Argeneau-Reihe 20: Ein Vampir zur rechten Zeit – Lynsay Sands

Reiheninfo:
Eine Vampirin auf Abwegen
Verliebt in einen Vampir
Ein Vampir zum Vernaschen
Immer Ärger mit Vampiren
Vampire haben’s auch nicht leicht
Ein Vampir für gewisse Stunden
Ein Vampir und Gentleman
Wer will schon einen Vampir?
Vampire sind die beste Medizin
Im siebten Himmel mit einem Vampir
Vampire und andere Katastrophen
Vampire küsst man nicht
Vampir zu verschenken
Vampir à la carte
Rendezvous mit einem Vampir
Der Vampir in meinem Bett
Ein Vampir für alle Sinne
Vampir verzweifelt gesucht
Ein Vampir für alle Lebenslagen
Ein Vampir zur rechten Zeit

Klappentext:
Seit einem schrecklichen Vorfall in ihrer Jugend ist die Vampirin Basha Argeneau auf der Flucht vor ihrer Familie und lebt in ständiger Angst, von den Spionen ihres Onkels Lucian aufgespürt zu werden. Als eines Tages der attraktive Marcus Notte auftaucht, fest entschlossen, Basha zu ihrem Clan zurückzubringen, ist sie daher bereit, alles zu tun, um ihn auf Abstand zu halten. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn Marcus ist nicht nur unglaublich hartnäckig, sondern auch unheimlich anziehend …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Ein Vampir zur rechten Zeit
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 384
ISBN: 978-3802597077
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Basha hatte in einem vorherigen Band einen kurzen Auftritt und nun kommt es endlich zur Aufklärung wer sie ist und nicht nur das, sie findet ihrer Lebensgefährten Marcus.

Schreibstil:
Lynsay Sands schreibt wie immer sehr blumig und detailliert über die Liebe, Verrat und das Leben der Unsterblichen. Schön ist, dass sie in allen Bänden ihren Charakteren treu bleibt und sich alle auf ihre Art verstehen. Das ist einfach magisch. Auch der Ausdruck ist immer passend. Wenn denn mal ein böses Wort ertönt ist dies sogar witzig verpackt.

Charaktere:
Basha ist, wie Vincent so schön beschreibt, chaotisch organisiert. Später wird auch klar warum und wieso. Die knapp 3.000 Jahre alte Vampirin hat schon viel durchgemacht und zeigt auch gleich einen guten Weg der Traumabewältigung auf. Trotz der Geschehnisse in jungen Jahren lebt sie ihr Leben und findet für sich immer einen Weg. Das macht sie verletzlich sowie stark, was eine interessante Kombination darstellt.

Marcus ist ebenfalls bekannt. Er spielte den Babysitter für Christian Notte und nun kann auch er sich endlich frei entfalten.

Cover:
Es passt zu den anderen Bänden und damit auch zur Geschichte.

Fazit:
Ein schöner Band über Basha Argeneau und Marcus Notte. Es ist wahrscheinlich besser die anderen Bände auch gelesen zu haben, sonst wirft die Geschichte viele Fragen auf – aber es ist nicht unbedingt ein muss, wenn es einem um die Liebe sowie die Erotik geht. Von mir gibt es 4 Sterne, weil mich die Geschichte gut unterhalten hat und die Auflösung echt spannend-schockierend war.

[Abgebrochen] Mein Ein und Alles – Gabriel Tallent

Klappentext:
Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerikas Leserschaft überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen. Gabriel Tallents Debut ist von eindringlicher Wucht und zugleich Zartheit, eine neue Stimme, die niemanden kalt lässt.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Mein Ein und Alles
Autor: Gabriel Tallent
Verlag: blue panther books
Seiten: 480
ISBN: 978-3328600282
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Turtle, die in Wahrheit Julia heißt, lebt mit ihrem Vater zusammen. Waffen und ein Leben voller Misshandlungen sind ihr leben und für sie absolut normal. Bis sie Jacob kennen lernt und erkennt, dass ihr Leben alles andere als normal ist …

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist eindeutig zu hart. Julia beschreibt alles aus der Ich-Perspektive und so erlebt der Leser ihr Leben hautnah. Muss man mögen, muss man ertragen (können). Ich konnte es nicht und habe dieses Buch abgebrochen. Die Verherrlichung von Gewalt, ein Leben mit zig Waffen und das reinigen dieser als Freizeitbeschäftigung mag noch gehen, aber die Misshandlungen, welche Turtle über sich ergehen lassen muss, sind einfach nur krank. Kein Wunder, dass sie sich den Namen „Schildkröte“ gab, ein dicker Panzer ist wichtig, auch beim Lesen dieses Buches.

Fazit:
Ein sehr extremes Buch, ich kann es leider niemandem empfehlen und habe es abgebrochen. Daher nur einen Stern.

Ich bedanke mich bei bücher.de für das Rezensionsexemplar.

 

Juwel des Ostens – Maureen Lindley

Klappentext:
Peking 1914. Die achtjährige »Juwel des Ostens«, Tochter von Prinz Su und seiner jüngsten Konkubine, beobachtet heimlich ihren Vater beim Liebesakt mit einer Dienerin. Ihre frühe sexuelle Neugier wird ihr zum Verhängnis. Sie wird nach Tokio verbannt, von wo ihr später eine spektakuläre Flucht gelingt, und die Japaner sie als Spionin anwerben. Die wahre Geschichte einer außerordentlich mutigen und gefährlich sinnlichen Frau.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Juwel des Ostens
Autor: Maureen Lindley
Verlag: Berlin Verlag
Seiten: 352
ISBN: 978-3833306396
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Zitate:
S. 18 […]Wenn man ein gesundes Leben führen will, dann ist es nur natürlich, darin selbst die wichtigste Person zu sein. Über den Verlust anderer traurig zu sein ist so, als sei man freiwillig krank, wenn man gesund sein kann.[…]
S. 47 […] denn bis auf den heutigen Tag ertrage ich es nicht, um Liebe zu werben.Wenn sie nicht ungefragt gegeben wird, erscheint sie mir wertlos […]
S. 89 […] Für einen kurzen Augenblick fand ich sie bewundernswert, denn sie rief mir ins Gedächtnis, dass Frauen interessantere Feinde als Männer sind, da sie mit subtileren Waffen kämpfen und tiefere Wunden zufügen als Männer mit ihrer brachialen Gewalt. […]
S. 344 […] Ich habe das gesamte Repertoire an Liebe erfahren und erst jetzt begriffen, dass Loyalität das Wertvollste ist. […]

Inhalt:
Der Roman wurde von Maureen Lindley als ich-Erzählerin geschrieben und erzählt die Geschichte von Yoshiko Kawashima, welche als chinesische Prinzessin geboren und als Kind nach Japan gegeben wurde. Die Protagonistin hat es wirklich gegeben, nur was wirklich zwischen den Pfeilern ihres Lebens passierte ist frei erfunden.

Meine Meinung:
Ich konnte sehr schnell in die Geschichte eintauchen und dachte nur, dass ich nach Beendigung des Buches unbedingt mehr über diese Frau herausfinden muss. Sie wurde im Roman als starke Persönlichkeit mit narzisstischer Störung sowie dem Stockholm-Syndrom dargestellt. Ob dem so war, wird wohl unklar bleiben. Fakt ist, dass sich die Autorin im Vorwort äußert, dass sie Yoshiko nicht eindimensional und böse darstellen möchte (wie die meisten Historiker es tun), sondern eher die Umstände schildern möchte, welche Yoshiko zu der Frau machten, die sie später war.
Ich muss gestehen, dass Maureeen Lindley es wirklich geschafft hat eine Protagonistin zu erschaffen, die meine Gefühle berührte. Allerdings auf unterschiedliche Weise. Die kleine Yoshiko in China – dort noch unter dem Namen „Juwel des Ostens“ – wirkt authentisch, aufgeweckt und glaubhaft. Der Weg nach Japan und ihre Adoption sowie die Veränderung des Wesens bzw. ihrer Psyche wirkten sehr gestellt. Natürlich verändert dieses traumatische Erlebnis alles, aber es fehlten ganze Züge von Verhaltensweisen. Als sie dann den mongolischen Prinzen heiratete und die Beschreibungen des Lebens dort, fehlte wieder etwas um Yoshiko und die sexuellen Handlungen rückten immer mehr in den Vordergrund. Ob die abgelegten Verhaltensweisen und die immer häufiger auftretenden sexuellen Eskapaden ein stilistisches Mittel sind, erschließt sich mit nicht. Ich fand es nur sehr schade, dass die eigentliche Persönlichkeit unter den Praktiken zu leiden hatte, zumindest kam die Protagonistin irgendwann selber zu dem Schluß, dass sie die Handlungen brauchte um zu existieren, was eine erneute Psychische Erkrankung deutlich macht.
Sehr schade hingegen ist, dass sich die Autorin nicht an alle historischen Fakten gehalten hat. Hier muss, wenn man sich an diese Thematik wagt, an den Tatsachen festgehalten werden.

Cover:
Das Cover finde ich sehr gelungen und es war kaufentscheidend.

Fazit:
Ein starker und beeindruckender Start in das Buch mit einem langen Mittelteil, vielen sexuellen Begegnungen und einem sehr schwachen und fiktiven Ende. Die wahre Geschichte von Yoshiko Kawashima ist spannend und kann in vielen Büchern und Onlineplattformen nachgelesen werden – wie man den Charakter dann deuten mag, ist jedem selbst überlassen. Ob man sie als psychisch kranke und teilweise hilflose Person erlesen möchte ist fraglich. Mir hat die Darstellung nicht gefallen und daher vergebe ich keine Leseempfehlung und nur 2 Sterne.

Numbers 02: Den Tod vor Augen – Rachel Ward

Klappentext:
01.01.2028 – An diesem Tag werden sie sterben. Hunderte, Tausende von Menschen. Adam weiß es. Denn wenn er in fremde Augen schaut, sieht er das Todesdatum seines Gegenübers. Diese Gabe, diesen Fluch, hat er von seiner verstorbenen Mutter geerbt. Und offenbar hat auch sie irgendetwas über die bevorstehende Katastrophe gewusst. Adam trifft eine Entscheidung. Er wird versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Er wird das Schicksal herausfordern.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Numbers 02: Den Tod vor Augen
Autor: Rachel Ward
Verlag: Chicken House
Seiten: 432
ASIN: B00527J53O
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
In diesem Band geht es um Adam (das Kind von Jem und Terry). Denn Adam hat nicht nur die Gabe seiner Mutter geerbt, sondern noch mehr: er kann den Tod fühlen. Diese Gabe bringt ihn fast um den Verstand, denn er sieht immer mehr Menschen, die zum Jahreswechsel (01.01.2028) sterben werden und es fühlt sich nach einer Naturkatastrophe an …

Schreibstil:
„Ich möchte ein „e“ kaufen!“, hab(e) ich mir beim Lesen dieses Teiles gedacht. Im ersten Band war die übertrieben jugendliche Ausdrucksweise schon grenzwertig, aber hier bin ich fast wahnsinnig geworden: „ich denk, ich hab, ich mach, ich hör, ich wünsch, …“ bei der wörtlichen Rede mag es ja noch gehen, aber wenn die Gedankengänge der Charaktere so sind, dann find(e) ich es schrecklich. Auch ist die Geschichte ebenso mit Kraftausdrücken ausgeschmückt wie der erste Teil.

Charaktere:
Adam war mich zu flach für seine 16 Jahre und ich habe die ganze Zeit überlegt woran das liegen mag. Ist es Absicht? Soll es auf die Erziehung durch Val hinweisen? Ich konnte keine Bindung zu ihm aufnehmen und es war mir egal, welches Schicksal er erleidet.

Val, die mir im ersten Teil recht sympathisch war schwächelt auch hier, sie versucht zwar immer das richtige zu tun, aber sie lässt zu viel selbst laufen. Schade 🙁

Sarah, die in diesem Teil den weiblich-mystischen Part übernimmt, fand ich sehr interessant. Ihr Schicksal ist grausam und so real beschrieben, dass mir teilweise die Tränen kamen.

Cover:
Das Cover gefällt mir wieder gut und ist passend.

Fazit:
Dieser Teil ist spannender als der erste und geht, durch Sarahs Geschichte, unter die Haut. Von mir gibt es durch die schwachen Charaktere und den gekünstelten Schreibstil nur 3 Sterne und eine Leseempfehlung für Neulinge im Bereich Dystopie. Für Jügendliche ist dieses Buch – genau wie Teil 1 – in meinen Augen nicht geeignet. Die Kraftausdrücke, Sarahs Geschichte (Inzest) und die Respektlosigkeit zu anderen Personen, finde ich unter aller Würde.

Schattengrund – Elisabeth Herrmann

Klappentext:
Schattengrund. Als die 17-jährige Nicola das Haus ihrer verstorbenen Tante erbt, ahnt sie nicht, wie bedeutsam dieser Name für sie wird. Es ist ein einsames Haus in einem abgelegenen Dorf, in dem sie als Kind oft zu Gast war. Ein Haus, in dem die Vergangenheit schlummert. Und ein Haus, das Nicos Eltern auf keinen Fall annehmen wollen. Als die Eltern das Erbe stellvertretend für ihre Tochter ausschlagen, reißt Nico heimlich aus, um Schattengrund wiederzufinden. Und kaum hat sie die Schwelle übertreten, da scheint eine lange verdrängte Wahrheit nach ihr zu greifen…


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Schattengrund
Autor: Elisabeth Herrmann
Verlag: cbt
Seiten: 416
ISBN: 978-3570161265
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Ein Besen, ein Stein und eine halbe Postkarte: Nicos Erbe! Leicht enttäuscht, aber doch irgendwie entzückt nimmt Nico das Erbe ihrer Tante Kiana an. Als sie dies dem Notar mitteilt, erfährt sie, dass dies noch nicht alles ist. Wenn Nico diese 3 Dinge an den Ort ihrer Bestimmung bringt, erbt sie das alte Haus „Schattengrund“. Allein und unwissend macht sich Nico auf den Weg zum Brocken, nach Sibenlehen…

Schreibstil:
Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist flüssig und leicht zu lesen. Am Anfang schafft sie eine hervorragende Spannungskurve, die leider zum Ende hin abflacht.

Charaktere:
Nico ist eine schüchterne junge Frau, welche ich von der ersten Seite an in mein Herz schließen konnte. Ich fieberte mit ihr mit und bekam es mit der Angst zu tun, wenn auch ihr sich die Nackenhaare sträubten.

Leon, der smarte Typ aus dem Dorf war mir zu Beginn sehr suspekt, aber später entwickelte er sich zu einem interessanten Typen, über den ich gerne noch mehr erfahren hätte.

Kiana, Nicos verstorbene Tante, muss eine herzensgute Frau gewesen sein. Von den Dingen, die man über sie erfährt, macht sie einen tollen Eindruck und ich konnte sie mir recht gut vorstellen

Cover:
Das Cover passt recht gut. Ein kleines verlassenes Haus getrübt von … vielen Dingen 😉

Fazit:
Ein sehr nervenaufreibender Thriller, der meiner Meinung nach nichts für Jugendliche ist. Mir ging das Thema sehr Nahe und ich habe etwas ganz anderes erwartet. Teilweise war mir der Schreibstil zu bildhaft und zu gruselig, dass ich das Buch weglegen musste – Albtraum garantiert! Andererseits war mir der letzte Teil zu stark konstruiert, so dass ich mir die Geschichte etwas ausgewogener gewünscht hätte. Ich empfehle Schattengrund an Liebhaber von Thrillern und Harzkennern. Die Geschichte spielt in realen Orten, nur Siebenlehen ist fiktiv. Auch die Sage um die Rosstrappe wird völlig neu interpretiert, was ich sehr interessant fand. Ich vergebe 4 Sterne für Schattengrund – einen Stern ziehe ich aufgrund des Themas für ein Jugendbuch ab.