Die Känguru-Apokryphen: Live und ungekürzt – Marc-Uwe Kling

Klappentext:
Sensation, Sensation: Archäologen haben in einem Geheimfach in Marc-Uwes Schreibtisch neue Geschichten vom Känguru und seinem Kleinkünstler gefunden! Dies ist nicht die Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung der „Känguru-Chroniken“. Trilogie bleibt Trilogie. Aber ein anständiger Kleinkünstler hat natürlich eine Zugabe vorbereitet.

„Die Känguru-Apokryphen“ versammeln zum ersten Mal alle weniger bekannten Eskapaden des dynamischen Duos: Episoden, die zwar nicht im allgemein gültigen Hochkanon der „Känguru“-Trilogie vertreten, aber ebenso witzig sind. Geschichten aus Anthologien, Live-Programmen… und aus besagtem Geheimfach.


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Titel: Die Känguru-Apokryphen: Live und ungekürzt
Autor: Marc-Uwe Kling
Sprecher: Marc-Uwe Kling
Verlag: Hörbuch Hamburg
ASIN: B07F32KNF4
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Bei den Känguru-Apokryphen geht es, wie der Name schon sagt, um verborgene Schriften. Also um Geschichten, welche in den vorherigen Teilen nicht vorgekommen sind, aber irgendwo da passiert sein könnten – es spielt ja alles „nach einer wahren Begebenheit“ – ihr wisst 😉

Stil:
Einiges ist witzig – anderes ist nicht witzig, und das ist je nach bürgerlicher Kategorie einzustufen 😉 Es geht, wie immer, um Politik, Sozialverhalten und das Beuteltier. Die Geschichten sind chronologisch vorgetragen nur die Trilogie (Chroniken, Manifest, Offenbarung) müssen halt gedanklich hinzuaddiert werden. Leider kann Mark-Uwe Kling die Stimmen der Charaktere nicht halten. So spricht auch hier das Känguru wieder anders als im Band davor, aber seien wir mal ehrlich, könnten wir über mehrere Jahre die Stimmen unserer Geschöpfe beibehalten und dass dann auch bei mehreren Livelesungen – ich glaube nicht, daher Schwamm drüber!

Die Geschichten sind bunt gemischt, teilweise vorhersehbar, aber gerade das war amüsant und verbindet den fleißigen Leser / Hörer mit der Reihe. Man weiß also wie das Känguru hüpft 😀

Auch Hertha, Otto von, Maria, … sind alle wieder mit dabei. Es ist einfach schön wieder etwas neues von ihnen zu hören.

Fazit:
Wem die anderen Teile gefallen haben, muss dieses (Hör)buch unbedingt erwerben! Ansonsten empfehle ich zuerst die Känguru-Chroniken zu lesen / hören, um einen perfekten Einstieg in die Apokryphen zu erhalten. Von mir gibt es volle 5 Sterne und die Hoffnung auf einen weiteren Teil!

Strahlbeinlahmheit: wie sie zuverlässig geheilt werden kann – Hiltrud Straßer

Meine Meinung:
Fast jedes Pferd ist bei einer Röntgenaufnahme (Oxspring) auffällig. Die sog. Lollipops sind allgegenwärtig und der besorgte Pferdebesitzer folgt den Ratschlägen der Tierärzte. Heute ist es keine Tötung mehr – wie vor über 10 Jahren – aber die Ausführungen zur Diagnose „Hufrolle“ bzw. „Podotrochlose“ klingt dennoch übel. Spezialbeschlag, kaum noch belastbar, Nervenschnitt, Rentner. Fast jeder Pferdebesitzer kennt die Szenarien und auch die häufigsten Gründe des Pferdeverkaufs – unreitbar durch Hufrollenbefund.

Nur wenige Pferdebesitzer können und wollen über den Tellerrand blicken und informieren sich auch außerhalb der Tierklinik, was diese Diagnose eigentlich bedeutet, wie sie entsteht und was es für Alternativen gibt. Meine Rezension zum Buch bezieht sich daher auf die Aufklärung zum Thema Strahlbeinlahmheit – ob und wie jeder Pferdebesitzer mit diesen Informationen umgeht ist jedem selbst überlassen. Aufklärend ist dieses Werk auf alle Fälle.

Das Buch ist logisch aufgebaut. Es startet mit der Anatomie – so können auch Laien einen sehr guten Einstieg in die Materie finden. Nach den wichtigsten anatomischen Strukturen geht es in weitere Krankheitsbilder über (kissing spines, Arthrosen, Knieprobleme, …). Es folgt die konventionelle Meinung zur Problematik und darauf die Arbeit, wie sie Dr. med. vet. Straßer korrigiert. Auch setzt sie sich mit Kritiken zu ihrer Arbeit auseinander und fügt ein 4-seitiges Literaturverzeichnis sowie Patientenbeispiele bei.

Auch wenn die Arbeit nach Frau Dr. Straßer bei einigen umstritten ist, ist dieses Buch hervorragend recherchiert, aufgearbeitet und auf den Punkt ausformuliert. Denn gute Arbeit steht und fällt immer mit dem ausführenden Mensch und nicht mit einer Methode!

Fazit:
Ein absolutes must read für jeden Pferdebesitzer! Das Buch gibt es bei der Autorin und in einer neuen Auflage bei hufwissen.com zu erwerben.


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Titel: Strahlbeinlahmheit: wie sie zuverlässig geheilt werden kann
Autor: Hiltrud Straßer
Verlag: Knirschverlag
Seiten: 196
ISBN: 978-3927091863
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Rocky Mountain Girls 01: Ein Mustang, ein Muli und die Liebe: Die seltsame Reise der Annie Parker – Tina Wolff

Klappentext:
Annie Parker ist fünfundzwanzig Jahre alt, Neusingle, Tagebuchschreiberin und auf der Suche nach sich selbst. Sie kauft unter dubiosen Umständen bei einem Rodeo die Mustangstute Sixteen, um sie vor dem Schlachter zu retten.
Ratlos und mit der Situation überfordert, beginnt sie mit dem halbwilden Pferd zu wandern.
Am Highway begegnet ihr Luke Milers, der nicht nur an Annie, sondern auch an Sixteen ein geheimnisvolles Interesse hat. Er wird zu ihrem Guardian Angel, plant ihre Route und überlässt ihr sein Muli, den legendären Dexter, damit sie sicher nach Montana zur Sweet Water Ranch wandern kann.
Doch Luke hat Annie verschwiegen, dass Sixteen bei einem Wettbewerb, dem Mustang Show Off, versteigert werden soll.
Kann Annie ihrem Herzen folgen und Luke vertrauen?


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Titel: Ein Mustang, ein Muli und die Liebe: Die seltsame Reise der Annie Parker
Autor: Tina Wolff
Verlag: BoD
Seiten: 320
ISBN: 978-3748102892
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Annie ist frisch getrennt und möchte sich erstmal selbst finden. Doch auf ihrer Reise durch die USA mit Muli und Mustang begegnet Annie vielen Menschen und eine wilde Zeit beginnt. denn Zitat aus dem Buch: […]Die Suche nach sich selbst ist schwachsinnig. […] Man braucht sich nicht suchen. Man ist doch immer da. […] Wenn man also ein Problem mit sich selber hat, sollte man auf die Suche nach dem Leben gehen. Denn das Leben ist das, was uns Menschen ausmacht. […]

Schreibstil:
Bereits in ihrem Debüt „Pferdefrauen ticken anders“ zeigte Tina Wolff, dass sie schreiben kann. In ihrem neuen Buch ist sie frei von den Zwängen der Verlage und konnte ihrer Kreativität noch mehr Raum lassen. Die Landschaft sowie die Charaktere sind eindrucksvoll beschrieben und laden zu einem traumhaften Kopfkino ein. Der Ausdruck ist von sinnlich bis witzig sehr wechselhaft, so wie es die jeweilige Situation verlangt.

Auch die Pferde kommen nicht zu kurz. Die Autorin nimmt Pferdeshows kritisch unter die Lupe, vermittelt auch noch Wissen über die Vierbeiner und vermischt so wunderbar einen Roman mit einem kleinen Hauch von Fachbuch.

Charaktere:
Ich mochte sie alle – auch die nicht so netten! Die Figuren leben, sie wachsen mit ihren Aufgaben und jeder bekommt das, was er verdient.

Fazit:
Ein sinnliche, teils erotische, Liebesgeschichte mit Aufklärungscharakter im Bereich der Pferde. Eine schöne Mischung für Leser und Leserinnen jeden Alters. Von mir gibt es 5 Sterne und eine absolute Lesempfehlung!

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar bei Tina Wolff!

Kate Burkholder 05: Teuflisches Spiel – Linda Castillo

Klappentext:
Eine teuflische Idee – ein göttlicher Plan – eine ewige Schuld –
Kate Burkholders fünfter Fall bei den Amischen

Als das gleißende Scheinwerferlicht des entgegenkommenden Fahrzeugs sie blendet, bleibt ihnen nicht einmal mehr die Zeit, um zu schreien. Auf der regennassen Straße im ländlichen Ohio sterben in dieser Nacht drei Menschen. Ein amischer Vater und zwei seiner Kinder. Als Polizeichefin Kate Burkholder die Unfallstelle genauer untersucht, kommen ihr erste Zweifel: War das wirklich ein Unfall, oder steckt noch etwas anderes dahinter?


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Titel: Teuflisches Spiel
Autor: Linda Castillo
Verlag: Fischer
Seiten: 352
ISBN: 978-3596196135
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Ein Unfall mit Buggy und PKW bringt drei Todesopfer hervor. Einen erwachsenden Mann und seine 2 Kinder. Kate ermittelt und glaubt an keinen Unfall…

Schreibstil:
Brutal und ehrlich schildert die Autorin auch diesen grausamen Mord. Sie vermittelt die Gefühle und die Zerrissenheit ihrer Hauptprotagonistin gekonnt ohne dabei zu übertreiben. Der Ausdruck ist, wie immer, passend gewählt. Auch wird wieder viel über die amische Kultur berichtet.

Charaktere:
Kate zeichnet in diesem Band eine starke Zerrissenheit aus. Als Polizistin muss sie aufklären. Als Jugendfreundin des Opfers ist sie auch privat involviert. Hier wird deutlich, dass es schwierig sein kann privat und berufliches zu trennen.

Die anderen Charaktere wirken echt, sie leiden, lieben und lachen ohne klischeehaft zu sein.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte und zu den anderen Bänden.

Fazit:
Ein spannender Krimi, welcher auch ohne die anderen Bände gelesen werden kann. Von mir gibt es 5 Sterne, weil mich der Fall und die Nebengeschichte (Amische) gut unterhalten hat.

Lady ohne Furcht und Tadel – Lisa McAbbey

Klappentext:
Abenteuer, Verschwörung – und die große Liebe

London 1754: Im Hof des „Black Swan Inn“ machen sich sechs Reisende bereit für ihre Kutschfahrt nach Edinburgh. Unter ihnen die junge Samantha Fairfax – verkleidet als junger Bursche und auf der Flucht vor einer arrangierten Heirat.

In der beengten Kutsche sitzt die arme Sam ausgerechnet „Mr Rüpel“ gegenüber, einem durchaus attraktiven Landschaftsarchitekten, der sich aber leider völlig ungehobelt benimmt. Ganz im Gegensatz zum eleganten französischen Comte, der immer wieder Sams Nähe sucht. Doch schon bald wird klar: Auch ihre Mitreisenden sind nicht alle die, als die sie sich ausgeben! Für die junge Frau beginnt eine abenteuerliche Fahrt mit Stationen beim Pferderennen, auf dem Jahrmarkt und auf einem Maskenball. Doch nicht nur diese Ereignisse lassen Sams Herz schneller schlagen …

Dieser Roman ist eine stark überarbeitete Neuausgabe und zuvor bereits unter dem Titel „Die Reise nach Edinburgh“ erschienen.


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Titel: Lady ohne Furcht und Tadel
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: beHEARTBEAT
Seiten: 490
ASIN: B07DNG18XS
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Samantha Fairfax flüchtet vor ihrer habgierigen Verwandschaft und vor ihrem baldigen Ehemann. Nichts und niemand kann sie zwingen dieses Scheusal zu ehelichen. Als junger Bursche verkleidet, tritt sie die Reise via Kutsche von London nach Edinburgh an und möchte in Schottland zu ihrer Tante ziehen…

Schreibstil:
Bis jetzt konnte mich Lisa McAbbey mit jedem ihrer Werke überzeugen. Auch mit ihrer Neuauflage („Die Reise nach Edinburgh„) trifft sie wieder den Nagel auf den Kopf. Kecke Dialoge, amüsante Abenteuer und eine heiße Liebschaft sind nur ein kleiner Teil der spannenden Reise. Die Beschreibungen der Landschaft und die Eigenschaften der Charaktere wirken so lebendig, als würde man in der Kutsche mitfahren. So hat eine Geschichte zu sein. Der Ausdruck ist frisch und passend.

Charaktere:
Sam ist lebenslustig, intelligent und weiß was sie will oder auch nicht will. Das macht sie zu einer starken aber auch unfreiwillig witzigen Figur, denn sie lässt kaum ein Fettnäpfchen aus.

Mister Rüpel ist ein echter Kerl und macht seinem Namen alle Ehre. Aber auch hier zeigt sich: Harte Schale, weicher Kern und urteile nicht, du kennst die Geschichte / das Päckchen nicht, welches die Person zu tragen hat.

Die anderen Charaktere sind auf ihre Art sympathisch bis unsympathisch. Alle haben ihre Macken, welche aber zu ihnen passen. Die Figuren leben einfach und das ist es, was eine gute Geschichte ausmacht.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte.

Fazit:
Eine lesenswerte, romantische Liebesgeschichte mit vielen kleinen und großen Abenteuern. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung an alle Fans von historischen Romanen, denn die Geschichte spielt zu Zeiten von König Georg II und dem Jakobitenaufstand.

Ich bedanke mich bei Lisa McAbbey für das Rezensionsexemplar.