktere:
Hazel konnte ich nicht einschätzen, ich habe zwar erfahren, dass sie in die fünfte Klasse der Grundschule geht, von ihrer Mutter aber betüddelt wird wie eine 4 Jährige, aber Aufgaben für eine 12 Jähre erteilt bekommt. Die Freundschaft, die Hazel zu Jack pflegt klang teilweise nach einer Liebesgeschichte, die ich in diesem Alter und auch für das Genre des Buches für verfrüht halte.

Bei Jack ging es mir ähnlich. Auf einer Art wirkte er so erwachsen, auf der anderen so kindlich.

Auch die anderen Personen waren für mich zu konstruiert und dann doch wieder ohne Inhalt. Dieser Sprung zwischen Vorhersagbarkeit und Maschinendenken nervte und verdarb zeitweise den Lesespaß.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. So zeigt es ein Mädchen welches zu dem im Eis gefangen jungen vordringen möchte.

Fazit:
Ein Jugendbuch, welches ich nicht empfehle. Auch wenn sich die Autorin an die Vorgabe von Hans Christian Andersen teilweise gehalten hat und „Die Schneekönigin“ auf modern trimmen wollte hat sie, in meinen Augen, versagt. Der abweisende Schreibstil und die mangelnden Charaktere sind weder für Erwachsene noch für Jugendliche etwas besonderes. Meine Empfehlung geht dann doch zu den „bewährten“ Märchen und für Herz aus Eis vergebe ich 2 Sterne.

Ich bedanke mich beim Aladin Verlag und Blog dein Buch für das Rezensionsexemplar.