Der Hof – Simon Beckett

Klappentext:
Das Böse wirft keine Schatten

Ein abgelegener, heruntergekommener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß. Fliegen umschwirren die grunzenden Schweine, die im Dreck nach Futter stöbern. In der baufälligen Scheune liegt der junge Engländer Sean mit einem zerfetzten Fuß. Auf der Flucht vor der Polizei ist er in eine rostige Eisenfalle getreten, aufgestellt von Arnaud, dem Besitzer des Hofes, der keine Fremden auf seinem Land duldet. Sean darf dennoch bleiben, wenn er mitarbeitet. Er nimmt das Angebot an, denn eine Rückkehr nach England kann er nicht riskieren – und auch wegen Arnauds Tochter Mathilde, die ihn so hingebungsvoll pflegt. Aber deren verführerische kleine Schwester ist völlig unberechenbar, ebenso wie der tyrannische Arnaud. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht, und Sean will es herausfinden. Doch das Geheimnis der Arnauds ist nicht nur dunkel, sondern auch tödlich …


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Titel: Der Hof
Autor: Simon Beckett
Sprecher: Johannes Steck
Verlag: argon Verlag
ISBN: 978-3839813010
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Der Engländer Sean reist von England nach Frankreich, auf der Flucht vor der Polizei gerät er in eine gesundheitliche Notlage und findet Unterschlupf bei den Arnauds. Doch so gastfreundlich wie es scheint ist diese Familie nicht …

Stil:
Mein erster Beckett und so begeistert bin ich nicht. Die Geschichte plätschert so dahin und von Spannung ist weit und breit nichts zu spüren. Einzig Johannes Steck macht dieses Hörbuch zu einem Erlebnis. Die düstere Atmosphäre des Hofes ist durch seine Stimme spürbar und das Leben, welches er den Charakteren einhaucht, ist sehr gelungen.

Charaktere:
Vom Protagonisten Sean halte ich nicht viel. Er ist zu nichts sagend / einfach evtl. sogar naiv. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich ihn den Schweinen zum Fraß vorgeworfen, damit wenigstens etwas passiert.

Fasziniert hat mich dagegen Mathilde. Diese starke Frau, die immer wusste wie sie mit allen umzugehen hatte und sich trotz ihrer Weiblichkeit auch bei den Männern behaupten konnte.

Cover:
Das Cover ist absolut nichts sagend, ein alter verlassener Hof oder ein Teich im Wald hätten besser gepasst.

Fazit:
Ein nettes Hörbuch für zwischendurch. Durch die Stimme von Johannes Steck ist das Hören eine Freude und macht den einfachen Plot wieder wett. Eine Empfehlung spreche ich an Hörer aus, die die Stimme von Steck sowie dahinplätschernde Geschichten mögen.

Maddie 02: Der Widerstand geht weiter – Katie Kacvinsky

Reiheninfo:
Die Rebellion der Maddie Freeman
Der Widerstand geht weiter
Immer das Ziel im Blick

Klappentext:
Auch nachdem Maddie bei ihrem Bruder in L.A. eingezogen ist, setzt sie ihren Kampf fort. Gemeinsam mit Justin hilft sie Jugendlichen, die der Digital School den Rücken kehren wollen. Doch dann wird Maddie geschnappt und von der Polizei in eine Jugendstrafanstalt gesteckt. Hier werden alle inhaftiert, die sich gegen das System stellen. Isolationshaft und Gehirnwäsche sind im Gefängnis an der Tagesordnung und der Wille der meisten Insassen wird innerhalb kürzester Zeit gebrochen. Maddie ist lange standhaft! Doch die Haftbedingungen zermürben auch sie und schließlich ist sie kurz davor, aufzugeben. Wie soll sie alleine im Gefängnis gegen die übermächtig erscheinenden Gegner bestehen? Erst als der junge Aufseher Gabe ihr zu verstehen gibt, dass er auf ihrer Seite steht, schöpft Maddie neue Hoffnung. Aber um das System zu besiegen, muss sie sehr weit gehen …


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Titel: Maddie – Der Widerstand geht weiter
Autor: Katie Kacvinsky
Verlag: Boje
Seiten: 385
ASIN: B00AR7SZV2
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Nach „Der Rebellion der Maddie Freemann“ geht der Widerstand gegen die Digital School in diesem Buch weiter. Maddie kann es einfach nicht lassen und stiftet auch in LA wieder Unruhe. Sie wird geschnappt und landet im Umerziehungscenter …

Schreibstil:
Leider ist Ausdruck sowie Logik immer noch zu oberflächlich und teilweise nur für Kinder geeignet. Wer beim Lesen denkt, wird sich schnell langweilen bzw. den Kopf schütteln. Dennoch ist die Geschichte interessant und zeigt wunderbar die Gefahren der Digitalisierung und die Gefahr für Andersdenkende.

Charaktere:
Maddie ist immer noch naiv, entwickelt teilweise Superkräfte und scheint Folterungen (über Monate hinweg) binnen Minuten verdrängen zu können. Das funktioniert so nicht 🙄

Justin, der älter und reifer als Maddie sein sollte, scheint alles von ihr super zu finden, irgendwie unrealistisch – oder Liebe macht halt doch blind 😕

Auch mit den anderen Charakteren hatte ich wieder meine Schwierigkeiten, sie nehmen entweder alles hin oder rebellieren. Gründe für ihr Verhalten gibt es keine. Leider eine Schwarz-Weiß-Zeichnung, die ich nicht nachvollziehen kann.

Cover:
Das Cover finde ich wieder gelungen: die verdrahtete Person.

Fazit:
Der zweite Teil von Maddie ist reich an Action, brutal und zeigt mehr Gefahren der Digitalisierung und die Abhängigkeit. Leider gibt es keine Besserung, was die Charaktere angeht, daher nur 3 Sterne.

BETA – Rachel Cohn

Klappentext:
Sie hat, was sie nicht haben soll: Gefühle …

Elysia ist eine Beta, ein geklonter Teenager, und sie lebt als Dienerin der Menschen auf der paradiesischen Insel Demesne. Ihr einziges Ziel ist es, ihren »Eltern« zu gefallen – bis sie entdeckt, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint. Die heile Welt auf der Insel wird von Klonen gestört, die Gefühle und eine eigene Meinung haben, sogenannten defekten Klonen. Und dann entdeckt Elysia, dass auch sie Gefühle hat. Sie verliebt sich und hat Erinnerungen an ihre First, den Menschen, von dem sie geklont wurde und der längst tot sein muss. Ist sie selbst defekt? Dies würde ihren Tod bedeuten, doch Elysia ist bereit zu kämpfen, für ihre Freiheit und für ihre Liebe zu dem geheimnisvollen Tahir …


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Titel: BETA
Autor: Rachel Cohn
Verlag: cbj
Seiten: 416
ASIN: B00AM5HSFS
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Elysia, Klon eines Teens, erschaffen um zu dienen, wird von einer reichen Familie gekauft und lebt wie ein echtes Familienmitglied. Bis Elysia erkennt, dass nichts so ist, wie es scheint …

Schreibstil:
Der Ausdruck ist passend für ein Jugendbuch und der Schreibstil flüssig und sehr gut zu lesen. Die Geschichte ist spannend geschrieben und beinhaltet immer wieder gute Cliffhanger. Allerdings wurde mir zu Beginn der Geschichte zu viel wiederholt. Es wurden Dinge mehrmals beschrieben und immer wieder erläutert. Auch gibt es zeitweilig ein paar Ähnlichkeiten mit Stephenie Meyers „Seelen“.

Charaktere:
Elysia gefiel mir von der ersten Seite an. Sie berichtet von ihren Gefühlen / Veränderungen und genau dies macht sie so sympathisch.

Die Familie bei der Elysia wohnt ist sehr durchwachsen beschrieben. Die „Mutter“ will einfach nur Anerkennung, der Governor will seine Ruhe, der Sohn eine Spielgefährtin und die Tochter eine Freundin. Auf den ersten Blick sind sie eine ganz normale Familie, bis es dann an die Geheimnisse geht, die aufzeigen, wie kaputt Menschen sein können. Einfach gruselig!

Cover:
Das Titelbild finde ich sehr schön, es trifft die Beschreibung von Elysia genau und wirkt sehr mystisch.

Fazit:
BETA ist der erste Teil einer Reihe um die junge Elysia. Der Auftakt ist gelungen. Spannend und dystopisch erscheint die Welt und genau das ist es was ein gutes Buch ausmachen soll. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser, welche gerne Dystopien und Jugendbücher lesen.

Das Haus ihrer Kindheit – Katja Maybach

Klappentext:
1946: Als die junge Isla dem Kunsthändler Sir Alistair Flythe ein Gemälde aus dem Besitz ihrer Familie anbietet, hat sie keine andere Wahl. Ihr hoch verschuldeter Ehemann gilt als verschollen, seine Gläubiger verfolgen sie. Sie ahnt nicht, dass das Bild eine Fälschung ist und dass Alistair es nur kauft, weil er Isla seit der ersten Begegnung liebt. Noch weniger kann sie ahnen, dass es sechzig Jahre später einer jungen Frau den Weg zu ihren Wurzeln weisen soll.


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Titel: Das Haus ihrer Kindheit
Autor: Katja Maybach
Verlag: Knaur
Seiten: 320
ISBN: 978-3426513712
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
2 Frauen und deren untrennbares Schicksal, nur verbunden durch ein altes Gemälde, welches der jungen Georgia den Weg in ihre Vergangenheit weist …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gut, lässt sich flüssig lesen und das war es dann leider auch schon. Katja Maybach schafft es nicht eine Spannungskurve aufzubauen und dadurch ist die Geschichte vorhersehbar.

Charaktere:
Alle Männer, die eine Partnerin haben, sind egoistisch, vielleicht sogar Frauenverachtend und absolut hassenswert gezeichnet. Es gab nur einen Mann, der mir einigermaßen gefallen hat. Sir Alistair Flythe, der Kunsthändler. Aber auch hier, hat die Autorin immer wieder konstruierte Cliffhanger eingebaut, dass es selbst bei ihm anstrengend wurde am Ball zu bleiben.

Die Frauen nehmen sich aber auch nichts. Naiv und dumm sind sie dargestellt. Sie denken nicht selbstständig und wenn, dann geht es nicht gut aus.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön, eine junge Frau in London, auf der Suche nach …

Fazit:
Ein Buch ohne Spannungskurve und schwachen Charakteren. Auch müssen viele Charaktere unfreiwillig sterben / verschwinden um die Handlung voranzutreiben, so dass Krimiliebhaber eventuell auf den Geschmack kommen, aber wenig gefördert werden. Mir war die Geschichte nicht genug durchdacht, zu einfach und, was ich ganz schlimm fand, ich konnte zu keinen Charakter eine Bindung aufbauen. Daher nur einen Stern.

Ich bedanke mich bei Knaur für das Rezensionsexemplar,

Mansfield Park – Jane Austen

Klappentext:
Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Fanny Price wächst in der Familie ihres Onkels Sir Thomas Bertram im Herrensitz Mansfield Park auf. Von ihren selbstverliebten Kusinen Maria und Julia hat das scheue und gutmütige Mädchen, dem es angeblich an »feiner Bildung« mangelt, Einiges zu erdulden. Doch nach Jahren voller Rückschläge und Irrtümer ist schließlich sie es, die ihre fast schon verloren geglaubte große Liebe findet. In ihrem 1814 erschienenen vierten Roman zeichnet Jane Austen ein facettenreiches Sittenbild des englischen Bürgertums am Beginn des 19. Jahrhunderts.


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Titel: Mansfield Park
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 576
ISBN: 978-3866474819
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Familie Bertram, möchte ihre Verwandschaft unterstützen und holt aus diesem Grund die Nichte, Fanny, nach Mansfield Park. Das kleine und schüchterne Mädchen erlebt eine neue Welt und versucht alles, um ihrer Familie zu gefallen …

Schreibstil:
Der Stil dieses Romans hat mich etwas verwundert. Austen ist dafür bekannt, ein starkes Frauenbild aufzuzeigen und genau dies hat mir hier gefehlt. Die Übersetzung ist gut und lässt sich flüssig lesen.

Charaktere:
Fanny ist mir zu schüchtern, zu ruhig, zu lieb. Sie passt nicht recht ins Bild von Austens selbstsicheren Charakteren und ich hätte mir so oft gewünscht, dass sie endlich aufsteht und den Ungerechtigkeiten, die ihr widerfahren, Einhalt gebietet.

Mrs. Norris, Fannys Tante, war der Aufreger des Buches. Eine Person, die sich in alles einmischt. Ich hätte sie so oft schütteln können ^^

Lady und Sir Bertram, Fannys „Ersatzeltern“, waren auf ihre Art sehr speziell. Und auch hier habe ich mich gefragt, wenn Jane Austen als Vorlage nutzte. Die Zeiten in denen man seine Verwandten und Freunde über Monate hinweg besuchte, waren anscheinend sehr inspirierend.

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön. Eine junge Frau geht ihrer Handarbeit auf einer kleinen Terrasse nach – traumhaft!

Fazit:
Für mich der schlechteste Austen-Roman, den ich bis jetzt gelesen habe. Die Charaktere passen nicht in das Bild, was Austen in ihren anderen Büchern darstellte. Es gibt keine starken und aufrüttelnden Charaktere sondern schwache, die alles hinnehmen. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne.