Aufschrei – Truddi Chase

Klappentext:
Seit frühester Jugend wurde Truddi Chase von ihrem Stiefvater sexuell mißbraucht. Um diese Situation bewältigen zu können, erstarrte ihre eigentliche Persönlichkeit, und an ihre Stelle trat eine Vielzahl von Personen, die in ihrem Körper lebten und das Kind nach außen hin vertraten und verteidigten.

Die erwachsene Truddi Chase war sich dieses Zustandes lange nicht bewußt; als sie jedoch anläßlich ihrer Scheidung einen Psychotherapeuten aufsuchte, entdeckte dieser ihre multiple Persönlichkeit.

Das Ergebnis seiner Therapie ist dieses Buch, das eigentlich nicht von der Autorin geschrieben wurde, sondern von den Personen, die in ihr leben. Es ist nicht nur ein erschütternder Bericht über die schlimmsten Formen von sexuellem Mißbrauch in frühester Kindheit, sondern zugleich auch eine erregende Abrechnung mit dem Leben, das die Protagonistin führen mußte. Ein noch nie dagewesenes Buch – wer es einmal gelesen hat, wird es nie wieder vergessen!

Ein furchtbares Buch, welches ist schon so lange in meinem Schrank habe und auch nie aussortieren werde.

Sehr beeindruckend finde ich, zu was unsere Psyche fähig ist. Die Personen untereinander wissen gar nicht, dass es nur Teilpersönlichkeiten sind und leben mit der Co-Existenz. Auch ist in dem Buch eine Art Schriftprobe, wo fast alle Persönlichkeiten etwas geschrieben haben abgedruckt. Denn nicht nur unterschiedliche Schriften können entwickelt werden, sondern auch Krankheiten, die nur einige Teilpersonen bekommen können.

Ein sehr bewegendes aber auch aufklärendes Buch, was unbedingt gelesen werden muss. Da die Ausführungen der Persönlichkeiten teilweise so barbarisch sind und ich diesem Buch eine gewisse Zeit widmen möchte um noch nachzuwirken, werde ich nun erstmal eine Lesepause einlegen.


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Titel: Aufschrei
Autor: Truddi Chase
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 561
ISBN: 3-404-61133-0
Meine Bewertung: 5 Sterne – Leseempfehlung!

Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafón

Klappentext:
Daniel Semperes Leben im grauen Barcelona der Nachkriegszeit erfährt eine drastisch Wende, als er die Schicksalsbahn eines geheimnisvollen Buches kreuzt. Er gerät in ein Labyrinth abenteuerlich verknüpfter Lebensläufe, und es ist, als wiederhole sich vergangene Geschichte in seinem eigenen Leben. Die Menschen, denen er bei seiner Suche nach dem verschollenen Autor begegnet, die Frauen, in die er sich verliebt – sie alle scheinen Figuren in einem großen Spiel zu sein, dessen Fäden erst ganz am Ende sichtbar werden.

Ein Buch mit Seele, genau so muss es sein. Dieses Buch ist eine geschriebene Hymne für die Augen des Lesers. Carlos Ruiz Zafón schafft es, die Charaktere so liebevoll und anmutend zu beschreiben, dass ich als Leser, jeden – auch die Nebendarsteller – in mein Herz schließen konnte. Auch musste ich das Buch in einer Tour lesen, da es mich so gefesselt hat. Zwischenzeitlich noch ein paar Kerzen mehr angezündet und die Kuscheldecke herausgeholt – es war doch sehr spannend und zeitweise gruselig, dass ich etwas Schutz brauchte und dann musste ich Daniel Semperes Abenteuer weiterverfolgen. Auch die Liebesgeschichte ist mit viel Herz geschrieben ohne dabei kitschig zu wirken und macht das Buch für jeden Lesefreund lesbar.

Die Schauplätze des Buches gibt es in Barcelona wirklich und es wird die Zeit kommen, dass ich sie nicht nur über Google-Earth betrachten muss… Für dieses Meisterwerk glatte 5 Sterne!


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Titel: Der Schatten des Windes
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Verlag: Suhrkamp
Seiten: 562
ISBN: 978-3518458006
Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ich brauche Liebe – Klaus Kinski

Klappentext:
“ … Sie sind der Gegensatz des Roboters, des programmierten Computers, der Metall-Struktur und des Stahl-Betons … Ja, Sie leben und atmen wie ein freien Tier … Sie sind das pulsende Leben, das wir vergessen haben …

Sie haben die Mähne des Löwen, den Blick des Adlers, das Lächeln des Wolfes, die rauhe Schönheit des tobenden Meeres und die wilde Häßlichkeit der schmelzenden Lava, blutrot, wie ein blutendes Herz, am Abhang des düsteren Vulkans … Sie sind der Mann, von dem man immer wieder sprechen wird, aber an den sich niemand mehr erinnern kann … die Legende … Mensch zu sein … “ (anonymer Brief an Kinski, Paris 1989)

Eine Biografie wie sie sein sollte und wie jeder Kinski kennt. Ehrlich, sarkastisch und teilweise unter der Gürtellinie. Ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert und das Buch nicht zum ersten Mal gelesen und bestimmt auch nicht zum letzten. Eine glatte Empfehlung für Kinski-Fans und Gegner oder für alle, die ihn verstehen wollen und konnten.


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Titel: Ich brauche Liebe
Autor: Klaus Kinski
Verlag: Heyne
Seiten: 496
ISBN: 978-3453045798
Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr