Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus – Moritz Netenjakob

Klappentext:
Die Riester-Sparer sind gar nicht so …
Früher marschierten sie im Stechschritt, heute besuchen sie Bauchtanzkurse: Die Deutschen haben sich ganz schön verändert – nur mit Gefühlen haben sie es noch immer nicht so. In seinem neuen Hörbuch erzählt Moritz Netenjakob die lustigsten Geschichten aus dem Alltag – zum Staunen, Wiedererkennen und Lachen. Dabei gelingt ihm das Kunststück, exakte Alltagsbeobachtung, beißende Satire und warmherzige Figurenzeichnung zu einem Panoptikum deutscher Befindlichkeiten zu verweben, das vor allem eins ist: sehr, sehr komisch.


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Titel: Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus
Autor: Moritz Netenjakob
Sprecher: Moritz Netenjakob
Verlag: argon
Länge: 4 Std. 29 Minuten (gekürzt)
ISBN: 978-3839813416
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir
sehr

Inhalt:
Wir sind typisch Deutsch, wenn wir mit Kant-Zitaten zum Orgasmus kommen, alles ausdiskutieren, nicht über unseren Schatten springen können …

Stil:
Mein erstes Werk von Moritz Netenjakob und ich habe selten so gelacht wie bei diesem Hörbuch! Die Geschichten sind witzig und so genial vorgetragen, dass ich teilweise schon Bauchschmerzen, tränen in den Augen und Atemnot hatte. Wie kann man sich solche Dinge ausdenken? Oder wo erlebt man sowas? Als Bsp.: Ein Paar möchte sein Sexualleben mit Rollenspielen wiederentdecken und so verkleidet sie sich als Prostituierte Olga (mit französischem Akzent) und er wird der italienische Macho Luigi, der total verweichlicht ist …

Charaktere:
Alle Figuren waren glaubhaft. Der kleine Junge mit Akademiker-Eltern; Der schlechte Elektriker, der dann doch keiner war; Das verbissene Ehepaar, welches sich über DIN definiert; – einfach genial!

Cover:
Das Cover passt, es wirkt unscheinbar und irgendwie altmodisch.

Fazit:
Selten so viel Spaß gehabt und daher 5 Sterne und eine absolute Hörempfehlung!

Vom Fluchttier zum Designerpferd: Wege und Irrwege in der Pferdezucht – Barbara Schulte

Klappentext:
Die deutsche Sportpferdezucht befindet sich im Prozess einer stetigen Veränderung und – so will man meinen – auch Verbesserung. Immer rittigere Pferde sind das Ziel, die sich auch von Amateuren problemlos korrekt reiten lassen und in der Lage sind, auf Turnieren gute Leistungen zu bringen. Doch die Realität ist eine andere, sagt Barbara Schulte. Sie beschreibt eine Entwicklung, die dazu führt, dass junge Pferde ihre zunächst spektakulären Bewegungen bald nicht mehr zeigen können, dass die Nutzungsdauer von Sportpferden stetig sinkt und sich Erkrankungen des Bewegungsapparates mehren. Ein Buch, das provoziert, polarisiert und zum Nachdenken anregt.


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Titel: Vom Fluchttier zum Designerpferd: Wege und Irrwege in der Pferdezucht
Autor: Barbara Schulte
Verlag: Müller Rüschlikon
Seiten: 160
ISBN: 978-3275018550
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ich bin weder Züchter, noch möchte ich züchten. Aber ich habe auf Pferden reiten gelernt die komplett anders sind, als die heutigen Exemplare. Da stellt sich mir doch die Frage: Warum ist das so und was wird mit der heutigen Zucht bezweckt?

Dieses Buch beantwortet viele Fragen – angefangen mit der Zuchtgeschichte weit vor unserer Zeitrechnung; Zudem sind die Texte anschaulich bebildert und es gibt sogar Trainingstipps, wie mit den heutigen Pferden für eine Gesunderhaltung gearbeitet werden muss. Dieses Training (erarbeitet von Ulrike Paulus) ist, meiner Meinung und Kenntnis nach, das einzige Training, welches auf die veränderte Statik der Tiere eingeht und sie damit wieder rittiger und leistungsfähiger macht.

Fazit:
Ein Buch, welches jeder gelesen haben sollte der mit Pferden zu tun hat! Viele Fragen werden fundiert sowie sachlich beantwortet und es ist einfach nur erschreckend wie sich die Zucht entwickelt – ich denke da nur an den guten alten Schäferhund …


 

Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr hier:

(Pferde machen Handstand – aufgrund der veränderten Statik)

 


Wissenswerte Links:

Alles rund um den Verein pro Equo: proequo-ev.de

Rabentod – Nikola Hotel

Reiheninfo:
Rabenblut drängt
Rabentod

Klappentext:
Isa und Alexej sind dem Jäger entkommen, aber ihr Glück währt nur kurz: Auf einem ihrer Streifzüge durch den Wald findet Isa einen Raben, dem das Herz herausgeschnitten wurde.

Ihre dunkle Vorahnung wird zur Gewissheit, als sie erfährt, dass der tote Vogel tatsächlich ein Rabe aus Alexejs Schwarm ist. Dann wird Alexej entführt, und jeder Tag, der vergeht, hält für ihn neue Qualen bereit. Um ihn zu retten, muss sich Isa ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihr am meisten Angst einjagt: Sergius. Zusammen schmieden sie einen verzweifelten Plan, bei dem jeder von ihnen einen hohen Preis zahlen muss. Doch ihnen bleibt keine andere Wahl, denn der Tod kommt mit schnellen Schwingen …


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Titel: Rabentod
Autor: Nikola Hotel
Verlag: Amazon Publishing
Seiten: 418
ASIN: B01AWLHEGO
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Isa und Alexej verbindet weiterhin ein Band aus Gemeinsamkeit und Freiheit. Doch besagte Freiheit wird Alexej – als Rabe – zum Verhängnis, denn er wird in eine Falle gelockt und muss für perverse Experimente herhalten. Wer steckt dahinter und kann Alexejs Schwarm in Zusammenarbeit mit Isa den Anführer des Rabenclans retten?

Schreibstil:
Wieder sehr Detailverliebt und Berührend setzt Nikola Hotel ihre Rabentrilogie fort. Auch im Buchaufbau ist sich die Autorin treu geblieben. Wie bereits im ersten Teil ist Isa sowie Alexej immer ein Kapitel gewidmet, sodass der Leser von jedem Charakter die innersten Gefühle erleben kann.

Schon nach den ersten Sätzen wurde ich in die tschechischen Berge entführt und lebte wieder mit Isa in ihrer Welt. Der Ausdruck ist immer passend und jede Situation könnte genau so in der Wirklichkeit passieren. Genau dies macht eine gute Geschichte, ein tolles Buch, aus.

Charaktere:
Isa und Alexej mochte ich bereits im ersten Teil – es sei soviel gesagt, dass ich sie immer noch sehr lieb habe 😉 Die beiden haben sich entwickelt und akzeptieren die Andersartigkeit des anderen, auch wenn jetzt mehr die innerliche Zerrissenheit der beiden deutlicher wird. Gerade dieses erleben der beiden Charaktere, macht sie noch realer als sie eh schon gezeichnet sind.

Die anderen Charaktere haben sich entwickelt und es ist schön zu lesen, dass auch sie sich verändert haben und nicht stehen geblieben sind – ob nun positiv oder negativ sei mal dahingestellt.

Cover:
Das Cover ist traumhaft schön!

Fazit:
Fesselnd und belebend sowie witzig und tieftraurig lässt mich der zweite Teil zurück und ich hoffe inständig auf Teil 3! Ich möchte darauf hinweisen, dass Teil 1 unbedingt gelesen werden sollte, bevor mit „Rabentod“ begonnen wird, sonst könnten sich kleine Fragezeichen im Kopf auftun und das will ja keiner. Daher volle 5 Sterne für diese wundervolle Fortsetzung.

Ich bedanke mich bei Nikola Hotel für das Rezensionsexemplar.

Die mir den Tod wünschen – Michael Koryta

Klappentext:
An einem stürmischen Tag wird der vierzehnjährige Jace Zeuge eines brutalen Mordes. Jace kann entkommen – doch er weiß, dass die Verbrecher ihn gesehen haben. Die Blackwell-Brüder, ein psychopathisches Killer-Duo, wollen seinen Tod. Jace kann niemandem mehr vertrauen. Unter neuer Identität soll er in Montana Zuflucht finden. Ethan Serbin, ein erfahrener Überlebensspezialist, steht ihm in der gnadenlosen Bergwelt zur Seite. Derweil bahnen sich die beiden Killer ihren blutigen Weg und kreisen ihre Opfer immer weiter ein. Für Ethan und Jace beginnt ein furioser Höllenritt …


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Titel: Die mir den Tod wünschen
Autor: Michael Koryta
Verlag: Heyne
Seiten: 480
ISBN: 978-3453438446
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der 14-jährige Jace wollte nur im Steinbruch schwimmen, alles hätte so schön sein können. Doch das, was dann passiert verändert sein Leben: drei Männer tauchen auf und einer davon wird brutal ermordet. Jace sieht alles und die Killer sehen nun nur noch Jace …

Schreibstil:
Ich muss zugeben, dass mich der Klappentext nicht so gepackt hat und ich ein wildes Katz-und-Maus-Spiel erwartet habe. So etwas finde ich ja immer recht langweilig, aber was Koryta dann erschaffen hatte war einfach nur bombastisch!

Die Geschichte beginnt packend und wird sehr lebendig erzählt. Ich hatte beim Lesen immer einen Film im Kopf und verliebte mich in die Charaktere (also einige davon, vor anderen hatte ich genausoviel Angst wie Jace), in die Landschaft und in die Schreibkraft des ehemaligen Privatermittlers. Und genau durch diesen Job wird Michael Koryta so genau gewusst haben was bei einer Verfolgungsjagd und Personenschutz so wichtig ist. Ich war immer wieder überrascht, dass die Charaktere so wunderbar logisch an die Sache rangegangen sind. Es kam kein Blödsinn vor, wie in den meisten anderen Fluchtszenarien (welche man aus Horrorfilmen kennt). Ich war also restlos vom Stil, Ausdruck und der kompletten Umsetzung begeistert und hatte zwischen Herzrasen, Hoffnung und tränen in den Augen kaum Zeit um Luft zu holen, weil mich dieses Buch absolut fesselte.

Charaktere:
Jace ist ein wundervoller Junge, welchen ich sofort in mein Herz schloß. Seine Gedanken sind immer nachvollziehbar und für sein alter absolut verständlich.

Ethan und Allison haben mich als Paar und als Individuen überzeugt. Beide sind herzensgute Menschen und auch ich hätte gerne bei ihnen gelebt bzw. ein paar Tage verbracht.

Die Mörder waren richtig psychisch, aber nicht von ihren Taten sondern eher ihre Art mit sich und der Umwelt umzugehen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich bereits beim Lesen eine Gänsehaut hatte, wenn die beiden in Szene traten, aber in Wirklichkeit wäre es noch abartiger gewesen in ihrer Nähe zu sein.

Cover:
Das Cover hat mir vom ersten Blick an gefallen. Ich bin eh ein Berg- und Klettertyp und die Aufnahmen des Einbandes sind echt schön und unheimlich zugleich.

Fazit:
Einer der besten Thriller, welchen ich je gelesen habe. Für mich eine absolute Leseempfehlung – auch für nicht Thriller Leser 😉 Die Story stimmt, ist sehr logisch und man bekommt immer wieder ein Aha-Erlebnis mit dem nicht gerechnet werden konnte, ohne das die Geschichte dadurch konstruiert wird. Alles baut aufeinander auf und es macht einfach nur Spaß Jace zu begleiten und zu hoffen, dass er überlebt und die Killer ihn nicht finden …

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

Victorias Hot Secrets – Naomi Noah

Klappentext:
Leon hat mit seinen Kumpels eine Wette am Laufen, wer die schönsten Frauen ins Bett bekommt. Doch bei Victoria beißt er sich die Zähne aus. Im Gegenteil – sie dreht den Spieß um und fordert ihn ihrerseits zu einem Spiel heraus: Er muss ihr widerstehen, sonst verliert er seinen heiß geliebten Oldtimer an sie. Und Victoria fährt ziemlich scharfe Geschütze auf. Bei ihren heißen Dates verdreht sie ihm völlig den Kopf. Leon steht kurz davor, schwach zu werden. Richtig schlimm wird es, als ihm klar wird, dass er nicht nur unausweichlich auf eine erotische Affäre mit Victoria zusteuert, sondern dass er ernsthafte Gefühle für sie entwickelt.


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Titel: Victorias Hot Secrets
Autor: Naomi Noah
Verlag: Heyne
Seiten: 288
ISBN: 978-3453545878
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der Don-Juan-Club hat es sich zum Ziel gemacht mit den heißesten Frauen zu schlafen und Leon führt, dich gefolgt von seinem Bruder Bruno, die Liste an. Doch um wirklich zu gewinnen müsste Leon mit der eigenständigen Victoria verkehren, doch die dreht den Spieß einfach um und bringt Leon in eine gefährliche Situation …

Schreibstil:
Naomi Noah schreibt heiß, niveauvoll und gekonnt eine Geschichte um zwei sehr bezaubernde Charaktere. Der Sex steht im Vordergrund, allerdings nicht so wie gedacht. Die Mischung aus dem eigentlichen Akt und der Weg dorthin sind klasse arrangiert und es macht einfach nur Freude die Protagonisten in ihrem tun zu begleiten. Der Ausdruck ist absolut passend und die vielen Wendungen der Geschichte sind perfekt!

Charaktere:
Viktoria hat mir sehr gut gefallen, ihre Art, ihre Ideen und alles was sie tat hatten Hand und Fuß.

Leon, zu Beginn hatte ich echte Startschwierigkeiten mit ihm – ebenso wie Victoria – aber es besserte sich und ich verliebte mich regelrecht in diesen tollen Kerl.

Bruno, theoretisch ohne Worte, praktisch war er aber ebenso perfekt wie die anderen Personen dieser Geschichte.

Cover:
Das Cover finde ich, ehrlich gesagt, nicht so klasse. Das Höschen wirkt billig und die gespreizten Hände sowie generell der Figurausschnitt … ich hatte ein anderes Bild von hübschen Dessous im Kopf, als ich dieses Buch las.

Fazit:
Ein ganz toller erotischer Roman, bei der die Handlung teilweise wichtiger ist als Sex. Diese Mischung ist perfekt gewählt und auch die Sicherheit (Kondome) wird immer groß geschrieben. Eine Leseempfehlung gibt es für Leserinnen, Leser, Paare, die gerne erotische Geschichten lesen oder auch noch nie gelesen haben und sich an dieses Genre herantasten möchten. Für mich ist „Victorias hot secrets“ ein sehr gelungener und fesselnder erotischer Roman und von daher gibt es 5 heiße Sterne!

Ich bedanke mich bei Naomi Noah für das Rezensionsexemplar.