Der von den Pferden lernt: Ein Horseman der zum Schüler seines Pferdes wird – Mark Rashid

Klappentext:
Der sympathisch- bescheidene Horseman Mark Rashid beschreibt in der für ihn typische Art unterhaltsam und ehrlich, wie ihn sein Ranchpferd Buck zunächst vor ein Rätsel stellte. Nach und nach wird der erfahrene Pferdetrainier zum Schüler dieses besonderen Pferdes und gewinnt neue Einsichten. Selbst als Buck altersschwach stirbt, lehrt er Rashid eine letzte Lektion und führt ihn aus eingefahrenen Verhaltensmustern zu einem neuen, erfüllterem Leben.


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Titel: Der von den Pferden lernt: Ein Horseman der zum Schüler seines Pferdes wird
Autor: Mark Rashid
Verlag: Kosmos
Seiten: 216
ISBN: 978-3440128640
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Nachdem ich mit Begeisterung die ersten drei Bücher von Mark Rashid förmlich verschlungen habe, freute ich mich sehr auf sein viertes Buch. Leider habe ich etwas ganz anderes erwartet …

Mark Rashid berichtet nicht mehr so viel von seinem Ausbilder (dem alten Mann) und auch der reiche Erfahrungsschatz zur Pferdeausbildung war in diesem Band recht dünn. Es geht wirklich nur um Buck – dies sagt ja schon Titel und Klappentext, aber dennoch war es mir zu viel. Buck war sicherlich ein tolles und einzigartiges Pferd, die Leistungen und seine Art waren (wahrscheinlich) einmalig, aber ich würde dieses Buch nicht als „Pferdelektüre“ sondern eher als „Lebensratgeber“ bezeichnen.

Es gibt viele Metaphern, Philosophien, Weisheiten und Tipps rund um das Leben. Es ist nicht speziell für die Arbeit mit Pferden ausgerichtet, sondern vielmehr an das „mit sich im Reinen sein“. Also für einige Leser eventuell sogar zu spirituell.

Aufgebaut ist das Buch mit folgenden Erkenntnissen:
1. Vermeide Konfrontation
2. Plane voraus
3. Sei geduldig
4. Sei beharrlich
5. Sei beständig
6. Mach auch nach einem Misserfolg weiter

Fazit:
Ein lesenswerter Erfahrungsbericht mit Tipps zur Lebenshilfe. Wer „typische“ Berichte vom „alten Mann“ erwartet wird leider enttäuscht.

Reihenfolge nach (Original) Erscheinungsdatum:

Der auf die Pferde hört
Ein gutes Pferd hat niemals die falsche Farbe
Denn Pferde lügen nicht
Der von den Pferden lernt
Dein Pferd – dein Partner
Pferde suchen einen Freund
Starke Pferde, treue Freunde

 

Der auf die Pferde hört: Erfahrungen eines Horseman aus Colorado – Mark Rashid

Klappentext:
Der wahre Horseman flüstert nicht – er lauscht den Pferden, beobachtet ihre Reaktionen, spürt ihren Bedürfnissen nach und versetzt sich in ihre Lage. So münden das eigene Lernen und Lehren in gegenseitige Achtung und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Sensibel, humorvoll und mit sympathischer Bescheidenheit schildert Mark Rashid seinen ganz persönlichen Weg und hält nach jedem Kapitel Rückschau auf viele Jahre Erfahrung mit Pferden und ihren Besitzern.


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Titel: Der auf die Pferde hört: Erfahrungen eines Horseman aus Colorado
Autor: Mark Rashid
Verlag: Kosmos
Seiten: 256
ISBN: 978-3440133538
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ein Buch, welches mich zum weinen brachte!

Mark Rashid lässt den Leser wieder an wunderschönen Erfahrungen teilhaben, die er während seiner Zeit beim „alten Mann“ und später beim selbstständigen Pferdetraining erlebte.

Was mich besonders freute waren Antworten auf Fragen, die mir bei seinen Büchern schon immer auf der Seele brannten: „Warum schauten der alte Mann und Mark immer wieder zu, wie Menschen ihre Pferde schlecht behandelten? Wieso griffen sie nicht ein?“ Ich war so glücklich endlich befriedigende Antworten mit gut geführten Argumenten zu erhalten, dass ich mich auf das nächste Buch sehr freue.

Fazit:
Ein Buch über einen wahren Horseman, der in diesen Geschichten beschreibt wie wichtig es ist, auf die Pferde zu hören, bzw. die Körpersprache der Tiere wahrzunehmen. Ein besonderes Augenmerk setzt er auch diesmal wieder auf die Kommunikation zwischen Pferd zu Mensch, daher verdiente 5 Sterne.

Reihenfolge nach (Original) Erscheinungsdatum:

Der auf die Pferde hört
Ein gutes Pferd hat niemals die falsche Farbe
Denn Pferde lügen nicht
Der von den Pferden lernt
Dein Pferd – dein Partner
Pferde suchen einen Freund
Starke Pferde, treue Freunde

 

Ein gutes Pferd hat niemals die falsche Farbe – Mark Rashid

Klappentext:
Mark Rashid arbeitet seit über 30 Jahren mit Pferden und ist durch seine besondere Art des Training weit über die Grenzen der USA hinaus bekannt geworden. Als Junge erhielt er von einem alten Mann ein Geschenk, das er nun mit seinen Lesern teilt: Das Geschenk, Pferde wirklich zu verstehen, die Welt ein Stück weit aus ihrer Sicht wahrzunehmen und ihr Wesen und handeln dadurch besser zu begreifen. In seinem Buch schreibt er über das Leben und Arbeiten mit diesen wundervollen tieren, über unterschiedliche Rasssen wie Araber, Quarter Horse und Apaloosa und über die Art und Weise, ein Pferd zuzureiten oder ihm andere Dinge beizubringen. Er erzählt Geschichten, die zum Nachdenken anregen und tief bewegen. Wenn Sie lesen, wie Mark Rashid Pferde betrachtet, sehen Sie Ihr Pferd vielleicht auch mit ganz anderen Augen…


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Titel: Ein gutes Pferd hat niemals die falsche Farbe
Autor: Mark Rashid
Verlag: animal learn
Seiten: 208
ISBN: 978-3936188271
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Nachdem ich „Denn Pferde lügen nicht“ förmlich verschlungen hatte, wollte ich unbedingt ein weiteres Buch von Mark Rashid lesen. Auch hier schreibt der Horseman aus Colorado seine Erlebnisse mit den Pferden und Menschen nieder.

Der Schreibstil ist ehrlich, einfühlsam, direkt und animiert zum nachdenken über die Arbeit und den Umgang mit Mensch und Tier.

Ich finde es wundervoll zu lesen, was Mark Rashid und „der alte Mann“ (Rashids Mentor) alles erreicht haben und gewaltfrei erreichen konnten. Was mich bei diesem Buch allerdings verwirrte, waren die langen Geschichten über das „falsche“ arbeiten. Rashid berichtet in diesem Buch sehr viel über die Arbeit anderer Trainer und Reiter, welche mit Dominanz und Misshandlung ans Ziel gelangen. Er schaute sich viele negative Dinge an und machte sich seine Gedanken darüber. Mir waren diese Beschreibungen zu krass – ja sie laufen wirklich so ab, dass weiß ich, aber ich wollte sie nicht so ausführlich lesen – gewundert hat mich, dass sich Mark Rashid und der alte Mann diese Bilder so lange angesehen haben, dass sie nicht eingeschritten sind und die Reiter / Trainer haben machen lassen. Ist das richtig? Sollte man wirklich den Mund halten wenn man Quälereien beobachtet?

Dies ist der einzige Kritikpunkt, den ich bei diesem Buch anbringen kann und dennoch gebe ich eine Leseempfehlung für „Ein gutes Pferd hat niemals die falsche Farbe“, denn ein „verpfuschtes“ Pferd, kann mit richtigem Training immer noch ein gutes Pferd werden – dies wird in den Geschichten, welche die Vergangenheit der vorgestellten Pferde zeigt deutlich.

Reihenfolge nach (Original) Erscheinungsdatum:

Der auf die Pferde hört
Ein gutes Pferd hat niemals die falsche Farbe
Denn Pferde lügen nicht
Der von den Pferden lernt
Dein Pferd – dein Partner
Pferde suchen einen Freund
Starke Pferde, treue Freunde

 

Denn Pferde lügen nicht: Neue Wege zu einer vertrauten Mensch-Pferd-Beziehung – Mark Rashid

Klappentext:
Der so oft propagierten „Dominanz“ gegenüber dem Pferd setzt Mark Rashid das Prinzip des „sanften Führers“ entgegen. Ihm schließen sich die Pferde freiwillig an, weil sie seinen Fähigkeiten vertrauen und sich in seiner Gegenwart wohl fühlen. Wie man diese erstrebenswerte Position einnehmen kann, zeigt Mark Rashid anhand vieler konkreter Fallbeispiele.


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Titel: Denn Pferde lügen nicht: Neue Wege zu einer vertrauten Mensch-Pferd-Beziehung
Autor: Mark Rashid
Verlag: Kosmos
Seiten: 224
ISBN: 978-3440128428
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ganz ehrlich, mir fehlen die Worte!

Wie oft sieht oder hört man von anderen Reitern / Trainern, dass Pferde eine „harte“ Hand benötigen. Zucht und Ordnung mit Gewalt eingeprügelt wird / werden muss und ähnliches. Es geht auch anders!

Mark Rashid erzählt einen Teil seines Lebens, seiner Ausbildung. Er beschreibt wie es anders geht, als „sanfter“ Führer.

Einfühlsam und mit großer Selbsterkenntnis nimmt er kein Blatt vor den Mund und schreibt seine Erfahrungen in der Pferdeausbildung, die ausschließlich auf Vertrauen beruht. Egal ob „faule“, „dumme“, „unwillige“ oder „widersetzliche“ Pferde – es gibt für alles eine Lösung, denn wir schaffen die angeblichen Probleme selbst.

Wer in diesem Buch allerdings eine Lösung für alles erwartet, ist auf dem falschen Dampfer. Mark Rashid erklärt anhand von Fallbeispielen, wie er es bei diesem und jedem Pferd schaffte, aber es gibt keine allgemein gültige Erklärung. Ein wahrer Horseman (Horse = Pferd; man = Mann;) hört seinem Pferd zu und lässt dem Pferd immer die Wahl sich zu entscheiden!

Fazit:
Ein muss für jeden, der mit Pferden arbeitet!

Reihenfolge nach (Original) Erscheinungsdatum:

Der auf die Pferde hört
Ein gutes Pferd hat niemals die falsche Farbe
Denn Pferde lügen nicht
Der von den Pferden lernt
Dein Pferd – dein Partner
Pferde suchen einen Freund
Starke Pferde, treue Freunde

Die Unsichtbaren – Roy Jacobsen

Klappentext:
Norwegen, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: eine abgelegene Insel hoch oben im Norden an der zerklüfteten Küste. Für Hans und Maria Barroy ist sie das Paradies auf Erden. Sie leben mit ihrer kleinen Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Ihre Tochter Ingrid hingegen will mehr. Sie geht aufs Festland. Als Hausmädchen findet sie eine Anstellung bei einer wohlhabenden Familie. Rührend kümmert sie sich um deren Kinder Felix und Suzanne. Doch eines Tages sind deren Eltern verschwunden. Ingrid entschließt sich, die beiden Waisen mit auf ihre Insel zu nehmen. Es ist der Beginn einer dramatischen Entwicklung! Anrührend und weise, heiter und lebendig. Roy Jacobsens Beschreibungen der Menschen und der Natur sind atemberaubend.


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Titel: Die Unsichtbaren
Autor: Roy Jacobsen
Verlag: Osburg Verlag
Seiten: 270
ISBN: 978-3955100353
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Die Insel Borrøy – bewohnt von Martin, seiner Tochter Barbro, seinem Sohn Hans mit Frau Maria und deren gemeinsame Tochter Ingrid – liegt küstennah zu Norwegen. Die Familie lebt allein mit der Natur, bis Ingrid eines Tages genug vom Inselleben hat …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist speziell. So ist der Satzbau, je nach Thematik, sehr verschachtelt bis kurz – prägnant. Je nachdem, was Jacobsen ausdrücken bzw. den Leser fühlen lassen möchte. Durch den überwiegend hypotaktischen Stil lässt sich das Buch zu Beginn schlecht lesen, wenn man sich jedoch fallen und sich auf Autor und Buch einlässt überrascht  Jacobsen mit einem sehr realitätsnahen Bericht über ein einfaches Leben. Trotz allem kam bei mir keine Sympathie für die Charaktere auf, ich konnte mich zwar wunderbar auf das Buch einlassen, aber eine Fremde zu den Personen blieb.

Charaktere:
Ingrid ist ein junges Mädchen, welches in dieser Geschichte einen starken Reifeprozess durchlebt. Sie wird, nicht nur durch ihre Familie, sondern auch durch das raue Klima geformt und erhält dadurch eine ganz eigene Art.

Barbro, die wahrscheinlich eine schwere Kindheit hatte, ist zwar vom Geschlecht her weiblich, aber sie scheint doch viel männliches in sich zu tragen. Für feine arbeiten scheint sie nicht die Ruhe zu haben und daher tummelt sie sich lieber bei den Männern herum. Auch kann sie dort ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Schade nur, dass ihr dies des öfteren negativ ausgelegt wird. Ich hatte immer das Gefühl, nur weil sie „anders“ ist, muss Barbro leiden.

Martin, Hans und Maria sind ruhige und tatkräftige Familienoberhäupter die eine ruppige – bestimmt durch die harte Arbeit – Ausdrucksweise an den Tag legen und auch nicht immer freundlich handeln.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Eine Frau die auf etwas oder jemanden wartet, ganz allein und verlassen auf einem Steg …

Fazit:
Mir fällt es selten schwer ein Fazit zu schreiben, aber hier, bei „Die Unsichtbaren“ fehlen mir wahrhaftig die Worte. Der Klappentext verspricht etwas mystisches, dramatisches, eine Entwicklung um die Protagonistin Ingrid, die ihre Heimatinsel verlässt und dann zurückkehrt. Darauf habe ich mich – als Leserin – eingestellt und eine spannende Geschichte erwartet. Ich beginne zu lesen und erhalte etwas komplett anderes und zwar eine sprachgewaltige, bewegende Geschichte um eine Familie zu beginn des 20. Jahrhunderts. Ich lese wie die Familie ums überleben kämpft, wie sie lebt und was sie erleben und kurz vor dem Ende des Buches wird dann auch der Klappentext war … Wer also etwas über eine kleine Insel im Meer, das Leben dort und die Eigenheiten der Bewohner lesen möchte, ist mit „Die Unsichtbaren“ bestens bedient.

Ich vergebe für diesen Roman 4 Sterne, einen ziehe ich aufgrund der Erwartungen, welcher der Klappentext in mir weckte, ab.

Ich bedanke mich beim Osburg-Verlag für das Rezensionsexemplar.