Neun Fremde – Liane Moriarty

Klappentext:
Neun Fremde und zehn Tage, die alles verändern: In einem abgelegenen Wellness-Resort treffen fünf Frauen und vier Männer aufeinander, die sich noch nie zuvor begegnet sind. Sie alle sind in einer Krise und wollen ihr altes Leben hinter sich lassen. Bald schon brechen alte Wunden auf und lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht. Denn nichts ist so, wie es scheint in Tranquillum House …


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Titel: Neun Fremde
Autor: Liane Moriarty
Verlag: Diana
Seiten: 528
ISBN: 978-3453292345
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Ein Wellness-Resort bietet etwas völlig neues: Eine Neugeburt des Körpers und der Seele nach einer 10-tägigen Reinigung. Kling abstrus, das ist es auch, denn die Therapeuten kennen und nutzen neue Wege, um ihre Gäste neu zu sortieren …

Schreibstil:
Jeder Charakter bekommt seine eigene Erzähllinie, so bekommt der Leser immer die Gedanken und Gefühle des einen Protagonisten ausführlich mit. Dadurch laufen allerdings viele Handlungsstränge nebenher und gerade der Einstieg ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Handlung bekommt durch die ganzen persönlichen Gedanken aber auch längen, denn der eine Charakter denkt und fühlt und im nächsten Kapitel gibt ein anderer seine Gedanken zum gleichen Thema preis und die Situation wiederholt sich. Das ist teilweise echt anstrengend aber auch interessant, weil gerade die innere und äußere Wirkung stark abweichen kann. Der Spagat zwischen den beiden (Gedanken und Realität) ist gut dargestellt, aber etwas weniger wäre schön gewesen. Im Allgemeinen hätte das Buch auch in allem weniger haben können. weniger Drama, weniger abgedreht und weniger Klischee.

Charaktere:
Alle Klischees sind abgedeckt. Es gibt keine plötzlichen Wendungen, sie entwickeln sich nicht, sind eher stoisch und wirken teils stark konstruiert.

Cover:
Das Cover ist genial! Diese Abgeschiedenheit wirkt erdrückend und wohltuend zugleich. Das birgt Spannung.

Fazit:
Starker Einstieg mit abgedrehtem Ende, hier war es eindeutig zu viel des guten. Die Geschichte hat gute Ansätze mit Burnout, Trauerbewältigung und Verlust (auch beruflich) umzugehen, aber im wesentlichen ist es zu abgedreht. Ich vergebe 3 Sterne für eine nette Unterhaltung mit guten Ansätzen.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

Was man von hier aus sehen kann – Mariana Leky

Klappentext:
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.


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Titel: Was man von hier aus sehen kann
Autor: Mariana Leky
Verlag: DuMont
Seiten: 320
ISBN: 978-3832198398
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Luise wächst mehr bei ihrer Großmutter Selma auf, als bei ihren Eltern. Diese haben sich auseinander gelebt und Selma übernimmt daher die Vorbildfunktion. Zu ihrer Unterstützung gibt es noch andere Personen aus dem Ort, die alle ihre kleinen Macken und Geheimnisse haben. Ganz vorne steht allerdings Selma, denn immer wenn sie von einem Okapi träumt, stirb 24 Stunden später ein Mensch aus dem Ort …

Schreibstil:
Der Stil von Mariana Leky ist blumig, tiefgründig und sehr bewegend. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn der Geschichte echte Schwierigkeiten hatte in die Welt um Selma und Luise einzutauchen, denn der Klappentext hat mir eine ganz andere Geschichte suggeriert als die, die ich dann bekam. Ich wartete also auf die Offenbarungen und Verschwörungen und was sonst noch passiert, wenn man seine Seele erleichtern will, weil man denkt zu sterben. Aber das passierte einfach nicht. Die Geschichte entpuppte sich als eine Lebensgeschichte um Luise. Wie sie erwachsen wurde, wie das Leben mit ihr reifte und was alles in einem kleinen Ort im Westerwald passiert. Nachdem ich meine Erwartungshaltung (hier wird keiner irgendwas beichten) endlich abschütteln konnte, las ich die Geschichte anders und konnte mich in die Lektüre hinein fühlen. So erlebte ich eine traurig-liebevolle-witzige-hinreißende Geschichte um Luise und war einfach nur von ihr verzaubert.

Charaktere:
Luise ist eine in sich gekehrte Persönlichkeit, welche mit vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen hatte. Dennoch oder ggf gerade deshalb ist sie ein wahnsinnig toller Charakter.

Selma hat mich mit ihrer Art ebenfalls bezaubert. Ihre Skepsis und der trockene Humor waren eine Bereicherung für dieses Buch.

Luises Eltern habe ich erstmal nicht für voll genommen. Gibt es wirklich so verkopfte Eltern? Dennoch ergab ihr Dasein oder nicht Dasein einen Sinn und machte alles logisch.

Der Optiker als Schlüsselfigur gefiel mir ebenfalls. Auch der Ansatz mit dem Buddhismus gefiel mit sehr gut. So kann man aus dem Leiden des Optikers auch gleich noch mit Metaphern lernen.

Frederick, ebenfalls als Sinnbild und als Charakter zu sehen, erfüllte ebenfalls viele Facetten und bereicherte die Geschichte.

Alle Charaktere, sei es jetzt noch die abergläubische sowie die depressive, gehören irgendwie in ein Stadt- bzw. Dorfbild. Es ist in Ordnung nicht in die Norm zu passen und es ist okay andere Ansichten und Weltbilder zu haben. Genau dies sagen alle Charaktere nämlich aus.

Cover:
Das Cover gefällt mir nicht und ich kann auch nach dem Lesen des Buches nichts damit anfangen. Ich glaube, dass ein altes Haus mit Personen davor mehr zu dieser Geschichte passt.

Fazit:
Ein wundervolles Buch über ein Leben einer Frau und wie mit Schicksalsschlägen, Träumen, Depressionen und Aberglauben umgegangen wird. Von Wahrheiten und wie man sie sich selber eingesteht und ganz vielen Metaphern. Der Einstieg war für mich schwer, aber nachdem ich mich auf die Geschichte einließ war es eine wundervolle Lektüre, die mir viele neue Sichtweisen aufzeigte. Daher gibt es volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für kalte Abende, eingekuschelt in eine schöne Decke und mit viel Tee und Taschentüchern.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

Spielplatz der Engel – Finley Jayden Dao

Klappentext:
Das Buch ist für alle Menschen gedacht, die auf der Suche nach ihrem Selbst sind und endlich ein glückliches Leben führen möchten. Der Autor möchte mit seinem Buchtext den Leser motivieren, sich auf den Weg zu seinem Selbst zu begeben, da jedes Lebewesen ein Recht auf einen glücklichen Lebensweg hat. Der Text ist authentisch und praxisnah, da Finley Jayden Dao die beschriebenen Erfahrungen selbst gemacht hat.

Das Buch befasst sich mit Hilfe amüsanter und spiritueller Inhalte mit den großen Themen „Suche nach dem Sinn des Lebens“, „Suche nach seinem Selbst“ und „Lebe Dich“. Die Worte werden bei ihnen etwas Tiefgreifendes auslösen. Sie malen Bilder, lassen Stimmungen, eigene Gedanken und tiefste Gefühle in ihnen leben. Der Text wird ihre Seele berühren und das Echo dieser Zeilen wird bei ihnen etwas bewirken.

Wenn sie ihr Leben positiv verändern möchten, dann ist dieses Buch ein „MUST HAVE“


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Titel: Spielplatz der Engel
Autor: Finley Jayden Dao
Verlag: Tredition
Seiten: 152
ISBN: 978-3732356348
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Normalerweise beginne ich immer mit einer knappen Inhaltsangabe, aber bei „Spielplatz der Engel“ will es damit nicht so recht klappen. Dieses Buch ist etwas ganz besonders, dass viel mehr verdient als nur ein knappes Häppchen. Dennoch entscheide ich mich für die Kernaussage: „LEBE DICH“!

Finley Jayden Dao bringt es auf den Punkt: Wir sind alle Engel, welche eine Bühne brauchen um sich zu Leben. Um Leben zu können müssen wir spielen, erfahren und uns ausprobieren. Nur wer dies macht, kann sich erfahren und erleben und erst dann Leben wir unser wirkliches ICH (hoffentlich) aus und können glücklich sein.

Durch eigenen Erfahrungen des Autors wirkt dieses Buch sehr authentisch und es ist eine wahre Freude den Beispielen zu folgen, sie zu hinterfragen und ggf auf das eigene Leben zu projizieren und dann auch zu reflektieren. Gerade diese bodenständigen Geschichten stechen hervor und unterscheiden „Spielplatz der Engel“ von anderen Büchern, dieser Art, auf dem Markt.

Leider kommt nun jedoch mein Kritikpunkt an diesem, für mich, 5 Sterne Buch hinzu. Finley Jayden Dao verlegte „Spielplatz der Engel“ bei Tredition (einem Self-Publishing-Verlag), der kein Lektorat und Korrektorat durchführt und somit ist das Buch durch kleine und größere Rechtschreib- und Grammatikfehler teilweise schwer zu lesen. Die Kernaussage bleibt natürlich und diese ist (ich kann es nur immer wieder betonen) absolut lesenswert! Aber dennoch haben mir diverse Fehler das Lesen erschwert und ich musste das Buch immer wieder zur Seite legen. Ich war diesbezüglich etwas irritiert und traurig und schrieb Finley aus diesem Grund an.

Cora: Wie sieht es generell mit einem Lektorat des Buches aus? Ich mag deine Schreibe total, die Texte sind wunderschön und wahr! Aber leider ist der Fehlerteufel immer mit dabei 🙁

Finley Jayden Dao: Stimmt auch! Mein Problem ist es, dass ich so lebe wie ich schreibe bzw die Botschaften sind extrem authentisch. Ich lebe und glaube  nicht an Zufälle, daher habe ich es nicht mehr geändert. Ich sehe es nämlich so, die Botschaft des Buches lautet „LEBE DICH“ so wie Du bist. D.h. für mich übersetzt, auch zB Analphabeten können und dürfen ein Buch schreiben. Es geht bei jeder Kunst um Ausdruck der Seele und nicht nach NORM! Würde ich nach NORM schreiben, handeln oder mich ausdrücken, dann würde ich mich nicht leben, sondern ich hätte mich JEMANDEN angepasst. Ich weiß nicht, ob Du das verstehst was ich sagen möchte!?

Das Buch soll JEDEM Mut machen sich auszudrücken, egal ob er nicht der NORM entspricht oder ob er dieser entspricht. Das Buch soll sagen:“Seh her lieber Mensch, ich schreibe einige Wörter und Satzstellungen falsch und trotzdem gehe ich raus und verstecke mich nicht. Ich bin ich und wer bist Du?“

Seine Antwort berührte mich sehr und ich war mir schlichtweg unsicher, wie ich nun mit meiner Buchbewertung umgehe. Wie gesagt, ist die inhaltliche Aussage „LEBE SICH“ die volle Sternezahl wert, aber das Lesevergnügen war nicht immer vorhanden und so handhabe ich es und Lebe mich und ziehe für diese nicht korrigierte und gedruckte Version einen Stern ab.

Fazit:
Eine wundervolle Botschaft, die uns Finley Jayden Dao mit „Speilplatz der Engel“ schickt, welche unbedingt von jedem gelesen werden muss! Wenn wir uns erleben, ausprobieren und erfahren, finden wir zu uns selbst und sind einfach 😉

Ich bedanke mich bei Finley Jayden Dao für das Rezensionsexemplar und die lieben Mails. Ich habe viel gelernt 🙂

Versöhnung mit dem inneren Kind: Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit – Thich Nhat Hanh

Klappentext:
Ein Schatz, der nie verloren geht: unser inneres Kind

»Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.« Dieser berühmte Satz ist für alle gültig, die sich von Thich Nhat Hanh leiten lassen. Die Folgen seelischer Verletzungen in der Kindheit wie Angst und Verlassenheitsgefühle oder Wut und Trauer sind bis in die Zellebene hinein wirksam und blockieren unser inneres Wachstum. Thich Nhat Hanh zeigt, dass meist schon unsere Eltern oder sogar frühere Generationen dieselben belastenden Gefühlsmuster in sich getragen und weitervererbt haben. Deshalb ist es wichtig, als Erwachsener zu dem verwundeten inneren Kind Kontakt aufzunehmen.
Thich Nhat Hanh zeigt mit einem buddhistischen Ansatz, wie man durch die Praxis der Achtsamkeit das innere Kind heilen kann: Alle negativen Selbstbilder und Emotionen können überwunden werden, indem man sie bewusst wahrnimmt und durch Atemmeditation auflöst.


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Titel: Versöhnung mit dem inneren Kind: Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit
Autor: Thich Nhat Hanh
Sprecher: Herbert Schäfer
Verlag: argon Balance
Länge: 176 Seiten / 3 Std. 50 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3839880098
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Bereits der Titel könnte für Hörer / Leser ohne Vorkenntnisse für Verwirrung sorgen. Was ist das Innere Kind und was für eine Kraft ist die Achtsamkeit?

Wer nun erwartet in diesem Werk eine Antwort zu erhalten ist leider falsch gewickelt 🙁

Thich Nhat Hanh setzt voraus, dass dies gewusst wird und wenn nicht – dann muss man sich eben so durch das Hörbuch quälen. Wie das Buch aufgebaut ist, weiß ich nicht, da das Hörbuch gekürzt ist, kann das Buch für unwissende eine schöne Alternative sein.

Aber fange ich mal vorne an. Ich habe Vorwissen, kenne mich in der Arbeit mit dem Inneren Kind aus und kenne auch die Arbeit mit der Achtsamkeit, daher habe ich mich gefreut etwas vom vietnamesischen Mönch zu lesen und auch seine Ansichten kennenzulernen. Leider bin ich mit dem Hörbuch, trotz Vorwissen, nicht ganz zurecht gekommen.

Thich Nhat Hanh geht davon aus, dass wir alle ein verletztes und missbrauchtes inneres Kind in uns aufweisen, diese Worte sind hart und können, meiner Meinung nach, abschrecken. Vielleicht liegt es aber auch an einem Übersetzungsfehler und der Autor möchte uns nur über die Verletzbarkeit unseres Inneren Kindes aufmerksam machen und verwendet daher diese doch sehr starken Wörter. Auch sind die Affirmationen für die Heilung, für mich, zu negativ. Es wird zu oft „nicht“ verwendet. Dann denke ich mal „nicht“ an lila Elefanten 🙄 Was ich sehr gut fand, waren die Erklärungen wie sich negative Sachen in unserem Bewusstsein verwurzeln, wachsen und wie unser Bewusstsein überhaupt funktioniert. Auch wurden immer wieder kleine Übungen in das Hörbuch integriert und mit Musik unterlegt.

Herbert Schäfer hat als Sprecher ganze Arbeit geleistet. Er hat eine schöne und ruhige Stimme, die perfekt gepasst hat.

Fazit:
Das Hörbuch lässt sich zwar gut hören, aber dennoch gibt es von mir keine Hör-Empfehlung. Für Unwissende ist es einfach zu flach und zu esoterisch. Es ist zu weit „innen“ angesetzt und führt den Hörer nicht sanft in die neue Materie ein, sondern wirft Brocken vor.
Für Hörer mit Vorkenntnissen ist vieles bereits bekannt und daher nur noch als Wiederholung interessant. Die Übungen, die im Hörbuch für ein liebevolles und verständliches Miteinander vorgestellt werden, können wir, meiner Meinung nach, so gar nicht umsetzen. Sie sind für unsere Mitmenschen (zumindest für den Großteil) zu spirituell und würden eher das Gegenteil herbeiführen – Umdenken ist gefragt!

Ich bedanke mich beim Argon Verlag für das Rezensionsexemplar.

ICH. BIN. JETZT. – Su Busson

Klappentext:
Der achtfache Yoga-Pfad ist ein seit Jahrtausenden erprobter Weg, um sich aus eingefahrenen Denk- und Verhaltensmustern zu befreien und sein inneres Potenzial zu entfalten. Selbstverwirklichung und innere Harmonie sind dabei das Ziel.


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Titel: Ich. Bin. Jetzt.
Autor: Su Busson
Verlag: Orac
Seiten: 252
ISBN: 978-3701505432
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Vorweg, ich praktiziere keine Yoga-Übungen, diese Verrenkungen, wie man sie kennt. Aber ich praktiziere andere Körperübungen und die Lebensregeln! Ich lebe bewusst, ich bin präsent und ich versuche mit mir und der Umwelt ins Reine zu kommen bzw. zu Sein! Daher rezensiere ich dieses Buch sicherlich ganz anders als praktizierende Yogis.

Ich. Bin. Jetzt. bezieht sich auf:

  • die Lebensregeln (für den Umgang mit anderen und mit sich selbst),
  • die Körperübungen (diese müssen nicht mit Yoga-Übungen in Verbindung gebracht werden, jede Übung die bewusst, präsent und achtsam ausgeführt wird, ist Yoga),
  • der Lenkung der Lebensenergie,
  • den Rückzug der Sinne,
  • der Konzentration,
  • der Meditation und
  • der Erleuchtung / Erkenntnis.

Der Schreibstil von Su Busson ist sehr lesenswert und flüssig. Sie arbeitet in jedem Kapitel viele Praxisbeispiele und -übungen ein, welche sofort oder bei Gelegenheit in so gut wie jede Situation integriert werden können. Auch ist ihr der Spagat zwischen festgelegter Yogapraxis und westlichen Elementen sehr gut gelungen. So heißt es vielmehr: höre auf dein Herz und mache es so, wie es dein Körper sagt. Trotzdem zeigt sie die Lebensweise der Yogis mit auf, ohne dogmatisch zu schreiben.

Die Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Der Aufbau des Buches ist logisch und klar strukturiert. So lockern Zitate und kleine Geschichten das Werk etwas auf, weisen aber trotzdem auf den Fokus des Kapitels hin.

Die Verarbeitung des Buches ist qualitativ sehr hochwertig. So wurde sehr dickes Papier verwendet, was die Haltbarkeit enorm erhöht – gerade bei einem Ratgeber / Fachbuch, ist dies eine tolle Sache, denn wer liest so ein Buch nur ein Mal?!

Fazit:
ICH. BIN. JETZT. ist ein sehr lesenswertes und interessantes Buch. Yoga-Kenntnisse werden definitiv nicht benötigt, die hatte ich nämlich überhaupt nicht und ich bin trotzdem gut zurecht gekommen. Allerdings sollte man der Spiritualität offen gegenüberstehen und sich überraschen lassen.

Ich empfehle dieses Buch jedem! Die Lebensregeln und Verhaltensweisen, kann jeder für sich anwenden und verinnerlichen.
Ein muss für Menschen, welche Yoga praktizieren und den spirituellen Hintergrund kennenlernen möchten.
Dieses Buch ist etwas ganz besonders!

Ich bedanke mich beim Kremayr & Scheriau Verlag für das Rezensionsexemplar.