Argeneau-Reihe 24: Frühstück mit Vampir – Lynsay Sands

Reiheninfo:
Eine Vampirin auf Abwegen
Verliebt in einen Vampir
Ein Vampir zum Vernaschen
Immer Ärger mit Vampiren
Vampire haben’s auch nicht leicht
Ein Vampir für gewisse Stunden
Ein Vampir und Gentleman
Wer will schon einen Vampir?
Vampire sind die beste Medizin
Im siebten Himmel mit einem Vampir
Vampire und andere Katastrophen
Vampire küsst man nicht
Vampir zu verschenken
Vampir à la carte
Rendezvous mit einem Vampir
Der Vampir in meinem Bett
Ein Vampir für alle Sinne
Vampir verzweifelt gesucht
Ein Vampir für alle Lebenslagen
Ein Vampir zur rechten Zeit
Ohne Vampir nichts los
Tatsächlich Vampir
Ein Vampir im Handgepäck
Frühstück mit Vampir

Klappentext:
Abigail Forsythe will ihr Leben neu ordnen. Da kommt ihr ein Trip nach Südamerika gerade recht. Doch als sie im Bauch ihres Flugzeugs einen eingesperrten Mann entdeckt (der auch noch nackt ist! Und ziemlich heiß!), wird das Chaos nur noch größer. Kurzentschlossen befreit Abigail den Fremden. Eine wilde Flucht beginnt, denn jetzt sind Tomasso Nottes Kidnapper auch hinter ihr her. Aber aller Gefahren zum Trotz: Jede gemeinsame Minute lässt das Prickeln zwischen ihnen immer heftiger werden …


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Titel: Frühstück mit Vampir
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 368
ISBN: 978-3736302358
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Tomasso ist noch immer in der Gewallt der Entführer, doch wie es der Zufall so will wird er durch Abigail gefunden und diese entpuppt sich auch noch als seine Lebensgefährtin…

Meinung:
Nachdem Dante im letzten Band aus den Fängen der Entführer entkommen konnte, geht es nun dramatisch weiter. Denn Tomasso ist noch immer in der Gewalt der skrupellosen Kidnapper und die führen wirklich nichts gutes im Schilde und sind sehr gefährlich. Die Handlung ist und bleibt daher spannend und die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf. Die Charaktere sind sympathisch – auch wenn Abigail die gleichen Charakterzüge an sich hat wie Mary. Daher sollte man die Bücher ggf. nicht sofort hintereinander lesen, dann fällt das wahrscheinlich nicht so auf 😉

Fazit:
Dieser Band muss unbedingt gelesen werden, wenn man den vorherigen gelesen hat. Als eigenständigen Band würde ich ihn nicht empfehlen. Auch weil die Handlung immer noch nicht abgeschlossen ist. 5 Sterne für eine wirklich spannende Liebesgeschichte!

Argeneau-Reihe 23: Ein Vampir im Handgepäck – Lynsay Sands

Reiheninfo:
Eine Vampirin auf Abwegen
Verliebt in einen Vampir
Ein Vampir zum Vernaschen
Immer Ärger mit Vampiren
Vampire haben’s auch nicht leicht
Ein Vampir für gewisse Stunden
Ein Vampir und Gentleman
Wer will schon einen Vampir?
Vampire sind die beste Medizin
Im siebten Himmel mit einem Vampir
Vampire und andere Katastrophen
Vampire küsst man nicht
Vampir zu verschenken
Vampir à la carte
Rendezvous mit einem Vampir
Der Vampir in meinem Bett
Ein Vampir für alle Sinne
Vampir verzweifelt gesucht
Ein Vampir für alle Lebenslagen
Ein Vampir zur rechten Zeit
Ohne Vampir nichts los
Tatsächlich Vampir
Ein Vampir im Handgepäck

Klappentext:
Der Vampir Dante Notte hat bereits davon gehört, dass Liebe wehtun kann – er hat jedoch nicht damit gerechnet, dass sie ihn frontal mit einem Wohnmobil trifft! Und was sind schon gebrochene Rippen und eine verletzte Lunge verglichen mit der Erkenntnis, dass Mary Winslow, die Fahrerin, seine Seelengefährtin ist. Doch was eigentlich ein Glücksfall sein sollte, bedeutet für Mary Gefahr: Denn die Männer, die bereits Dantes Zwillingsbruder gefangen nahmen, sind nun auch hinter ihr her. Nur Dante kann sie jetzt noch beschützen und damit Mary überzeugen, dass sie für immer zusammengehören …


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Titel: Ein Vampir im Handgepäck
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 368
ISBN: 978-3736302334
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Dante und Tomasso wurden entführt. Durch einen Zufall kann Dante fliehen und den Entführern entkommen. Dass er seiner Lebensgefährtin vors Auto rennt, damit hat er nicht gerechnet.

Meinung:
Endlich ist Lynsay zurück! Dieser Band hat genau das, was ich so mag! Witz, Leidenschaft und Vampirismus 😉

Dante war in den anderen Bänden eher der stille Typ. Hier kann man ihn gut kennen lernen und es ist schön wie er sich verhält, wie er sich entwickelt und wie er so drauf ist. Auch Lucian zeigt sich wieder von seiner „besten“ Seite. Die Charaktere „stimmen“ wieder. Sie wirken echt, liebreizend und so wie man sie halt aus den anderen Bänden kennt.

Zudem ist die Handlung spannend und könnte genau so passieren – wenn es denn Vampire geben würde.

Fazit:
Ein Band, den es sich zu lesen lohnt. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung! ACHTUNG: die Geschichte geht im nächsten Band weiter!

 

 

Ein sinnvolles Leben: The School of Life – Alain de Botton

Klappentext:
Ein praktischer Ratgeber zu der wichtigsten Frage, der wir uns stellen müssen. Zu weitschweifend oder intensiv über den Sinn des Lebens nachzudenken, mag sonderbar, etwas lächerlich oder sogar sinnlos klingen. Denn es scheint, dass normale Sterbliche in dieser Frage keine gute Antwort finden werden. In Wahrheit aber sollten wir alle darüber nachdenken und ein für uns bedeutungsvolles Leben definieren. Dieses Buch betrachtet eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Sinn zu finden: In der Liebe, der Familie, in Freundschaften und der Arbeit, durch Selbsterkenntnis und in der Natur. Wir erkennen hier, warum manche Dinge bedeutsam sind und manche nicht und erfahren, wie wir unserem Tun Bedeutung verleihen. So erhalten wir ein vielseitig inspirierendes und praktisches Buch fürs Leben.


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Titel: Ein sinnvolles Leben: The School of Life
Autor: Alain de Botton
Verlag: Süddeutsche Zeitung
Seiten: 136
ISBN: 978-3864975240
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt & Meinung
Die Frage nach dem Sinn des Lebens hat sich wohl jeder schon gestellt. Dieses Buch gibt keine Antwort auf den Sinn, lässt das Leben aber sinnvoll gestalten.

Klein und kompakt kommt dieses Buch daher, mit dicken Seiten und angenehmer Haptik liegt es gut in der Hand. Der Inhalt ist genau so kompakt und gut gegliedert. Nach einer flotten Einleitung geht es auch schon los: Die Quellen der Sinnerfüllung werden beschrieben. Darunter: Liebe, Familie, Arbeit, Freundschaft, Kultur, Politik, Natur und Philosophie. Jeder Bereich ist weiter unterteilt. Viele Punkte, die beim ersten Lesen logisch erscheinen „Klar ist Familie wichtig und geben dem Leben Sinn“, werden bis ins kleinste Detail erläutert und es zeigt sich, dass es viele Facetten gibt, die es zu hinterfragen gilt und dies in allen Bereichen! Der zweite Teil des Buches ist den Hindernissen der Sinnerfüllung gewidmet. Auch hier gibt es natürlich die gewissen Aha-Momente.

Alles in allem ist „Ein sinnvolles Leben“ verständlich und flüssig geschrieben, einzig das Layout ist teilweise etwas daneben gegangen. Durch die Bemühungen den Blocksatz einzuhalten stimmen die Abstände der einzelnen Wörter nicht immer, sodass einige Sätze komplett ohne Leerzeichen auskommen müssen – schade! Dies tut allerdings dem Inhalt des Buches nicht weh, die Aussage sein Leben zu hinterfragen und es sinnvoll zu gestalten bleibt erhalten!

Fazit:
Ein ganz tolles Buch, welches in jeden Haushalt und in jede Tasche gehört. Bei kleinen und größeren Tiefpunkten im Leben lohnt definitiv ein Blick auf den Text und ein hinterfragen an sich selbst und schon kann es weiter gehen. Und den Sinn des Lebens, den findet der findige Leser dann schon selber 😉 Ich vergebe 5 Sterne für dieses wertvolle Buch und eine Leseempfehlung für jeden!

Ich bedanke mich bei der SZ Edition für das Rezensionsexemplar.

Die englische Lady und der Rebell – Lisa McAbbey

Klappentext:
Die junge Lehrerin Prudence Holloway reist im Sommer 1747 trotz der Warnungen ihrer Familie nach Schottland, um dort zu unterrichten. Auf dem Weg erkrankt sie jedoch an einem schweren Fieber und wird von einer schottischen Bäuerin gesund gepflegt. Deren Ehemann erklärt sich bereit, Prudence für den Rest ihrer Reise zu begleiten. Auf dem Ritt durch die Highlands kommen Prudence und der attraktive Schotte einander näher, und Prudence ist hin- und hergerissen zwischen Anstand und der unleugbaren Faszination für diesen Mann. Doch dann fallen sie einem Trupp Rotröcke in die Hände – und die junge Frau muss feststellen, dass ihr Begleiter mehr als nur ein Geheimnis hat …


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Titel: Die englische Lady und der Rebell
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: beHEARTBEAT
Seiten: 249
ASIN: B07VFVZ7QM
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Prudence ist Lehrerin und folgt dem Ruf ihres Onkels nach Schottland, um „die wilden“ zu unterrichten. Doch ihre Reise verläuft nicht nach Plan …

Schreibstil:
Der Einstieg ins Buch ist herrlich! Gleich beim ersten Satz ist man in der Geschichte und fiebert mit Prudence mit. Lernt sie und die anderen kennen und lieben und hofft auf ein Happy End. Auch die Erotik – auch wenn sie nur minimal angedeutet ist – sticht hervor. Der Umgang der Charaktere miteinander und auch mit der Umwelt ist schön, auch wenn ein Leben 1747 nicht angenehm war, ist es malerisch ausgearbeitet. Auch die Historik kommt, wie immer, im richtigen Maß und Augenblick. So ist diesmal die Schlacht um Culloden das Thema, dem sich Lisa McAbbey widmet. Auch hier schafft die Autorin es, eine Waage zwischen Geschichte und Roman zu halten. So macht lernen auch noch Freude. Der Ausdruck ist passend gewählt und erinnert ein bisschen an Jane Austen sowie die Bronte Schwestern.

Charaktere:
Prudence ist eine starke Frau, die weiß was sie möchte. Sie passt in die schottische Gegend und nimmt es mit allem und jeden auf. Sehr sympathisch ohne übermächtig zu wirken.

Der Reisebegleiter von Prudence birgt Geheimnisse und die sind gut verpackt. Sie machen den Bauern zu einem sehr interessanten Charakter.

Die anderen Figuren wirken ihren Rollen entsprechend, ohne das sie konstruiert erscheinen. Alle wirken lebendig, entwickeln sich und es könnte tatsächlich alles so passiert sein. Toll!

Cover:
Ich mag das Cover, es spiegelt die rauhe Natur und die Feinheit einer englischen Lady wieder, beides zu vereinen könnte schwierig werden, aber nicht unmöglich.

Fazit:
Ein must read für alle, welche historische Bücher, England, Schottland und den Stil von Lisa McAbby mögen. Von mir gibt es 5 volle Sterne, weil dieses Buch einfach alles beinhaltet: Liebe, Lachen, Historie!

Ich bedanke mich bei Lisa McAbbey für das Rezensionsexemplar.

Lass zu, was dich groß macht – Ilona Lindenau

Klappentext:
Negative Gedanken schüren Selbstzweifel, Unsicherheit, Lustlosigkeit – nur zu oft sabotieren wir uns selbst. Und dieser innere Saboteur macht uns und anderen das Leben unnötig schwer. Neueste biologische und neurowissenschaftliche Studien weisen den Zusammenhang nach, den negative Glaubenssätze auf Wohlbefinden und Produktivität haben. Selbstkritische Überzeugungen aus der Vergangenheit können eine unangenehme Kraft in unserem Leben entwickeln: Sie belasten und beschränken uns, limitieren unser Denken und Handeln und können uns in herausfordernden Situationen und Konflikten impulsiv reagieren lassen. Das lähmt und macht nicht nur uns, sondern auch anderen im Zusammenleben mit uns das Leben schwer.

Einfach positiv denken, hilft da nur bedingt. Es braucht stärkere Tools, wie den achtsamen Self-Talk der Kommunikationsexpertin Ilona Lindenau, um langfristig die inneren Einstellungen zu ändern, denn gesprochene, aber auch gedachte Selbstansprachen sind mächtig. „Oft fühlen wir uns von diesem Gedankenkarussell im Kopf fremdbestimmt, als hätten wir keine Wahl“, so die „Botschafterin für motivierende Kommunikation“, die ihr Wissen auch in Trainings und Vorträgen weitergibt. „In Wahrheit haben wir die Wahl und können unseren Self Talk bewusst ändern. Und wenn unser Self Talk freundlicher ist, sind wir wohlwollender und weniger bewertend.“ Praxisnah und immer mit Blick auf die Lösungen, zeigt sie den Lesern Wege auf, wie sie den eigenen Saboteur-Code knacken können. So lassen sich neue Schritte in ein selbstbestimmtes Leben gehen. Die von Ilona Lindenau entwickelte „Power of Words-Methode: Kraft durch inneren Monolog“ ist das Tool, mit dessen Hilfe es gelingt. Von der Pflicht, sich selbst anzunehmen, zur Kür – dem Mut, sich verletzlich zu zeigen, ist dieses Buch ein kluger Begleiter, ein Mutmacher und Sparringpartner auf dem spannenden und nie endenden Weg zu sich selbst.

Ilona Lindenau arbeitet seit 25 Jahren als „Botschafterin für motivierende Kommunikation“ für Unternehmen wie Allianz, Bayer, Deutsche Bahn, Siemens, WMF oder Würth. Sie wurde bei den bekanntesten deutschen Kommunikationstrainern und in den USA ausgebildet, wo sie viele Jahre lebte. Ihr Wissen gibt die Kommunikationsexpertin in Vorträgen, in Coachings und in ihrer Life & Business Coaching Academy in Frankfurt weiter. Die Autorin ist medial sehr gut vernetzt und beliebte Interviewpartnerin in Focus, Emotion und Wirtschaftswoche.


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Titel: Lass zu, was dich groß macht
Autor: Ilona Lindenau
Verlag: Goldegg
Seiten: 176
ISBN: 978-3990601310
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Meine Meinung:
Es ist sehr schwer dieses Buch zu beschreiben. Ich habe es schon weiterempfohlen, als ich noch beim Lesen war und konnte nur sagen „kauf das, das ist der Wahnsinn!“. Nun habe ich es schon seit über einer Woche ausgelesen und bin immer noch nicht schlauer, wie ich das Werk in Worte packe.

Der Einstieg ins Buch ist sehr leicht, es geht um die „inneren Saboteure“. Wie uns unser „Selftalk“ dazu bringt an uns und allem zu zweifeln. „Du bist nicht gut genug“, „du schaffst das nicht“ etc. das hat bestimmt jeder schon gehört bzw. gedacht.
Jede andere Technik (sei es von Motivationstrainern, Affirmationskarten etc) würde uns nun suggerieren, einfach zu sagen „ich bin gut und glücklich“. Dies wirkt wie abgedroschene Phrasen und genau dies ist es auch. Unser Unterbewusstsein erkennt, dass wir ihm etwas vorgaukeln. Denn wenn wir die positiven Affirmationen glauben würden, dann wäre der Selftalk der inneren Saboteure doch schon vorbei. Unser Unterbewusstsein ist also so clever unsere eigene Wahrheit zu erkennen und diese wiederzugeben. Ein Teufelskreis!

Die Autorin beschreibt genau dieses Szenario auf S. 66 […] Wie ich damals zum Beispiel an meinem Schlafzimmer-Spiegel einen Zettel mit der Botschaft befestigte:“Ich bin glücklich“ oder „Bewertungen sind mir egal“. Obwohl das möglich sein könnte, erkannte mein Unterbewusstsein:“Total gelogen!“. […] Und genau hier setzt Ilona Lindenau an. Sie erklärt die Funktion des Unterbewusstseins und zeigt Strategien wie man die inneren Saboteure zum Schweigen bringt und stattdessen seine eigenen Stärken hervorholt.

Das Thema des Selftalk war für mich neu. Denn die „Power-of-Words-Methode“ ist einfach einzigartig. Sie lässt den Selftalk im Hirn zu, prüft diesen auf Wahrheitsgehalt und entwickelt dann Strategien, um den Selftalk in anderer / positiver Form zuzulassen. So können Denkmuster aufgebrochen und nachhaltig verändert werden.
Sich mit dem inneren Kritiker zu befassen ist ein spannender und konstruktiver Prozess, der umgehend positive Wirkung zeigt.

Fazit:
Ein must read für jeden! Egal ob die inneren Saboteure gerade aktiv sind oder nicht, allein schon um zu verstehen wie das Unterbewusstsein wirkt, wirkt Wunder. Daher gibt es volle 5 Sterne!


Interview:
Negative Gedanken schüren Selbstzweifel, Unsicherheit und den Glauben, Vorsätze nicht umsetzen zu können. Sie machen das Leben schwer. Dabei könnte man doch einfach positiv denken und alles wird erreicht! Ist das so einfach?
Ilona Lindenau: Schön wär ́s!! Aber das Gehirn, das Unterbewusstsein lässt sich nicht „bescheißen“.
Es funktioniert nur in sehr begrenztem Maße, wenn überhaupt. Könnten wir uns alle sagen „Ich bin schön und schlank“, wären wir alle Supermodels. Sind wir aber nicht. Auch werden wir nicht mal eben zum Millionär, wenn wir es uns vornehmen, den Vorsatz auf einen Zettel schreiben und diesen herumtragen. Umgekehrt „klappt“ es besser. Selbstzweifel und Selbstkritik wirken sich nachhaltig auf das Lebensgefühl aus und wir fühlen uns wirklich schlecht. Unsere Glaubenssätze sind unsere eigenen – und stärksten – Widersacher. Sie hindern uns darin, wirklich „groß“ zu werden. Hier gilt es, dem Täter auf die Spur zu kommen, wie ein Detektiv die inneren Saboteure aufzuspüren und Wege zu finden, sie zum Schweigen zu bringen. Wir sind uns selbst dann nicht ausgeliefert.

„Wer ist eigentlich der Chef in meinem Kopf?“ mit dieser Frage fängt es an. Wer negativen Glaubenssätzen und Überzeugungen stoppen und ihnen Positives entgegensetzen will, kann nicht einfach – schwupps – die Gedanken umpolen und ins Positive drehen. Es gilt vielmehr, auch kognitiv ein Stärkenbewusstsein zu entwickeln. Erst dann entsteht ein neues, realistisches und optimistisches Selbstbild. Solange sich die eigenen Saboteure unbewusst in unserem Kopf tummeln, lassen sich negative Glaubenssätze nicht fundamental verändern.

In Ihrer langjährigen Beratertätigkeit haben Sie zahlreiche Gespräche und Coachings durchgeführt.
Woher kommen Ihrer Erfahrung nach diese Selbstzweifel – diese inneren Saboteure – die uns hindern, Erfolg und Lebensfreude zu erlangen?
Ilona Lindenau: Der Gedanke, „Negative Überzeugungen kommen immer aus der Kindheit“, liegt nahe, stimmt aber nicht. Zwar gibt es negative Überzeugungen, die wir aus der Kindheit mitnehmen – vor allem ist entscheidend, wie mit uns in den ersten drei Lebensjahren umgegangen wurde. Wenn etwa die starke Bindung zur Mutter durch Krankheit unterbrochen wird, kann das Ängste generieren, die das ganze Leben hindurch wirken. Aber das ist eben nicht alles: Negative Überzeugungen können sich immer in uns festsetzen, nicht nur in der Kindheit. Etwa wenn wir einen Verlust erleiden oder uns etwas nicht gelingt. Doch wir können uns unseren Ängsten stellen und gerade dadurch innerlich wachsen.

Gibt es innere Kritiker, die ganz besonders „beliebt“ sind?
Ilona Lindenau: Jede Menge! Besonders beliebt sind Selbstzweifel, also alles, was uns den Mut nimmt, Vertrauen zu haben – etwa in Beziehungen oder im Beruf. Vor allem aber wir wahre Meister darin, uns schlecht zu machen und an unseren Fähigkeiten zu zweifeln. Die Frage, die man sich häufig stellt, lautet dann „Bin ich überhaupt gut genug?“ Manche denken, dass sie ihre Umwelt betrügen, andere haben ein Schein-Selbstbewusstsein, das aus Angst geboren ist. Es gibt viele Beispiele hierfür. Wer innere Stimmen hört, ist nicht krank, aber blockiert sich häufig selbst. Zweifel an der eigenen Qualität, an den eigenen Stärken und daran, ob andere uns mögen, gehören zu den beliebtesten und leider auch wirkungsvollsten inneren Kritikern. Sie übertönen alles und führen dazu, dass wir positives Feedback gar nicht mehr hören, geschweige denn, es annehmen können. Weder sich
selbst noch anderen über den Weg trauen: Das macht – und hält – viele Menschen klein.

Aber einfach nur zu sagen „Ich bin der Größte“ ist ja sicherlich auch nicht der richtige Weg. Wie schaffe ich den Spagat zwischen Selbstüberschätzung und inneren Zweifeln?
Ilona Lindenau: Diese Frage höre ich häufig, vor allem, wenn es darum geht, die eigenen Stärken anzunehmen. Der Schlüssel liegt in konstruktiver Ehrlichkeit. Das vermittle ich mit meiner Arbeit.
Wohin führt es denn, sich selbst zu zerfleischen? Schluss damit! Eine konstruktive Selbsteinschätzung erlaubt mir, mich anzunehmen, wie ich bin. Jeder hat Stärken und Schwächen. Sie müssen nur ins richtige Verhältnis gesetzt werden. So lässt sich ein Gleichgewicht erzielen, mit dem wir mit uns im Reinen sind und uns weiterentwickeln können. Auf die Balance kommt es an!

Sie haben die „Power-of-Words-Methode“ entwickelt. Können Sie uns kurz beschreiben, was sich dahinter verbirgt?
Ilona Lindenau: Die „Power-of-Words-Methode“ ist eine generelle Haltung, die dabei hilft, ein Bewusstsein für die eigenen Gedanken, die eigene Wortwahl und deren Wirkung auf andere zu entwickeln. Sie unterstützt darin, achtsamer mit den eigenen Aussagen und Gedanken in Bezug auf sich selbst und andere zu sein. Das betrifft wirklich jeden. Ziel ist es, die Macht und Kraft der Worte zu verstehen und sie für sich anzuwenden – mit positivem Effekt. Ein wesentlicher Schritt dabei ist die Stärken-Schwächen-Analyse, die bis ins Unterbewusstsein vordringt. Sie macht sichtbar, dass es oft gar nicht wirklich große Schwächen gibt, sondern vielmehr Potential und Talente, die wir nur gering achten. Als Ritual kann es daher hilfreich sein, sich den eigenen Stärken zuzuwenden und sie immer wieder hervorzuheben. Die Kraft der Worte – richtig genutzt – bringt uns im Leben weiter.

Was geben Sie Menschen als ersten Rat mit auf den Weg, um den inneren Kritiker ruhigzustellen?
Ilona Lindenau: Die gute Nachricht ist: Wir können lernen, der Chef im eigenen Kopf zu werden. Und dem inneren Kritiker Grenzen so zu setzen. „Isso“ heißt das Zauberwort. Es bedeutet, erst einmal zu akzeptieren, wie es ist. Dann muss ich mit dem inneren Kritiker umgehen – nicht gegen ihn, sondern mit ihm arbeiten. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten und Methoden, die dabei helfen. Die Stopp-Technik beispielsweise dient dazu, die inneren Gedankengänge zu stoppen und aus dem eigenen Hamsterrad rauszuspringen. Sind die ersten Schritte gelernt, ist es ganz einfach, diese Methode für sich zu nutzen. Mit einem kleinen Impuls lässt sich das eigene Gehirn quasi erschrecken, etwa mit einem kleinen „Anschnippen“, das den inneren Kritiker zum Schweigen bringt.

Sind Ihrer Erfahrung nach Frauen und Männer in gleichem Maße anfällig für einen negativen „Self-Talk“?
Ilona Lindenau: Ja. Aber das hängt von den Themen ab. Es gibt Themen und Situationen, die sich bei Männern und Frauen etwas anders auswirken. Aber beide Geschlechter sind aber für negativen Self-Talk anfällig. Nur die Themen variieren etwas, etwa im beruflichen Bereich.

Wie man sich von diesen inneren Saboteuren befreit, darüber haben Sie jetzt einen Ratgeber geschrieben. Wie kam die Idee zum Buch?
Ilona Lindenau: Ich hatte den Wunsch, meine Selbsterfahrung der letzten 25 Jahre mit anderen zu teilen. Es ist mir sehr wichtig, dass Menschen freundlicher und wertschätzender miteinander umgehen. Frieden finden mit sich und anderen hat viel damit zu tun, wie wir sprechen und denken. Das Buch soll vermitteln, dass eine größere Wachsamkeit, Feinfühligkeit, Awareness mir selbst, aber auch für andere förderlich ist. Menschen, die in Frieden mit sich sind, und annehmen, was sie als Persönlichkeit ausmacht, gehen auch mit anderen besser um. Das zu vermitteln und Wege zu zeigen, wie das möglich wird, ist die Kernbotschaft dieses Buches und war meine Motivation, es zu schreiben.

Wer sollte das Buch lesen?
Ilona Lindenau: Fragen wir doch mal umgekehrt, „Wer sollte es nicht lesen?“ Menschen, die zu sehr von sich selbst überzeugt sind. Die von sich denken, dass sie bereits großartig sind oder schon gelassen durchs Leben gehen. Aber sie können dieses Buch natürlich auch lesen! Wer aber von inneren Saboteuren klein gehalten wird und diese erkennen will, Blockaden überwinden und dadurch die eigenen Potentiale entwickeln möchte, für alle diejenigen ist „Lass zu, was dich groß macht“ hilfreich. Auch wer mit anderen Menschen arbeitet, in einem Kontext mit anderen steht, oder daran interessiert ist, was Denken und Worte mit bei anderen auslösen kann, möchte ich ansprechen. Das Bewusstsein für die Macht der Worte ist elementar und der Weg zu mehr Lebensfreude, innerer Zufriedenheit und Erfolg. Darum wünsche ich mir, dass mein Buch viele Menschen inspiriert.


Ich bedanke mich bei Ilona Lindenau für das Rezensionsexemplar.