Der Spion mit dem Strumpfband – Lisa McAbbey

Klappentext:
London 1756: Die junge Agentin Clarissa Greenly, Tochter eines verarmten Barons, erhält den Auftrag, einem hohen Regierungsbeamten, dem nüchternen und strengen Earl von Hawkhurst, ein geheimnisvolles Notizbuch abzujagen. Doch so erfolgreich sie auch sonst ihre geheimen Aufträge ausführt – diesmal will es nicht klappen! Und jeder neue Versuch stürzt Clarissa in tiefere Gefühlsverwirrungen, denn der Earl entpuppt sich als äußerst attraktiver und leidenschaftlicher Mann.


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Titel: Der Spion mit dem Strumpfband
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: beHEARTBEAT by Bastei Entertainment
Seiten: 207
ASIN: B01N97W0QG
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Clarissa Greenly, Agentin und verarmte Tochter eines Barons, muss dem Earl von Hawkhurst ein Notizbuch abluchsen. Dieser Auftrag scheint nicht so leicht zu sein, wie ihre bisherigen und dann schaut der Earl auch noch sehr gut aus …

Schreibstil:
<3 was soll ich noch groß schreiben? Nach „Die Reise nach Edinburgh“ und „Die Eroberung des Normannen“ schafft es Lisa McAbbey abermals, mich in eine längst vergessene Welt zu entführen. Ihr Hauptthema neben der romantischen Liebesgeschichte um James und Clarissa ist der siebenjährige Krieg 1756 – 1763.

Der Einstieg ins Buch war mit dem ersten Satz ein Highlight: „Gib acht, Mädchen, dass du keine Kanten oder Ecken beschädigst, die Einbände nicht zerkratzt, weder Eselsohren noch Fettflecken hinterlässt! Merk dir: Man muss Bücher wie rohe Eier behandeln – vorsichtig und sehr behutsam!“;
Ich liebe Bücher und von daher freute ich mich besonders, gleich so empfangen zu werden – so hieß es auch von William Cuthbert Faulkner (1892 – 1962): Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will; nun wusste ich ja, dass ich das komplette Buch von Lisa McAbbey lesen wollte, aber dieser Satz lies mein Herz wahrlich brennen und ich fühlte mich sofort angesprochen und tauchte ab in die große Buchhandlung von Mr. Noon, sah die Reihen von Büchern vor mir und roch den Staub, der sich über die Zeit auf die Einbände niederlegte und fieberte mit den Figuren mit und so weiter und so fort.

Kurz geschrieben: Ich war hin und weg, von der Idee der Geschichte, von den Figuren, deren Handlungen und der ganzen Kulisse. Die Liebesgeschichte mit teils sehr knisternden Szenen war ein wundervolles Geschenk für die teils trockenen politischen Geschehnisse, welche aber zur Geschichte passen. Besonders hervorzuheben ist der Ausdruck der Autorin, so nutzt sie längst vergessene Wörter um ihre Geschichte noch authentischer werden zu lassen. Ich bin einfach nur begeistert, so muss ein historischer Roman geschrieben sein!

Charaktere:
Clarissa ist eine wundervolle Protagonistin, welche ich umgehend vor meinem geistigen Auge sah. Ihre Art zu agieren passt zu ihr und wie sie sich in ihren Auftrag stürzte, brachte mir mehr als einmal ein lächeln ins Gesicht.

Der Earl von Hawkhurst ist ebenfalls ein sehr liebenswürdiger Zeitgenosse und auch ihn habe ich vergöttert! Was für ein toller Mann! Besonders sein Umgang mit Clarissa berührte mich.

Clarissas Vater erinnerte mich sehr an Mr. Bennet (aus Stolz und Vorurteil von Jane Austen), der gutmütige Alte hatte irgendwie nicht mehr alle Tassen im Schrank – so gutmütig kann man doch nicht sein! – aber er passt in das Bild der Geschichte so gut hinein, dass ich ihn doch irgendwie mochte.

Die anderen Charaktere wirkten ebenfalls so natürlich und zum liebhaben, dass ich sehr traurig bin „Der Spion mit dem Strumpfband“ schon ausgelesen zu haben, aber ich kann es ja immer wieder lesen 😉

Cover:
Das Cover ist sehr schön geworden und passt zur Geschichte.

Fazit:
Wieder ein ganz tolles Buch von Lisa McAbbey, welches jetzt schon zu meinen Favoriten für das Jahr 2017 zählt! Tolle Idee, wundervolle Charaktere und ein traumhafter Schreibstil! Ich empfehle es an jeden, der gerne romantisch-kriminalistische Liebesgeschichten liest! Von mir gibt es 5 Sterne!

Ich bedanke mich bei Lisa McAbbey für das Rezensionsexemplar.

Das Hufbuch: Basiswissen Pferdehufe – Angela Mayr

Klappentext:
Schmerzende Hufe können einem Pferd das Leben zur Qual machen und ihm dieFreude an der gemeinsamen Arbeit mit uns Menschen vermiesen. Deshalb sollte jeder Reiter unbedingt über Hufe und artgerechte Stallhaltung Bescheid wissen.


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Titel: Das Hufbuch – Jonny Pump – und das geheime Wissen der Pferdehufe: Basiswissen Pferdehufe
Autor: Angela Mayr
Verlag: amaro
Seiten: 72
ISBN: 978-3000243769
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Die, von Jennifer Kurz, gezeichnete Figur „Jonny Pump“ führt den Leser durch die Anatomie und Funktion des Pferdehufes und zum Abschluss des Buches gibt es noch einen Exkurs zum Thema artgerechte Pferdehaltung.

Meine Meinung:
Die Idee „Jonny Pump“ den Huf erklären zu lassen ist genial! Der kleine Mann macht den Theorieteil zu einer angenehmen und witzigen Reise in den Huf. Die Zeichnungen des Hufes sind sehr detailliert und jeder, wirklich jeder! sollte nach dieser Pflichtlektüre den Aufbau sowie die Funktion des Hufes (Hufmechanismus, Hufrolle, etc.) kennen und erklären können. Natürlich gibt es Fachbücher von Hufschmieden / Huforthopäden etc, aber dieses Buch setzt eine gute Basis, um mit den Fachbüchern weiterzumachen, wenn man denn möchte. Rein informativ reicht dieses Buch schon mal aus, um die Hufe des eigenen Pferdes zu beurteilen und gewisse Dinge zu hinterfragen und oder gemeinsam mit dem Hufbearbeiter durchzusprechen.

Ebenso gefallen hat mir, dass gleich zu Beginn des Buches davon berichtet wurde, dass Pferde keinen Schmerzlaut haben. Viele Pferdebesitzer machen einfach mit allem weiter, ohne auf die Bedürfnisse ihres Tieres zu achten und deuten beißen, Kopfschlagen oä als „frech“ oder „unerzogen“. Das dies ein Ausdruck von Schmerz sein kann, ist schön hervorgehoben und lässt den potentiellen Leser noch aufmerksamer werden, was (Huf-)Krankheiten / (Huf-)Probleme angeht.

Fazit:
Nicht nur für Kinder, sondern für alle „Einsteiger“ in den Bereich Pferdehuf geeignet. Für mich ist dieses Buch eine Pflichtlektüre, die jeder Pferdemensch gelesen haben sollte, denn so ausführlich (es sei denn man kauft Fachliteratur) habe ich noch keine Erklärungen rund um den Huf gelesen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Für immer und Emil – Nikola Hotel

Klappentext:
Leonie ist eine Powerfrau: Sie liebt ihren Job und hat Erfolg. Dann wird ihr vorgeworfen, die Geschäftsidee der charmanten Brüder Emil und Ben geklaut zu haben. Zwei Stunden später hat sie Freizeit pur – Leonies Horrorvorstellung. Sie muss unbedingt denjenigen finden, der ihr das eingebrockt hat. Der Einzige, der ihr helfen kann: Emil. Doch der hat sich aufs Land verkrochen. Und plötzlich steht Leonie offline zwischen Erdbeerfeldern und Kuhfladen und spürt: Ihr Herz klopft für Emil.


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Titel: Für immer und Emil
Autor: Nikola Hotel
Verlag: atb
Seiten: 304
ISBN: 978-3746632124
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Wenn es der pseudo-veganerin und Powerfrau Leonie eine zahme, fleischessende Landfrau wird, dann kann es nur an den leckeren Erdbeeren und Emil liegen …

Schreibstil:
Wie immer verzauberte mich der Stil von Nikola Hotel. Ich sah die Charaktere bildhaft und umgehend vor meinem inneren Auge und machte mich teilweise über ihre Art lustig. Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und es ist klar, wie sich die Geschichte entwickelt. Dennoch ist das „wie“ sehr überraschend, witzig und einzigartig. Der Ausdruck ist immer passend, höflich und typisch Nikola Hotel.

Charaktere:
Leonie war zu Beginn der Geschichte doch sehr merkwürdig. Ihre Art mit Druck umzugehen und sich dermaßen an andere anzupassen war mir absolut fremd. Als sich herausstellte warum sie dies tat, hatte ich Mitleid mit ihr und gönnte ihr die Lebensveränderung von Herzen. Besonders witzig war ihre innere Zerrissenheit, die ich beim Lesen immer wieder spürte, aber wirklich belächelte. Ihre wahre Persönlichkeit kam zum Ende der Geschichte hervorragend zur Geltung und machte Leonie zu einer wirklichen Powerfrau.

Emil, ein surfer-Typ zum anbeißen, nur schade, dass er surfen nicht mag 🙁 da war ich wohl nicht die einzige, die diese Entwicklung schade fand – aber genau dieser Fauxpas, dass wir Menschen in Schubladen stecken ist so genial! Wir achten heutzutage gar nicht mehr auf Persönlichkeit und Menschlichkeit, wir lassen uns durch virtuelle Profile auf sozialen Medien ablenken, stellen uns falsch oder richtig dar und das zwischenmenschliche geht verloren. Wer mag sowas?! Daher ist Emil nicht nur eine Romanfigur, sondern im gewissen Maße auch ein Vorzeigetyp, der diesem Wahn des öffentlichen Medienhypes via Facebook widerspricht. Einfach nur gelungen dargestellt und nachahmungswürdig!

Ben, Emils Bruder, welcher unter einer Form des Autismus leidet, passt ebenfalls hervorragend in diese Geschichte. Er ist, wie alle anderen auch, so wie er ist. Er macht das was er für richtig hält und lebt gut damit. Er ist ehrlich, direkt und war mein heimlicher Liebling. Seine Taten wirken auf eine Art befremdlich, auf eine Andere absolut nachvollziehbar – nur würden wir (als gesellschaftsfähig erzogene Erwachsene) nie so reagieren. Die Geschichte zeigt, dass Autisten gar nicht „auffällig“ sind, sondern die Gesellschaft verkorkst!

Cover:
Mit dem Cover kann ich leider gar nichts anfangen und ich wäre im Buchladen an dieser wirklich lesenswerten Geschichte vorbeigegangen.

Fazit:
Ein absolutes must read für jeden! Eine tolle Geschichte über Gesellschaft, die Reise zum ICH und die Liebe.

Märchenküsse & Katzenträume – Kristina Günak

Klappentext:
Annabelle, eine allseits beliebte Autorin, muss einen Liebesroman fertig schreiben. Komme, was wolle. Aber sie wird einfach nicht fertig. Ihre Lektorin schluckt schon Beruhigungspillen.
Doch leider sterben alle Romanhelden auf unrühmliche und tragische Weise, bevor ihnen die Romanheldin in die starken Arme sinken kann. Dafür gibt es einen Grund: Annabelles Herz wurde schwer verwundet.
Seitdem sie nämlich ihren Freund mit „Miss Jung & Knackig“ beim Fremdgehen überrascht hat, hat sie den Glauben an die Liebe verloren. Sehr ungünstig für jemanden, der doch davon lebt, über die große Liebe zu schreiben.

Doch Hilfe naht! In Form einer Katze. Einer äußerst sonderbaren Katze, die Annabelle mit auf eine Reise nimmt. Und das, wo Annabelle doch so ungerne reist …


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Titel: Märchenküsse & Katzenträume
Autor: Kristina Günak
Seiten: 49
ASIN: B010SVODEO
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
„Wir sind selbst Gestalter unseres Lebens“, dies stellt Annabelle mithilfe einer sehr speziellen Katze fest.

Schreibstil:
Kristina Günak schafft es mit ihrer fantasievollen Schreibe eine traumhafte Welt zu erschaffen. Die Idee, eine Autorin in einer Schaffenskriese zu erleben, ist interessant und bestimmt nicht aus der Luft gegriffen. Ebenso der Weg zur Lösung 😉 Die drei Punkte für einen freien Kopf und das Loslassen von Altlasten sind sehr gut und bildlich dargestellt und halfen wohl nicht nur der Protagonistin sondern auch mir und ggf. auch anderen Lesern 😉

Charaktere:
Die Charaktere waren sehr sympathisch und es ist ein bisschen schade, dass die Geschichte nur so kurz ist – wobei sie länger auch nicht hätte sein dürfen.

Cover:
Das Cover ist verträumt und spielt mit den Grün-Weiß-Tönen auf einen ausgeglichenen und fröhlichen Lebensstil an.

Fazit:
Eine psychologisch wertvolle Kurzgeschichte zum glücklichen und positiven Denken. Daher volle Punktzahl und eine Leseempfehlung an alle!

Argeneau-Reihe 07: Ein Vampir und Gentleman – Lynsay Sands

Reiheninfo:
Eine Vampirin auf Abwegen
Verliebt in einen Vampir
Ein Vampir zum Vernaschen
Immer Ärger mit Vampiren
Vampire haben’s auch nicht leicht
Ein Vampir für gewisse Stunden
Ein Vampir und Gentleman

Klappentext:
Seit sie durch ein Versehen in eine Vampirin verwandelt wurde, schläft Elvi Black in einem Sarg, meidet die Sonne und verzichtet auf Knoblauch. Sonst hat sie allerdings keine Ahnung, was es eigentlich heißt, eine Vampirin zu sein. Als ihre Nachbarn für sie eine Anzeige in die Zeitung setzen, trifft sie den umwerfenden Victor Argeneau. Victor ist reich, mächtig und gut aussehend, und jede Frau würde sich ihm mit Freuden zu Füßen werfen – egal, ob lebendig oder untot. Victor erklärt sich bereit, Elvi in das Dasein als Vampirin einzuführen. Doch da verübt ein Unbekannter ein Attentat auf Elvi, dem sie nur knapp entgeht. Irgendjemand scheint es auf ihr Leben abgesehen zu haben…


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Titel: Ein Vampir und Gentleman
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 384
ISBN: 978-3802583179
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Eine Vampirin soll gegen alle großen Gesetze der Unsterblichen verstoßen haben. Laut dem Rat sollte sie der Tod ereilen, doch bevor die Obrigkeit entscheiden kann, will der Vollstrecker Victor sich Elvi nähern und sie überprüfen …

Schreibstil:
Ich bin immer noch hin und weg von Lynsay Sands Art ihren Geschichten Leben einzuhauchen. Die Charaktere sind alle unterschiedlich, bleiben sich in allen Büchern aber immer treu. Und obwohl die Story „Boy meets Girl“ immer die gleiche ist und es auch immer um das Thema „Lebensgefährte“ geht, ist jede Geschichte einzigartig. Auch hier ist der Ausdruck wieder sehr sinnlich mit einer Prise Humor.

Charaktere:
Victor, der immer als ein verschrobener alter Unsterblicher galt, wird hier durchleuchtet. Seine Geschichte ist tragisch und erklärt seine Eigenheiten genau, was ihn noch sympathischer macht.

Elvi ist eine rüstige Oma im Körper einer 25-jährigen. Diese Darstellung war genial, da es sonst immer nur „mittelalte“ Sterbliche waren, welche gewandelt wurden. Ich mochte sie und ihre Art sehr.

Die Einwohner von Port Henry sind alle sehr herzlich und auch wie sie zu erklären versuchen, warum man nun einen Untoten umbringen sollte und wann nicht. Ich habe selten so gelacht.

Weitere Nebenfiguren (weitere unsterbliche) waren ebenfalls passen ausgewählt und bereiteten mir eine große Lesefreude. Genau wie Alessandro, Harper und DJ hätte ich an Edward gerne ein Exempel statuiert, aber jedes Wesen hat ja eine Berechtigung zu Leben und Edward ist halt so wie er ist – ein schwieriger Engländer aus viktorianischen Zeiten 😉

Cover:
Das Cover ist schön und hat eine tolle Haptik.

Fazit:
Auch der siebte Teil der Argeneau-Reihe hat mich wieder überzeugt. Von mir gibt es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Die Geschichte kann unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden, aber es wäre schade die anderen Mitglieder der Argeneau-Sippe nicht zu kennen.